Wie cool ist DIE Aktion denn bitte? Anne hat für Ihre Tochter Pauline mal eben das NES ROM gehackt: Sie hat die Sprites des Spielcharakters geändert und Super Mario mit Prinzessin Toadstool ausgetauscht, weil ihre Kleine gerne mit einem Mädchencharakter spielen wollte. :-)
Da muss man erstmal drauf kommen! Ich würde zu gerne das Geischt der Kurzen sehen, wenn Sie plötzlich quasi mitten drin statt nur davor ist :)
Könnt Ihr Euch noch an das Gefühl erinnern, das man als Kind hatte, wenn zu Hause ein neues Spielzeug stand? Ganz besonders an Geburtstagen ging es mir so (zu Weihnachten waren ja schließlich Ferien):
Den ganzen Tag in der Schule konnte ich nur daran denken, was zu Hause auf mich wartete. Neue Spiele, Fahrrad, ferngesteuerte Autos – you name it.
Als ich für den WiiU Test bei Buzzriders ganz laut HIERHIERHIER schrie (danke an Rob Basic fürs organisieren), war es ähnlich, nachdem ich morgens die WiiU von unserer Postbotin in Empfang nahm musste ich erstmal los und wartete den ganzen Tag gespannt darauf, nach Hause zu kommen und los zu spielen.
So wie ich bei Computern immer sage, dass ich ein Atari-Kind bin, so bin ich bei Konsolen Nintendo-geprägt. NES, Super-Nintendo mit diversen selbstgebauten Tunings und natürlich Tetris und Pokemon auf dem Gameboy haben mich begleitet.
Was habe ich mich vom kleinen Bruder meiner ersten Freundin in Super Street Fighter vermöbeln lassen. Keine Chance gegen einen 9-jährigen. Das war frustrierend und herausfordernd zugleich :) Die Super Mario Kart Rennen haben es dann wieder rausgerissen und wenn er mir die neuentdeckten Secrets in Super Mario Bros zeigte, war ich immer wieder baff, was die Jungs bei Nintendo alles in der Welt untergebracht hatten.
Als die Wii damals dann rauskam war es ein Aha-Erlebnis! Selbst hatte ich die Wii damals nicht zu Hause. Das bisschen Zeit, was ich zum Zocken hatte, landete in Azeroth, dem World of Warcraft Land ;) Aber SO mussten Konsolen-Spiele meiner Meinung nach sein. Ganz besonders das Wii-Sports war ein Meilenstein. Einstecken, Nunchuks verteilen, loszocken und Spaß haben, auch für Nicht-Gamer aus der Elternfraktion.
Ungefähr so meilensteinig wie Winter-Games und Summer-Games auf dem C64, mit dem meine Eltern und unsere Nachbarn einen kompletten Sylvester-Abend Mitte der 80er verbracht haben. Damals war ich so um die 10 Jahre alt und konnte mir in den kühnsten Träumen nicht ausmalen, was Computerspiele 25 Jahre später alles drauf haben werden.
Meine Erwartungen an die WiiU als neueste Next-Gen-Konsole warenverdammt hoch.
Tja, was soll ich sagen. Mich hat die WiiU nicht packen können.
Genau kann ich nicht sagen woran es lag, werde es aber versuchen:
Eins vorweg: Ich bin kein Hardcore-Gamer (mehr). Ganz im Gegenteil. Das bisschen Recreational-Time die ich mir genehmige, setze ich sehr bewusst ein.
Nachdem ich die WiiU aufgebaut hatte, stellte ich erstmal eines fest: Sie verfügt über erstaunlich wenig Anschlüsse. Keine Audio-Ausgänge, kein Netzwerkanschluss (XYOnline hat rausgefunden, dass es für 30€ einen USB-LAN Adapter gibt). Vor allem ersteres bedeutete für mich ein Problem: Kein Ton. Meine Playstation 3 hängt an einem 24 Zoll Monitor, der keine Lautsprecher hat. Der Sound kommt über einen optischen Anschluss aus einem 5.1 System. Da sollte nun auch die Wii-U dran. Ging aber nicht. Schade.
Nintendo hat bei dem Versuch, die Konsole möglichst einfach zu gestalten (und natürlich auch Geld für teure Anschlüsse zu sparen, die wenig Leute benutzen) individuellen Bastlern wie mehr den Ton abgedreht.
Einzige Möglichkeit wäre gewesen ein Kombi-Anschlusskabel der alten Wii herzunehmen und analogen Sound auf die Boxen zu legen, der dann aber nur auf 5.1 hochgemixt worden wäre.
Egal. Erst einmal installieren, dann sehen wir weiter. Ich wurde vorher schon drauf hingewiesen, dass die Konsole nach dem Start ein Update durchführt. Also Update anwerfen und dann einkaufen fahren. Müsste ja nach ner guten Stunde fertig sein.
Weit gefehlt.
Das Update dauerte die halbe Nacht. Ja, wir haben hier auf dem Land nur eine 1000er DSL-Leitung. Da tröpfeln 1,6 Gig eher so schleppend durch. Das Problem war, dass das Update – einmal angefangen – nicht abgebrochen werden konnte. Laut einigen Berichten im Netz sollen WiiU Konsolen sogar kaputt gegangen sein, wenn man das Gerät während des Updates ausgeschaltet hat. Das wäre mir auch beinahe passiert. Denn der Fortschrittsbalken im Gamepad zeigte keine Reaktion und ich wollte das Gerät neustarten, dachte mir aber: “Google erstmal danach wie lange ein WiiU Update so dauert” dabei fand ich dann heraus, dass meine einzige Chance war zu warten und zu hoffen, dass es keinen Stromausfall gibt ;)
Dass sich das am Anfang dieses Artikels beschriebene Gefühl der freudigen Erwartung zusehends legte, muss ich nicht erwähnen, oder?
Am nächsten Morgen musste ich erstmal wieder losfahren und hatte immer noch nicht gezockt. Naja. Immerhin war das Update fertig.
Dann abends ein erster Erfolg:
YAY! Der Ton kommt aus dem mobilen Gamepad, sogar mit eigenem Kopfhörer Anschluss! So lässt sich doch zumindest erstmal zocken!
Nintendoland reingeworfen und los geht’s.
Mitnichten. Bevor ich losspielen konnte, musste ich Accounts anlegen, Figuren zusammenbasteln und ne gefühlte Viertelstunde Einführung über mich ergehen lassen. Conny fiel das auch auf – sie erklärte das damit, dass ja auch Kinder ans Zocken herangeführt werden sollen. Ist auch was dran. Ich hätte es gerne übersprungen. Bin ungeduldig ;). Egal. Ist ja nur ein Spiel von vielen.
Das Problem von Nintendoland ist vielmehr, dass es kein richtiges Spiel ist, sondern eine Sammlung von Minigames, die alle irgendwie im Nintendo-Universum spielen. Wirkt für mich eher wie eine lieblos zusammen geworfene Demosammlung. Auch die “Backgroundstory” des Themeparks mit dem Turm in der Mitte hat mich nicht angefixt.
Conny hat hier zu jedem Nintendoland Spiel ein Video mit kurzer Erklärung gemacht und im Gefahrgutblog gibt es ausführliches zur Multiplayertauglichkeit von Nintendoland. Klingt nach mehr Spaß als ich alleine hatte.
Mehrspieler-Spaß mit der WiiU – also Rudeldaddeln haben Gerhard und Kollegen im Rudel Review gemacht. Absolut sehenswert! :-D
Super Mario Bros U
ist ganz lustig. Die ersten Level schienen mir seeeeehr nah an Super Mario von SNES zu sein, nur mit besserer Grafik, aber die Welt ist wohl deutlich größer. Ich habe nur einige Level geschafft, dann verließ mich die Motivation.
Conny hat da ausführlich berichtet und auch einen Grafikvergleich als Video mit der alten Wii gemacht.
Norberts 14-jähriger Sohn hat hier einen prima Review zu Super Mario Bros U geschrieben.
Was mich interessiert hätte, wäre wie die aktuellen High-End-Titel wie Assasins Creed o.ä. aussehen. Konnte bisher aber keine Vergleiche finden, wie sich solche TItel im Vergleich zu PS3 und XBOX 360 machen. Hier müsste ja ein Wahnsinns-Vorsprung für die Wii-U festzustellen sein, schließlich kommen bald auch die Next-Gen Konsolen von Sony und Microsoft.
Das Gamepad
ist eine nette Idee. Ich konnte in den beiden Spielen Nintendoland und Super Mario Bros U allerdings keinen annähernd sinnvollen Mehrwert in dem Gerät erkennen. Ich vermisse ein Spielkonzept, in dem der Bildschirm sinnvoll integriert wird. Meistens wird das Bild auf Monitor und Gamepad geklont oder auf dem Monitor steht sogar nur: “Sieh auf das Gamepad”. Da hatte ich doch etwas mehr erwartet. In F-Zero wird mal eine Karte auf dem Gamepad dargestellt. Das war es aber auch schon. Laut Norberts Sohn ging da im Multiplayer von Mario Bros mehr.
Praktisch für den Familienfrieden ist sicherlich, wenn jemand mit Zocken beginnt, dann jemand anders Fernsehen kucken will und dann einfach das Spiel auf dem Gamepad mit Kopfhörer weiter gedaddelt werden kann. Grade mit Kiddies kann man da einer Haussegensschieflage sicherlich prophylaktisch vorbeugen ;) Dass ich aber, wie Rob Vegas in einem seiner Berichte erwähnt, das Gamepad durch die Wohnung mitschleppe, um am Schreibtisch, im Bett oder auf dem Klo mal eben ne Runde weiter zu zocken, bezweifle ich ;) Dafür sind genug andere Ablenkungsgadgets im Einsatz.
Der Internetbrowser und die YouTubeApp
sind ein nettes Gimmick. Aber braucht das wirklich jemand? Ok. Jemand ohne Smartphone, ohne iPad, ohne Notebook: Vielleicht. Also Kinder. Da habe ich allerdings keine Möglichkeit gefunden, um kindgerechtes Surfen zu ermöglichen, Black- oder Whitelisten für Webseiten bsw..
Aktives Rumgehampel mit dem Gamepad
Acceleratoren sind ja seit dem iPhone gefühlt in jeder Kaffeetasse verbaut. Ich hatte damals im Microsoft Sidewinder Gamepad zum ersten Mal die Erfahrung gemacht, dass es mir nicht liegt, einen Controller durch Kippen und Neigen zu benutzen. Im Nintendoland Game Zelda bsw. muss man mit Links Bogen zielen, in dem man das Gamepad in der Luft bewegt, neigt und kippt.
Ich kann schon nicht dreidimensional kucken, vermutlich fällt es mit deswegen so schwer, Bewegungen auf einem 2-dimensionalen Bildschirm im Raum zu kontrollieren. Dafür bin ich zu doof oder zu alt ;)
Erstaunlich fand ich aber, wie leicht das Gamepad physich zu schwingen war. Ich denke mal, dass das auch für Kinderhände über längere Zeit machbar ist, ohne gleich Haltungsschäden davon zu tragen.
Bei Metroidblast bin ich daran aber fast verzweifelt :=)
MiiVerse, TVii und Online-Multiplayer
Fiel leider flach. hier gibt es 2 Bottleneck: Zum einen das WLAN das im Wohnzimmer schon nicht mehr die volle Leistung hat (darum habe ich für die PS3 auch ein Netzwerkkabel verlegt) und die 1000er DSL Leitung. Macht an der Leistungsgrenze einfach keinen Spaß. Da kann aber die Wii nix für ;)
LoveFilm hätte ich gerne ausprobiert. Lief aber noch nicht. Läuft aber auf der PS3 mit Buffering. Das fand ich etwas verwunderlich.
Mein Fazit
Ich will der WiiU kein Unrecht tun, aber für mich war sie leider nix. Es baute sich kein Langzeitspaß auf. Zur Ehrenrettung muss ich dazu sagen, dass auch meine PS3 hier nur als besserer Medienserver und BluRay-Player steht und ich die Spielsessions in den letzten Monaten an einer Hand abzählen kann. Anscheinend bin ich aus dem Zockalter einfach raus. *schnüff*
Vielleicht liegt das auch daran, dass im Testpaket keine Controller für einen 2. Spieler dabei warne und meine Süße und ich so nicht gemeinsam durchs Nintendoland streifen konnten. Die anderen WiiU-Test-Blogger haben ja einiges an Multiplayer-Tauglichkeit und Party-Erfahrung gesammelt.
Jens drüben hat insgesamt 9 Artikel zur WiiU geschrieben – vom Auspacken bis zu einzelnen Spieletests und der Abwärtskompatibilität findet Ihr da viele Antworten auf offene Fragen. Er hat mich mit diesem Beitrag auch drauf gebracht, dass ich vermutlich einfach irgendwo ein paar alte Wii Controller hätte besorgen und mal den Multiplayer hätte ausprobieren sollen.
Kindertauglichkeit.
Konnte ich leider nicht testen, das haben aber die anderen Blogger SEHR schön ausführlich gemacht:
Der andere Ostwestfale zum Beispiel: Super Mario Bros U im Kindercheck
Rob Vegas erklärt in seinen beidenPostings sehr gut, wo das Problem mit Hardcoregamern liegt und wo es vermutlich mit der WiiU hingehen wird und es gibt natürlich auch eine knapp 8-minütige Rob Vegas Show mit der Nintendo WiiU.
Ich werde am Wochenende noch die Erfahrungen eines Kollegen nachliefern, der ein absoluter Nintendo-Fan ist, so ziemlich jede Konsole hat oder hatte (von allen relevanten Herstellern, nicht nur von Nintendo) und der bei Spielen dazu neigt, sie _komplett_ also zu 100% durchzuspielen ;)
Da erhaltet Ihr noch einmal deutlich mehr Einsicht im Detail.
Ich kann mich ja noch gut an Zeiten erinnern, als ich mit Jörg, Veit, David, Tim und diversen anderen Jungens noch hunderte virtuelle Kilometer pro Trainings-Session auf den Live for Speed Servern abgerissen habe.
Jörg hat damals ja die guten alten digital-dictators Skins gebaut. Und nun gibt es mal eine ordentliche Challenge, für alle, die des Photoshoppens mächtig sind:
Dunlop veranstaltet einen europaweiten Wettbewerb, bei dem Ihr eine VIP-Einladung nach LeMans und 1.000 Euronen gewinnen könnt. Dazu müsst Ihr dem Dunlop Ferrari 458 Italia GT des JMW-Teams nur ein schickes Design verpassen und dann unter die besten 4 kommen. Die werden nämlich zum 24 Stunden Rennen eingeladen. Dort wird dann das finale Design enthüllt.
Die Teilnahme-Bedingungen und alles was Ihr braucht gibts auf der Dunlop-Seite. Kleiner Tip: Die Vorlagen-Datei und das Upload-Formular für Eure fertigen Designs findet Ihr auf Eurer Profil-Seite (einfach Euren Namen rechts oben anklicken – ich habe mich dumm und dusselich auf der Startseite gesucht *g*).
Der Wettbewerb geht noch eine Woche – also ran halten!
Ich werd jetzt mal versuchen, ob ich’s noch drauf hab ;)
Vor einigen Wochen hatte ich ein ganz besonderes Wochenend-Vergnügen: Ich durfte gleich zweimal hintereinander HighTech in Vollendung erleben.
Zunächst ein Besuch im Simulationszentrum von Mercedes-Benz in Sindelfingen und am Tag drauf durfte ich bei einem Pilotentraining Mäuschen spielen. So ähnlich die Technik ist, so unterschiedlich sind ihre Einsatzgebiete.
In Sindelfingen werden die Maschinen erprobt. In Frankfurt die Piloten trainiert. Zwei völlig verschiedene Arten der Nutzung von Simulatortechnik.
Moving Base Driving Simulator
Als alter Rennspiel-Veteran fang ich natürlich mit den Autos an ;) Wir haben beim TecDay einiges an Innovationen zu sehen bekommen die Krönung war natürlich der modernste Fahrsimulator der Welt:
Das Teil ist ein Moving-Base-Simulator. Das heißt nicht nur die Zelle bzw. der Dom, der oben auf dem aus sechs Hydraulik-Armen zusammengesetzten Hexapoden steht, bewegt sich. Das ganze Gerät sitzt noch einmal auf einer riesigen, 12m langen Schiene und wird darauf ordentlich auf Geschwindigkeiten bis zu 36 Sachen beschleunigt, um ein echtes Gefühl für anfahren, bremsen und vor allem die Querbeschleunigung mit 10m/s^2 zum Beispiel beim Slalomfahren oder Spurwechseln zu bekommen.
Und es is jetzt nicht so, dass in der Kugel da oben drauf nur nen Stuhl mit Lenkrad drinsteht. Das Teil hat eine 360° Leinwand für ein echte Fahr- und Orientierungsgefühl, befeuert von 8 Projektoren. Diese Leinwand fasst eine C-Klasse – mit ausreichend Platz Laufweg zur Umrundung! Ein LKW-Führerhaus, S- und E-Klasse können natürlich auch reingestellt werden.
Wir haben in dem Sim ein sehr frühes Simulationsmodell lange bevor das Auto fertig war im direkten Vergleich zum fertigen Serienfahrzeug gefahren. Der Operator des Simulators sagte über den Funk nur eben an “Bitte jetzt die Spur für 10 Sekunden halten”, dann wurde neu geladen und eingeblendet, welches Modell wir grade fahren.
Die Jungs von AutoTuningTV haben ein tolles Video gemacht:
Die Unterschiede sind IMMENS. Im einen Moment fahr ich einen Slalom mit dem Simulationsmodell, dass sich zwar schon wie ein richtiges Auto anfühlt, aber noch sehr ruppig in der Lenkung hängt und noch über kein optimal abgestimmtes Fahrwerk verfügt. Sekunden später gleitet das vitruelle Serien-Auto wie man es erwartet zwischen den Slalom-Pylonen hindurch. Und sogar die Geräuschkulisse ändert sich durch verändertes Abrollverhalten.
Die Simulationsrechner zauberten eine hübsche dreispurige Autobahn um uns herum (alles betteln hat nix genützt, die Nordschleife hab ich nicht gekriegt *g*). Ich weiß nicht ob es in den Bildern rüberkommt, die Grafik ist gut und zweckmäßig. Ich würde sagen wie in Computerspielen von vor 3-4 Jahren. Der Witz ist: Auf eine realistische Grafik kommt es überhaupt nicht an. Das realistische Gefühl wirklich ein Auto mit allen physischen und haptischen Eindrücken zu bewegen und dabei noch in einem voll funktionsfähigen Auto zu sitzen war beeindruckend. Selbst Lüftung und Radio funktionierten.
Über 1000 Mal pro Sekunde werden die Informationen aus dem Verhalten des Fahrers in Bewegungen und Feedback auf der Leinwand berechnet. Dadurch werden das Nicken des Autos beim Bremsen, die Querbeschleunigung und die relative Lage des Autos zur sichtbaren Umgebung erst realistisch. Ach ja und umweltfreundlich ist der Sim auch noch – ein Teil der Bewegungsenergie beim Bremsen wird in Strom zurückgewandelt und wieder in das Netz des Werkes Sindelfingen durch Rekuperation eingespeist. Ob die Technik direkt vom Formel 1 Team übernommen wurde habe ich leider vergessen zu fragen ;)
Fixed Base Driving Simulators
Aber dann waren da ja auch noch die unbeweglichen Spezial-Simulatoren, in denen ganz bestimmte Features getestet werden. Zum Beispiel ein Sim nur für die Geräuschentwicklung im Auto. Hier werden unterschiedliche Motorensounds im Vergleich zum Umgebungsgeräusch, dem Wind und Abrollsound der Reifen und wie sie sich auf die Aufmerksamkeit des Fahrers auswirken getestet.
Oder der Ride-Simulator. Das Ding sieht aus wie die Sitze im fliegenden Teppich in Disneyland. Zwei Autositze auf einer Betonplatte. Damit können Fahrten über unebene Straßen bewertet werden. Dazu kommen Oberflächen- und Streckenprofile von Teststrecken in den Rechner und werden mit Fahrwerks- und Funktionsdaten kombiniert. Kann man sich in etwa so vorstellen, dass jeder Ingenieur der für Fahrwerksteile zuständig ist in sein Regal packt und (virtuelle) Bauteile auswählt. Die Daten für diese virtuellen Komponenten kommen aus vorigen Modellen. Und so bauen die Ingenieure ein erstes Fahrwerksmodell zusammen und fangen dann das Feinjustieren an, bevor auch nur einer einen Schraubenschlüssel anpacken muss. Das spart Zeit, Geld und Ingenieursbandscheiben. So ein Satz Blattfedern wiegt ja schon was ;) Wir rollten hier auf der rüttelnden Betonplatte (die übrigens zig Tonnen wiegt und luftgelagert ist, weil sonst das ganze Gebäude mit zittern würde) vor einer Leinwand über diverse Strecken und wie im großen Simulator wechselte der Operator immer wieder zwischen frühem virtuellen Modell und fertigem Auto. Hier war der Unterschied noch deutlich zu spüren, weil wir uns nur auf eine Sinneswahrnehmung konzentrieren mussten: Das Popometer.
Danach ging es in einen Simulator, im dem ich alle Fahrassistenten nacheinander ausprobieren konnte. Sehr aufschlussreich innerhalb von 5 Minuten das komplette Sicherheitsprogramm von Mercedes zu erleben, was sich auf der Straße in so kurzer Zeit gar nicht ermöglichen ließe:
* Stauassistent
* Auffahrassistent
* Dauerfernlicht mit Abblendautomatik, wenn die Kamera Gegenverkehr erkennt
* Eine Automatik, die Personen am Straßenranderkennt und sie anleuchtet!
* Bremsassistent
* Ein System das Müdigkeit des Fahrers automatisch erkennt
* Spurhalte-Assistent
* Totwinkel-Assistent
* Geschwindigkeitslimit Assistent
Zum Schluss ging es dann noch in einen Simulator der genauso Fahrsituationen darstellte wie der Große. Allerdings konnten hier auch Situationen nachgestellt werden, die die Hydraulik wohl irgendwann zerlegt hätte – nämlich die gefährlichen. Wir sind mit 150 über die Autobahn und plötzlich zieht ein SUV vor uns mit 100 auf die linke Spur. Vor mir ist der Leiter des Presseteams von Daimler gefahren und hat die Situation mit Bravour gemeistert. Der Operator wusste ja nicht, dass er es mit einem Kollegen zu tun hatte und meinte, das hat er bis jetzt vielleicht drei mal gesehen, dass die Situation ohne Crash ausgeht. Da sind einige AMG Fahrertrainings nicht ganz wirkungslos geblieben würde ich sagen :)
Klar. Ich wollte die Situation auch noch mal durchspielen. Und was soll ich Euch sagen: Obwohl ich grade gesehen hatte was ungefähr wann passieren würde und obwohl ich mental wiederholte “Du musst VOLL bremsen und rechts raus, VOLL bremsen und nach rechts” hab ich zu schwach gebremst und bin beim rechts rüber ziehen zu spät von der Bremse runter. Es war immer noch ein gutes Ergebnis und bei dem Crash hätte es nur ein paar Schrammen gegeben. Seitdem bin ich aber auf der Autobahn durchaus wachsamer und stark dafür dass jeder Fahrschüler mindestens 2 Stunden in so einem Sim verbringen sollte um ein Gefühl dafür zu kriegen, wie kurz eigentlich so eine halbe Sekunde bei 150 Sachen ist.
Nach 5 verschiedenen Simulatorstationen zeigte sich dann übrigens meine Vergangenheit als Zocker von Autorennspielen :) Den meisten Leuten war leicht schwindelig bis schlecht – ich wollte gar nicht mehr aussteigen :-D Hat sich ungefähr 23.000km Life for Speed fahren doch gelohnt :)
Dr. Eberhard Zeeb, der Leiter des Fachbereichs Fahrsimulationen sagte, im Sim lassen sich Sicherheitssysteme und Komponenten kommender Mercedes-Modelle in frühen Entwicklungsstadien testen. Damit lassen sich schnell und effektiv viel mehr Kombinationen und Lösungswege ausprobieren, als in der physischen Welt. So erhalten die Entwickler erstmal die besten Lösungsmöglichkeiten, die dann in der realen Testumgebung verfeinert werden.
Die Simulatoren werden Tests auf Prüfgelände und Erprobungsfahren nicht ersetzen können, aber sie schaffen Innovationen wie bsw. den Bremsassistenten. Die Erkenntnis, dass die meisten meisten Menschen bei Vollbremsungen nicht volles Programm aufs Bremspedal treten, sondern eher zu zaghaft bremsen entstand im 1985 in Berlin eingeweihten Fahrsimulator gewonnen und führte dazu, dass mittlerweile in allen Benz-Modellen der zu schwache Bremsungen erkennt und die volle Bremskraft entwickelt.
So entstehen sichere, leisere, leistungsfähigere und letztendlich auch günstiger zu produzierende Autos. Eingespartes Geld für Testwagen, das an anderer Stelle wieder investiert werden kann.
Das war der Ausflug in die automobile Simulation.
Lufthansa Flight Training MD-11 Flugsimulator
Am nächsten Tag hiess es dann um 4:45 aufstehen und um 6 Uhr beim Briefing für das Flug-Simulatortraining sein. Gemeinsam mit meinem Kumpel Kofferleben, der einen von den großen MD-11 Fracht-Vögeln fliegt.
Wikipedia
Hier war erstmal ein gut einstündiges Briefing angesagt vorher. Natürlich wurde nicht die Funktionsweise des Simulators erklärt. Das brauchten die beiden Piloten nicht zu wissen, sie kennen ja ihr Flugzeug (in Fachkreisen auch Büro mit dem schönsten Ausblick der Welt genannt). Das gesamte Cockpit ist das originale Abbild einer real existierenden MD-11. Der Sim hat sogar sein eigenes Kennzeichen. Inklusive Sitze, Schalter und deren Funktionen, aller Instrumente und deren Innenleben.
Jede Aktion in diesem Simulator erzeugt eine Reaktion in der Umgebung und auf den Instrumenten die aus der aktuellen Situation berechnet wird.
In der Piloten-Ausbildung werden solche Geräte natürlich benutzt, um sich erst einmal an die großen Flieger zu gewöhnen. Reale Flugstunden wären gar nicht mal zu gefährlich, sondern schlichtweg zu teuer.
Das Training, das ich miterleben durfte hatte aber einen anderen Zweck. Es ging um zwei besonders anspruchsvolle Anflüge, auf südamerikanische Flughäfen, die für beide Piloten demnächst auf dem Flugplan standen.
Einer der beiden Approaches (Anflüge)ist so anspruchsvoll, dass er nur von Crews durchgeführt werden darf, die in den letzten 12 Monaten mindestens einmal dort gewesen – oder im Simulator geflogen sind: Der Flughafen von Quito. In einem Bergkessel auf 3500m gelegen ist eine echter Klassiker im MS Flightsim :)
Der Airport liegt so von Bergen umringt, dass hier ganz gezielt trainiert wird, wie unterschiedliche Ausweichrouten und Warteschleifen geflogen werden, falls eine Landung abgebrochen werden muss. Genauso wird trainiert, wie das Flugzeug nach einem Triebwerksausfall sicher durch eine Schleife durch die Berge wieder zurück auf die Landebahn gebracht wird.
Diese Trainings sind deswegen so wichtig, weil sie den Piloten im Ernstfall wichtige Entscheidungshilfen bieten, sichere Handlungsabläufe erzeugen und somit die fliegenden Crew wichtige Sekunden gewinnt um zu aller erst das Flugzeug zu fliegen, die Situation zu kommunizieren, zu analysieren und zu handeln.
Übrigens wird aus psychologischen Gründen in einem Flugsimulatortraining NIE ein Absturz simuliert. Denn zu einem Absturz führt immer eine Verkettung mehrerer Ereignisse und ggf. (Fehl-)Entscheidungen. Gleich bei dem ersten Ereignis, das im Sim unter Umständen im späteren Verlauf zu einer kritischen Situation führen würde, wird die Simulation angehalten und eine kurze Manöverkritik ausgeführt und Feedback gegeben, damit sich die Piloten beim nächsten Mal gleich angemessen auf die Situation einstellen und richtig reagieren können.
Soviel zur Theorie. Schaut Euch hier ein Video an, dass Kofferleben letztens gemacht hat. Es zeigt einmal den Anflug auf Sharjah im Simulator und dann in der Realität.
Die Simulator-Kapsel betritt man über eine kleine Brücke und steht dann in einem Raum mit vielleicht 10-12 Quadratmetern. Der geräumigste Teil ist dabei der Teil für den Trainer, der hier an einigen Touchscreens sein speziell auf die Destinationen vorbereitetes Trainingsprogramm abspielen kann. Vorbereitet heißt in diesem Fall übrigens wirklich programmiert, denn die Simulatorabläufe werden in einer eigenen Skriptsprache festgelegt.
Die Simulatoren von denen im Ausbildungszentrum momentan laufen übrigens fast rund um die Uhr von frühmorgens bis spätabends wird trainiert und nachts werden Wartung, Reparaturen und Updates durchgeführt.
Umso größer unser Glück, kurz mal in den Sim des A380 reinschauen zu können, der schon stark an die Brücke eines Raumschiffs erinnert :)
Unterschiedlicher könnten die beiden Anwendungszwecke von Simulatorrechnik, die ich hier direkt hintereinander erleben durfte nicht sein. In beiden Fällen war besonders der gefühlte Realismus beeindruckend.
Ich glaube Computerspiele verbessern sich ständig in Ihrer Grafik, weil das er einzige Sinn ist, den Sie wirklich verbessern können. Sound ist immer gut klar. Aber Haptik, Gleichgewicht, Geruch, Beschleunigung, Neigung – all das sind Eindrücke die kann der Rechner zu Hause nicht leisten. Erst wenn man diese ganzen Reize auf einmal erlebt merkt man, dass es auf Grafik alleine nicht ankommt.
Beim Lufthansa Flight Training stehen übrigens nicht nur Flugsimulatoren sondern auch Trainingsumgebungen für den Rest der Besatzung. Es gibt Trainingsräume zum Türen öffnen in Notfallsituationen, Evakuierung, Bedienung medizinscher Geräte, Brandbekämpfung usw.
Training schafft auch in diesen Bereichen im Falle eines Falles Sicherheit und gewinnt wichtige Zeit.
Wenn ich Ende des Jahres hoffentlich des Fliegen von richtigen Flugzeugen mächtig bin, gönne ich mir vielleicht auch mal eine Runde in so einem großen Simulator.
Bei Super Mario Bros hat mich Anfang der 90er der 9-jährige Bruder meiner damaligen Freundin immer schön nass gemacht. .oO(Bei SMB konnte man gar nicht nass gemacht werden, oder? Egal, dann war es halt Street Fighter)Oo. Jedenalls dürfte allen, die nicht ganz auf dem Konsolenbaum gepennt haben, das Spiel noch irgendwo im Gedächtnis geblieben sein.
Hier spielt es einer auf einer (sehr hohen) Bordsteinkante. Kuckt einfach selber mal. Und falls jemand weiss, wie die das gemacht haben – ich würde das gleiche gerne nochmal mit Turricane sehen :)
Wer hätte das gedacht! Seit ich den Testbericht zur Sanyo HD-2000, der Klappschiene von Kaiser (sowas hab ich die ganze Zeit gesucht!) und dem Rode Videomic bei ifranznation.DE <- de nicht tv, ich hab aufgepasst alexx ;) – vom Rode Mikrowindschutz Dead-Cat gehört hab, geht mir das Bild aus dem überaus fiesen Spiel Postal nicht mehr aus dem Kopf, wo die eine oder andere Mietze als Cat-Silencer herhalten musste.
Noch cooler finde ich, dass es einmal den langen Windschutz Dead-Cat gibt und dann noch einen kleinen: Dead-Kitten :-)))
Der gute Uwe Boll (ok, von dem mag man nun wirklich halten was man will – er ist wenigstens konsequent) hat auch das Game Postal verfilmt und den Katzen Schalldämpfer nicht ausgelassen :)
Beziehungsweise für deren Entwicklung ich gerne eine auch als Nichtprogrammier eine bedienbare Engine haben möchte:
Rundenbasierte Stragie a la Incubation und Battle Isle, bei denen man seine Spielzüge per E-Mail versenden kann. Mann, was hatten wir damals Spaß damit. Und via iPhone würde ich eine Runde auch mal zu ende spielen glaube ich :)
Elite – DAS wäre doch mal was. Mit Massive Multiplayer Online Option und so
Browsergames und Facebook-Games als App (Syndicates, Galaxy Wars, Farmville usw.)
Und dann natürlich auch sowas:
Textadventures a la H2G2, Zork
Dann natürlich auch Point&Click Geschichten wie Monkey Island und Beneath a steel Sky
Managergames
Interaktive Bücher
Prof. Layton vom gameboy
Pokémon und vergleichbare Rollenspiele
Online Quizzes wie BUZZ
Den Spruch habe ich letztens meiner Süßen erklärt. Als wir bei 3dsupply in Bielefeld vor der Tür standen – wir wollten da ja die T-Shirts und Banner für den Stammtisch der Paraten Pitei abholen. Und da auf der Tür klebt der nämlich drauf.
Ok. Sie is nicht mehr ganz die erste Monkey Island Generation, aber dank iPhoneholt sie das grade nach :)
Eben die grade erwähneten Jungs von 3dsupply haben den Aufkleber gestern einmal in die Runde geschickt. An viele der leute, die damals auch bei der FeedMe T-Shirt Aktion dabei waren. Und bei den Bloggern, diedenAufkleberkostenlosindenBriefkastengekriegthaben, sind auch einige dabei, die erstmal googlen mußten, was “DA HINTER DIR EIN DREIKÖPFIGER AFFE!” eigentlich bedeutet. Ach Salzsee - läßt sich der Aufkleber nicht passend zuschneiden für nen IKEA LACK Tisch?
Ich fühl mich ALT!
Und bedaure, daß ich nicht im Adreßverteiler für die Aufkleber drin stand *schnüff* Der würde sich SO gut auf der Volvo Heckklappe machen, jetzt, wo sie grade frisch gewaschen is und der Elcherschrecker hoffentlich bald noch 2 jahre weiter fahren darf:
Aber freu mich, daß mein Papagei den Spruch auch sagen kann.
Außerdem schließe ich mich der Forderungen fix die restlichen LucasArts Adventures auf dem Telefon zu haben an. Maniac Manson, Zak MacKracken, Day of the Tentacle, Sam & Max, Indiana Jones… Da geht noch so einiges und Lucas Arts hat da eine echte Gelddruckmaschine in der Schublade liegen.
Ich frage mich, wann Blizzard endlich das iPhone entdeckt und Diablo rausbringt.
Eine Mischung aus Eyetoy und Wii. Wenn das funktioniert, wäre das auch gleich meins. Was ich mich allerdings bei dem Rennspiel (als alter Liveforspeed-Veteran frage ist, wie realisieren die Gas und Bremse? Füße abfilmen? Sensoren an die Socken? Das wird nie und nimmer genau genug um ein entsprechendes Fahrerlebnis zu bekommen.
Das gleiche ist mit Forcefeedback.
Mein Momo Racing Wheel vermittelt ein suepr Gefühl darüber, was das virtuelle Auto grade macht. Schiebt es über die Vorderräder oder kommt das Heck rum. Krieg ich die nächste Kurve auf der letzten Rille noch oder muss ich grade aus über die Grasnarbe? Alles das wird Project Natal wohl nicht vermitteln können.
Die Bedenken, die Dina vom mediengeflüster bei dem interaktiven Avatar Milo hat, der in der “Natal” lebt, kann ich nicht nachvollziehen. Ich stehe solchen Entwicklungen und Errungenschaften aber zugegebenermassen immer sehr fasziniert, begeistert und daher kritiklos gegenüber. Den Job müssen dan eben andere machen ;)
Vor allem frage ich mich, ob das Prinzip nicht ein interessantes Thema für meine Süße und ihre Masterarbeit über “Body Concepts” sein könnte .Schließlich wird hiermit ein gutes Stück des eigenen Körpers virtualisiert und in die Maschine geholt. Dafür müsste es aber lange vor dem Release im Herbst 2010 Infos von Microsoft geben,