Category Archives: Technik

UX beim Sonos Boxen einrichten

UX beim Sonos Boxen einrichten

Ein Kumpel fragte neulich, wie er am besten in diversen Räumen Musik verteilen könnte. Im Sinne von: In allen Räumen soll das gleiche gespielt werden. Musik vom iPhone / iPad, Web-Radio, Amazon Music unlimited.

Ausnahmsweise bin ich was HiFi angeht ja momentan schwer im Bastelmodus unterwegs und probiere verschiedenste Höreröebnisse aus. Das ist aber mit einigem an Eigeninitiative und experimentieren verbunden. Er wollte eine einfache auspacken, aufstellen, genießen Lösung.

Also hab ich ihm Sonos empfohlen. Das letzte Mal, dass ich die Teile gehört hatte ist zwar schon etwas her, aber für eine solide Multi-Room-Beschallung ohne HiFi fand ich die vor gut 4 Jahren schon recht bringbar.

Gestern kamen die Teile dann an und ich kriegte ne iMessage mit “Alter! Komm vorbei! Ich warte noch mit der letzten Box. Die EINRICHTUNG musst Du erleben! Das ist der Hammer”.

Ok.

Ich sag mal so: Meine Erwartungshaltung auf Trab zu bringen ist grundsätzlich schon nicht schwer, aber nach der Aufforderung ist sie aus dem Stand im gestreckten Galopp gelandet.

Aber was soll ich sagen: Das Auspack-Erlebnis an sich ist schon ganz nett. Die Boxen sind schön ansprechend verpackt. Das erinnert schon beinahe ans iPhone auspacken. Wir mussten kurz überlegen, wo im Esszimmer die Sonos 1 gut hinpassen würde. Als dann ein sinnvoller Platz gefunden, die Sonos eingeschaltet und die App gestartet war, meinte mein Kumpel nur:

“Und jetzt kommt das Geilste! Jetzt scannt sie den Raum”

Dann erzeugt die Box einen unglaublich spacigen BEam-Photonen-Torpedo-Sound und Nutzer rennt mit seinem iOS Device durch den Raum. Das Prinzip dahinter ist: Der Sound wird vom iPhone-Mikro aufgenommen und analysiert und passend dazu werden die Feineinstellungen der Box vorgenommen.

Ungefähr so hört sich das an und sieht das aus:

Ich habe bisher noch nicht gefunden, wie das tatsächlich funktioniert. Vor allem: Was die Box an sich selber tuned. Aber es macht Spaß :) Klingen tun die kleinen Brüllwürfel auch so sehr OK.

Wenn Rick Rubin das Sonos Tuning in seiner Hütte macht, sieht das irgendwie nochmal lässiger aus :)

Audiophiler Gehörtest: MP3 oder CD-Qualität?

Audiophiler Gehörtest: MP3 oder CD-Qualität?

NPR.org hat hier einen netten Test für die Ohren zusammen gestellt:

6 Songs jeweils in 

  • 128kbit MP3
  • 320kbit MP3
  • uncompressed WAV

aus verschiedenen Genres und Ihr dürft raten, welche Qualität wohl die beste ist.

bei 5 von 6 lag ich richtig und habe die WAV rausgehört.

Einzig bei coldplay lag ich kolossal daneben. Und ausgerechnet bei Neill Young, der ja immer behauptet MP3 wären Körperverletzung und gehörten verboten hatte ich echte Probleme.

Gehört habe ich mit iPhone 6s+ und Audio Technica M40x Kopfhörern. 

Morgen probiere ich es nochmal über DAC und Lautsprecher in laut.

Ein Kajak bauen

Ein Kajak bauen

Der 11 Minuten-Film A thousand hands ago zeigt irre beruhigend, wie der Däne Anders Thygesen mit einfachsten Mitteln ein Kajak baut. Beeindruckt hat mich seine Haltung dabei, aus seinen Fehlern zu lernen: Weit über 100 Kajaks hat er bereits gebaut und wieder verbrannt, bis er sich die traditionelle, aber verloren gegangene Aleuten-Bauart selbst erarbeitet hat:

Schlüsseldienst an Silvester rufen?

Schlüsselerlebnis an Silvester 2015: Auf dem Weg zur Family. DEK Kind war es egal, wo es nach 31 Tagen sein erstes Silvester verbringen würde, es war etwas missmutig und schrie. Wir beeilten uns die Treppe runter, zum Auto zu kommen. Denn wenn die kleine probefahrerin ähm Piratin erstmal im Auto sitzt und der Wagen rollt, ist die Welt wieder in Ordnung. Also öffnete ich das Auto, wollte der Liebsten die Tür zum selben aufhalten und in dem Monent fiel die Haustür zu. Und ein Schlüssel steckte von innen.

Die Tür ließ sich nicht mehr auf noch zu schließen. ARGHS.

Oberste Direktive in Elterndasein: RUHE BEWAHREN! Das muss ich mir noch links und rechts hinter die Ohren schreiben und am besten noch calm auf nen Shortcut legen.

Wir standen ja nun schon draußen, Kind war im Britax festgeschnallt also erstmal zu Omma und Oppa fahren – ins Warme. Auf der Fahrt überschlug ich sie Möglichkeiten:

  • Tür eintreten
  • Schloss aufbohren
  • Aufs Dach klettern und hoffen dass ein Fenster offen ist

Einen Schlüsseldienst an Silvester anrufen dürfte eine GANZ schlechte und vor allem teure Idee werden. Nach groben Schätzungen im Kreis der Familie sind wir überein gekommen, dass zum gleichen Preis auch eine Woche Urlaub gemacht werden könnte.

An Silvesteressen war für mich erstmal nicht zu denken, bis klar war, dass wir wieder eine begehbare Wohnung haben. Glücklicherweise ist an meinem Dad ein Panzerknacker verloren gegangen und er hat mit wenigen Versuchen die unabgeschlossene Tür zum aufspringen bewegen können. Was meinem Grundvertrauen in die Schließtechnik nur bedingt zuträglich war. Die Erleichterung darüber, die Neujahrsnacht im eigenen Bett verbringen zu können überwog aber deutlichst ;)

Morgen wird ein Schließzylinder mit Not- und Gefahrenfunktion eingebaut – oder es kommt gleich eines dieser neumodischen Smart Home Türschlösser ins Haus(-türle).

Danke an den besten Heimwerkerpaps der Welt. Hoffentlich haben meine Linken Hände mit zehn Daumen auf den Rücken gebunden nicht den Weg in die DNA der kleinen Piratin gefunden, sondern Deine Fähigkeit alles wieder hinzukriegen hat einfach nur meine Generation übersprungen und ist jetzt bei Ihr gelandet :)

3D Druck Figur von sich selbst

3D Druck Figur von sich selbst

Irgendwie schon die Krönung der Egozentrik :) Aber auch unglaublich beeindruckend, was technisch geht.

Vor einiger Zeit war ich mit Jan Westerbarkey von Westaflex bei Vividesign in Herford. Darüber, was David Hammen so an Industrie-Lösungen mit seinen 3D-Druckern bietet, bringe ich diese Woche noch einen passenden Podcasts raus.

Hier geht es jetzt erstmal um sein Projekt 3DMii – 3D Action-Figuren von einem selbst :-D

Im Grunde funktioniert die Sache total einfach. Du stellst Dich in ein Rondell aus 60 Kameras, es macht einmal KLICK! und Du fühlst Dich für einen Sekundenbruchteil wie auf dem roten Oscar-Teppich. Das war es schon, was man selber mitbringen muss. Ausser still halten und passende Klamotten anziehen.

Hier mein Periscope-Video im Scanner:

Die von David selbst weiter entwickelte Software, die eigentlich aus der Landvermessung stammt, setzt dann aus den 60 Einzelaufnahmen ein vollständiges 3D-Modell zusammen. Danach beginnt für David die eigentliche Arbeit:

Das 3D-Model muss wasserdicht gemacht werden. Heißt: Es darf keine Lücken zwischen den zigtausend Flächen geben, sonst hätte das Modell später Löcher oder ließe sich schlimmstenfalls gar nicht drucken. Einige Fein-Änderungen und Farbabstimmungen später wird dann gedruckt. Da der eigentliche 3D-Print-Vorgang _echt_ lange dauert, habe ich mir den nicht mehr angeschaut, sondern einfach ein paar Tage gewartet, bis ich meine persönliche Actionpuppe in den Händen halten konnte :-D

Die Brille hatte ich danach bei einer weiteren Aufnahme abgenommen und David hat mir später ein etwas größeres und stabileres Modell auf meine Plastiknase gesetzt.

Völlig faszinierend finde ich ja, dass die Figuren stabil in der gleichen Haltung stehen können. Auch wenn eigentlich nur die Fußspitze bei mir den Boden berührt. Und der Detailreichtum der Puppen ist wirklich großartig. Bis hin zum Dreitagebart und dem Barcamp Ruhr 2009 T-Shirt Aufdruck.

Übrigens ist 3DMii gerade frisch mit dem Druck &Medien Award für 3d-Printing ausgezeichnet worden YAY! und ebenso frisch ins Denkwerk Herford umgezogen.

Also falls Ihr noch ein Topweihnachtsgeschenk für Leute, die schon alles haben sucht:

Zuschlagen! ;)

Besten Dank und Hallo von hier an David und Jan!

3DMii-Figuren

Schade, das Why own it nicht geklappt hat @whyownit

Ich glaube 2012 habe ich Philip auf einem CeBIT Panel zur Shareconomy getroffen und war begeistert von Why own it. Schade, dass die App nun eingestellt wird.

Eigentlich war der Gedanke super: Menschen können Produkte in die App packen, die sie verleihen möchten. Andere können die Dinge dann ausleihen.

Problem:
Sowohl die Konzentration auf Freunde, als auch die spätere Erweiterung auf Nachbarn war noch zu eng gefasst. Es wurde keine kritische Masse an verleihbaren Produkten erreicht. Und das Angebot hätte auf ganz Deutschland ausgeweitet werden müssen.

Wenn ich etwas brauche, dann brauche ich das meistens recht schnell. Nehmen wir mal das Beispiel Bohrmaschine. Wenn ich eine Bohrmaschine brauche, aber weder meine Freunde, noch meine Nachbarn in der Verleih-App eine anbieten, dann fahre ich eben doch zum Baumarkt und kaufe mir eine. Ich weiß ja nicht, wie lange es dauert, bis endlich ein passendes Gerät in der App auftaucht.

Amazon könnte eine Verleihplattform etablieren (hat aber wohl kaum Interesse daran)

Ich könnte mir vorstellen, dass bei amazon schon eine Verleih-App / Rental-Funktion in der Schublade liegt, die in die Plattform eingebaut wird, sobald eine kritische Masse Kunden danach verlangt.

Dann kann ich eine Bohrmaschine nicht nur neu kaufen, gebraucht kaufen, sondern auch für einen Bruchteil des Preises leihen. Amazon übernimmt die gesamte Abwicklung:

  • Leihangebote im Kontext zur Kaufabsicht präsentieren
  • Leihanfragen annehmen und an Kunden, die das Produkt bei amazon gekauft haben weiter leiten
  • Leihgebühr einnehmen und nach Abzug von Provision an Verleiher auszahlen
  • Überziehung der Leihfrist ahnden (mit weiteren Kosten, Sperrung des Amazon-Kontos etc)
  • Wichtigster Punkt: Versandetiketten für Hin- und Rückweg des Leih-Guts
  • Allerwichtigster Punkt: Millionen Kontakte um Verleiher und Leihwillige zusammen zu bringen

Es gibt eine Menge Dinge, die ich leihen statt kaufen würde: Bücher, Fotozubehör, Spiele, Werkzeug… Vieles davon würde ich ggf. danach sogar kaufen, wenn es mir gefällt. Manches brauche ich einfach nur einmal. Bin gespannt, wann jemand das Uber für Zeugs an den Start bringt.

Hoffentlich bin ich bis dahin alles überflüssige losgeworden, so dass ich nur noch leihen aber nicht verleihen kann :)

Wenn das spanische Königspaar damals nicht die Fregatten von Columbus finanziert hätte…

Wenn das spanische Königspaar damals nicht die Fregatten von Columbus finanziert hätte…

…und statt dessen Hütten für die Spanier gebaut, wären wir nicht auf dem Mond gewesen. Und wozu das gut war, werden wohl erst Generationen nach uns wissen.

wunderbarer Kommentar von hardy zur Finanzierung der Raumfahrt, ob das sinnvoll ist und überhaupt landet Rosetta bald auf ihrem Kometen und macht Selfies vorm Kometen davon.

(c) Bild – ESA Rosetta

Gibt’s ne Innentasche für Kamerarucksäcke in DSLR-Form?

Gibt’s ne Innentasche für Kamerarucksäcke in DSLR-Form?

Eigentlich sollte dieser Beitrag nur eine Mail mit einem Produkt-Wunsch an Monochrom werden, die ja die Anybags produzieren. Dann dachte ich mir aber:

“hey, vielleicht weiß ja noch jemand ne andere Lösung”.

Ich hätte gerne eine Anybag in Form einer DSLR als Innentasche im Kamerarucksack.

Hintergrund ist folgender:
Ich habe einen Lowepro DSLR Video Fastpack 250 Rucksack.
Der Rucksack ist soweit auch sehr super. Ich kriege mein Kamerazeugs rein, ne GoPro mit allem, was man so braucht, nen BROCKHAUS, Macbook Air mit Netzteil und T-Shirts und Unterwäsche für 2-3 Tage :)
Aber:

ich nutze eine Olympus OM-D E-M5
kleeeeeeeine Kamera also.

Das Kamerafach in T-Form, das super praktisch von oben zu erreichen ist, wenn ich den Rucksack seitlich vor den Bauch ziehe ist daher viiiiieeeeeel zu groß.
Die Kamera fliegt im DSLR-Fach hin und her.
Dummerweise wurde der Teil, der für das Objektiv gedacht ist nicht bis zur oberen Kante mit Klettverschluss ausgekleidet, sonst könnte ich den Boden immerhin bis ganz nach oben setzen und mein Problem wäre lösbar.

Bei Monochrom gibt es nun Anybags. Zusatz-Innentaschen für Kamerataschen. Die sind vom Prinzip her auch ne tolle Geschichte. Aber für meinen Anwendungsfall leider unbrauchbar:
Ich kann natürlich eine Anybag senkrecht in das freie Fach stecken, habe damit aber nichts gewonnen, da ich das Anybag immer rausziehen müsste, wenn ich dran will und damit die Funktion des Rucksack im Eimer wäre, direkt durch die Seitentasche an die Kamera zu kommen.

Ich möchte:
Eine Anybag in Größe und Form einer DSLR in T-Form, die sich halbwegs passend in das Fach einpasst:

  1. den vorderen Teil, wo das Obejektiv säße mit einem Klettboden für ein kleines micro4/3 Objekt abtrennen
  2. den breiten Teil, in dem der DSL-Body sitzen würde, mit Klettwänden individuell einteilen – für MFT-Kamera mit und ohne objektiv, 1-2 Pancakes usw.
  3. mit einem Klettdeckel verschließen, so dass aus der Anybag nicht gleich alles rausfällt, wenn ich den Rucksack seitlich öffne

Ich habe mit einigen Micro4/3 und Leica-Nutzern gesprochen, ob sie ähnliche Probleme haben:
Haben sie.
Von daher dürfte eine Anybag, die das Standardfach in DSLR-Größe in Kamerarucksäcken ausfüllt durchaus Nachfrage bekommen.

Was denkt Ihr? Habt Ihr ne andere Idee? Kennt ihr ne Tasche, die in etwa in das Fach passt?

Hier sind die Maße:

So in etwa meine ich das :)

So in etwa meine ich das :)