Windenergie Experten anwesend: Ist das WIRKLICH umweltfreundlich?

Eben lief im Radio ein Bericht über Windenergie. Ist ja ne saubere Sache, bis auf die Riesenpropeller, die hier und da in der Butnik rumstehen. Immerhin besser als Kohlekraftwerke.

Die Frage, die ich mir eben aber gestellt habe – sowohl was Wind- als auch Wasser-Energie angeht:

Ist wirklich und ich meine WIRKLICH sicher gestellt, daß uns diese ganzen Turbinen nicht irgendwann um die Ohren fliegen und ebenfalls ein Problem darstellen?

Ich meine das so:
Die Natur “produziert” Energie in Form von Wind oder Wasserströmungen. Wenn wir diese Bewegungs-Energie nun abgreifen und daraus Strom machen, dann ist die Bewegungsenergie ja weg. Oder zumindest abgeschwächt.

Kann das irgendwann zu einem Problem führen? Wenn wir bsw. zig Turbinen in den Golfstrom stellen, wird die Wasserströmung gebremst und damit schwächer. Die globalen Wasserförderbänder würden nicht mehr so viel Warmwasser transportieren und das Klima kann sich verändern.

Mit Wind ist es das gleiche. Nehmen wir zuviel Schwung aus dem Wind, kann sich doch global gesehen ebenso immens etwas verändern. Alles nur eine Frage der Anzahl von Kraftwerken.

Oder habe ich da irgendwo einen Denkfehler?

Wenn Ihr jemanden kennt, der sich mit dem Thema auskennt, schickt ihm doch bitte mal den Link hierher. Das Thema beschäftigt mich gerade wirklich immens.

3 Comments

Red' mit und lass mich nicht dumm sterben!

  1. Gute Frage, aber ich glaube das muss man Dreidimensional und im Verhältnis sehen. Es ist ja zwar schon so das ein Windrad 100 Meter hoch ist, was aber auf eine 10 Kilometer dicke Atmosphäre gesehen wohl doch eher wenig ist. Ähnliches vermute ich mal im Golfstrom.
    Bei Gezeitenkraftwerken in Ufernähe hab ich mir die Frage allerdings auch schon gestellt, da die ja schon mitten in einem sehr empfindlichen Lebensraum stehen.

    Falls sich hier noch ein echter Experte einfindet hätte ich auch noch ein paar Fragen zu dem angedachten Solarkraftwerk in Nordafrika.

  2. Wie Aba schon sagte: Ich denke, dass auf die Dicke der Troposphäre, in der sich der größte Teil des Wetters abspielt (ca. 8km bis zur Tropopause) der Prozentsatz der entnommenen Energie (ca. 12% im Optimalfall) nicht die geringste Rolle spielt, zumal so gut wie alle Wetterphänomene quasi von oben nach unten funktionieren und der Bodeneffekt eigentlich nur als vertikale Thermik auf das Wetter wirkt.
    Was die angedachten Strömungskraftwerke im Golfstrom angeht, verhält es sich sehr ähnlich, schließlich transportiert der Golfstrom ca. 100x mehr Wasser als alle Flüsse der Erde zusammengenommen. Was den Golfstrom angeht werden wir in naher Zukunft eher ein anderes Problem haben, nämlich dass der Thermohaline Kreislauf durch die Globale Erwärmung zusammenbrechen könnte, und dann sind stillstehende Strömungskraftwerke unsere geringste Sorge.
    Und Gezeitenkraftwerke sind im Moment noch so experimentell, dass es m.E. schwer ist, die Auswirkungen auf das Ufer-Ökosystem abzuschätzen, da wir ja noch nicht mal eine genaue Vorstellung haben, wie die Dinger letztendlich aussehen werden.

  3. huhu ihr beiden,

    klar ist die frage / suche nach einer problematik an der stelle noch sehr konstruiert, aber das kann sich bei steigender dichte ja schnell mal ändern.

    ich versuche da mal noch mehr heraus zu bekommen und dann wieder posten.