Category Archives: Alles mögliche

Ich habe mich Irland immer verbunden gefühlt.

Vielleicht weil mir aus der Kindheit der Terror in Nordirland am meisten im Kopf geblieben ist.

Oder weil wir durch unsere britische Partnerschule so viel über den Konflikt gelernt haben

Vielleicht war es auch einfach schon immer die Musik.

Ich weiß es nicht genau. Aber das Lied kannte ich bis heute noch gar nicht. Und es ist nicht nur das beste Beispiel
dafür warum der Krieg in Nordirland scheisse war – wer nach dieser wahren Geschichte nicht versteht, warum Krieg immer und überall scheisse und unnötig ist, dem ist nicht zu helfen.

There Were Roses
And the Tears of the People run together

There were roses

So my song for you this evening,
it’s not to make you sad
Not for adding to the sorrows
of this troubled northern land
But lately I’ve been thinking
and it just won’t leave my mind
To tell you of two friends one time
They were both good friends of mine

Alan Bell from Banagh,
he lived just across the fields
A great man for the music,
and the dancing and the reels
O’Malley came from South Armagh
to court young Alice fair
And we often meet on the Ryan Road
and laughter filled the air

-Chorus-
There were roses, roses
There were roses
And the tears of the people ran together

Though Alan he was Protestant
and Sean was Catholic born
It never made a difference,
for the friendship it was strong
And sometimes in the evening
when we heard the sound of drums
We said it won’t divide us,
we will always be the one

For the ground our fathers plowed in,
the soil it is the same
And the places where we say our prayers
have just got different names
We talked about the friends who’d died
and we hoped there’d be no more
It’s little then we realized the tragedy in store
-Chorus-

It was on a Sunday morning
when the awful news came round
Another killing has been done
just outside Newry Town
We knew that Alan danced up there,
we knew he liked the band
But when we heard that he was dead
we just could not understand

We gathered at the graveside
on that cold and rainy day
And the minister he closed his eyes
and he prayed for no revenge
And all the ones who knew him
from along the Ryan Road
Then bowed our heads and said a prayer
for the resting of his soul
-Chorus-

Well fear it filled the countryside
there was fear in every home
When the car of death came
prowling round the lonely Ryan Road
A Catholic would be killed tonight
to even up the score
Oh Christ it’s young O’Malley
that they’ve taken from the door

Alan was my friend! he cried,
he begged them with his fear
But centuries of hatred
have ears that can not hear
An eye for an eye, was all that filled their minds
And another eye for another eye
till everyone is blind
-Chorus-

So my song for you this evening,
it’s not to make you sad
Not for adding to the sorrows
of this troubled northern land
But lately I’ve been thinking
and it just won’t leave my mind
To tell you of two friends one time
They were both good friends of mine

I don’t know where the moral is
or where this song should end
But I wonder just how many wars
are fought between good friends
And those who give the orders
are not the ones to die
It’s Bell and O’Malley
and the likes of you and I

There were roses, roses
There were roses
And the tears of a people ran together
There were roses, roses
There were roses….

Märchen bringen Robotern das Menschsein bei

Kein Witz. Am Georgia Institute of Technology nutzen Forscher mehrere hundert Fabeln und Märchen um Robotern – wie eben sonst Kindern – sozial akzeptiertes Verhalten beizubiegen.

Grundsätzlich ja ne witzige Idee. Ich warte allerdings auf den ersten Terminator, der sich in die Cyberbuchse macht, wenn er in den Wald gehen soll.

Und was, wenn sie ein Nummer 5 denkt: “ist ja alles schön und gut, aber der Wolf ist viel cooler. Außerdem brauche ich mehr Großmutter Input!”

Nichtsdestotrotz ein spannender Ansatz um Maschinen Kultur zu vermitteln.

Sollte jeder programmieren lernen? fragt @jhaeusler

Fragt Johnny Haeusler auf WIRED. Ich gebe ihm Recht, dass nicht jede_r programmieren lernen muss. So wie nicht jede Chemikerin werden muss die Chemie in der Schule lernt. Und nicht jeder Biologe wird, der Bio-LK hat. Oder Spitzensportler. Oder Orchester-Musiker. Oder professioneller Autofahrer (egal ob in Formel1 oder Taxi).
Aaaaaber:

Jedes Kind sollte in der Schule aber soviel über Programmieren, Technologie, Algorithmen, Daten, Computer und das Netz lernen, wie es auch über Mathe, Geographie und Englisch lernt.

Und jeder Erwachsene sollte sich möglichst ebenfalls und selbstverantwortlich ein gewisses Maß an Kompetenz und Wissen schaffen, das mindestens mit dem Know-how beim Autofahren vergleichbar ist. Es muss nicht jeder ein Auto bauen oder reparieren können, um im Straßenverkehr sicher für sich und andere unterwegs zu sein. Aber technisches Verständnis, Kenntnis der offiziellen Regeln und der inoffiziellen Fahrkultur sind sowohl der Sicherheit als auch dem Spaß zuträglich.

Nicht um das nächste Google zu programmieren oder vereinsamt nur noch mit Maschinen zu sprechen.
Sondern um die Welt in der es lebt zu verstehen, sich darin sicher und souverän bewegen und kritisch hinterfragen zu können.

Und vielleicht zu verändern.

Wir wollten gar nicht Politiker sein, die Politiker aber schon.

Habe noch nie soviel über Politik in einem einzelnen Text gelernt wie in diesem Interview mit Jón Gnarr, dem ehemaligen anarchistischem Bürgermeister von Reykjavik. Danke Constantin Seibt und Yann Cherix
deckt sich alles sehr mit meinem kleinen und deutlich erfolgloseren Ausflug in die Politik. Mit Gnarrs Einstellung wäre es nochmal einen Versuch wert.

Hier geht’s zum Interview beim tagesanzeiger

Ein Best-of:

Ja. Die rechten Parteien arbeiten mit der Angst, weil sie selber ängstlich sind. 

Ich wendete das an, was ich als Künstler gelernt hatte. In einer Band, in den Vorbereitungen zu einem Film oder Theaterstück muss man auch viel reden. Es geht darum, gemeinsam an einer Idee zu arbeiten. Ich fragte also die Leute: Was wollt ihr? Was könnt ihr nicht tun? Welche Ideen habt ihr?

Wir wollten gar nicht Politiker sein, die Politiker aber schon. Der Wunsch, gewählt zu werden, macht sie erpressbar.

Politik ist für jedermann. … Ein Politiker sollte einfach verantwortungsbewusst sein, regelmässig im Büro erscheinen und einfach seinen fucking Job machen.

Der Nachteil an der Demokratie ist, dass auch Idioten mitreden können. Und ich meine damit nicht einfache Leute, die vielleicht nicht so eine gute Bildung haben. Idioten sind für mich Menschen, die einfach immer nur nehmen und das nicht einmal merken.