All posts by Alex Kahl

Leseliste bis zum 26.5.

Leseliste bis zum 26.5.

Fluchen wie ein Brite

Wie die klassische Musik in mein Leben kam. Frau Vogel erklärt’s in Ihrem Blog. Bei mir hat Frank Tentler 2009 mit den Duisburger Philharmonikern nachgeholfen. Seitdem ist klassische Musik mein bevorzugter Fluchtweg aus dem Alltagskrach in eine Konzentrationsblase. Ach und Amazons Mozart in the Jungle hat dieses Jahr sein übriges dazu getan.

Die Washington Post erklärt, warum man auch mal alleine Bowlen gehen sollte. Macht komplett Sinn für mich. Auch wenn ich bowlen hasse.

Quer durch Bill Gates Blog gelesen. Haben scheinbar den gleichen Buchgeschmack. Wenn er mir jetzt noch den Kontakt zu Warren Buffett herstellt, wäre das sehr nett.

Durch die Blogparade zur perfekten Arbeitsumgebung für Wissensarbeiter bin ich auf The New Worker aufmerksam geworden. Tolles Blog, in dem Bastian zwischendurch auch mal große Fragen beantwortet: Wer braucht eigentlich Unternehmensberater?

Ich muss mir mal die fünfte Edition von Dungeons & Dragons im Allgemeinen und Princes of the Apocalypse im speziellen ansehen. Gibts noch nen Spieleladen in Bielefeld? Besonders, nachdem wir bei comspace ja eine kleine AD&D Runde wie in der guten alten Zeit gestartet haben :-D

So ein Escape Room Spiel will ich auch mal testen

Erst Janeway-like auf der ISS – jetzt auch noch Towel-Day: Samantha Cristoforetti ist wohl die geekgiste und sympathischste Astronautin ever :-D

Die Süddeutsche interviewt einen der besten Schneider der Welt

Notizen an mich 15-05-19

Notizen an mich 15-05-19

Elon Musk Zitate aus neuem Buch

Design Thinking der Film – unbedingt anschauen nach dem IBM Design Workshop auf der re:publica

sich dazu kriegen, Sachen zu machen. auch hier

Am besten das Bullet Journal (Notizbuch führen) zur Gewohnheit machen

Meine Rede: Ziele sind langfristig Quatsch für persönliche Entwicklung. Besser sind Systeme bzw. Themen.

http://ma.tt - Matt Mullenweg Blog Screenshot

Was sind Eure 3 Hobbies? / via @photomatt & @tferriss

Man braucht derer 3:

  • Eines zum Geldverdienen
  • Eines um Dich fit zu halten
  • Und eines zum kreativ bleiben

Einer der besten Ratschlagspostings, die ich seit langem gelesen habe :) Gefunden bei WordPress Cheffe Matt Mullenweg.

Meine sind derzeit:

  1. Bloggen für Unternehmen, Netzwerkprojekten und nebenbei noch was eigenes aufbauen (mehr dazu, wenn es was vorzeigbares gibt)
  2. Gewichtheben, Reiten und (wieder) Freeletics
  3. Lesen, Podcast hören und das was dabei aus meinen Hirnwindungen schießt endlich wieder schneller hier als Artikel verarbeiten.

Besonders 3. liegt mir sehr am Herzen und habe ich in den letzten 2 bis 2 1/2 jahren schwer vernachlässigt. Bloggen hieß für mich immer öffentlich nachdenken, diskutieren und unterhalten und irgendwie bin ich davon total weg gekommen. Leider.

Das musste geändert werden :)

Was sind Eure 3 Hobbies?

Artikelbild: http://ma.tt – Matt Mullenweg Blog Screenshot

Werber und Lobbyismus, lasst doch die Finger von Schulen! @lobbycontrol

Und nochmal Werberschelte :) Was Lobbycontrol hier im Artikel Meinungsmache und Marketing auf Bildungsmesse didacta zusammen getragen hat ist schon übel. Da drängen Unternehmen und Organisationen mit Macht in Schulen und Schulbücher, um sich so früh wie möglich in der Denke von Schülern zu verankern. Bundeswehr, Lebensmittel-Industrie (klar, wer sonst?), Auto-Hersteller, PETA!!, Bundesministerien, der Deutsche Jagdverband (wobei ich hier ja zumindest was Biologie angeht noch halbwegs einen Sinn sehe), Chemie-Unternehmen (auch hier könnte ja sogar direkter Bezug zum Chemie-Unterricht hergestellt werden, stattdessen werden Kinder mit lustigen Kuh-Figuren umgarnt)

Aber.

Was die plumpen Werbeversuche angeht, bin ich ganz bei Lobbycontrol. Ich bin auch der Meinung, Kinder sollten weder in Schulbüchern noch in der Kantine oder vor Essensautomaten dazu verführt werden, Zuckerplörre oder Industrieessen zu kaufen die nur aus beliebigen Kombinationen von Zucker, Fett und Salz bestehen.

Genausowenig sollten Matheaufgaben mit Productplacement gespickt sein oder Aufsätze über “Mein schönstes Ferienerlebnis in Auto von Hersteller XYZ” überbeschriftet werden.

Aber.
Unternehmen sollten schon die Möglichkeit eingeräumt bekommen, sich für die Schulbildung dahingehend stark zu machen, als dass die zukünftigen Mitarbeiter von dort kommen. Unternehmen sollten zumindest ein Mitspracherecht bekommen, was Inhalte angeht, die zukünftig in Unternehmen benötigt werden. Unternehmen sollten bsw. auch fordern dürfen, dass nicht nur zwischen Latein und Französisch gewählt werden darf, sondern auch zwischen Java und PHP (HTML, CSS und JScript wird dann das Pflichtpendant zu Englisch)

Liebe Unternehmen, warum lasst Ihr Euch von Euren Agenturen so einen MIST einreden, Schulbücher inhaltlich zu manipulieren?

Belasst es doch einfach bei einem simplen: Dieses Schulbuch wurde finanziell unterstützt ohne auf Inhalte Einfluss zu nehmen. ?

Schade, das Why own it nicht geklappt hat @whyownit

Ich glaube 2012 habe ich Philip auf einem CeBIT Panel zur Shareconomy getroffen und war begeistert von Why own it. Schade, dass die App nun eingestellt wird.

Eigentlich war der Gedanke super: Menschen können Produkte in die App packen, die sie verleihen möchten. Andere können die Dinge dann ausleihen.

Problem:
Sowohl die Konzentration auf Freunde, als auch die spätere Erweiterung auf Nachbarn war noch zu eng gefasst. Es wurde keine kritische Masse an verleihbaren Produkten erreicht. Und das Angebot hätte auf ganz Deutschland ausgeweitet werden müssen.

Wenn ich etwas brauche, dann brauche ich das meistens recht schnell. Nehmen wir mal das Beispiel Bohrmaschine. Wenn ich eine Bohrmaschine brauche, aber weder meine Freunde, noch meine Nachbarn in der Verleih-App eine anbieten, dann fahre ich eben doch zum Baumarkt und kaufe mir eine. Ich weiß ja nicht, wie lange es dauert, bis endlich ein passendes Gerät in der App auftaucht.

Amazon könnte eine Verleihplattform etablieren (hat aber wohl kaum Interesse daran)

Ich könnte mir vorstellen, dass bei amazon schon eine Verleih-App / Rental-Funktion in der Schublade liegt, die in die Plattform eingebaut wird, sobald eine kritische Masse Kunden danach verlangt.

Dann kann ich eine Bohrmaschine nicht nur neu kaufen, gebraucht kaufen, sondern auch für einen Bruchteil des Preises leihen. Amazon übernimmt die gesamte Abwicklung:

  • Leihangebote im Kontext zur Kaufabsicht präsentieren
  • Leihanfragen annehmen und an Kunden, die das Produkt bei amazon gekauft haben weiter leiten
  • Leihgebühr einnehmen und nach Abzug von Provision an Verleiher auszahlen
  • Überziehung der Leihfrist ahnden (mit weiteren Kosten, Sperrung des Amazon-Kontos etc)
  • Wichtigster Punkt: Versandetiketten für Hin- und Rückweg des Leih-Guts
  • Allerwichtigster Punkt: Millionen Kontakte um Verleiher und Leihwillige zusammen zu bringen

Es gibt eine Menge Dinge, die ich leihen statt kaufen würde: Bücher, Fotozubehör, Spiele, Werkzeug… Vieles davon würde ich ggf. danach sogar kaufen, wenn es mir gefällt. Manches brauche ich einfach nur einmal. Bin gespannt, wann jemand das Uber für Zeugs an den Start bringt.

Hoffentlich bin ich bis dahin alles überflüssige losgeworden, so dass ich nur noch leihen aber nicht verleihen kann :)

Werber, lasst lieber die Finger von Diensten wie Whatsapp, Unternehmen macht Euch ansprechbar

Werber, lasst lieber die Finger von Diensten wie Whatsapp, Unternehmen macht Euch ansprechbar

bwlzweinull hat einige sehr gute Gedanken zu Whatsapp. Aber auch einen Denkfehler.
Whatsapp ist von der Datenbasis her die Mutter aller Social Networks und nutzt das um einen Messengerdienst anzubieten. 

// Update: Daimler hat passenderweise am 24.2. einen gelungenen Whatsapp Recruitingchat durchgeführt. THAT’S what Zielgruppe is all about, Baby!

Das was Whatsapp gemacht hat ist genial: Es hat DIE Quellen für soziale Vernetzung schlechthin angezapft: Unsere Adressbücher. Was nutzen wir denn seit dem Nokia 3110 und Siemens C10 Knochen um unsere sozialen Kontakte zu organisieren? Die Handy-Adressbücher. Wenn man diese Adressbücher gegen einander abgleicht findet man sehr schnell heraus, welche Leute sich möglicherweise kennen könnten. Gruppen clustern sich heraus.
Whatsapp nutzt dieses soziale Netzwerk der Adressbuchdaten um einen Messaging-Service anzubieten.

Unternehmen mit “Content”: Finger weg.

Recht hat bwlzweinull wiederum damit, dass man als Unternehmen nicht versuchen sollte, sich mit Werbung an die Nutzer dort ranzumachen. Sicher mag es einige Menschen geben, die sich darüber freuen, wenn ihnen zufälligerweise passende Inhalte auch im Messenger nachgetragen werden. Die meisten werden sich aber eher belästigt fühlen. Nicht wegen einer verletzten Privatsphäre, sondern wegen Aufmerksamkeitsraub und Zeitdiebstahl.

Die Menschen nutzen Whatsapp, um miteinander zu sprechen. Nicht mit Werbung genervt zu werden. Denn auch das Wegklicken von Werbung kostet zeit und Aufmerksamkeit.

Übrigens hat Whatsapp auch ein sehr klareres Statement dazu bereits in der Anmeldung. Mal sehen, wie lange das noch so bleibt.
Auszug aus der Whatsapp Begründung, warum sie keine Werbung verkaufen:

Whatsapp-Werbung

Macht Euch als Unternehmen doch einfach auf Whatsapp für Kunden ansprechbar. Antwortet dort auf Fragen.

Und ja: Das macht Arbeit! Ist aber besser, als Nutzer zu verärgern, oder?

Wenn Ihr Euch diese Arbeit nicht machen wollt, dann bleibt lieber raus aus den Kanälen.

Ich nutze Whatapp übrigens bewusst nicht.
Genauso wenig wie Facebook Messenger oder Google Hangouts.
Ich antworte auch nur auf SMS, in denen so kurz wie möglich aber so ausführlich wie nötig der Grund erklärt wird, warum mir jemand schreibt.

SMS mit “Hey, meld Dich mal.” ignoriere ich genauso wie die meisten Werbungen oder Nachrichten.

Eben wegen dem Aufmerksamkeits- und Zeit-Defizit.

Ach ja: Eine interessante Übersicht, was eine 14-jährige heutzutage so an Apps nutzt, hat Philipp Steuer hier zusammen gefasst. Ergebnis: Whatsapp vor Instagram, YouTube und tumblr. Facebook? Unter ‘ferner liefen’.

Ersteindruck zum Slowcooker von Netherton Foundry

Ersteindruck zum Slowcooker von Netherton Foundry

Kochen ist ein wichtiger Teil meines Lebens geworden in den letzten Jahren. Dazu gehören natürlich viele verschiedene Zubereitungsarten und wenn Du Dich im Paleo Lifestyle bewegt, stößt Du irgendwann unweigerlich auf Slowcooker (Erklärung im Paleowiki). Bis wir auf unseren wunderschönen Netherton Foundry Iron Cast Slow Cooker gestoßen sind, dauerte es eine ganze Weile.

Slowcooker sind genau das was der Name sagt: Das Gegenteil von Schnellkochtöpfen. Bei niedriger Temperatur under dem Siedepunkt (70-90 Grad) gart das Essen im Slowcooker 6-12 Stunden vor sich hin. Die Inhaltsstoffe und der Geschmack im Essen bleiben erhalten. Im deutschen Haushaltswarenhandel sind Slowcooker noch nicht so richtig angekommen. Hier und da findet man mal einen Schongarer oder einen Warmhalte-Gerät, das sich umfunktionieren lässt, aber auf unserer Suche nach einem passenden Gerät für Angie und mich wurden wir lange nicht fündig. In Deutschland scheinen sich langsam aber sicher Multicooker zu etablieren. Das sind Geräte, die langsam und schnell kochen können, Reiskocher und allerlei andere Geräte sind und dabei aussehen wie ein Shuttle der Enterprise. Wäre im Notfall gegangen, aber sieht halt nich so doll aus in der Küche :)

Vorteil beim Slowcooker:

  • Du schmeißt einfach alle Zutaten morgens rein, stellst das Gerät auf LOW und lässt es den Tag über Dein Essen garen.
  • Abends hast Du dann ein leckeres und schonend zubereitetes Essen.
  • Nährstoffe bleiben durch die niedrigen Temperaturen erhalten
  • Ich vergleiche das immer ein bisschen mit einem Smoker beim Grillen. Aber mit weniger Arbeit und weniger offenem Feuer ;)
  • Der Geschmack ist einfach göttlich!
Demnächst gibts auch das Rezept zum Braten ;)

Demnächst gibts auch das Rezept zum Braten ;)

Das Slowcooker-Angebot in Deutschland ist echt überschaubar

Wenn man sich bei Amazon durch die Slowcooker Angebote klickt, findet man sehr viele amerikanische Geräte. Dort wurde in den 70ern das Prinzip des Slowcooker von der Rival Company erfunden und auf Grund des Materials als CrockPot auf den Markt gebracht.

CrockPots fanden wir grundsätzlich erstmal gut, da der Innen-Topf (wie der Name Crock schon sagt) aus Keramik hergestellt ist. Also kein Aluminium oder giftiges Teflon-Beschichtungs-Zeugs aus der Weltraumforschung. Dann fanden wir heraus: Keramik ist auch nicht einfach nur Stein. Letzten Endes weißt Du bei Keramtik auch nicht genau, was da verarbeitet wurde und wie groß die Gefahr ist, dass etwas von den Stoffen im Topf in Dein Essen übergeht. Dazu kam, dass die Kundenmeinungen zu den bei Amazon Deutschland erhältlichen Geräten sehr, sehr durchwachsen waren. Zwar ist es bei Amazon ja kein Problem zu bestellen, zu testen und zurück zu schicken, aber wenn sich zusätzliche Arbeit und hin- und her-schickerei vermeiden lässt, dann vermeide ich die möglichst auch.

Slowcooker-Netherton-Foundry-Deckel

Angie entdeckte unseren Netherton Foundry

Nach tagelanger Recherche stieß Angie dann auf gefühlter Seite 33 der Slowcooker Angebote bei Amazon dann auf einen Gusseisentopf, der in etwa so hübsch war wie unsere Le Creuset Töpfe, aber doch ein bisschen anders gestyled. Noch einen Ticken rustikaler mit Eichengriff oben auf dem Deckel. Erst als wir beide die Beschreibung aufmerksam gelesen hatten, stellten wir fest:

Das ist tatsächlich ein Slowcooker! Aus Gusseisen. Mit eigener Kochplatte unten drunter.

Der Service beim englischen Familienunternehmen Netherton Foundry ist spitze! Über Twitter habe ich superfix meine Fragen beantwortet bekommen – z.B.

  • Ja, der Netherton Slowcooker funktioniert am deutschen Stromnetz
  • Ja, das Gerät hat ein CE Siegel
  • Je nach Einstellung (Warmhalten, LOW, HIGH) liegt die Temperatur bei ca. 70, 80-85 oder 85-90 Grad
  • Ja, der Topf ist auch Induktions-tauglich
  • Ja, Du kannst mit Paypal zahlen
  • Ja, das Paket ist auf dem Weg ;)

Versand aus England geht ja schnell heutzutage

Das hatte mich dann doch überrascht. Schon 3 Tage nach Bestellung stand ein ungefähr 10 Kilo schwerer Karton vor der Tür.

Und hey:
Wer auf Unboxing steht, kommt hier voll auf seine Kosten! Nicht nur weil die schweren Teile so clever verpackt sind – weil sie SCHWER sind! Selten war Unboxing so schwere Arbeit ;)

Den Pott aus der Kartonage zu holen, war schon ein kleiner Workout ;)

Den Pott aus der Kartonage zu holen, war schon ein kleiner Workout ;)

Das Logo von Netherton Foundry auf dem Karton zeigt übrigens die Ironbridge:

Slowcooker-Netherton-Foundry-Karton

Die Ironbridge in der Nähe von Colbrookdale. Diese Gegend in Shropshire war im 18. Jahrhundert das Silicon Valley der Welt: Denn hier begann die industrielle Revolution! Die 1781 eröffnete Ironbridge ist heute noch ein Denkmal für eine der größten Wendepunkte der Menschheitsgeschichte.

Slowcooker-Ironbridge-Wikipedia

Also:
In Shropshire versteht man was von der Eisenbearbeitung :) So auch bei Netherton Foundry. Aber nicht nur die Eisenverarbeitung ist Handarbeit.

Auch die Holz- und Keramikteile werden von Hand und zu über 3/4 gemeinsam mit regionalen Unternehmen hergestellt.

Wo bekommt man den Slowcooker?

Am besten direkt bei Netherton Foundry bestellen. Je nach aktuellem Kurs des Pfund kostet der Slowcooker mit Kochplatte zwischen 160 und 170 Euro plus Versand, der wegen des hohen Gewichts um die 20 Euro auf die Rechnung bringt. Per Mail oder Telefon einfach nachfragen, welche Versandoptionen bestehen.

Alternativ werdet Ihr auch bei Amazon UK fündig.

Rezepte, Tips und unsere ersten Kocherfahrungen mit dem Netherton Foundry dann beim nächsten Mal

Soweit erstmal zu unserem Ersteindruck mit unserem Netherton Foundry Slowcooker.

Hier gibt es einen der besten Testberichte zu Slowcookern bei The Sweethome

Und das Blog USA kulinarisch hat nochmal tolle Einführungen ins Thema Slowcooker und einen Koch-Einstieg (wenn auch nicht gerade Paleo-tauglich ;) )

Übrigens:

Jedesmal wenn wir jetzt mit dem Netherton kochen, will ich Restaurationman oder Amazing Spaces gucken :) Und das beste – die erste Folge der 4. Staffel fängt mit der Restaurierung eines Farmhauses in:

Shropshire an! Wie geil ist DAS denn bitte? :-D

Liebeserklärung an die Vielfalt – eine Weihnachtsbotschaft

Wunderbarer Text. Bitte lesen und weiter geben:

In den letzten Wochen haben Menschen in Dresden und anderswo Angst, Kälte, Kleinmut, Rassimus, Islamophobie und Fremdenfeindlichkeit auf die Straße getragen. Wir sind nicht nur verunsichert, sondern sehen das friedliche Zusammenleben in diesem Land erschüttert. Was wir in Dresden sehen, sind nicht die üblichen Nazis, aber Menschen, die letztlich die gleiche menschenverachtende Ideologie verbreiten.

Doch unser Land sieht anders aus.

Wir leben schon heute Vielfalt.

Wir finden es normal, dass der marrokanische Schwager mit uns Weihnachten feiert. Und es dann kein Schweinefleisch zu Essen gibt. Wir haben Freundinnen und Freunde aus Russland, Usbekistan, Mali, Österreich und Tunesien. Wir lernen von anderen und merken, dass andere von uns lernen. Das ist Zusammenleben, auch wenn wir manchmal Dinge nicht verstehen. Wir interessieren uns für andere Kulturen, Religionen und Ansichten und werden niemanden eine Kultur überstülpen.

Wir gehen mit muslimischen Bosniern und Iranern und ihren Kindern zusammen auf den Martinsumzug, weil uns allen das Teilen und das Ritual mit den Laternen so gut gefällt. Wir sind gerührt, wenn die 5-jährige Nichte sagt, dass sie in weniger Ländern Ausländerin sei als eine Deutsche, weil sie nämlich zwei Pässe habe.

Wir trinken augenzwinkernd mit Moslems guten Wein und lachen zusammen. Wir trinken Tee beim Opferfest und erkennen, dass Nächstenliebe nicht nur beim christlichen Weihnachtsfest seinen Platz hat und Alkohol trinken nicht zwingend für Geselligkeit nötig ist.

Wir sind neugierig, was der russische Oberst, den wir kennenlernen, zu erzählen hat. Wir sehen Begegnung als Bereicherung des Lebens. Sie eröffnet Perspektiven, die wir davor noch gar nicht erahnen konnten. Wir lachen verschmitzt mit der häkelnden türkischen Oma in der U-Bahn über eine skurille Situation. Und freuen uns über ihr Gesicht, das wir noch Jahre später vor Augen haben. Uns werden täglich die Augen geöffnet von der Vielfalt, die auf uns einprasselt.

Wir lernen Sprachen in der Schule und können uns damit auf der ganzen Welt verständigen. Wir haben keine Angst, wenn Kinder aus aller Herren und Frauen Länder mit unseren Kindern in den Kindergarten und die Schule gehen. Weil unsere Kinder so von klein auf interkulturell lernen. Weil für sie Vielfalt normaler sein wird als für uns

Wir sehen wie liebevoll eine Bulgarin unsere Großeltern pflegt, wie fair der pakistanische Junge in der E-Jugend Fußball spielt. Wir erinnern uns an den Geschmack von Kardamom, der in einem Tee war, der uns angeboten wurde

Wir sind nicht stolz auf den Ausgang der Geburtslotterie, die den einen zum Deutschen und die andere zur Bolivianerin macht. Wir leben und lieben in binationalen Beziehungen und Ehen. Wir ziehen unsere Kinder zweisprachig auf, damit sie mit ihren Großeltern im Ausland reden können.

Wir sehen den Austausch der Kulturen als Bereicherung unseres Lebens, egal ob wir dabei portugiesischen Weichkäse oder iranische Heavy Metal Bands kennenlernen. Wir lachen über den serbischen Film, nordamerikanische Serien und Karnevalsbräuche in Ecuador.

Wir übernehmen Wörter aus anderen Ländern in unseren Sprachschatz, weil wir Dinge so besser ausdrücken können. Wir übernehmen Feste und Bräuche und stellen auf einmal ausgehöhlte Kürbisse ins Fenster. Wir sind überzeugt davon, dass Kulturen und Sprachen erst dadurch leben, dass sie sich vermengen, vermischen, bereichern und befruchten.

Wir wollen in einem Land leben, das Menschen auf der Flucht offensteht. Wir leben in einem Einwanderungsland und wir wollen eine Willkommenskultur anstatt die Mauern um Europa zu vergrößern. Wir sind entsetzt darüber, dass so viele Menschen an den Außengrenzen sterben. Wir verstehen, dass Menschen fliehen, egal aus welchem Grund. Wir wollen Flüchtenden ein neues Zuhause geben und die Möglichkeit, frei und in Würde zu leben. Ohne uns dabei auf die Schulter zu klopfen.

Wir sind überzeugt, dass wir zusammen den richtigen Weg finden können, der allen Teilen der Gesellschaft Rechnung trägt. Diese Auseindersetzung wird nicht immer einfach sein, sondern manchmal auch von Konflikten geprägt. Diese Konflikte wollen wir konstruktiv, friedlich und mit Respekt austragen und verhandeln. Dabei ist Migrationshintergrund für uns ein Zeichen der Stärke und Lebendigkeit der Gesellschaft

In unserem Land ist es egal, welches Geschlecht jemand hat oder sich selbst zuschreibt. Es ist egal, wer wen einvernehmlich liebt. In unserem Land sind alle Menschen gleich. In unserem Land wollen wir sozial gerecht zusammen leben und gemeinsam die richtigen Fragen für die Zukunft stellen. Wir werden diejenigen politisch herausfordern, die soziale Spaltung vorantreiben oder Umverteilung verhindern. Wir wollen gelebte Solidarität, Mitgefühl und Empathie statt sozialer Kälte, Egoismus und deutschen Volksgenossen.

Zusammenleben und Austausch von Kulturen heißt für uns nicht Aufgabe von Werten, Ethik und Idealen. Vielmehr sehen wir, dass es Werte gibt, die in jeder Kultur zuhause sind. Auf ihnen bauen wir auf. Eine vielfältige Gesellschaft ist nicht einfach: Wir diskutieren hart in der Sache, wenn uns etwas nicht passt, aber wir finden gemeinsam Grenzen und Leitplanken des Zusammenlebens.

Wir stehen an der Seite aller Menschen in diesem Land, die friedlich und respektvoll miteinander leben wollen. Egal wo sie herkommen oder welche Religion sie haben. Egal ob sie eine andere Sprache sprechen oder andere Sitten und Gebräuche haben.

Wir wollen einfach zusammen leben. Wir wissen auch, dass viele der Ideale noch nicht umgesetzt sind.
Das heißt für uns:

Wir werden hasserfüllten Angsthasen, Rassisten und Fremdenfeinden dieses Land nicht überlassen, sondern an einer offenen und vielfältigen Gesellschaft weiterarbeiten. Was wir in Dresden und anderswo sehen ist nicht die Mitte der Gesellschaft, sondern Deckungsmasse von Nazis und Brandstiftern. Sie stellen nicht die richtigen Fragen, sondern treten nach unten. Sie sind diejenigen, die einer toleranten und freien Gesellschaft und Kultur im Wege stehen.

Wir danken deshalb all den Menschen, deren Ur-Großeltern, Großeltern, Eltern oder die selbst aus einem anderen Land hierher gekommen sind von ganzem Herzen, dass sie hier sind. Wir danken ihnen, dass wir Neues kennenlernen dürfen. Wir danken ihnen, dass wir immer wieder neu über uns nachdenken. Wir danken ihnen für eine ständige Neusausrichtung von dem, was wir unsere gewachsene Kultur nennen.

Zukunft geht nur zusammen.

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Verbreitet die Liebeserklärung an die Vielfalt. Sie soll überall auftauchen, an ihr soll kein Weg vorbeiführen. Bloggt diese Weihnachtsbotschaft, postet sie auf Facebook, fotografiert sie für Instagram, verlinkt sie, twittert sie, leitet sie weiter, schickt sie per Mail, vertont sie, macht Videos, druckt sie aus, hängt sie auf, plakatiert. Macht eine Lawine daraus, eine frohe Botschaft der Menschlichkeit, eine Liebeserklärung an die Vielfalt, einen Appell für das friedliche Zusammenleben. Und dann geht auf die Straße und demonstriert. Wir sind viel mehr als wir denken.

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Und ich danke der Hedonistischen Internationalen für diese wunderbare Weihnachtsbotschaft.

Gestern habe ich mit meinem türkischen Nomadenonkel Weihnachten gefeiert, mit britischen Verwandten telefoniert und fahre heute zum kasachisch-stämmigen Teil der Familie.

Ich beschäftige mich seit einigen Monaten mit den Schrecken des Zweiten Weltkriegs im Zusammenhang mit Großväterland. Dadurch stieß ich gestern auf dieses Interview mit Jürgen GEorge Wittenstein, der einer der Begründer der Widerstandsbewegung Weiße Rose und Mitstreiter der Geschwister Scholl war.

Besser als Herr Wittenstein es hier tut kann man nicht beschreiben, wie wichtig Vielfalt als Mittel gegen Angst ist: