Hydraulischer Hybrid Antrieb statt Batterien und Elektromotor

Gerade bin ich über eine spannende Technologie gestolpert: Wir kennen das Prinzip alle: Bremsenergie wird umgewandelt in elektrische Energie und diese in Batterien gespeichert. Rekupertation.

Das geht aber auch anders – nämlich hydraulisch. Durch die Energie, die beim Bremsen entsteht, wird eine Flüssigkeit komprimiert und unter Hochdruck gesetzt. Dieser Druck-Energie kann dann wieder genutzt werden, um das Auto anzutreiben. UPS testet das bereits in einigen Auslieferungs-Trucks und hat eine Spritersparnis zwischen 50 und 70% erreicht!

Chrylser arbeitet jetzt an einem System, das auch in Autos zum Einsatz kommen könnte und momentan deutlich billiger als elektrische Hybridantriebe sein dürfte. Jedenfalls bis die Preise für Akkus fallen und Akkus leichter werden.

Hier nochmal ordentlich erklärt:

via smartplanet und technology review

4 Comments

Red' mit und lass mich nicht dumm sterben!

  1. Dieses System scheint wirklich gut zu funktionieren. Wenn dies weit vertrieben werden kann, dann ist das wirklich gut für die Umwelt. Große Transporter können also doch grün fahren.

  2. When I originally commented I clicked the -Notify me when new feedback are added- checkbox and now each time a remark is added I get four emails with the same comment. Is there any manner you’ll be able to take away me from that service? Thanks!

  3. … ich bin mal gespannt, ob sich diese Lösung auch in Serienfahrzeugen durchsetzen wird. Eine Spritersparnis von 50-70% ist ja schon eine ganze Menge ! Würde bestimmt auch bei Staplerfahrzeugen Sinn machen, die haben ja auch eine permanente Stop-and-Go-Fahrweise.

  4. Hydraulische Hybride wandeln die (mechanische) Bremsenergie eines Fahrzeugs in Druck-Energie eines Hydrospeichers. Das funktioniert so:
    Bremst der Fahrer, wird die Bewegungsenergie des Fahrzeugs “verwendet” um eine eine Hydraulikpumpe (die üblicherweise auch als Motor funktioniert) anzutreiben. Die Hydraulikpumpe fördert Hydrauliköl. Jetzt kommt der Hydrospeicher ins Spiel. Der besteht aus üblicherweise Stickstoff (=hier gasförmig, nicht flüssig!), einer Abtrennung (z.B. bei Blasenspeicher eine Blase, in der das Stickstoff ist) und Öl. Das von der Hydropumpe geförderte Öl komprimiert jetzt quasi indirekt das Stickstoff und setzt das Stickstoff unter einen hohen Druck; das können schon mal 300-400bar sein. Und schon ist die Energie gespeichert, nämlich in dem komprimierten Gas und nicht im Hydrauliköl, was nur als Übertragungsmedium dient.
    Beim Losfahren kann diese Energie wieder genutzt werden, um das Fahrzug zu beschleunigen. (Dann wird der gesamte Prozess umgekehrt)…