mobile Pommestheke

Jetzt mal ernsthaft – WARUM machen Menschen so etwas mit Ihren Autos? Zuviel Need for Speed gespielt?

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Ich dachte die schlimme Zeit wäre seit Manta, Manta vorbei? Jedenfalls ist die Frage, was dem Typen durch den Kopf geht, wenn er mit 180 vorm Pömpel landet, eindeutig zu beantworten.

Mazda RX-8 2006 – Testbericht

mazda-rx8-vorne.JPG2006er Revolution Reloaded Mazda RX-8 – keine Ahnung ob die Modellbezeichnung was mit Matrix zu tun hat, aber das ist das Sondermodell, daß ich hier gekriegt habe. Genauso ist er aktuell auch zu kriegen. 2008 soll wohl nen Fastlift mit einigen kleinen Änderungen rauskommen, v.a. ist er dann nicht mehr ganz so durstig, sagte mir Herr Bergmann von Auto Masuch.

(Aber wer achtet schon auf den Spritverbrauch, wenn man die Kiste nicht vollgetankt auf den Hof zurückstellen muß? ;))) Neee, ich verballer natürlich nicht den Sprit von anderen hier. Niemals nicht.)

Der RX-8 stand wirklich GANZ weit oben auf meiner Wunschliste – alleine schon wegen dem Wankelmotor- (Tschuldigung, heißt bei Mazda Kreiskolbenmotor) feeling. Wer wissen will wie das geht kann’s hier nachlesen. Ich kann nur sagen:
Geht ab wie Schmidts Katze, wenn Nachbars Lumpi hinter ihr her ist.

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Ford Mondeo 2.0 Titanium X Diesel Turnier – Testbericht

ford_mondeo_front.jpg In Gedenken an Svens Mondeo beim TÜV letzte Woche mußte diese Mal unbedingt ein Mondeo her ;) Na gut, auch weil ich nach all den Spaßmobilen auch endlich mal einen klassichen Vertreter der Mittelklasse Limousinen und Kombis haben wollte. Raus aus der Spaß-Generation und rein in den vermeintlichen “Pampersbomber” – der soooo pampersmaessig gar nicht ist, wie sich später rausstellen soll.

ford_mondeo_erdmann_und_domke.jpgEine Probefahrt mit Hindernissen – wie ich hier ja schon beschrieb, brauchte es einige Anläufe, bis ich endlich im Auto sass. Vielen Dank nochmal an Herrn Pustinsak vom Autohaus Erdmann & Domke in Bielefeld, der nochmal eben fix das Auto für mich fertig gemacht hat, nachdem mich das andere Ford und Ssang Yong Haus in Bielefeld sitzen gelassen hat, aber lassen wir das…

Also der Heinz, nen Freund von meinen Eltern, der hatte ja schon immer Ford Kombis und an ihn musste ich SOFORT denken, als ich mich in den Mondeo gesetzt hab ;) Wir haben mit seiner Famile damals so einige Urlaube verbracht und von daher kenne ich mich SUPER mit Ford Kombis aus ;) Ok, auch weil ich während meiner Zeit als Kurierdienstfahrer einige tausend Kilometer mit dem Mondeo von Frau Chefin abgerissen habe. Der war mal schlicht und spärlch ausgestattet kann ich Euch sagen.

GO GO GADGETTOMOBIL!
ford_mondeo_gadgets.jpg Ich sag es gleich vorweg, der Mondeo mit Titanium X Ausstattung ist alles andere als spärlich ausgestattet. Dieses Mal haben mich die Spielereien IM Auto um einiges mehr fasziniert, als alles andere Drumrum ;) Von aussen ist er echt huebsch, aber die vielen Innenfotos kommen nicht nur durch Sturmtief Emma und den Regen, den sie anschleppt sondern v.a. weil der Mondeo soviele coole Gadgets hat :) Ok, ein sehr angenehmes Feeling innen hat er auch.

Es geht schon los, bevor ich drin bin:
Herr Pusinsak demonstriert mir erstmal KeyFree entry – auf’s Auto mit Schlüssel in der Tasche zulaufen und es geht auf. Ein bisschen ist das wie mit dem Licht im Kühlschrank – ist das licht wirklich aus wenn die Tür zu ist und ist das Auto AUCH wirklich zu, wenn man weggeht. Also demonstriert mir der Profi wenn ich 1m am Wagen stehe, geht die Tür auf – kaum entferne ich mich mehr als 3m kann er machen was er will… Die Tür bleibt zu. Nice :)

Gut, ich gehe wieder auf’s Auto zu, die Tür läßt sich öffnen und ich schwinge mich rein.

Interieur
Was gleich mal auffällt ist der Platz. Dieses Auto ist – ich will es mal so nennen: Weitläufig. ford_mondeo_kofferraum.jpgIm Kofferraum könnte man auch gut ne Runde Billard spielen und auf den Rücksitzen muss sich keiner Gedanken machen, dass er nen klaustrophobischen Anfall erleidet. Da geht einiges. Von der hinteren Bank habe ich noch ein schickes Video gemacht – das muss ich noch nachreichen – aber die Konvertiererei wil noch nicht so ganz klappen ;) Der erste Eindruck jedenfall ist komfortabel aber nicht nobel. Eine interessante Konstellation hier drin, ein bißchen wie wenn sich Rolf Benz an gelsenkirchner Barock austoben würde. Stylish aber doch irgendwie bodenständig.

ford_mondeo_sitz.jpgWitzige Anekdote am Rande – der Beifahrersitz ist achtfach verstellbar – da sind sie bei der Bestellung davon ausgegangen, dass es der Fahrersitz automatisch auch so ist – MÖÖÖP – dem ist NICHT so :D Rechts neben mir hat’s schön Knöppe und feine Wippen und hier auf meinem Stuhl Drehräder und Hebel :) Egal. Ich sitze trotzdem sehr bequem. Und das auf Anhieb! ohne viel Rumstellerei, muss man auch erstmal hinkriegen…

ford_mondeo_armaturenbrett.jpgSuper Optik jedenfalls – das Armaturenbrett kommt in einem ganz matten Kunststoff sieht fast ein bisschen nach Touren- oder Rallywagen aus. Die Mittelkonsole wirkt wie täuschend echtes Alu – ich bin mir nicht sicher ob es wirklich echt ist – von der Temperatur her eigentlich schon SO kalt kann Plastik eigentlich nicht werden dachte ich immer ;) Und die Einfassungen in Klavierlack machen einen richtig guten Eindruck saugt aber auch den Staub an wie ein Vorwerk. Einige Kanten wenn man unten in das letzte Fach reinpackt etwas zu scharf geraten.

ford_mondeo_power.jpgKein Start-Stop sondern ein FORD-Power Knopf – das hat ja schon wieder was ;) Einmal tippen fuer Zündung, länger halten zum starten. Und doch habe ich das Auto zum Absturz gekriegt, dass es 4 Versuche brauchte bis überhaupt IRGENDWAS wieder ging. Ich bin halt der perfekte Betatester ;) und NEIN, alle Fenster schliessen hat nichts gebracht ;)
Cool ist der automatische Abstandhalter und Tempomat – man stellt den Abstand ein und das Tempo. Zieht vor einem einer raus wird das Auto auf den passenden Abstand langsamer, ist die Bahn wieder frei, beschleunigt er wieder hoch. Hat bei dem Regen und der vollen Automat weder Sinn gemacht noch funktioniert. Die Erklärungen durch meinen freundlichen Einweiser klangen alle sehr einleuchtend, aber ich frage mich aber vor allem, wie das bei ner Autobahnfahrt im 6. Schaltgetriebe Gang bei 180 geht. Runterschalten muss man ja schliesslich sowieso, wenn einer mit 100 vor einem raus zieht.
Hat da jemand Erfahrungen?

Regensensor und Lichtsensor
ford_mondeo_scheibenwischer.jpg Grade bei Sturmtief Emma genau das Richtige. Gut, dass ich kein A320 bin

Der Regensensor geht entweder immer zu langsam oder zu schnell. Bei kleinen Gischttröpfchen geht er furchtbar schnell zur Sache, obwohl sie kaum stören bei Riesentropfen, die echt die Sicht nehmen aber vereinzelter kommen, wird er langsam – da muss nochmal ne Feinjustierung her glaube ich.

Lenkung und Schaltung
ford_mondeo_schaltknueppel.jpg Einlenken läßt er sich prima. Schön direkt und präzise aber ohne einen mächtig hin und herzuschmeissen. Auch das 6-Gang Getriebe schlotzt die Gänge fast wie von selbst durch die Kulisse. Das ist schon sehr entspannend. Zur Fahrstabilität: einmal den Detmolderstrassenbahnschienenhochheiztest (Ihr wisst Bescheid – die Strasse unter Denkmalschutz) – gemacht und den hat er locker bestanden. Hier wurde an Komfort gedacht und ein Tacken Sportlichkeit reingebracht. Wird nur nen bisschen laut zwischendurch, noch nicht unangenehm aber spürbar.

ford_mondeo_ruecksitz.jpgDie bereits erwähnten Sitze bieten guten Seitenhalt und sind sehr bequem. Auf Dauer vielleicht etwas zu straff und eigentlich wundersam sportlich für ein mMn nicht sooo sportliches Auto. In der Mitte kurz unter den Schulterblättern ist ein Hubbel der für meinen Geschmack etwas zu dolle ist. Kann an meinem vermurksten Rcken liegen, aber der nervte nach ner Stunde schon. Keine Ahnung, ob der bei der elektrisch verstellbaren Variante auch da – bzw. wegverstellbar geweswen wäre. Allerdings sind meine Volvo-Sitze auch SO ausgelutscht und ausgesessen, dass mir hier in relativ neuen Sesseln der Hintern schon von meinem Portemonnaie wehtut wenn ich es nicht aus der Hosentasche nehme. Das merke ich in meinem Sofa schon gar nicht mehr ;)

Unübersichtlichkeit
Die A-Säule macht sich mächtig breit und nach hinten sieht man auch nicht sooo viel – alleine schon durch die getönten Scheiben. Ich fühl mich einfach nicht so sicher, weil ich nie weiss ob einer neben oder hintermir ist, da mit meinen gewohnten Routineblicken nichts zu erkennen ist. Wenn man zum Beispiel links abbiegen will und nach rechts absichern will dann hampelt man schon ziemlich vor und zurück um alles überblicken zu können. Vielleicht sass ich auch zu hoch. Ich liefer hierfür auch noch nen Video nach…

Motor
ford_mondeo_motor.jpg Der Diesel ist weder so laufruhig und kultiviert wie beim A5 noch so sportlich brüllend wie beim C30 aber er marschiert ganz gut. Hinterher war ich doch über die Leistungsdaten überrascht. Vom Gefühl her war ich von einem etwas schwachbrüstigem Motor mit 160PS ausgegangen und es stellte sich heraus, dass der Motor tatsächlich nur 140 PS hat. Dafür ging er wirklich ordentlich.
Die Fahrleistungen sind guter Durchschnitt – nichts herausragendes, aber sehr ordentlich für ein eher vernünftiges Auto in dieser Klasse und zum entspannten Reisen genau das Richtige.

Cheffe und iPod
ford_mondeo_handy.jpgIch weiss gar nicht – hat nen iPod Bluetooth? Da ich son Sony Ericsson Walkman Handy mit mir rumschleppe brauche ich ja keinen extra MP3-Player. Ok, den brauche ich vor allem deshalb nicht, weil ich kaum noch Musik höre, aber sei’s drum. Also WENN so’n iPod mit Bluetooth läuft, dann läuft er auch im Mondeo, denn noch nie und ich bein echt nen Geek – noch NIE war es so einfach und noch NIE hab ich mich an ner roten Ampel so genötigt gefühlt mal eben mein Handy in die Freispreche einzuloggen. Und das ging super easy und intuitiv. Ganz im Ernst:
Bei allen anderen AUto bis jetzt wäre ich noch nicht mal auf die Idee gekommen es zu versuchen und hier wurde es mir förmlich auf dem Silbertablett überreicht. Und die Touchscreenbedienung macht es einem echt leicht.
TOP!

Noch mehr Gadgets
ford_mondeo_berganfahrhilfe.jpgund weitere Funktionen hab ich in der Gallery festgehalten. Und wenn hier einer von Euch des Anfahrens am Berg nich mächtig sein sollte – sogar DAFÜR gibt es ne extra Einstellung :) Und die erkennt den Berg sogar von selbst (auch wenn es nur so ein Erdbetankungsabdeckungshubbel an ner Tankstelle ist *g* – bißchen überempfindlich der Neigungssensor).

Anyway – wenn ich die Kiste mal für einen Sammeltransport zu einem Barcamp bekommen würde – ich würde sie nehmen. Alleine schon weil en Horde detailsensibler Blogger bestimmt noch Funktionen in diesem Auto entdecken würden, auf die ich noch gar nciht gekommen bin ;) Das ist kein Mondeo – das ist ein MacGyvermobil!

Familientauglichkeit
kindersitz.jpgACH! Das hab ich ja komplett vergessen: Das ist das erste Auto, das Kindersitze schon eingebaut hat! Und ich dachte erst schon – was sind das für merkwürdige Hubbel? und warum ist da so eine Kante in der Rückbank – SEHR strange. Nach einiger Bastelei (auch hier liefere ich das Video noch nach ;) ) war dann klar – die komischen verschiebbaren Sitzflächen sind integrierte Kindersitze. Warum trotzdem noch son Styroporkiddiesessel hinten rumflog weiss ich allerdings auch nicht. Ob den da jemand von der Fahrt vorher vergessen hat? Tonis war es jedenfalls nicht – der war an dem Wochenende beim Vadder.
Jedenfalls ist die familybility bei integrierten Kindersitzen sowas von über jeden Zweifel erhaben ;)

ford_mondeo_heck.jpgIch mochte den Mondeo jedenfalls leiden ;) Und Sven würde ihn auch mögen und Onkel Heinz sowieso – wenn er den nicht sogar vielleicht schon hat. Wahrscheinlich der letzte Firmenwagen vor der wohlverdienten Rente. So wie Vaddern ihm sein Astra – der is auch nagelneu und den werde ich mir demnächst auch mal vornehmen. Da muss ich mir wenigstens keine Sorgen machen, dass ihn plötzlich jemand anderes fährt, obwohl ich nen festen Termin habe…

In der von mir gefahren Ausstattung kostet er rund 35.000 EUR, wer es genau wissen will kann die Ausstattungsmerkmale bei mir ermailen und die weiteren Daten gibt es wie immer bei Herrn Ford persönlch.

Ford Mondeo 2.0 Diesel

Weitere Tests und Erfahrungsberichte zum Ford Mondeo gibt’s bei autoplenum.de

Audi A5 als Fast-Batmobil

35 Ponies mehr, nen ganzen Tacken tiefer per Gewindefahrwerk (wobei ich ja mal behaupten will, daß die Audi Ingenieure schon wussten, was sie taten, als sie den Audi A5 gebaut haben) und vor allen Dingen:

MATTSCHWARZ

kriegt man seinen Audi A5 bei Avus. Sieht aus wie aus Mad Max 23 gesprungen :) Ich würd ihn nehmen. Zumindest in der Farbe :)

Via Speedheads

Audi A5 Diesel – Testbericht – Probefahrt

Das hier ist ein Beitrag aus der Konserve, als dieses Blog noch unter probefahrer.basicthinking.de gehostet war. Basicthinking.de ist verkauft und deswegen ist der Probefahrer jetzt hier ;)

audi_a5_diesel_quattro.jpgHach ja, in jungen Jahren hatte der Vater von Till und Tom ein Audi quattro – DEN Urquattro mit dem geilen 5-Zylinder Sound. UND er konnte damit umgehen. Ist wohl früher irgendwelche Hobbyrallys gefahren und hat uns das irgendwann mal im tiefsten Schneetreiben unter Beweis gestellt. Ein bißchen wie Walther Röhrl in seinen besten Zeiten eben :) So ein quattro oder zumindest ein Audi Coupé war jahrelang mein Traumerstauto. Das es dann doch nur ein Jetta Diesel zum 18. wurde hing mit Vernunft und meinem Bankkonto zusammen.

audi_a5_diesel_front_links.jpgIhr könnt Euch meine Begeisterung vorstellen, als der Termin bei der Autozentrale Bielefeld (gerade aus dem ehemaligen Autohaus Glienicke entstanden) mit dem A5 (der S5 war bereits ausgebucht) zu Stande kam. Ganz artig hatte ich meinen schröddeligen Volvo auf der hintersten Ecke des Parkplatzes abgestellt und als ich zum Eingang des Autohauses rüberging, sah ich schon jemanden den Kofferraum eines A5 ausräumen. “Ob das wohl für die nöchsten 2 Stunden meiner ist?”.
Der Herr war nicht mein Ansprechpartner, führte mich aber bereitwillig zu ihm. Bei Herrn Vogt, einem sympathischen Autoverkäufer vom alten Schlag angekommen plauderten wir erst einmal über die Neuaufstellung des Autohauses als eine Kooperation einiger Audi-Händler aus der Umgebung in der besten Lage in Bielefeld. audi_a5_diesel_autozentrale_bielefeld.jpgAls es dann zur Überlassungs Vereinbarung kam, klärte mich Herr Vogt erstmal auf, dass ich die Fahrt nicht ZU sehr ausdehnen sollte, da der Wagen momentan vom Geschäftsführer des Hauses gefahren wird und dieser wohl püntklich nach Hause wollte. “Na toll,” dachte ich mir, “da haste dem Chef des Hauses erstmal schön das Wochenende versaut und wegen Dir muss er extra am Samstag zur Arbeit”. In dem Moment als ich die massive Tür vom A5 aufschwang kam der pure Egoismus durch und es war mir völlig egal :)

Der A5 ist eine echte Schönheit. Bullig, aggressiv und trotzdem elegant. Im ersten Moment schoß mir durch den Kopf – wenn James Bond nochmal ein deutsches Auto Fahren sollte, dann kommt das hier einem Aston Martin echt nahe.

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YAY! Der Transformers 2 Trailer rockt!

Das macht mich ja fast noch ein bißchen aufgeregter als Star Trek! In Transformers habe ich wirklich mit einem dauer-offen stehenden Mund gesessen! Einer der beeindruckendsten Filme seit langem!

Und der Trailer zum 2. Teil verspricht ja auch wieder grossen Spass UND es sind Autos drinne ;)

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Ein Skoda Fabia wird unsichtbar

Ich weiß ja nicht, ob ich mir Feinde mache, wenn ich sage – am besten sollte das mal mit allen Skodas passieren *hüstel*… Nein, nein war nur Spaß. Mittlerweile sind die Kisten ja wirklich ganz ansehnlich geworden und haben weitestgehend ihren Ostblockcharme verloren.

Was Sarah Watson hier veranstaltet ist aber schon sehr cool – sie hat einen Skoda Fabia so angemalt, daß er chameleonmäßig mit der Umgebung verschwimmt. Großes Tennis! Aber sie is auch nen fast-Profi als Kunststudentin im 2 Jahr :)

Hier geht’s zum Video bei der BBC, gefunden bei boingboing und hier gibt es noch weitere Fotos vom Auto.

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Wie ist das eigentlich genau? Ist ein Skoda jetzt in der Markenhierarchie von VW VOR oder HINTER einem Seat?

Ford läßt 100 Leute über den Fiesta in US bloggen und twittern

pete Cashmore schreibt bei mashable so, als wäre es was ganz was Neues, daß ein Autohersteller Blogger ein Auto fahren läßt. Zugegeben – die Dauer des Projekts von 6 Monaten beim Ford Fiesta Movement ist schon sehr beachtlich. Auch die ausgefeilte Nutzung der passenden Medien mit Twitter, Facebook, Flickr und YouTube. Aber neu ist eine Aktion der Art nun wirklich nicht.

Letztes Jahr durfte ich bei einer vergleichbaren Aktion von Alfa Romeo dabei sein.

Daihatsu stellte mit letztes Jahr auf Anfrage einen Materia für 2 Wochen zur Verfügung.

Martin Oetting hat mit trnd bereits für smart und Opel vergleichbare Aktionen hingelegt.

Trotzdem ist so ein “Auto-Beta-Test” lange vor dem offiziellen Start eines Autos eine gute Sache. Ist die Frage, ob Ford das Projekt nur als Marketing-Maßnahme nutzt, oder ob die auf 4.000 Bewerbern ausgewählten 100 Blogger und Twitterer, die ein halbes Jahr mit dem neuen Fiesta durch Amiland fahren dürfen auch noch ein gewisses Mitspracherecht haben. Die Produktmanager für das Auto sollten jedenfalls verdammt gut zuhören und zusehen, was sie noch umgesetzt bekommen vom Feedback.

Ein bißchen heikel ist die Sache natürlich schon. Gar nicht mal wegen der Gefahr, die Blogger könnten das Auto zerreissen und schlechte Publicity verbreiten. Ehrlichkeit muss natürlich erlaubt sein, aber ein komplett Verriss wird nicht zu befürchten sein. Eund selbst dann wir Scott Monty da schon gegen steuern. Er hat ja letztens in dem kleinen Twitter-Skandälchen schon super professionell reagiert, als Ford ein Forum dicht gemacht hat, weil dort gefälschte Ersatzteile verbimmelt wurden. AUf WIRED.com sagt er jedenfalls:

“We’ve done a lot of war gaming and we’re prepared for a number of scenarios,” Monty told Wired.com. “Again, we’re looking for their feedback and input on the vehicle — they’re testing the vehicle as much as they’re building buzz about it, and we want to know how to make it the best possible car.”

Nene ich glaube da haben sie nix zu befürchten Das Auto hat sich in Europa ja schon bewährt und ist das zweithäufigst verkaufte Auto in seiner Klasse. Das schlimmste, was passieren kann ist, dass die Amis nix mit nem Kleinwagen anfangen können.

Die Angst sitzt IMO bei den Auto-Herstellern immer noch woanders. Zumindest beschrieb mir Sergio Crevore – damals noch Marketing Direktor und heute CEO von Alfa Romeo – das Worst Case Scenario so, daß die Web 2.0 Szene vollständig eingeladen und noch vor den Journalisten auf ein AUto angesetzt wird. Sollte das zur Folge haben, daß die klassischen Medien sich geschlossen sagen: Dann lasst die Blogger mal schön bloggen, wir halten uns raus und werden keine redaktionellen Berichte schreiben, könnte das zu einem echten Desaster für einen Autohersteller werden.

Klar, die Medien brauchen Anzeigenkunden genauso. Aber damals war es so, daß die Industrie durchaus noch Respekt vor einen so starken Einbindung der Blogosphäre hatte. Offensichtlich konsolidiert sich das jetzt ein bißchen. Wenn ich mir überlege, daß wir für den Alfa MiTo damals europaweit mit 15 Bloggern vertreten waren und in Amiland jetzt immerhin schonmal 100 am Start sind, ist das eine schöne Weiterentwicklung.

But nothing new, Mr. Cashmore ;)

Ah – Mr. Monty and FORD: If you like me to test how an FORD Explorer or Expedition fits on German Streets for some months – let me know ;) It would be the right environment here on the Ponyfarm ;)

Probefahrt mit TOYOTA Prius – Testbericht

Wieder eins der älteren Probefahrer Postings, die ich hier rüber hole. Eins nach dem anderen – oder wie mein Mitbewohner zu sagen pflegt: Poco a poco :)

1_weller.JPGLetztens in der Mittagspause – da wir gegenüber von der Firma einen recht großen TOYOTA Händler (Auto Weller) als Nachbarn haben und ich schon immer mal nen Prius fahren wollte, habe ich spontan angerufen und sofort hieß es:
“Klar! Kommse rüber – das kriegen wir doch hin!”

Alles klar. Also haben mein Kollege Frederic und ich uns schnell für die Mittagspause ausgetragen und die Straßenseite gewechselt.

Drüben hat uns dann Herr Maletzki, der bisher schwungvollste Autoverkäufer (so richtig vom alten Schlag, ganz herrlich!) empfangen, kurz meine Daten aufgenommen und ich habe die Probefahrtvereinbarung unterschrieben und direkt konnte es losgehen :)

auto1.JPGOk, erst mußte Herr Maletzki uns kurz in das Auto einweisen, mit der Erklärung: “Sonst kommse in 20 Minuten wieder rein und meinen, das Auto wäre kaputt weil sie es nicht hören. Ist alles schon vorgekommen” :))) Außerdem haben wir ein Vorführmodell mit einer ganz besonderen Sonderausstattng bekommen, nämlich das Taxi! Nicht nur von außen in Beige und mit Schild auf dem Dach, sondern auch innen mit Taxameter (ne Funke war glaube ich nicht eingebaut – oder ich hab sie nicht gesehen). Also reingeworfen in die Droschke und gleich ist man in einer anderen Welt gelandet, die sich am Besten mit spacig-schlicht beschreiben läßt.

innenraum.JPGEin sehr aufgeräumtes Cockpit hat man da vor Augen – auf den ersten Blick sieht man nämlich nix. Ausser eine Ausbuchtung hinter dem Lenkrad, die sich fast über die gesamte Breite des Armaturenbretts zieht und ein Button.
Ein Startbutton.
sany1957.JPG Die Usabilitypäpste im Web würden die Hände über dem Kopf zusammenschlagen: Da ist man bemüht jeden unnötigen Klick zu eliminieren und wegzudesignen und hier bauen Sie nen An-/Aus-Knopp ein: Eigentlich überflüssig aber VERDAMMT cool :D

Das Material des Armaturenbretts ist ein rauher Kunststoff, der auf den ersten Blick wie Stoff wirkt. Ich vermute mal, dadurch werden vor allem Reflektionen bei direkter Sonneneinstrahlnug verhindert.
Ach und da ich mir von meinem Chef für den Impreza Test ja gleich nen Rüffel eingefangen habe, weil ich das Wichtigste bei einem Auto gar nicht genannt hätte: Ja am Prius läßt sich nen iPod anschließen ;) Ob Du ihn so verdrahten kannst, daß der iPod über die Steuerbuttons am Lenkrad fernbedient werden kann muß ch noch nachrecherchieren.

zundschlussel.JPGDer “Zündschlüssel” dient also nur noch zum Türen öffnen und um die Diebstahlsicherung zu deaktivieren – auf Knopfdruck schaltet man das Auto erstmal EIN. Ist ja auch zur Hälfte ein Elektroauto – warum sollte es dann nicht auch so angemacht werden, wie ein Elektrogerät. Da ist schon Sinn und Verstand bei. Nach Druck aufs Knöppken geht die Sonne auf – LC-Display im Armaturenbrett geht an, dazu noch das TFT darunter.

tft-display.JPGIn dem Touchscreen-TFT wird wie von anderen Autos gewohnt, alles Wesentliche eingeblendet und angeziegt, was man so zum Autoahren oder zur Bespaßung während des Fahrens braucht. Navi, Radio, Rückfahrkamera, Bordcomputerinfos usw. Besonders sticht natürlich die Anzeige heraus, welcher Motor gerade aktiv ist und von wo die Energie wohin fließt.
Faszinierend.
display.JPGFrederic fühlte sich durch das digitale “Mäusekino” im Armaturenbrett nachhaltig an seinen Twingo erinnert :) Ich für meinen Teil liebe ja (als alter Nerd) solche Displays als Instrumentenergänzung. Am besten aber noch in Kombination mit einem Rundinstrunent – die Information eines Zeigerstands kann ich intuitiver aus dem Augenwinkel verarbeiten – bei einer Zahl (und mag sie noch so groß und klar dargestellt sein) muß ich genau hinkucken.

fuss.JPGSo, Herr Maletzki erklärt noch kurz, wie die High-Tech funktioniert und ich binde meinen Linken Fuß an der Türverkleidung fest. Ist nämlich nen Automatik und die fahre ich nicht so oft. Das letzte Mal hatte die gesamte Autobesatzung Spaß, als ich in den gewohnten Schaltwagentrott zurückfiel und erstmal beherzt mit dem linken Fuß auf das einzige freie Pedal gelatscht war ;)

Eingeschaltet ist der Wagen und nach kurzem Antippen des Gaspedals springt der 1,5l Benziner an. “Die ersten paar Minuten” wird der laufen”, sagt unser Einweiser “bis der Wagen erstmal Temperatur erreicht hat, die Heizung läuft usw. Dann geht irgenwann nur noch der Elektromotor an”. Alle klar. Eine Runde ums Haus gedreht. So einfach kann’s sein. Der kleine Automatikhebel wird kurz nach links rüber geschoben und einmal die D-Funktion angeschaltet (dabei wirft sich mir grad die Frage auf, warum eigentlich R für Rückwärts nach vorne drücken und D für Vorwärts nach hinten ziehen ist – hat da jemand ne Erklärung für?), Fuß von der Bremse und der Prius rollt los.

motor.JPGSehr angenehm. Allerdings hört sich der Motor für mich ernsthaft in den ersten kalten Minuten wie ein kleier, sehr leiser Diesel an wird später etwas ruhiger und weniger nagelig, hört sich beim Kickdown, wenn er richtig zu tun bekommt, aber etwas nervig und sägend an. (TOYOTA entwickelt wohl auch schon an einem Hybriddiesel, der noch effizienter werden soll. Allerdings ist die Herausforderung bei Dieseln – so sagte mir Herr Maletzki – um einiges größer.) Wir fahren einmal auf den Ostwestfalendamm um etwas Geschwindigkeit aufzunehmen und den Wagen warm zu kriegen. Die Automatik ist gewöhnungsbedürftig und ich muß den Dreh mit sanft Gasgeben, Kickdown und dem beim Gaswegnehmen einsetzenden Dynamoeffekt des Elektromtors erst noch rauskriegen. Besonders als wir wieder in die Stadt kommen und ich häufig an Ampeln bremsen muß merkt man das “Brake by Wire” sehr direkt und gut dosierbar läßt sich der Prius mit seinen elektronischen Bremsen stoppen dazu bremst der Elektromotor mit (das Prinzip wird in der Wikipedia ganz gut erklärt) und transformiert so die Bremsenergie wieder in elektrische um, die dann in den Batterien gespeichert wird. Den reinen Elektrobetrieb kriegen wir nur sehr kurz mit. Ich glaube daran muß man seinen Fahrstil erst anpassen was ich in der kurzen Zeit intuitiv nicht hinbekommen habe. Ich frage mich dann allerdings auch immer, wie sich das wohl von außen anhört? Kriegt man als Fußgänger so ein Elektroauto überhaupt mit? Trotzdem ein sehr coles Fahrgefühl so fast lautlos dahinzugleiten. Möglich, daß es mir auf Dauer zu langweilig würde, daß kann ich so jetzt nicht beurteilen. Zum rumcruisen ohne schlechtes Gewissen taugt es allemal.

Das Fahrverhalten an sich ist recht neutral und unspektakulär – nur in engen Kurven merkt man das recht hohe Gewicht sehr deutlich, aber gutmütig. Die Lenkung ist präzise und das Fahrverhalten sehr angenehm. Der Prius ist eben nicht als Sprinter gedacht, sondern eher als kräftesparender Marathonläufer. Ein ideales Pendlerfahrzeug um entspannt zur Arbeit zu kommen.

Ansonsten ist das Auto mit netten Gadgets vollgepackt. Die Sprachsteuerung ist zum Beispiel – wenn man sich an die verfügbareren Befehle und die Position der Aktivierungstaste auf dem Lenkrad gewöhnt hat – sicherlich sehr nützlich. Wir hatten mit Ihr v.a. Spaß und können berichten, daß weder “Ziel erfassen”, “Räder abwerfen” noch “Warp 9 – Energie” verfügbare Befehle sind ;) Auch auf “Kumpel, ich brauch Dich” kam keine Reaktion.

einparkassistent.JPGIch war leider zu feige, den Einparkassistenten auf dem Burger-King Parkplatz auszuprobieren :) Man aktiviert ihn, fährt an der Parklücke vorbei, die der Assistent dabei scannt. Danach kann man auf dem Touchscreendisplay in der Mitte noch einige Feinjustierungen vornehmen und dann sollte das Auto selbstständig in die Parklücke fahren. Schon oft im Fernsehen gesehen. Wenn hier Interesse besteht, gehen wir nochmal rüber und machen nen Videospecial davon ;)

Hinten sitzt man wie in einer Sänfte mit ordentlich Platz – wobei ich sagen muß, daß ich mächtig kurze Beine habe und die Beinfreiheit deswegen auf dem Photo auch die eines Maybach sein könnte ;) ie jemand mit 1,95m dahinten sitzt kann ich nicht beurteilen – ich hatte gerade keinen Zugriff auf jemanden dieser Grüßenordnung.

auto2.JPGAlles in allem ein cooleres Auto, als ich gedacht hätte mit witzigen und sinnvollen Funktionen. Und ein Spritverbrauch von um die 5 Liter bei einem Auto der Größe hat natürlich absolut seinen Reiz. Da sind rund 25.000 EUR Startpreis ok. Die Diskussion, daß andere Autos ebenfalls im Bereich von 5-6 Litern gefahren werden können und dabei preiswerter und größer sind, ist durchaus berechtigt, aber ich lasse sie hier außen vor – das würde den Rahmen sprengen. Google hilft da gerne weiter ;)

Mich würde ja mal brennend interessieren, wie weit man mit dem Prius mit einer Tankfüllung tatsächlich so kommt. Hallo TOYOTA Deutschland – ich würde es gerne mal ausprobieren und ein Wochenende so lange unter Alltagsbedingungen fahren, bis der Sprit ausgeht (alleine schon um zu sehen, ob der Akku dann noch bis zur nächsten Tanke reichen würde).

// UPDATE: Den Link zum Hersteller mit den genauen technischen Daten, gewonnenen Awards usw. hatte ich ganz vergessen. Hier geht es zu den Zahlen.

Alle Fotos zum Prius (insgesamt 73) gibt es diesmal als Picasa-Album zu sehen, die Videos reiche ich noch nach.

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Weitere Erfahrungs- und Testberichte zum Toyota Prius gigbt’s auch bei autoplenum.de

Probefahrt: Subaru Impreza 2.0R Sport – Testbericht

Wie eben angekündigt, fange ich jetzt mal so langsam an, die alten Sachen aus 2008 hier rüber zu ziehen und fange mit dem ersten Auto, das ich damals gefahren bin an – dem Subaru Impreza 2.0R Sport.

Der Text ist 1:1 von damals übernommen (Und nicht korrektur gelesen). Über gewisse Zusammenhänge also bitte nicht wundern ;)

lauGuten Abend zusammen. Hier nun also meine Premiere – der Fahrbericht des 2008er Subaru Impreza 2.0R Sport. Gefahren in Bielefeld, am 12.1. 2008. Da das anze wegen der Neueröffnung des Subaru-Centers recht schnell gehen musste – ich konnte denen ja nicht schliesslich stundenlang die Karre blockieren – musste ich ein paar Abstriche in der Photographiererei machen und konnte mich nicht wirklich mit den Details auseinander setzen, wie ich es gern getan haette. Ich hoffe, Ihr habt trotzdem Spaß beim lesen und haltet Euch nicht mit Maneuverkritik in den Kommentaren zurück. Die nächsten Termine sind bereits in der Mache.

Also – los geht’s:

Was für ein Hammer – da kann ich zum Start weg gleich mit einem meiner Wunschkandidaten loslegen. Klar – ein Colin McRae (RiP) -Gedenkmodell in blau-gelb mit goldenen Felgen wäre ein noch gelungenerer Einstieg gewesen – aber alle drei Wünsche auf einmal müssen ja nicht immer sein, Das kommt noch ;) jca So standen wir also vor einem – wie soll ich’s mal nennen – perlmutt-weissen 2008er Impreza. Ganz coole Farbe eigentlich, normalerweise mag ich weiße Autos gar nicht – außer den anderen Boxern aus Zuffenhausen, da ist’s ok – aber der Impreza macht sich so unschuldig im Arztkittel auch ganz gut. Die Form ist erst einmal gewöhnungsbedürftig – vom alten Stufenheck, das den Impreza für mich immer zum absoluten Archetypen des Wolf-im-Schafspelz gemacht hat, ist man bei Subaru zum klassischen Kompaktwagen-Schrägheckdesign übergegangen. Dabei haben sie es aber hingekriegt, die Linie schön elegant lang zu ziehen und trotzdem einen bulligen Eindruck zu machen – mir schoss der Begriff Kombi-Coupé durch den Kopf. Dabei hat sich der Radstand zum alten Model – man glaubt es kaum, um einiges verlängert. Vor allem der Diffusor hinten gibt dem Eindruck der typischen Katze, die zum Sprung ansetzt noch einen bulligen Akzent untendrunter.

tbpNach kurzem Beschnuppern und ersten Photos schwangen Toni (der 11-jährige Sohn meiner Freundin) und ich uns rein. Das Cockpit macht einen aufgeräumten, schlichten aber trotz des hohen Plastikanteils wertigen Eindruck. Wie man sich einen sportlichen Rallyarbeitsplatz in Zivil eben vorstellt. Jedenfalls trifft das auf alles zu, was der Fahrer direkt vor der Nase hat. Style gepaart mit Funktionalität und Schlichtheit. Rutscht der Blick von der Instrumentierung rüber auf die Mittelkonsole ist das einzige sportliche, an das man sich erinnert fühlt, der nüchterne Charme einer Turnhallenumkleide – für meinen Geschmack etwas zu sehr 90er Jahre. Ich dachte, diese alten LC-Digitaluhren gäbe es mittlerweile nur noch in Roboterradioweckern im Happymeal. Macht aber nichts, wer will in so einem Auto schon wissen, wie spät es ist? Genau. Niemand.
Dafür sind die Sitze angenehm straff mit gutem Halt und einem recht rutschfestem Bezug, der einiger Querbeschleunigung trotzt – dazu später mehr.

Ein cooles Gadget ist deroben zu sehende Ring, der bei geöffneter Tür dunkelrot glühend das Zündschloß markiert (XBOX 360-Besitzer werden hier unweigerlich zusammen zucken und denken, der Ring of Death hätte Ihr Auto ereilt *g*).

Schlüssel rein und umgedreht.

Erst einmal kommt (wie ich vermute) ein Effekt zum Einsatz, der wohl vor allem Fans von Rennspielen abholen soll – die Sweefunktion: Alle Zeiger bewegen sich einmal zum Anschlag und zurück. Da fehlt eigentlich nur noch ein Sample das mir “Alle Systeme geprüft und funktionsbereit” mitteilt. Bei mir funktioniert’s mit einem breiten Grinsen drehe ich den Schlüssel über den leichten Widerstand hinweg bis zum Anschlag.

ah3Wenn der Boxer losrassellt muss man ganz kurz genauer hinhören, ob man nicht doch im Diesel gelandet sein könnte – ein Tritt auf das kleine Pedal belehrt einen aber schnell eines Besseren, sobald der Drehzahlmesser jenseits der 5000-Marke bewegt. Dann wird aus dem ganz leichten Anflug Nageln erst ein heiseres Fauchen, das sich kurz vorm Begrenzer mit einem Pfeifen paart, daß man fast noch einen Turbo da vorne vermuten möchte.

Also erstmal ganz in Ruhe vom Hof gerollt und auf die zweispurige Hauptstraße abgebogen, die zur “Stadtautobahn” führt. Nach der ersten Rotphase trete das erste Mal beherzter zu – der Impreza haut seine Allradkrallen in den Asphalt und marschiert los – erst ein wenig zaghaft aber sobald die Drehzahlnadel zwischen der 2 und der 3 angelangt ist, geht er recht ordentlich zur Sache und die 150 Ponies galoppieren los. Je besser der Sound wird, desto stärker fällt die Leistungskurve ab, also schalten… Ah gut – die Kuplpung packt wieder zu und diesmal passen Zug und Klang gleich zusammen.

Nach der Hatz über die die Stadtautobahn kann ich sagen, dass die Geräuschkulisse auch auf längeren Strecken angenehm bleibt.

Als nächstes soll der Kleine mal unter Beweis stellen, was die Kraft der vier Räder so bringt. Zuerst im Kreisverkehr, leicht nasse Strasse er läßt sich absolut knackig und sicher dreimal durchs Verkehrshindernis kurven. Vom Grenzbereich bleibe ich meinem Mitfahrer zuliebe (er will ja noch elf werden) natürlich entfernt – Spaß macht es dennoch und die Rallygene sind deutlich zu spüren. Die eben erwähnten Sitze packen ordentlich feste zu und ich muß mich selber kaum anstrengen, mich gegen die Fliehkraft zu wehren. Wir wollen es aber noch etwas genauer wissen. Also auf zu einer der wenigen schönen Bergstrassen in unserer Gegend.

upkÜber Land kommt der Charakter richtig gut zur Geltung. Selbst recht gemächliches Fahren wird wegen der heiseren Stimme vor uns nicht langweilig. So – gleich links den Berg hoch. Dem vor uns fahrenden Mitsubishi Colt aus den frühen 90ern lassen wir ein wenig Vorsprung und dann zeigt der weisse Bergziegenbock aus Ota noch einmal richtig Temperament. Hier ist er in seinem Element.

Bevor wir uns wieder auf den Heimweg machen, drehen wir ein paar zügige Runden auf dem Wandererparkplatz auf dem “Berggipfel”. Auch auf loserem Untergrund (sehr dreckiger Aspahlt) läßt sich der Wagen mühelos zwischen einigen Bäumchen durchzirkeln. Mächtiger Spaß kann ich Euch sagen. Ich komme mir ein bißchen vor wie Petter Sollberg auf der Finnland-Rally – nein, einen ordentlichen Sprung habe ich mir nicht mehr gesuscht ;) Nach zwei ausgedehnten Parkplatzrunden müssen ja auch noch ein paar Photos geschossen werden und dann geht es zurück, bevor noch eine Vermisstenmeldung aufgegeben wird.

goaFür mich ist der Impreza ein echtes Funauto, wenn man ihn im optimalen Leistungsbereich bewegt und absolut Alltagstauglich unt für’s entspannte Cruisen geeignet, wenn man es ruhiger angehen lassen will. Allerdings ist der Boxer auch dann immer noch einige Spuren durstiger, als seine Klassenkameraden mit konventionelleren Motorkonzepten. Eine echte Empfehlung für jeden, dem die klassischen Schräghecks eine Spur zu gewöhnlich sind.

Besten Dank nochmal an Herrn Hoffmann und sein Team vom Subaru Center Bielefeld.

Für die Zahlenfreunde unter Euch, geht es hier zu den technischen Daten bei Subaru – ach ja, der Preis des Autos in der zu sehenden AUsstattung beträgt 26.470,- EUR

So, die ganzen Fotos gibt es hier zu kucken

Weitere Erfahrungs- und Testberichte zum Subaru Impreza gibt’s auch bei autoplenum.de