Mama, das Thema Netzneutralität geht Dich auch an – Du brauchst ein Echtes Netz

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Wir haben es in Deutschland einfach drauf, wichtige Themen so mit Beamtensprech zu verklausulieren, dass kein normaler Mensch Bock hat, sich damit auseinander zu setzen, geschweige denn zu verstehen, warum das Thema nun für einen selbst wichtig ist.

Das aktuelle Thema Netzneutralität im Zusammenhang mit dem Vorhaben der Telekom Internetanschlüsse zu drosseln, wenn zuviele Daten pro Monat übertragen werden ist auch so eine Sache.

Dabei ist das Thema Netzneutralität verdammt nochmal wichtig für jeden Menschen, der das Internet benutzt. Darum versuche ich jetzt mal, das meine Mutter zu erklären.

Es geht darum:
Die Telekom will bestimmte Inhalte langsamer auf Eure iPads, Computer, Fernseher, Smartphones, Internetradios zu Hause übertragen. Nämlich DIE Inhalte, die die Telekom nicht selber verbreitet oder von den Anbietern abkassiert. Nutzt Ihr im Monat zuviele Inhalte, die der Telekom nicht in den Kram passen, kommen diese Inhalte einfach mal langsamer an, nachdem Euer Daten-Vorrat verbraucht ist.

Aber ich habe doch eine Flatrate bestellt?

Ganz genau. Das sieht die Telekom aber anders und ändert mal eben die Vertragsbedingungen. Sie hat vor, ein 2-Klassen Internet zu schaffen.

Dabei basiert das Kabelnetz der Telekom auf dem, was durch den Steuerzahler aufgebaut wurde! 

Aktuell versucht die Telekom auf Ihrer Webseite zu erklären, dass alles gar nicht so schlimm sei und für “normale” Nutzer mit 75GB genug monatliches Datenvolumen zur Verfügung stünde. Das ist Quatsch. Die Internetnutzung nimmt immer weiter zu. Die Technik wird immer besser. Videotelefonie (die bsw. nicht die Telekom ordentlich benutzbar gemacht hat, sondern Apple mit Facetime) bekommt immer bessere Bildqualität, Fernsehsendungen, Filme und Sportübertragungen bekommen NOCH bessere Bildqualität. Außerdem beziehen sich diese 75GB auf den

Früher wurde meine Flatrate doch auch gedrosselt, wenn ich zuviel Daten verbraucht habe? Stimmt. Dann wurde aber ALLES gedrosselt und nicht bestimmte Dienste, die sich den Weg nicht frei gekauft haben.

Warum brauchen wir ein neutrales Netz?

Stell Dir vor, Autohersteller XYZ beteiligt sich am Autobahnnetz. Kauft einfach mal einen ordentlichen Batzen Straßenkilometer und sagt dann: Wir geben allen Autos aus unserem Haus Vorrang auf den Autobahnen. Alle anderen Hersteller dürfen ab einem gewissen Kontingent nur noch mit 100km/h auf die Autobahn. 

Wenn man ganz genau hinschaut, lässt sich sogar das Horroszenario malen, dass die Telekom diesen kritischen Beitrag hier drosseln könnte. Klar, so ein Text-Beitrag ist schnell übertragen. Aber was, wenn nicht gedrosselt, sondern gleich gefiltert wird? Wenn nur noch DIE Internetseiten angezeigt werden, die der Telekom passen?

Netzneutralität bedeutet, dass ALLES im Internet gleich behandelt werden MUSS. Ohne dass eine Person, ein Unternehmen oder eine Behörde in die Daten reinschauen darf. Um mal wieder bei unserem Autobahn-Beispiel zu bleiben:
Du darfst nur auf die Autobahn fahren, nachdem Dein Kofferraum kontrolliert wurde.

Wie wird das denn in anderen Staaten geregelt?

Was Drosselung ausgewählter Inhalte angeht habe ich nichts finden können. Aber nur um mal ein Gefühl für die Preise und Internet-Geschwindigkeiten zu bekommen, die in anderen Ländern für echtes Netz gezahlt werden, habe ich diese Infografik von 2010 gefunden. Die Preise dürften größtenteils noch weiter runter gegangen sein:

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Was kann ich denn nun tun?

Wo kann ich noch mehr dazu lesen?

  • Auf der Seite echtesnetz.de geht es ausschließlich um das Thema. Von dort kommen auch die Pixel-Plakate weiter unten

    Echtesnetz.de wurde von diesen beiden Organisationen gegründet:

  • d-64.org (in der ich sogar Mitglied bin)
  • digitalegesellschaft.de

Hier berichten noch andere:

Bilder sagen mehr als tausend Worte:

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Facebook Likes sagen nur soviel über mich aus, wie ich MÖCHTE, dass sie über mich aussagen

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Letztens gingen ja diese Studien-Ergebnisse über den Fritzen aus Cambridge rum, der anhand von 58.000 Facebook Profilen analysiert hat dass Harley-Davidson Liker dumm wie Stulle und Freunde von Curry Fries die hellsten Kerzen auf dem Kuchen sind.

WAS? Facebook weiß wer wir sind??? Wer hätte das gedacht?

Ich bin ja ein großer Fan von Profilerserien – Criminal Minds, Lie to me oder hochaktuell: The Following (großartige Serie übrigens!). Dieser ganze Special-Agent-Psycho-Profiling-Kram funktioniert doch genau SO lange, wie jemand instinktiv bei Facebook rumklickt.

Wieso lese ich nirgends davon, wie man sein Profil am besten verschleiert, wenn man das gerne möchte? Anstatt von hysterischem “AAAAH Facebook klaut uns unsere Seele und Identität”-Geschrei würde ich mir doch eher mal Gedanken darüber machen, diese Informationen zu nutzen und mir mein Facebook-Profil nach Lust und Laune zusammen zu spammen.

Denkt mal an normale Anmelde-Formulare auf Webseiten: Was meint Ihr, wie viele Einwohner Afghanistan haben müsste, wenn man mal alle die Leute mit rein rechnet, die auf Webseiten-Anmeldungen genau das als Heimatland angeben. Aus Bequemlichkeit, weil es das erste Land in der Dropdown-Liste ist.

Ich will gar nicht verharmlosen, dass Datensammelbuden wie Facebook und Google mit Vorsicht zu genießen sind, aber hey: Denkt doch einfach mal nach und macht es denen halt wenigstens so schwer wie möglich, wenn Ihr etwas dagegen habt.

Links zum Thema:

Hier weitere Artikel zu den Geschichten bei The Verge und The Indepentent, meiner alten Heimat Basicthinking und Netzpolitik

Bei Yourarewhatyoulike.com kann man seine Likes auswerten lassen. Wie mir scheint kam bisher bei allen, die es ausprobiert haben das gleiche Ergebnis raus ;) Auf mich trifft das Ergebnis 60:40 zu.

Michal Bosinski ist der Wissenschaftler, der in Cambridge Like sammelt ;) Hier seine Studie und hier als PDF

(Ob der was mit Murray Bozinsky zu tun hat, der immer die Daumen in den Fäusten gelassen hat? *g*)

Wenn Ihr Euch tatsächlich mit Persönlichkeitstests beschäftigen wollt, fangt mit denen drüben bei Gunter Dueck an. Den MBTI mache ich immer mal wieder alle 1 bis 2 Jahre und es kommt immer wieder das gleiche Ergebnis raus.

Zu DNAs 61. Geburtstag ein Google Doodle – 42!

Ach, das ist mal wieder ein feines Google Doodle, das da den 61. Geburtstag von Douglas Adams feiert. DNA ist wirklich viel zu früh gestorben. Hätte er doch wenigstens das iPhone noch erlebt, dass so nah an seinem “Per Anhalter durch die Galaxis” Buch im Buch dran ist.

Kann jemand da draußen mal bitte das Buch schreiben, das Adams heute wohl auf seinem iPad tippen würde?

Gab es eigentlich schonmal ein Doodle zum Towel Day?

Felix hat ein Kaffeehaus aufgemacht. Oder so.

Eine schönere Beschreibung, warum jemand im Internet das tut was er tut und wie es dazu kam habe ich schon lange nicht mehr gelesen, als hier beim wirren ix.

Bei mir ist es eher ein Bed & Breakfast als ein Kaffeehaus. Und der Traum wird derzeit eher stärker denn schwächer, aber Parallelen sehe ich trotzdem. Und nicht nur, weil ich auch die eine oder andere New York Times mit Nachrichten von vor ein paar Tagen für 10 Mark gekauft habe :)

Alle meine Instagram Bilder als ZIP runterlasen

Speaking of Instagram: Seit Teymur mich auf die neue Flickr App gebracht hat, benutze ich Instagram irgendwie nicht mehr.

Ich habe zwar bei Flickr noch nicht raus, wie die Bilder vernünftig mit Beschreibung in die Facebook Timeline gepostet werden, aber das Thema Instagram ist durch.

Zumal mich dich quadratischen Bilder mehr und mehr genervt haben.

Bei IFTTT gibt es ja Recipes, die einem jedes neue Instagram Bild automatisch in der Dropbox ablegen. Ich wollte aber einmal alle Bilder von Instagram gesammelt speichern.

Einmal gegooglet und tatsächlich, Instaport zieht einem die gesammelten Instagram Werke als Zip auf die Platte.

Praktisch.

Fotospaß: Bildschirmschoner aus Instagram und Flickr Bildern

Keine Ahnung, wie ich da eben drauf gekommen bin, aber ich habe mich gefragt, ob ich nicht meine Instagram oder Flickr-Bilder als Screensaver bzw automatisierte Hintergrundbilder verwenden kann.

Den Screensaver sehe ich bei mir auf dem Rechner zwar eh nie, aber ich will wissen ob es geht :-D

Und Taadaa: Es geht tatsächlich!

Mit dem Flickr-RSS-Feed in Mountain Lion

mit Screenstagram als Bildschirmschoner für den Mac

Windows Flickr Screensaver

Winstagrid – Bildschirmschoner mit Instagram unter Windows

Nur für die Verwendung von Flickr-Bildern als Hintergrundbilder habe ich noch nichts gefunden. Kennt da wer was?

Bandprobe online und übers Web jammen

Notiz an mich: Ein paar Tools mit denen Band online proben und Musiker mit mal eben jammen können.

So richtig überzeugend sieht noch keins aus. Außerdem frage ich mich, wie dick die Internet-Leitungen sein müssen, damit die Latenzen erträglich sind. Bei Rocksmith auf der PS3 sind die Latenzen ja schon lokal übers Klinke-Kabel spürbar.

Google selbst hat hier etwas mit mehr spielerischem Charakter:
Vielleicht bauen sie das ja wirklich mal als ein Musiker-taugliches Hangout Feature aus.
Gab es da von Steinberg nicht auch mal was?
Hat irgendjemand so eine Lösung schonmal ernsthaft ausprobiert?
Hmm, mir kam dabei gerade noch eine ganz andere Idee für Pen&Paper Rollenspieler.

Zeit statt Zeug verschenken

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Schöne Aktion von Scholz & Volkmer, die eine Page gebaut haben, mit der man seine Zeit gleich mit passenden Unternehmungen verschenken kann.

Zeit statt Zeug eben:

  • Kochabend statt Kochbuch
  • Stricken beibringen statt Pullover
  • Reparieren statt neu kaufen

und viele andere Nettigkeiten, die man verschenken kann sind dabei. Schade finde ich, dass man die “Gutscheine” die man da erstellt, nicht als PDF runterladen und ausdrucken kann. Jaaaaa, ich weiß “Internetausdrucker” und so, aber ein Geschenk möchte man dann ja doch überreichen und auspacken, statt in der Mail-Inbox finden, oder?

Schaut”s Euch trotzdem mal an. Vielleicht wollt Ihr ja auch ein bisschen Zeit verschenken dieses Jahr.

 

 

Google, mach doch bitte endlich selber Print!

Nachdem ich die beste Erklärung zum Leistungsschutzrecht LSR von @Frank_Rieger auf FAZ gelesen habe, hätte ich da einen Wunsch:

Google, mach doch bitte mal Papier bunt.
 Ok, schwarz weiß würde schon reichen.

Nach dem Artikel stellte sich mir erstmal die Frage:

Wem gehören eigentlich die News? 

Ami-Medien bringen ja gerne mal so markige Sprüche wie:
WE MAKE THE NEWS!

No, you don’t!
NEWS HAPPEN, STUPID!

Dabei konsumiere ich derzeit fast gar keine News.
Warum? Weil ich kein Interesse an Hopplahopp-Tages-Journalismus habe.

Neutrale Zahlen, Daten Fakten würden mir zur Meinungsbildung reichen.

Finde ich aber nirgends – und das, obwohl die Nachricht an sich – die Zahl, der Fakt, das Zitat doch eigentlich erstmal frei ist da draußen. Sie gehört keiner Redaktion, keinem Verlag und keinem Journalisten – außer sie haben sie selber geschaffen: Also recherchiert, ausgerechnet, aus unterschiedlichen Quellen in Zusammenhang gebracht.

Im Artikel schreibt Frank Rieger Facebook könnte einfach die insolvente Nachrichtenagentur dapd kaufen. Ist doch aber eigentlich gar nicht nötig:

 

Mittlerweile mein Traum, der damals im EPIC 2015 Filmchen noch als Alptraum dargestellt wurde:

 

Ein Tageblatt per Algorithmus zusammen gestellt.

Ohne Schlagzeilen und ohne Meinungsmache, so distanziert und emotionslos wie möglich.

Als Print im praktischen Tabloid-Format und natürlich auch als App.

 

Zahlen werden als Durchschnitt aller Agenturmeldungen und Publikationen dargestellt.

Fakten werden semantisch ausgewertet und möglichst neutral wieder gegeben

Deutlich erkennbare Pro und Contra Positionen werden bei jedem Thema wo sie auftauchen deutlich raus gestellt.

Über APIs und Formulare können Meldungen von Pressestellen und anderen Quellen eingereicht werden und werden vom Algorithmus auf Authentizität und danach Relevanz sortiert (Absender-IP, Hashes, PGP-Keys, etc).

 

OHNE journalistische Redaktion

OHNE Meinung und Einordnung

OHNE Bilder – ich will wissen was passiert. Nicht wie es aussieht.

 

Das ganze Blatt mit immer gleicher Ressortierung. In den Ressorts wird nach einem Algorithmus der Aktualität, Zahl der externen Links und Meldungen sowie Bedeutung in einem langfristigen Kontext berücksichtigt sortiert. Kurzfristig spektakuläres aber langfristig unwichtiges fällt im Zweifel raus.

 

Dafür wäre ich schonmal bereit nen Euro pro Tag zu zahlen.

 

Wochenzeitung als Sahnehäubchen on Top – dann gerne auch mit Bildern:

Jeden Freitag hätte ich gerne eine Wochenzeitung. Von Journalisten? Nicht unbedingt. Zu jedem Thema wird das erfolgreichste unabhängige Blogposting der Woche abgedruckt. Wenn nötig die 2 gegensätzlichsten Postings: Pro und Kontra. Argument und Gegenargument. Ausgewählt von einer kleinen Redaktion. Geschrieben von Bloggern oder bloggenden Journalisten am Liebsten aber Experten im Thema, die ihre Meinung sagen und gut erklären können. Gut recherchiert und dargelegt muss es sein.

Das reicht mir schon.

Ach ja: International natürlich. Die besten Posting gehen einmal durch den Translator und werden nochmal kurz nach redigiert.

Die Autoren erhalten aus dem Topf von Verkaufserlösen und 1€ pro Tag Abos ein Honorar das mindestens an Printhonorar rankommt. Eher höher.

 

Warum?

 

Ich will mich täglich kurz und knapp informieren und mir meine Meinung selbst bilden und bei Bedarf selber recherchieren. Am Wochenende habe ich Zeit. Und Lust mich mit Meinungen, Einordnungen und Erklärungen anderer in der Tiefe auseinander zu setzen. Die müssen nicht zwangsläufig von Journalisten kommen.

 

Ich weiß Google, ist jetzt erstmal nicht direkt Euer Business-Model. Waren soviele andere Sachen aber auch nicht und die habt Ihr verdammt gut hingekriegt. Könnt Ihr da bitte mal was machen? Ist nötig. Ehrlich. Und dann hätten die Verlage endlich mal einen Grund rumzuheulen. Dann würde vermutlich sogar die BILD heulen und das würde uns doch allen gefallen oder?

 

Die einzige Schlagzeile, die ich vermissen würde, wenn es keine reißerischen Schlagzeilen mehr gäbe würde so lauten:

GOOGLE TREIBT BILD IN INSOLVENZ 

 

Weil:

Werbung gibt es nur noch unauffällig in einer Spalte am Rand. Google AdWords in Print. 2 Zeilen Anzeige und ein 4-stelliger Code der zum Anbieter führt. Was macht man mit dem Code um zum Angebot des werbenden zu kommen?

 

Klar: Er wird gegooglet.