Tag 1 des Projekts 365xBROCKHAUS beendet. 67,5 Seiten, 1 Radiointerview und Ironie des Schicksals

Mein Beitrag bei der HuffPost liegt noch in der Redaktion zur Freigabe. Aber hier werde ich ein bisschen Behind-the-Scenes raushauen :)

  • 67,5 Seiten waren heute dran.
  • In ca. 3 1/2 Stunden
  • Mit 20 Artikeln zu A gings los
  • Abgreifen war der Schluss-Artikel
  • Radio Bremen / Funkhaus Europa haben ein Radiointerview mit mir gemacht :)
  • Die Dame, die mich auf der Seite von Bertelsmann aus dem BROCKHAUS Team unterstützt hat, hatte heute ihren letzten Tag in dem Team
  • Ortsbescheibungen und Regionen sowie einige Politiker überlese ich schnell nach interessanten Kerninfos und Stories
  • Zeitangaben Daten und so fesseln mich nicht – kann ich mir eh schlecht merken
  • Das Projekt ist gleichzeitig körperliches Training, da ich 2,1 Kilo Buch den ganzen Tag mit mir rumtrage :)

 

Mein Jahresprojekt: 365xBROCKHAUS – ab heute hier in diesem Theater und auf der Huffingpost Deutschland

Seit Jahren wollte ich mal ein Einjahresprojekt machen wie es mir Teymur mit seinen Troopies 365 und ifranz mit IFRANZSHOOTS und viele andere Mal vorgemacht haben. Dann stellte ich fest, dass ich zu unkreativ bin, um täglich ein Foto mit Geschichte zu schießen.

Außerdem wollte ich was mit Text machen. Und etwas, das mich wieder mehr zum Bloggen bewegt. Und womit ich was lernen kann.

Dann fiel mir ein, wie gerne ich früher als Kind im Bertelsmann Lexikon meines Dads gelesen habe. Wie gerne hätte ich alles gewusst, was da drin steht :) Dann stieß ich darauf, dass die Verwaltung vom Brockhaus mittlerweile in Gütersloh – auch bei Bertelsmann sitzt. Und las in einem anderen Zusammenhang von AJ Jacobs, der 2003 die Encyclopaedia Britannica durch gelesen hat. Dann ging alles ganz schnell. Die Leute bei Wissen Media besorgten mir eine Leihgabe der aktuellen BROCKHAUS Ausgabe und die werde ich ab heute lesen.

Alle 24.500 Seiten, die auf 70 Kilo und 30 Bände verteilt im Büro liegen :)

Und darüber schreiben. Denn ich habe noch gar keine Vorstellung davon, was mich erwartet. Werde ich jeden Tag wissbegierig und freudig aus dem Bett springen um meine tägliche Dosis Information von 67,5 Seiten Tagesration aufzusaugen?

  • Werde ich mich schon nach wenigen Wochen Tagen für meine bescheuerte Idee verfluchen?
  • Gibt es über die ganzen Artikel von A-Z überhaupt etwas zu schreiben?
  • Und was macht diese Druckbetankung mit mir, meinem Kopf und Umfeld?

WIr werden es sehen. Die letzten Tage bevor es losgeht, habe ich erstmal mit einigen Tests verbracht:

  • IQ-Test – ganz ordentlich
  • Gedächtnistest – miserabel
  • Allgemeinwissen – OK
  • 10 Zufallsrunden “Wer wird Millionär” bei RTL im Trainingslager – DEUTLICH schlechter als ich erwartet hätte
  • Lesegeschwindigkeit für 67,5 Seiten hochgerechnet derzeit ca. 3 Stunden und 17 Minuten
  • bricht der smart unter all dem Wissen im Kofferraum zusammen?

Mal sehen, wie sich das in einem Jahr verändern wird. Denke ja v.a. meine Lesegeschwindgkeit dürfte durch das Training zunehmen (oder meine Augen werden immer schlechter *g*). Wenigstens die Frage nach dem smart konnte ich positiverweise verneinen:

70 Kilo BROCKHAUS machen den smart W451 auch noch schlau :-D

70 Kilo BROCKHAUS machen den smart W451 auch noch schlau :-D

Falls jemand nen Draht zu RTL hat: Ich würde gerne ne Runde mit Herrn Jauch zocken, wenn ich mir der Nummer fertig bin ;)

Soviel erstmal zum Projekt an sich. Hier bei der Huffington Post habe ich noch etwas genauer erzählt warum ich das mache. 

Warum blogge ich täglich über 365xBROCKHAUS bei der Huffington Post Deutschland?

Weil sie mich es machen lassen :) Ernsthaft: Das ist es, was ich an der HuffPost schon immer großartig fand: Die Freiheit dort machen und schreiben zu können, was man will. Soviel Freiheit, wie ich sie erst einmal gar nicht erwartet habe. Wann, wieviel (und es wird wohl nicht grade wenig), worüber, mit welcher Tonalität – alles frei.

Das Projekt 365xBROCKHAUS ist letztendlich ein intrinsisch motiviertes Spaßprojekt mit dem ich möcglichst viele Leute anstecken möchte, sich für Bildung, Wissen, Information zu interessieren und mit mir zu interagieren. Und natürlich auch ein bisschen auf den alten Herrn Brockhaus aufmerksam zu machen, der heute vor 205 Jahren auf der Leipziger Buchmesse die Rechte am Conversationslexkon erwarb. Ich hatte die HuffPost zu Anfang nicht auf dem Schirm und hatte das Projekt 2 anderen großen Zeitungen angeboten, wo es nicht ins Programm passte. Dann erfuhr ich, dass die Huffington Post Deutschland startet und mir war klar: DAS ist der richtige Medienpartner für 365xBROCKHAUS.

Ich hatte vorher schon Kommentare zur Aktion gehört wie “Ich hoffe Du verdienst damit wenigstens Geld”:
Nein. Manchmal reichen Spaß, Austausch und Lernen schon als Motivation aus.

Das betrifft aber nur das Projekt an sich.

Was die HuffPost angeht, verstehe ich nicht, warum da draußen so viele nach Bezahlung krakeelen:

  • Instagram macht mit meinen Bildern Geld (oder auch nicht).
  • Twitter macht mit meinen Tweets Geld (oder auch nicht).
  • Facebook macht mit was weiß ich was Geld (oder auch nicht).
  • Google macht mit meinen Suchen, meinem Surfverhalten, meinen E-Mails und was auch immer Geld (oder auch nicht).
  • Tumblr, Flickr, YouTube… You name it.

Hmmmmm. Ob da ein System hinter steckt? Alle diese Dienste machen mit irgendwas, was ich in sie reingebe mehr oder weniger Geld. Da schreit doch auch keiner Zeter und Mordio, weil die ihren Usern nicht direkt was von den Erlösen überweisen.

Ich sehe die HuffPost als Medienpartner, als Werkzeug und Plattform um mit einer bestimmten Art von Content eine breite Masse zu erreichen. Das spart mir eine Menge Arbeit, ermöglicht mir deutlich größere Reichweite und wird sich auf die Zukunft meines Projekts ziemlich sicher positiv auswirken:

Heute kam schon die erste Anfrage vom Radio: Radio Bremen / WDR fragten ein Interview für Funkhaus Europa an. Das wäre ohne die Huffpost nicht zu Stande gekommen.

Und ein wunderbares Argument hat Oliver Gassner heute noch geliefert – immerhin kann man als HuffPost-Blogger jetzt auch sagen:

“Ich arbeite mit Boris Becker und Uschi Glas zusammen an einem Projekt” :-D

Ich persönlich bin gespannt, ob ich in einem Jahr sagen kann: Ich bin der einzige, der 365 Tage lang, jeden Tag ein Posting auf der Huffington Post geschrieben hat :)

Unser erster Bokashi Eimer ist voll mit Bio-Müll

Seit über 2 Jahren fällt bei uns so gut wie kein Restmüll mehr an. Meine Süße hat schon immer stark auf Müllvermeidung und Recycling geachtet, seit wir auf Paleo-Ernährung umgestellt haben und nur noch echte Lebensmittel ohne Verpackung verarbeiten und essen ist der anfallende Müll noch weiter zurück gegangen. Bei einem Essen mit Freunden vor einiger Zeit war das einzige, was 8 Leute für den Mülleimer produziert haben die Zigarettenkippen.

Dadurch, dass wir nur noch Gemüse, Eier, Fleisch und Obst essen, fallen auch die Verpackungen größtenteils weg. Das was bleibt sind:

  • Essensreste (sehr wenig, da wir immer brav aufessen, was wir kochen)
  • Schalen und nicht verwertbares
  • Knochen
  • Eierschalen
  • Spülausguss-Mumpe
  • Boden-Funde
  • Staubsuager-Inhalt

Da wir auf einem Bauernhof wohnen, haben wir das bisher immer auf den Misthaufen unseres Vermieters geworfen. Doch dieses Jahr sind wir mit unserem Permakultur-Gemüse-Garten gestartet und wir fanden die wertvollen Reste zu schade für den Misthaufen, auf dem alles landet.

Zum einen wollen wir zukünftig TerraPreta herstellen, zum anderen wollen wir uns den Weg zum Misthaufen sparen und die Küchenabfälle direkt in der Küche wegwerfen, statt täglich mit einer Schüssel quer über den Hof zu laufen.

Dann stieß die Süße auf Wurmfarmen und Bokashis.

Wurmfarmen sind genau das, was der Name andeutet ;) Ein Behälter mit Würmern drin, die entweder gezüchtet werden oder einfach nur die Abfälle auffressen und verdauen.
Allerdings sollte man in Wurmfarmen weder Fleischreste noch Knochen werfen. Da wir davon durchaus einiges haben – alleine vom regelmäßigen Knochenbrühe kochen – fielen die Wurmfarmen also raus.

Blieb der Bokashi – Japanisches Allerlei

Der Begriff klingt nicht nur japanisch, er ist es auch. Das Prinzip, Bio-Abfall in der Küche zu sammeln, zu komprimieren und in wertvollen Dünger umzuwandeln haben sich die Japaner ausgedacht.

Der Bokashi-Eimer ist so aufgebaut, dass die Feuchtigkeit – der Bokashi-Saft – nach unten durchsickern und durch einen Wasserhahn abgelassen werden kann. So fängt das Zeug im Eimer nicht an zu gammeln. Regelmäßig werden EM-Flocken (Effektive Mikroorganismen) über die Überreste gestreut. Die darin enthaltenen Milchsäure-Bakterien, Hefen und Organismen zersetzen und fermentieren den Bokashi Schicht für Schicht und machen Bokashi-Erde draus, die dann direkt aufs Beet kann.

Bokashi-Saft

Die Flüssigkeit, die wir regelmäßig aus dem Eimer ablassen heiß Bokashi-Saft und taugt nicht nur als klasse Dünger (im Verhältnis 1:30!! mit Wasser gemischt, reicht der ewig) sondern auch als Abflussreiniger.

Das stinkt doch wie Hölle, oder?

Nö. Gar nicht. So lange der Eimer zu ist riecht man gar nix. Wenn man den Saft ablässt oder den Deckel öffnet um neuen Abfall loszuwerden, riecht es für ein paar Minuten ein wenig nach herzhaftem Rülps in der Küche. Das sollte man auch so wenig wie möglich tun, da die Fermentierung durch die Mikroorganismen in anaeroben Umgebung – also ohne Sauerstoff statt finden muss. Ansonsten ist das Teil erstaunlich geruchsneutral :)

Und dann gehts voll ab im Garten?

So hoffen wir jedenfalls. Wir haben nun 1 1/2 Eimer voll und werden über den Winter unsere Beete mit Bokashi “füttern”. Dann wird die Bokashi-Masse bis zum Frühling wohl verredet sein. Die Zucchini-Ernte war dieses Jahr schon exorbitant ergiebig. Die Biester wachsen wie der Teufel.
Wie gesagt – der erste Eimer ist voll und muss noch ein paar Tage stehen. Bis halt der 2. Eimer voll ist ;) Dann wird der erste geleert und der 2. wartet und ruht. So ist immer ein Bokashi im Einsatz und der andere fermentiert so vor sich hin.
Mal sehen, was wir dann in der nächsten Garten-Saison so rocken können ;)

Wo kriegt man die Bokashis?

Wir haben unseren Bokashi von wurmwelten.de – dort gibt es eben auch besagte Wurmfarmen für Kompostwürmer (an die wir erst gedacht hatten) und auch extra Würmer für Pferdemist mit denen reine Pferdemisthaufen rasend schnell in wertvolle Humus-Erde verwandelt werden. In dem Bokashi-Set von Wurmwelten.de sind direkt 2 Eimer enthalten, damit wie oben beschrieben ein Eimer voll 3-4 Wochen ruhen kann und der andere gefüllt wird, dann wird gewechselt.

Es gibt auch diverse Selbstbauanleitungen im Web aus Farbeimern und so Zeugs. Damit habe ich keine Erfahrung. Wenn man sich die Dinger nicht direkt in die Bude stellt, kann man das sicher auch ausprobieren. Wir wollten dann doch lieber etwas ohne Experimente, das etwas repräsentativer aussieht ;)

Für jeden, der nen eigenen Garten hat und ordentlich Dünger produzieren will, ist nen Bokashi ne feine Sache. Geht schneller als kompostieren und sowohl Erde als auch Flüssigkeit lasen sich sehr gezielt einsetzen.

Als nächstes steht auf unserer Liste nun nen Pyrolyse-Kocher, mit dem wir nicht kompostierte Pflanzenreste aus dem Beet in Pflanzenkohle verwandeln können.

Terra Preta olé!

:)

Ach ja: Wieviel Restmüll haben wir denn noch?

Danke Philipp fürs fragen! Das hatte ich ganz vergessen:

Kennt Ihr diese kleinen Apothekentüten? Davon haben wir eine halbvoll mit Restmüll pro Monat. Und 0,5 bis 1 gelben Recycling-Sack pro Monat.

Barfuß laufen in Vivobarefoot auf der CeBit – 2 Tage lang Erfahrungsbericht

Ok, ich bin nicht mit nackten Füßen auf der CeBIT rumgerannt, sondern in Barfußschuhen von Vivobarefoot. Diese Treter haben eine sehr dünne Sohle und sind besonders breit und flexibel, damit sich der Fuß möglichst frei und natürlich bewegen kann. Hier mal ein kleiner Testbericht vom probelaufen.

Nicht alle Barfußschuhe sind übrigens diese lustigen 5-Finger Schuhe, mit denen man aussieht wie ein Hobbit beim Fitness-Training zum Mount-Doom-Marathon ;)

Die ersten 3 Tage in den Schuhen waren ziemlich witzig. Besonders wenn ich über unseren Kies-Hof oder durch den Wald gelaufen bin. Durch die dünne Sohle merkt man jede Wurzel und jedes Steinchen. Allerdings nicht so unangenehm, wie wenn man mit ganz nackten Fußsohlen drauf treten würde.

Die Sohlen federn eben nicht, sondern schützen nur gegen spitze Steine, Scherben usw.

Geht man in Barfuß-Schuhen anders? OH JA!

Durch immer bequemere Fußbetten und gefederte Hacken in modernen Schuhen haben unsere Füße das richtige arbeiten verlernt. Wir laufen mit der Hacke voraus – das heißt wir treten mit der Hacke zuerst – weit vor dem Körper auf. Das verursacht schon beim normalen gehen ziemliche Erschütterungen im Rücken. Beim Joggen ist das umso schlimmer.

In Barfuß-Schuhen läuft man automatisch mit etwas kleineren Schritten und mehr auf dem Fußballen. Sieht zu Anfang nicht nur komisch aus, das macht auch ordentlich Muskelkater in den Füßen und Waden, da man Muskeln verwendet, von denen man gar nicht mehr wusste, dass man sie hat.

Barfuß laufen lernen

Wie man richtig barfuß läuft lernt man ziemlich gut in der Training Clinic von vivobarefoot. Dort lernt man zum Beispiel die richtige Laufhaltung:

VIVOBAREFOOT – Training – Barefoot Walking with correct posture from VIVOBAREFOOT on Vimeo.

Dementsprechend war mir auch etwas mulmig bei dem Gedanken, in den Schuhen auf der CeBIT auf dem harten Hallenboden rumzulaufen. Egal welche Messe ich in den letzten Jahren besucht hatte: CeBIT, IAA, Auto Shanghai, GamesCon, Essen MotorShow, Auto Salon Genf… Es gab immer Fuß- und Rückenschmerzen. Und zwar nicht zu knapp.

Ich dachte mir “ach komm – memm nich rum. Schlimmer kanns nich werden.”

Tja, was soll ich sagen? Obwohl ich mit schwerer Kamera und Tasche 2 Tage lang unterwegs war, Interviews zum FirstSpirit CMS für comspace gedreht habe und das heimliche TopThema der CeBIT entdeckt habe, hatte ich überhaupt keine Probleme. Weder taten die Füße weh, noch der Rücken.

Kann ich nur jedem empfehlen. Zumal es mittlerweile Modelle gibt, die zu allen Dresscodes passen (von Lackschuhen zum Smoking mal abgesehen *g*). Nicht nur bei Vivobarefoot – Constantin hat auf Paleosophie auch gerade wieder 2 neue Barfußschuh Modelle in seinem Podcast vorgestellt.

UPDATE:
Eine Sache ist mir gerade noch eingefallen. Ich hatte die Neo und die Gobi (Lederstiefel) bestellt. Beide in Größe 44.
Die Neos passen wie angegossen. Die Gobis waren ne Nummer zu groß undGröße 43 leider zu dem Zeitpunkt nicht lieferbar.

Wieviele Gerüche könnt Ihr erkennen? Nasentraining Galore! :)

Am Wochenende habe ich eines der coolsten, lehrreichsten (und mit 300€ wohl auch teuersten) Gesellschaftsspiele ever gespielt :) Heiteres Aroma-Raten – Welches Müffle hätten’s denn gern? :)

Le Nez du Vin ist eigentlich eine Mischung aus Spiel und vor allem Trainingsgerät für Nasenarbeiter wie Weinexperten, Sommeliers, Winzer, Lebensmitteltechniker und was nich alles.

54 unterschiedliche Gerüche sind in kleinen Fläschchen zum erraten dabei. Über fruchtiges, blumiges, gemüsiges bis hin zu Nuss- und Röstaromen war alles dabei.

Habe ich noch nie gemacht sowas. Und dachte eigentlich auch, dass ich keinen besonders tollen Geruchssinn habe. Tatsächlich habe ich aber 29 von den 56 Gerüchen erkannt! YAY! Und dabei waren so abgefahrene Sachen dabei wie Zedernholz und Veilchen, die ich ECHT nur erraten konnte. Rose zum Beispiel roch für mich mehr nach Seife. Echte Rosen riechen für mich anders.

Oder es waren so abgefahrene Sachen dabei wie frisch gemähtes Heu oder auch geröstetes Brot da muss man erstmal drauf kommen, dass man sowas in kleine Fläschen kippen kann :)

Le Nez du Vin - Aromas raten

Le Nez du Vin – Aromas raten

Extrem leicht fielen mir die Gerüche, die ich halt auch aus dem Alltag kenne. Erdbeere, Himbeere, Paprika, Zitrone usw.

Dann waren da wieder Aromen, die ich erst nach der Auflösung gepeilt habe. Dann auch sofort und sehr deutlich. Champignons zum Beispiel. Da ich die Biester nicht gerne esse, habe ich den Geruch auch nicht so präsent in der Nase.

Dafür habe ich Litschi sofort erkannt, weil meine Süße hin und wieder Litschi-Wein gekauft hat. Der riecht genauso :) Wenn Ihr also mal ein echt abgefahrenes Spielchen machen wollt, besorgt Euch das Game Le Nez du Vin mal. Gibt da auch noch kleinere Varianten mit weniger Düften aber auch größere mit 80 Weinaromen

 

Was ist für Euch Gesundheit?

Ist Gesundheit nur das Nicht-Vorhandensein von Krankheiten? Oder gehört zum gesund sein mehr dazu? Auf die Frage bin ich durch Felix Artikel “Was ist gesunde Ernährung” drüben bei Urgeschmack gestoßen.

Die letzten 9 Monate habe ich mich verdammt viel mit Gesundheit, Ernährung, Sport usw. beschäftigt und kann für mich sagen, dass zur Gesundheit sehr viel mehr gehört. Erstmal kann man ja schon davon ausgehen, dass die wenigsten Menschen heute wirklich gesund sind. Ob nun chronische Krankheiten, falsche Ernährung, Dauer-Entzündungen, Allergien, Übergewicht, Diabetes, BurnOut – irgendwas schleppt fast jeder mit sich rum.

Von daher halte ich es bei der Definition von Gesundheit eher mit der Wikipedia:

Gesundheit ist ein Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen

.

Mich würde aber vielmehr interessieren: Was heißt für Euch Gesundheit?

Recht haben und Recht geben

Keine Angst, dieser Beitrag ist jetzt keine Hommage an meine bescheidene Juristen-Vergangenheit. Vielmehr hat Gunter Dueck in der aktuellen Folge von “Die Welt fragt, Gunter Dueck antwortet” eine wunderbare Geschichte erzählt, die eines der zentralen kulturellen Probleme in Deutschland beschreibt, wenn es um Innovation geht:

Wir wollen immer Recht haben. Können aber nur selten Recht geben.

Es geht um Innovation. Um neue Erfindungen. Teilweise Spinnereien – die dann Wirklichkeit werden. So zum Beispiel dass Jeff Bezos amazon genauso wie es heute dasteht vor 15 Jahren bereits geplant hat. Als Cloud-Unternehmen, mit verteilten Servern und irgendwie gleichzeitig als größtes, virtuelles Kaufhaus der Welt.

In der Geschichte, die wunderbar die unterschiedlichen Herangehendweisen von Amis und Deutschen an neue Ideen erzählt, beschreibt Gunter Dueck, wie er damals noch in IBM-Zeiten bei einem Ideen-Casting / Innovatoren-Wettbewerb in den USA saß und “schon an den Nägeln kaute, weil die Vorschläge so schlecht waren” :)

Er wollte aufspringen und sagen: “Ihr könnte den Quatsch doch nicht wirklich eine Runde weiterlassen. Das funktioniert nicht. Aus den und den und den Gründen. Seht Ihr das denn nicht?”

Denn die amerikanischen Kollegen riefen die ganze Zeit “WOW, gute Idee! Great George! usw.”

Ganz zum Schluss, nach beliebigem Loben meinte dann einer: “Eine Frage habe ich kurz noch, das fehlt uns bei dem Vorschlag noch: Was soll das denn später mal kosten?”
“Hmmm, das habe ich mir noch nicht überlegt.”
“Siehst Du, das fehlt uns noch ein bisschen.” Es folgten noch einige weitere Fragen, die ans Eingemachte gingen und gaben auf positive Weise das Gefühl, wenn diese Fragen beantwortet werden, dann wird es was.

Das geht uns hier in Deutschland noch ab. Es wird zu wenig ermutigt. Statt dessen ist man zu negativ und sucht direkt das Haar in der Suppe. Fischt es raus. Vergrößert es um 10.000:1, rahmt es dreimal ein und klatscht es dem Betreffenden auf den Tisch, an die Wand und zu Hause übers Bett :)
Das Problem ist nur nicht DASS Kritik und Feedback geäußert wird, sondern das WIE. Alle Dinge aufzählen, die falsch und schlecht und nicht praktikabel sind bringt dem Betreffenden eben nichts.

Das was etwas bringt ist, denjenigen selbst erkennen zu lassen, wo die Probleme sind. Denn mit Selbsterkenntnis kommt auch die Motivation, die Probleme zu lösen.

Zu oft denken wir hier noch, immer gleich die Lösungen um die Ohren zu hauen. Ich bin mir nicht sicher, woran das liegt. Vielleicht weil es schneller geht und auf den ersten Blick effektiver erscheint. Geht mir ja auch oft so. Wenn ich die Lösung für ein Problem zu sehen glaube, dann sage ich dem Problem-Haber: “Das und das ist Dein Problem. Dies und jenes ist die Lösung. Mach das doch so.”
Wenn diese offensichtlich richtige und total tolle, einfache Lösung nicht angenommen wird stößt mein Verständnis an seine Frustrations-Grenze. Bis ich mir wieder vor Augen führe, wie ich selbst reagiert hätte, wenn mir jemand einfach eine ToDo-Liste oder Anleitung dahin klatscht, ich aber die Lösung doch selber entdecken und finden will.

Was mache ich in solchen Fällen? Richtig. Ich klammere die erhaltene Lösung aus und suche nach einer anderen :)

Naja, Selbsterekenntnis ist der erste Weg zur Besserung. Da muss ich mir selbst Recht geben. Und kann es gleichzeitig sogar haben :)