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Eine Formel1 Runde in Spa lehrte mich Demut

Eine Formel1 Runde in Spa lehrte mich Demut

Renn-Simulationen waren schon immer ein Faible von mir. Auch wenn ich seit Jahren keine mehr gespielt habe. Vor ein paar Wochen habe ich dann eine Lebenslektion im Formel-1-Simulator von Shell und Ferrari bekommen :)

Ich war mit Shell beim Formel1 Rennen in Spa. Im hinteren Bereich der Shell-Lounge war ein Formel1 Simulator aufgebaut, der in dieser Form nur ein paar Mal auf der Welt existiert:

  1. Bei der Scuderia Ferrari in Fiorano um neue Fahrer zu trainieren
  2. Bei Alonso im Wohnzimmer um sich selbstzu trainieren
  3. Bei Shell um Menschen ein Gefühl dafür zu geben, wie es ist einen Formel1 Ferrari zu fahren

Zu dem Zeitpunkt war es auch der einzige Simulator, der schon vollumfänglich die Regeländerungen der Saison 2014 verpasst bekommen hatte – inklusive der neuen 6 Zylinder Motoren.

Normalerweise mache ich weder Preisausschreiben noch Wettbewerbe mit

Ich bin zwar kein schlechter Verlierer. Aber wenn es schon um etwas geht, dann bin ich schon sowas, was man im englischsprachigen Raum “competitive” nennt. Als am Morgen des Samstag Fernando Alonso in der Shell-Lounge zu Gast war und eine Modellversion seines Helmes signiert hat, habe ich mir noch nichts dabei gedacht.

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Dann hieß es, der Helm geht an den schnellsten Fahrer des Tages im Simulator. “Pffff. Ja ok, macht Ihr mal Euer Rennen. Gestern hat ein 15-jähriger Knirps mit einer 1:47 abgeräumt. Meine Virtual Racing Tage mit LfS.net sind vorbei und Geoff Crammond ist ja auch schon lange in Rente. Außerdem war an dem Simulator eine durchgehend lange Warteschlange, da wollte ich die Zeit dann doch lieber zum Photographieren nutzen.

Als ich dann hörte, dass unsere Gruppe von 12 bis 13 Uhr den Simulator für sich hätte, sah die Welt schon etwas anders aus. Kein Warten und wir liefen ja eh außer Konkurrenz. Also könnte ich ja mal ein paar Runden drehen. Punkt 11:45 stand ich neben dem halben Ferrari-monocoque mit den 2 Beamern unter dem angedeuteten Heckflügel. Nur um von den Instruktoren darauf hingewiesen zu werden, dass es auch für unsere interne Gruppe eine Warteliste gibt. Hmpf. Hatte mir niemand gesagt. Als Letzter auf der Liste verschwand ich genervt wieder aus der Simulator-Lounge und ging zurück ins Porsche-Cup Fahrerlager und suchte nach dem Team, das hier aus Gütersloh kommt.

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Clevererweise hatte ich mir genau den Zeitpunkt ausgesucht, an dem es für die 911er auf die Strecke ging. Nochmal Hmpf und wieder zurück zum Simulator. Einer der Engländer die bei uns in der Gruppe waren, war schon am Tag vorher dran gewesen und ließ mir netterweise den Vortritt. So konnte ich die letzten 2 Runden meines Vorgängers beobachten und ein bisschen die Strecke lernen.

Eingezwängt in 500.000 EUR Hightech

In einer halben Million Euro als echtes Auto zu sitzen ist ja schon beeindruckend. Aber von der gleichen Summe in einem Simulator zu sitzen durchaus auch Ehrfurcht gebietend – mit dem Unterschied, dass man hier nichts kaputt machen kann. In den Unterhaltungen vorher hatte ich mitbekommen, dass das Bremspedal wohl nur ein unbeweglicher Drucksensor sein sollte. Quasi ein Brett. Tatsächlich erklärte mir mein Instruktor aber, dass das Bremspedal auf Alonsos Fahrweise eingestellt war. Es bewegte sich nur wenige Millimeter. Wenn der Instruktor rief “VOLL BREMSEN!” dann bedeutete das, dass ich mich am Lenkrad festhaltend mit aller Kraft mit dem linken Bein in die Bremse stellen sollte, sodass ich vollständig aus dem Hartplastiksitz gehoben wurde. Und das war nur eine Testbremsung bei 60 km/h in der Boxengasse. Na Prost, Mahlzeit.

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Die Perspektive und Position im Auto ist wirklich gewöhnungsbedürftig und weit entfernt von allem, was man so kennt. Selbst in einem Kart sitzt man bequemer. Vor allem hat man in einem Kart bessere Sicht. Im F1-Auto liegst Du so tief mit dem ganzen Körper, dass die Hälfte des Gesichtsfeldes von Lenkrad und Rest-Cockpit eingenommen wird. Die Strecke vor Dir musst Du kennen und erahnen.

Die erste Runde war nur lockere Einführung. Auf der zweiten durfte ich schon schneller unterwegs sein. El Instructore gab mir vor jeder Kurve Kommandos, in welchen Gang ich runterschalten sollte, welche Geschwindigkeit in etwa anliegen musste und ob die Kurve rechts oder links rum ging. Meine letzten virtuellen Kilometer in Spa sind einige Jahre her und fanden in einem Schreibtischstuhl hinter einem Logitech Momo Racing-Wheel statt. Also war ich für jeden Tip dankbar. Der Simulator bot als physikalisches Feedback nur leichtes in die Kurve legen.

Einfach tun was der Instruktor sagt

Darauf zu hören, was andere Menschen sagen, fällt mir manchmal durchaus schwer ;) Hier war mir sofort klar, wenn ich einigermaßen sauber und unblamabel aus dem roten Monocoque aussteigen will, muss ich auf die Anweisungen vom Meister hören, der neben mir hockte.

Mit Vollgas die Eau Rouge hoch in den Himmel fahren und dann die schnelle Kurvenkombination danach ohne zuviel lupfen zu nehmen kostet auch in einem Simulator einiges an Überwindung. In der ersten Runde tastete ich mich nur langsam ran. Denn auch die Reifentemperatur wurde simuliert und ich habe bei meinem Vorgänger selbst in der zweiten Runde noch gesehen, wie er sich wegen zuviel Gas geben gedreht hat.

Shell at the Belgium F1 Grand Prix

Besonders aus der langsamen Haarnadel-Kurve vor Start-Ziel sauber und mit viel Schwung rauszukommen war ne Herausforderung.

Blöderweise hatte ich mich vertan und dachte, ich könnte 4 Runden hinlegen und schaute etwas blöd aus der Wäsche als nach Runde drei der Bildschirm schwarz wurde und mir mein Einweiser begeistert auf die Schulter haute:

“Hammer! Das war die schnellste Zeit heute! 2:03!”
“Ähm. Im Ernst jetzt? Ich habe doch einfach nur das gemacht, was Du gesagt hast?”
“Ja eben. Das hat bis jetzt noch keiner gemacht ;-) Sehr sauber gefahren! Mit einiger Luft nach oben!”
“Ja, ungefähr 20 Sekunden :-)”
“Hey sei nicht zu hart mit Dir.”

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Die zitternden Hände beim Aussteigen hatte ich nicht nur wegen des Adrenalinkicks, sondern wegen der körperlichen Anstrengung, die bereits diese Simulation auslöste. Nicht auszudenken, wie man sich in einem echten Formel 1 Auto fühlen muss. In dem man eine MENGE kaputt machen kann – insbesondere sich selbst. Mein Ausflug in die Erfahrung “Wie fühlt sich Formel 1 Fahren an” in der kuscheligen Shell-Lounge dauerte etwa 6 Minuten. Nimm das ganze mal 20 und Du hast die Belastung, die Alonso, Kimi und Kollegen auszuhalten haben.

Hut ab!

Und was war jetzt mit der Demut?

Nach mir fuhr dann Hunter von digitalSpy aus England. Was soll ich sagen? Er hat ne 2:00 hingelegt. Gar nicht mal so weit weg von meiner Zeit. Und kurz bevor es zurück ins Hotel ging meinte unsere Ansprechpartnerin von Shell “Wir müssen noch auf die Siegerehrung warten – Jemand aus unserer Gruppe hat Alonso Helm gewonnen”.

Ok, das war dann der Moment in dem ich blass wurde. “Hunter?” fragte ich? Crystal grinste nur.

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Tja. Naja, wenigstens anfassen durfte ich “den Pott” wenigstens mal ;)

Hätte ich mich mal ein paar Minuten zum beobachten und Strecke einprägen in die Schlange gestellt, könnte Alos Kopfbedeckung nun auch bei mit im Regal stehen.

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Nach 22 Jahren den ersten Flensburg Punkt und der Polizist hat die WM richtig getippt

Nach 22 Jahren den ersten Flensburg Punkt und der Polizist hat die WM richtig getippt

Auf dem Rückweg vom Einkaufen über den Privatweg wollte ich nur kurz anrufen und fragen, ob abends gegrillt wird. Leider haben wir uns ne Minute verquatscht und bin dann am folgenden Kreisverkehr etwas zu optimistisch gewesen. Der Polizist von links hat das Telefon natürlich sofort gesehen :)

Immerhin hat er ne Minute später am runter gelassenen Fenster sehr freundlich als erstes gefragt, ob das Telefon denn noch heile sei ;) Telefonieren am Steuer kostet mittlerweile 60 EUR und nen Punkt. Meinen ersten. Immerhin habe ich die Möglichkeit genutzt, mich aufklären zu lassen, wie das mit der neuen Punkteregelung genau läuft. Jeder Punkt einer Verkehrs-Ordnungswidrigkeit verfällt nun nach 2 Jahren eigenständig. OWi Punkte werden nicht mehr aufsummiert (bei Verkehrsstraftaten wie Unfallflucht sieht das anders aus).

Normalerweise nutze ich die Freisprecheinrichtung. In diesem Fall hatte ich das Bluetooth am Telefon ausgeschaltet, nicht weiter nachgedacht und das Telefon einfach ans Ohr genommen. Ehrlich gesagt habe ich auch kein großartiges Unrechtsverständnis dafür: Solange Menschen in Ihren Autos rauchen dürfen, sollte auch telefoniert werden dürfen. SMS-Schreiben, Twittern und im Web surfen stehen da auf einem anderen Blatt (wobei ich an der Ampel im Stand auch mal meine Mails checke – habe ja Start-Stop-Automatik *g*). Telefonieren während der Fahrt halte ich nicht für gefährlicher als Feuerzeuge im Fußraum suchen, Kippen ausdrücken oder versuchen die runtergefallene Glut vom Sitz zu wischen ohne sich die Hand zu verbrennen und die Bezüge zu versauen.

Bevor der Polizist seinen Samstagsdienst beendet hat, habe ich ihn noch eben nach seinem Tip fürs Finale am Sonntag gefragt. 4:2 meinte er.

Ob er nun einfach viel zu optimistisch war oder das Verhältnis der Sterne auf dem Trikot zwischen Deutschland und Argentinien habe ich vergessen zu fragen ;)

Aber hat ja prima geklappt am Sonntag.

Fazit zu #ebayinspiriert, Autoblogger und was ich mir von den ebay collections in Zukunft wünsche

Fazit zu #ebayinspiriert, Autoblogger und was ich mir von den ebay collections in Zukunft wünsche

Insgesamt fast ein halbes Jahr habe ich nun die ebay collections getestet. Zeit für ein Fazit bisher und ein Wunschkonzert für die kommenden Monate:

Ich werde die ebay collections auf jeden Fall als privaten Wunsch- und Notizzettel weiter nutzen und mir passende Themen zusammen stellen. Allerdings sehe ich das eher als schicken Überblick für meine Interessen als eine Kaufempfehlungssammlung für andere.

Das ganze ist ein bisschen wie bloggen früher. Nur eben mit Auktionen statt mit Links aus dem Web, die man sich für später sichern will :)

Attraktiver sind für mich die Kollektionen der anderen. Das Kuratieren und bekuratiert werden finde ich ja besonders praktisch im Web – ich muss nicht mal mehr großartig selber was suchen, sondern kriege von den Stylern und Fachleutchens Zeugs aus Bereichen präsentiert von denen ich keine Ahnung habe. Das ist besonders dann praktisch, wenn ich in ein neues Thema einsteigen will und Anregungen suche.

Zum richtigen ebay-Glück fehlen mir allerdings auch noch einige Funktionen noch, zum Beispiel:

  • Artikel sortieren und arrangieren.
  • Artikelbilder gezielt auswählen
  • Nachrichten, wenn Collection leer läuft, weil alle Artikel abverkauft wurden
  • Provisionen fürs Abverkaufen sind vermutlich utopisch, wären aber nett ;)
  • Embed-Code um Collections in eigene Blogs einzubauen

Tjo, das wäre es für mich erstmal soweit mit meinem ebay collections Wunschkonzert.

Hier noch die anderen Auto-Blogger-Kollegen, die #ebayinspiriert wurden:

Jens macht sich auf Rad-Ab.com Gedanken zum Mehrwert der ebay Collections
Auto-Geil
Autokarmas Roadtrip Collection
und last but not least:
Auto Divas Tipps für ebay collections

Hier geht es zu meinen ebay Collections aus Filmkarren, gepimpten Modellautos und Auto-Möbeln.

ebay Collection Shell

Dem Kuratör is nichts zu schwör – ebay Collections

Ein bisschen Werbung für ebay. Genaugenommen ein Erfahrungsbericht über die Nutzung der ebay collections und für die Zeit des Erfahrungenmachens hat ebay ein paar Euros springen lassen. Was ich hier schreibe ist voll und ganz meine Sache.

Meinen “echten” bzw. ältesten ebay-Account erspare ich Euch mal. Momentan ist der sowieso nur mit Auktionen der mittlerweile zu groß gewordenen Klamotten meiner Süßen gefüllt ;) Aber immerhin ist mein Haupt-Account uuuuralt. Den habe ich noch damals bei amiando angelegt. 1997? 1998? Irgendwas um die Kante rum. Also in den ersten 6 Monaten bevor amiando von ebay gekauft wurde.

Genug alte Geschichten, hier geht’s ja um die neuen ebay Collections

Umso mehr hat es mich gefreut, als ebay mich gefragt hat, ob ich die neuen ebay Collections testen und aufschreiben mag, was ich damit so anstelle. Hier geht’s direkt zu meinem Sammelsorum an Collections.

ebays Chef-Kuratorin erklärt hier wie und worum es geht:

Ist so ähnlich wie pinterest nur mit dem großen Vorteil, dass man die Sachen hier direkt kaufen kann. Es gibt ja nichts frustrierenderes als im Web irgendwas cooles auf nem tumblr oder pinterest oder instagram Bild zu sehen und dann musste zigmal rumtwittern, wo Du das Ding auf dem Foto nun her bekommst.

Das ganze ist schon mehr als ein virtueller Schaufensterbummel. Denn Schaufenster sind begrenzt:

  • vom Angebot
  • vom Gebäude
  • der Länge der Fußgängerzone

Einige meine Collections

Die ebay Collections sind da eher grenzenlos und das Zusammenstellen war verdammt inspirierend. Ich hab erstmal mit typischem Autokram – wie Film-KarrenRoadtrip-Zubehör und so Gadgetzeugs angefangen und nach und nach kamen mir dann immer mehr Ideen.

Zum Beispiel eine Shell Collection – unglaublich was es da alles an Fanzeugs gibt :) (siehe oben)

Und natürlich auch den anderen Klassiker im Renn-Öl-Bereich: Gulf Racing

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Ach was rede ich – probiert’s selber aus und folgt Eurer Leidenschaft :)

Googles Cat – ähm Car ist aus dem Sack

Ich hab’s ja immer gesagt. Die Autoindustrie wird sich MÄCHTIG umkucken, wenn ein Tech-Konzern erstmal loslegt. Das es jetzt das Gcar und nicht das iCar ist, mit dem es losgeht: Geschenkt. Aber die Richtung ist genau die richtige.

Google hat in seinem Blog einen sehr frühen Prototypen des Selbstfahrenden Autos vorgestellt.

Neuigkeiten gibt es dazu ab sofort auf der Google+ Seite zum Self Driving Car

Brechen mit Konventionen, autonomes Fahren und individuelle Mobilität zu einem (vermutlich) schmalen Preis.

Die Karre fährt nur 40? Egal. Wenn ich währenddessen arbeiten kann fahr ich halt 1,5 Mal so lange wie sonst. So what? – Wobei ich schwer vermute dass ein tatsächliches Google Auto eher 80-100 km/h schnell sein wird. Das reicht auch völlig.

Ich vermute ja mal es wird auf ein und derselben Basis einen Zwei- und einen Vier-Sitzer geben und ebenso vermute ich, dass die Kiste sehr preiswert sein wird. Entweder weil Google gut kalkuliert oder sie subventionieren. Ooooooder es kommt ganz anders und sie spinnen ein Car-Sharing-Netzwerk. Herrlich – ein Auto, das mich abholt, wo hinfährt, vor der Tür rauslässt und sich dann nen Parkplatz sucht oder einfach den nächsten Fahrgast abholt.

Und bevor jemand Schutz von Bewegungsdaten krakeelt: Schützt Ihr die Bewegungsdaten von Eurem Handy, die sowohl durchs GPS-Modul und zusätzlich nochmal durch die Mastenanmeldungen beim Mobilfunkanbieter anfallen? Das Auto hört wenigstens ab dem Parkplatz auf zu loggen ;)

Von der zweiten Versuchsgeneration des Google Autos, dem Lexus gab es gestern auch zwei neue Videos:

Wie funktioniert die Navigation in der Stadt?

Wie spielen die einzelnen Technologien zusammen?


via Stadt-Bremerhaven und t3n

Google Maps mit Höhenmetern auch was für Elektroautos

Google Maps mit Höhenmetern auch was für Elektroautos

Wenn man schonmal eine längere Strecke mit einem Elektroauto gefahren ist, weiß, wie einem die Düse geht, wenn plötzlich unerwartet Berge kommen. Die Strecke im Bild hatte ich 2012 vor mir und bin die 70 Kilometer von Innsbruck nach Niederthai im Ötztal SEHR vorsichtig gefahren UND hatte zwischendrin noch einmal für ne Stunde aufgeladen. Trotzdem sind wir oben mit knapp 20 Kilometer Restreichweite angekommen :)

Klar, ein Elektroauto wie der Nissan LEAF bsw. rekuperiert Energie beim Bergabfahren – es gewinnt also Strom zurück indem es aus dem Elektromotor einen Generator – ähnlich einem Fahrraddynamo macht.

Aber was tun, wenn es NUR bergauf geht? Caschy schrob hier letztens über die Google Maps Funktion für Fahrradfahrer, die nun auch Höhenmeter anzeigt.  Das ist ein immens wertvolles Feature für alle, die eine Fahrt mit Elektroauto ins Ungewisse planen müssen.

Hoffen wir mal, dass die Höhenmeterdaten möglichst bald auch in die Navis der Elektroautos aufgenommen und in die Reichweitenberechnung einbezogen wertden.

So lange kann man auch als Elektroautofahrer erstmal auf die Radlerfunktion bei Google Maps zurück greifen. Hilfreich zur Einschätzung ist es allemal.

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Rentiere, Huskys und mit hundert Sachen übers Eis – ein Kurztrip nach Lappland – Gastbeitrag von @_miel

Es gibt ja so Momente (wenn auch selten), da könnte ich heulen. So einen Moment hatte ich, als ich die Lappland-Veranstaltung zum Shell-Winterdiesel absagen musste. Wenn ich geahnt hätte, dass das meine einzige Chance gewesen wäre, dieses Jahr etwas (nein EINE MENGE) Schnee zu sehen, hätte ich vielleicht doch einige Termine verschoben :) ABER! Die wunderbare Lena, mit der ich bereits dank Shell und Land Rover auf der Krim unterwegs sein durfte, ist an meiner Statt unterwegs gewesen und hat ein paar frostig-schöne Eindrücke mitgebracht.

Und eins is mal klar: Wenn Shell Winterdiesel unter DEN Bedingungen funktioniert, funktioniert er überall.

Jetzt aber hat das frischgebackene Plüsch-Husky-Frauchen das Wort:

Alles fing an mit einer Frage: “Hast du eine warme Jacke?” und damit, dass ich dachte “och, ein bisschen Kälte halte ich schon aus”. Und nun sitze ich auf Einladung von Shell  im Flieger nach Enontekiö in Finnland, über mir das All, unter mir die Weiten Lapplands. Glaube ich jedenfalls, im Moment sind nur Wolken zu sehen. Als wir aus dem Flieger aussteigen, ist es dunkel. Sehr dunkel. Kein Licht weit und breit.

Kurze Zeit später habe ich das erste Mal in meinem Leben Rentier gegessen, in Form von Schinken zwischen zwei Scheiben dunklem Brot. Ich bin Bus gefahren, zu unserem Basislager in Harriniva bei Muonio:

Habe dort Wärmeschutzkleidung und viel zu groß geratene Boots angezogen und sitze mit Sturmhaube und Helm auf einem Skidoo. Kein Stern weit und breit, dafür das Heulen der Motoren. Ich fühle mich ein bisschen wie auf einem durchgeknallten Rasenmäher. So klingt also ein 2-Takter. Und dann geht es los: erst bekomme ich das Ding nicht an, dann fährt es nicht los, bis ich merke, dass ich den Gashebel vielleicht doch nicht ganz so zaghaft drücken sollte. Es holpert, als ich über den Schnee fahre. Hinter der ersten Kurve habe ich schon die Gruppe verloren, ich finde sie wieder, und es geht weiter durch die finstere Nacht zu unserem Camp, 30 Kilometer weiter am Rande des Nationalparks.

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Hier gibt es ganz genau: nichts. Kein fließend Wasser, keine Menschen, nur Wald, Saunen und einen zugefrorenen See mit einem Loch in der 80cm dicken Eisschicht. Ach, und außerdem: zwei Hunde, zwei Köchinnen und sechs Steckdosen für alle.

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Nach Lachssuppe, Rentiergeschnetzeltem mit Preiselbeeren und Kuchen zum Abendessen bin ich plötzlich wieder wach. Im Vorraum der Herrensauna sitzen die Männer – reden, rauchen Zigarren und legen ab und an etwas Holz ins Feuer oder gehen wieder eine Runde in der Sauna schwitzen.

Nach Sauna ist mir heute nicht mehr, dafür nach gemütlichem Herumsitzen – und: Musik! Mit angereist ist eine Band samt Instrumenten, bald packt der Gitarrist seine Gitarre aus, fängt an zu spielen, die anderen singen. So sitzen wir noch bis tief in der Nacht ums Feuer. Irgendwann ziehe ich meine Schuhe wieder an, schließe die Holztür der Sauna von außen, stapfe zurück zur großen Hütte, stelle meine Schuhe zum Trocknen ans Feuer und krieche in mein Bett.

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Morgens geht es früh los. Ich gehe in die Sauna und schütte mir dort zwei Kellen warmes Wasser über den Kopf, etwas Shampoo auf die Haare, mit noch einmal zwei Kellen Wasser abspülen, fertig. Und dann die große Herausforderung: wieder alles anziehen, was geht. Schon gestern war ich froh über unsere Wärmeschutzkleidung. Ich bin eh meist ziemlich verfroren. Besonders kalt ist es gerade nicht einmal, nur zwischen -5 und -10 Grad Celsius – vergangene Woche waren es noch -40. Aber beim Skidoo-Fahren pfeift einem der Wind dann doch ganz schön um die Ohren. Also jetzt wieder rein in: Unterwäsche, Wollstrumpfhose, Skiunterwäsche, Socken 1, Socken 2, Top, T-Shirt, Ski-Rolli, Pullover, Fleecejacke. Über alles dann noch die dicke Thermohose und -jacke, Boots, dicke Fäustlinge und obendrauf Sturmhaube und Helm. Nicht vergessen: für alle Fälle immer eine Mütze einpacken!

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Und dann vorfreuen: auf unsere erste große Ausfahrt durch die Wälder und über die gefrorenen Seen in der Gegend. “Aufsitzen!” lautet das Kommando, als alle startklar sind, teilen wir uns in Gruppen ein. Ich habe heute meinen mutigen Tag und reihe mich bei der schnellsten Gruppe ein. Es geht den Berg hinunter, über “unseren” See, und wieder in den Wald hinein. Zwischen den Bäumen und über den Seen hängen dichte Wolken. Überall liegt Schnee, Schnee, Schnee. So viel Schnee habe ich noch nie in meinem Leben gesehen. Ein Wunder, dass die Bäume nicht unter der Last zusammenbrechen. Bestimmt 20-40 Zentimeter hoch liegen auf jedem Ast, manche der Bäume sehen aus, als würden sie nur noch vom Schnee zusammengehalten. Nach und nach kann ich auch beim Fahren mehr von der Landschaft betrachten – ich fühle mich sicherer, selbst wenn ich den Skidoo im Wald bisweilen um sehr enge Kurven herumwuchten muss, und kann in Ruhe alles um uns herum anschauen.

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Dafür traue ich mich jetzt auf den freien Strecken auch mehr – mit knapp hundert fahren wir schließlich übers Eis. Die Strecke wird steiler, die Bäume scheinen uns jetzt von oben entgegenzukommen. Wir fahren eine Anhöhe hinauf, oben angekommen der Blick rundherum: 30 Meter weit kann ich sehen, dahinter verschwimmt alles in Nebelsuppe. Eigentlich müsste man hier jetzt einen tollen Blick über das Tal haben, aber wir haben eben heute einfach Pech. Aber, mal ehrlich: diese Schnee-Baum-Skultupren vor einer weißen Wand gefallen mir auch ziemlich gut. Ich steige ab, um ein paar Bilder zu machen, und sinke prompt mit einem Bein ein – gut 1,20m hoch liegt der Schnee hier. Heraus komme ich aus dem Loch nur dank der Hilfe eines anderen Teilnehmers.

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Nach einer kurzen Weiterfahrt und einem Essen tauschen wir kurz die Skidoos gegen Autos ein und fahren durch die Wälder zum Nationalpark Pallas-Yllästunturi,

wo wir uns einen Film über Flora und Fauna im Park anschauen – das meiste davon spielt natürlich im Frühling, Sommer und Herbst. Von den tollen Bildern, Pflanzen und Tieren im Film ist bis auf ganz viel zauberhaftes Weiß gerade nicht viel zu sehen. Als ich im abgedunkelten Vorführraum sitze, merke ich, wie sehr ich mich zusammenreißen muss, um nicht einzudösen. Der Film ist super, aber ich bin wahnsinnig müde. Die letzten 24 Stunden und besonders das Skidoo-Fahren in den letzten 5 Stunden waren wirklich anstrengend.

Wieder eine kurze Autofahrt, und wieder rauf auf die Skidoos. Wir schauen bei einem Eishotel vorbei, das ungefähr aussieht wie das Iglu, das ich als Kind vor vielen Jahren einmal im Winter gebaut habe – nur ist es ungefähr hundert Mal so groß. Bei meinem Iglu fiel außerdem binnen ein paar Tagen das Dach ein – dieses Hotel steht dagegen seit vielen Monaten schon. Und dann essen wir endlich nicht mehr nur Rentiere, sondern sehen auch welche. Zum Rentierschlittenfahren packen wir uns in die kleinen Holzschlitten und fahren eine kleine Runde in der Karawane im Kreis. Das Rentier, das den Schlitten hinter unserem zieht, atmet mir gleichmäßig in den Nacken, und unter mir im Schlitten liegt ein struppig-weiches Rentierfell, damit wir uns nicht den Hintern abfrieren.

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Abends treffen wir uns diesmal zum Essen in der Kota, einer Art Hütte mit Feuer und Kochstelle in der Mitte. Es gibt Lachs, den besten, den ich je gegessen habe, wir bekommen Besuch von einem Schamanen und machen wieder lange Musik – diesmal auch mit einem Schlagzeug, das der Schlagzeuger der Band sich aus in der Küche “geliehenen” Töpfen gebaut hat. Heute gehe ich endlich mit in die Sauna, und bekomme literweise kaltes Wasser in den Rücken, als ich nach draußen gehe – und mache mich dann schließlich auf den Weg zum Eisloch. Heute muss es sein, heute muss ich da rein. Unser ortsansässiger Führer hat mir den Tipp gegeben: “rein, kurz drin bleiben, dann raus und zwei, drei Minuten einfach draußen stehenbleiben. Erst dann abtrocknen!” Die Sprossen der Leiter, über die ich hineinklettere, sind gefroren, ich muss aufpassen, um nicht schneller im eiskalten Wasser zu landen, als mir lieb ist. Es ist wirklich verdammt kalt. Ich tauche bis zum Hals ein, klettere dann sofort wieder hinaus und bleibe stehen – auf einem See mitten in Lappland, mitten in der Nacht. Das kalte Wasser auf meiner Haut beginnt, zu gefrieren, mir ist plötzlich ganz warm. Nach ein paar Minuten ziehe ich meinen Bademantel an und gehe zurück zum warmen Feuer.

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Am nächsten Morgen schließlich ist Aufbruch angesagt: alles Gepäck wird verladen, und wir düsen zurück ins Hotel. Wir besuchen den Weihnachtsmann an seiner Shell-Station, und schließlich gibt es mein persönliches Highlight: die Hundeschlittenfahrt. Ich liebe Hunde, und dann sind da plötzlich hunderte Huskys, davon einige für uns schon eingespannt. Sie tänzeln vor den Schlitten, sie wollen loslaufen. Wir teilen uns in Zweiergruppen ein, sitzen auf (eine_r sitzt, eine_r steht), und dann gleiten wir los. So schön ich die Gegend ohnehin schon die letzten Tage fand, sie wird es noch auf eine ganz andere Weise, wenn da plötzlich diese Stille ist. Nur die Stille und das Hecheln der Hunde. Als mein Schlittenpartner lenkt, sitze ich gefühlt auf dem Schnee. Wir wechseln ein paar Worte und genießen dann die Stille. Als ich übernehme, kommt für ein paar Minuten die Sonne hervor. Es ist schon später Nachmittag und die ganze Landschaft ist plötzlich in ein goldenes Licht getaucht.

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Wir fahren zurück zum Hotel, dürfen Husky-Welpen streicheln und dann ist es auch wieder gut mit der Ruhe – wir fahren Go-Kart auf dem Eis! Neben ungefähr allem anderen, was in den letzten Tagen passiert ist, noch etwas, was ich noch nie gemacht habe.

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Und es macht riesigen Spaß. Aber nach ein paar Runden bei unserem gruppeninternen Turnier bin ich auch ziemlich ausgepowert und freue mich schon sehr auf den entspannten Teil des Abends.

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Wir Damen bekommen noch eine Massage, bei der ich mich bemühen muss, nicht einzuschlafen, ich gehe noch einmal in die Sauna und schließlich zum zweiten, dritten, vierten Mal ins Eisloch. Ich bin wirklich auf den Geschmack gekommen. Zum Aufwärmen geht es dann wieder in den Hot Pot und dann bricht auch schon unser letzter Abend an.

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Noch einmal gibt es köstliches Essen, diesmal ein unglaublich zartes Rentierfilet und zum Nachtisch meine geliebten Moltebeeren.

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Und dann wird gefeiert!

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In der Hotelbar spielt unsere mitgereiste Band, wir singen mit und tanzen und trinken auf diese großartige Zeit in Lappland. Und auf vier Tage in einer Gegend, in der es nicht viel gibt außer Schnee, Rentieren, Huskys, Skidoos, Wäldern und Seen.

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Diese Reise wurde veranstaltet von Shell Winterdiesel

Zur Autorin: Lena (schoenaberselten.com) ist Autorin und Fotografin, reist leidenschaftlich gern und lebt zwischen ihren Reisen in Berlin. Alle Bilder ©Lena Reinhard

Selfies ab heute StVO konform im Suzuki Swift

Selfies ab heute StVO konform im Suzuki Swift

Ab heute steht der SUZUKI Swift Selfie bei den Händlern. Das da noch nicht eher jemand drauf gekommen ist! Eine integrierte 5 Megapixel-Kamera (da hätte ich mittlerweile aber auch 2-stellige MP-Zahlen erwartet) mit Datenverbindung macht Selfies von Fahrer und wahlweise Beifahrer und lädt diese in die bevorzugten Social Media Kanäle hoch, ohne, dass Fahrer die Hände vom Steuer nehmen muss.

Kamera-Swift-Selfie

Aus der offiziellen Suzuki Pressemitteilung

Die kleine, würfelförmige Kamera ist in dem Swift-Sondermodell mittig auf dem Rückspiegel montiert. Ihr schwarzes, edles Kunststoffgehäuse im zurückhaltenden Design fügt sich perfekt in das Interieur des Kleinwagens ein. Die Kamera verfügt über eine 14 mm Weitwinkellinse, die den Innenraum des Raumwunders Swift komplett erfassen kann, und bietet mit 5 Megapixel und Bildstabilisator gestochen scharfe Bilder in hoher Qualität. Bedient und ausgelöst wird sie spielend leicht über einen auf dem Lenkrad integrierten Button mit Kamerasymbol – so können die Suzuki-Fahrer auch während der Fahrt schnell und einfach Selfies von sich machen.

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Vorne im Swift werkelt ein 1,2-Liter-Benzinmotor mit 94 Ponies. Der Rest basiert auf der Comfort-Ausstattung, das heißt sieben Airbags, Klimaautomatik, Start-Stopp-System, Freisprecheinrichtung (wäre ja auch doof – selbstfotografierendes Auto, aber zum Telefonieren muss ich doch wieder das Fon in die Hand nehmen.).

Lenkrad-Bedienung-Swift-Selfie

Wie Suzuki auf die Idee gekommen ist verrät Christian Andersen, Manager Press and Marketing Communication bei Suzuki Automobile Deutschland:

„Im weltweiten Ranking der‚ Selfiest Cities in the World‘ des US Magazins Time liegen die deutschen Metropolen weit abgeschlagen. Führend sind New Yorks Stadtteil Manhattan, South Beach in Miami Beach sowie, nicht gerade überraschend, der Campo Marzio in Rom. Hier gibt es also noch viel Luft nach oben: Unser ausdrückliches Ziel ist es, Deutschland mit der neuen Selfie-Kamera zukünftig zu einem verbesserten Ranking zu verhelfen.“

Natürlich wird so eine komplizierte Technologie vorher ausgiebig getestet – in diesem Fall 3 Monate lang. Klar, eine Kamera an den Rückspiegel hängen ist nicht wild, diese aber entsprechend mit dem Entertainmentsystem zu verdrahten, das Steuerungselement am Lenkrad zu platzieren und die Mobilfunkübertragung zu gewährleisten ist nicht ohne – wir bewegen uns hier ja in der Automobilwelt, in der jede Technik zwischen -40° und +110° funktionieren muss.

Derzeit scheint die Zielgruppe, die Suzuki anpeilt noch eher weiblich zu sein. Ich frage mich ob da auch noch eine Racing-Edition für den SUZUKI Swift Sport kommt, die die aktuellen Telemetrie- und Fliehkraft-Daten mit in den Nordschleifen-Selfie-Integriert. Meine erste Nordschleifen-Runde war damals auch in einem Swift Sport, da hätte ich die Selfie Cam gut gebrauchen können :)

Ach ja, der Preis. Der SUZUKI Swift Selfie kostet 15.999EUR

iCar ick hör Dir trapsen – bin gespannt, was Apple mit Tesla macht

Jetzt mal ernsthaft: Gegenüber Gesprächen zwischen Tesla und Apple ist der WhatsApp Deal doch Kindergeburtstag.

Ich bin (seit 2009) gespannt was Apple da vor hat und ob sie sich wirklich vorgenommen haben, den Automobilmarkt ähnlich umzukrempeln wie die Musik-Industrie, den Handy- und Software-Markt. Außerdem ist es für Tim Cook mal an der Zeit einen ordentlichen Treffer zu landen, statt nur Testamentsverwalter von Steve Jobs zu spielen, wie Volker Liedtke bei blogomotive feststellt. Oder Cook tritt die repräsentative Funktion direkt an Elon Musk ab, wie the next web vermutet.

Die Zielgruppe für die ein iCar in Frage kommt, zählen Aussehen, Leistung und Fahrverhalten nur noch bedingt bis gar nicht. Selbst ich bin mit meinem smart super zufrieden. Ausschlaggebend waren eine super iPhone-Integration, Stadt-Tauglichkeit  und Spouse-Approval-Faktor

Meine Vermutung wie ein iCar von Applesla aussehen könnte

Ein cleveres, kompaktes Elektroauto für den Massenmarkt. Ein Elektroauto als Statussymbol. Mit seiner Marketingmacht wird Apple eine Fahrzeugklasse etablieren, die sich mehr Menschen leisten können werden als einen Tesla. Aber lange nicht jeder wird sich ein iCar leisten können.

Teslas sind ganz hübsch. Aber Bisher hat es kein Autobauer geschafft, etwas zu bauen, was nur annähernd an die Designsprache, Funktionalität, Minimalismus und intuitive Bedienbarkeit von Apple Produkten heranreicht. 

Apples User Experience Mädels und Jungs werden der Technik die Tesla liefert eine Benutzbarkeit verpassen, die sich gewaschen hat. Zwei Riesendisplays in ein Armaturenbrett knallen ist sicherlich nicht die Krone der Fahrzeugbedienung.

Ich frage mich, ob Apple eher das Nutzerlebnis der Peripherie-Bedienung einen draufsetzt oder dem tatsächlichen Fahrerlebnis. Ich vermute beides. Mit Revolutionierung der Bedienung und Informationsvermittlung von allem, was nicht direkt mit dem Fahrerlebnis zusammenhängt werden sie den ersten Wurf landen.

Matthaeus hat hier ein schickes Proof-of-Concept für eine Auto UI gebaut (entdeckt hats bettertastethansorry)

Wenn Sie dann Erfahrung gesammelt haben, wird das iMove 3G autonom, per Gestensteuerung oder einfach mit “SIRI JETZT RECHTS ABBIEGEN DU PFOSTEN!” zu steuern sein. Besonders die letzte Vision finde ich reizvoll. Nicht das Navi quatscht mir rein, wie ich fahren soll – sondern umgekehrt.

Und wenn das Autonome Fahren erstmal läuft (wie Apple das in Deutschland duchsetzen wird, findet Ihr in meinen Bedenken weiter unten) holen sie zum richtigen Schlag aus und sorgen dafür, dass sich die Zeit, während das Auto einen rumchauffiert, sinnvoll nutzen kann.

Und diese Dienste wird sich Apple wieder fürstlich bezahlen lassen. Möglicherweise kostet jeder autonom zurückgelegte Kilometer erstmal Geld. Auch dazu unten mehr.

Es wird nicht iCar heißen. Es wird auch nicht iAuto Air heißen.

Ich bin seit 2007 iPhone und seit 2008 Apple Notebook-User. Eine Zeit lang war ih auch sowas, was man landläufig als Fanboy bezeichnen könnte. Was das angeht, bin ich mittlerweile desillusioniert und auf den Boden der Tatsachen zurück geholt. Die Service-Politik von Apple bei Hardwarefehlern hat bereits 2 Mal mich bitterst enttäuscht Gäbe es derzeit etwas, das meine Ansprüche genauso gut oder besser erfüllen könnte als Apple – ich würde switchen.

Trotzdem bin ich auf ein iAuto gespannt.

Ein paar Dinge müssen uns bei einem Apple Auto klar sein:

Apple schert sich einen feuchten Kehricht um Kundenzufriedenheit. Außer Kunde bezahlt seine Zufriedenheit per Apple-(Car)-Care im Voraus.

Apple wird die Technik voll und ganz beherrschen wollen. Ich frage mich, wie ein Händler- und Werkstätten Netzwerk outgesourced wird. Möglicherweise sucht sich Apple einen Autohersteller aus dem Premium-Segment als Kooperationspartner statt ein eigenes Netzwerk aufzubauen. Möglicherweise wird das Auto auch künstlich verknappt nur über Online-Vertrieb zu bekommen sein, um nur ausgewählte Kunden zu Beginn zu beliefern, deren Begeisterung für das Produkt so hoch ist, dass sie nicht über ihre “inoffiziell” Funktion als Beta-Tester klagen werden.

Apple wird versuchen, in der Laufzeit des Autos mitzuverdienen:

  • Carsharing mit dem iCar? Apple kriegt Provision
  • Tanken nur an Apple zertifizierten Säulen – Apple verdient mit
  • Premium-Parkplätze – Appel verdient mit
  • Funktionen werden im Auto-App-Store zu kaufbar sein
  • Reifen werden nur von autorisierten Händlern gewechselt
  • Waschen ist nur in autorisierten Anlagen möglich
  • Musik hören nur über iTunes möglich
  • TÜV gibt’s nur noch im Apple Store – Dekra fusioniert mit GRAVIS
  • Dienste während des Autonom Chauffiert werdens, kosten
  • Denkbar wäre sogar, dass das Autonome Fahren pro Kilometer oder Minute abgerechnet wird.

Apple könnte versuchen ständig neue Modell-Iterationen in vergleichbar kurzen Cycles rauszuhauen, wie sie es mit ihren IT-Produkten machen. Ich stelle in Frage, ob das nachhaltig ist.

Apple wird vermutlich ein SO attraktives Produkt auf den Markt bringen, mit dem es Märkte und Politik zu Entscheidungen zwingt. Ich kann mir bsw. vorstellen, dass sie ein iCar zunächst nur auf dem US-Markt herausbringt, wo das Unternehmen sehr gezielt Regulierungen und Gesetze beeinflussen kann. Mit der Absicht, dass die Konsumenten in anderen Wirtschaftsräumen mit Druck auf ihre Regierungen dafür sorgen werden, z.B. in der EU den Weg für Apple regulierungs-frei zu machen. Als konkrete Beispiele fallen mir da autonome Fahrzeuge oder Bedienelemente im Auto ein.

Die erste Version des Applesla Autos wird extrem kratzempfindlich sein ;)

und wie ftwl von asphaltfrage frage auch ich mich, wie groß wohl die Aufkleber sein werden, die in der Verpackung vom Apple Auto liegen werden ;)

Wenn man man einen Unfall baut, wird ein Steve jobs Hologramm sagen:

You were driving it wrong.

;)

Auto Blogger Award 2014 – And the winners aaaaare:

Auch wenn ich das Thema Auto zu Gunsten von Ernährung, Nachhaltigkeit und Paleo Lifestyle in den letzten Monaten bewusst sehr in den Hintergrund gerückt habe, ist der Auto Blogger Award immer noch ein Highlight für mich.

Dieses Jahr habe ich mich dabei ertappt ganz anders zu bewerten, da ich im Gegensatz zu vorherigen Awards kaum eines der Autos gefahren bin. Vorher war es ungefähr ein Drittel bis die Hälfte an Fahrzeugen.
Ich habe also viel mehr aus dem Bauch raus, nach Design und Geschmack und Innovation gevoted als nach er-Fahr-ung, Technik und Fahrverhalten.
Ach und eins muss noch gesagt werden: JehovADAC! :-D So ein Award ist immer sehr subjektiv. Egal ob ein Individuum seine Stimme abgibt, wie auch wenn eine Gruppe abstimmt. Trotzdem ist gerade dieser Award besonders, da Ihr von jedem einzelnen Beitragenden über die Links unten nachlesen könnt, was sich die eine oder der andere bei seinem Voting gedacht hat.
Without further ado: Die deutschsprachigen Autoblogger haben gewählt and the winners of Blogger Auto Award 2014 aaaare here:

Minicars

  1. Opel Adam
  2. Mini
  3. Skoda Citigo

Kleinwagen

  1. BMW i3
  2. Citroen DS3
  3. Audi A1

Kompaktwagen

  1. Mercedes-Benz CLA
  2. Skoda Octavia
  3. Audi A3

Mittelklasse

  1. BMW 4er Coupé
  2. Audi A5 Coupé
  3. Mercedes-Benz C-Coupé

Obere Mittelklasse

  1. Jaguar XF
  2. BMW 5er und Mercedes Benz E-Klasse
  3. Audi A7 Sportback

Luxusklasse

  1. Mercedes-Benz S-Klasse
  2. Tesla Model S
  3. BMW 6er Gran Coupé

Sportwagen

  1. Porsche 911
  2. Alfa Romeo 4C
  3. Mercedes-Benz SLS AMG

Cabrios

  1. Jaguar F-Type
  2. Porsche 918 Spyder
  3. Porsche 911 Cabriolet

Geländewagen / SUVs

  1. Range Rover Sport
  2. Mercedes G-Klasse
  3. Porsche Cayenne

Vans

  1. Volkswagen T5
  2. Mercedes-Benz B-Klasse
  3. Mercedes-Benz Viano

Elektrofahrzeuge

  1. Tesla Model S
  2. BMW i3
  3. Nissan Leaf

Hersteller-Wertung

  1. Mercedes-Benz
  2. BMW
  3. Jaguar/LandRover
Absoluter Gesamtabräumer mit einer Gesamtpunktzahl von 95 ist die Nischen-Mietze Jaguar F-Type in der Kategorie Cabrios.
Hier geht es zu den anderen Autobloggern, die mitgevotet und gejuried haben:

Jan Gleitsmann (auto-geil.de)

Sebastian Bauer (passiondriving.de)

Matthias Lehming (fahrrueckt.de)

Markus Jordan (mbpassion.de)

Tom Schwede (1300ccm.de)

Jens Stratmann (rad-ab.com)

Verena Reuber (drive-blog.de)

Sarah Sauer (ausfahrt.TV)

Fabian Meßner (autophorie.de)

Thomas Majchrzak (autogefuehl.de)

Oliver Hartmann (autoblogger.ch)

Ulli und Peter Pölzlbauer (faszination-autos.com)

Mikhail Bievetskiy (NewCarz.de)

Mario Lehmann (autoaid.de/blog)

Axel Griesinger (bigblogg.com)

Moritz Nolte (Automobil-Blog.de)

Matthias Luft (motoreport.de)

David Hofmann (smartpit.de)

Nicole Y. Männl (auto-diva.de)

Alex Kahl (DLimP.de)

Thomas Gigold (autokarma.de)

Stefan Sprick (WeltderGadgets.de)

Lisa Schwarz (hyyperlic.com)

Benny (BimmerToday.de)

Fabian Mechtel (asphaltfrage)

Florian Roser (Uberding)