365 Tage lang jeden Tag ein Photo – Interview mit @ifranz

Bildschirmfoto 2011-01-09 um 20.08.27

Alex Köllner, Journalist, Fotograf und Video-Blogger aus Gütersloh beendet in 10 Tagen sein 365 Tage Photo-Projekt. Das heißt er hat EISENHART und JEDEN Tag ein ganz besonderees Photo geschossen und auf der Projektwebseite www.ifranzshoots.com ausgestellt.

Dazu hab ich ihm ein paar Fragen gestellt, zu denen er mir Mail und Antwort gestanden hat:

ifranz nach dem shooten:

Erstmal ganz großen Respekt für Deine Disziplin, dass Du das Projekt so konsequent durchgezogen hast!

1. Ein Jahr, jeden Tag mindestens einmal kreativ sein. War es so hart wie das klingt? Sprich: Bist Du froh, dass Du es hinter Dir hast, oder überlegst Du ob du 730 Tage draus machst?

Um ehrlich zu sein reicht es nach 365 Tagen. Ich war/bin kurzfristig am überlegen gewesen es zu verlängern, aber nein, es reicht.

2. Womit hast Du fotografiert und nachbearbeitet? Oder die unter Fotofans allseits bekannte Frage: What’s in your (Camera)-Bag?

Ein Großteil der Aufnahmen sind mit meinen Lumix-Kameras entstanden, GF1, GH1 und LX5. Ein kleiner Teil mit meiner Nikon D200. Als Software kommen bei mir Aperture und Photoshop zum Einsatz.

3. Viele Portraits waren dabei. Haben die sich spontan ergeben oder hast Du auch mal Leute besucht speziell um ihr Gesicht abbilden zu können?

Speziell gefragt habe ich keine Person, also ich bin nicht geplant losgefahren um ein Portrait zu fotografieren. Da ich fast immer eine Kamera dabei habe, sind diese Fotos sozusagen aus dem Zufall entstanden.

4. Was waren Deine Lieblingsmotive? Architektur, Portraits, Stilleben…

Gute Frage, schwer zu beantworten. Ich sage mal was ich überhaupt nicht mag, oder besser kann: Stillleben …

5. Unter uns Klosterschwestern: Auch mal geschummelt und keiner hat’s (bis jetzt) gemerkt ;))?

Jein. Ja im Sinne davon, das die Aufnahmen nicht am selben Tag entstanden sind. Nein im Sinne davon, das ich die Beiträge im Vorfeld eingestellt habe. Jedes Bild ist an dem Tag bearbeitet worden wo es eingestellt ist. Aufgrund von Zeitmangel (wenn man z.B. unterwegs ist) und fehlendem Motiv (Gütersloh bietet nicht so viel), wurden dann Aufnahmen genommen die im Vorfeld entstanden sind. Aber auch bei sehr interessanten Ereignissen, z.B. die Eröffnung vom Theater. Dort wäre es zu schade gewesen das eine Bild nicht einzustellen, da es ja eigentlich nicht zum Tag passt.

Der “Schummelfaktor” liegt bei ca. 10 % …

6. Gab es abgefahrene Situationen, an die Du Dich noch im Zusammenhang mit den Bildern erinnern kannst?

Ja, die Bilder aus Istanbul. Wenig Zeit, nachts im Hotel noch bearbeitet und Gott sei Dank 1 Stunde der deutschen Zeit voraus (sonst hätte das nicht mehr geklappt) …

7. Nach meinem Eindruck hast Du überwiegend Schwarz / Weiß fotografiert. Was reizt Dich an der Farblosigkeit?

Ich mag einfach S/W. Gerade Menschen wirken besser, aber auch Landschafts-Fotografie ist in S/W teilweise schon eine echte Herausforderung. S/W fokussiert mehr das eigentliche Hauptmotiv.

8. Ich fotografiere selber auch gerne mal S/W. Allerdings schaue ich mir bei weitem lieber Farbbilder an. Machst Du da einen Unterschied in selber fotografieren / anschauen.

Nein, schaue beide Arten sehr gerne an, also Ausstellungen z.B. – Selber fotografieren tue ich lieber in S/W.

9. Hast Du schon beim Fotografieren gewusst, wie die Bilder hinter aussehen sollen, oder hast Du Dich für Effekte oder eben S/W erst beim rumprobieren in Apertuer/Lightroom entschieden?

Ein Großteil der Aufnahmen sind so in S/W aufgenommen worden. Die heutigen Kameras bieten die Option in S/W zu fotografieren. Wenn die Bilder bearbeitet sind, dann höchstens leichte Kontrast-Korrekturen.

10. Du hast sehr oft auch Menschen in “freier Wildbahn” vor die Linse bekommen. Hat da auch mal einer Reißaus genommen oder Dich gebeten, die Kamera wegzunehmen und machst Du Dir Gedanken über so eine Situation?

Nein, bei dem Projekt nicht. Letzte mal das mir so etwas passiert ist, war 2008 auf dem Domplatte in Köln, wo ein Strassenkünstler dafür Geld haben wollte.

11. Mal abgesehen von der Reaktion der Menschen – was sind die spannendsten Momente beim Fotografieren?

Das Foto was Du nicht geplant hast.

12. Was hast Du aus dem Projekt für Dich als Mensch, Fotograf und Kreativer etwas gelernt?

Ja, ein gehörige Portion Selbstbeherrschung. Sich jeden Tag neu zu motivieren war teilweise ziemlich schwer!

13. Mir geht es bei solchen langfristigen Projekten meistens so, dass ich aus einem Projekt zig Ideen für neue mit heraus nehme. Schwebt Dir schon vor, was Du als nächstes machst?

Ich hatte kurzfristig mal überlegt ein solches 365-Projekt mit Video zu machen, lasse das aber erstmal “auf Eis” liegen. Jetzt möchte ich erstmal ein Buch aus den Bildern erstellen und evtl. auch eine Ausstellung planen.

14. Du wirst dieses Jahr sicherlich Bilder im fünf- bis sechsstelligen Bereich gemacht haben. Welches waren für Dich die zwei Fotos 2010 die dich:
1. technisch als Fotograf beeindruckt haben
2. als Mensch besonders berührt haben

Ich kann Dir die Zahl genau sagen: 13.095 Fotos habe ich in 2010 “geschossen”, man stelle sich das noch auf Film vor :-)

Es fällt einem immer schwer DAS Bild heraus zu stellen. Gerade bei einem 365-Projekt. In den engeren Favoritenkreis gehören bestimmt die Fotos von der Eröffnung des neuen Gütersloher Theaters:

und DRK

da sie Personen abseits des Promiwahns zeigt, ohne die eine solche Veranstaltung aber nicht möglich wäre!

Und natürlich die wichtigste Frage:
15. Können wir die 365 Bilder bald irgendwo als Ausstellung oder Buch sehen?

:-) Siehe Antwort zu 13 … ich werde es auf jeden Fall versuchen.

Vielen Dank Alexx, dass Du Dir die Zeit genommen hast. Ich wünsche Dir noch 10 schöne Countdown Bilder in Deinem Projekt und da fällt mir noch eine wirklich ALLERletzte Frage ein, die Du uns vielleicht in den Kommentaren beantworten kannst:

Was wäre Dein absolutes Traummotiv, dass Du gerne mal vor die Linse kriegen würdest?

Ausser Konkurrenz meiner Top 36 unten ist dieses hier – für mich das stärkste Bild. Das hatte ich noch genau vor Augen und habe beim durchklicken nur darauf gewartet, dass es kommt:


Meine Favoriten sind übrigens diese 36 hier. Ich kann mich so schwer entscheiden, bei 365 Photos geht keine Top10 :)

Wei­ter­le­sen…

Profi Photoshooting mit iPhone 3GS Kamera by @fstoppers

Ein paar nette Schnappschüsse habe ich als Foto-Laie ja mit dem iPhone und Camplus auch schon hingekriegt. Aber was Lee Morris von fstoppers.com da macht ist krass.

Er hat eins seiner Lieblingsmodels genauso breitgequatscht wie Maskenbildner und Hairstylist, um ein Shooting lang für ihn zu arbeiten. Und dabei fotografiert er nur mit dem iPhone 3GS. Er wollte die schlechteste Kamera der Welt, aber niemand hatte eine Olympus zur Hand ;)

Schaut Euch das Video vom Shoting einfach selber mal an. Und auch in das Posting auf fstoppers, wo die fertigen Fotos nochmal zu sehen sind. Hammer! Und zeigt mal wieder: Es ist nicht die Kamera, sondern das Auge, der Photograph und das Motiv (und Klettband am Stativ, das Team, das Studio, und Equipment für dessen Gegenwert man mit dem iPhone 2 Jahre lang Dauerferngespräche führen könnte *g*)

gefunden bei lifehacker

8 Lektionen, die man von schlechten Fotos lernen kann bei @mostlylisa

Zugegeben, die Fotos, die Lisa in Ihrem kleinen Tutorial als schlecht bezeichnet, würden die meisten Hobbyfotografen nichtmal in Ihren Träumen hinbekommen, aber Ihr Erklärungen dazu sind klasse. Ihr Blog mostlylisa.com ist echt eine Pandora-Kiste an tollen Foto-Tips. Außerdem hat sie genauso wie ich Gründe gute Gründe kein iPad zu kaufen :-)

Lisa Bettany kommt aus Vancouver, ist als Foto- und Videografin unterwegs und hat hier zum Beispiel ein klasse Portrait von 2 tagen im Leben von Pete Cashmore von mashable gemacht:

Drauf gestoßen bin ich mal wieder über ifranznation. Da haben sie grad die sehr coole Kamera-App vorgestellt, die Lisa nach Ihren Profi-Vorstellungen hat entwickeln lassen. (Sie hat mir damit mal wieder einen Grund mehr gegeben, mein iPhone auf 3.1.3 upzudaten.)

Hier erklärt sie Ihre Foto-App selber:

Camera+, The Ultimate Photo App from Lisa Bettany on Vimeo.

Warum Ihr Posting 6 Lessons im Titel hat, aber dann doch 8 aufführt, weiß sie nur allein, glaube ich ;)

Digitale Spiegelreflex Videos in Film und TV

So langsam erreichen DSLRs wirklich eine Qualität wo ich als geneigter Laienautor und Schmalspurregisseur gerne mal ein Projekt umsetzen würde.

Die letzte Folge der aktuellen Housestaffel wurde vollständig mit der Canon 5d MkII gefilmt – House-Fans sollten vielleicht nicht reinschauen. Spoileralarm!:

Beim DSLR Film-Gott Philip Bloom und PetaPixel gibt es mehr Infos zur Technik und ein paar Tweets vom Regisseur.

Vom Budget her vermutlich 2 Stellen weniger vorm Komma hatten die Jungs von “I didn’t come here to die” – Ein Horrorfilm komplett mit Panasonic Lumix GH1 gefilmt – die Behind the Scenes Videos auf der Seite sind mit iPhones gedreht. Gefunden mal wieder beiiFranznation.de

Auch wenn wir uns hier sicher noch ziemlich am Anfang befinden – ich glaube in ein bis zwei Jahren werden wir viele, VIELE hochkarätige Filme sehen, die von kreativen Köpfen produziert worden sind. Ganz besonders im Bereich der hochwertigen Dokumentationen und Kurzfilme. So wie dieser kleine Clip von ZakMcTee über ein Kickerturnier (wenn ich mir ankucke, wie die Amis kickern, hätte ja sogar ICH noch ne reelle Chance gehabt *g*)

Abendfüllende Spielfilme stehen leider noch auf einem anderen Blatt. Hier ist kommen noch andere Faktoren zum Tragen, die sich mit günstiger und gut funktionierender HighTech nicht beseitigen lassen wie: talentierte Schauspieler, organisierte Planung und Umsetzung, Requisiten und das “Durchziehen” der Produktion über zig Wocheenden. Naja schauen wir mal, wie sich IDCHTD so machen wird.

Aber auch hier lasse ich mich gerne besser heute als morgen vom Gegenteil überzeugen :)

Space Shuttle in 6 Wochen Zeitraffer Hammervideo /via @aviatrixk @airandspace @NASA @levarburton

6 Wochen Start-Vorbereitung der Discovery haben die drei Fotografen Scott Andrews, Stan Jirman und Philip Scott Andrews in diesem Zeitraffer-Video zusammengedampft. Los geht’s im NASA Kennedy Space Center, wo die Discovery für die STS-131 Mission frisch gemacht wird.

Dann schleppen Sie den Flieger ins knapp 80m hohe Vehicle Assembly Building. Da wird die Kiste dann aufgerichtet und der Tank und die beiden Startraketen angetüdelt. Auf der mobilen Abschuss-Plattform geht’s dann raus auf den Startplatz. Dort wird die Discovery bis zum Start in ein drehbares Wartungs-Gerüst eingepackt. Hat was von LEGO :)

Der Start ist übrigens LAUT. Dreht die Boxen runter ;)

Aber das beste ist tatsächlich der Schluss. Den find ich super spektakulär.

@icedsoul hat sich selbst im Auto geblitzt

Nein, nich, weil er zu schnell gefahren is  :)

Für sein Zombie52 Projekt macht Teymur jede Woche ein aufwendig produziertes Foto von sich auf Zombie-Jagd, auf der Flucht vor Untoten Hirnfressern und in unwirtlichen, menschen- und seelenlosen Gegenden. Großartige Photos entstehen dabei. Er hat die Hintergründe zum Projekt hier im Video kurz erklärt:

Teymour ist ein echter Photo-StarWars-Zombiefan-Geek. SO muss das sein :)

Der Clou:
Teymur macht zu _JEDEM_ Photo einen Backstage Bericht in dem er erklärt, wie er das Foto geschossen hat. Welche Technik und Equipment zum Einsatz kam und wie er sich das Ergebnis vorstellt. Wer sich für Photographie interessiert kann hier einiges lernen und bekommt tolle Anregungen.

So zum Beispiel hier beim WeekVII Picture, bei dem er sich in seinem Landrover Discovery selber photographiert. Und einen Blitz von der Seite einsetzt, der einen Unfall simulieren soll. Schaut es Euch einfach an – hier erklärt er es:

Ja ich weiss, Ihr wollt jetzt sein Photo sehen… Hier isses – lest aber auch die kurze Geschichte dazu in icedsouls Blog oder in der Flickr-Beschreibung zum Bild. Der Mann macht sich ECHT Mühe damit! Und die anderen:


WEEK I,WEEK IIWEEK IIIWEEK IVWEEK V and WEEK VI.

Ach ja – er macht nicht nur sein Zombieprojekt, sondern auch sowas (besagter Land Rover Disco. SO würde ich meinen Volvo ja gerne mal sehen – aber ungewaschen):

Sowas (ich bin mir sicher, die Chewy-Maske in der Ecke sabbert ein wenig):

Und auch sowas. Schaut einfach mal auf seinem Blog oder im Flickr-Album vorbei

Skeletors Cat – Katzencontent mal wieder

Mit He-Man und Skeletor hab ich’s leider nie gehabt. Das war nach meiner Zeit. Ichbin noch so die Drei Fragezeichen, Fünf Freunde und TKKG Generation. Und natürlich diese fiesen rosa Gruselcassetten. Als He-Man um die Ecke kam, war Star Wars schon interessanter :)

Aber eine Figur aus Masters of the Universe fand ich immer waaayyy cool und das war He-Mans Battlecat. Katze, quietschegrün und lange Zähne. Herz, was willst Du mehr? Falls noch jemand eine Battlecat im Keller liegen hat und mir schicken möge, damit sie meinen Schreibtisch bewacht, wäre ich sehr dankbar.

Und sie würde den Schreibtisch wahrscheinlich genau SO lange bewachen, bis Skeletors Bone-Pussy um die Ecke kommt und einmal fies faucht röchelt. :-) Was man mit Sprühlack und nem Haustier alles zaubern kann…

skeletor Cat

Ich such mir jetzt mal rote riesen Kontaktlinsen und schwarze Schuhcreme und geh auf die Weide. Nazgûls basteln *beg*

gefunden bei pictureisunrelated - richtigen katzencontent gibt es bei elis katzencontent.com

Mittelalter is nur was für den Urlaub: Sparrenburgfest in Bielefeld

Letztes Wochenende war ja mal wieder Sparrenburgfest. Die letzten Jahre war ich eher unmotiviert und bin nur auf ausdrücklichen Kinderwunsch hingegangen, oder weil man das als Bielefelder halt einfach so tut ;) Letztes Jahr ist aus Gründen, an die ich mich nicht erinnern kann, ganz ausgefallen. Aber nach gefühlten 10-15 Jahren Kramer, Kunst und Kurzweyl mit immer den gleichen Buden an den gleichen Stellen hatte ich damals nicht das Gefühl irgendwas zu verpassen.

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Auch dieses Jahr war ich eher semi-motiviert, bis der schreibfaule (und lange schon nicht mehr erwähnte Mitbewohner) meinte, daß das Sparernburgfest dieses Jahr unterhalb der Burg – also um die Mauern herum stattfinden würde. Das könnte interessant und v.a. mal ne Abwechselung werden. Also wurden kurzfristig die Pläne zum Mittelalter Spectaculum nach Bückeburg zu fahren umgeschmissen und wir haben uns als gute Lokalpatrioten gezeigt :)

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Eine meiner hervorstechendsten Fähigkeiten ist uns mal wieder zu Gute gekommen. Ich kann Parkplätze freizaubern. Und eigentlich auch immer echte mehlmützenmäßige Premiumabstellplätze. So auch Sonntag. prompt is einer zum Fuße der Burg weggefahren und machte eine schöne Lücke frei, die sich auf dem Rückweg als besonders praktisch rausstellte. Da war der Weg dann auch nur noch 1/3 vom Hinweg lang :)

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Gleich nach dem Eingang war klar: Heute machen wir zwei Wochen Vegetarismus zunichte. FLAAAHAAAISCH!. Irgendwer meinte doch, Vegetarier ist Mittelhochdeutsch für zu doof zum Jagen? Egal. War lecker. Einmal die Karte rauf und runter gegessen – Räuberfackel (Bauchspeck, megafettich, um den Spieß gewickelt und am leckersten gewürzt) Ritterspieß (lecker Fleich halt. Auch gewickelt, aber lang nich so fettig) und nen Fleischklops (ordinäre Frikadelle, aber auch lecker)

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Bei meiner Schwärmerei, wie nett das Sparrenburgfest doch geworden ist, stellte mir die Süße irgendwann die Frage:

“Hättest Du gern im Mitelalter gelebt?”

Diejenigen, die mich länger  kennen wissen, daß ich die Frage durchaus auch mal mit JA KLAR! Beantwortet hätte. Mittlerweile hat sich das relativiert. Man wird ja auch älter und ruhiger und realistischer vor allen Dingen ;)

Mittelalter is nur was zum Urlaub machen, wenn ich weiß, dass ich wieder in die Zivilisation zurück kann. Mit -9 und -10 Dioptrin möchte ich auch nicht im Mittelalter rumlaufenstolpern. Da könnte ich mir höchstens die oft besagten Flaschenböden vor die Augen halten um IRGENDWAS zu sehen. Und wenn es in zartes Rosa gehüllte Pferde sind:

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Außerdem habe ich eine viel zu große Klappe, gebe zu gerne Widerworte und wäre verdammt fix vor sonem Henker hier gelandet:

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Nene, meine Zeit ist jetzt. Und die Zukunft. Alles andere is nur zum kucken und froh sein, wenn man wieder nen Kühlschrank und ein Auto hat. Da halte ich es wie Rouven vom NW Blogspot. Außerdem muß man im Mittelalter auch Parkscheine für seine Lanzen ziehen. Nichtmal was die Bürokratie angeht, hat man da nen Vorteil:

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Der absolute Brüller war aber der Bogenbauer, der – leider hab ich verpennt das zu fotografieren – mir in allerfeinstem Mittelaltersprech erklärte, daß ich nicht nur “mit derer Silberlinge zahlen könnt’ sondern er auch den Zauber des EC-Kartenlesers beherrsche”. Willkommen in der Wirklichkeit :) Da hätte Catweasle aber ordentich wimmernd im Busch gehockt und von Elektricktrick gestammelt. Einen Langbogen werde ich mir die Tage aber trotzdem anschauen gehen. Der gute kommt hier aus Isselhorst und dort kann ich dann auch Probeschiessen. AUf der Wiese an der Burg durfte er mich keinen seiner Bögen antesten lassen.

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Die Ausgrabungen im Innenbereich der Burg sind jedenfalls schwer beeindruckend. Bin gespannt, was sie daraus machen. Toll wäre ja, wenn die einzelnen Gebäude nach und nach wieder in ihrem Ursprungszustand aufgebaut würden und der Innenhof der Sparrenburg ein Ganzjahres-Mittelalter-Ministadt-Spectaculum würde.

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Genug Potenzial ist jedenfalls da:

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War auf jeden Fall ein schöner entspannter Sonntag Nachmittag. So gut wie ich mich jedenfalls in sich schleichend fortbewegenden Menschenmassen entspannen kann. Da wünsche ich mir ja eigentlich alle 20 Meter, nen Anderthalbhänder wild rumzuschwingen. Oder eben ein Pferd und ne Hellebarde:

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Und unsere Sparrenburg ist ja schon ne echte Schönheit :)

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Ein paar schöne Bilder gibt es auch bei elisamara und in der Bildergallerie der NWteutona war auch da, und die-ostwestfalen kündigten an

Sehr coole Tiltshift Photographie Aufnahmen – Die Welt als Modelleisenbahn

Mein Kumpel Zumsel hatte mir letztens schonmal etwas von Tiltshift Photographie erzählt. Dabei werden Panoramas so mit Unschärfe und Bonbonfarben verändert, daß eine reale Szenerie eher wie das Foto einer Modeleisenbahn oder eines Dioramas aussieht.

Zumsel hat hier z.B. eine Tiltshift seiner aktuellen Heimat Bingen gemacht:

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Bei Digitalpicturezone gibt es 30 Aufnahmen mit der Tiltshift Technik zu bewundern.

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