Was sprechen die Autohersteller mit den Super-Bowl Werbungen an?

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Emotion? Spaß? Patriotismus? Sportlichen Ehrgeiz? Das *haben_will*-Gefühl?

Die Superbowl Werbe-Spots sind ja mittlerweile weltweit legendär. Jedes Jahr überlegen sich Agenturen die abgefahrensten Spots für die teuersten Werbeminuten des Jahres.

Dieses Jahr waren natürlich wieder einige Autohersteller dabei. Manche Spots sind einfach genial. Andere verstörend, manche auch einfach gewöhnlich.

Da die vielen Videos die Blogstartseite sehr langsam machen, hier bitte klicken:
Wei­ter­le­sen…

Auto-Weihachtliche Video-Karten

Mercedes Benz Weihnachts Spot

Da ich ja auch sehr gerne kuratiere (jaaaa Frank, ich darf das Wort nicht über strapazieren, nur noch dieses eine Mal dieses Jahr *g*), habe ich mal die nettesten Weihnachtswerbespots  (nicht nur) von Autoherstellern zusammen gesucht. Statt Karten sozusagen :)

Hoffe, da ist ein bisschen was für jeden dabei.

Bei Mercedes benz hat die Gans dieses jahr ganz viel Glück gehabt. Hoffentlich :)

Ohne Weihnachten, dafür mit dreieckigem Schnee und Kaminfeuer macht Honda kuschelige Winterstimmung

Die Geschenke sind wohl dieses Jahr schon am 23. da, wenn der Weihnachtsmann so fix im BMW Schlitten unterwegs ist :)

Und trainiert hat Santa mit nem Golf GTI VI :-)

Echt BMW-lastig hier. Die waren was Winter und Weihnachtsspots angeht echt fleißig in München. Aber die Kollegen bei Infiniti auch, die erklären auch, wie man den Dreier unter Umständen mit ein bisschen Schnee… Ach seht selbst:

Außerdem hat BMW ein nettes Weihnachtsständchen aufgenommen mit seinen Moppeds:

AUDI hält sich dieses Jahr zurück mit Christmas Commercials – zumindest bis jetzt. Daher nehm ich einfach den Spot von 2009:

Dogde geht an Weihnachten irgendwie hemdsärmeliger ran – und mit mehr Rauch *g*

Nicht Weihnachten, aber wenn man sich den Patriotismus weg denkt, die gleiche Stimmung und eine schöne Geschichte:

Der Ford Lincoln MTS ist ein bißchen wie das Auto – perfekt gestyled, aber ein bißchen uninspiriert:

Auf die Top Gear Weihnachtsgeschichte im Irak freue ich mich definitiv :)

Nicht nur Autohersteller machen schöne Weihnachtswerbung – auch die TSA bewirbt Ihre Bodyscanner und Durchsuchungen. In USA geht die Fliegerfrequenz ja bekanntlich ordentlich hoch über die Feiertage:

Coca Cola ist ja immer für ne Weihnachtsnummer gut. Erst kleiden Sie Santa rot-weiss ein und dann lassen Sie Robin Beck und Kolleginnen einen Weihnachtssampler nach dem nächsten voll machen.

Aber so ein Godzilla-Nikolaus muss doch echt nicht sein:

Nach dem Schreck hilft nur noch eins: Erst Victoria’s Secret kucken:-)

Und dann nen Stella Artois aufmachen. bei dem Spot hier kriegt “Auf Eis trinken” ne ganz neue Bedeutung :-)

Und das hier kann passieren, wenn sich der Zuschauer verhört und aus “the gift of asphalt” irgendwie was nich so nettes versteht :)

Probefahrer ReDesign

aus-alt-mach-neu

Es wurde echt mal Zeit. Die letzten Monate störte mich immer mehr, dass das Blog aussah wie Kraut und Rüben. Mit neuem Design kommt auch neuer Elan. Merke ich jetzt schon ;) Nicht ganz unschuldig war auch Rob mit seinem Posting letztens über Modern Blogging. Damit lieferte er den Spickzettel für das, was ich schon lange vor hatte: Blog neu gestalten und Profil sowohl inhaltlich als auch optisch deutlich schärfen. Also:

Dann kam Rob mit seinem Posting zur Auswahl der Themes für die Umstellung von obertbasic.de und ich habe kurz überlegt, einen der Themes zu nehmen, die er in der engeren Wahl hatte. Xpert hatte es mir auch angetan. Und auch wenn Rob kein Prob damit hat, würde ich das gleiche Ausgangsdesign verwenden, lag bei mir doch schon einige Zeit der Arras Theme rum. Mit dem wollte ich so oder so etwas machen. Warum also nicht gleich den Ponyhof in Form bringen.

Und damit bin ich auch beim Hauptproblem der Themeauswahl:
Ich will natürlich den Blogcharakter erhalten. Aber die einfache chronologische Sortierung der Postings ohne Gewichtung gefiel mir nicht mehr. Als Hauptthema soll derjenige, der neu auf die Seite kommt sofort das Topic Probefahrten mit Autos erkennbar sein. Das ist in letzter Zeit immer mehr untergegangen, da die Probefahrt-Postings zwischen den “Gott und die Welt Beiträgen” auch immer weiter runter gerutscht sind. Aber auch diese aktuellen Postings zu diesem und jenem sollten weiter leicht erreichbar sein. Also musste etwas mit auffälligen Bildern und einer Liste der Blogbeiträge her, damit die Startseite nicht total unübersichtlich und ellenlang wird.

Auf die Haus-und-Hof Blog-Postings neben der Probefahrerei kommen die Leser so oder so über RSS, Twitter, Google und Facebook (und dank Caschys Beitrag kann man auch endlich mal was mögen hier :))

Auch über ein wenig gezielte Werbung oder Affiliates denke ich aktuell stark nach. Wenn da jemand einen Vorschlag hat, bzw. wenn jemand bestimmte Werbung als absolutes NoGo sieht, würde ich mich über einen Kommentar freuen.

Mit dem Arrastheme hab ich erstmal das erreicht, was mir vorschwebte. Jetzt geht es in den nächsten Wochen noch ans Feintuning. Wozu zu eine kleine Reise doch gleich führen kann ;) Dazu aber in den nächsten Postings mehr. Jetzt brauche ich erstmal Euer Feedback:

Was gefällt Euch, was nicht? Was sollte wieder oder noch mit rein? Was habe ich nicht bedacht?

Honda Civic Type R Testtagebuch Teil 3 – Vatertag

Bollerwagen kann ja jeder. Also bin ich an Vatertag im alten zu Hause vorbei gefahren und hab dem alten Herrn den Honda-Schlüssel in die Hand gedrückt. Kleine Runde drehen und dabei die Eindrücke filmen, von jemandem, der seinen Lappen seit über 40 Jahren mit sich rumträgt und als Aussendienst-Techniker wahrscheinlich die Millionen Kilometer Grenze schon lange überschritten hat. Papa Probefahrer also im Honda Civic Type R:

Fazit: Kein alte Leute Auto, aber definitiv das Richtige Auto für die spaßigen Ausfahrten als Rentner ;)

Das ganze war auch eine kleine Wiedergutmachung der Pein, die mein Dad bei Alfa in Varano abegkriegt hat, als ich ihn nicht darauf vorbereitete, was ihn erwartet. Der FIAT-Chefingenieur für Chassis und Fahrwerk . Philip Krieffe hatte uns damals im Alfa Romeo MiTo um die Strecke geschmissen. Gab für Vadern beim Filmen blaue Flecken :) Dafür ist das Video eines meiner meist gesehensten auf YouTube.

Hashtag Day in Bingen @zumseL thx 4 inspiration @ifranz and @kodak_de Zi8

Endlich, endlich, endlich bin ich nach fast nem Jahr dazu gekommen, einen schönen Tag mit der Hor[dd]e zusammen zu schneiden. Primär nur für die “Mitwirkenden” interessant. Aber irgendwie ist auch so ein schönes Filmchen bei raus gekommen, dass ich die Tage mit dickerer Leitung auch nochmal in HD hochladen werde.

Die Aufnahmen ware die ersten ausgiebigeren damals mit der Kodak Zi8 nach dem Floating Cast.

Danke an ifranz für die Hashtag-Inspiration. Das werde ich jetzt öfters so machen.

Danke an Sean Fournier für den wunderbaren Song “My broken Stereo” – gefunden auf Jamendo.

Honda Civic Type R Testtagebuch Teil 2 – Freundin in Angst

Einen Tag nach dem ich den Type R mit nach Hause gebracht hatte, war Freundin dran. Mitfahren. Erstmal langsam eingewöhnen. Ok. Langsam ist jetzt der falsche Ausdruck. Erstmal FIX auf der Autobahnauffahrt eingewöhnen :) Das Auto marschiert ja nicht nur los wie die Feuerwehr, wenn er in die interessanten Drehzahlbereiche kommt, klingt er auch noch richtig gut. Irgendwie nur für Jungens. :)

Zum Vergleich: Meine Süße habe ich nicht ganz so gequält (quälen können *g*) wie Ricardo Patrese seine Frau. War ja keine Rennstrecke vor der Haustür ;) Deswegen kam es nicht zu den rüden Beschimpfungen. Wohl aber machen sich beide ziemlich schnell Gedanken um Kinder. Egal ob die zu hause oder die ungeborenen :)

Honda Civic Type R – kleines Probefahrttagebuch Teil 1

Endlich hab ich ihn! Den Honda Type R. Nach 2 1/2 Jahren :-) Also das war so. Auf die Idee mit dem Probefahren kam ich 2007 durch genau dieses Auto. Als alter Star Trek Next Generation Fan (Picard, Worf, Data und so) hab ich mich gleich in den 2006 vorgestellten Civic verkuckt. Als ich dann las, dass es davon auch wieder einen Type R – also die Racing Variante geben sollte, war klar: DEN will ich fahren! Daraus entstand dann die Idee, das ein Probefahrten-Blog zu starten. Aber ich kam nicht in die Puschen. Dann half mir Robs Aufruf “Create your own experience” auf die Sprünge, ein “Unterblog” mit Probefahrten auf seinem damaligen Blog basicthiking zu starten. Gesagt getan.

Und ich hatte die große Hoffnung, direkt mit dem Honda Civic Type R loslegen zu können. Aber, große Ernüchterung: Kein Händler hatte das Auto in der Ausstellung. Also fing ich mit einem Subaru Impreza Sport an. Da der Subaru Händler damals am gleichen Tag in Bielefeld eröffnete, an dem ich mir überlegt hatte mit dem Probefahren zu starten passte das irgendwie auch ganz gut.

In der ganzen Zeit danach habe ich immer wieder versucht an den Type R ranzukommen und es hat nicht geklappt. Bis vorletzte Woche. Da konnte ich ihn mir vom Honda Testtag (ich schrob davon) für ein paar Tage mitnehmen! :-) Umso witziger, dass mein Blogpapa Rob Basic und ich uns ausgerechnet auf dem Workshop auch mal wieder trafen.

Also musste ich ihn fix vor das Auto zerren und den Probefahrer-historischen Moment festhalten :) Hier meine allerersten begeisterungsgeschwängerten Eindrücke von der Rückfahrt von Frankfurt nach Bielefeld. Sorry, Rob, dass ich Dich gar nicht habe zu Wort kommen lassen. *hüstel*

10 Tips um mit einem Blog erfolgreich zu werden

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“Die 10 Ratschläge” möchte Kommentator Robert gerne von Rob Basic in der Blog-Diskussion drüben haben. Bisher ist dem Wunsch noch niemand so richtig nach gekommen, also versuch ich mein Glück mal:

Erstmal die Zielsetzungen, die Rob aus Gesprächen auf der Re-Publica gezogen hat:
Mehr Geld, mehr Traffic, mehr Kommentare, mehr Backlinks, bessere Suchmaschinenposition, mehr Dialog
. Ok, wollen wir alle.

Alles was nun folgt, bezieht sich auf Privatblogger. Nicht auf Unternehmen, die Ihre Produkte verticken wollen, oder Journalisten, die Ihre Texte anbieten. Nicht auf Berater, die Ihre Kompetenzen anpreisen oder Fotografen, die Ihr Portfolio potenziellen Auftraggebern präsentieren. Jemand, der mit einem Blog von vorne herein Geld verdienen will, ist ein bloggender Unternehmer. Nicht umgekehrt. Das is nix ehrenrühriges – sollte nur vorher klar sein. Dann fällt IMO vieles leichter.

Denn: Ein Blogger, der aus Spaß bloggt, kann sich nahezu alles erlauben. Jemand, der ein Ziel erreichen will, verpflichtet sich u.U. schon unbewusst Konventionen und Regeln.

Da frage ich mich doch: Geht es um Menschen, die einfach bloggen wollen? Oder geht es um Blogger, die aus welchem Grund auch immer mal angefangen haben und nun aus dem Hobby krampfhaft einen Beruf machen wollen?

Rob, Du schreibst von Bloggern, die in der Denk-Box “Bloggen” gefangen sind. Was meinst Du damit genau? Ich habe es ersmtal so verstanden:
Die in der Denk-Box gefangenen sollten unternehmerischer Denken, oder journalistischer, oder sollten sich in ihre “Zielgruppe” reindenken (also wie ein Marketeer). Mehr die Anforderungen von Suchmaschinen erfüllen und blog-Ziele festlegen (wie ein Manager in einem Unternehmen)…
Habe ich das so richtig interpretiert, oder bin ich da auf dem falschen Dampfer?

Ich frage mich – liegt das überhaupt jedem Blogger? Und ist das nicht eine maßlose Überforderung (kann die o.g. Fähigkeiten jeder Blogger in sich vereinen)? Wird das Thema nicht maßlos überbewertet? Ist dem Blogger, der sagt, er will sein Blog optimieren, der unternehmerische Erfolg WIRKLICH so wichtig? Oder will es sich einfach nur in das gegenseitige Messen der Blogger untereinander einreichen?

Kommt der Blogger, der über die Fragen da oben mit einem businessplan-ähnlichen Konstrukt im Hinterkopp nachdenkt, überhaupt noch zum Bloggen? Hat jeder, der einen Blog betreibt überhaupt Bock drauf, das ganze als Business zu betrachten? (Erfolg hängt von der Definition der EIGENEN Ziele ab, nicht von Vorgaben von außen – außer, ich habe eine AG oder Behörde).

Ich möchte das mal mit Bands und Musikern vergleichen, die meinen sie könnten mit einmal proben von Coversongs im Monat riech und berühmt werden. Davon gibt es genug da draussen. Virtuose Musiker, die tolle Songs schreiben könnten, aber Schiss davor haben kritisiert zu werden. Die zu faul sind viel Arbeit zu investieren. Die hinter ihrem Bankthresen genug verdienen und einfach zu satt sind um es wirklich zu etwas zu bringen.

Bloggen ist auch Punkrock. (Oder Rock’n'Roll, wem Punk zu laut ist)

Die Hauptthesen des Postings und der Kommentare mal zusammen gefasst:

1. Betrachte Dein Blog wie ein Unternehmen

Diesen Tip brachte Rob recht früh ins Spiel. Ist auch was dran. Aber das wichtige an einem ERFOLGREICHEN Unternehmen ist auch der Unternehmenszweck. Und die Produkte des Unternehmens. Und die Kompetenzen der Mitarbeiter…
Willsagen: Unternehmermentalität braucht Sinn. Dass jeder Blogger in seinem Tun einen unternehmerischen (bsw. gewinnmaximierenden) Zweck sieht, kann ich mir kaum vorstellen. Ohne Sinn und klare Ziele wird das Unternehmen schnell frustrierend.

2. “Sharing is Caring” und das “Zen des Bloggens”

sind eher esoterische Antworten, die die Kommentare liefern. Sharen also (mit-)teilen sollte ich nur, was ich auch wirklich für relevant halte (was ICH selber lesen WOLLEN würde) sonst ist sharing nur duplizieren.
Wer für den Flow und das Geräusch der über die Tasten huschen Finger bloggt, wird vielleicht nicht dauerhaft etwas hervorbringen, was Leser fesselt. ABER! Es ist in Ordnung, wenn der Blogger den Zweck seines Tuns darin sieht, philosophische Texte oder nur die Erzeugnisse von creative writing sessions zu publishen. Wen das stört, der muss es ja nicht lesen.

3. Bloggen ist nur selbstreferenzierte Selbstdarstellung und “draußen” interessieren Blogs niemanden

Hier steckt schon ein großer Denkfehler, den ich sonst eigentlich nur von Unternehmen zu hören bekomme: “Unsere Kunden lesen keine Blogs”.
Ach nein? Googlen Sie doch bitte mal Ihr Kernthema – 4 der ersten 10 Suchergebnisse stehen in Blogs. Glauben Sie, Ihre Kunden scheren sich um den Unterschied?

4. Jaja, die Zielgruppe

Darüber, dass das Konzept der Zielgruppen grade im Umfeld von Blogs überholt ist, wurde an anderen Stellen schon genug geschrieben. Wenn ich ein SO spitzes Thema bediene, das eine klar definierbare Zielgruppe erreicht, dann habe ich tatsächlich ein Unternehmen oder sollte mir ernsthaft darüber Gedanken machen eines zu gründen (wenn die angesprochene Zielgruppe für meine Dienstleistung der Contentschaffung zahlen mag)..

5. regelmäßig beständig guten Content bringen

Sascha Pallenberg, ich glaube man kann auch mit 10 Artikeln in 2 Monaten erfolgreich sein. Manch ein Wissenschaftler ist mit weniger Publikationen im Jahr erfolgreicher. Da kommt es auf die Qualität an. Viel wichtiger ist Deine Anmerkung zur Arbeit. Wie Du schon im Re:Publica Vortrag sagtest: Zwischen Tagesschau und Wetterbericht kloppt man nicht gerade ein erfolgreiches Blog zusammen. Wenn ich 1 Woche für 1 Beitrag brauche und dieser Beitrag dann WIRKLICH rockt ist doch auch alles gut. Es müssen nicht zwangsläufig 100 Postings die Woche sein (auch wenn das oft hilft *g* aber nicht findet soviel Content)

6. Marketing, Marketing, Marketing

Puh, Kudo – Das sind ja gleich drei Wünsche auf einmal. Ich behaupte mal, gute Produkte – und dazu zählt auch Content, verbreiten sich von selbst und ziehen Kundschaft an. Denn, was man nicht vergessen darf: Marketing (vor allem dreifaches) kostet Geld. Mindestens Zeit. Und für das Invest will man auch was zurück haben, sonst kann man es sich sparen. Am meisten wird Geld in Marketing und Werbung für schlechte Produkte gesteckt, die weg müssen.
Also vergesst das Marketing so lange, wie Ihr nicht wisst wofür Ihr es betreibt.

7. massentauglich oder Nische?

smeet – erstens ist Fußball in der Blogospähre ein Nischenthema :) Zweitens: Wenn Du Dir ein Massenthema nimmst, musst Du überdurchschnittlich gut sein, damit Dich die Masse und die anderen Massenbefriediger nicht in der Luft zerreißen.
Wenn Deine Expertise massentauglich ist. Gut. Dann hast Du kein Problem. Wenn Du Dir mit Halbwissen ein Massenthema suchst, nur weil Du glaubst, mehr Leute zu erreichen: Viel Spaß…

8. Themen und Schreibe

Kai bringt es auf den Punkt mit seinem (unfreiwilligen) Vergleich der Wissenschaftler die über Ihr Spezialthema nicht interessant schreiben können und den Bloggern, die zwar nett lesbar schreiben können, aber keine Themen haben.
Das ist auch auf der unternehmerischen Ebene ein schöner Vergleich: Wenn alle Wissenschaftler gleichzeitig Top-Unternehmer wären, wären die Unternehmer arbeitslos und pleite und die Welt vielleicht eine viel bessere, weil die neuen wissenschaftlichen Errungenschaften direkt von ihren Erfindern an die Kundschaft gebracht würden.

9. Jeder Blogger ist seines Glückes Schmied, aber nicht jeder Schmied hat Glück

Floyd meint, Blogger wären keine Randgruppen mehr, weil jedes Blog Informationen zur Informationsflut beitrage. Ich sage: Jeder Blogger ist und sollte seine eigene Randgruppe sein. Bei Floyd stehen Revoluzzer sein und monetarisieren im Gegensatz. Fragen wir mal Castro und die Zigarrenindustrie. Oder diverse Bands, Schriftsteller und Künstler. Es ist doch keine Frage von “biete ich mich zum Verkauf an” sondern von, “wer macht mir das höchst Angebot” und bei der Konkurrenz “wann bin ich auf andere eifersüchtig, die eher bedacht werden als ich”.
Floyd, wenn Du für mehr Öffnung plädierst, dann plädiere doch mal an die Unternehmen, dass sie einem Blogger auch mit vernünftiger Entlohnung für seine Dienste kommen. Ich spreche aus Erfahrung, wenn ich die Anbiederungen von Unternehmen nicht mehr zählen kann, die meinen, sie könnten die Arbeit von mehreren Jahren mit nen Zwanni kaufen. Wenn man als Blogger dann dankend ablehnt und realistische Angebote zurück sendet, erntet man oft nur Unverständnis. Nur weil ich etwas nicht aus kommerziellen Gründen tue, heisst das nicht, dass ich mich verramsche, wenn jemand mit kommerziellen Verwertungszwecken auf mich zukommt.

10. Jeder Blogger lernt

Genau Johannes Lenz: Jeder Blogger gibt SEINEN aktuellen Wissensstand zum Besten. In der Hoffnung anderen weiter zu helfen. Und von denen, die schon weiter sind, Feedback und Infos zu bekommen.

11. Was ist das Angebot des Blogs?

Huch – schon elf? Rob Vegas behauptet, dass durch das marktwirtschaftliche Angebot eines Blogs auch die Mechaniken des Unternehmertums zum Greifen kommen. Da sind wir wieder bei der Frage: Warum blogge ich?
Aus Spaß
Aus Mitteilungsbedürfnis?
Aus Geldnot?

Exkurs: Guerillamarketing

Preisjäger – schreibt von seinem Guerillamarketingkurs. Tschuldigung, aber bevor Du anfängst Kurse mitzumachen, in denen Du lernst ein schon 20-fach vorhandenes Produkt mit Guerillamethoden bekannt zu machen: Wäre es da nicht schlauer einen Kurs zu belegen, wie man das Copycat-Produkt unique macht? Einen eigenständigen Mehrwert erzeugt? DANN erst macht Guerillakrams Sinn. Sonst erzählt der eine Guerilla nämlich dem anderen, dass er bei Dir den gleichen Krams kriegt, wie auf Google Suchergebnisseite 51-60.

Um mal wieder auf Tip 1. zurück zu kommen: WARUM bloggt Ihr – was ist der ZWECK?

Weil Ihr grade Zeit tot zu schlagen habt?
Guter Grund, aber erstmal grundsätzlich contentbefreit.

Weil Ihr Geld verdienen wollt?
Auch ein legitimer Grund, aber dieser alleine wird Euch nicht viel bringen.

Weil Ihr viel im Netz unterwegs seid, und tolle Links anzubieten habt?
Versucht es. Ist die Ur-Form des Bloggens (Bloggen ist aus täglichen Link-Sammlungen überhaupt erst entstanden, kurz nach’m Kartoffelkrieg 1912). Dürfte aber durch die ganzen automatischen Aggregatoren sehr schwierig werden.

Long Story Short:
Bloggen ist Spaß. Bloggen ist ein Hobby. Bloggen ist eine Tätigkeit, die man tut, weil man es unbedingt will, weil man etwas loswerden muss. Und wenn man mal keine Zeit oder Lust hat, dann läßt man es.

Macht Euch keine Gedanken um Google Analytics. Um Traffic, um Kommentare. Wie Ihr bessere Suchmaschinenergebnisse erzielt, und wie Ihr Werbelinks verkaufen könnt. Sondern nur, wie Ihr EUER Thema besser erklären und abdecken könnt.

Wenn es Euch nur ums Bloggen und nicht um den Inhalt geht, bewerbt Euch bei beliebigen Firmen als Coporate Blogger. Daran ist nichts anrühriges. Oder mein Ihr, der Buchhalter würde eigentlich viel lieber sein eigenes Haushaltsbuch führen?

Wenn Ihr Eure Firma promoten wollt. Ein Produkt verkaufen oder Euch selbst als Berater anpreisen – völlig anderer Pott Kaffee. Darum sollte es hier gerade nicht gehen. Dann kauft Euch ein Existenzgründerbuch, ein Marketingbuch für Existenzgründer, ein PR-Buch für Existenzgründer und ein MBA-Buch für… Na Ihr wisst schon. Ein Unternehmen NUR auf Basis eines Blogs zu gründen ist schon eine ganz große Kür. Und selbst ein Unternehmen auf Grund eines Blogs erfolgreich machen ist zwar möglich, aber vor allem eins:
Verdammt harte Arbeit!

Michael Finger hat es meiner Meinung nach gut auf den Punkt gebracht: Fragt Experten, die mehr über Euer Thema wissen als Ihr selbst und bringt Nicht-Blogger in die Diskussion mit rein. Bietet der Netzwelt eine neue Sicht von draußen oder auf draußen. Je nach dem.

Bloggt, weil es Euch Spaß macht.
Bloggt, weil Ihr andere unterhalten wollt.
Bloggt, weil Ihr etwas zu sagen habt.
Bloggt, weil Ihr kucken wollt was passiert.
Bloggt, weil Ihr etwas neues schaffen möchtet

und mein wichtigster Tip (nach “it’s thinking, not blogging stupid” – den Blogpapa Rob mir ja leider gemopst hat *g*)

Bloggt das, was Ihr selber lesen wollt und nirgends findet.

Ich habe diesen Artikel übrigens nur nach 3 Stunden Schreiberei gebloggt, weil ich ein paar Leser von Rob hier rüber ziehen wollte, nicht weil mich das Thema interessieren würde :)

Keep on blogging!

Yay! Jetzt hab ich endlich mal einen “10 Tips zum besseren irgendwas” geschrieben :)