Probefahrt mit dem Peugeot 208 – Stylish im Nebel

Probefahrt mit dem Peugeot 208 – Stylish im Nebel

Auf dem Weg nach Portugal, wohin Peugeot mich zum probefahren des Peugeot 208 eingeladen hatte, holte ich mir noch einen ordentlichen Rüffel von willsagen für mein Entenbashing ab. Sorry nochmal dafür :) Warum ich hier den Citroen 2CV erwähne? Weil der Ur-Ur-Großcousin vom Peugeot 208 mit einem abgewandelten Entenmotor lief: Der Peugeot 104 ist sozusagen der Ur-Ur-Großonkel der Kleinwagen-Reihe. Der erwähnte Ur-Ur-Großcousin war der Citroen LN/LNA – das Schwestermodell des Peugeot 104 aus dem PSA Konzern.

Ok, gehen wir über die frisch geschlagene historische Brücke rüber zum Peugeot 208 :-)

Der Peugeot 208 ist ein Kleinwagen. Die Auto-Industrie und EU-Kommission sprechen im Fachjargon auch gerne vom B-Segment. Ich finde ja beide Begriffe werden den Autos heutzutage nicht mehr gerecht. Der Peugeot 208 ist tatsächlich 7 cm kleiner als sein Vorgänger 207. Und 110 kg leichter. Dafür aber im Innraum 5 cm (wenn ich mich richtig erinnere) größer geworden. Das äußert sich v.a. dadurch, das 2 Kerle bequem Platz haben, ohne auf der Mittelarmlehne Kuscheln zu müssen.

Nerds und Doctor Who Fans da draußen – erinnert Euch das an etwas? ;)

Nach dem morgendlichen Briefing zum Auto werden wir vom Parkplatz unseres Hotels The Oitavos über das Houbi hier bereits gebloggt hat (Google Übersetzung) losgelassen.

Die erste Etappe mit knapp 106 Kilometern werden wir im 1.6 e-HDi mit 115 Diesel Pferdchen in Silber-Grau fahren. Grundsätzlich bin ich ja eher ein Freund von Benzin-Motoren, der größte Diesel marschiert sehr ordentlich und klingt vor allen Dingen nice. Mehr Fauchen als Nageln. Wie es sich für einen Löwen gehört :)

Ich nehme erstmal auf dem Co-Piloten-Sitz Platz und studiere das Roadbook. Die Jungs von Peugeot meinten, wir sollten vor allem den Hinweg nach Roadbook fahren – die Strecke sei deutlich spannender: Kleine Bergstraßen, die im Navi nicht verzeichnet sind. DAS klingt doch mal nach Spaß!

1. kann mir ein Auto ja außen wie innen nicht schwarz genug sein und 2. werde ich ja auch nicht müde zu erwähnen, dass das Außen-Design eines Autos für mich das unwichtigste Kriterium ist. Mir ist erst einmal wichtig, dass ich mich da, wo ich 99% meiner Zeit mit einem Auto zubringe – nämlich drinnen – wohl fühle.

Während Arild von auto.germanblogs so die Autobahn gen Norden hoch schippert, kann ich mich also erstmal im Innenraum umsehen. Ich muss ja ganz ehrlich gestehen: Als ich die Tür aufgemacht und in den Innenraum geguckt habe, dachte ich erstmal WehTehefF ist DAS? Die Interieurfarbe irgendwo zwischen Mittel-Grau und Stahl-Blau wirkt im ersten Moment etwas befremdlich und steril. 2 Minuten Gewöhnungsphase später gefällt mir die Farbe immer besser. Mal ganz was anderes als die üblichen Grau-Töne. Deutlich interessanter als Beige und eine echte Alternative zu schwarz. Da hat sich der Innenarchitekt ordentlich ausgelassen!

Die Türgriffe sind aus grau-blau verchromten Kunststoff. Oben im Sonnendach sind blaue LED-Ambilight-Leisten eingelassen. Die Sitze bestehen an den Seiten aus Leder und in der Mitte aus so etwas wie Alcantara. Dadurch wird der gute Seitenhalt der Sitzbacken noch unterstützt, da man nicht so arg auf diesem Wildleder-artigen Material rutschen kann.
Nachteil: Ihr kennt das, wenn man mit der Hand über diesen Stoff streicht, verändert er die Farbe. Wenn man hier den Löwenelz in der Mitte der Sitze gegen den Strich bürstet, wechselt die Farbe vom grau-blau etwas ins bräunliche. Ich fand, das sah etwas schmuddelich aus. Ist aber vermutlich auf den hellbraunen Lederstreifen kurz unter Kopfstütze abgestimmt. Außerdem sehe ich es ja nicht, wenn ich drauf sitze ;)

Was haben wir so an High-Tech im Auto?

Absolutes Usability-Highlight ist natürlich die Radio- / Navi-Kombination, die mit DREI Knöpfen und nem Touchscreen auskommt! Ein Drehregler für laut/leise, ein Menu-Button und ein Knopf um die Seiten der einzelnen Bildschirme zu wechseln. Alles was in Blau dargestellt wird, ist touchbar. So kann man bsw. die Senderfrequenzen des Radios mit einem Regler nach rechts und links verändern. Funktioniert auch während der Fahrt erstaunlich gut, so lange es nicht zu arg holpert. Einzig bei seeeeehr langen Radio-Senderlisten oder in MP3-Ordnern braucht es etwas Übung bis ich das ertatscht hatte, was ich haben wollte.

Damit haben wir dann auch gleich mal den Soundtest gestartet:

iPhone an einen der USB-Ports gesteckt und es spielt sofort den zuletzt im iPod gelaufenen Track weiter. Somit habe ich direkt mal den Rock-Test mit Kettcar gestartet. Das neue Album “Zwischen den Runden” klingt super, die älteren Alben scheppern in der Grundeinstellung etwas. Lässt sich aber zurecht equalizen. Danach eine kleine Runde HipHop und hier scheint das Auto deutlich mehr für gemacht zu sein. Die Bässe von MC Winkels Hörtip Jay-Z & Kanye West – Watch the Throne holen wirklich alles aus den JBL Boxen raus. Sehr fein. Bei alten Funny van Dannen Aufnahmen – insbesondere bei den Gedichten – muss ich den ohne Anschlag durchdrehenden Lautstärke-Knopf schon ordentlich kurbeln, bis ich Funnys “Adjektive” verstehe.

Dann das wichtigste für mich: Soundqualität bei Podcasts

Ich höre beim Autofahren eigentlich nur Podcasts. Außer jemand anderes ist dabei und kann kann das Gelaber nicht am Kopp haben :) Top-Produktionen wie Alternativlos! oder die gesammelten Pritloveschen Werke von der Meta-Ebene sind super zu hören. Bei nicht ganz so High-Endigen Produktionen wie unserem podCARSt oder dem Sci-Fi Retina-Cast (wo viel Sound über Skype kommt) muss ich auch ganz aufdrehen, damit ich alles verstehe. Aber hey – bei 130 auf der Autobahn auch normal.

Bluetoothfreisprecheinrichtung tuts. Telefoniert haben wir nicht. Roaming-Kosten aus Portugal und so :) Bemerkenswert:
Auf der Beifahrerseite ist ebenfalls ein Mikrofon angebracht.

Frauenauto?

Meine Vermutung:
Damit die Damen der Schöpfung auch ordentliche Konferenz-Telefonate führen können. (Jaaaa, und nochmal 20€ in die Clichée Kasse *g*). Meine Vermutung bestätigt sich allerdings auch durch 2 beleuchtete Schminkspiegel. ;)

Mit dem 208 will Peugeot wieder Boden bei den Ladies als Käufergruppe gut machen. Der 207 war wohl vom Style her etwas zu aggressiv für die Damenwelt. Der 208 ist wie gesagt kleiner und hat etliche Design-Merkmale erhalten, die ihn eher zum Lifestyle-Produkt machen. Dazu gehören sowohl die Chrom-Elemente außen an Spiegeln und Heckscheibe, wie der extrem stylishe Schaltknauf, die Einfassungen der Lüftung und die Chromeinlage im Lenkrad. Sogar die Fußmatten hinten haben ein loungiges Muster verpasst bekommen.

Draußen prangt in der Schnauze statt des Haifischmauls nun der Floating Grille. Ein Kunststoff Kühlergrill mit einem Waben-Muster, das mich an die Lounge-Tapeten aus den 70ern erinnert. Sehr chic.

Das Heck ist fest in den Klauen des Löwen. Denen sind die Rückleuchten nach empfunden:

2 USB-Anschlüsse plus 12V Zigaretten-Anzünder Sorry, wenn ich bei dieser Gelegenheit wieder ein Clichée bedienen muss, aber ein französisches Auto ohne Anzünder im 12V-Anschluss? Ist irgendwie komisch :) Einer der USB-Ports wird übrigens für den 3G-Stick benötigt, um die 10 PEUGEOT CONNECT Apps mit Daten zu versorgen. Wie erfolgreich diese Apps sein werden, wird sich zeigen. 350,- € im ersten und 150,- € in den Folgejahren für Apps, die ich auch im iPhone oder Android für lau bekomme ist ein Wort zum Sonntag. Ich denke einmalig 49,90 € für den Stick und dann ggf. günstige Gebühren für Datenroaming im Ausland wären angemessen.

Schwebende Instrumente

Ein weiteres Highlight ist das sportliche und kleine Lenkrad und die darüber thronenden Instrumente. Hier hat sich Peugeot richtig ins Design-Zeug gelegt. Die komplette Anzeigen-Batterie ist eine Etage hoch gewandert und so noch besser im Blick. Normalerweise guckt man ja durch das obere Viertel des Lenkrads durch auf Tacho und Kollegen. Dank der veränderten Instrumenten-Position und dem kleinen Lenkrad, mit dem sich der 208 sehr präzise fahren lässt, muss man die Augen noch weniger von der Straße nehmen und hat alle wichtigen Informationen besser im Blick.

Soviel erstmal zu meinen Ersteindrücken des Peugeot 208. Ich weiß, gefahren bin ich eigentlich bis hierhin noch gar nicht. Das liefere ich Euch nach. Mit eben dem Diesel und 2 Benziner-Varianten. Darunter auch eine Vorserienversion des neuen 3-Zylinder Motors.

Und Marc Bocqué – weltweiter PR – und Marketingsprecher von Peugeot wird Euch im Video einige Highlghts erklären.

Bis dahin könnt Ihr drüben bei Rad-Ab Jens Er-Fahrungen rund um den Eiffelturm mit dem 208 in Berlin lesen.

Wenn Ihr des Spanischen mächtig seid, schaut bei diariomtor.com vorbei (google translated) und italienisch hier auf automobili10.it (google translated)

Ach ja und Elodie von der Agentur hat ein paar hübsche Fotos geschossen auf der Veranstaltung. Nächstes Mal muss sie ein paar Cupcakes mitbringen :-D

4 Comments

Red' mit und lass mich nicht dumm sterben!

  1. Sehr coole Bilder Alex. Den Text werde ich mir mal am Wochenende zu Gemüte führen :)

  2. Danke Can! :)

    Sag, hast Du mal eine von diesen Weitwinkel-Linsen fürs iPhone ausprobiert? Bei manchen Motiven hat es mich derbe gestört, dass ich nicht mehr weiter rückwärts gehen konnte :)

  3. Very nice article, pics and car for that mater.

Trackbacks for this post

  1. 2012 Peugeot 208 – die ersten Fahrberichte › "Auto .. geil"