Cool, mein Iphone Akku is doch nicht kaputt, ein Exchange Server war’s

iPhone Akku - (cc) Alexandra Schwarz Photografie

Was hab ich geflucht die letzten 2 Tage. Plötzlich entlädt sich mein iPhone Akku innerhalb eines halben Tages KOMPLETT.

Gut: Ddas iPhone 4S ist anderthalb Jahre alt. Aber so von jetzt auf gleich ohne Vorankündigung Akku im Eimer ist schon merkwürdig. Und die für den Accu-Drain bekannte iOS 6.1.3 Version habe ich ja bewusst noch nicht installiert.

Dazu wurde das Telefon auch noch irre heiß ohne Grund. Mehrfaches Apps abschießen, Bluetooth und Ortungsdienste ausschalten sowie neustarten hat nichts gebracht.

Also fing ich gestern an zu überlegen, wo das Problem liegen könnte. Mir viel auf, dass in sämtlichen Mailaccounts, die E-Mails extrem langsam oder gar nicht luden. Hmmmm. Könnte also mit den Mails zusammen hängen.
Was hatte sich da geändert? Hatte Google Mail was neues eingeführt? Ne. Läuft die neue Mailbox App im Hintergrund? Ne auch nicht. Auch alle Benachrichtigungen sind ausgeschaltet.

Dann fiel es mir wie Schuppen aus den Haaren:

Ich habe einen Mail-Account, der auf einen Exchange-Server zugreift. Dieser Server wird aktuell umgezogen und scheinbar muss ich da noch einige neue Einstellungen im iPhone vornehmen. Also habe ich einfach mal den Mailaccount fürs lange Wochenende in den iPhone Einstellungen deaktiviert und *PLING*

Rom, 38 Grad, die Sonne brennt, der Akku hält.

Die Mail-App hing irgendwo im Raum-Zeit-Kontinuum fest und hat Tage lang versucht an Mails ranzukommen, an die es kein rankommen gab. Da würde ich mich, wenn ich ein Smartphone wäre, auch ordentlich überanstrengen, heiß laufen und die Batterie leer lutschen ;)

Was lernen wir daraus? Manchmal muss man um die Ecke denken, an den Anfang zurück gehen und sich fragen: Was hat sich seit Auftreten des Problems eigentlich so in der “Umgebung” verändert.

 

Ein Paar Software und Einsteigertips für den Apple MacMini Padawan

Für einen Freund, der sich gestern einen MacMini gekauft hat und alle anderen, die sich für Mac-Apps und Workflows interessieren :)

Safari aus dem Dock schmeißen und vernünftigen Browser installieren

Safari ist mir zu langsam und zu unhandlich. Mein Daily-Driver-Browser ist Google Chrome im Beta-Channel. Firefox ist auch als Ausweichlösung installiert, aber momentan läuft Chrome gefühlt schneller, absturzsicherer und gefällt mir insgesamt einfach besser.

Reeder für RSS-Feeds – mal sehen was nach Google Reader kommt

Aktuell lese und v.a. verwalte ich Feeds aktuell im Google Reader. knapp über 1000 RSS-Abos aktuell. Nach Themen in Ordner sortiert. Ich hoffe, dass ich daran auch nicht zuviel ändern muss, wenn Google beim GReader den Stecker zieht *schnüff*. Die App Reeder kostet ein paar Taler. Ist aber recht hübsch, hat viele Sharing-Optionen und ganz wichtig: Eine quote.FM Anbindung.

Gute offline-RSS-Reader Alternative ist NetNewsWire

Pocket ist meine Wahl für alle langen Artikel

Es gibt ja auch noch Readability und Instapaper. Aber ich bin bei ReadItLater / Pocket gelandet. Schönes Cloud-Tool in das ich über alle Geräte, Browser und Apps Artikel, die ich später lesen will reinschubse. Wo ist der Unterschied zu Reader?
Ich abonniere grundsätzlich nur private RSS-Feeds / Blogs und keine Massenmedien, Magazine oder Zeitungen. Manchmal schreiben die aber auch was interessantes ;) Und diese Artikel packe ich dann einzeln ins Pocket. Auf dem Mac lese ich dann v.a. die Artikel, mit denen ich arbeiten will und wozu ich ausführlicher Platz zum Schreiben brauche.
Zum einfachen Lesen der Pocket-Artikel sind iPhone und iPad auch großartig. V.a. weil die App die Artikel zum Offline-Lesen abspeichert.

WordPress Editor

Bin ich nie so recht mit warm geworden. Ich habe Ecto vor Urzeiten mal gekauft, aber nie genutzt. Die letzten Tage habe ich mit MarsEdit rumprobeirt. Ist aber irgendwie auch nicht meins. Der Full-Screen Schreibmodus von WordPress im Browserfenster reicht mir zum ablenkungsbereinigten Schreiben eigentlich aus. (Bin ich aber auch erst vor ein paar Monaten drauf gekommen  danke an René an dieser Stelle *g*)

All das was ich aufschreibe, schreibe ich in Evernote

Evernote die Eierlegende Wollmichsau.

Gerade gestern habe ich noch nen Artikel darüber gelesen, dass Evernote erst dann richtig Sinn macht, wenn man möglichst viel dort reinschmeißt. Und das tue ich seit Monate. Jeder Gedanke, Postingentwurf, Bucketlist, ToDos, Einkaufszettel, Visitenkarte, Buchcover im Buchladen… Alles was ich erinnern, weiter entwickeln oder aufschreiben will landet im Evernote. Visitenkarten, Buchkarten und sowas als Foto. Fleißige Algoritmen oder Outsourcingkräfte im sonnigen Süden Asiens sorgen für Schrifterkennung und Durchsuchbarkeit der Bilder.
Das einzige, was mir im Evernote fehlt ist eine Wiki-Funktion um einfach einen Link anzulegen, den Link anzuklicken und daraus eine neue Notiz zu generieren.
Empfehlung: Evernote Clearly zum Fullscreen Lesen im Browser. Blendet nicht nur Werbung aus, sondern die gesamte Seite und zeigt nur noch den Text an. Aus Clearly lassen sich dann auch Textpassagen in Evernote Notizen schicken.

Scrivener zum Schreiben der ganz langen Texte

Scrivener von Literature&Latte ist überhaupt der Grund, warum ich einen Mac haben wollte. Wenn Du lange Texte mit ausführlicher Recherche schreiben willst, ist es das Tool der Wahl. Un es ist einfach schön. Und hat einen wahnsinnig tollen Workflow.

Delicious Monster

Auch so ein Nur-Mac-Tool. Delicious Monster ist der heimische Bibliotheks-Katalog. Das coole: Du musst Bücher, DVDs, CDs, Spiele usw. nur mit dem Barcode vor die Webcam halten und Delicious haut sie ins Regal.
Mittlerweile kann man auch aus DM heraus direkt Amazon-Angebote erstellen.

Office-Krams.

iWork ist schon fein mit Keynote, Pages und Numbers. Allerdings will mein MacBook Air meine gekaufte iWork Version vom MacBook Pro nicht übernehmen. Bis ich dafür eine Lösung gefunden habe, spiele ich gerade mit LibreOffice rum. Microsoft Office habe ich auf dem Mac noch nie probiert. Wenn Du Deine Firmen-Lizenz am Start hast muss ich mir das bei Dir mal anschauen.
Und sonst komme ich Office-technisch für den Hausgebrauch auch mit Google Drive aus.

VPN Client Tunnelblick

Open Source. Kostenlos. Funktioniert.

Text-Editor zum Coden: Sublime Texteditor 2

Ist so eine “zahl was es Dir wert ist” Geschichte, wenn ich mich recht erinnere. Ich benutze ihn leider zu selten. Wenn ich ein Coder wäre, würde ich mich wahrscheinlich zwischen Sublime und Textmate entscheiden.

Terminal / Konsole App

Das MacOS-Terminal ist dank UNIX Unterbau schon ok. Aber iTerm 2 kann noch ein bissken mehr.

The Unarchiver für RAR-Dateien

VLC VideoLAN als Mediaplayer

iTunes nutze ich nur als Bibliothe udn Orga-Tool. Bis das mal gestartet ist, dauert mir viel zu lange. VLC rockt halt immer noch ;)

YouTube und Vimeo-Videos runterladen mit ClipGrab

Ich schaue gerne Talks von Konferenzen. TED-Talks, Webstock, Creative Mornings und so Zeugs. Das Google Chrome Addon um YouTUbe Videos an die Synology zum Download zu schicken funktioniert prinzipiell ziemlich gut, ABER:
YouTube ist sehr picky und unvorhersehbar damit, welches Video es Dich runterladen lässt und lädt manchmal auch FLV oder MKV Dateien runter, die die PS3 als Medienserver nicht abspielt.
Ich lade deswegen immer mit ClipGrab in meinen “Später anschauen”-Ordner auf dem Synology-Netzwerklaufwerk runter.

FTP SFTP SCP Dateitransfer

Hierfür habe ich sonst imm Cyberduck genommen. Das kostet mittlerweile aber RICHTIG Geld. So oft benötige ich SCP nicht (eigentlich nur für den dd-Server) deswegen nutze ich für FTP-Gedöns Filezilla.

Ebook Reader und Verwaltung

Calibre zur Verwaltung der E-Books. Da gibts nix besseres. FB-Reader zum schnellen reinlesen. Is einfach fixer als das Adobe Digital Editions Tool.

Windows Programme nutzen

Keine Ahnung, ob Du auf dem Mini nen Windows-Tool nutzen willst / musst. Geht aber auch – entweder mit VirtualBox – OpenSource Tool für virtuelle Maschinen, oder mit Wine Bottler. Wine eben. kennste ja von Linux noch.

BetterTouchTool

Erweitert das Trackpad um selbstgekonfte Gesten. Ist ganz cool. Aber gewöhn Dich vielleicht erstmal generell ans Trackpad ;)

Monolingual

Damit kannst Du die ganzen überflüssigen Sprachpakete runterschmeißen und ein bisschen Platz frei machen. Bei ner SSD vielleicht nicht verkehrt ;)

Adium Messenger-Client

Eigentlich fast überflüssig dank iMessage. Aber da ich ja grad meinen 6127178 ICQ Account wieder gefunden habe, könnte man mal wieder ICQen ;)

Handbrake DVD Tool

DVDs rippen und Media-Files konvertieren. Deiner hat ja noch nen DVD-Laufwerk – dann kriegste mal Platz im Wohnzimmer ;)

StreamToMe

Und der Mac verteilt Videos. Macht aber ja die Synology auch.

CoBook Adressbuch mit Social Web Anbindung

Cobook holt sich Daten aus Social Networks um das Adressbuch zu ergänzen. MacOS und iOS app

Die anderen Mac-Apps

Das coole beim Mac ist ja, dass er schon einen ganzen Arsch voll vernünftig durchdachter, funktionierender und vor allem hüber Tools mitbringt:

  • Garageband zum Podcasten
  • iMovie zum schnellen Videos-Schnipseln
  • iPhoto für die Bilders – wobei da hast Du ja Lightroom
  • Mail – benutze ich nicht, da nur Web-Mail im Einsatz. Ist im Vergleich hübscher als Thunderbird

überflüssige MacOS Apps

Growl – Fast jeder Mac-User empfiehlt Growl. Ich finde die ständigen Systemnachrichten extrem nervig und konnte bisher keinen Nutzen drin sehen.

Quicksilver – ähnlich gehyped wie Growl. Ist aber was komplett anderes. Ein Launcher, Such- und Text-statt-Klicken-Tool. Kann extrem viel, wenn man sich mit der Nutzungsweise vertraut macht. Hatte nie die Muße dazu – is aber cool :)

Twitter for Mac – nutze ich auch nicht. Ich twittere direkt aus dem Browser per Buffer oder Hootsuite. Genauso lese ich Twitter in der Web-App oder auf dem iPhone

Facebook Implementierung – alles ausgestellt. Ich will auf der Kiste ja arbeiten und nicht genervt werden ;)

Skype – nutze ich fast nur auf dem iPhone. AUf dem Rechner ist es nur für Notfälle im Ausland oder für Podcasts. Der Mac ist ja nen Computer und keine Telefonzelle :) Wobei Du da in Kombi mit Webcam und 42-Zöller ne nette Omma-Oppa-Bespaßungs-Leitung aufbauen kannst ;)

Caffeine - empfehlen auch viele. Die App verhindert, dass der Mac sich in den Energiemodus schaltet. Hab ich noch nie gebraucht.

Dropbox – ok. Ist ja selbstverständlich )

PDF-Reader – brauchst Du eigentlich nicht. Die Vorschau-App von MacOS ist ein hervorragender PDF-Reader

Mail App von MacOS – Grund siehe oben

Fluid – macht aus Webseiten eine App auf Deinem Mac. Habe ich früher für Google Mail und Google Reader benutzt. Muss ich mal wieder mit rumspielen. Da Chrome aber so selten abstürzt brauch ich Mail und RSS nicht mehr in externen Pseudo-Apps ;)

App-Cleaner – der marketingtext sacht, dass es Apps WIRKLICH löscht. Und auch die kleinen Dateien, die bei der Installation irgendwo ins System gepackt werden. Hatte ich auf dem McBook pro installiert. Ist aber irgendwie nur Windows-Esoterik ;)

Perian – ist eine Systemerweiterung für Videocodecs. Hatte ich auf dem MBP installiert. Auf dem MBA mit VLC aber noch nie gebraucht.

Einstellungen und Features zum rumspielen

Launchpad und Mission Control sind ganz witzig. Google Dir das mal raus und schau, wie Du das für Dich am besten nutzen kannst. Zusammen mit dem Trackpad ne feine Sache.

Die Bildschirmecken kannst Du im Mission Control mit Funktionen belegen. Unbedingt ausprobieren! Eine der coolsten Funktionen finde ich ;)

Die Scrollrichtung ist seit Mountain Lion verkehrt rum. Macht mich wahnsinnig und ist das erste, was ich bei ner frischen Installation in den Maus / Trackpadeinstellungen zurückstelle :)

Freigaben von der Synology stellst Du im Finder ein. Mit CMD (vgl. mit der Windows-Taste) + K kannste im Finder die Netzwerklaufwerke adden.

Die Suchfunktion Spotlight aktivierst Du systemweit mit CMD + Space. Auch ein mächtiges Zeitspar-Feature. Und der Grund dafür, warum ich mir unter MacOS die Ordnerverschachtelungsalphabetisierungsordnungsstrategie fast vollständig abgewöhnt habe. Spotlight indiziert Dokumente ordentlich und bisher habe ich alles wieder gefunden ;)

Vollbild-Modus ist in den meisten Programm-Fesntern mittlerweile rechts oben integriert.

Fenster auf Bildschirmgröße geht mit dem grünen PLUS links oben. Doppelklick auf Fensterkante schickt das Fenster ins Dock meine ich.

Bildschirm sperren – es gibt nen kleines Tool, mit dem man eine Tastenkombi belegen kann ähnlich wie WINDOWS + L. Ich mache immer nen Rechtsklick auf den Benutzernamen oben rechts und dann Anmeldefenster.

Rechtsklick – Speaking of! 2-Finger-Tip aufs Trackpad macht den Rechtsklick

Vorschau-App - Bei ausgewähltem Bild die Leertaste drücken und Du kriegst ne große Einzelvorschau durch die Du mit Pfeil rechts und links durch die anderen Bilder durchschalten kannst.

Timemachine Backup –  musste mal googlen, da gibt es eine gute Anleitung, wie Du einen User auf der Synology als Backup-Account für TimeMachine nutzen kannst.

Wichtig: DAS @ ist NICHT auf Q!

Das ist deswegen wichtig, weil Du als Windows-Nutzer ALT-GR + Q drücken willst. Auf der Mac-Tastatur ist aber an der ALT-GR Position die CMD-Taste.

CMD+Q = Anwendung schließen. Ich habe so EINIGE halbfertige E-mails gekillt, weil ich die ganze E-Mail-App / den Browser zu gemacht habe in der Anfangsphase ;)

Also vorsicht damit. Das @ machst Du mit alt (rechter Daumen) und L

CTRL ALT Del auf Windows ist auf dem Mac CMD + ALT + ESC

Eine DEL-Taste hat die kleine Tastatur nicht. Da musst Du FN + Backspace nehmen.

ALT – TAB auf windows ist auf dem Mac CMD + TAB zum Anwendungen durchswitchen

Einzelne Fenster durchswitchen kannst Du mit CMD + < und wieder zurück mit CMD + SCHIFT + >

Sonst steht viel schlaues auch in dem Lifehacker Mac-Switcher Artikel hier – auch wenn der schon 6 Jahre alt ist.

 

 

Mein Blogging-Setup für die nächsten 10 Tage: iPhone TheGLIF & @Logitech K760 Solar

Logitech K760 Solarkeyboard, The GLIF and iPhone 4s

Da bin ich wirklich mal gespannt, wie ich damit klar komme. Der Druckpunkt und die Verarbeitung der Tastatur sind erstklassig und von den Apple Originalen nicht zu unterscheiden.

Logitech K760 Solarkeyboard, The GLIF and iPhone 4s

Was mir ein bisschen Sorge macht ist, wie robust die Tastatur ist. Auch wenn wie als Solar-Tastatur ja eigentlich für Outdoor und Reise-Einsaätze geeignet sein sollte, macht sie auf mich eher den Premium-Office-Eindruck. Aber das kann natürlich täuschen. Mal sehen, wie sie sich so macht in den Packtaschen.

Hauptsache die Bedienung ist nicht zu kompliziert. Die Anleitung habe ich weder gelesen noch eingepackt – jedes Gramm zählt. Sonst hätte ich ja gleich das Notebook mitnehmen können :)

Sonst ist noch die Olympus PL1 mit 14-44mm Linse dabei und das wars. Travel light ist die Devise.

Als Backupspace für die Fotos kommt ein 32GB USB Stick mit in der Hoffnung hin und wieder mal bei netten Menschen sicherungen ziehen zu dürfen.

Morgen gibt es dann wohl schon die ersten Tipp-Versuche mit der Kraft der hoffentlich wieder rauskommenden Sonne.

Probehören iPhone Edel-Headset: C5 von Bowers & Wilkins

Danke Bowers & Wilkins – Ihr habt mich mit dem B&W C5 InEar zur Musik zurück gebracht. Die letzten Jahre habe ich Musik nur sehr, sehr selten bewusst gehört. Meistens waren das dann ein paar Favoriten auf dem iPhone – allen voran Kettcar, Nine Inch Nails ein bisschen Bach und Mozart im Hintergrund oder Radio-Gedudel.

Bowers & Wilkins ist eine britische Edel-Schmiede für High-End Lautsprecher mit über 65 Jahren Tradition und KnowHow. Mittlerweile gibt es neben den Flagschiff-Boxen mit dem Klangvollen Namen Nautilus (zum Preis eines Oberklasse-Autos) auch diverses Zubehör für uns Internet-Leute. Web-Radios, den berühmten Zeppelin Air als iPhone-Lautsprecher und eben Kopfhörer wie den C5. Ach ja und in den Abbey Road Studios werden B&W Lautsprecher eingesetzt! In den ABBEY ROAD STUDIOS!

Meine Ohren gehörten eher den gepflegten Podcasts, die es da draußen so gibt: Retinacast, Küchenradio, Alternativlos, TWiT, Metaebene, WRINT, Neunetz und so weiter.

Rein technisch höre ich über den Lautsprecher vom iPhone wenn es schnell gehen soll. Im Auto über das Autoradio via USB Kabel und wenn ich die Außenwelt wegblenden will über das Apple Headset, das ja ganz gut klingt. Mein AKG Kopfhörer macht einen deutlich besseren Sound, klar – aber wenn ein Anruf reinkommt, habe ich natürlich keinen Bock auf umstöpseln.

In den letzten 2 Wochen hat sich meine Sicht auf das was ich höre vollkommen geändert.

Denn kurz vor der Renault Twizy Probefahrt habe ich ein Bowers&Wilkins C5 InEar-Headset zum testen bekommen, das mir komplett die Schuhe ausgezogen hat. Ich wusste gar nicht, wieviel Klang im iPhone steckt.

Ganz ehrlich dachte ich ja auch immer, ich wäre alles andere als audiophil. Zu Schul- und Walkman-Zeiten war mein Motto eher Hauptsache laut. Heutzutage ist es eher: Hauptsache unterhaltsam.

Begeisterung geht schon bei der Packung los

Tja und dann lag da plötzlich diese schwarze Box auf dem Tisch. Im ersten Moment fühlt sich die Verpackung des C5 fast an, als wäre sie aus Holz. Sehr, sehr hochwertig. Sie ist natürlich entsprechend der Hauptkäufergruppe sehr stark an meinen bisherigen Verpackungsbenchmark angelehnt: Die iPhone Box. Ganz ehrlich? Die wirkt gegen die B&W Schachtel wie ein Tetrapack. Und Apple versteht ja nun wirklichb was von Edel-Kartonage.

Der Deckel wird von einem Magneten auf der Box gehalten und klappt wie ein Buch auf. Darunter liegt unter einer PLEXIGLASSCHEIBE! dann der Kopfhörer. An einer kleinen, schwarzen Samtschlaufe zieht Ihr den Schuber aus der Box raus und selbst der schwarze Hochglanz-Plastikträger auf dem die InEars mit sorgfältig in Klemmen festgehaltenen Kabeln liegen (aus denen sie sich auch nur mit vorsichtigem Fummeln befreien lassen. Ich hatte wirklich Angst, sie kaputt zu machen) ist massiver als alles, was ich bisher an Verpackungen gesehen habe. Gut 180 Euronen teure Kopfhörer möchte man ja auch gut geschützt wissen :)

Aber jetzt mal Schluss mit dem Unboxing-Porn und ran an die Technik.

Probehören statt Probefahren

Ich fummel die Kabel aus der Plastikschale und stecke mir die Hörer in die Ohren. Fühlt sich komisch an, irgendwie wollen sie nicht ganz passen. Ok – dann schaue ich doch tatsächlich mal ins Handbuch ;) In diesen Kopfährern steckt nicht nur Audio-Engineering, sondern richtig clevere Alltagstauglichkeit.

Die Stöpsel werden durch Ihr eigenes Kabel in Eurer Ohrmuschel gehalten! Ich musste es tatsächlich nachlesen. Ihr steckt die Kopfhärer in den Gehörgang und dann schiebt Ihr das Kabel in die obere Falte Eurer Ohrmuschel. Klingt komisch – funktioniert aber prächtig. B&W nennt dieses Feature Secure Loop Design und der hält den Kopfhörer bombensicher auch beim Sport in den Ohren.

Ok, sitzt passt und hat Luft. Auf der Packung steht Concert for one also fange ich mein Testhörern mit der Band an, die ich gerade letztens live gehört habe: Kettcar. Natürlich mit dem neuen (und entsprechend technisch am besten produzierten) Album “Zwischen den Runden”. Die Musik ist Gitarren-Indie-Rock mit einigen Elektrosamples – enthält also alle Elemente, die im Rock so vertreten sind.

Was soll ich sagen: Im Meatus Acusticus geht die Sonne auf.

Wie gesagt, habe ich mich bisher nicht für besonders audiophil gehalten. Aber ich habe einige Musiker und Sound-Engineers in der Bekanntschaft, von daher kann ich guten von schlechtem Sound schon unterscheiden.

In dem Moment, wo die ersten Takte durch die Tungsten Sound Tube (Tungsten bedeutet, das Teil ist aus hochdichtem und resonanzarmem WOLFRAM gefertigt!) auf mein Trommelfell geleitet werden, fühle ich mich, als hätte mir einer von diesen Kindergeburtstagszauberern nach 37 Jahren Lebenszeit endlich die viereinhalb Meter Regenbogentaschentuch aus dem Gehörgang gezogen.

Soviel Raum konnte ich mir mit Ohrstöpseln beim besten Willen nicht vorstellen. Der C5 produziert unglaublich differenzierten Sound mit kristallklaren und angenehmen Höhen und knackigen Bässen.

Zum Vegleich wechsel ich beim gleichen Song “Rettung” ein paar Mal zwischen iPhone Headset und BW C5 hin und her. Der Song hat alles: Fette Toms in den Drums, nen Bläsersatz, Sidesticks, einen prominenten Basslauf Akkustikklampfe im Hintergrund, bisschen Gepicke auf dem rechten Ohr, Synthie/Pianosounds, die sich super durchsetzen und “Sabberfäden, die sanft das Ohr streifen“. Ein Liebeslied für Große.
Der Wechsel vom B&W C5 zum iPhoneheadset ist so wie als beamt man sich aus der Mitte des Live-Publikums aufs Klo der Konzerthalle. Unglaublich.

Das bemerkenswerteste am Sound ist für mich der druckvolle und sanfte Bass. Dabei muss ich betonen: Wenn ich mich in nen Presse-Fahrzeug oder Mietwagen setze, suche ich meistens erstmal den EQ im Radio und drehe die Bässe, die irgendwelchen tauben Nüsse voll aufgerissen haben wieder auf ein normales Level.
Der BundW C5 macht ein dumpfes rumgewummer, sondern macht, dass sich der Bass wie ein Instrument anhört. Ich kann HÖREN, was der Bassist da spielt. Note für Note. Das witzige dabei: Mein Ohr hört dieses fette Getieftöne und mein Bauch wartet vergebens auf Vibrationen :)

Danach hangel ich mich durch meine restliche Referenzstücke: Bachs Brandenburgische Konzerte, Nine Inch Nails – Downward Spiral, Jay-Z & Kayne West, Metallica, Beatles White Album (in den Abbey Road Studios werden BTW seid Jahrzehnten Bowers and Wilkins Lautsprecher für die Abhöre verwendet!), Bad Religions altes Zeug, The Who und Fear Factory. Wahnsinn. Ich muss wieder mehr Musik auf mein iPhone laden :) Das macht wieder richtig Spaß!
Einzig bei etwas schräbbeligen Gitarren-Zeugs habe ich den iPhone EQ benutzt und “Kleine Boxen” gewählt. Alles andere klang in meinen Ohren “trocken” am besten.
Warum das bei Metal, Punk und Konsorten so ist, erklärt bycan hier in seinem Testbericht zum B&W P5 ganz unten – sehr lesenswert!.

Klassik geht natürlich astrein. Das eine oder andere Mal habe ich ja nun schon in Konzertsälen gesessen und eins ist klar: Da ist der BundW in seinem Element. Durch die passive Abschirmung nach außen und die fast direkte Trommelfellmassage kommen auch die feinsten Nuancen zur Geltung.

Und ich habe noch nichtmal Lossless Aufnahmen probiert. Ach ja, speaking of: Mit Lossless Musik kann man sich wohl für 3 Monate kostenlos durch die Bowers and Wilkins Society of Sound versorgen lassen.

Podcasts hören mit dem Bowers and Wilkins C5

Das ist ja bisher wie gesagt mein Hauphörgebiet. Also schmeiß ich nacheinander einige Folgen unterschiedlicher Sendungen an, die die Qualitätsskala von oben nach unten abdecken. Benchmark ganz oben mal wieder Tim Pritlove mit CRE, der alte Radiofuchs holt ja alles aus seinem Equipment. Da können nur noch NPR und Leo Laporte einen draufsetzen, die allerdings auch Studios für 7-stellige Summen am Start haben.

Ich habe Stimmen im Kopf.

Klingt, als würde ich mitten im Studio bzw. in der Podcastrunde sitzen. Als nächstes geht es von der Produktionsquali etwas weiter nach unten. Die aktuelle Folge Alternativlos! zum Thema Korruption ist auf Franks Seite sehr ordentlich produziert. Fefe sitzt wohl am Skype mit gutem Mikro. Interessant, was ich plötzlich alles an Nebengeräuschen differenzieren kann, die vorher einfach nur die Sprache unverständlich gemacht haben.
Als unterste Stufe nehme ich mal alte Tests für POddCAST, die ich direkt ins Mac-Mikrio eingequatscht habe und selbst da höre ich einen deutlichen Gewinn an Dynamik. Aber gut, solch miese Aufnahmen zum Testen zu nehmen ist als würde man der Sau die Perlen nicht einfach vorwerfen sondern gleich mit einer Austern-Schrotflinte drauf halten ;)

Praxistest und Außengeräusche

Ich sagte ja schon – die Kopfhörer kamen kurz vor der Twizy Probefahrt auf Ibiza an. Also hatte ich gleich doppelte Möglichkeit zum Alltagstest. Erstmal im Zug und Flugzeug. Herrlich. Der Alltag wird vollständig ausgeblendet. Du hörst nur das was Du hören willst. Selbst wenn die Musik pausiert wird, ist die Welt angenehm leise, aber so etwas wie den Schaffner versteht Ihr noch 1A, ohne die Stöpsel raus zu nehmen. Ich denke, das hängt mit Micro Porous Filter auf der Rückseite der Hörer zusammen. Wie ein kleiner Metall-Schwamm lässt er die Schallwellen der Klang-Treiber die von der Tungsten Sound Tube erzeugt werden nach außen entweichen und dementsprechend gewollte Geräusche bei pausierte Musik ans Ohr heran.
Selbst das typische Dröhnen und Rauschen im Flugzeug wird weggedämpft.

Dann der Twizy. Der kleine Stromer von Renault ist ja offen. Man sitzt zwar hinter einer Windschutzscheibe, aber Windgeräusche sind halt immer noch da. Wie bei einem Auto mit offenen Fenstern. Zudem weht einem die eine oder andere Brise um die Ohren. Die sind bei mir echt empfindlich. Also hatte ich die C5 die meiste Zeit der Probefahrt im Gehörgang. Auch wenn ich nicht durchgehend Mucke an hatte, haben Sie mich vor Zug im Ohr geschützt.

Auch im vollen Wind habe ich nohcmal den Vergleich mit den Apple Hörern gemacht.
1. waren die Windgeräusche beim Apple immens laut, sodass ich leisere Sprache oder etwas flacher produzierte Oldies teilweise kaum hören konnte
2. zog am Apple Headset immer noch Luft vorbei ins Ohr, während die C5 dicht halten
3. sind mir die Apple Stöpsel mehrmals durch den Wind aus dem Ohr geflogen, wo die C5 bombenfest saßen

Für Motorradfahrer:
Im Twizy herrscht keine Helmpflicht. Nehmt beim austesten nen der B&W C5 Euren Helm mit. Die angeschrägte Form der Hörer, die aus der Ohrmuschel heraus kuckt, könnte am Futter entlang kratzen. Unter meinen Helm passen sie gerade so.

Praktische Features

1. Die Tasche – Eine kleine halbrunde schwarze Velour-Tasche gibt es zum C5 dabei. Innen mit einem Steg in den die Hörer eingesteckt werden. Das Kabel wird um den Steg herum gewickelt. Der etwas hakelige Reißverschluss ist für einen Grobmotoriker wie mich eine kleine Herausforderung ;) Aber hey! So ein Stück Lebensqualität will ich nicht einfach in die Jacken-Tasche fummeln.

2. Tüddelfreies Kabel – Ich weiß nicht, wie oft ich schon mein Apple Headset entwirren musste. Eben jedes mal, wenn ich es aus irgendeinem Behältnis raushole. Ich behaupte fast mal, die Viecher, die auch die Socken in den Waschmaschinen klauen, verknoten Headsets wenn ihnen langweilig ist.
Ich hab das B&W C5 mal spaßeshalber in die Hosentasche gesteckt (nur EINMAL – versprochen *g*) ich glaube fast, die Kabelverknotkobolde laut fluchen gehört zu haben:

Du holst das Headset aus beliebiger Tasche, schmeisst es auf den Tisch und es entwirrt sich quasi von selbst!

Kein Scheiß: Das ist un-heim-lich! Ich weiß nicht, wie die das hingekriegt haben, aber kann ich bitte an alle technischen Geräte diese selbstentwirrenden B&W Strippen haben? BITTE?

Sprachqualität beim Telefonieren

Im normalen Gebrauch 1A. Deswegen musste ein Härtetest her: Der Twizy eignete sich natürlich perfekt. Selbst bei gut 80km/h konnte ich noch mit meiner Liebsten telefonieren. Ich verstand sie perfekt und auf ihrer Seite wurden die ibizanischen Winde weitestgehend rausgefiltert. Etwas gewöhnungsbedürftig ist die runde Fernbedienung. Hier muss ich immer etwas rumfummeln, bis ich fühle wo die Mulde und damit die Bedienelemente fürs iPhone sind

Tragekomfort

Die Klang Röhre ragt schon recht weit in meinen wohl eher kurz geratenen Gehörgang herein. Ist aber immer noch angenehm. Der C5 kommt mit 3 Paar Gummiaufsätzen für weitere oder schmalere Gehörgänge. Ich komme mit den Standardaufsätzen am besten zurecht.
Der Secure Loop bedarf etwas ausprobieren, bis er perfekt in die persönliche Ohrmuschel passt, hält dann aber deutlich besser und bequemer als so Hinterkopfgedöns oder die Halterungen, die man sich über ie Ohren ziehen muss. Die Anleitung erklärt sehr deutlich wie das funktioniert.
Ach ja: Welcher Stöpsel rechts und links ist steht UNTEN dran. Da wo das Kabel rein geht. Ich habe die Hinweise 10 Minuten lang übersehen ;)

Kleiner Verbesserungsvorschlag

Das ist jetzt Jammern auf GANZ hohem Niveau, ich weiss. Das einzige, was besser sein könnte sind die Kabel, die zu den Ohren gehen. Also ab da, wo sich das Y in links und rechts aufteilt. Bei leiser bis mittlerer Lautstärke höre ich, wenn die Kabel bsw. gegen den Reißverschluss der Jacke schlagen etwas. Man muss schon sehr drauf achten, aber man hört es. kurz vor maximaler Lautstärker ist das Klackern nicht mehr wahrnehmbar.

Disclaimer: Ja, ich darf das TestSample behalten. Wer würde sich auch gerne gebrauchte InEar-Kopfhörer in die Lauscher stecken? ;)

Viel wichtiger: Ich brauche neue Musik! Schlagt was vor!

Also wenn Ihr mir Songs zum Probehören empfehlen könnt: Rein in die Kommentare damit!

Noch Fragen zu Bowers & Wilkins Kopfhörern C5 und P5?

Weitere Meinungen zum C5 lest Ihr bei Jens, dem alten Lifestyler, im Lumma-Land, beim Exil-Bielefelder ben_ und beim admartinator.

Das Schwestermodell zum InEar Headset – den Kopfhörer Bowers & Wilkins P5 haben aktuell auch einige Leute in der Testmangel: bycan der exzellent erklärt, warum High-End Audiogear und Metal nur bedingt zusammen passen. Ralf Becker, der sie gleich Case-Modden will und den Vergleich zu Monster Beats Solo ziehen kann und der Emser MC Winkel

App-Ausprobier-Reminder: Timelapse und Tagebuch

Notiz an mich: Diese Apps hier mal antesten.

Timelapse-Videos sind großartig – vor allem, wenn man nicht das Riesenequipment mit sich rum schleppen muss, um sie zu produzieren. Die Jungs von StudioNeat, die schon den iPhone Stativ-Adapter Glif gebaut haben (den Richard Gutjahr in seinem Web-Video Reise-Set beschreibt), machen sich nun auch an die App-Entwicklung: Frameographer sieht klasse aus!

Roller Journal App finde ich witzig. Damit man täglich die obligatorische Portion Blogpost rausgehauen kriegt, fragt einen die App fragen, die man beantwortet und dann direkt ins Blog oder auf Twitter raushaut. Ist ein bisschen befindlichkeitsfixiertes selbst interviewen nach dem “Malen nach Zahlen”-Prinzip, aber wenn’s produktiv macht – warum nicht?

 

iPhone Funktionen wie Helligkeit, WLAN, mobile Daten usw direkt per Button ansprechen geht auch ohne Jailbreak

iPhone_settings_buttons_on_homescreen_without_Jailbreak

There’s an App for that? Nich immer.

iPhone Buttons für das An und Ausschalten von WIFI, mobilen Daten, der Helligkeit und andere Funktionen ließen sich sonst immer nur per Jailbreak und SB-Settings benutzen. Letztens habe ich Jens noch gefragt, ob er in seinem iPadblog-Fundus eine Idee für eine Lösung hat. Auch ohne Erfolg leider.

Mein altes iPhone 3GS ist noch gejailbreakt. Also kein Problem. Aber das neue 4S eben nicht und da ich darauf nur nen Schmalspur Vodafone Vertrag mit 300MB im Monat habe, schalte ich das mobile Datennetzwerk immer nur an, wenn ich es wirklich brauche und danach sofort wieder aus, um die kostbaren MB nicht mit Dauer-Hintergrunddiensten zu verbaseln.

Bis jetzt musste ich mich dafür immer durch zig Menus durch wurschteln. Beim powerbook Blogger und rosenblut habe ich grade eine großartige Lösung gefunden!

Und das ganz ohne App!

Kai Schneider aus Trier hat ein kleiens Script gebastelt, dass sich über seine Webseite auf dem iPhone installieren lässt. Es produziert zu allen möglichen Funktionen einen einzelnen Button, mit sich direkt zu der entsprechenden iPhone Einstellung springen lässt.

Hab es grade ausprobiert und funktioniert tadellos.

Hier in diesem Video ist es erklärt und demonstriert:

Danke an Kai! Das war ein schönes verfrühtes Weihnachtsgeschenk :-D

Auf der CES hat @Ford die Myford App für Elektro Autos vorgestellt

Bildschirmfoto 2011-01-09 um 22.42.20

Ist jetzt nichts überraschend neues dabei, ausser vielleicht, dass der Fahrer seinen Autostatus twittern kann. Das habe ich sonst noch nicht geshen.

Der Rest ist eben das, was ich hier schonmal vom smart Electric Drive vorgestellt habe. Der Nissan LEAF, den ich Ende letzten Jahres gefahren bin wird eine ähnliche App haben. Besonderheit beim LEAF ist vor allem die Crowd-Sourcing Variante. Posting kommt nächste Woche.

Neu ist, so eine EV-App auf einem Android Handy zu sehen. Die anderen hatten die immer nur auf iPhones bisher gezeigt (werden aber Android Verionen anbieten(..

Was ich jetzt mal spannender fände, wäre das zusammen mit dem eben gebloggten Griffin CarTrip auch für Benziner rauszubringen, damit ich nicht immer erst dran denke zu tanken, wenn ich schon an der Tankstelle vorbei gerauscht bin :-D

Ich freue mich viel mehr, dass Ford dass Ford SYNC,MyFordTouch auch endlich in Deutschland launcht.

via mashable

iPhone mit Griffin CarTrip zum OBD-II Diagnosebus des Autos verbinden

Bildschirmfoto 2011-01-08 um 14.47.44

Bastler und Statistiker Träume werden wahr! Mit dem Griffin CarTrip OBD-II Hardware Interface verbindet Ihr ganz easy den Diagnosebus des Autos mit dem iPhone und könnt damit prinzipiell alle Daten auslesen, die die Werkstatt auslesen kann. Griffin spricht auf seiner Seite davon, dass Beschleunigung, Höchstgeschwindigkeit, Benzin Verbrauch und Fehlercodes auf einer SD-Karte im Gerät abgespeichert oder per Bluetooth ans iPhone übertragen und in der CleanDrive App ausgewertet werden können. Bin gespannt, ob ein paar findige Leute da noch mehr Daten raus kriegen.

Die CleanDrive App soll es in Kürze kostenlos im iTunes-Store geben (warum sind die Apps eigentich nie passend mit der Hardware fertig? Zu Computerspielezeiten war das immer umgekehrt – da musste man immer 1/2 Jahr warten, bis eine Grafikkarte entwickelt war, die das neue Spiel wuppen konnte).

Also prinzipiell sollen diese Daten auswertbar sein.

Voraussetzung ist natürlich erstmal, dass Euer Auto nach 1996 gebaut wurde (damit fällt der VOLVO als Testobjekt atm raus). So. Dann passt schonmal der Stecker.

Was aber noch viel wichtiger ist:

Ihr braucht in der iPhone-Software die passenden Codes, um aus den Daten etwas lesbares zu generieren. Mich würde interessieren, was Sharky unser Honda CR-Z über den Stecker ausspucken würde. Über genau den OBD Diagnosebus haben die Jungs von additive-net.de die Daten für die ORI10K Tour abgezapft. Wir hatten da aber das Problem dass die Codes für die Berechnung sinnvoller Werte für das nagelneue Modell nicht vorlagen. Und das in japan grade Betriebsferien waren. Honda Motor Europe hat uns dann eine Liste aus London gefaxt, auf der die Codes erklärt waren. Dummerweise auf Japanisch :-D Den Rest könnt Ihr in dem Beitrag hier lesen. Mit dem Griffin CarTrip hätten wir uns das Leben wohl etwas leichter machen können, wäre aber nicht so cool gewesen, wie wissenschaftliches Messequipment für ein paar Tausend Euro samt UMTS-Router im Kofferraum 13.500km weit um Europa zu schippern :)

Warum macht man das? Wozu braucht man das?

Weil man es kann. Weil es Spaß macht zu basteln und solche Lösungen ans laufen zu bekommen. Das Ergebnis sind dann Tweets eines Autos und mit Hilfe von twittermail und tweography eine hübsche Karte des Trips. In ein paar Monaten wird das vermutlich jeder können, aber wir waren die ersten :-D

Bei einer Sache wäre uns der CarTrip aber tatsächlich hilfreich gewesen: Wir hätten nicht jeden Morgen ans OBD-Stecker anschließen und noch viel wicithger: Abends wieder abziehen! denken müssen :) Sonst hätten die Dauerlaufenden Geräte im Kofferraum mit gut 30W mal eben die Batterie gefrühstückt :) Da ist so ein kleiner Bluetoothstecker ja schon von Vorteil.

So und noch eine letzte Sache:
Dieses Posting ist vor allem ein kleines Danke schön an Jens Stratmann, der mir gestern eine sehr schmeichelhafte Blogvorstellung geschrieben hat :-D Ist das hier etwas was Du suchst, Jens? Und wenn Du es an Auto und vielleicht sogar Quad ausprobierst, sag bescheid! Dann komm ich mal in Münster vorbei und wir machen nen schickes Video davon :)

F.lux für entspannteres Arbeiten arbeiten abends am Rechner

Hab ich in meinem Posting ganz vergessen: In der bereits zum Koffeinentzug genannten Session von Moeffju sprach er nicht nur über Heißgetränke und Schlaf, sondern auch über die Arbeit am Bildschirm.

Heller Bildschirm. Helles, kaltes Licht suggeriert dem Gehirn “Es ist Tag, es ist hell, SEI WACH!!” Wenn man also bis tief in die Nacht vorm Rechner hockt wird dem Gehirn vorgegaukelt, es wäre viel länger Tag, als es für den Rest des Körpers eigentlich stimmt.

Den Effekt kann man etwas mildern mit F.Lux – einem coolen Stückchen Software für Mac, Win und Linux, das einfach die Farbtemperatur des Bildschirms verändert. Abends wird das Bild einfach zunehmend wärmer und wärmer und dunkler (von 6500K tagsüber auf 2700K abends). Dabei kann ich die Veränderung auch noch entsprechend der verwendeteten Beleuchtung (Glühbirnen, Halogen, Neonleuchten) anpassen.

Und so sieht dann der direkte Unterschied aus:

Klar werden jetzt eingefleischte Grafiker einwenden: “Aber meine Kalibrierung! Und ich kann doch so keine Photos bearbeiten oder Layouts machen…” Daran haben die Jungs von F.Lux auch gedacht. Darum gibt es die Möglichkeit, die Farbveränderung für eine Stunde auszustellen. Psychologisch genau richtig – sonst würde man nämlich nicht bewusst die Option wieder einschalten.

Ist definitiv gewöhnungsbedürftig – bringt aber einiges. Meine Augen sind entspannter und werden nicht so geblendet. Ob ich wegen der Farbveränderung auch besser einschlafe, kann ich noch nicht sagen.