Insomnia

wissen dass man in 5 Stunden wieder aufstehen muss und jetzt aber WIRKLICH mal schlafen sollte.

feststellen, dass der rechte Arm mehr nach Pizza riecht als der Linke. und das obwohl man seit Monaten keine Pizza mehr gegessen, gemacht oder aufgewärmt hat.

darüber nachdenken ob man seine gadgets für einen Monat nur per Konsole bedient.
früher war alles besser

sich fragen, ob ein braindump beim einschlafen hilft, auch wenn die Füße eiskalt sind und die Arme unerklärlicherweise nach Pizza riechen.

Hunger.

So lange Extremitäten kalt sind, kann man nicht einschlafen. Schutzfunktion gegen erfrieren. Hmpf. lieber ein bisschen erfrieren als verschlafen.

wer hat eigentlich schon die Winterdecke weggeräumt?

wusstet ihr dass Fasane nachts die gleichen Geräusche machen wie rollige Katzen? *nerv*

sehr gut. wenigstens mein Arm ist schonmal eingeschlafen.

1 Stunde vorm schlafen gehen sollte man auf keine Displays mehr schauen. heißt das nun sicher, dass ich nur noch 4 Stunden Schlaf bekomme?

Faces illuminated by Displays finde ich ja sehr beruhigend

chrrrrr

An Bord eines Löschflugzeug der spanischen Grupo 43

Seit ich als Kind zum ersten Mal gesehen habe, wie ein Löschflugzeug seine rettende Ladung über einem spanischen Wald gedroppt hat faszinieren mich die Biester.

Dank dem Video der Jungs der spanischen Air Force Einheit Grupo 46 (übersetzter spanischer Wikipedia-Artikel) die auschließlich zur Brandbekämpfung gegründet wurde, kann man jetzt mit ins Cockpit des Canadair CL 215 Water Bomber klettern:

43 Grupo 2012 from Hidros on Vimeo.

und wer sich selbst mal als Löschpilot veruchen möchte, kann das in dem kleinen Flash-Game hier tun. 233 Punkte sind zu schlagen *hust* :D

da das Spiel bei Darstellung gleich extrem nervige 8-Bit Mucke dudelt, gibts das erst nach dem Klick ;) – danke an Ernie Troelf für den Hinweis ;)

Wei­ter­le­sen…

Die alte A-Klasse – die zweite Chance, der zweite Frühling

Elterns neuer Elch im Stall: Mercedes-Benz A-Klasse W169 2011

Ihr seid ja drauf. Da schrub ich letztens ja von meiner ersten Erfahrung mit der Mercedes-Benz A-Klasse und dass ich damals noch grün hinter den Ohren als Auto-Blogger nicht wusste, wie ich mit meiner Meinung zur Untermotorisierung im Mietwagen umgehen rsollte – und Ihr kommentiert, mails und facebookt: “Wir wollen den Verriss lesen!” :-D Da habe ich mich missverstöndlich ausgedrückt:

Damals habe ich mir den Artikel verkniffen, weil ich nicht wusste, wie Händler und Hersteller mit meiner Meinung zu der kleinen Motor-Ausführung umgehen würden. Heute weiß ich, dass es völlig OK gegangen wäre, hätte ich geschrieben, was mir durch den Kopf ging. Aber auch wenn ich mir durchaus mal erlaube, länger auf einem Posting rumzudenken, bevor ich es raushaue: Nach 3 Jahren krieg ich das auch nicht mehr auf die Kette :) Grundtenor wäre gewesen: A-Klasse A140 in Elegance Ausstattung (witzig, dass der Autovermieter damals so eine gehobene Ausstattung hatte, aber die Maschine so klein war) – innen hui, aussen Elch und Motor auf langer Strecke gääähn.

Aber! Unverhofft kommt oft und man begegnet sich ja immer zweimal im Leben:

Mein Paps gesellt sich Ende diesen Monats zu meiner Ma ins gepflegte Rentnerleben. Da der gute Firman Opel Astra Dann abgegeben werden muss, brauchte es eine automobile Neuausrichtung. Der BMW 318i Kombi von meiner Ma (bildhübsches Auto mit M-Fahrwerk und in super Zustand) wurde bereits im Januar abgestoßen. Die Kiste hatte ja echten Youngtimercharakter und ich hätte daraus gerne einen Rusty Station Wagon gemacht. Aber der soff für zu wenig Leistung dann doch zuviel.

Tja und was haben sich die alten Herrschaften nun in die Garage gestellt? Naaaa? Clichées sind dazu da um erfüllt zu werden: Ne 2011er A-Klasse :-D

Elterns neuer Elch im Stall: Mercedes-Benz A-Klasse W169 2011

Und das frechste: Da haben sie schon den Probefahrer in der Familie und er wird noch nicht mal zur Probefahrt mitgenommen. Tsö.

Das ganze war aber wohl eine irre kurze Angelegenheit. 3 Wochen wurden diverse Marken abgeklappert und irgendwie war nix dabei. Auf Mercedes-Benz sind beide nicht gekommen “Wir dachten, die sind eh viel zu teuer.” Der Freund, der Tocher einer Freundin meinte dann wohl bei einer Party: “Schaut doch mal bei unseren ‘Jungen Sternen’ vorbei. Wir haben gestern erst zwei neue A-Klassen reinbekommen.”

Tjo und dann wars wie so oft: Nach’m Wochenende hingefahren. Gesehen, gefahren, gekauft.

Und mir erst Wochen später davon erzählt. Meine Ellis sind eben große Fans von Überraschungen ;)

Also werde ich demnächst mal wieder das Vergnügen haben, eine A-Klasse mit verhältnismäßig kleiner Motorisierung zu fahren und dann endlich drüber schreiben zu können.

Man sieht sich halt immer zweimal im Leben. Und meine alten Herrschaften machen nun einen auf zweiten Frühling unterm guten Stern :)

Dazu sind SUVs in der Stadt also gut! Wakeboarden auf der überfluteten Promenade thx @1live

Bildschirmfoto 2011-01-23 um 13.17.04

Absolut genial :) Als letztens der Rhein “ein bisschen” über die Ufer gegangen ist, haben ein paar Wakeboarder eine echt innovative Anwendung für nen Geländewagen gefunden. Schlitten und Skateboard ziehen kennen wir ja schon, aber Wakeboarden / Wasserski, da wo andere sonst spazieren gehen rockt! Und das bei 5° Wassertemperatur und in kurzer Hose :-)

Vor allem, wenn die Wasserschutzpolizei für ordentliche Beleuchtung sorgt :)

Eben auf www.1live.de gehört.

Das ist glatt noch cooler als der Nachtsurfer, den ich gestern entdeckt habe:

Mark Visser Rides JAWS at Night! from Fortrus Sports on Vimeo.

Automagazine vs. Frauenzeitschriften

Frauenmagazine-blau-rot

Auf Automagazinen sind Autos auf dem Titelblatt. Bei Reisemagazinen schöne Strände, Berge oder Sehenswürdugkeiten. Auf Pferdezeitschriften? Na, Ihr könnt es Euch denken.

So weit, so einfach.

Jens hat jetzt auf seinem Blog eine Beobachtung gemacht, die mich schon mal nachdenken lässt: Auf Männermagazinen sind in dem meisten Fällen Frauenauf dem Titel. Je nach Preis oder Niveau mehr oder weniger stilvoll leicht bekleidet.

Und auf Frauenmagazinen:

Genau. Da sind Frauen drauf. Ist das Selbstbeweihräucherung oder Verklemmtheit? Sind wir Männer so einfach gestrickt oder Frauen so im Komkurrenzdenken verhaftet, dass sie sich immer vergleichen wollen? Oder wollen wir Männer uns so wenig mit anderen Typen vergleichen?

Und als ob das noch nicht genug wäre, ist mir ein älteres Foto wieder eingefallen, dass ich letztens in einer ganz ähnlichen Supermarktabteilung geknipst habe:

Jetzt wird es kompliziert. Warum in aller Welt sind alle Titel, die FREIZEIT beinhalten blau und alle die FRAU anführen rot? Wonach wählt die geneigte Leserin Ihr Blatt aus?

Mal angenommen, ich möchte ein Magazin starten, das Frau mit Freizeit oder Freizeit der Frau heißt – muss ich dann den Titel blau/rot oder rot/blau machen?

Mysterien über Mysterien.

Nicht “The next big thing” – sondern erst der Anfang @Robgreen nimmt @wikileaks unter die “Startup” Lupe

Warum ich seit Jahren so gerne Robs Postings lese ist, weil er immer wieder mit gespielter Naivität aus einer ganz abgefahrenen Richtung an Themen, die ihn fesseln rangeht und sie messerscharf in ein Licht stellt, das sie gleich noch eine Spur interessante macht.

So auch mit Wikileaks. Rob schaut sich die Plattform sozusagen unter der wirtschaftlichen Bewertungslupe des Web-Start-Ups an. 1. Sehr amüsant und 2. mächtig spannend.

In einigen Dingen bin ich nicht Robs Meinung:

Unter Punkt 6.3 sagt Rob erst

Wir Bürger haben weltweit den Staat als Stellvertreter bestellt. Er agiert in unserem Sinne, uns Sicherheit aber auch Wohlstand zu gewährleisten. Als Individuum. Etwas, das uns als Individuen in der heutigen Welt verbindet. Es ist dabei völlig unbenommen, dass es Staaten gibt, wo diese Stellvertreterfunktion nicht mal ansatzweise gut funktioniert. Solange der Staat den Funktionen Sicherheit und Wohlstand einigermaßen nachkommt, wird der Bürger ebenso wie der Staat denken.

Das sehe ich ganz anders. Das Staatsverständnis und das Folge leisten durch den Bürger ist in unterschiedlichen Ausprägungen sicher vorhanden. Die Situation, die Rob beschreibt, könnte vielleicht auf Schweden zutreffen, wo die Bürger angeblich hochzufrieden hinter ihrem Staat stehen. In den USA sieht es schon anders aus. Da stehen zwar (fast) alle hinter ihrem Präsi, egal welcher Partei sie angehören oder welchen Bockmist er grade verzapft hat (und damit meine ich jetzt vor allem Obamas Vorgänger).

Aber schau doch mal nach Frankreich. Oder Italien. Oder am besten Griechenland. Hier würde die Bevölkerung mMn ganz anders reagieren, wenn sie berechtigte Zweifel an der Glaubwürdigkeit ihres Staates im Sinne der menschlichen Vertreterpuppen wittert.

Aber darum geht es auch gar nicht. Im Nachhinein Verbrechen oder Fehlentscheidungen aufzudecken ist nur ein kleiner Schritt für Wikileaks zu mehr Glaubwürdigkeit und Akzeptanz.

Fehlentscheidungen, die schlimmstenfalls bis hin zum Krieg führen können zu verhindern. DAS wäre der ganz große Wurf. Dass die amerikanische Geschichte dafür einige Möglichkeiten parat hat, habe ich im letzten Posting ja schon geschrieben.

Mein Resumee:
Wir müssen uns Gedanken über die Funktion, Funktionsweise und Aufgaben von Politikern machen. Darüber wie Politik in Zukunft ausgeübt werden darf.

Ich wäre mehr als dafür, wenn unsere Politik jeden Schritt, jede Entscheidung, jede Information zum ersten offen legen müsste. Und zum zweiten, wenn die Öffentlichkeit überall mitdiskutieren und mitarbeiten kann. Politiker würden so mittelfristig nicht mehr zum alleinigen Entscheider auf Basis einiger gekaufter Experten, sondern zum Katalysator der Meinung des Volkes, der Erkenntnisse von Experten UND der öffentlichen Ratschläge von Vertretern anderer Staaten und ihrer Erfahrungen. Für eine Legislaturperiode könnte man das durchaus mal testen. Ich bezahle die Kollegen, also will ich nicht nur genau nachforschen können, was sie treiben, sondern in gewissen Fällen auch mitreden und mitentscheiden können.

DAS wäre the next big thing

Bis dahin ist es noch ein weiter Weg.

Auf technischer Ebene wird das nexte große Ding wohl die Auswertung von Daten sein. Grade was Semantik angeht bieten die Wikileaks Informationen ein Spitzenbetätigungsfeld. Danach folgt dann gleich die automatisierte Visualisierung von Daten. Je schneller wir aus 250000 Texten DIE 3 oder 4 rausfiltern können, die uns den Allerwertesten retten, desto besser oder?

Ich glaube aber vor allem eines: Wikileaks ist nur der Anfang. Andere Plattformen werden folgen und mit ein bißchen Glück wird sich damit auch die Informationslage der Öffentlichkeit verändern, mehr Einfluss auf Politik genommen und die Welt nach und nach ein Stückchen besser.

Staaten haben kein Recht auf Geheimhaltung. Die Öffentlichkeithat ein Recht auf Wissen.

Warum @Wikileaks Leben retten kann – Michael Moore (@mmflint) erkärt’s

Erst wollte ich gar nicht über Wikileaks schreiben und dann mache ich es gleich zweimal :)

Das ist hier aber auch eine sehr wichtige Aussage: Michael Moore erklärt in einem 10 minütigen Interview warum Wikileaks leben retten kann. Und zwar hunderttausende:

Auf Grund von Lügen oder zurückgehaltenen Informationen sind so viele Verbrechen begangen und Kriege begonnen worden, die _vielleicht_ durch Wikileaks hätten verhindert worden wären.

Vielleicht wäre der Vietnamkrieg verhindert worden, wenn im August 1964 Wikileaks dagewesen wäre, als vom Pentagon behauptet wurde, zwei US Schiffe wurden von vietnamesischen Schiffen angegriffen. Damals hatte die NSA die entsprechenden Berichte umgedeutet. Überlegt mal, wie sich die Geschichte hätte entwickeln können, wären die Berichte veröffentlicht worden (wurden sie übrigens 6 oder 7 Jahre später).

“Es sind nicht die Wikileaks, die Menschen töten, es sind die Geheimnisse.” sagt Moore und bringt noch ein Beispiel:
Ein Foto von George W. Bush, in dem er einen Zettel – angeblich DAS TopSecret Memo liest, in der die Information enthalten ist, dass Bin Laden mit Flugzeugen die USA angreifen will. “Bush hat den Zettel weggelegt und ist 4 Wochen fischen gegangen” sagt Moore im Interview. Das war Anfang August 2001 – was am 11.9. des Jahres passierte weiss ja noch jeder.
Wenn damals jemand gesagt hätte: “Wenn sich Präsicheffe da nicht drum kümmern will, dann schicke ich das Ding eben an Wikileaks und hoffentlich kümmert sich dann jemand drum”.

Wie sähe die Welt aus, wenn die Dick Cheney Memos geleakt wären auf deren Basis der zweite Irak-Krieg begonnen wurde, die sich später als falsch und zusammengeschustert heraus stellten?

Coleen Rowley – TIMES Person of the Year for Whistleblowing (also eine Kollegin von Assange) und ehemalige FBI-Agentin sagte: Wenn es damals Wikileaks gegeben hätte, könnte es sein, dass 9-11 nie passiert wäre. Vorstellbar: Wenn einer aus der Flugschule wo sich Atta und Konsorten weiter gebildet haben gesagt hätte: ‘Hier sind zwei Typen, die wollen nicht lernen wie man startet oder landet. Schaut Euch die mal an…”

All das zeigt mir – wir brauchen viel mehr Wikileaks. Im großen wie im kleinen, damit sich einzelne Entscheider nicht einfach ihre Realität aus Fakten zusammen lügen können, um ihre eigenen Ziele zu verfolgen. Dann können wir vielleicht zukünftig einige Fehlentscheidungen verhindern. Das wäre dann the next big thing

Hier das ganze Interview mit Michael Moore:

Danke an Ulrike Reinhard für den Link.

Wikileaks, die WELT und der blasse blaue Punkt

Wochenlang habe ich mich ja zurück gehalten, etwas zu Wikileaks zu schreiben, da meine Meinung dazu verhältnismäßig radikal ist (Wir brauchen Wikileaks und noch viel mehr davon.) und eigentlich längst alles gesagt wurde. Ein Posting auf der WELT-Seite auf das ich heute in im Facebook-Stream vom stellv. Chefredakteur der WELT Frank Schmiechen aufmerksam wurde, hat mich dann doch ausreichend angepiekst, endlich mal etwas loszuwerden.

Zunächst stellt WELT-Autor Gerd Held inhaltiche Zusammenhänge zwischen Wikileaks-Kopf Julian Assange, dem frisch verurteilten Pariser Börsen-Zocker Jérôme Kerviel und den Protest-Sprechern von Stuttgart 21 her, die mMn völlig abstrus sind.

Held begründet diese Zusammenhänge mit Gesichtsausdrücken! von Assange und Kerviel. Hätte er den Text für die BILD geschrieben, wären dann zum vergleichen die Automarke oder was die beiden gefrühstückt haben zum Einsatz gekommen?

Dann streift er kurz inhaltliches:

Die Enthüllungen von Interna der internationalen Diplomatie bringen zwar nichts wirklich Neues, aber würde dieser Mann zögern, Informationen über die Operation einer internationalen Schutztruppe zu verraten und damit das Leben vieler Menschen zu gefährden?

Die Option Assange könnte momentan wirklich zögern, weitere Informationen bereits jetzt zu veröffentlichen, kommt ihm offensichtlich gar nicht in den Sinn. Möglicherweise sitzt Wikileaks tatsächlich noch auf dem einen oder anderen Pulverfass und hält diese (aus welchen Gründen auch immer: Fairness, Strategie, Angst) zurück?

Meine Meinung in diesem Punkt ist, dass Wikileaks bis jetzt die Informationen, die sie haben sehr geschickt orchestriert eingesetzt haben. Erst wurde eine Grundbekanntheit mit kleineren Leaks aufgebaut, dann kam die erste große Welle an brisanten Informationen (War Logs) und eine weltweite Öffentlichkeit. Mit den Cablegate Informationen wurde dann die Glaubwürdigkeit in der breiten Bevölkerung hergestellt. “Wenn alle so laut aufschreien und in den USA schon zur Erschießung aufgerufen wird, muss ja was dran sein.” Nach dem dann für Januar die Veröffentlichung der Bankendokumente angekündigt wurde, wurde plötzlich richtig Ernst aus der fadenscheinigen Anzeige in Schweden. Möglicherweise wurde die Strategie gewählt um für noch in der Schublade liegende Informationen den Boden zu schaffen, die sonst bei der Öffentlichkeit zu leicht als unglaubwürdig in Mißkredit gebracht werden können.

Die Glaubwürdigkeit wurde jedenfalls auch durch die Auswahl der Medien, welche die Informationen erhalten haben unterstrichen, was Don Dahlmann unter der Überschrift “Instrumentalisierung der Medien” kritisiert. Ist auch berechtigte Kritik – aber: Lasst Organisationen wie Wikileaks erst einmal Zeit Erfahrungen zu sammeln, wie sich Informationen am besten verbreiten lassen. Hätte Wikileaks die Cablegates sofort und ohne Dramaturgie einfach online gestellt wäre die Wirkung unter Umständen einfach verpufft, weil sich zwar viele kleine Medien drauf gestürzt hätten, die großen hätten es aber ggf. ignoriert.

Sicher wird es irgendwann Leaks geben, die direkt den Weg in die Öffentlichkeit nehmen. (Dann wird das Geschrei der Medien aber sicherlich wieder groß sein. Die Echtheit angezweifelt und sich eifersüchtig dran gestoßen, dass man ja nicht der erste war, der die Infos anbieten konnte.

Assange macht nichts anderes als Informationen weiter zu geben. Das, was Informanten schon immer getan haben, die über ihren Arbeitgeber angepisst sind oder die eine Ungerechtigkeit aufdecken, oder einfach meinen, dass die Informationen, die sie haben die Öffentlichkeit angeht. Nur gehen diese Leute mit Ihren Infos nicht mehr nur zu EINER Zeitung oder EINEM TV-Sender sondern schicken Ihr Material an Wikileaks und von dort wird es eben weiter geleitet an Zeitungen.

Was mir an dieser Stelle übrigens nicht bewusst ist: Hat Wikileaks von den Medien Honorar für die Informationen erhalten?

Aber Wikilieaks stellt eben die Dokumente AUCH in voller Detailtiefe der Öffentlichkeit zur Verfügung. Und DAS ist neu. Ich persönlich habe nur einige zufällig ausgewählte Warlogs und Cables gelesen. Dafür sind mir die Warlogs zu unverständlich und die Cables oft zu trivial. Und mir fehlt einfach die Zeit. Vor 10 oder 15 Jahren, hätte ich mich aber intensiv mit den Dokumenten auseinander gesetzt und nach interessanten Zusammenhängen oder Informationen gesucht. Eine Arbeit, die nur durch Crowd-Sourcing heute geleistet werden kann. Auch die beste Redaktion egal ob NY Times, Guardian oder SPIEGEL kommt nicht mal eben durch 250.000 Dokumente gebürstet. Was ist da gegen das Viele-Augen-Prinzip einzuwenden?

Das die Informanten sich oder zumindest ihren Job in Gefahr bringen? Ja tun sie. Zurecht und bewusst. Wenn ich Geheimnisse meines Staates verrate muss ich mit Stress rechnen -Punkt- Nichts desto trotz versuchte Wikileaks den US-Soldaten, der die Informationen angeschleppt hat zu schützen. Doof, dass ihnen dazu dann der Geldhahn durch Visa, Mastercard und Paypal zu gedreht wurde. Das hatte sich Wikileaks sicher anders vorgestellt.

Die oft in den Medien zitierte Phrase “So sehen die USA die Welt” ist übrigens ebenfalls falsch. “So sehen die Informationen aus, auf deren Basis sich die USA Ihr Weltbild teilweise zurecht schraubt.” wäre eine richtigere Formulierung. Aber leider zu sperrig für eine Titelzeile.

In der WELT wirft Held weiter vor:

Assange liefert Daten, aber keine Ideen

Ein Indiz für politische Tatkraft ist das nicht. Julian Assange kann weltweit Datenmengen herumschicken und liefert doch nicht die mindeste Idee zur Weltsicherheit. Die „Revolution“, von der die Herren der Netze gerne sprechen, ist in Wirklichkeit ein Verzögerungsspiel. Die drängenden Fragen der Welt schiebt man vor sich her. Alles wird nur im (Daten-)Fluss gehalten.

Ganz großer Unsinn! Auf die Ansätze von vorgeworfenen Verschwörungstheorien möchte ich gar nciht eingehen, das ist hanebüchen.

Die kleine Revolution ist im Augenblick, dass Geheimnisse aufbrechen. Die Öffentlichkeit SELBST entscheiden kann, welche Informationen relevant sind. Informanten eben nicht zu einem Redakteur gehen. Klar, dass das einem Herrn Held nicht so gefällt. Aber dann soll er es doch bitte auch formulieren und zugeben, dass er seinen Job gefährdet sieht.

Unternehmen wie Staaten müssen sich bewusst machen, dass Geheimnisse nicht mehr so sicher sind wie früher. Klar haben damit eine Menge Menschen ein Problem, denn:
Wenn ich etwas geheim halten muss ist das ein ziemlich sicheres Indiz dafür, dass ich es die geheim zu haltende Sache vielleicht besser LASSEN sollte. Wenn sich hieraus langfristig eine ehrlichere Politik ergibt und offen miteinander gesprochen wird, wäre durch Wikileaks viel gewonnen.

Der Anfang ist gemacht. Bleibt hier zu hoffen, dass viele andere Dokumente aus anderen Staaten ebenfalls leaken und an Organisationen wie Wikileaks (einige entstehen grad, andere wie Cryptome bestehen schon seit einiger Zeit) weiter gegeben werden und nicht nur die USA als Welt-Depp da stehen.

Assange muss darüber hinaus keine Ideen liefern, wie die weltweite Kommunikation zwischen Menschen und Staaten umgewälzt werden könnte. Er konzentiert sich auf das, was er machen will und kann: Informationen entgegen nehmen, prüfen assen und zur Veröffentlichung bringen.

Wie sein Gesichtsausdruck dabei aussieht ist im Übrigen irrelevant.

Er macht seinen kleinen Teil der Arbeit und den macht er gut. Ich habe das Glück gehabt in einem Unternehmen zu arbeiten, wo genau diese Arbeitsweise gefördert wurde: Microworks.
Jeder kann in diesem 150 Mitarbeiter Unternehmen die Aufgabe der Informationsverareitung im Firmenwiki übernehmen, die sie gerne möchte. Informationen einpflegen, erweitern, für Struktur und Layout sorgen, Rechtschreibfehler korrigieren, Zusammenhänge durch Links herstellen usw. Jeder, wie er gerade mag und kann.

Selbstverständlich finden diese Prozesse ebenfalls in einem Wiki statt, in dem die Einzelinformationen zu nachhaltigem Unternehmenswissen verarbeiitet werden. Und was bereits in einem europaweit agierenden Unternehmen funktioniert, sollte doch wohl auch auf der höchsten Hierarchiestufe fluppen. Und zwar so schnell wir möglich.

Helmut Schmidt hat im Gespräch mit Sandra Maischberger am Dienstag sinngemäß gesagt, die Medien machen einen immer schlechteren Job in der Information des Volkes bsw. durch Übertragung von Parlamentsdebatten und einen noch schlechteren Job darin, der Öffentlichkeit die Welt und politische Entscheidungen zu erklären.

Da stimme ich ihm zu und freue mich über Wikileaks, Wikipedia, Mediatheken der Sender wo ich mir selbst ein Bild machen kann. Und dann freue ich mich noch mehr über Blogs, Kommentatoren und zeitgemäß agierende Medien, die mir ein Bild zu Themen vorlegen bei denen mir für eine eigene Recherche die zeit oder das Interesse fehlt.

Weitere Infos und Meinungen zu dem Thema findet Ihr bei Luca, bei Robert Basic, der eine mittlerweile 5-teilige Materialsammlung zusammen gestellt hat, in denen Ihr nicht nur Infos zu Assange und dem ganzen Prozess der Leaks findet sondern vor allem welche Medien in den Cables auf spannende Stories gestossen sind.

Wer lieber kuckt als liest: Spreeblick hat die einstündige Dokumentation des schwedischen Fernsehens Wikirebels als YouTube Videos gepostet. Hier Teil eins:

Ach ja:
Witzig ist noch zu erwähnen, dass die WELT auch schon eine Story aus Vatikan-Depeschen vom Guardian übernommen hat. Schon interessant, dass der Überbringer der Nachricht zwar angeprangert wird, aber das was er mitbringt, das wird natürlich verwendet…

Letzten Endes ziehe ich daraus für mich persönlich einen ganz einfachen Schluss:

NEHMT EUCH MAL ALLE NICHT SO WICHTIG!

Diese Erkenntnis hat mir der folgende Text vom Astrophysiker Carl Sagan vor Augen geführt. Er schrieb die Zeilen nachdem er seine Kollegen am Ende der Voyager Mission (als die Raumsonder bereits den äußersten Rand unseres Sonnensystems erreicht hatte) bat: Dreht Sie mal um 180° und macht noch ein paar Bilder. Damit hat er Fotos geschaffen, auf der wir und unsere Erde nur noch als kleiner, blasser, blauer Punkt zu erkennen sind. In seiner Rede erinnert er uns daran, dass wir uns nur selber weiter bringen, retten und helfen können.

Nach soviel Ärger kann man sich auch ruhig noch ein zweites schönes Filmchen anschauen. Diesmal Zeitrafferaufnahmen auf der Erde aufgenommen. Aber auch mit Carl Sagan unterlegt, der uns etwas über uns im Universum erzählt. Gefunden beim überaus geschätzten Peter Glaser

EARTH: The Pale Blue Dot from Michael Marantz on Vimeo.

TSA Orgie, Bodyscanners, Pornstars and stuff mit @furrygirl

Land_of_the_TSA_free

gefunden bei creamneuron

Gestern hat Kollege Kofferleben schon ein Posting aus seiner Pilotensicht zur Sinnlosigkeit der ganzen Durchsuchungs-, Scan- und Sicherheitsorgie abgeliefert. A pros pso Orgie… Ach da komme ich später zu.

Die psychologische Erklärung WARUM die Sicherheitsmanie und Terrorangst sinnlos hat Quarks&co in einem tollen Video geliefert:

Volker Pispers hat die Quintessenz von Quarks & co übrigens in 50 Sekunden zusammen gefasst :)

Das interessanteste dabei ist, dass die Diskussion so richtig erst in Schwung kommt, wenn es um nackte Tatsachen und handfeste Fakten geht. Telefone abhören, Vorratsdatenspeicherung und Videoüberwachung sind für Ottonormalbürger wohl zu abstrakt um sich darüber Gedanken zu machen. Aber wenn er an den Sack gepackt wird, geht es plötzlich los. (Warum hat es solche Videos eigentlich nicht aus unseren Kreiswehrersatzämtern gegeben? Da hat sich irgendwie nie jemand über die “Husten Sie mal bitte”-”Attacke” echauffiert.

Gestern twitterte ich bereits den tollen Terror/Müsli Artikel von Ranga Yogeshwar zum Thema in der taz. Dieser Artikel ist im übrigen aktuell und berichtet die Erfahrungen des Quarks&Co Moderators als er zufällig im gleichen Hamburger Hotel wie die Innenminister abgestiegen ist. Lesenswert! Das Video aus seiner Sendung stammt bereits aus dem Jahr 2008!

Robert hat sich des Themas heute auch angenommen und das Video des US-Passagiers John Tyner gepostet, der seine Dikussion mit den TSA Leuten auf seinem Handy aufgenommen hat. Ist diese ganze Diskussion durch Tyner losgetreten worden? Oder ging dem noch eine andere Aktion voraus?

So und jetzt kommen wir so langsam zum Thema Orgie:
In der TWiT Folge 274 hatten Leo Laporte und seine Gäste das Thema auch schon auf der Pfanne.
Owen JJ Stone und Brian Brushwood meinten beide, Sie entscheiden sich am Airport immer bewusst gegen die Scanner und für eine Durchsuchung durch die TSA-Leute. Und gehen mit denen auch nicht in abgetrennte Räume sondern lassen die Durchsuchung an Ort und Stelle vornehmen, weil sie auf dem Standpunkt stehen: Sen TSA Leuten ist das ganze peinlicher als mir und das soll es auch sein.
Witzig ist vor allem, wenn OhDoctah JJ erzählt, dass man auch den Innenbund seiner Hose untersucht hat (bei Baggy-Klamotten oder Trainingshosen wird auch innen untersucht). Der gute hat ein ordentliches Kampfgewicht und damit dürfte so eine Hosenbundinspektion schonmal etwas länger als das übliche Snickers dauern ;)

Aber wer will schon Männer sehen, die sich am Flughafen nackich machen?

Dann doch lieber @furrygirl, bloggende Pornodarstellerin (dementsprechend auch die Warnung für den Link: Not suitable for work!), die gestern morgen Ihre Videokamera eingeschaltet hat und bei der Abtasterei einen Orgasmus faken wollte. Leider waren die Röntgenkisten kaputt :) Also hat sie Ihre Kamera in die Wanne für lose Gegenstände am Security Check gelegt und den normalen Check aufgezeichnet. Dabei hatte sie wenn überhaupt nur ein bißchen transparente Unterwäsche an und hat den TSA Leuten erstmal nen kleinen Strip vorgeführt :) Von der Durchsuchung seht ihr nicht viel, aber ihr könnt es hören. Vor allem, wie der TSA Typ dann zum dritten mal bellt, furry solle gefälligst ihre Hose wieder anziehen :)
Witzigerweise hat der TSA-Mann seine eigenen Vorschriften gebrochen, weil er Ihr befahl eine Jacke über zu ziehen, wenn sie durch den Scanner geht. Doof nur, dass Passagiere laut Vorschrift keine Jacke tragen dürfen :) Da wird dann doch mal schnell andere Mass rausgeholt.

Aber immerhin sehen wir endlich mal das innere des Taschenröntgengeräts! Spektakuläre Aufnahmen einer Videokamera, die gerade geX-rayed wird :)

Bin gespannt, ob das irgend jemand aus der Schlange fotografiert und schon bei Flickr hochgeladen hat. So langsam müsste die Lady in Sri Lanka angekommen sein und wieder online sein. Das erste was sie dann wohl machen wird dürfte sein, ihren überlasteten Blog-Server wieder ans Laufen zu bekommen http://www.feminisnt.com/

Interessant ist auch die Penn&Teller Geschichte. Penn hat erstmal die Cops rufen lassen. Nach 5-facher Aufforderung. Witzigerweise war der Polizist dann nicht nur Fan seiner Seite, sondern überhaupt GAR kein Fan, dieser Möchtegern-Mietbullen am Flughafen. Der Bericht ist echt lesenswert!

Letztendlich finde ich es klasse, wie viele sich ihren Spaß mit den Durchsuchungen machen. Humor ist oft die beste Wahl um Authoritäten und deren Hirnergüsse zu hinterfragen. Auch wenn der krebsüberlebenden Flugbegleiterin! die in der Durchsuchung ihre Brustprothese abnehmen musste, verständlicherweise jeder Humor vergangen sein wird.

Hoffentlich gibt es jetzt tägliche Postings und Videos dieser Art und vielleicht ändert sich ja tatsächlich mal was. Jaja, nennt mich ruhig einen naiven Idealisten ;) So wie hier: 1 2 3 4 5 6 7.  

Gizmodo hat eine Liste der Flughäfen veröffentlicht, auf denen bereits die Scanner eingesetzt werden.

Hier noch ein paar mehr Infos bei plane talking – witzigerweise sind die Videos bei YouTube mal wieder entfernt worden.

Da wird wohl noch einiges kommen. Ich hoffe, ich habe immer GANZ viel Zeit, wenn ich mal auf so ein Nacktscannerdings am Airport stoße :) .oO(und saubere Unterwäsche an…)Oo.

Es gibt Momente im Webleben, auf die kann man sich nicht vorbereiten

Zum Beispiel durch eine automatische E-Mail vom Tod eines Bekannten zu erfahren. Ich bin nach 17 Jahren Online einiges gewöhnt, aber das hat mich  getroffen wie ein Schlag: Gestern bekam ich eine Kommentarbenachrichtigung von youtube auf eines meiner Videos, das ich letzten Dezember von der Band meines Onkels gemacht hatte:

buddy1912
vor 2 Stunden
R.I.P Jürgen

“WAS??” dachte ich mir.

Ein Anruf bei meiner Ma brachte dann Klarheit: Er ist gestorben. Vor zwei Tagen schon. Meine Ma wollte mir Bescheid geben, wenn ich aus Portugal zurück bin. Tja, youtube kam Ihr zuvor.

Es gibt für solcheBotschaften  weder den richtigen Moment, noch den richtigen Kanal. Natürlich wünschen wir uns persönlich benachrichtigt zu werden, wenn etwas passiert – im Guten wie im Schlechten. So können wir uns gegenseitig Trost spenden, miteinander reden, uns gemeinsam erinnern, Mut machen oder auch uns zusammen freuen. Aber wir werden uns mehr und mehr daran gewöhnen müssen, durch kurze Kommentare, automatisierte und emotionslose Benachrichtigungen und Statusmeldungen über die wirklich wichtigen Dinge zwischen Leben und Tod zu erfahren.

Dass ein Facebook Beziehungsstatus bei einem befreundeten Paar plötzlich bei beiden wieder auf Single steht ist bereits Alltag. Und ich finde es überaus legitim, wenn diejenigen auf diesem Weg mitteilen wollen, was Sache ist, aber keine Lust haben, immer wieder die gleichen Erklärungen zu geben und auf Nachfragen zu antworten. Privatsphäre kann man sich auch durch Öffentlichkeit schaffen.

Um so schöner ist es da, Bilder vom Neugeborenen nahezu direkt aus dem Kreißsaal zu bekommen. Vor allem, wenn man sich eben nicht mal eben ins Auto oder Flugzeug schwingen und bei der frisch erweiterten Familie vorbei schauen kann. Auch das hatte ich in den letzten Tagen und habe mich irre gefreut.

Aber der Umgang mit Unfall- oder Todesnachrichten ist noch eine andere Dimension.

Während unserer ORI10K Tour haben wir auf Facebook vom schweren Motorrad-Unfall eines Freundes erfahren und waren erleichtert, als er selber kurze Zeit später anfing zu posten, dass es ihm soweit gut geht und wir die Genesung mitverfolgen konnten.

Bei allem anderen überwiegen Schock und das “nicht wahr haben wollen”:

Jürgen spielte seit fast 50 Jahren! die Lead-Guitar bei den Thunderbirds. Nächstes Jahr ist goldenes Bandjubiläum. Kaum vorzustellen, dass er dort fehlen wird. Er war in Zeiten als ich mich am Gitarrespielen versuchte, ein Ratgeber. Und seit ich ihn kenne zeichneten ihn Bescheidenheit ob seiner Fähigkeiten auf dem Griffbrett und seine Hartnäckigkeit und Zielstrebigkeit aus, wenn es darum ging ein neues Solo auf seiner Stratocaster einzustudieren, die er seit ich ihn kenne – also gefühlte 35 Jahre – spielte.

Am Abend gab er noch gemeinsam mit meinem Onkel ein Interview bei der Lokalzeitung zum Auftritt am 10.12. und am nächsten Morgen wachte er nicht mehr auf :(

Mach’s gut Jürgen. Wir werden Dich vermissen.