FAZ Herausgeber D’Inka Verwechselt da massiv etwas via @Markus_Fuchs @turi2

D’inka begeht den Irrtum und setzt Blogger, die auf IHREN Webseiten IHRE Meinung, Wissenstand und Einschätzung zu Themen publizieren mit “Leichtlohngruppen” und Heimwerker-Beschäftigung gleich, die nur Seiten füllen.

Viele Blogger haben eine ganz andere Intention beim Publizieren, als ein Journalist. Ihre Meinung im großen oder kleinen Rahen zu sagen ist genau das, worum es ihnen geht. Oder eben Ihre Expertise mitzuteilen. Hier wird Bloggern mal wieder ein journalistischer Anspruch unterstellt, den sich viele Blogger gar nicht auferlegen wollen. UNd auch nicht müssen. Eine freie Meinungsäußerung scheint einigen Herrschaften aus der Journalismusbranche nur recht zu sein, so lange sie die einzigen sind, die sie im großen Stil in Anspruch nehmen dürfen. Mit den bröckelnden techinschen Hürden, schnellerer Verbreitungszeit und großer Reichweite von Blogs, Twitter und Co. ist die Meinungsäußerung und -Bildung nicht mehr nur der schreibenden Zunft überlassen. Klar, daß das nicht gerne gesehen wird.

Das Internet ermöglicht einfach, schnell und kostengünstig zu publizieren. Relevantes und Irrelevantes. Mainstream und Nische, qualitativ höchstwertiges und katzencontent. Alles davon hat seine Berechtigung. Da ändert auch das Gewetter und Gezetere der Herrschaften Verleger und Offline-Journalisten nichts dran, die nun noch härter arbeiten, noch besser recherchieren noch intelligenter schreiben und mehr Leser erreichen müssen. Dass der eine oder andere da seine Felle davon schwimmen sieht, ist ja nicht wirklich verwunderlich. Nichts desto trotz räumt D’Inka auch ein, daß “Qualitätsjournalismus” sich weiter durchsetzen wird.

Was Herr D’Inka mit Leichtlohngruppen vermutlich meint und fälschlicherweise mit Bloggern in einen Topf wirft, sind die Teilzeit- und Bürgerjournalisten über deren Notwendigkeit Thomas Knüwer vom Handelsblatt vor einigen Wochen einen sehr interessantes Posting geschrieben hat (Link funktioniert aktuell nicht, steht der handelsblatt Server?).

Immerhin einer Aussage kann ich aber zustimmen:

“Wir müssen nur endlich damit aufhören, uns einzureden oder einreden zu lassen, wir seien irgendwie von gestern und das Geschäftsmodell des seriösen Zeitungsjournalismus sei am Ende.”

D’Inka meint damit, die Aufgabe des nachrichtentransports hätten Zeitungen und Nachrichtenagenturen zwar eingebüßt. Dafür müssen sie sich jetzt stärker auf das Erklären von Nachrichten und Liefern von Hintergrundinformationen stützen. Da ist er seinen Kollegen schon einen wesentlichen Schritt voraus. Die neue Aufgabe ist verstanden und muß nur entsprechend umgesetzt werden. Die Journalisten, die Blogger und das Netz als Quellen, Experten, Storylieferanten verstehen und entsprechend nutzen um die spezialisierte Aufgabenstellung zu erfüllen werden auch morgen noch etwas zu tun haben und Blätter verkaufen.

Da bin ich mir sicher. Für alle anderen wird es sicherlich eng.

via standard und turi2

Posted by qua

Standouts include the United States' South Pacific detonation of an atom bomb 90 feet below the water to study the effects on a fleet of ships. Surprise, surprise, they sink! If that wasn't enough, the navy also loaded the decks with sheep to study the effects of the blast on life forms. Surprise, surprise, they die! Glowing leg of lamb anyone?

One Reply to “FAZ Herausgeber D’Inka Verwechselt da massiv etwas via @Markus_Fuchs @turi2”

  1. Ja stimmt.. so siehts aus;)

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