Barfuß laufen in Vivobarefoot auf der CeBit – 2 Tage lang

Vivobarefoot Neo Men

Ok, ich bin nicht mit nackten Füßen auf der CeBIT rumgerannt, sondern in Barfußschuhen von Vivobarefoot. Diese Treter haben eine sehr dünne Sohle und sind besonders breit und flexibel, damit sich der Fuß möglichst frei und natürlich bewegen kann.

Nicht alle Barfußschuhe sind übrigens diese lustigen 5-Finger Schuhe, mit denen man aussieht wie ein Hobbit beim Fitness-Training zum Mount-Doom-Marathon ;)

Die ersten 3 Tage in den Schuhen waren ziemlich witzig. Besonders wenn ich über unseren Kies-Hof oder durch den Wald gelaufen bin. Durch die dünne Sohle merkt man jede Wurzel und jedes Steinchen. Allerdings nicht so unangenehm, wie wenn man mit ganz nackten Fußsohlen drauf treten würde.

Die Sohlen federn eben nicht, sondern schützen nur gegen spitze Steine, Scherben usw.

Geht man in Barfuß-Schuhen anders? OH JA!

Durch immer bequemere Fußbetten und gefederte Hacken in modernen Schuhen haben unsere Füße das richtige arbeiten verlernt. Wir laufen mit der Hacke voraus – das heißt wir treten mit der Hacke zuerst – weit vor dem Körper auf. Das verursacht schon beim normalen gehen ziemliche Erschütterungen im Rücken. Beim Joggen ist das umso schlimmer.

In Barfuß-Schuhen läuft man automatisch mit etwas kleineren Schritten und mehr auf dem Fußballen. Sieht zu Anfang nicht nur komisch aus, das macht auch ordentlich Muskelkater in den Füßen und Waden, da man Muskeln verwendet, von denen man gar nicht mehr wusste, dass man sie hat.

Barfuß laufen lernen

Wie man richtig barfuß läuft lernt man ziemlich gut in der Training Clinic von vivobarefoot. Dort lernt man zum Beispiel die richtige Laufhaltung:

VIVOBAREFOOT – Training – Barefoot Walking with correct posture from VIVOBAREFOOT on Vimeo.

Dementsprechend war mir auch etwas mulmig bei dem Gedanken, in den Schuhen auf der CeBIT auf dem harten Hallenboden rumzulaufen. Egal welche Messe ich in den letzten Jahren besucht hatte: CeBIT, IAA, Auto Shanghai, GamesCon, Essen MotorShow, Auto Salon Genf… Es gab immer Fuß- und Rückenschmerzen. Und zwar nicht zu knapp.

Ich dachte mir “ach komm – memm nich rum. Schlimmer kanns nich werden.”

Tja, was soll ich sagen? Obwohl ich mit schwerer Kamera und Tasche 2 Tage lang unterwegs war, Interviews zum FirstSpirit CMS für comspace gedreht habe und das heimliche TopThema der CeBIT entdeckt habe, hatte ich überhaupt keine Probleme. Weder taten die Füße weh, noch der Rücken.

Kann ich nur jedem empfehlen. Zumal es mittlerweile Modelle gibt, die zu allen Dresscodes passen (von Lackschuhen zum Smoking mal abgesehen *g*). Nicht nur bei Vivobarefoot – Constantin hat auf Paleosophie auch gerade wieder 2 neue Barfußschuh Modelle in seinem Podcast vorgestellt.

UPDATE:
Eine Sache ist mir gerade noch eingefallen. Ich hatte die Neo und die Gobi (Lederstiefel) bestellt. Beide in Größe 44.
Die Neos passen wie angegossen. Die Gobis waren ne Nummer zu groß undGröße 43 leider zu dem Zeitpunkt nicht lieferbar.

Wieviele Gerüche könnt Ihr erkennen? Nasentraining Galore! :)

Le Nez du Vin - Duft raten

Am Wochenende habe ich eines der coolsten, lehrreichsten (und mit 300€ wohl auch teuersten) Gesellschaftsspiele ever gespielt :) Heiteres Aroma-Raten – Welches Müffle hätten’s denn gern? :)

Le Nez du Vin ist eigentlich eine Mischung aus Spiel und vor allem Trainingsgerät für Nasenarbeiter wie Weinexperten, Sommeliers, Winzer, Lebensmitteltechniker und was nich alles.

54 unterschiedliche Gerüche sind in kleinen Fläschchen zum erraten dabei. Über fruchtiges, blumiges, gemüsiges bis hin zu Nuss- und Röstaromen war alles dabei.

Habe ich noch nie gemacht sowas. Und dachte eigentlich auch, dass ich keinen besonders tollen Geruchssinn habe. Tatsächlich habe ich aber 29 von den 56 Gerüchen erkannt! YAY! Und dabei waren so abgefahrene Sachen dabei wie Zedernholz und Veilchen, die ich ECHT nur erraten konnte. Rose zum Beispiel roch für mich mehr nach Seife. Echte Rosen riechen für mich anders.

Oder es waren so abgefahrene Sachen dabei wie frisch gemähtes Heu oder auch geröstetes Brot da muss man erstmal drauf kommen, dass man sowas in kleine Fläschen kippen kann :)

Le Nez du Vin - Aromas raten

Le Nez du Vin – Aromas raten

Extrem leicht fielen mir die Gerüche, die ich halt auch aus dem Alltag kenne. Erdbeere, Himbeere, Paprika, Zitrone usw.

Dann waren da wieder Aromen, die ich erst nach der Auflösung gepeilt habe. Dann auch sofort und sehr deutlich. Champignons zum Beispiel. Da ich die Biester nicht gerne esse, habe ich den Geruch auch nicht so präsent in der Nase.

Dafür habe ich Litschi sofort erkannt, weil meine Süße hin und wieder Litschi-Wein gekauft hat. Der riecht genauso :) Wenn Ihr also mal ein echt abgefahrenes Spielchen machen wollt, besorgt Euch das Game Le Nez du Vin mal. Gibt da auch noch kleinere Varianten mit weniger Düften aber auch größere mit 80 Weinaromen

 

Was ist für Euch Gesundheit?

Ist Gesundheit nur das Nicht-Vorhandensein von Krankheiten? Oder gehört zum gesund sein mehr dazu? Auf die Frage bin ich durch Felix Artikel “Was ist gesunde Ernährung” drüben bei Urgeschmack gestoßen.

Die letzten 9 Monate habe ich mich verdammt viel mit Gesundheit, Ernährung, Sport usw. beschäftigt und kann für mich sagen, dass zur Gesundheit sehr viel mehr gehört. Erstmal kann man ja schon davon ausgehen, dass die wenigsten Menschen heute wirklich gesund sind. Ob nun chronische Krankheiten, falsche Ernährung, Dauer-Entzündungen, Allergien, Übergewicht, Diabetes, BurnOut – irgendwas schleppt fast jeder mit sich rum.

Von daher halte ich es bei der Definition von Gesundheit eher mit der Wikipedia:

Gesundheit ist ein Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen

.

Mich würde aber vielmehr interessieren: Was heißt für Euch Gesundheit?

Recht haben und Recht geben

Keine Angst, dieser Beitrag ist jetzt keine Hommage an meine bescheidene Juristen-Vergangenheit. Vielmehr hat Gunter Dueck in der aktuellen Folge von “Die Welt fragt, Gunter Dueck antwortet” eine wunderbare Geschichte erzählt, die eines der zentralen kulturellen Probleme in Deutschland beschreibt, wenn es um Innovation geht:

Wir wollen immer Recht haben. Können aber nur selten Recht geben.

Es geht um Innovation. Um neue Erfindungen. Teilweise Spinnereien – die dann Wirklichkeit werden. So zum Beispiel dass Jeff Bezos amazon genauso wie es heute dasteht vor 15 Jahren bereits geplant hat. Als Cloud-Unternehmen, mit verteilten Servern und irgendwie gleichzeitig als größtes, virtuelles Kaufhaus der Welt.

In der Geschichte, die wunderbar die unterschiedlichen Herangehendweisen von Amis und Deutschen an neue Ideen erzählt, beschreibt Gunter Dueck, wie er damals noch in IBM-Zeiten bei einem Ideen-Casting / Innovatoren-Wettbewerb in den USA saß und “schon an den Nägeln kaute, weil die Vorschläge so schlecht waren” :)

Er wollte aufspringen und sagen: “Ihr könnte den Quatsch doch nicht wirklich eine Runde weiterlassen. Das funktioniert nicht. Aus den und den und den Gründen. Seht Ihr das denn nicht?”

Denn die amerikanischen Kollegen riefen die ganze Zeit “WOW, gute Idee! Great George! usw.”

Ganz zum Schluss, nach beliebigem Loben meinte dann einer: “Eine Frage habe ich kurz noch, das fehlt uns bei dem Vorschlag noch: Was soll das denn später mal kosten?”
“Hmmm, das habe ich mir noch nicht überlegt.”
“Siehst Du, das fehlt uns noch ein bisschen.” Es folgten noch einige weitere Fragen, die ans Eingemachte gingen und gaben auf positive Weise das Gefühl, wenn diese Fragen beantwortet werden, dann wird es was.

Das geht uns hier in Deutschland noch ab. Es wird zu wenig ermutigt. Statt dessen ist man zu negativ und sucht direkt das Haar in der Suppe. Fischt es raus. Vergrößert es um 10.000:1, rahmt es dreimal ein und klatscht es dem Betreffenden auf den Tisch, an die Wand und zu Hause übers Bett :)
Das Problem ist nur nicht DASS Kritik und Feedback geäußert wird, sondern das WIE. Alle Dinge aufzählen, die falsch und schlecht und nicht praktikabel sind bringt dem Betreffenden eben nichts.

Das was etwas bringt ist, denjenigen selbst erkennen zu lassen, wo die Probleme sind. Denn mit Selbsterkenntnis kommt auch die Motivation, die Probleme zu lösen.

Zu oft denken wir hier noch, immer gleich die Lösungen um die Ohren zu hauen. Ich bin mir nicht sicher, woran das liegt. Vielleicht weil es schneller geht und auf den ersten Blick effektiver erscheint. Geht mir ja auch oft so. Wenn ich die Lösung für ein Problem zu sehen glaube, dann sage ich dem Problem-Haber: “Das und das ist Dein Problem. Dies und jenes ist die Lösung. Mach das doch so.”
Wenn diese offensichtlich richtige und total tolle, einfache Lösung nicht angenommen wird stößt mein Verständnis an seine Frustrations-Grenze. Bis ich mir wieder vor Augen führe, wie ich selbst reagiert hätte, wenn mir jemand einfach eine ToDo-Liste oder Anleitung dahin klatscht, ich aber die Lösung doch selber entdecken und finden will.

Was mache ich in solchen Fällen? Richtig. Ich klammere die erhaltene Lösung aus und suche nach einer anderen :)

Naja, Selbsterekenntnis ist der erste Weg zur Besserung. Da muss ich mir selbst Recht geben. Und kann es gleichzeitig sogar haben :)

Plastik im Ozean bald Geschichte? 19-jähriger hat evtl. ne Lösung

The Ocean Cleanup

Es gibt ja manchmal so Meldungen wo man sich denkt: “WOW Hoffentlich wird da was draus – und zwar SCHNELL!” Das hier ist so eine:

Letztens schrub ich ja von dem Pottwal, der mit 17 kilo Plastik im Magen vor Almeria angeschwemmt wurde. Das Problem mit dem Plastikmül in den Ozeanen ist so unglaublich überwältigend riesig – aber gleichzeitig so weit weg, weil ja kaum einer mal mit seinem Bötchen dran lang fährt, dass es kaum jemand mit eigenen Augen wahrnimmt.

Boyan Slat hat auf dem TEDx Event in Delft sein Projekt The Ocean Cleanup vorgestellt. Klingt zu schönum wahr zu sein: Die 7.200.000 Tonnen Plastikmüll könnten aus den Ozeanen gefischt werden. Und das auch noch profitabel. Noch ist die Studie zu dem Projekt in Arbeit (etwas 1/4 abgeschlossen) aber das lohnt sich wirklich im Auge zu behalten.

Mehr gibt es auf der Ocean Cleanup Seite, auf  Facebook und auf Twitter

via Inhabitat und BoingBoing