Nochmal Wolfskin: Was kostet schlechte PR? @luebue @madleeeen @podpimp @prblogger

An alle PR-Profis: Was schätzt Ihr, wird Jack Wolfskin der Abmahn Fail kosten? Gibt es da bereits Erhebungen von vorhergegangenen PR-GAUs?

Ich stelle mir da Faktoren vor, die Kosten und Einnahmeminderungen verursachen können:
* direkte Maßnahmen zur Wiedergutmachung
* Wegbrechen von Einnahmen durch Verärgerte Kunden
* Maßnahmen zur Imagewiederherstellung
* Anwaltskosten
* Personalkosten für Beantwortung von Anfragen zum Fail

Auf der anderen Seite sind Bad News auch Good News. Ist ganz im Gegenteil möglicherweise mittel- bis langfristig sogar ein positiver Effekt möglich?

* Markenbekanntheit wird gesteigert – negative Abstrahlung verringert sich mit der Zeit
* durch schnelle Reaktion auf einen solchen brouhaha wird der negative Effekt umgekehrt
* Bei einem langfristig genutzem Produkt wie Kleidung wirkt sich der Vorfall nicht direkt auf den Abverkauf aus

Ich bin unschlüssig. Aus dem Bauch habe ich eben als ich von der Aktion las die Hände über dem Kopf zusammen geschlagen. Mit ein bißchen Nachdenken ist mir jetzt zumindest klar geworden: Mit so einem Vorfall erreicht ein Unternehmen gefühlt WEITAUS mehr Coverage, als mit einer positiven Aktion. Das geht soweit, daß ich schon fast in verschwörungstheoretische Bereiche komme und mir denke:

“Ob die das wohl mit Absicht provoziert haben?”

Unbestreitbar ist es jedenfalls der klassische Zeitpunkt für ein Brouhaha – Wochenende und vom betroffenen Unternehmen keine Reaktion.

Bin gespannt, ob und was da morgen zurückkommt von Jack Wolfskin, oder ob einfach geschwiegen wird.

Posted by qua

Standouts include the United States' South Pacific detonation of an atom bomb 90 feet below the water to study the effects on a fleet of ships. Surprise, surprise, they sink! If that wasn't enough, the navy also loaded the decks with sheep to study the effects of the blast on life forms. Surprise, surprise, they die! Glowing leg of lamb anyone?

3 Replies to “Nochmal Wolfskin: Was kostet schlechte PR? @luebue @madleeeen @podpimp @prblogger”

  1. Die Frage ist wohl eher ob das nicht unterm Strich sogar einen positiven Effekt hat. Da wird mal 5 Minuten auf ein paar kleine Anbieter von selbstgehäkelten Topflappen eingeprügelt und für die nächsten 2 Jahre sind mindestens die deutschsprachigen Blogger etwas vorsichtiger mit dem Logo.

  2. aber ist das ein erfolg, wenn die anbieter von selbstgemachten topflappen und blogger mit dem logo vorsichtiger umgehen?

    so weit ich das verfolgen konnte hat von den abgemahnten niemand bewusst so einen pfotenabdruck verwendet, um den eindruck zu erwecken, er habe da einen jack wolfskin topflappen geklöppelt.

    hat jack wolfskin einen nachteil durch kunsthandwerker, die sich bei kissen und geldbörsen aus wolle von einer pfote inspirieren lassen? haben sie einen vorteil, wenn sie das via anwalt zu verhindern suchen? ich glaube keins von beiden. ein schaden wäre wolfskin durch die dawanda-leute sicher nicht entstanden. ich möchte ja auch immer noch glauben, daß da einfach ein anwalt am freitag nachmittag etwas über eifrig war.

    der einzige vorteil, dne ich mir wie oben beschrieben vorstellen kann ist die negative aufmerksamkeit, die sich die marketingleute von jack wolfskin auf der haben-seite notieren, nach dem motto “besser schlechte publicity, die irgendwann zu neutraler publicity wird als gar keine”

    das wäre dann aber schon SEHR frech und kann auch SEHR nach hinten losgehen.

  3. Es geht sogar weiter, es traut sich nun keiner mehr überhaupt Tierfussabdrücke mehr zu verwenden. DAS ist sicher ein Erfolg für JW. Ich frage mich welche Strategie steckt dahinter? Denn Ziel von allen Maßnahmen ob nun Schutz der Marke oder Imagewerbung ist der der Platz am Markt und UMSATZSTEIGERUNG. Ob das damit erreicht wurde? Ich persönlich habe meine Zweifel.

    Übrigens einen übereifrigen Anwalt kann man wohl ausschliessen. Denn das ist die übliche Praxis bei JW. Es wurden in den letzten Monaten zig Firmen und Organisationen abgemahnt. Tierheime genauso wie Online Shops für Katzen und /oder Hundezubehör und nicht nur die “klöppelnden Bastelmuttis” von Dawanda.

    Und wenn man einen Blick in die Datenbank vom DPMA wirft und sieht was da alles in den letzten JAHREN schon geschützt wurde, versucht wurde zu schützen und was man noch so alles beantragt hat, dann ist das ganz klar eine Strategie.
    Wozu braucht ein Outdoor Hersteller den Begriff “Windows 98”? (<- das hat übrigens nicht geklappt, aber versucht wurde es.) Und warum darf sich eine Firma das WORT "Pfote" schützen lassen?

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