Hört doch mal auf dem Autofahren Emotionen anzudichten

Jetzt fängt sogar schon ein Techblog wie Netzwertig mit der Mär des ach so emotionalen Erlebnis des Autofahrens an. So ein Blödsinn.

Ja klar. Wir fahren alle SO gerne Auto. Morgens zur Arbeit. Zum Einkaufen. Zur Schule oder Kindergarten. Auf Parkplatzsuche in der Stadt. Im Stau gen Urlaub. WAS ein emotionaler Moment. Vielleicht für Leute die drauf stehen die A1 runter zu brüllen und ins Lenkrad zu beißen.

Würde eine gute Autofee sagen: Du kannst Dich JETZT entscheiden: Für den Rest Deines Lebens von einem Roboterauto selbstständig gefahren werden. Kostenlos. Wohin Du willst. Einzige Bedingung: Du darfst nie wieder selber ein Auto steuern.

Ich würde meinen Autoschlüssel und Führerschein schneller abgeben, als irgendjemand GoogleCar sagen kann. Nicht weil ich fahrfaul geworden bin ;) sondern weil ich es unglaublich faszinierend finde, die Maschine für den eindeutig besseren Fahrer halte und so UNGLAUBLICH viel Zeit und Lebensqualität dazu gewinnen würde.

Und sich den Col de Turini hochbügeln lassen anstatt selber zu fahren macht garantiert auch Spaß.

Autofahren KANN emotional sein. Ja. Autofahren KANN Spaß machen. Aber seid doch mal ehrlich. 90% ist einfach nur langweilige Routine, deren Zeit man deutlich sinnvoller verbringen könnte, für die man aber nicht die Nervigkeiten des ÖPNV auf sich nehmen mag.

Kann der Herr Wippermann oder ein fuchsiger Volkwirt bitte mal ausrechnen, welche eine Wirtschaftsleistung und Innovationskraft wir hinzugewinnen würden, wenn uns morgen ALLE nur noch fahren ließen.

Und da wir uns von den autonomen Autos in intelligenten Fahrgemeinschaften kutschieren ließen würden wir auch noch massivst Energie und Emissionen sparen.

Hach Autopia.

Artikelbild aus Wikipedia – Print (c. 1902) by Albert Robida showing a futuristic view of air travel over Paris in the year 2000 as people leave the opera.

Posted by Alex

Schreibe hier auf dLimP seit über 10 Jahren privat vor mich hin :) Mit Autos hatte das hier auch mal zu tun. Das findest Du heute hier fokussiert auf Familienautos. digital-dictators.de klingt martialisch ist aber schon seit 1998 ein kleiner Freundeskreis von Gamern gewesen. Nichtsdestotrotz ist mir bewusst, wie traurig sich dieser mal witzig gemeinte Name mittlerweile bewahrheitet hat. Wenn dich mein berufliches Zeug als Berater interessiert, schau doch mal auf LXKHL.com vorbei

22 Replies to “Hört doch mal auf dem Autofahren Emotionen anzudichten”

  1. Ich steige immer wieder gerne ins Auto. Immer wieder. Im Stau lenke ich mich ab. Aber das ich mich von einem anderen den Col de Turini hoch bügeln lasse und dabei mehr Spaß habe, als beim selbst fahren? Sicher nicht.

  2. Du hast nicht das richtige Auto.

  3. Du würdest lieber die Maschine fahren lassen? Dann hast du aber ein großes Vertrauen in die Technik. Respekt!

  4. Auto fahren macht Spaß. Ganz ehrlich, ich würde niemals einer Maschine das Autofahren überlassen. Ich behalte gerne die Kontrolle über mein Fahrzeug.

kommentiert gerne hier unten oder schickt mir was nettes an alex@dlimp.de

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