Category Archives: Zukunft

Probepapa :-)

Probepapa :-)

Ich mache es mal kurz. Für die, denen ich es noch nicht erzählen konnte: In ein paar Tagen werde ich Vater einer Tochter. YEAH! Ganz ohne Probe :)

Ja, in ein paar Tagen. Seit Monaten überlege ich also schon, was ich hier aufschreiben kann, dass der Tragweite gerecht wird.

Und es gibt eigentlich keine Worte, die das beschreiben, was hier los ist :)

Entspannt trifft es vielleicht ganz gut. Tatsächlich ist vor allem die zukünftige Babymama im Haus sehr entspannt und ruhig. Das überträgt sich auch auf mich.

Aufregung?. Ein bisschen. Zwischendurch. Aber bisher eher freudiges Vorbereiten.

Vorbereiten. Speaking of! Mittlerweile kenne ich SEHR kleine Klamottengrößen und den Unterschied zwischen Wickelbody und normaler Knöpfung. Kann Tragetücher halbwegs unfallfrei um mich herumwickeln und Stofftiere drin spazieren tragen. Und zu diesem schon recht umfassenden Know-how wird wohl noch ein bisschen was dazu kommen ;)

Geburt? Im Geburtshaus. Vielleicht auch zu Hause, wenn es passt. Möglichst auf gar keinen Fall in einer Klinik.

Sachen. Un-Glaub-Lich was man alles für abgefahrene Sachen geschenkt und angeboten bekommt, sobald das Geheimnis raus ist :-D Es ist wirklich toll, wie hilfsbereit alle sind. Und was sich die Lieben um uns alles einfallen lassen. Falls noch jemand Kinderaufzugszubehör abzugeben hat: Gerne melden.

nen Wickelplatz haben wir danke der flinken Stichsäge von meinem Paps seit dem Wochenende schonmal:

Wickelplatz

Natürlich ist das, was wir unsere Geburt und alles danach kommende sein lassen wollen. Tragen, Schlafen, Essen… Alles so natürlich wie möglich. Mal sehen, wie sich das im Alltag dann macht.

Ich werde berichten. Das hier wird also alsbald auch so ein Papablog sein :)

Und seit heute habe ich es zumindest schon schriftlich:

Vaterschafts-Anerkennung

Jetzt müssen meine beiden Kleinen sich nur noch auf einen Termin einigen. Der – lustigerweise – im Moment noch auf meinen Geburtstag am 26.11. berechnet wurde. Die kleine hat meinen Humor, würde ich sagen.

Ab 2016 gibt es 3-fachen Sommer-Zweitgeburtstag mit Erdbeerkuchen und Sonne. So.

Übrigens wurde ich ganz dolle von ben_ zu diesem Artikel inspiriert. Vor 2 Jahren. Ehre, wem Ehre gebührt!

Werber und Lobbyismus, lasst doch die Finger von Schulen! @lobbycontrol

Und nochmal Werberschelte :) Was Lobbycontrol hier im Artikel Meinungsmache und Marketing auf Bildungsmesse didacta zusammen getragen hat ist schon übel. Da drängen Unternehmen und Organisationen mit Macht in Schulen und Schulbücher, um sich so früh wie möglich in der Denke von Schülern zu verankern. Bundeswehr, Lebensmittel-Industrie (klar, wer sonst?), Auto-Hersteller, PETA!!, Bundesministerien, der Deutsche Jagdverband (wobei ich hier ja zumindest was Biologie angeht noch halbwegs einen Sinn sehe), Chemie-Unternehmen (auch hier könnte ja sogar direkter Bezug zum Chemie-Unterricht hergestellt werden, stattdessen werden Kinder mit lustigen Kuh-Figuren umgarnt)

Aber.

Was die plumpen Werbeversuche angeht, bin ich ganz bei Lobbycontrol. Ich bin auch der Meinung, Kinder sollten weder in Schulbüchern noch in der Kantine oder vor Essensautomaten dazu verführt werden, Zuckerplörre oder Industrieessen zu kaufen die nur aus beliebigen Kombinationen von Zucker, Fett und Salz bestehen.

Genausowenig sollten Matheaufgaben mit Productplacement gespickt sein oder Aufsätze über “Mein schönstes Ferienerlebnis in Auto von Hersteller XYZ” überbeschriftet werden.

Aber.
Unternehmen sollten schon die Möglichkeit eingeräumt bekommen, sich für die Schulbildung dahingehend stark zu machen, als dass die zukünftigen Mitarbeiter von dort kommen. Unternehmen sollten zumindest ein Mitspracherecht bekommen, was Inhalte angeht, die zukünftig in Unternehmen benötigt werden. Unternehmen sollten bsw. auch fordern dürfen, dass nicht nur zwischen Latein und Französisch gewählt werden darf, sondern auch zwischen Java und PHP (HTML, CSS und JScript wird dann das Pflichtpendant zu Englisch)

Liebe Unternehmen, warum lasst Ihr Euch von Euren Agenturen so einen MIST einreden, Schulbücher inhaltlich zu manipulieren?

Belasst es doch einfach bei einem simplen: Dieses Schulbuch wurde finanziell unterstützt ohne auf Inhalte Einfluss zu nehmen. ?

Schade, das Why own it nicht geklappt hat @whyownit

Ich glaube 2012 habe ich Philip auf einem CeBIT Panel zur Shareconomy getroffen und war begeistert von Why own it. Schade, dass die App nun eingestellt wird.

Eigentlich war der Gedanke super: Menschen können Produkte in die App packen, die sie verleihen möchten. Andere können die Dinge dann ausleihen.

Problem:
Sowohl die Konzentration auf Freunde, als auch die spätere Erweiterung auf Nachbarn war noch zu eng gefasst. Es wurde keine kritische Masse an verleihbaren Produkten erreicht. Und das Angebot hätte auf ganz Deutschland ausgeweitet werden müssen.

Wenn ich etwas brauche, dann brauche ich das meistens recht schnell. Nehmen wir mal das Beispiel Bohrmaschine. Wenn ich eine Bohrmaschine brauche, aber weder meine Freunde, noch meine Nachbarn in der Verleih-App eine anbieten, dann fahre ich eben doch zum Baumarkt und kaufe mir eine. Ich weiß ja nicht, wie lange es dauert, bis endlich ein passendes Gerät in der App auftaucht.

Amazon könnte eine Verleihplattform etablieren (hat aber wohl kaum Interesse daran)

Ich könnte mir vorstellen, dass bei amazon schon eine Verleih-App / Rental-Funktion in der Schublade liegt, die in die Plattform eingebaut wird, sobald eine kritische Masse Kunden danach verlangt.

Dann kann ich eine Bohrmaschine nicht nur neu kaufen, gebraucht kaufen, sondern auch für einen Bruchteil des Preises leihen. Amazon übernimmt die gesamte Abwicklung:

  • Leihangebote im Kontext zur Kaufabsicht präsentieren
  • Leihanfragen annehmen und an Kunden, die das Produkt bei amazon gekauft haben weiter leiten
  • Leihgebühr einnehmen und nach Abzug von Provision an Verleiher auszahlen
  • Überziehung der Leihfrist ahnden (mit weiteren Kosten, Sperrung des Amazon-Kontos etc)
  • Wichtigster Punkt: Versandetiketten für Hin- und Rückweg des Leih-Guts
  • Allerwichtigster Punkt: Millionen Kontakte um Verleiher und Leihwillige zusammen zu bringen

Es gibt eine Menge Dinge, die ich leihen statt kaufen würde: Bücher, Fotozubehör, Spiele, Werkzeug… Vieles davon würde ich ggf. danach sogar kaufen, wenn es mir gefällt. Manches brauche ich einfach nur einmal. Bin gespannt, wann jemand das Uber für Zeugs an den Start bringt.

Hoffentlich bin ich bis dahin alles überflüssige losgeworden, so dass ich nur noch leihen aber nicht verleihen kann :)

The Ocean Cleanup

Plastik im Ozean bald Geschichte? 19-jähriger hat evtl. ne Lösung

Es gibt ja manchmal so Meldungen wo man sich denkt: “WOW Hoffentlich wird da was draus – und zwar SCHNELL!” Das hier ist so eine:

Letztens schrub ich ja von dem Pottwal, der mit 17 kilo Plastik im Magen vor Almeria angeschwemmt wurde. Das Problem mit dem Plastikmül in den Ozeanen ist so unglaublich überwältigend riesig – aber gleichzeitig so weit weg, weil ja kaum einer mal mit seinem Bötchen dran lang fährt, dass es kaum jemand mit eigenen Augen wahrnimmt.

Boyan Slat hat auf dem TEDx Event in Delft sein Projekt The Ocean Cleanup vorgestellt. Klingt zu schönum wahr zu sein: Die 7.200.000 Tonnen Plastikmüll könnten aus den Ozeanen gefischt werden. Und das auch noch profitabel. Noch ist die Studie zu dem Projekt in Arbeit (etwas 1/4 abgeschlossen) aber das lohnt sich wirklich im Auge zu behalten.

Mehr gibt es auf der Ocean Cleanup Seite, auf  Facebook und auf Twitter

via Inhabitat und BoingBoing

Baut die Enterprise! 20 Jahre und 1 Billion Dollar. Ab damit auf Kickstarter und ab zum Mars in 2034!

Baut die Enterprise! 20 Jahre und 1 Billion Dollar. Ab damit auf Kickstarter und ab zum Mars in 2034!

Ich stolpere immer wieder über Sachen im Web, die ich lese. Mir die Augen reibe und nochmal lese. Und dann denke: “Verdammt nochmal JA!”. Genau den Effekt hatte dieser Artikel auf Golem über einige Leute in den USA, die ausgerechnet und geplant haben, wie wir in 20 Jahren eine USS Enterprise (das Raumschiff, nicht den Flugzeugträger) vergleichbar mit der allerersten Enterprise am Start haben könnten.

Da macht mein geekig Herz doch gleich ein paar Sprünge :)

(c) buildtheenterprise.org

Die Seite buildtheenterprise.org ist grade nur sehr schwer zu erreichen. Samstag hatten sie 42 [!sic] Tausend Besucher, ab Sonntag dann 100.000 täglich und das machte der Server nicht mehr mit. Die Startseite mit einigen Informationen lässt sich über den Google Cache erreichen. Sobald die Ihre Server-Probleme in den Griff bekommen haben, schau ich mir das noch mal genauer an. Dan, ein Elektro-Ingenieur (der hier auch über das Enterprise-Projekt twittert), der 30 Jahre bei einem Fortune 500 Unternehmen gearbeitet hat, sagt

“Wenn jemand mir widerlegen kann, dass es TECHNISCH NICHT möglich ist, das Projekt umzusetzen (finanzielle und politische Gründe ausgenommen), werde ich auf der Seite eingestehen, dass ich falsch lag und wir müssen noch 50 Jahre warten, bis wir eine Enterprise haben werden.Aber ich denke nicht, dass jemand die Möglichkeit widerlegen kann. Mein Standpunkt ist, wir können und sollten sofort anfangen, an dem Projekt zu arbeiten.”

Laut den zahlreichen Berichten, die seit vorgestern durchs Web geistern, steckt richtig KnowHow in dem Projekt. Die Technologien, die benötigt werden, sind heute schon verfügbar. Das Schiff könnte innerhalb von 90 Tagen zum Mars fliegen (Zum Vergleich, die Mars Sonde Curiosity wurde an meinem Geburtstag den 26.11.2011 losgeschickt und landet voraussichtlich nach ca. 270 Tagen im August 2012).

Die Finanzierung des Projekts für 1 Billionen Dollar über 20 Jahre bis zum Start in 2034 hatten die Leutchen auf der Seite zunächst mal für die NASA kalkuliert. Mittlerweile kommt aber schon Bewegung in die Sache und logischerweise werden Rufe laut, dass solch ein Projekt nicht alleine den USA und der NASA gehören, sondern eher als ein Welt-Projekt umgesetzt werden sollte.
Ich meine Hey! Es sind schon Leute durch den X-Prize ins All geflogen. Warum dann nicht auch ne Enterprise?

Ich bin gespannt, wann jemand ein Kickstarter-Projekt draus macht. Auch, ob Kickstarter überhaupt für 1 Billion Dollar ausgelegt ist, höhö :)
Aber rechnen wir mal nach: Das geplante SChiff könnte 1000 Leute chauffieren. Sprich: 1000 Milliardäre, die eine Milliarde spenden und Zack, ist der Kahn im Sack ;)
Ernsthaft kann ich mir vorstellen, dass es einige Superreiche gibt, die das Projekt mit ordentlichen Finanzspritzen anschieben würden. Zumal zum Start ja nicht die volle Summe auf dem Tisch des Hauses liegen muss.
Bei einer Bauzeit von 20 Jahren “reichen” schon 50 Milliarden pro Jahr.

Das ist doch nur Science-Fiction! denkt Ihr Euch jetzt. Klar, aber Jules Vernes Reise zum Mond, Mittelpunkt der Erde oder unters Meer waren auch mal Science Fiction und irgendwann hat die Technologie die Fiktion rechts und links überholt. Meine Freundin hat es mir aus Ihrem Literaturwissenschaftlichen Schatzkästchen mal so erklärt:
Science Fiction ist dazu da, vor zu denken. Auch Gefahren und beängstigende Szenarien zu zeichnen um zu warnen. Oder WENN der schlimmste Fall eintritt, die Menschen durch Fiktion bereits darauf vorbereitet zu haben. Denn selbst wenn man den vermeintlichen Weltuntergang oder Alienangriff nur aus Filmen kennt, hilft es dabei in einer Situation nicht in Panik zu geraten, wenn man sie schon einmmal im Kino erlebt hat.

Etwas wie Raumschiff Enterprise nach dem Vorbild einer Fernsehserie tatsächlich zu bauen, klingt verrückt. Aber dieses Konzept ist Common Sense. Jeder kann sich unter Raumschiff Enterprise etwas vorstellen. Dieses Allgemeinwissen als Grundlage zu nehmen und darauf weitere Entwicklungen aufzubauen halte ich für einen guten Ansatz.

Ich finde die Idee Hammer. Hoffe, dass wirklich etwas dran ist und nochmehr, dass die Menschheit endlich mal ihren Arsch hochkriegt und unabhängig von staatlicher Unterstüzuung etwas großes und sinnvolles auf die Beine stellt.

Vielleicht verrät Micheal Okuda ja auch endlich mal, WARUM der Heisenberg Compensator so gut funktioniert :)

Kurs auf die Zukunft. Volle Impuls-Beschleunigung. Energie!

Deutsche Post DHL werfen einen Blog, aeh… Blick in die Zukunft der Logistik

Die Deutsche Post DHL hat das Blog Delivering Tomorrow gestartet. Dort schreiben der CEO, der Kommunikationsleiter und diverse Experten über Zukunftsthemen. Seit ich die Gelegenheit hatte mit dem einen (das Interview selbst hat Rutger Middendorp geführt) oder anderen Zukunftsforscher zu sprechen, lässt mich das Thema ja auch nicht mehr los.

Rob hatte letztens schon angekündigt, Frank Schätzing hat in dieser 80 Minuten Präsentation der Studie Logistik 2050 auch ein paar Statements abgegeben und mit dem Thema Szenarioplanung kriegt man mich ja immer :)

Der Artikel ist für die Zugfahrt nachher in die ReaditLater Liste gewandert :) Bin gespannt, was in den nächsten Monaten noch so an Morgen geliefert wird.

Akkustische Schuss-Erkennung ist der erste Buzz, den @robgreen reitet, wo führt so eine Technologie hin?

Was lange währt und so :)

Robert Basic hat sein neues Projekt-Baby Buzzriders aus der Taufe gehoben! Buzz kann man übersetzen als Interesse, Kommentarwellen im Netz, Resonanzen und Reaktionen auf Themen, viele fleißige Bienchen, die durch die Gegend summen und dabei eine Message von Blüte zu Blüte – oder eben von Blog zu Blog und Facebook-Pinnwand, Twitter-Timeline, Google-Plus-Dings und so weiter tragen. Deswegen hat Rob die Kommentare auf dem Blog selber konsequent ausgeschaltet und verlagert die Reaktionen und Feedback-Schleifen dahin, wo die Menschen sind: Nach Facebook, Twitter, G+ und trackt das ganze mit Rivva. Sehr innvoativer und v.a. sehr mutiger Ansatz!
Das erste Thema, das Rob auf seinem neuen Blog auf gegriffen hat, kommt aus der Ecke Sicherheitstechnik, Militär und Polizei:

ShotSpotter

ShottSpotter oder auch Gunfire Locators sind technische Ohren, die an mehreren Punkten in einer Stadt verteilt Schüsse erkennen können. Die Systeme sind sogar schon soweit, dass sie nicht nur Schüsse erkennen, sondern teilweise schon aus dem Geräusch ableiten können, mit welcher Waffe der Schuss abgegeben wurde. Dementsprechend können sich Cops die zur Einsatzstelle gerufen werden, darauf vorbereiten, was vor Ort abgeht: Einzeltäter mit kleiner Walther PPK oder 5 durchgedrehte Schützen mit Kalashnikovs. Soweit, so sicher.
Ob die Regierung mit diesen Gerätschaften unter Umständen auch Stimmen herausfiltern und so aus dem typischen Straßen-Stimmengewirr ganz gezielt Gespräche abhören kann? Möglich wäre es. Wenn ich die entsprechende Stimmensignatur bereits vorliegen habe, sollte sich da durchaus etwas machen lassen.
Ich frage mich grade, wie technisch aufwendig so ein Gerät wohl ist. Warum? Weil ich mir vorstellen könnte, dass so ein System als OpenSource-Lösung extrem interessant wäre. Warum soll nur die Polizei wissen, wo gerade rumgeballert wird?

Aussehen könnte das so:

Eine ausreichende Anzahl Mikrofone (zur besseren Vergleichbarkeit wären baugleiche Mikros sinnvoll), die aus Fenstern gehangen werden, macht durch die Masse vermutlich die schlechtere Positionierung wett (die Cops können Ihre ShotSpotter ja quasi überall parken und dementsprechend strategisch günstige Positionen einnehmen).
Eine Software wertet die eingehenden Daten aus und verortet sie auf einer Google Map.

Zwei Vorteile:

1. erfährt der normale Bürger auf dem Weg, wo er in den nchsten 30 Minuten besser nicht hinfahren sollte
2. bekommt der interessierte Bürger auch einen Überblick darüber, welche Schüsse so aus Polizeiwaffen abgegeben wurden.
Der zweite Punkt kann dann mal so über einen längeren Zeitraum ausgewertet werden. Gibt bestimmt hübsche Statistiken:
Wieviele Schüsse wurden aus Polizeiwaffen im Vergleich zu Gangsterwaffen abgegeben?
Was hat die Ballerei an Kosten verursacht?
Eventuell lässt sich sogar eine Aussage über die Effektivität machen: Wann war nach den ersten Polizei-Schüssen Ruhe im Karton?
Könnte eine lustige Methode sein, wie die Bürger die Staatsgewalt mal zurück kontrollieren.
Im Straßenverkehr könnte so ein System (egal ob staatlich oder Crowd-Sourced) sogar Leben retten:
Autounfälle haben garantiert eine sehr signifikante Audio-Signatur. Verkehrskameras haben nur einen sehr begrenzten Blickwinkel, die kriegen wenig mehr von dem mit, was sie direkt sehen und die automatische Auswertung ist schwierig. Was aber, wenn es ein automatisches Notrufsystem gäbe, dass den Kaltverformungsknall von Blech meldet? Je nach Schwere geht dann eben sofort ein Krankenwagen raus oder man schwenkt mal eben die Überwachungskamera 20° rum.
Ach ja:
Wenn das mit der Gesprächsüberwachung klappt, sollte man das Lästern über Bundespräsidenten auf offener Straße wohl besser lassen.
Mercedes Benz B-Klasse erkennt freie Parkplätze und twittert sie weiter

Mercedes Benz B-Klasse erkennt freie Parkplätze und twittert sie weiter

Ich muss gestehen, ich hab nicht schlecht gestaunt, als ich heute bei Nicole den Beitrag zum Parkplatz twitternden Benz gelesen habe.

Ein Mercedes Benz – genauer gesagt die neue B-Klasse fuhr heute durch Stuttgart und hat freie Parkplätze getwittert. Soso. Ein bisschen gewundert haben wir uns alle schon, warum das nur in der Stuttgarter Tageszeitung stand und sonst nirgends. Jetzt weiß ich auch warum – und das ist schon ein Hammer:

Die neue B-Klasse auf automatischer Parkplatzsuche

Das ganze war ein Prototyp-Projekt der Werbeagentur von Mercedes – Jung von Matt in Stuttgart! Ich hör die ersten schon wieder nörgeln “Ach, war also nur nen Werbegag…”

Nee, eben nicht. Grade habe ich mit Markus Schuhmacher von JvM telefoniert, der mir ein bisschen mehr über die Hintergründe erzählt hat: Die Agentur hat nicht nur die Idee zu der Aktion entwickelt, mit der v.a. ein praktischer Usecase für den automatischen Einparkassistenten geschaffen werden sollte – sondern auch gleich noch die technische Lösung mit geliefert:

Die technische Umsetzung der Parkplatz-Tweets

Mein erster Gedanke war natürlich: Ihr habt den CAN-Bus über die On-Board-Diagnose-Schnittstelle angezapft und die Daten darüber ausgewertet. Weit gefehlt. So einfach ist das gar nicht – auch wenn man sich ja leicht denken kann “Im Auto ist doch alles vorhanden: Der Parkassistent erkennt 30 bis 40 Meter vorher die Parklücke per Ultraschall, berechnet im GPS die genaue Position und über das Kommunikationscenter COMAND online schickt er die freie Lücke einfach per Twitter raus”. Ich hatte ja selber bei unserem Projekt ORI10K die Bekanntschaft mit den Schwierigkeiten bei der Nutzung von OBD-Daten für ein twitterndes Auto gemacht.

Jung von Matt Arduino Board

Die Erfahrung hat die Agentur auch gemacht. Also habe Sie sich einen Workaround überlegt: Statt die Daten des Parkassistenten aus dem kryptischen Datenstrom rauszulutschen sind sie einen viel einfacheren Weg gegangen. Per Kamera wurde das Armaturenbrett abgefilmt und immer dann, wenn das Auto per Leuchtsymbol dem Fahrer signalisiert hat, dass da eine Lücke am Straßenrand frei war, hat die Bilderkennung das System aktiviert, dass über ein extra GPS-Modul den Standort getwittert hat. Das ganze basiert auch auf einer technischen Eigenentwicklung von JvM namens Arduino-Board (das was da oben im Bild auf dem Armaturenbrett liegt).

Was hat die Parkplatz Twitter Aktion gebracht?

Auf dem Twitter-Account MBTweetFleet hat das Auto heute 176 freie Parkplätze getwittert, über 100 Retweets ausgelöst, 4 Blogs haben bisher berichtet und es gab über 60 Shares bisher.  Für eine Aktion, die bewusst nicht PR-mäßig kommuniziert wurde, eine ordentliche Reichweite.

Wie gesagt, das ganze war ja zunächst Mal ein Proof-of-Concept. Hat aber schon reichlich Fragen und Diskussionen in Kommentaren auf Zeitungsartikel, Blogpostings und Facebook-Einträgen aufgeworfen?

Der @MBTweetFleet Twitter Account

Wie soll ich denn die Tweets beim Fahren lesen?

Naja, im Mercedes mit COMAND Online ja kein Problem, da liest das Auto. Ansonsten gibt es ja noch Siri und diverse Apps für iPhone und Android.

Was soll die Spielerei? Das hat doch keinen Nutzen!

Oh doch! Hat es sehr wohl! Zum einen wird die Technologie in den Autos zum Wohl der Allgemeinheit genutzt. Wenn intelligent freie Parkplätze kommuniziert würden, hätte das durchaus Vorteile:

  • Ich spare Sprit und CO2 weil ich nicht unnötig oft um den Block fahren muss, um das Auto abzustellen
  • Das Fahren in der Stadt wird deutlich entspannter, wenn ich weiß, wo Parkplätze verfügbar sind
  • Autos, die untereinander kommunizieren, können noch ganz andere Dinge: Sich gegenseitig vor Gefahren warnen zum Beispiel. Glatteis, Stauende, Unfall…

Sowas wird’s doch frühestens in 10 Jahren geben!

Wenn Ihr Euch da mal nicht vertut! Das was Jung von Matt da mit der neuen B-Klasse gezeigt hat, ist ja quasi eine frühe Version von Car Communication. Je nach Empfänger eben Car2Driver, Car2Car oder Car2Infrastructure Communication. In diesem Falle eine sehr eng gefasste Car2Twitter Communication ohne festen Adressaten ;)

Aber denkt das ganze mal weiter:

Die Tweets, sind ja durchaus maschinenlesbar. Was hindert ein System wie COMAND Online in einer Weiterentwicklung daran, Tweets eines bestimmten Accounts, die immer nach dem gleichen Muster aufgebaut sind, auszuwerten und bsw. vorzulesen oder an das Navi als regelmäßig aktualisierte Daten weiter zu geben.

Du gibst dann nur noch: Parkplatzsuche ins Navi ein und den Rest macht das Auto. Ok – bis zum Parkplatz hin fahren musst Du schon selber, aber einparken macht dann tatsächlich das Auto mit dem Automatischen Einparkassistenten. So hat man auch beide Daumen zum hochhalten und liken frei! :-)

Zur weiteren Lektüre empfehle ich den Artikel hier bei CISCO und die zugehörige großartige Infographik zu Internet of Things.

 

Hydraulischer Hybrid Antrieb statt Batterien und Elektromotor

Gerade bin ich über eine spannende Technologie gestolpert: Wir kennen das Prinzip alle: Bremsenergie wird umgewandelt in elektrische Energie und diese in Batterien gespeichert. Rekupertation.

Das geht aber auch anders – nämlich hydraulisch. Durch die Energie, die beim Bremsen entsteht, wird eine Flüssigkeit komprimiert und unter Hochdruck gesetzt. Dieser Druck-Energie kann dann wieder genutzt werden, um das Auto anzutreiben. UPS testet das bereits in einigen Auslieferungs-Trucks und hat eine Spritersparnis zwischen 50 und 70% erreicht!

Chrylser arbeitet jetzt an einem System, das auch in Autos zum Einsatz kommen könnte und momentan deutlich billiger als elektrische Hybridantriebe sein dürfte. Jedenfalls bis die Preise für Akkus fallen und Akkus leichter werden.

Hier nochmal ordentlich erklärt:

via smartplanet und technology review