Category Archives: Kulturhaltung

Jedi gegen Hogwards: Wer gewinnt? – Best Hobbyvideo ever!

Jedi gegen Hogwards: Wer gewinnt? – Best Hobbyvideo ever!

Wenn Luke Skywalker (der im Video eher wie Anakin aussieht, oder?) gegen Harry Potter kämpft: Wer gewinnt den Epic Battle?

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Die Frage haben ein paar Jungs jetzt mit einem der besten Hobby-Filme beantwortet, die ich je gesehen habe :) Die gut 3 Minuten lohnen sich wirklich! Die Jungs haben Adobe After Effects mit der Muttermilch aufgesogen!

Witzig sind aber auch die Kommentare bei Sploid, wo ich das Video gefunden habe. Dort macht man sich durchaus philosphische und logische Gedanken darüber, inwieweit The Force und Magie vergleichbar sind.

Demnach ist The Force eine Energie, die von Jedis aus allen lebenden Dingen gezogen und angewendet wird. Da sehe ich aber keinen Unterschied zu Magie, so wie sie Harry Potter oder Gandalf anwenden. Nur wird in den Geschchichten erst gar nicht versucht, eine Erklärung für die Funktionsweise und Herkunft der Magie zu geben.

Interessant aber auf die Herleitung des “Messiahs” in den Kommentaren: Der, der als erstes mehr Energie ziehen und nutzen kann und diese dann auch noch am kreativsten einsetzt, ist schlicht der Winner. Der Chosen One.

Großartig wird es, nachdem der erste mit klerikaler Magie aus AD&D anfängt :)

Aber auch so wichtige Fragen wie “Darf ein Jedi überhaupt einen Blaster benutzen?” werden erörtert ;)

Übrigens finde ich, dass der Typ, der Luke darstellen soll eher Anakin wie aus dem Gesicht geschnitten ähnelt.

Star Wars VII mit Harrison Ford, Carrie Fisher und Mark Hamill

das ist ja zu schön um wahr zu sein, was fünf filmfreunde da schreibt. Die alte Garde nochmal vereint.

Frage mich nur, wen Andy Serkis spielt. Yodas Sohn?

Und hoffentlich versaut JJ Abrams es nicht.

John Williams macht wieder die Musik. Und Max von Sydow der alte Haudegen ist mit dabei.

Da kann ja zumindest für die Ohren nix schief gehen.

Am 18.12.2015 geht’s los. Aaaaaaaaaaah. noch Über ein Jahr! Ich habe mich ja schon lange nicht auf etwas vorgefreut.

SO fühlt sich das also an.

Beamer 2.0 is raus: Beliebige Videoformate auf AppleTV mit Airplay streamen

Beamer 2.0 is raus: Beliebige Videoformate auf AppleTV mit Airplay streamen

Die 15 Euronen für Beamer waren seinerzeit super investierte Mäuse. Damit lässt sich jedes beliebige Videoformat vom MacOS Rechner aufs AppleTV streamen.

Faszinierend dabei finde ich, dass das Notebook (Macbook Air 11″ late 2012) kaum mehr Akku zieht als sonst. Wenn ich ein File mit Handbrake konvertiere, kann ich quasi hören, wie der Akku leer geschlotzt wird.

Die erste Version von Beamer war sehr rudimentär. Abspielen, Play, Pause. Und nen Screenshot des abgespielten Files anzeigen.

Version 2.0 hat eine Playlist spendiert gekriegt. Das ist cool. Den Videoabend kann ich so passend vorplanen und muss nicht nach jeder fertigen Sendung wieder an den Rechner und nen neues Files einlegen ;) Außerdem kann ich in Beamer 2.0 in einer Timeline an die Stelle springen, die ich sehen will. UND er merkt sich die Position im letzten File. Untertitel zeigt er auch an.

Ach ja und selbst BluRays lassen sich streamen (wenn man denn nen Mac mit BluRay hat).

Für alle, die Beamer vor Oktober 2013 gibt es Rabatt. Ich habe es nach Oktober gekauft und bekam das Update kostenlos.

Aber wie gesagt Für alle, die nen MacOS Rechner und AppleTV haben: Absolute Empfehlung!

Ich altere nicht.

Das ist sehr beruhigend. Alles was ich in den 90ern schon doof gefunden habe, finde ich heute immer noch doof. Nur nicht so vehement und ich kann drüber grinsen.

Meine 90er waren eher geprägt von:

Doom, 8-Loch-Docs aus London, ADnD, Zillo, Nine Inch Nails, Quake, Karlsquell, IRC, #digital-dictators, schwarze Strech-Jeans, Turtle Board, Bad Religion, Silke Bischoff, Lederhosen, Kunstnebel, Hot Dog Wagen im DEB, Goethes Erben, Strobos, NOFX, Zillo,

Volksabstimmung schön und gut aber

Wurde da in der Schweiz eigentlich sicher gestellt, dass die Abstimmenden sich auch entstprechend gut informiert haben?

Ich finde es ja schon fahrlässig genug, dass bei handelsüblichen Wahlen (egal ob kommunal,auf Landesebene oder bei Bundestagswahlen) ein Kreuzchen auf völlig uninformierter Basis gemacht werden darf.

Warum wird bei Volksabstimmungen der Stimmzettelausgabe nicht eine verpflichtende Information vorgeschaltet:

  1. über die Kernargumente pro und contra
  2. über die Entstehungsgeschichte der aktuellen Situation
  3. über zukünftige Auswirkungen von pro und contra

Nur so ist doch gewährleistet, dass die Bevölkerung nicht einfach nur aus Trotz, Pflichtgefühl oder Sympathie für ein Plakatgesicht ein Kreuz macht.

Erst nach der Informationsvermittlung die vorzugsweise direkt im Wahllokal statt findet (bei Briefwahl online) und die schriftlich, per Audio und Video durch geführt wird (damit es jedem Menschen möglich ist, die Informationen auch aufzunehmen) und der Prüfung von Verständnisfragen durch einige zufällige Kontrollfragen gibt es den Stimmtzettel. Klar kostet das Mehraufwand. Wenn man sich dafür dann auf die Qualität eines Wahlergebnisses halbwegs verlassen kann wäre es den Mehraufwand mMn wert.

Ich denke, Trotzreaktionen, Stimmungswahlen und Sympathiekreuzchen für Personen könnten auf ein Minimum reduziert werden, wenn die Wähler direkt vor der Wahlentscheidung mit den nackten Fakten und Informationen versorgt würden.

Mich würde wirklich mal interessieren, wie sich die “Stimme des Volkes” verändern würde, wenn sie verpflichtet wird, sich erst zu informieren, nachweislich über die Entscheidung nachzudenken und dann erst zu sprechen bzw. anzukreuzen.

Vermutlich würden eine Menge Stammtischkreuze und entsprechend gefärbte Entscheidungen vermieden werden.

Hinweis in eigener Sache:
Ich habe die Vorgehensweise bei der Volksabstimmung in der Schweiz nicht nachgeprüft. (Dank des Sturms ist nicht nur die DSL Leitung gekappt, sondern auch ein Vodafone-Mobilfunkmast ausgefallen. Webnutzung und Recherche ≤ind gerade unmöglich. Beiträge über GSM-Netz posten geht mit viel Glück gerade so) Sollte dort bereits so oder so ähnlich vorgegangen worden sein, nehme ich alles zurpck und behaupte das Gegenteil. Schließlich mache ich hier gerade fast das gleiche, wie ich dort oben anprangere ;) Meinung kundtun ohne mich vorher umfänglich informiert zu haben. Aber hey: Ich gebe auch keinen Wahlzettel ab, one vorher die Ausiwrkungen meiner Wahlentscheidung durchdacht zu haben.

Bose QC20 InEar Kopfhörer unboxing

Kopfhörer zum “Welt vergessen”: Bose QC20 InEar mit Noice-Cancelling

Gestern hatte ich bereits dieses Demo-Dings bei Saturn gepostet, an dem man die Bose Kopfhörer testen kann. Probiert die Demo unbedingt mal aus. Ich bin vor Schreck fast hinters Regal gesprungen :-D Das ist wirklich total abgefahren – nicht nur die Geräuschunterdrückung sondern die räumliche Positionierung von Geräuschen im Kopfhörer. Kann ich nicht beschreiben muss man erleben. Und Ihr müsst ja sicher auch noch das eine oder andere Weihnachtsgeschenk besorgen *hust* :)

Mit dem Kopfhörer die Außenwelt ausblenden

Ich habe mit dem QC20 Kopfhörer jetzt schon ein bisschen rumprobiert und bin immer noch TOTAL begeistert. Oberes Ende der Qualitätsfahnenstange war bisher ja für mich der B&W C5 und ich hätte nicht gedacht, dass jemand da nochmal einen kompletten Flaggenmast oben drauf setzt!

Bevor ich irgendwas zur Technik und den vielen feinen Details vom Bose QC20 schreibe erstmal das wichtigste: Die Geräuschunterdrückung.

Ich durfte in diversen Fliegern und Hubschraubern mal die Piloten-Kopfhörer aufsetzen und wusste daher schon, dass Noise-Cancelling sehr gut funktioniert. Aber: In dem Zusammenhang braucht man es auch, nicht nur wegen der unangenehmen Lautstärke in so einem Fluggerät sondern weil sich die Piloten eben auch klar verständigen können müssen. Hier gibt es ein hervorragendes Video zum Pilotenheadset Bose A20 vom größten Flugfest der Welt in Oshkosh in dem klar wird, das Bose über Jahrzehnte langes Know-how aus der Luftfahrt verfügt.

Das was in der Fliegerei fast lebenswichtig ist, ist im normalen Alltag der pure Luxus.

Bose QC20 Noise-Cancelling Einheit am iPhone

Bose QC20 Noise-Cancelling Einheit am iPhone

Ich liebe Stille. Ich finde es wunderbar “meine Ruhe” zu haben. Ganz besonders beim Arbeiten natürlich. Gespräche von Kollegen, Geräusche draußen, jemand der nebenan telefoniert – alles das bringt mich aus meinem Gedankenfluss recht schnell raus.

Ihr könnt Euch meine Begeisterung nur ansatzweise vorstellen, als ich die Kopfhörer das erste Mal in den Ohren hatte und dann die Geräuschunterdrückung eingeschaltet habe.

Die Welt wird sofort still. Gespräche dringen nur noch ganz sacht ans Ohr. Ich nehme wahr, dass dort etwas ist aber es zieht nicht mehr meine akustische Aufmerksamkeit auf sich. Muss man wirklich ausprobiert haben.

Dann erst mache ich Musik oder im meinen Fall noch viel häufiger Podcast oder Hörbuch an. Jetzt geht die Sonne in den Ohren auf: Ich kann durch einen vorweihnachtlichen Supermarkt gehen und englische Podcasts auf Zimmerlautstärke hören! Wenn ich durch die Stadt gegangen oder in Geschäften unterwegs war musste ich normalerweise immer deutsche Sachen hören, weil immer mal wieder Gesprächsfetzen aus der Umgebung durchdrangen. Wenn sich dann 2 Sprachen miteinander im Ohr vermischten hat mich das wahnsinnig gemacht (jaaa, ich bin ein Geek *g*).

Ich versuche das Hörerlebnis mit dem QC20 mal zu beschreiben:

Gestern bin ich mit den QC20 in den Supermarkt. Als ich eine Mitarbeiterin fragte, wo ich die (oh das darf ich hier gar nicht schreiben: Geschenkeempfänger lesen mit) sagen wir also mal: Wo ich die Käsekuchen finde, da habe ich die Kopfhörer aus den Ohren genommen. Ich bin ja höflich. Dann hat irgendein Depp versucht eine Notausgangstür zu öffnen und damit einen Alarm ausgelöst, gegen den das “Die Pommes sind fertig”-Gefiepe der Friteusen bei McDonalds noch ein Engelschor sind. Ein richtig, richtig fieses schrilles Pfeifen. Kein Witz:
Kopfhörer wieder rein. Ruhe im Karton.
Dann noch 10 Minnuten rumgeschlendert und auf zur Kasse. Dort natürlich (Höflichkeit und so) Stöpsel wieder raus. Das plötzlich wieder einsetzende Grundrauschen von Menschen, Lüftungen, Kassenpiepsen und Einkaufswagenscheppern war überwältigend.

Durch den krassen Wechsel ist mir erst so richtig klar geworden, welchem Geräuschpegel wir so den lieben, langen Tag ausgesetzt sind.

Aber wie gesagt, ich empfehle Euch, das selber mal beim Unterhaltungselektronikdealer Eures Vertrauens anzutesten.

Wie macht Bose das mit dem Welt ausblenden?

Wie oben schon beschrieben hat Bose ziemlich lange Erfahrung im Bereich der Piloten-Headsets. Das ganze funktioniert durch Microphone die an den Kopfhörern sitzen und die Umgebungsgeräusche zur Analyse in den kleinen schwarzen Kasten schicken, den Ihr oben im Bild vor meinem iPhone liegen seht. Der Kasten erzeugt nun ein Gegengeräusch zum Umgebungslärm, sodass sich beide gegenseitig aufheben. Deswegen funktioniert das Prinzip besonders gut bei langen, gleichförmigen Geräuschen: Lüfterbrummen, Fahr- oder Flugzeug-Geräusche, Stimmengewirr. Dieses nervige Grundrauschen eben.

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Wenn Euch jemand ruft, eine Tür knallt oder irgendein anderes sehr plötzliches Geräusch auftritt, kommt das in der Regel durch den Filter durch und das ist auch gut so. Alleine schon aus Sicherheitsgründen. Wenn Ihr bsw. auf der Straße unterwegs seid, lässt sich das Noise-Cancelling über das Bedienelement am Kabel schnell ausschalten, damit Ihr um Euch herum noch Autos, Straßenbahnen oder marodierende Waschbären wahrnehmen könnt.

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Der Sound und die Passform der Bose QC20

Ok soviel Lärmunterdrückung. Natürlich sind die QC20 darüber hinaus natürlich noch absolut exzellente Kopfhörer und ein Telefonheadset.

Der Sound der aus den beiden Knöpfen kommt ist das beste, was ich bisher aus Kopfhörern auf – bzw in die Ohren bekommen habe. Insbesondere der Raumklang und die angenehmen Bässe. Einige andere Testberichte bemängeln die etwas zu schwachen Bässe. Möglicherweise gefällt mir durch meinen hohen Konsum von Hörbüchern und Podcasts der etwas bass-ärmere Klang gerade besonders gut).
Hall ist glasklar und natürlich und Bässe verteilen sich sehr angenehm im Kopf. Bei vielen anderen Kopfhörern habe ich eher das Problem, dass sie zu basslastig sind und ich schnell das Gefühl bekomme, mein ganzer Kopf vibirert.

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Wenn InEars so gut sitzen wie diese beiden Silikon-ummantelten Knöpfe, dann kann ich die stundenlang tragen. Normale Kopfhörer zum aufsetzen sind mir für unterwegs zu schwer und irgendwie bin ich auch aus dem Alter raus als Micky-Maus draußen rumzurennen ;)

Andere InEar Premium-Modelle müssen vergleichsweise tief in die Ohren gesteckt werden, um eine passive Lärmdämpfung nach dem Ohrenstöpsel-Prinzip zu erreichen.

Meiner Meinung nach ist die Kombination aus Soundqualität, Tragegefühl und Noise-Cancellation perfekt.

2 kleine Kritikpunkte

Auszusetzen habe ich an diesem kleinen Meisterwerk nix. Wär ebei knapp 300 Euronen auch ungewöhnlich ;) 2 Dinge sind mir aufgefallen, die ich anders machen würde:

  1. Wenn die Geräusch-Dämmeinheit per USB an meinem MacbookAir geladen wird, höre ich gleichzeitig ein leichtes Summen im Kopfhörer. Ob das nun am Kopfhörer liegt, oder an der Abschirmung des USB-Ladekabels bzw an meinem Macbook kann ich nicht nachvollziehen. An einem Steckdosenladegerät summt jedenfalls nix.
  2. Das QC20 kommt mit einer kleinen Neopren-Tasche. Die könnte für meinen Geschmack 2-3 cm länger sein, da ich einfach immer das Gefühl habe irgendwo das Kopfhörerkabel leicht abzuknicken. Ich bin da aber auch etwas paranoid ;)

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Die Features vom Noise-Cancelling Headset QC20

Die wichtigsten Dinge, die mir aufgefallen sind im Schnelldurchgang:

  • Welt-ausblende-Modus mit Hammer-Sound
  • 2 Tasten am Headset: Musik-Pause und Welt-wieder-einschalten
  • Tüddelfreies Kabel – noch nie habe ich ein so leicht auf und wieder abzurollendes Kabel gehabt!
  • Kein “Kabel-Klackern”! (Viele Kopfhörerkabel übertragen Geräusche, wenn Sie bsw. an den Jackenreißverschlus schlagen)
  • perfekter und angenehmer Sitz nicht zu tief im Ohr
  • Akkulaufzeit 16 Stunden, Ladezeit mit Mini-USB-Kabel 2 Stunden
  • Neopren-Tasche
  • wahlweise Android, Windows, Blackberry oder iPhone Version
  • Kopfhörerstecker mit Winkel um mit Telefon besser in die Hosentasche zu passen.

Als nächstes werde ich mich mit dem meinen Weltausblendern demnächst mal ins Café setzen und BROCKHAUS lesen. Das wird auf jeden Fall der Konzentrations-Härtetest.

Einige andere Tests da draußen bei neuerdings (wo der Bose QC20 aus einem VW Käfer einen Phaeton macht *GGG*) gizmodo, engadget und wolf-u.li

5 Lieblingsweihnachtssongs (kann garantiert keine Spuren von Wham! enthalten)

Ähnlich wie meinen Fernsehkonsum habe ich auch meinen Radio-Konsum zurück geschraubt. Damit bleibt mir das typische Weihnachtsliedgedudel einigermaßen erspart. Bis jetzt zumindest noch.

So ein paar Weihnachtssongs gibt es dann aber doch, die ich im Prinzip auch das ganze Jahr durch hören kann.

Lemmy geht immer. Leider habe ich seine “Stille nacht”-Performance nirgends gefunden:

Katzenjammer und Ben Caplan haben hier ein Cover hingelegt, dass sich gewaschen hat:

An John Lennon geht kein Weg vorbei. Eigentlich muss man zu Weihnachten auch “Imagine” gleich noch hinterher mitspielen:

Die Jungs von Playing for Change um Grandpa Elliott sind einfach der Hammer und ein bisschen Sonne aus Louisiana, kann ja auch zu Weihnachten nicht schaden:

Meine Lieblingsnummer ist und bleibt aber immer noch The Pogues “Fairy tale of New York” – das Original mit Kirsty MacColl und Shane McGowan. Deswegen ist der Song auch 2 Mal hier vertreten. Und im vergleich zu Katzenjammers ausgefeilter Version hat die “ungewaschene” hier einfach Seele:

So kommt man auch halbwegs Kitsch und Fahrstuhlmusik frei durch die Weihnachtszeit :)

Falls noch jemand weitere Vorschläge hat, die in die Reihe passen: Immer her damit!

British_Museum_Reading_Room_Panorama_Feb_2006 - Diliff

Bücher bedeuten Freiheit

Nennt mich paranoid, aber ich habe ist da gerade eine Kleinigkeit verstanden:

Wenn Menschen und Gedanken frei sein sollen, dann brauchen wir Bücher.

Drüben beim 365xBROCKHAUS-Projekt bin ich heute im beim Lesen zahlreichster Einträge mit der Vorsilbe “aus-” auf die Außerparlamentarische Opposition” gestoßen. Sehr spannender Artikel über die politische Bewegung in der BRD zw 1965 und 1969 aus der unter anderem die Studenenbewegung um Rudi Dutschke hervor gegangen ist.

Aber eben nicht nur. Auch die RAF als terroristische Vereinigung steht in diesem Zusammenhang.

Was mir aber bei der Lektüre über die APO auffiel: Was kann passieren, wenn ich mich online zu sehr für umstrittene Inhalte interessiere, nach ihnen google und bei Wikipedia nachschlage, um mir ein Gesamtbild zu machen?

Bücher garantieren Freiheit – vor allem der Gedanken

Ein Buch speichert keine Cookies. Es meldet nicht irgendwem irgendwohin, welche Person es gerade aus dem Regal genommen hat. Wenn ich mich anonym in eine Thema einlesen will, dann kann ich das (noch) in einer Bibliothek tun. Letztens schrub ich ja noch begeistert über die Stadtbibliothek Bielefeld und ihre modernen Errungenschaften. Jetzt grad in diesem Moment bin ich mir unschlüssig, ob es so toll ist, wenn meine Bewegung durch meinen RFID-Ausweis theoretisch regalgenau in der Bibliothek nachvollzogen werden kann. Prinzipiell könnte ja sogar durch RFID-Empfänger in der Tischen festgestellt werden, welcher Ausweis-Inhaber welche Bücherstapel vor sich hat.

Höchst dystopisch. Gar keine Frage.

Dass aber bei irgendwem irgendeine rote Lampe angeht, wenn sich jemand ein bisschen zu intensiv für Chemie-Themen interessiert?  Dann noch nach poitisch oder religiös eher extremen Themen sucht? Nach der ganzen NSA, GCHQ und Snowden Geschichte halte ich nichts für unmöglich.

Und wenn es nur das Einengen von Daten ist. Oder das “diese oder jene Person müssen wir aufgrund ihrer Interessenlage mal auf dem Schirm behalten”. Das kann ja schon dazu führen, dass gewisse Nachdenk-Ansätze im Keim erstickt werden.

Ich hab es neulich am eigenen Leib gespürt, was es heißt sich selbst im Kopf zu zensieren: Letztens war ich ja auf der Seidenstraßen-Tour in Russland. Monate vorher habe ich mir Gedanken darüber gemacht, was ich poste!  Kommentare zu Pussy Riot? Besser nicht. Meine Meinung zu Russlands menschenverachtendem Umgang mit Homosexualität? Ich hab die Finger still gehalten. Selbst die hochwitzigen Bilder von bärenreitenden Putins habe ich mir verkniffen zu retweeten.

Möglicherweise ist das ungefilterte Empfangen von Informationen und das selbst denken dürfen noch immer die größte Freiheit, die wir haben. Wirklich, wirklich sicher ist diese Freiheit nur wenn man Bücher benutzt.

Ist mir nur gerade aufgefallen. Von wegen Print ist tot und so. Wir sollten verdammt nochmal sicher stellen, dass Print niemals stirbt. So bequem, schnell und praktisch der ganze online Kram auch sein mag.

 

* Artikelbild  – Der alte Lesesaal des British Museum in London. Diliff

 

Bibliotheken? Nicht lachen, aber ich bin Stammkunde.

Bibliotheken? Nicht lachen, aber ich bin Stammkunde.

Wenn Kathrin Passig schreibt, werde ich immer gleich hellesig. Neben einigen formidablen Büchern hat sie schließlich auch einen meiner absoluten Lieblingsartikel im Internet geschrieben und ihn ein Jahr später nochmal von der anderen Seite beleuchtet.

Hie geht es aber nur um einen kleinen aber bedeutenden Ausschnitt der Technologiekritik:

Brauchen wir Bibliotheken oder nicht?

Erstmal muss ich Kathrin in vielen ihrer Ausführungen Recht geben. Eine Bibliothek ist nicht die Optimallösung. Bücher können immer nur an einem Ort, in einem Regal stehen. Die Zufalls-Mitnahmen sind nur bedingt sinnvoll: Ich mache davon regelmäßig EINE MENGE um dann zu Hause festzustellen, dass mein Mitnahmereflex weniger Recht hat als meine “Ach lass den Kram stehen, liest Du eh nicht”-Intuition. Warum das teuer werden kann steht weiter unten.
Die fehlende Volltextsuche ist auch so ein Ding. Bücher nicht nur nach Titel und ein paar Stichworten zu finden, sondern nach Wörtern oder Phrasen im Text ist extrem wertvoll!

Aber als großer Fan der Bielefelder Stadtbibliothek sage ich auch:

“Aber Hallo JA! Auf jeden Fall brauchen wir Bibliotheken!” Und schränke dann ein: “Noch jedenfalls.”

Bibliotheken sind ja sowas wie die häufig gefordete Kulturflatrate. Ich zahle 20 EUR im Jahr und kann dafür alles lesen, hören, in den DVD-/BluRay-Player schieben, was grad da ist.

Das finde ich erstmal ziemlich praktisch. Ich kann sogar 10 digitale Titel gleichzeitig aus der Online-Leihe der Bib ausleihen (eBooks, Magazine als PDF, Hörbücher, Videos).
Auch wenn das technisch noch etwas murksig ist: Titel sind IMMER für volle 14 Tage ausgeliehen. Vorher zurückgeben is nicht. Nicht alle DRM-Schutzmechanismen funktionieren auf dem Mac usw. Aber trotzdem schon sehr wertvoll!

Ich kann dem Lektorat der Stadt-Bib Vorschläge machen, welche Titel aufgenommen werden sollten. Die sind dafür auch sehr dankbar, denn gerade bei Fachbüchern, lassen sich die Kolleginnen dort gerne beraten, was denn eigentlich ein lohnenswerter Titel ist.

Wenn all das – inkl. Online-Leihe – irgendwann für ALLE Titel geht. Dann bin ich zufrieden. Auf ds “Erlebnis” in die Stadt zu fahren, einen Parkplatz zu suchen, keinen zu finden, schnell im Parkverbot stehen zu bleiben, hinterher nen Ticket über 10 EUR zu haben – kann ich getrost verzichten. Niederschwelliges Kulturangebot ist wirklich was anderes. Auch wenn man in Bielefeld immerhin in jeder Stadtteilbib Bücher ausleihen und beliebig dort zurück geben kann.

Genauso wäre eine automatische Rückgabe digitaler Titel für mein Bankkonto deutlich praktischer: Wenn ich mich in neue Fachgebieteneinlesen möchte, nehme ich gerne mal einiges an Grundlagen- und Detail-Literatur mit. Wenn man nun verpennt 30-40 Bücher online zu verlängern und pro Buch 1-2 EUR Überziehungsgebühr zahlen muss, ist das doof ;) Eigene Doofheit! aber dennoch doof.
Wie übrigens GERADE passiert, da mich diser Artikel hier an die noch zurück zu gebenen Bücher erinnert hat *hust*
Dennoch:
Billiger als alle Bücher ungelesen oder nur auf Amazon-Bewertungen hin selber zu kaufen.

24-Stunden Rückgabe über einen Automaten haben wir immerhin in der Stadtbibliothek Bielefeld. (Davon hätte ich mal vor 1 1/2 Wochen Gebrauch machen sollen :-/)

Wenn es ein Buch nicht vorrätig gibt, kann ich dieses als Fernleihe bestellen. 1-2 Wochen und ich kann es in der Regel gegen ein paar EUR Gebühr abholen. Besonders bei teuren Schinken jenseits der 30 Euro möchte ich diese Methode nicht mehr missen!

Das “Stöbern” sieht bei mir eher so aus, dass ich zu Hause online auf Titel aufmerksam werde und dann im Online-Katalog der Bib schauen muss, ob sie vorrätig sind.

Also wie gesagt: NOCH brauche ich Bibliotheken in ihrer jetztigen Form. Mindestens als Archiv für Papierzeugs, das noch nicht digitalisiert wurde und das ich nicht zu Hause im Regal stehen haben will.

Denn das ist ein weiterer Vorteil: Ich kann mich immer mehr vom Altpapier in meinen Regalen zu Hause trennen. Gleiches gilt für Filme, Musik-CDs und Konsolen-Spiele. Ich behalte nur noch, was mir _wirklich_ am Herzen liegt, oder regelmäßig gebraucht wird. Ansonsten ist unsere Wohnung hier so medienfrei wie nur irgend möglich.

Noch ein Vorschlag zur zukünftigen Bibliotheksnutzung:

Neben der Idee, Maker-Spaces, CoWorking-Angebote und Veranstaltungsorte in Bibliotheken zu integrieren:
Wie wäre es mit anderen Verleihangeboten? Warum ist noch keine Bibliothek darauf gekommen Dinge zum Verleihen in die Regale zu packen, die man wirklich physisch braucht?

  • Römertöpfe
  • Bohrmaschinen
  • Messgeräte
  • Chemiebaukästen
  • Spielzeug
  • Autoschlüssel
  • was weiß ich nicht alles

Neben Bildung und Kultur ist doch ein ganz wesentliches Element der Bibliothek das Ausleihen.

So, ich muss dann jetzt mal los. Den Stapel überzogene Bücher aus dem Bild da oben zurückbringen und Gebühren bezahlen *japs*.

Und ich würde mich freuen, wenn ich meine Überziehungsgebühren mit dem Einscannen und der OCR-Nachbearbeitung alter Titel abarbeiten könnte :)

Die Stadtbibliothek Bielefeld ist übrigens ordentlich im Web vertreten mit Homepage, bei Twitter, auf Facebook und Flickr.

Hier wurde das Thema in anderen Richtungen weiter gedacht: archivalia, schneeschmelze, libreas,