Werbung in Theater und Konzerten @philharmoniker @uknaus

Jog hat mal wieder einen Geisteblitz gehabt :) – Werbung per Bearmer und Leinwand auf der Bühne von klassischen Konzerten und Theatern.

@uweknaus:
Bitte weiterlesen. Ganz am Ende kommt meine Frage an Dich.

Ich hab die Frage heute Mittag mal an die Duisburger @Philharmoniker und die @Kronbergacademy weiter getwittert. mal sehen, welche Erfahrugnen die damit schon gemacht haben.

Und prompt kam dann auch schon eine Antwort:

@probefahrer Du meinst, pötzlich spielen alle ein Werbejingle mitten im Takt : )? Mal im Ernst: Sponsoren-Dankeschön gibts vor Konzert

Nachdem ich jetzt auch ein bißchen drüber nachgedacht habe, würde ich auch sagen, Jogs Idee ist nicht schlecht, aber so plump würde so etwas eine ziemliche Entrüstung auslösen (tut werbung eigentlich ja immer).

Schließlich sprechen wir ja von den höchsten kulturellen Weihen. Da muss die Marketingabteilung und die Agentur aber wirklich RICHTIG hoch ins Regal greifen und sich etwas sehr ansprechendes einfallen lassen. So eine Aktion darf nicht störend sein. Muss dem anspruchsvollen Publikum gerecht werden. Einen Mehrwert für die “Störung” bieten. Und irgendwie verdeutlichen, warum jetzt auch noch im Konzert geworben wird, wo die Karten nicht grade preiswert sind.

Irgendwann wird es auch einen Trend in diese Richtung geben, da bin ich mir sicher. Spätestens, wenn sich das Publikum aus den eh schon werbegewohnten Zielgruppen rekrutiert, sehe ich da einiges an Potenzial.

Allerdings würde ich vielmehr Repräsentanten meiner Marke dort für Einzelgespräche hinschicken. Wo bietet sich denn mehr Raum für einen gepflegten SmallTalk als in einer Theaterpause? Statt einfach nur den Maybach auf die Leinwand zu beamen, wird das Auto direkt ins Foyer oder vor das Spielhaus gestellt. “Sie möchten einmal Platz nehmenP Gerne doch! Wenn Sie möchten, holen wir sie beim nächsten Konzert ab und fahren sie wieder nach Hause.” Ok, ich sehe hier eher eine S-Klasse als gleich nen Maybach, aber you get the point.

@Uwe Knaus
Wurde etwas in der Art von Mercedes schon einmal gemacht?

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Die Twitter Wochenschau

2 Comments

Red' mit und lass mich nicht dumm sterben!

  1. Da twittert man mal schnell retour…und der veröffentlich das gleich!?! Aber OK : ))).

    Hier noch mal ein Nachschlag: ich finde das Thema höchst spannend! Aber das ist nicht gerade ein einfaches Thema. Kunst und Kommerz: zwei Dinge, die unabdingbar zusammen gehören, da es das eine ohne das andere nicht geben kann. Irgendwo her muss das Geld kommen. In USA werden Philharmonien nach Sponsoren benannt (Walt Disney Symphony Hall,…) oder ganze Konzerte werden ge-brand-et. Das würde in Deutschland (noch) nicht guttiert werden. Da sind wir in einer ähnlichen Entwicklung, wie es die Bundesliga vor 10 Jahren war.

    Und das finde ich auch gut so! Es gibt andere Möglichkeiten, da die Kulturbetriebe eine sehr wertvolle Ware haben: Content! Hochwertigen, intelligenten, menschlichen, bunten, spannenden, nie enden wollenden Content. Sie produzieren nicht ein Plakat, nicht einen Handzettel oder einen Flyer. Sie produzieren jeden Tag Geschichten mit Handlung und Tiefgang, die auch noch den Bildungsaspekt abdecken.

    Aber die Schwierigkeiten für ein Web-2.0-Sponsoring sind andere:
    -das Thema ist so neu, dass es noch nicht in der Welt der Agenturen und Marketingabteilungen angekommen ist
    -ausserdem verlieren Agenturen so einen wichtigen Geldfaktor: die Produktion von Content (merke: Contents Kills Agencies)
    -Sponsoren sehen den Wert, den ein “Proudly presented by XY!” hat noch nicht, weil sie sich der riesigen Reichweite der Communities, über die das gestreut wird (s. Duisburger Philharmoniker “Philharmonie 2.0”-Konzept) nicht bewusst sind. Sie könnten ganz einfach -und viel gübstiger als mit eigenen Produktionen- den Content als Shuttle nutzen, um sich als stolzer Mäzen darzustellen. Das wäre für alle ein lohnendes und ehrliches Ziel. Alleine die Kontaktzahlen der DuPhils sind so enorm, dass sie jede Plakataktion, jede Zeitungskampagne in den Schatten stellen UND sie erreichen IMMER eine definierte Zielgruppe OHNE Streungsverlust

    Aber wie schwierig das ist und wie gross noch das Unverständnis ist, zeigt die aktuelle Aktion der DuPhils: sie haben 200 der knappen Karten zum grossartigen Saison-Abschlusskonzert spendiert. Diese werden für 5 Euro verkauft und die Einnahme geht an ein Kunst/Kultur-Web-Projekt (s. http://bit.ly/stARThilfe ). Wir haben dazu auch noch Unternehmen angesprochen, die gerne für den Preisträger, der in einer Online-Abstimmung ermittelt wird, noch etwas darauf legen möchten (Geld, Hilfe,…).
    Da meldet sich aber niemand. Und wir würden hier wirklich alle Register ziehen, um uns bei einem Spender Web-weit zu bedanken!

    Du siehst: es gibt hier Off- und Online noch einiges zu tun, aber das macht die Sache auch so spannend! Man muss nur Neuem gegenüber offen sein.

  2. wie ist der Stand der Dinge? konnte schon was realisiert werden?