Bloggerboliden Folge 6: Nicole @enypsilon – Web-Schreiberin stellt Ihre Autos vor

Nicole Y. Maennl bei der Mercedes Benz CLS Probefahrt

Ich freue mich, die erste Dame in der Runde vorstellen zu können! Ladies first – die anderen Interviews kommen nächste Woche! Nicole von 0511web.de. Die Lady hat Benzin im Blut – aber SOWAS von :-D Lest selbst:

Nicole Y. Maennl bei der Mercedes Benz CLS Probefahrt

Was war Dein erstes Auto – kannst Du Dich noch an ein besonderes Erlebnis erinnern?

Mein erstes Auto, das erste Mal am Steuer, war der Fahrschulwagen. Ich bin niemals “schwarz” autogefahren, wirklich nicht. Mein Fahrlehrer hat mir das nicht geglaubt, auch nach mehrmaligem Versichern. Habe das aber eher als Kompliment genommen. Das Autofahren lag mir also von Anfang an. Ich wäre gern Fahrschul-Golf gefahren, “musste” aber mit einen roten Ford Escord 1,6 Diesel vorlieb nehmen. Damals waren die furchtbar!

(cc) Ford Escort Flickruser ficknoster

Das erste Auto, was ich nach meiner Führerscheinprüfung gefahren bin, war ein Mercedes 200/8. Auch Diesel, noch mit Vorglühen. Mein damaliger Freund fuhr dieses alte Schätzchen. So konnte ich gleich lernen, auch mit “großen Schlitten” umzugehen.

(cc) Strich Achter Flickruser blackcatcara

Das erste eigene Auto (endlich) war ein Volkswagen, man nannte ihn Käfer. Mein Vater machte mir diesen Wagen fahrbereit, er war an jedem Kotflügel verbeult, aber ich habe ihn geliebt. Ein 1302, cremeweiß, innen mattrote Kunststoffsitze mit Flechtgittermuster, die Gangschaltung hatte einen schwarzen Golfball als Handstück. Irgendein Vorbesitzer hatte wohl nachträglich einen roten Cordsamthimmel eingezogen. Ich kann mir kaum vorstellen, dass man den Käfer so bestellen konnte. Wenn ich meine Freunde mitnahm und sie das erste Mal einstiegen, kam jedes Mal der Spruch: “Ach Gott, ist das puffig. Ich fands schön, aber weil es eben “mein Käfer” war!

(cc) VW Kaefer Flickruser Claudio Nunez

Witzige Story zum Käfer:

Eines Tages war ich unterwegs, hielt kurz am Kiosk in der Südstadt (von Hannover) an und stellte mangels Parkraum den Käfer recht exponiert an die Straßenkurve. Ich wollte ja gleich weiter. Nach meinem Kioskeinkauf kam ich wieder zum Auto und sah zwei Leute (ein Typ und ein Mädchen, circa 17-19 Jahre alt) neben dem Käfer stehen. Ich wunderte mich, dachte jedoch, sie bewunderten mein Fahrzeug, so stolz wie ich selber war.
Als ich den Käfer aufschließen wollte, kam das Mädchen auf mich zu und beschimpfte mich, wo ich denn das Auto her hätte, ich hätte das doch geklaut! Verwirrt erwiderte ich, dass es mein Auto wäre, und wie sie denn darauf käme, dass ich das gestohlen haben soll. Sie ging zur Heckmotorhaube und zeigte auf die Mickey-Mouse, die wohl die Vorbesitzerin keck aufgeklebt hatte. “An der Maus erkenne ich, dass es der Wagen von Heike ist”, sagte sie. Mir blieb einfach nichts anderes über, als ihr (einer mir fremden Passantin!) meine Papiere zu zeigen, sie hätte sonst die Polizei geholt bzw. mich angezeigt und es wäre eventuell noch eine Fahndung ausgeschrieben worden, wenn ich einfach abgehauen wäre. So befürchtete ich.

VW Beetle Heck Shortie66

Sie bemerkte dann – nach Prüfung der Papiere – dass sie nicht im Recht war, ging aber mit dem Typen weiter schimpfend von dannen. Keine Entschuldigung, kein Pardon.
Heute lache ich mich schlapp über die Story und hätte es sofort verbloggt, aber damals war ich echt empört.

Was fährst Du aktuell?

Ein MINI Cooper Cabrio, Bj. 2005, astroblackmetallic mit S-Spoke LM-Felgen, Leder schwarz, Sitzheizung, Klimaautomatik, beheizbarer Frontscheibe + Seitenspiegeln, kein Interieur oder Exterieur Chrompaket (war mir zu plingpling). Also “einmal MINI mit alles”, schön scharf mit Chilipaket!

Ein Testbericht zu Deinem Auto in 140 Zeichen:

Rassig schwarz, rattigscharf, mäusesüßer Blick, geniales Go-Kart-Feeling und im Sommer am liebsten oben ohne – I love my MINI Cooper Cabrio

Was wäre Dein absolutes Traumauto?

Es gibt einen Unterschied zwischen Haben-Wollen und Fahren-Wollen. Habenwollen ist vernünftiger, Fahren-Wollen ist unvernünftig. Also unvernünftig toll finde ich die ganz alten Porsche 911 mit Fuchsfelgen, gern auch als Targa. Aber auch ein neuer 911 würde mir Spaß machen. Habenwollen: nach meiner Probefahrt in Florenz den Mercedes CLS 500.

Und ein Blick in die Kristallkugel:

Was glaubst Du, wie wir in 2030 Auto fahren bzw individuell mobil sein werden?

Ich hoffe ja, dass wir die Kurve kriegen und fast nur noch mit alternativen Energien unterwegs sind. Sowohl in der Produktion des “Kraftstoffs” als auch beim Fahren. Zero Emission ist das Zauberwort.
Die Bindung zum Auto wird immer schwächer, da viele Menschen Car-Sharing Modelle nutzen werden, die das Auto nicht täglich brauchen; also ausgeschlossen sind da z. B. Handwerker, die zum Arbeiten ihr Material dabei haben müssen.

Fragen sollten wir das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt. Autofahren 2040: DLR simuliert Entwicklung des Fahrzeugmarktes sagt viel darüber aus, wie ich es mir auch erhoffe. Rückgang (bis auf Null) der reinen Benzin- und Dieselmotoren, starke Zunahme von Hybrid-Fahrzeugen. Elektrifizierung (reine Batterie und Brennstoffzelle) mit hoffentlich starker Unterstützung von Staat, Wirtschaft und Politik.

Das Automobil gibt es jetzt 125 Jahre, ich glaube, wir werden 2030 immer noch mit vier Rädern und einem Dach unterwegs sein. Was sich dazwischen neu entwickeln wird – also Exterieur, Interieur, teilweise auch Karosserieformen – wird in Teilen stark davon abweichen, was wir heute als Autofahren kennen. Wenn ich mir vorstelle, wie die Autos sich seit 20 Jahren verändert haben, werden wir auch wieder so einen Schritt vor uns haben, genau so in Etappen, versteht sich. Mit Assistenzsystemen fängt es an und geht weiter mit Vernetzung im Auto, weiteren Systemen, die uns das Autofahren erleichtern werden.

Nicole Maennl am Honda FCX auf der E-Silvretta

Ich werde hoffentlich aber immer noch Gelegenheit haben, 2030 dann und wann einen Oldtimer fahren zu dürfen, der richtig nach Benzin riecht, den man kuppeln/schalten muss und wo die Autofahrkunst noch gefragt ist (schmunzel, bin eben neben der E-Auto-Lady auch noch ein kleiner Petrolhead).

Stell doch kurz noch Dich und Dein Blog vor:

Nicole Y. Männl aus Hannover, firmiere unter NY DesignBeratung.
Ich bin Freiberuflerin (Bereiche Social Web, CM-Systeme wie TYPO3 + WordPress) und berate, erstelle Konzepte, setze um, gebe Schulungen und halte gern Sessions (auf BarCamps) sowie Vorträge/Workshops zu verschiedenen Themen. Beim BarCamp Hannover bin ich in der Orga.
Den WebMontag Hannover organisiere und moderiere ich seit Anbeginn mit. Seit Oktober 2010 habe ich die WP Blogger Treffen in Hannover ins Leben gerufen, das Format ist mittlerweile sogar nach Essen (Rhein-Ruhr) “exportiert” worden. Gemeinsame Facebook-Page: WP Blogger Treffen.

Mein Blog nicole @ 0511web.de führe ich seit 2007, angefangen habe ich mit Webmontags-Postings und Berichten über BarCamps und anderen Veranstaltungen. Mittlerweile verfasse ich dort in einem Teil meine Beiträge über Social Web Themen (Facebook, Twitter, …). Der andere Teil ist mein Auto-Blog, mit meinen Probefahrten mit verschieden Automodellen, ich berichte über meine aktive Teilnahme an E-Auto-Rallyes und Veranstaltungen wie dem F-CELL World Drive oder Fahrzeug-Premieren. Ist also ein “Hybrid-Blog” mit meinen Lieblingsthemen – Cars, E-Car-Rallys + Social Web.

Vielen Dank Nicole für Deine Antworten und hoffentlich bis bald in einem Cockpit irgendwo auf der Welt :) Vielleicht ja sogar mal in einem Blogger-Team auf einer (Oldtimer-, Elektro-, oder Petrolhead-) Rally. :-)

Bloggerboliden Folge 4 – @WillSagen mit reichlich FIat 500, Drei-Liter-Auto und kopfloser Göttin

Bildschirmfoto 2011-02-27 um 00.56.49

Schon wieder einer aus Berlin! Es hat nach Spreeblick-Johnny ein bisschen gedauert, aber endlich komme ich mal wieder dazu, einen Blogger zu Wort kommen zu lassen und uns von seiner Karre zu erzählen. Diesmal ist es einer den ich schon als Archetypen des Autobloggers einsortieren würde :) Er schraubt an Autos, er kann beruflich als Unfallgutachter aus Schrott lesen und er hat schon eine sehr nette Sammlung an Auto-er-Fahrungen zusammen.

Wie ist Dein allgemeines Verhältnis zu Autos? Begeisterter Fahrer oder notwendiges Übel?

Autos beschäftigen mich beruflich und privat. Ohne Auto wäre ich ziemlich immobil.
Für “Muss”-Strecken nehme ich aber auch gern mal Öffentliche, vor allem, weil ich zwar gern Auto fahre, Parkplatzsuchen aber hasse wie die Pest.

Nur zu Gerichtsterminen fahre ich dann doch mit dem Auto, weil ich mir mit Anzug und Krawatte in der Öffentlichkeit nach wie vor ziemlich albern vorkomme. Naja, und mit Klimaanlage ist es im Sommer schon ganz praktisch, da man nicht durchgeschwitzt beim Termin ankommt, sondern mit kühlem Kopf. Ich bin auch begeisterter Taxikunde. Das ist mir aber meistens zu teuer. Ab und zu gönne ich mir mal eine Taxifahrt.
Herrlich!

Was war Dein erstes Auto – kannst Du Dich noch an ein besonderes Erlebnis erinnern?

Na, was wohl? Ein Fiat 500 natürlich. Der grüne auf dem Bild. Da war ich mit Freunden auf einer Italien-Rundreise. Wir sind insgesamt 6500 km in gut 3 Wochen gefahren und hatten keine ernsthafte Panne. Einmal haben wir zwischendurch Zündung und Ventilspiel eingestellt. Auf der Reise sind wir bis in den Absatz vom Stiefel gefahren.

Was fährst Du aktuell?
Öhm. Naja, Fiat 500? Nach wie vor. Und Z3 Coupé und Honda Civic. Ach, und jogs Heinkel steht hier auch immer noch rum und wird ab und zu bewegt.

An der Anzahl sieht man schon, dass ich im Sinne des Umweltschutzes versuche, möglichst viele Fahrzeuge aus dem Verkehr zu ziehen, da ich ja nur ein Fahrzeug gleichzeitig bewegen kann. ;)

Das ist Auto Porno par excellence :-)

Ein Testbericht zu Deinem Auto in 140 Zeichen:

Dieses 3-Liter-Auto ist komfortabel und gleichzeitig spurtschnell. Der Kofferraum reicht für den kleinen Urlaub. Das Design polarisiert.

Was wäre Dein absolutes Traumauto?
Ein DS Cabriolet. Das ist einfach (für mich) das schönste Auto, das je gebaut wurde. Ein Auto wie ein ruhiger Fluss. Ich hatte mal eine DS. Das Fahren ist göttlich, das Design einzigartig. Aber das Cabriolet setzt dem Ganzen noch die Krone auf.

Und ein Blick in die Kristallkugel:
Was glaubst Du, wie wir in 2030 Auto fahren bzw individuell mobil sein werden?

Nunja, in Berlin könnte es sein, dass die S-Bahn dann wieder einen geregelten Fahrplanverkehr aufnimmt. Der Individualverkehr könnte daher zurückgehen.

Ne, im Ernst: Die Ära, dass wir in automobilen Trutzburgen aka Porsche Cayenne, Audi Q7, Mercedes GL und wie sie alle heißen, rumfahren, wird unweigerlich zu Ende gehen. Die Autos brauchen vor allem zu viel Platz, den wir in den Städten nicht haben. Mal abgesehen davon, dass sie zu viel Sprit verbrauchen. Sagte ich schon mal, dass mein Fiat 500 Kombi auf der Autobahn bei konstant 100 km/h 4 l/100km verbraucht? Und der wird bald 50 Jahre alt…

Viele Leute kaufen derzeit ihr Auto nach dem maximalen Anwendungsfall, der Urlaubsfahrt. Vati, Mutti, Kinder, Hund, Fahrräder, Surfbrett: Da muss es schon der T5 sein, der dann aber auch an 340 anderen Tagen im Jahr nur zu 20% ausgenutzt wird. Hier wird es wohl individuelle
Sharing-Modelle geben, gerade in Ballungsräumen. Aber ob sich am Design und an der Größe “schon” in den nächsten 19 Jahren
Entscheidendes verändern? Ich glaube es bald nicht.

bicycle-stand-utrecht-station

Das Fahrrad wird wieder in Städten an Wichtigkeit zunehmen, kann allerdings schon aus körperlichen und aus Wettergründen nicht eine Allgemeinalternative sein. Da wird irgendwann eine Sättigung erreicht sein. Kleine Rollermobile könnten eine Zukunft haben, wenn man vom Statussymbol “Auto” wegkommt. Diese werden wohl nicht mit fossilen Brennstoffen fahren. Ob allerdings der Elektroantrieb der Weisheit letzter Schluss ist, wird davon abhängen, mit welchem Rohstoff- und Energieaufkommen nicht nur die Energie, sondern vor allem auch die Akkus produziert und recyclet werden können.

Es gibt auch interessante Ideen mit Druckluftantrieben und so. Leider wird die Forschung in dieser Richtung zu sehr von der konventionellen Energiewirtschaft und -lobby gegängelt und in bestimmte Richtungen gedrängt, die für die derzeit marktbestimmenden Unternehmen die größten Profite bedeuten. Da versagt die Politik total (bzw. funktioniert hervorragend, alles eine Frage der Sichtweise). Gerade freie Forschung müsste in Deutschland höchste Priorität haben. Da sich Unis und Hochschulen aber praktisch überwiegend über Drittmittel finanzieren müssen, müssen sie im Sinne der Geldgeber forschen. Ein Unding! (Jetzt habe ich aber ganz schön viel geschrieben, was mit der Frage nichts zu tun hatte. Ich sollte Politiker werden…)

Stell doch kurz noch Dich und Dein Blog vor – gibt es auch ein Posting zum Thema Auto(-Fahren)?:

willsagen.de ist eigentlich tatsächlich sowas wie ein Webtagebuch. Ich schreibe allerdings nicht täglich irgendwas, aber wenn, dann über etwas, das mich tagesaktuell bewegt. Das betrifft alle Themen des täglichen Leben und ist techniklastig. Ich würde gern mehr beruflich bloggen, das geht aber aus Gründen der erforderlichen Neutralität und Verschwiegenheit nicht. Autos kommen gefühlt in jedem dritten bis vierten Beitrag meines Blogs vor. Das kann sich mal um Oldtimer drehen, mal um Mobilität oder auch um politischen Irrsinn, wie z. B. die oberschwachsinnigen Umweltzonen.

Gruß aus Berlin
Will Sagen

Danke Will! :) Ach ja und seinen Blog www.willsagen.de kann ich nur uneingeschränkt empfehlen :-)

Bloggerboliden Folge 3! Diesmal mit Johnny Haeusler von @spreeblick

Facebook Profilbild Johnny Haeusler

Überraschend, was manchmal zum Vorschein kommt, wenn man Blogger nach Ihren Autoerlebnissen fragt :) Heute darf ich ein paar automobile Einblicke von Johnny Haeusler (Spreeblick, Re:Publica und vor langer Zeit Sänger meiner Lieblingsband der frühen 90er *g*) präsentieren: Englische Autos und Allwetterjacken haben ja durchaus was miteinander zu tun. Zumindest wenn es sich um Roadster handelt. Johnny bringt aber auch noch den Touran ins Spiel!

Facebook Profilbild Johnny Haeusler

Da ich es just auf youtube gefunden habe, empfehle ich den guten, alten Song oben erwähnter Lieblingsband der frühen 90er Plan B “Beam me up Scotty” als Posting-Soundtrack :)

Wie ist Dein allgemeines Verhältnis zu Autos? Begeisterter Fahrer oder notwendiges Übel?

Ich fahre gerne Auto und finde technische Entwicklungen spannend, bin aber alles andere als ein “Auto-Narr”, lese keine Auto-Magazine, bin nicht im ADAC, ich hasse es, mich um ein Auto kümmern zu müssen, gebe meinen Autos keine Namen und gucke nur alle paar Jahre mal, was sich technisch so getan hat.

Ich finde den Blick unter die Motorhaube ebenso uninteressant (man sieht ja eh nix mehr) wie die meisten technischen Daten. Auto-Design hingegen interessiert mich ein bisschen, eben so, wie mich Produktdesign generell interessiert, weshalb ich auch alte Autos meistens mehr mag als neue.

Was war Dein erstes Auto – kannst Du Dich noch an ein besonderes Erlebnis erinnern?

Fotos habe ich keine, aber mein erster Wagen war 1982 oder 1983 ein hellblauer Renault R5, ziemlich genau wie der hier:

Renault R5 von Flickr

Toller Schalthebel übrigens.

Die Karre hat damals 1.000 DM gekostet, die mein Vater bezahlt hat, alle anderen Kosten gingen auf mich. So auch die Verschrottung, nachdem ich das Auto Freunden geliehen hatte, die es auf italienischen Gebirgsstraßen fertiggemacht haben. Danach kam ein mattgrau übergerollter VW Käfer, der viel cooler war. Und außerdem billiger.

Später hatte ich – nacheinander natürlich – viele Mini Cooper, bis heute eines meiner liebsten Autos. Einer davon, ein 1977er Modell, hatte ein Loch im Boden, das war toll, denn man konnte die Straße nur wenige Zentimeter unter sich vorbei rauschen sehen. Hatte aber keine Airbags, glaube ich. Der war leider irgendwann wirklich komplett am Ende.

Stellvertretend für Johnnys Mini-Historie hier mein alter 1000er Mini Mayfair MkII

Was fährst Du aktuell?

Da bei uns alles familientauglich sein muss, fuhren wir fast 10 Jahre lang einen Kangoo (wieder Renault – Zufall), eine Hassliebe, denn die Kiste ist enorm praktisch und günstig (außer im Verbrauch), aber irgendwie doch sehr klapprig… inzwischen ist es ein VW Touran. Sehr komfortabel und modern und mit einigen netten Spielereien. Nichts klappert, aber die hinteren Schiebetüren des Kangoo vermisst man… die hat bei VW nur der Sharan, aber der wäre für uns zu groß.

Flickr User Erik Jaeger

Ein Testbericht zu Deinem Auto in 140 Zeichen:

Komfortabel, hochwertig, zuverlässig, familientauglich, modern und so sexy wie eine Allwetterjacke von Tchibo.

Was wäre Dein absolutes Traumauto?

Ich würde sofort wieder einen alten Mini Cooper kaufen und fahren, aber zwei Autos sind noch schlimmeres Umweltverbrechen als eines, geht also gar nicht. Zumal ich meinen Arbeitsweg in erster Linie zu Fuß oder mit dem Rad bewerkstellige, der Wagen ist bei uns
Gebrauchsgegenstand für Einkäufe, Transporte und Urlaube oder Ausflüge.

Ansonsten wäre ich einem MGA absolut nicht abgeneigt. Meine Email-Adresse ist johnny@spreeblick.com, falls jemand seinen nicht mehr mag… um den würde ich mich auch kümmern, ehrlich!

Selbst in dem Zustand eine Schönheit! (Flickr User Shortlake)

Anm. Alex: Ich kenne einen Engländer, der die Dinger hier rüber holt. Also wenn wirklich mal Interesse besteht, sag(t) Bescheid!

Und ein Blick in die Kristallkugel: Was glaubst Du, wie wir in 2030 Auto fahren bzw individuell mobil sein werden?

Wirklich umweltfreundliche(re) Autos werden Massenware sein, vielleicht hat man bis dahin auch den Absprung vom Benzin wirklich eingeläutet (wenn es die Lobby zulässt – nun ja, langes Thema). Individualtransport wird wohl niemals sterben, aber Automatisierung
wird immer weiter voranschreiten, auf Autobahnen wird man auf elektronischen Schienen fahren können. Es wird noch mehr Konzepte wie den Smart oder dieses ulkige BMW-Konzept-Motorrad geben, das eingestellt wurde, bevor es ein paar Leute verstanden haben, also
wirklich kleine (und noch kleinere) motorisierte Individualtransportmittel. Man sieht das auch am Trend zu diesen Elektro-Fahrrädern. Außerdem wird alles vernetzt sein, na klar.

Und wir werden Blade-Runner-mäßig durch die Luft kacheln.

Bei Blade Runner sah das aber etwas anders aus, oder? :-) (Flickr User Tommy Location)

Vielleicht aber auch nicht.

Die größte Herausforderung beim Individualtransport bleibt die Frage der Umweltverträglichkeit und alles, was man hier verbessern kann, wird geschehen, denke ich, weil es geschehen muss. Dazu muss sich aber die Branche enorm umstellen, allein was das eigene Wissen und die Produktion angeht, und das dauert halt.

Und sobald die Dinger nicht mehr so viel Dreck in die Welt pusten, können sie auch endlich wieder schön sein. Und nicht nur vernünftig.

Stell doch kurz noch Dich und Dein Blog vor – gibt es ein Posting zum Thema Auto(-Fahren)?

Nee, das ist auf Spreeblick kein Thema. Ich denke so gut wie nie über Autos nach und bin gerade selbst überrascht, dass mir doch so viel dazu einfiel… vermutlich habe ich die vergangenen 20 Jahre gerade nachgeholt!

Beste Grüße!
Johnny

Vielen Dank für die spannenden und witzigen Antworten! Ich geh mir jetzt ne Tchibo-Allwetterjacke kaufen :) Und auch das Autoposting auf Spreeblick hat Johnny gleich mal nachgeholt :)

Bloggerboliden Folge 2! Diesmal mit @hendrikthoma von @tvino

Bildschirmfoto 2011-02-08 um 19.43.19

Und der nächste Blogger (OK, Videoblogger), der uns seine Autovergangenheit vorstellt:
Hendrik Thoma, VMaster Sommelier, Social Media Enthusiast und Videoblogger aus Hamburg der auf der Videoplattform www.tvino.de das Thema Wein auf ganz neue Weise anpackt, ohne ihm seinen Zauber zu nehmen.

Hendrik Thoma

Und mein lieber Herr Gesangsverein – ich bin echt neidisch :) Sowohl auf die erlesene Volvo Auswahl, aber noch mehr auf die coolen Touren auf denen Hendrik unterwegs war:

Wie ist Dein allgemeines Verhältnis zu Autos? Begeisterter Fahrer oder notwendiges Übel?

Ich fahre schon ganz gerne Auto, allerdings relativ wenig: unter 10.000 km im Jahr. Bin viel im Flieger, Bahn und auch S-Bahn unterwegs. Am liebsten ist mir in der Stadt das Fahrrad. Finde statusversessenheit beim Auto genauso peinlich, wie beim Weintrinken. Dennoch finde ich einige Luxusautos (wie auch berühmte Weine) wie z.B. Aston Martin, Porsche oder Ferrari großartig und schaue sie mir gerne neidlos an.

Was war Dein erstes Auto – kannst Du Dich noch an ein besonderes Erlebnis erinnern?

Ein weißer Golf L mit 50 PS den ich mit 18 Jahren von meiner Mutter übernommen habe. Richtig spannend wurde es dann mit einem weißen Buckelvolvo PV 544 P18, dann besaß ich einen rot lackierten Opel Diplomat 2,8 E, danach einen Alfa GT Bertone 1800 der dauernd kaputt war und in den USA einen 66er Oldsmobile Delta 88 mit 400 PS mit dem wir durch die Wüste ins tiefste Mexiko gefahren sind. Ein aus heutiger Sicht nicht ungefährlicher Trip. Gekostet hat der Wagen aus erster Hand 1800,– US, verkaufen mußte ich ihn dann für 500,– US.

Volvo PV 544 P18 - der graue Buckelvolvo

1966er Oldsmobile Delta 88

Was fährst Du aktuell?

Einen Volvo Cabrio C70 T5

Volvo C70 von Flickr user jaaku

Ein Testbericht zu Deinem Auto in 140 Zeichen:

Ein bequemes flottes, sehr zuverlässiges Auto. Er ist unauffällig und fällt aufgrund seiner Seltenheit doch auf. Er bietet eine tolle Fahrkultur, ist extrem vielseitig durch das stabile einfahrbare Verdeck und hat viel Platz.

Was wäre Dein absolutes Traumauto?

Zurzeit träume ich von einem aufgepimpten alten Vesparoller für den Sommer. Finde aber einen alten James Dean Porsche 356 in grün meinen absoluten Traumwagen.

Such Dir eine aus! :-) Flicker-User Voltage Accident

Und ein Blick in die Kristallkugel:
Was glaubst Du, wie wir in 2030 Auto fahren bzw individuell mobil sein werden?

Ich würde mir wünschen, daß wir dann bessere effizientere Fortbewegungsmittel im Sinne von Nachhaltigkeit haben werden als Autos, wie wir sie zur Zeit fahren. ich bin aber nicht positiv gestimmt

Der weiße Buckelvolvo war mein erster, den grauen Buckelvolvo den ich in den USA gefahren habe ich mir mittlerweile zurück gekauft und er muß restauriert werden. Den Delta 88 habe ich geliebt, war mit ihm sogar ganz tief in Südamerika…

That's what I call oldschool style, Mr. Thoma! Cool :)

Vielen Dank Hendrik! Passend zum Thema Autos eine TVino Folge mit Autobezug um die Ecke gedacht: Stargast Smudo der ja bekanntlich gerne Rennen fährt :) Ich bin mit ihm in Grand Prix ein paar virtuelle Runden gefahren – anno dunnemals :)

In der nächsten Folge ist dann übrigens Johnny -Spreeblick und Re:Publica- Häusler dran!

Bloggerboliden – Jens Stratmann über Blog und Auto

opel-astra-cabrio

Letztens hat Jens Stratmann den Probefahrer auf seinem Blog vorgestellt. Da kam mir eine Idee: Ich möchte auch Blogger und Ihre Seiten vorstellen, aber aus der automobilen Perspektive. Deswegen stelle ich bekannten und weniger bekannten Bloggerkollegen ab jetzt ein paar Fragen zu Ihrer automobilen Vergangenheit.

Da Jens mich auf die Idee brachte, geht es mit ihm auch gleich los:

Was war Dein erstes Auto – kannst Du Dich noch an ein besonderes Erlebnis erinnern?

Ich war jung und hatte etwas zu viel Geld, bei meiner Autobestellung musste mich wohl der Teufel geritten haben, denn ich kreuzte auf dem Bestellschein viel zu viel an. Dadurch durfte ich für den Opel Corsa B mehr bezahlen als ich in den 3 1/2 Jahren Ausbildung verdienen würde ;) – Schiebedach, elektrische Fensterheber, Zentralverriegelung, Klimaanlage und und und… Weil ich 18 Jahre jung war und ganz viele Flausen im Kopf hatte wurde der Wagen auch recht schnell umgebaut: Gewindefahrwerk, Chrom-Stahlfelgen (ich fand die damals toll), Gruppe-A Auspuffanlage, Schalensitze und Schroth-Gurte…

…und die sollten mir scheinbar, knapp 1 1/2 Jahre, 65.000 km und einige leichte Modifikationen (Heckspoiler, andere Stoßstange vorne, Scheinwerferblenden, Kühlergrill, Soundausbau usw.) später, mein Leben retten! Kurze Story: Autobahn, Regen, Aquaplaning, LKW – Leitplanke – 2000 DM Restwert. Die Vollkasko Versicherung hatte ich 2 Monate zuvor gekündigt… Ein Foto von der Schüssel habe ich nicht, aber er war schwarz, breit und mit knapp 100 PS auch recht “stark”.

Was fährst Du aktuell?

Noch fahre ich ein Opel Astra G Cabrio, das habe ich nun schon seit 8 Jahren und ich denke dieses Jahr werden sich unsere Wege trennen, da ich einfach mehr Platz benötige. Ich bin der Marke mit dem Blitz zwar ein paar mal fremdgegangen aber doch irgendwie immer beim Opel gelandet, vermutlich liegt es daran, dass ich in einem Opel Autohaus meine Ausbildung gemacht habe und schon damals die alten Opel Modelle toll fand.

Ein Testbericht zu Deinem Auto in 140 Zeichen:

Wenn das AGR-Ventil / der Zündverteiler mitspielt ist der Astra G ein zuverlässiges Auto welches nur durch einen leeren Tank zu stoppen ist.

Was wäre Dein absolutes Traumauto?

Da muss ich 2 nennen, zum einen mein amerikanischer Traum: Ein Dodge Charger aus dem Baujahr 1969. Viele werden den Wagen aus der Sendung “Ein Duke kommt selten allein” kennen, einige auch aus “Fast n Furious” und auch in weiteren Kino-Blockbustern spielte er mit (kommt auch demnächst wieder ins Kino). Der Wagen ist für mich “das Muscle-Car” schlechthin und wäre sicherlich mal für ein Wochenende ein “Traum” aber für immer möchte ich so ein Auto dann auch nicht haben. Ich bin schon relativ viele Autos gefahren. Das schönste Fahrerlebnis war in einem Porsche 911 – der muss dann auch nicht einmal neu sein. Ich mag die Silhouette vom 92er 911er sehr gerne. Wenn wir jetzt natürlich von einem “unerreichbaren” Traumwagen sprechen, dann ist es der 911 Carrera GTS.

Und ein Blick in die Kristallkugel:

Was glaubst Du, wie wir in 2030 Auto fahren bzw individuell mobil sein werden?

2030? Das ist ja “schon” in 19 Jahren. Schauen wir doch mal was vor 19 Jahren so auf unserer Straße unterwegs war: Ich glaube 1992 kam der Golf 3 raus, Alfa brachte den 155er auf den Markt und ich fand den Honda CRX del Sol ganz toll und nun mal unter uns: Was hat sich denn in den letzten 19 Jahren verändert? Die Autos sind sparsamer geworden, haben mehr Technik an Board, aber wir stehen immer noch im Stau und erzeugen immer noch viel zu viel Schadstoff. Was bringt es, wenn in Deutschland 30.000 Hybrid bzw. Elektroautos angemeldet sind? Ein Tropfen auf den heißen Stein? Aber wage ich dann doch mal den Blick in die Kristallkugel: Ich sehe ein Hoverboard welches mich zu meinem Fahrzeug bringt ;) – wir fahren immer noch auf der Straße, haben aber vermutlich kleinere Fahrzeuge, mit weniger Leistung, event. mit Elektroantrieb, vermutlich mit Hybrid Technik und sehr wahrscheinlich haben wir im Jahr 2030 noch mehr Stau auf der Straße.

Stell doch kurz noch Dich und Dein Blog vor:

Es war 1979 als ich das Licht der Welt erblickte, ich spielte damals schon mit den Autos die ich später mal fahren wolle und irgendwann zog es mich dann über diverse Umwege nach Münster. Aktuell plane ich tatsächlich komplett nach Bielefeld zu ziehen, quasi ein Wahl-Münsteraner im Exil und darum wird es zukünftig natürlich auch mehr Bielefeld Beiträge in meinem Blog, den ich unter www.jens-stratmann.de schreibe, geben. Ansonsten schreibe ich dort über meine Hobbies (Fotografie, Mountainbiken, Konzerte…) und hin und wieder verschaffe ich mir dort auch mal Luft. Der Blog ist quasi mein Ausgleichventil.

Wollt Ihr auch mitmachen bei Bloggerboliden?

Dann schreibt mir einfach die Antworten auf die Fragen in diesem Beitrag an probefahrer.alex [ätt] gmail.com