Bitte helft mir bei der für mich momentan zweitwichtigsten Sache

Grossvaeterland-GISELA

Bei der allerwichtigsten Sache kann leider niemand helfen.

Die zweitwichtigste Sache, bei der ich für Eure Unterstützung unheimlich dankbar wäre, ist unser Comic-Projekt Großväterland. In der Graphic Novel wollen wir Erlebnisse von noch lebenden Menschen (die ich interviewen werde) aus dem Zweiten Weltkrieg erzählen. Einige von Euch haben ja auch bereits mitgemacht und eine Edition von Großväterland bestellt – ganz, ganz lieben Dank dafür.

Diese beiden Fernsehbeiträge (jeweils ca. 3 Minuten) erklären viel besser, worum es geht, als ich es könnte:

Wie könnt Ihr mir helfen und warum ist das dringend?

Wir haben nur noch bis zum 28.12. Zeit, das Budget einzusammeln, mit dem wir das Projekt finanzieren können (Zeichnen, Druckkosten, Recherche, Lektorat, Versand usw.). Wenn wir das Budget nicht zusammen kriegen, dann gibt Indiegogo die bereits erreichten 11.000 US-Dollar wieder an die über 170 Unterstützer zurück und wir können Großvaterland nicht machen. Ehrlich gesagt, hatten wir uns nach dem unglaublich positiven Feedback im Vorfeld des Projektes im Oktober, die Sache deutlich einfacher vorgestellt.

Damit wir es doch noch in den letzten 8 Tagen schaffen, brauche ich Eure Hilfe!

Möglichkeit 1

Ihr unterstützt unser Projekt selber finanziell, in dem Ihr eines unserer Bücher kauft (24 EUR fürs deutsche Paperback und 47 EUR für das deutsch/englische Wendebuch im Hardcover).

Das geht hier:

Wenn Ihr kein Paypal habt (das Indiegogo leider voraussetzt) dann steht hier, wie Ihr auch per Kreditkarte oder Überweisung mitmachen könnt:

Möglichkeit 2

Wenn Euch Comics im Allgemeinen oder die Geschichten aus dem Zweiten Weltkrieg, die wir erzählen wollen nicht interessieren, kann ich verstehen, dass Ihr kein Buch bestellen möchtet.

Helfen könnt Ihr trotzdem!

Verbreitet den folgenden Link zur Fundding-Seite bei Indiegogo bei Euren Freunden und Social Media Kontakten. Ob per Facebook, per Twitter, per Mail oder wie auch immer:

Möglichkeit 3

Ihr habt Kontakte zu Stiftungen oder Mäzenen, die ein Projekt wie Großväterland mit einer größeren Summe fördern würden? Dann wäre es toll, wenn Ihr mir kurzfristig einen Kontakt über mail@alex-kahl.de herstellen würdet.

Jeder einzelne Kontakt ist für uns wichtig und wertvoll, sodass wir unser Ziel doch noch schaffen können.

Ach, es ist mir wirklich unheimlich unangenehm so nach Geld zu fragen. Obwohl wir meiner Meinung nach ja eine großartige Gegenleistung bieten. Würde mich freuen, wenn Ihr unser Projekt ein Stück mit ans Ziel bringen mögt und wünsche Euch schonmal schöne Feiertage!

Hier auf unserer Webseite für Großväterland findet Ihr noch reichlich Informationen, könnt erste Episoden lesen und mehr über Comics und die Arbeit des Comiczeichners erfahren.

Erste Erfahrungen mit Vibram Five Finger Zehenschuhen

Vibram-Five-Fingers-Zehenschuhe Kopie

Seit über nem Jahr gehe ich jetzt schon in Barfußschuhen. Darüber schrob ich ja bereits das eine oder andere Mal. Jetzt wollte ich aber endlich mal versuchen, wie es sich in den Vibram Zehenschuhen gehen lässt.

Ich schreibe übrigens ganz bewusst gehen weil ich bisher noch nicht großartig in den Schuhen gejoggt bin. Ich habe es mal in Barfuß-Sneakern ungefähr 1 Kilometer weit ausprobiert. Das zieht dann aber auch schon ordentlich in Waden und Schienenbeinen. Außerdem ist Cardio-Training eh nicht meine Welt :)

Also gehe ich vor allem in Barfußschuhen – und seit einigen Monaten auch in: Zehenschuhen.

Läuft man in Zehenschuhen wie ein Hobbit?

Mich hat die Alltagstauglichkeit der Vibrams interessiert. Und drüben bei zehenschuhe.de habe ich mit  Marco John einen kompetenten Berater für technische und gesundheitliche Fragen zu den Vibram Schuhen gefunden. Das “Problem” bei den Vibrams ist halt, dass man sie nur sehr selten im Laden findet, um das anfänglich merkwürdige Gefühl der vereinzelten Zehen im Schuh zu testen.

Tja, was soll ich sagen: Nach der ersten Umgewöhnung sind die Schuhe spitze! Sie fühlen sich ein wenig wie Handschuhe für die Füße an. Fast wie maßgeschneidert. Die ersten Tage hatte ich noch damit zu kämpfen, in die Schuhe reinzukommen. Jeder Zeh muss einzeln in seine Tasche gekriegt werden und das ist schon eine Herausforderung. Mittlerweile muss ich nur noch 2 Minuten zum Schuhe anziehen einplanen. Zu Anfang waren es eher 10 .-)

Krass war für mich die Zehenspreizung. Mein kleiner Zeh ist durch die viel zu engen herkömmlichen Schuhe in denen ich 38 Jahre lang rumgerannt bin stark nach innen gebogen. Durch die deutlich breiteren Vivobarefoot-Schuhe habe ich in den letzten 2 Jahren schon etwas Umgewöhnung bekommen, aber die Vibrams ziehen den Zeh jetzt quasi wieder nach außen, wo er hingehört. Da bin ich allerdings extrem empfindlich und die ersten Tag hatte ich das Gefühl, “AAAAAH! Gleich bricht mein Zeh ab!!” ;)

Kein Scheiß: Ich habe das Gefühl, die Spreizung des Zehs durch die Sehne am äußeren Fuß und Bein bis hoch in den Oberkiefer zu spüren. Ein sehr merkwürdiges Gefühl kann ich Euch sagen ;) Legt sich aber immer mehr mit der Zeit.

Meine Füße lieben jedenfalls die neu gewonnene Freiheit. In den Vivobarefoot Barfußschuhen merke ich die Oberfläche über die ich laufe ja schon sehr. Aber die Vibrams geben noch einmel eine neue Dimension von Bodenfeedback. Jetzt spüre ich plötzlich auch, was sich zwischen meinen Zehen abspielt. Ich frage mich, wie sich die Schuhe bsw. beim Klettern schlagen würden. Das muss ich bei Gelegenheit mal ausprobieren.

Beim Gehen jedenfalls machen die Five Fingers einen sehr leichten und beweglichen Eindruck. Gerade bei dem heißen Wetter im Sommer war die zusätzlich Kühlung zwischen den Zehen wunderbar! So langsam merke ich natürlich schon, dass ich wohl doch besser ein paar Zehensocken zusätzlich anziehen sollte. Bei einem Event letztens stand ich draußen auf einer feuchten Wiese und nach 3 Stunden im kühlen Gras stehend wurden die Füße dann doch etwas kalt. Bin mal gespannt, wie das im Schnee wird (wenn wir denn mal welchen kriegen dieses Jahr).

Ich habe mir ja vorgenommen, meine Füße soweit abzuhärten, dass ich auch barfuß durch Schnee gehen kann. Wenn ich mich da an das Kneipp-Becken in der Nähe des Ötztal erinnere graut es mir davor ja ein bisschen ;) Aus dem Wasser in dem Angie minutenlang rumwaten konnte, bin ich nach ein paar Sekunden mit vor Kälteschmerz brennenden und sich verkrampfenden Füßen wieder raus gesprungen. Sebastian Kneipp muss doch ein echter Sadist gewesen sein ;)

Da kann ich mich dann ja mit Five Finger langsam an die Kälteschmerzgrenze rantasten.

Zehenschuhe sind Immer Gesprächsthema

Nicht zu unterschätzen ist die kommunikative Wirkung der Vibrams ;) Wo ich auch hinkomme – ob bei Terminen bei Kunden, wenn ich einen Vortrag halte oder auf Parties – die Schuhe sind sofort Thema. Dabei hätte ich das überhaupt nicht erwartet. Ich dachte eigentlich, die Zehenschuhe sind schon weithin bekannt und etabliert.

Aber scheinbar sind die Leisetreter noch nicht so ganz im Fokus des Mainstream angekommen. Ich wurde noch NIE so oft auf ein Kleidungsstück angesprochen wie auf die Vibrams! (Und ich habe wirklich schon ne MENGE Experimente hinter mir ;-))

Das Tolle dabei: Die Kommentare waren durchweg und immer positiv und die Fragen immer interessiert. So oder so war ich immer direkt im Gespräch mit den Menschen. Das ist schonmal klasse.

Ein Segler war sogar dabei, der die Herkunft der Vibrams als Deck-Schuhe auf Segelbooten kannte. Allerdings bezeichnete er sich eher als Konventionalist, der lieber auf klassische 3-Loch Bootsschuhe setzt ;)

Dabei sind meine schwarzen Vibrams ja durchaus schick aus zu großen Teilen aus schwarzem Wildleder und zu Jenas und Anzug tragbar.

Kaufen von Zehenschuhen

Vermutlich sind die Five Fingers noch nicht so weit verbreitet, weil man sie mal nicht eben im nächsten Schuhgeschäft findet und ausprobieren kann. Die Skepsis etwas so radikal neues auszuprobieren ist da ja gerade bei uns Deutschen extrem hoch.

Ich kann nur raten: Sprecht einfach mal einen Online-Shop an und lasst Euch beraten. Per Mail oder per Telefon lassen sich schon die wichtigsten Fragen klären und dann bestellt Ihr Euch ein oder im Zweifel zwei Paar (in unterschiedlichen Größen) und probiert es mal aus. Nur bitte nicht den ganzen Tag in den Schuhen rumlaufen und dann erst zurückschicken. Das ist eklig. Nach ein paar Schritten durch die Wohnung merkt Ihr schon recht schnell, welche Größe die richtige für Euch ist.

Habt Ihr das richtige Paar in der richtigen Größe gefunden, gebt Euch zwei bis drei Wochen Gewöhnungsphase und steigert die Zeit in den Zehenschuhen täglich um 30 Minuten. Eure Füße brauchen nach Jahren der falschen Unterstützung in “modernen” Schuhen erstmal wieder Training um sich an ihre natürliche Funktion zu gewöhnen.

Ich mag heute schon keine anderen Schuhe außer Barfußschuhe tragen – egal ob Vibram oder Vivobarefoot oder was auch immer. Hauptsache keinen Absatz, Spreizung, harte, dicke Sohle oder überflüssige Dämpfung. Meine Füße und mein Rücken danken es mir!

Großväterland Update und Weihnachtsaktion für unser Comic-Buch

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Yeah! Über 3500 Dollar haben wir bereits zusammen. Danke an 52 Supporter soweit! Wir haben nochmal ordentlich an Großväterland gefeilt und einiges an Feedback umgesetzt – bis zum 30.11. läuft die Weihnachtsaktion.

Jetzt gibt es zum Beispiel eine günstige Paperback Ausgabe nur auf deutsch für 24 Euro. Immer noch etwas mehr als der übliche Preis für eine Graphic Novel oder einen Comicband, aber hey: Was wir da machen ist ja auch fast schon ein Unikat und echte Handarbeit.

Falls Ihr noch gar nicht mitbekommen habt, was Großväterland ist und was ich da mache, dann schaut doch mal hier in die Kurzeinführung.

Bitte unterstützt uns hier und kauft eine Vorab-Version des späteren Comics mit Geschichten aus dem Zweiten Weltkrieg.

Nächste Woche werde ich Euch etwas genauer erzählen, wie der fast 100jährige Otto uns neulich seine Geschichte erzählte, wir der Krieg für ihn begann.

Die erste Episode KARL gibt es hier schon zu lesen. OTTO folgt kommende Woche.

Es muss nicht immer Multimedia sein

Ich gebe ja zu: Diese ganzen Scrollytelling-Geschichten wie Snowfall oder A Game of Sharks and Minnows finde ich sehr großartig.

 

Christian Jakubetz fragt zum einen hier ob nun jede Geschichte Multimedia-Storytelling braucht und erklärt dazu noch sehr gut, wie die 5 Journalisten-Ws in solch einer Multimedianummer umgesetzt werden können und Konrad sagt, der Artikel stirbt aus.  

 

Das was ich dabei bemerkenswert finde ist, dass die meisten Journalisten, Publizisten und andere -isten vor allem auf Multimedia konzentrieren. Darum geht es doch eigentlich gar nicht. Du musst nicht zig Videos, Sound-Bites und animierte Karten in einem Artikel unterbringen. Viel wichtiger ist es, dass der Artikel an sich gut und schön und mit Liebe gebaut ist. 

  • Gute Geschichte
  • Schön lesbar und anzusehen
  • Fein gelayoutet und spannungsgebogen

Multimedia, Scrollytelling und andere Effekte sind dann nur noch die Kirsche auffer Torte. 

 

Eine Formel1 Runde in Spa lehrte mich Demut

Shell at the Belgium F1 Grand Prix

Renn-Simulationen waren schon immer ein Faible von mir. Auch wenn ich seit Jahren keine mehr gespielt habe. Vor ein paar Wochen habe ich dann eine Lebenslektion im Formel-1-Simulator von Shell und Ferrari bekommen :)

Ich war mit Shell beim Formel1 Rennen in Spa. Im hinteren Bereich der Shell-Lounge war ein Formel1 Simulator aufgebaut, der in dieser Form nur ein paar Mal auf der Welt existiert:

  1. Bei der Scuderia Ferrari in Fiorano um neue Fahrer zu trainieren
  2. Bei Alonso im Wohnzimmer um sich selbstzu trainieren
  3. Bei Shell um Menschen ein Gefühl dafür zu geben, wie es ist einen Formel1 Ferrari zu fahren

Zu dem Zeitpunkt war es auch der einzige Simulator, der schon vollumfänglich die Regeländerungen der Saison 2014 verpasst bekommen hatte – inklusive der neuen 6 Zylinder Motoren.

Normalerweise mache ich weder Preisausschreiben noch Wettbewerbe mit

Ich bin zwar kein schlechter Verlierer. Aber wenn es schon um etwas geht, dann bin ich schon sowas, was man im englischsprachigen Raum “competitive” nennt. Als am Morgen des Samstag Fernando Alonso in der Shell-Lounge zu Gast war und eine Modellversion seines Helmes signiert hat, habe ich mir noch nichts dabei gedacht.

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Dann hieß es, der Helm geht an den schnellsten Fahrer des Tages im Simulator. “Pffff. Ja ok, macht Ihr mal Euer Rennen. Gestern hat ein 15-jähriger Knirps mit einer 1:47 abgeräumt. Meine Virtual Racing Tage mit LfS.net sind vorbei und Geoff Crammond ist ja auch schon lange in Rente. Außerdem war an dem Simulator eine durchgehend lange Warteschlange, da wollte ich die Zeit dann doch lieber zum Photographieren nutzen.

Als ich dann hörte, dass unsere Gruppe von 12 bis 13 Uhr den Simulator für sich hätte, sah die Welt schon etwas anders aus. Kein Warten und wir liefen ja eh außer Konkurrenz. Also könnte ich ja mal ein paar Runden drehen. Punkt 11:45 stand ich neben dem halben Ferrari-monocoque mit den 2 Beamern unter dem angedeuteten Heckflügel. Nur um von den Instruktoren darauf hingewiesen zu werden, dass es auch für unsere interne Gruppe eine Warteliste gibt. Hmpf. Hatte mir niemand gesagt. Als Letzter auf der Liste verschwand ich genervt wieder aus der Simulator-Lounge und ging zurück ins Porsche-Cup Fahrerlager und suchte nach dem Team, das hier aus Gütersloh kommt.

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Clevererweise hatte ich mir genau den Zeitpunkt ausgesucht, an dem es für die 911er auf die Strecke ging. Nochmal Hmpf und wieder zurück zum Simulator. Einer der Engländer die bei uns in der Gruppe waren, war schon am Tag vorher dran gewesen und ließ mir netterweise den Vortritt. So konnte ich die letzten 2 Runden meines Vorgängers beobachten und ein bisschen die Strecke lernen.

Eingezwängt in 500.000 EUR Hightech

In einer halben Million Euro als echtes Auto zu sitzen ist ja schon beeindruckend. Aber von der gleichen Summe in einem Simulator zu sitzen durchaus auch Ehrfurcht gebietend – mit dem Unterschied, dass man hier nichts kaputt machen kann. In den Unterhaltungen vorher hatte ich mitbekommen, dass das Bremspedal wohl nur ein unbeweglicher Drucksensor sein sollte. Quasi ein Brett. Tatsächlich erklärte mir mein Instruktor aber, dass das Bremspedal auf Alonsos Fahrweise eingestellt war. Es bewegte sich nur wenige Millimeter. Wenn der Instruktor rief “VOLL BREMSEN!” dann bedeutete das, dass ich mich am Lenkrad festhaltend mit aller Kraft mit dem linken Bein in die Bremse stellen sollte, sodass ich vollständig aus dem Hartplastiksitz gehoben wurde. Und das war nur eine Testbremsung bei 60 km/h in der Boxengasse. Na Prost, Mahlzeit.

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Die Perspektive und Position im Auto ist wirklich gewöhnungsbedürftig und weit entfernt von allem, was man so kennt. Selbst in einem Kart sitzt man bequemer. Vor allem hat man in einem Kart bessere Sicht. Im F1-Auto liegst Du so tief mit dem ganzen Körper, dass die Hälfte des Gesichtsfeldes von Lenkrad und Rest-Cockpit eingenommen wird. Die Strecke vor Dir musst Du kennen und erahnen.

Die erste Runde war nur lockere Einführung. Auf der zweiten durfte ich schon schneller unterwegs sein. El Instructore gab mir vor jeder Kurve Kommandos, in welchen Gang ich runterschalten sollte, welche Geschwindigkeit in etwa anliegen musste und ob die Kurve rechts oder links rum ging. Meine letzten virtuellen Kilometer in Spa sind einige Jahre her und fanden in einem Schreibtischstuhl hinter einem Logitech Momo Racing-Wheel statt. Also war ich für jeden Tip dankbar. Der Simulator bot als physikalisches Feedback nur leichtes in die Kurve legen.

Einfach tun was der Instruktor sagt

Darauf zu hören, was andere Menschen sagen, fällt mir manchmal durchaus schwer ;) Hier war mir sofort klar, wenn ich einigermaßen sauber und unblamabel aus dem roten Monocoque aussteigen will, muss ich auf die Anweisungen vom Meister hören, der neben mir hockte.

Mit Vollgas die Eau Rouge hoch in den Himmel fahren und dann die schnelle Kurvenkombination danach ohne zuviel lupfen zu nehmen kostet auch in einem Simulator einiges an Überwindung. In der ersten Runde tastete ich mich nur langsam ran. Denn auch die Reifentemperatur wurde simuliert und ich habe bei meinem Vorgänger selbst in der zweiten Runde noch gesehen, wie er sich wegen zuviel Gas geben gedreht hat.

Shell at the Belgium F1 Grand Prix

Besonders aus der langsamen Haarnadel-Kurve vor Start-Ziel sauber und mit viel Schwung rauszukommen war ne Herausforderung.

Blöderweise hatte ich mich vertan und dachte, ich könnte 4 Runden hinlegen und schaute etwas blöd aus der Wäsche als nach Runde drei der Bildschirm schwarz wurde und mir mein Einweiser begeistert auf die Schulter haute:

“Hammer! Das war die schnellste Zeit heute! 2:03!”
“Ähm. Im Ernst jetzt? Ich habe doch einfach nur das gemacht, was Du gesagt hast?”
“Ja eben. Das hat bis jetzt noch keiner gemacht ;-) Sehr sauber gefahren! Mit einiger Luft nach oben!”
“Ja, ungefähr 20 Sekunden :-)”
“Hey sei nicht zu hart mit Dir.”

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Die zitternden Hände beim Aussteigen hatte ich nicht nur wegen des Adrenalinkicks, sondern wegen der körperlichen Anstrengung, die bereits diese Simulation auslöste. Nicht auszudenken, wie man sich in einem echten Formel 1 Auto fühlen muss. In dem man eine MENGE kaputt machen kann – insbesondere sich selbst. Mein Ausflug in die Erfahrung “Wie fühlt sich Formel 1 Fahren an” in der kuscheligen Shell-Lounge dauerte etwa 6 Minuten. Nimm das ganze mal 20 und Du hast die Belastung, die Alonso, Kimi und Kollegen auszuhalten haben.

Hut ab!

Und was war jetzt mit der Demut?

Nach mir fuhr dann Hunter von digitalSpy aus England. Was soll ich sagen? Er hat ne 2:00 hingelegt. Gar nicht mal so weit weg von meiner Zeit. Und kurz bevor es zurück ins Hotel ging meinte unsere Ansprechpartnerin von Shell “Wir müssen noch auf die Siegerehrung warten – Jemand aus unserer Gruppe hat Alonso Helm gewonnen”.

Ok, das war dann der Moment in dem ich blass wurde. “Hunter?” fragte ich? Crystal grinste nur.

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Tja. Naja, wenigstens anfassen durfte ich “den Pott” wenigstens mal ;)

Hätte ich mich mal ein paar Minuten zum beobachten und Strecke einprägen in die Schlange gestellt, könnte Alos Kopfbedeckung nun auch bei mit im Regal stehen.

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Insel Pellworm versorgt sich selbst mit Energie – Stimmt mal mit ab!

Pellworm-Leuchtturm-Flickr-m20-Michael-Schmid

Ein Freund von mir war an dem Projekt SmartRegion Pellworm beteiligt. Die Insel mit 1100 Einwohnern versorgt sich mittlerweile durch Wind- und Solarenergie vollständig selber mit Energie. Genau genommen produzieren Sie sogar mehr Energie als auf der Insel verbraucht wird.

Und besonders clerver: Die Nachtspeicheröfen werden bsw. zum Zwischenspeichern der Energie genutzt. Nicht nur zum Heizen.. Über ein smartes Netzwerk tauschen sich die Erzeugungsanlagen und Haushalte aus, damit möglichst effizient verbraucht und gespeichert wird.  Ich hatte ja mal den Nissan LEAF zum Test. Für das Elektroauto gibt es auch einen Kasten, über den sich die 22 Kilowattstunden im Autoakku wieder ausliefern lassen. Damit kann im Fall eines Stromausfalls ein kompletter Haushalt 3-4 Tage versorgt werden.

Hier könnt Ihr direkt für die SmartRegion Pellworm abstimmenHaut rein, das Voting läuft nur noch bis zum 5.11.

  1. SmartRegion-Pellworm-votenLink klicken
  2. Abstimmen für SmartRegion Pellworm anklicken
  3. Mail-Adresse eingeben
  4. Link in der Bestätigungsmail von ausgezeichnete Orte klicken: Fertig. Pellworm als ausgezeichneter Ort gewählt.
  5. Am nächsten Tag bis zum 5.11. wiederholen :)

Also hat Pellworm neben seinem rot-weißen Leuchtturm nun auch noch ein echtes Leuchtturm-Projekt :)

Foto von Flickr: Pellworm Leuchtturm User m20 Michael Schmid

 

 

 

Alle Gladiatoren waren Vegetarier. ALLE Gladiatoren?

Gladiatorenkampf - Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Gladiators_from_the_Zliten_mosaic_3.JPG

Ach es ist schon lustig, wie wissenschaftliche Studien in beliebige Zusammenhänge gebracht und Interpretationen gefärbt werden.

Auf dradiowissen lief eben eine kurze Meldung darüber, dass die Unis Wien und Bern Knochen von einem Gladiatorenfriedhof bei Ephesos untersucht haben. Dabei kam man zu der Erkenntnis, dass Gladiatoren sich hauptsächlich vegetarisch ernährt haben, laut Literatur “Gerstefresser” genannt wurden und einen “Zaubertrank” aus Pflanzenasche getrunken haben um Strontium- und Calcium in den Knochen zu erhöhen.

Mal abgesehen davon, dass wohl damals kaum jemand wusste, was Calcium und Strontium im Körper funktionieren, wurde in dem Beitrag zwischen den Zeilen reininterpretiert, dass sich die heldenhaften Belustigungskrieger Roms vegetarisch ernährten und daher so stark waren. Äääähm, darf ich da mal folgednes zu bedenken geben:

Die untersuchten Knochen stammen von einem Gladiatoren-Friedhof. Es ist also viel eher davon auszugehen, dass da  hauptsächlich die _VERLIERER_ von Gladiatorenkämpfen lagen.

Wikipedia sagt zum Thema Gladiatoren:

Gladiatoren genossen in der römischen Gesellschaft einen ähnlichen Ruf wie heutige Popstars

Wie wahrscheinlich ist es, dass die erfolgreichen Gladiatoren, auf diesem Friedhof liegen? Ist es nicht viel wahrscheinlicher, dass dort hunderte Gladiatoren liegen, die von deutlich besser genährten und daher stärkeren Kämpfern besiegt wurden? Die siegreichen Gladiatoren, die in Freiheit entlassen wurden wird man vermutlich nicht auf speziellen Friedhöfen finden. Ihre Knochen würden uns aber vermutlich deutlich besser Auskunft darüber geben, welche Ernährung empfehlenswerter ist.

Gemüse, Fleisch, Eier, Obst, Fisch, Nüsse, Wasser, Fermentiertes. Abwechslungsreich zubereitet. Mal roh, mal gebraten, gegrillt oder gekocht. So schwer ist es nicht, sich ausgewogen zu ernähren. Den Unterschied in der Leistungsfähigkeit merke ich persönlich deutlich. Sei es Müdigkeit, Konzentrationsfähigkeit oder auch einfach nur das Gewicht auf Hantelstange.

Nichts gegen vegetarische Ernährung – soll jeder machen wie er meint – aber über solch missverständliche Schönfärberei von medizinischen und historischen Erkenntnissen kann ich nur den Kopf schütteln.

Hier geht es zur Studie.