Arabischer Metal hat was

Arabisch für Metal

Ich lese bzw. höre gerade Kill Decision von Danial Suarez. Und ich liebe es, wenn in Romanen kleine Details auf ganze Paralleluniversen in der Wirklichkeit hindeuten. So erzählt einer der Charaktere von seiner Vorliebe für arabischen Metal. Eigentlich kann ich sowohl mit arabischer Musik noch mit Metal so ganz viel anfangen, aber die Mischungen sind echt hörenswert. Ich habe mal ein paar der Arabic Metal Bands, von denen Suarez schreibt rausgesucht.

Ansonsten ist Kill Decision ein sehr cooler Tech-Thriller über Drohnen und Schwarmintelligenz. Die Geschichte mit den schwarmintelligenten Drohnen ist nicht mal so weit hergeholt, wie man in diesem Artikel bei The Atlantic lesen kann. Das ist wirklich ÜBEL was solche ferngesteuerte Mini-Drohnen machen könnten. Wozu brauchts da denn noch Eurohawks für ein paar Millarden?

Wer eine sehr gute Schnelleinführung ins Thema Drohnen möchte, sollte sich dieses Video anschauen. Frank Rieger (durch den ich auf Kill Decision aufmerksam wurde) erklärt hier bei der Digitalen Gesellschaft ein paar der wichtigsten Sachen.

So, nu aber zum arabischen Metal. Die Bands, die im Buch genannt werden sind

Die Afghanische Folk Metal Kapelle Al Quaynar

Den Sound finde ich mit am coolsten. Wie auch der Charakter aus dem Buch:

Narjahanam

Arsames

Mordab

Acrassicauda

Krasser Name :)

Diese Folk / World Metal bands werden nicht im Buch im Buch genannt

Rocken aber trotzdem :)

Al-Namrood

Aliaj

Die klingen ein bisschen wie Heroes del Silencio oder Love Like Blood

Arafel – Israelischer Folk trifft Black Metal

SEHR geil

Odious aus Ägypten

Acyl – World Metal aus Algerien

Rudra – Orient Metal aus Singapur

Moah, Sachen gibts :)

CHTONIC aus China

Die muss ich mir mal merken.

Mongolischer Nomaden Metal – Tengger Cavalry

Klingt aber total abgefahren:

Ego Fall – Chinesischer Folk Metalcore

Und nochmal Oberton-Growlscreamo Zeugs. SEHR abgefahren :)

.oO(puh, ich hoffe, dass ich nochmal in die USA einreisen darf *hüstel* Liebe Homeland Security Mitleser: Mir ging es nur um den Sound. Ich verstehe kein Wort worüber da so gegrowlt wird *g*)Oo.

Arabisch für Metal

Arabisch für Metal

den ersten Roman von Suarez DAEMON hat 1Live als Hörspiel rausgebracht

Das Schweigen des Milow – lustiger Serienmördersong

Ganz dicht is Milow nicht oder? :) Meine Süße hat mich eben zum ersten Mal auf den Songtext von You and Me von Milow hingewiesen. Klingt eher wie eine Ode an den kleinen Sadisten in uns.

Ich würde dich in einem riesigen Käfig halten
Den ganze Tag würde ich dich ansehen

Ich wünschte, du wärst ein wenig langsamer
Nicht nur langsam sondern gelähmt

Manchmal wünschte ich, du wärst eine Meerjungfrau
Ich könnte dich in der Badewanne zuhause großziehen

 

*gruuuuusel* Ich bleibe wohl besser dabei, Musik – inkl. Gesang – einfach nur als Geräusch das Spaß macht aufzunehmen. Ohne Bedeutung dahinter :)

Bandprobe online und übers Web jammen

Notiz an mich: Ein paar Tools mit denen Band online proben und Musiker mit mal eben jammen können.

So richtig überzeugend sieht noch keins aus. Außerdem frage ich mich, wie dick die Internet-Leitungen sein müssen, damit die Latenzen erträglich sind. Bei Rocksmith auf der PS3 sind die Latenzen ja schon lokal übers Klinke-Kabel spürbar.

Google selbst hat hier etwas mit mehr spielerischem Charakter:
Vielleicht bauen sie das ja wirklich mal als ein Musiker-taugliches Hangout Feature aus.
Gab es da von Steinberg nicht auch mal was?
Hat irgendjemand so eine Lösung schonmal ernsthaft ausprobiert?
Hmm, mir kam dabei gerade noch eine ganz andere Idee für Pen&Paper Rollenspieler.

Stephen Fry’s Rant über Sprachpedanten

Bild: "Happy birthday to GNU" film crew, especially Matt Lee and Andrew Sampson

Der wunderbare Stephen Fry (der übrigens nie bei Monty Pythondabei war) hat sich über Sprachpedanten und selbererkorene Beschützer der Sprache (und ich dachte solche Spinner gibt es nur in .de) aufgeregt, einen Essay geschrieben und den Essay vertont.

Matthew Rogers hat daraus dann diese wunderbare Animation gebastelt, die auch ein bisschen schwindelig macht ;) Wahrscheinlich stecken unterschwellige Botschaften rein:

Stephen Fry Kinetic Typography – Language from Matthew Rogers on Vimeo.

“Abgeflogen” Buch-Rezension – Was machen Flugbegleiter eigentlich so in der Freizeit?

Abgeflogen, Aurel Levy

Ok, eigentlich müsste es heißen: Was machen Flugbegleiter in der freien Zeit unterwegs, wenn sie nicht arbeiten müssen oder auf Streik sind: Also sich um Passagiere an Bord eines Flugzeugs kümmern.

Aus der extrem sicherer Luftfahrt-Quelle Kofferleben weiß ich, dass der Skurillitätsgrad der Ereignisse im Buch von Aurel Levy keineswegs an den Haaren und unter der Pilotenmütze herbei gezogen sind. Wenn auch die dicht aneinander gereihten Haarsträubungen schon eher ungewöhnlich sind. Das verteilt sich sonst auf zwei Touren statt auf eine :-D

Hauptfigur Hans-Herbert (heißen Leute heute wirklich noch so?) ist Flugbegleiter-Anfänger und müsste eigentlich kurz vor Weihnachten für seine Nerv-Freundin und Familie einen Karpfen tot schlagen. Doch dann kommt erst ein Brief, dann eine Flug-Tour nach Tokio dazwischen und dann alles anders als man denkt. Zwischendrin gibt es noch viel Wodka, Whirpool-Roulette und wilde Schneemobilheizereien durch die sibirische Winterwelt. Mir fiel es schwer mich mit dem Charakter zu identifizieren, trotzdem macht es Spaß ihm zuzulesen. Auch wenn ich bei jeder zweiten Aktion “NUN MACH SCHON ENDLICH!” rufen und ihn freundlich in die richtige Richtung schubsen möchte ;) Vor meinem inneren Auge hatte ich die ganze zeit Klaus aus Manta, Manta. Aber hey, aus dem ist mittlerweile eine gespaltene Persönlichkeit aus Peter Klöppel, Günther Jauch und Hitler geworden :-D

Aurels Schreibstil ist locker, witzig und prima “wech zu lesen” wie der Ostwestfale sagt. Normalerweise brauche ich für Romane deutlich länger, da ich mehrere gleichzeitig lese, aber “Abgeflogen” hatte ich in 3 Tagen durch. Wenn ich die Schreibe einordnen müsste, dann fällt mir zunächst Tommy Jaud ein. Was trotz seines Riesenerfolgs in meinen Augen nicht gerade ein Kompliment ist – aber: Aurel Levy schreibt ähnlich, allerdings ohne dem Leser ein auf Dauerfeuer gestelltes Gag-Maschinengewehr vor die Brust zu halten. Sehr witzig und dabei sehr angenehm – fast schon zurückhaltend.
Noch ein anderer Vergleich: Kurz vorher hatte ich den hochgelobten Roman “Tschick” angefangen und nach 1/3 wieder weg gelegt. Hier war es nicht das notorische Gags verschleudern, das nervte, sondern ein erwachsener, der sich krampfhaft um so etwas wie Jugendsprache bemüht, was komplett nach hinten losging. Das macht Aurel Levy sehr viel besser. Was vermutlich an seiner Erfahrung als Pilot einer großen Airline liegt:
Er muss sich die Geschichten, Dialoge und vor allem das Setting nicht ausdenken – er erlebt es jeden Tag bei der Arbeit und das merkt man durch wunderbare Authentizität.

Als Ex-Fast-Literaturwissenschaftler muss ich zwei kleine Probleme loswerden, die ich persönlich mit dem Buch hatte:
So sehr ich auch wissen möchte, wie Fittipaldi zu seinem Formel1-tröchtigen Namen gekommen ist, halte ich eine Zur-Schau-Stellung von derart offensichtlicher Nicht-Artgerechter-Haltung für schwierig.

Story-technisch finde ich die Geschichte mit dem Brief ein bisschen arg deus es machina. Da hätte mehr aus der Geschichte selbst heraus kommen können.

Aber vielleicht erledigt sich beides im zweiten Teil an dem Aurel fleißig dran ist:

  • Wir finden heraus, wie Bartagame Fittipaldi zu seinem Namen kam.
  • Fittipaldi selbst findet einen Agamen-Sitter
  • Und wir lernen Horst-Herbert-Topsi noch besser kennen

Ich hatte beim lesen eine Menge Spässkes und kann das Buch uneingeschränkt empfehlen.

Natürlich gibt es das Buch bei Amazon zu kaufen – aber auch bei Aurel Levy in seinem kleinen Selbstverlag AVILA, was ich durchaus charmanter und unterstützenswert finde. Insbesondere, weil “Abgeflogen” das erste Buch, das ich aus einem Selbstverlag in die Finger gekriegt habe, das sich nicht hinter großen Produktionen verstecken muss. Sowohl was die Papier-, Druck- und Binde-Qualität angeht, wie auch das wunderschöne Cover-Design.

Und sonst hat der Autor noch eine Facebook-Page, wo er regelmäßig vorbeipostet.

DER Automitgröhlsong schlechthin – Bohemian Rhapsody – Welche der 3 Versionen macht das Rennen?

Dieser Song ist legendär. Also eigentlich war er das schon, als Queen ihn 1975 rausbrachte. Seitdem sollen Freddy Mercury und Kumpels das Lied tatsächlich bei JEDEM Queen Konzert gespielt haben!

Für die eigentliche Legende ist aber eher der Film Waynes World zuständig gewesen SaaaaWIIIING:

MC Winkel hat drüben auf Whudat zwei lustige Videos gepostet, in denen die Bohemian Rhapsody einmal von einem besoffenen Knacki und einmal von Kiddies auf dem Weg zum Kindergarten intoniert wird. Beides ganz knuffich – aber da der Emser ja fragt, welche Version besser gefällt, muss ich ganz klar sagen – die Finnen spinnen immer noch am schönsten in ihrem Porkka Playboys Polo :-)

Probehören iPhone Edel-Headset: C5 von Bowers & Wilkins

Danke Bowers & Wilkins – Ihr habt mich mit dem B&W C5 InEar zur Musik zurück gebracht. Die letzten Jahre habe ich Musik nur sehr, sehr selten bewusst gehört. Meistens waren das dann ein paar Favoriten auf dem iPhone – allen voran Kettcar, Nine Inch Nails ein bisschen Bach und Mozart im Hintergrund oder Radio-Gedudel.

Bowers & Wilkins ist eine britische Edel-Schmiede für High-End Lautsprecher mit über 65 Jahren Tradition und KnowHow. Mittlerweile gibt es neben den Flagschiff-Boxen mit dem Klangvollen Namen Nautilus (zum Preis eines Oberklasse-Autos) auch diverses Zubehör für uns Internet-Leute. Web-Radios, den berühmten Zeppelin Air als iPhone-Lautsprecher und eben Kopfhörer wie den C5. Ach ja und in den Abbey Road Studios werden B&W Lautsprecher eingesetzt! In den ABBEY ROAD STUDIOS!

Meine Ohren gehörten eher den gepflegten Podcasts, die es da draußen so gibt: Retinacast, Küchenradio, Alternativlos, TWiT, Metaebene, WRINT, Neunetz und so weiter.

Rein technisch höre ich über den Lautsprecher vom iPhone wenn es schnell gehen soll. Im Auto über das Autoradio via USB Kabel und wenn ich die Außenwelt wegblenden will über das Apple Headset, das ja ganz gut klingt. Mein AKG Kopfhörer macht einen deutlich besseren Sound, klar – aber wenn ein Anruf reinkommt, habe ich natürlich keinen Bock auf umstöpseln.

In den letzten 2 Wochen hat sich meine Sicht auf das was ich höre vollkommen geändert.

Denn kurz vor der Renault Twizy Probefahrt habe ich ein Bowers&Wilkins C5 InEar-Headset zum testen bekommen, das mir komplett die Schuhe ausgezogen hat. Ich wusste gar nicht, wieviel Klang im iPhone steckt.

Ganz ehrlich dachte ich ja auch immer, ich wäre alles andere als audiophil. Zu Schul- und Walkman-Zeiten war mein Motto eher Hauptsache laut. Heutzutage ist es eher: Hauptsache unterhaltsam.

Begeisterung geht schon bei der Packung los

Tja und dann lag da plötzlich diese schwarze Box auf dem Tisch. Im ersten Moment fühlt sich die Verpackung des C5 fast an, als wäre sie aus Holz. Sehr, sehr hochwertig. Sie ist natürlich entsprechend der Hauptkäufergruppe sehr stark an meinen bisherigen Verpackungsbenchmark angelehnt: Die iPhone Box. Ganz ehrlich? Die wirkt gegen die B&W Schachtel wie ein Tetrapack. Und Apple versteht ja nun wirklichb was von Edel-Kartonage.

Der Deckel wird von einem Magneten auf der Box gehalten und klappt wie ein Buch auf. Darunter liegt unter einer PLEXIGLASSCHEIBE! dann der Kopfhörer. An einer kleinen, schwarzen Samtschlaufe zieht Ihr den Schuber aus der Box raus und selbst der schwarze Hochglanz-Plastikträger auf dem die InEars mit sorgfältig in Klemmen festgehaltenen Kabeln liegen (aus denen sie sich auch nur mit vorsichtigem Fummeln befreien lassen. Ich hatte wirklich Angst, sie kaputt zu machen) ist massiver als alles, was ich bisher an Verpackungen gesehen habe. Gut 180 Euronen teure Kopfhörer möchte man ja auch gut geschützt wissen :)

Aber jetzt mal Schluss mit dem Unboxing-Porn und ran an die Technik.

Probehören statt Probefahren

Ich fummel die Kabel aus der Plastikschale und stecke mir die Hörer in die Ohren. Fühlt sich komisch an, irgendwie wollen sie nicht ganz passen. Ok – dann schaue ich doch tatsächlich mal ins Handbuch ;) In diesen Kopfährern steckt nicht nur Audio-Engineering, sondern richtig clevere Alltagstauglichkeit.

Die Stöpsel werden durch Ihr eigenes Kabel in Eurer Ohrmuschel gehalten! Ich musste es tatsächlich nachlesen. Ihr steckt die Kopfhärer in den Gehörgang und dann schiebt Ihr das Kabel in die obere Falte Eurer Ohrmuschel. Klingt komisch – funktioniert aber prächtig. B&W nennt dieses Feature Secure Loop Design und der hält den Kopfhörer bombensicher auch beim Sport in den Ohren.

Ok, sitzt passt und hat Luft. Auf der Packung steht Concert for one also fange ich mein Testhörern mit der Band an, die ich gerade letztens live gehört habe: Kettcar. Natürlich mit dem neuen (und entsprechend technisch am besten produzierten) Album “Zwischen den Runden”. Die Musik ist Gitarren-Indie-Rock mit einigen Elektrosamples – enthält also alle Elemente, die im Rock so vertreten sind.

Was soll ich sagen: Im Meatus Acusticus geht die Sonne auf.

Wie gesagt, habe ich mich bisher nicht für besonders audiophil gehalten. Aber ich habe einige Musiker und Sound-Engineers in der Bekanntschaft, von daher kann ich guten von schlechtem Sound schon unterscheiden.

In dem Moment, wo die ersten Takte durch die Tungsten Sound Tube (Tungsten bedeutet, das Teil ist aus hochdichtem und resonanzarmem WOLFRAM gefertigt!) auf mein Trommelfell geleitet werden, fühle ich mich, als hätte mir einer von diesen Kindergeburtstagszauberern nach 37 Jahren Lebenszeit endlich die viereinhalb Meter Regenbogentaschentuch aus dem Gehörgang gezogen.

Soviel Raum konnte ich mir mit Ohrstöpseln beim besten Willen nicht vorstellen. Der C5 produziert unglaublich differenzierten Sound mit kristallklaren und angenehmen Höhen und knackigen Bässen.

Zum Vegleich wechsel ich beim gleichen Song “Rettung” ein paar Mal zwischen iPhone Headset und BW C5 hin und her. Der Song hat alles: Fette Toms in den Drums, nen Bläsersatz, Sidesticks, einen prominenten Basslauf Akkustikklampfe im Hintergrund, bisschen Gepicke auf dem rechten Ohr, Synthie/Pianosounds, die sich super durchsetzen und “Sabberfäden, die sanft das Ohr streifen“. Ein Liebeslied für Große.
Der Wechsel vom B&W C5 zum iPhoneheadset ist so wie als beamt man sich aus der Mitte des Live-Publikums aufs Klo der Konzerthalle. Unglaublich.

Das bemerkenswerteste am Sound ist für mich der druckvolle und sanfte Bass. Dabei muss ich betonen: Wenn ich mich in nen Presse-Fahrzeug oder Mietwagen setze, suche ich meistens erstmal den EQ im Radio und drehe die Bässe, die irgendwelchen tauben Nüsse voll aufgerissen haben wieder auf ein normales Level.
Der BundW C5 macht ein dumpfes rumgewummer, sondern macht, dass sich der Bass wie ein Instrument anhört. Ich kann HÖREN, was der Bassist da spielt. Note für Note. Das witzige dabei: Mein Ohr hört dieses fette Getieftöne und mein Bauch wartet vergebens auf Vibrationen :)

Danach hangel ich mich durch meine restliche Referenzstücke: Bachs Brandenburgische Konzerte, Nine Inch Nails – Downward Spiral, Jay-Z & Kayne West, Metallica, Beatles White Album (in den Abbey Road Studios werden BTW seid Jahrzehnten Bowers and Wilkins Lautsprecher für die Abhöre verwendet!), Bad Religions altes Zeug, The Who und Fear Factory. Wahnsinn. Ich muss wieder mehr Musik auf mein iPhone laden :) Das macht wieder richtig Spaß!
Einzig bei etwas schräbbeligen Gitarren-Zeugs habe ich den iPhone EQ benutzt und “Kleine Boxen” gewählt. Alles andere klang in meinen Ohren “trocken” am besten.
Warum das bei Metal, Punk und Konsorten so ist, erklärt bycan hier in seinem Testbericht zum B&W P5 ganz unten – sehr lesenswert!.

Klassik geht natürlich astrein. Das eine oder andere Mal habe ich ja nun schon in Konzertsälen gesessen und eins ist klar: Da ist der BundW in seinem Element. Durch die passive Abschirmung nach außen und die fast direkte Trommelfellmassage kommen auch die feinsten Nuancen zur Geltung.

Und ich habe noch nichtmal Lossless Aufnahmen probiert. Ach ja, speaking of: Mit Lossless Musik kann man sich wohl für 3 Monate kostenlos durch die Bowers and Wilkins Society of Sound versorgen lassen.

Podcasts hören mit dem Bowers and Wilkins C5

Das ist ja bisher wie gesagt mein Hauphörgebiet. Also schmeiß ich nacheinander einige Folgen unterschiedlicher Sendungen an, die die Qualitätsskala von oben nach unten abdecken. Benchmark ganz oben mal wieder Tim Pritlove mit CRE, der alte Radiofuchs holt ja alles aus seinem Equipment. Da können nur noch NPR und Leo Laporte einen draufsetzen, die allerdings auch Studios für 7-stellige Summen am Start haben.

Ich habe Stimmen im Kopf.

Klingt, als würde ich mitten im Studio bzw. in der Podcastrunde sitzen. Als nächstes geht es von der Produktionsquali etwas weiter nach unten. Die aktuelle Folge Alternativlos! zum Thema Korruption ist auf Franks Seite sehr ordentlich produziert. Fefe sitzt wohl am Skype mit gutem Mikro. Interessant, was ich plötzlich alles an Nebengeräuschen differenzieren kann, die vorher einfach nur die Sprache unverständlich gemacht haben.
Als unterste Stufe nehme ich mal alte Tests für POddCAST, die ich direkt ins Mac-Mikrio eingequatscht habe und selbst da höre ich einen deutlichen Gewinn an Dynamik. Aber gut, solch miese Aufnahmen zum Testen zu nehmen ist als würde man der Sau die Perlen nicht einfach vorwerfen sondern gleich mit einer Austern-Schrotflinte drauf halten ;)

Praxistest und Außengeräusche

Ich sagte ja schon – die Kopfhörer kamen kurz vor der Twizy Probefahrt auf Ibiza an. Also hatte ich gleich doppelte Möglichkeit zum Alltagstest. Erstmal im Zug und Flugzeug. Herrlich. Der Alltag wird vollständig ausgeblendet. Du hörst nur das was Du hören willst. Selbst wenn die Musik pausiert wird, ist die Welt angenehm leise, aber so etwas wie den Schaffner versteht Ihr noch 1A, ohne die Stöpsel raus zu nehmen. Ich denke, das hängt mit Micro Porous Filter auf der Rückseite der Hörer zusammen. Wie ein kleiner Metall-Schwamm lässt er die Schallwellen der Klang-Treiber die von der Tungsten Sound Tube erzeugt werden nach außen entweichen und dementsprechend gewollte Geräusche bei pausierte Musik ans Ohr heran.
Selbst das typische Dröhnen und Rauschen im Flugzeug wird weggedämpft.

Dann der Twizy. Der kleine Stromer von Renault ist ja offen. Man sitzt zwar hinter einer Windschutzscheibe, aber Windgeräusche sind halt immer noch da. Wie bei einem Auto mit offenen Fenstern. Zudem weht einem die eine oder andere Brise um die Ohren. Die sind bei mir echt empfindlich. Also hatte ich die C5 die meiste Zeit der Probefahrt im Gehörgang. Auch wenn ich nicht durchgehend Mucke an hatte, haben Sie mich vor Zug im Ohr geschützt.

Auch im vollen Wind habe ich nohcmal den Vergleich mit den Apple Hörern gemacht.
1. waren die Windgeräusche beim Apple immens laut, sodass ich leisere Sprache oder etwas flacher produzierte Oldies teilweise kaum hören konnte
2. zog am Apple Headset immer noch Luft vorbei ins Ohr, während die C5 dicht halten
3. sind mir die Apple Stöpsel mehrmals durch den Wind aus dem Ohr geflogen, wo die C5 bombenfest saßen

Für Motorradfahrer:
Im Twizy herrscht keine Helmpflicht. Nehmt beim austesten nen der B&W C5 Euren Helm mit. Die angeschrägte Form der Hörer, die aus der Ohrmuschel heraus kuckt, könnte am Futter entlang kratzen. Unter meinen Helm passen sie gerade so.

Praktische Features

1. Die Tasche – Eine kleine halbrunde schwarze Velour-Tasche gibt es zum C5 dabei. Innen mit einem Steg in den die Hörer eingesteckt werden. Das Kabel wird um den Steg herum gewickelt. Der etwas hakelige Reißverschluss ist für einen Grobmotoriker wie mich eine kleine Herausforderung ;) Aber hey! So ein Stück Lebensqualität will ich nicht einfach in die Jacken-Tasche fummeln.

2. Tüddelfreies Kabel – Ich weiß nicht, wie oft ich schon mein Apple Headset entwirren musste. Eben jedes mal, wenn ich es aus irgendeinem Behältnis raushole. Ich behaupte fast mal, die Viecher, die auch die Socken in den Waschmaschinen klauen, verknoten Headsets wenn ihnen langweilig ist.
Ich hab das B&W C5 mal spaßeshalber in die Hosentasche gesteckt (nur EINMAL – versprochen *g*) ich glaube fast, die Kabelverknotkobolde laut fluchen gehört zu haben:

Du holst das Headset aus beliebiger Tasche, schmeisst es auf den Tisch und es entwirrt sich quasi von selbst!

Kein Scheiß: Das ist un-heim-lich! Ich weiß nicht, wie die das hingekriegt haben, aber kann ich bitte an alle technischen Geräte diese selbstentwirrenden B&W Strippen haben? BITTE?

Sprachqualität beim Telefonieren

Im normalen Gebrauch 1A. Deswegen musste ein Härtetest her: Der Twizy eignete sich natürlich perfekt. Selbst bei gut 80km/h konnte ich noch mit meiner Liebsten telefonieren. Ich verstand sie perfekt und auf ihrer Seite wurden die ibizanischen Winde weitestgehend rausgefiltert. Etwas gewöhnungsbedürftig ist die runde Fernbedienung. Hier muss ich immer etwas rumfummeln, bis ich fühle wo die Mulde und damit die Bedienelemente fürs iPhone sind

Tragekomfort

Die Klang Röhre ragt schon recht weit in meinen wohl eher kurz geratenen Gehörgang herein. Ist aber immer noch angenehm. Der C5 kommt mit 3 Paar Gummiaufsätzen für weitere oder schmalere Gehörgänge. Ich komme mit den Standardaufsätzen am besten zurecht.
Der Secure Loop bedarf etwas ausprobieren, bis er perfekt in die persönliche Ohrmuschel passt, hält dann aber deutlich besser und bequemer als so Hinterkopfgedöns oder die Halterungen, die man sich über ie Ohren ziehen muss. Die Anleitung erklärt sehr deutlich wie das funktioniert.
Ach ja: Welcher Stöpsel rechts und links ist steht UNTEN dran. Da wo das Kabel rein geht. Ich habe die Hinweise 10 Minuten lang übersehen ;)

Kleiner Verbesserungsvorschlag

Das ist jetzt Jammern auf GANZ hohem Niveau, ich weiss. Das einzige, was besser sein könnte sind die Kabel, die zu den Ohren gehen. Also ab da, wo sich das Y in links und rechts aufteilt. Bei leiser bis mittlerer Lautstärke höre ich, wenn die Kabel bsw. gegen den Reißverschluss der Jacke schlagen etwas. Man muss schon sehr drauf achten, aber man hört es. kurz vor maximaler Lautstärker ist das Klackern nicht mehr wahrnehmbar.

Disclaimer: Ja, ich darf das TestSample behalten. Wer würde sich auch gerne gebrauchte InEar-Kopfhörer in die Lauscher stecken? ;)

Viel wichtiger: Ich brauche neue Musik! Schlagt was vor!

Also wenn Ihr mir Songs zum Probehören empfehlen könnt: Rein in die Kommentare damit!

Noch Fragen zu Bowers & Wilkins Kopfhörern C5 und P5?

Weitere Meinungen zum C5 lest Ihr bei Jens, dem alten Lifestyler, im Lumma-Land, beim Exil-Bielefelder ben_ und beim admartinator.

Das Schwestermodell zum InEar Headset – den Kopfhörer Bowers & Wilkins P5 haben aktuell auch einige Leute in der Testmangel: bycan der exzellent erklärt, warum High-End Audiogear und Metal nur bedingt zusammen passen. Ralf Becker, der sie gleich Case-Modden will und den Vergleich zu Monster Beats Solo ziehen kann und der Emser MC Winkel