Bergfest im BROCKHAUS! 1/2 Jahr lesen, 12.250 Seiten und viel gefährliches Halbwissen später :)

YEAH ich hab es geschafft! Also noch nicht komplett. Erst die Hälfte. Aber darauf bin ich schon ein wenig Stolz. Seit Oktober lese ich nun den BROCKHAUS. Jeden Tag gut 2-3 Stunden für 67,5 Seiten – manchmal auch 3 mal 67,5 Seiten *hüstel* wenn ich tags zuvor nicht zum lesen gekommen bin. Dann wird auch mal ein bisschen überflogen.

365xBROCKHAUS lesen ist in dieser Form ein bisschen so, wie ich mir meditieren vorstelle. Nur mit Input von außen: Statt Gedanken ziehen die Artikel an mir vorbei.
Und manchmal halte ich einen fest und schreibe was mir dazu einfällt drüben in der Huffington Post auf *klick*.

So langsam lässt auch das schlechte Gewissen nach, wenn ich eigentlich sehr wichtige Themen wie Energie oder Kultur nur streifen und überfliegen kann. Aber besonders die naturwissenschaftlichen Artikel über Details eines Fachgebiets sind schwer bis gar nicht ohne Hintergrundwissen zu verstehen. Da springe ich weiter und spare mir die Zeit für Artikel, die mich wirklich fesseln.

Dabei bleibt dann vor allem so typisches Party-Angeber-Wissen hängen ;)

Espresso zum Beispiel.

Der heißt laut BROCKHAUS nicht etwa so, weil er mit Druck oder besonders schnell gemacht wird, sondern auf ausdrücklichen Wunsch. Die eine kleine Tasse wird auf ausdrückliche Bestellung angefertigt.

oder ganz aktuell aus den Ks:
Kotze! ist ein grober Wollstoff für Capes, Pferde- und Schlafdekcen. Vielleicht kommt der Name der Tätigkeit vom Gefühl das man nach dem Kotzen im Hals hat – als wenn man eine alte Wolldecke runtergeschluckt und wieder ausgespuckt hätte :)

Auf der anderen Seite lernt man in einer Enzyklopädie IRRSINNIG viel über Menschen und ihren IRRSINN. Sei es nun Religion – mit der ich als Atheis seit Kindesbeinen an noch nie was zu tun hatte, aber so langsam wirklich widerlich finde – oder eben Kriege.
Dabei habe ich heute in den Ks gelernt, dass es für Krieg gar keine feste Definition gibt.

Und dann sind da immer wieder die Dramen, die sich in 6-10 zeiligen Artikeln abspielen.

Mein Lieblingsbeispiel hier immer noch von ganz zu Anfang:
Alfons VI. König von Portugal kann ich mich nicht losreißen. Armer Kerl. In seine Zeit fielen zwar die wichtigsten Siege gegen Spanien und die Unabhängigkeit Portugals, trotzdem wurde er 1667 seinem Bruder und seiner Frau Maria von Savoyen gezwungen die Ehe aufzulösen und auf den Thron zu verzichten. Wohl wegen “Geistesschwäche”. Heute liest man eher was von Impotenz.

Außerdem lerne ich immer wieder:

Menschen wollen sesshaft sein

und etwas bleibendes schaffen wie
Kultur
Gebäude
Städte
Monumente

Dann wieder über Ihre Landesgrenzen hinaus gehen
Neues entdecken

Und es passen immer wieder Artikel die ich lese zum aktuellen Geschehen:

Katharina die Große und Krim zum Beispiel

Katharina hat die Krim damals schon vom Osmanischen Reich zu Russland geholt. So wie ich den Krim-Artikel interpretiere, war die Krim auch schon vor Katharina der Großen immer wieder umkämpft. Außerdem war die 1994 durch die Ukraine ausgerufene “Republik Krim” alles andere als legitim. Der dort mit über 72% gewählte Präsident, der eher Russland zugewandt war wurde aber alles andere als anerkannt. So rückblickend war es nur eine Frage der Zeit, bis Russland da seine Ansprüche geltend macht.

Am interessantesten sind die Artikel, die mich total überraschen.
Oder die, zu denen ich eine spontane Assoziation habe

Und natürlich die Fremdwörter, die ich mir plötzlich erklären kann (ich hatte ja kein Latein in der Schule – geschweige denn griechisch)
wie z.B. Koryphäe – was heißt das eigentlich genau? Klar, wir kennen das Wor tfür jemanden der besonders gut Bescheid weiß.
Kommt von griechisch Gipfel. Meinte früher im alten griechisch “Chorleiter” und dann französisch “Anführer”.

A pros pos Anführer:

Mir fiel bei den Bischöfen und Herzogen auf, dass Menschen sich nie mit etwas zufrieden geben. Immer etwas anderes oder mehr wollen.
Der Gedanke kam mir durch die Erwähnung von Gegen-Königen und Gegen-Päpsten.
Die Idee ist schon abstrus. Da gibt es schon so etwas wie eine letzte Instanz und dann schaffen einige Querköppe dazu wieder eine Gegenauthorität.

So langsam fange ich an zu überlegen, womit ich die frei gewordene Zeit ab Oktober füllen werde, wenn ich die ganzen 24500 Seiten durch gelesen habe. ;)

Aber bis dahin isses ja noch ein bisschen. ich hoffe, ich werde dann:

1. Stärker sein – jeden Tag 2,2 Kilo Buch halten ist schon anstrengend!
2. Weniger kurzsichtig sein. Die Bücher sind ECHT klein geschrieben ;)

Bücher bedeuten Freiheit

Nennt mich paranoid, aber ich habe ist da gerade eine Kleinigkeit verstanden:

Wenn Menschen und Gedanken frei sein sollen, dann brauchen wir Bücher.

Drüben beim 365xBROCKHAUS-Projekt bin ich heute im beim Lesen zahlreichster Einträge mit der Vorsilbe “aus-” auf die Außerparlamentarische Opposition” gestoßen. Sehr spannender Artikel über die politische Bewegung in der BRD zw 1965 und 1969 aus der unter anderem die Studenenbewegung um Rudi Dutschke hervor gegangen ist.

Aber eben nicht nur. Auch die RAF als terroristische Vereinigung steht in diesem Zusammenhang.

Was mir aber bei der Lektüre über die APO auffiel: Was kann passieren, wenn ich mich online zu sehr für umstrittene Inhalte interessiere, nach ihnen google und bei Wikipedia nachschlage, um mir ein Gesamtbild zu machen?

Bücher garantieren Freiheit – vor allem der Gedanken

Ein Buch speichert keine Cookies. Es meldet nicht irgendwem irgendwohin, welche Person es gerade aus dem Regal genommen hat. Wenn ich mich anonym in eine Thema einlesen will, dann kann ich das (noch) in einer Bibliothek tun. Letztens schrub ich ja noch begeistert über die Stadtbibliothek Bielefeld und ihre modernen Errungenschaften. Jetzt grad in diesem Moment bin ich mir unschlüssig, ob es so toll ist, wenn meine Bewegung durch meinen RFID-Ausweis theoretisch regalgenau in der Bibliothek nachvollzogen werden kann. Prinzipiell könnte ja sogar durch RFID-Empfänger in der Tischen festgestellt werden, welcher Ausweis-Inhaber welche Bücherstapel vor sich hat.

Höchst dystopisch. Gar keine Frage.

Dass aber bei irgendwem irgendeine rote Lampe angeht, wenn sich jemand ein bisschen zu intensiv für Chemie-Themen interessiert?  Dann noch nach poitisch oder religiös eher extremen Themen sucht? Nach der ganzen NSA, GCHQ und Snowden Geschichte halte ich nichts für unmöglich.

Und wenn es nur das Einengen von Daten ist. Oder das “diese oder jene Person müssen wir aufgrund ihrer Interessenlage mal auf dem Schirm behalten”. Das kann ja schon dazu führen, dass gewisse Nachdenk-Ansätze im Keim erstickt werden.

Ich hab es neulich am eigenen Leib gespürt, was es heißt sich selbst im Kopf zu zensieren: Letztens war ich ja auf der Seidenstraßen-Tour in Russland. Monate vorher habe ich mir Gedanken darüber gemacht, was ich poste!  Kommentare zu Pussy Riot? Besser nicht. Meine Meinung zu Russlands menschenverachtendem Umgang mit Homosexualität? Ich hab die Finger still gehalten. Selbst die hochwitzigen Bilder von bärenreitenden Putins habe ich mir verkniffen zu retweeten.

Möglicherweise ist das ungefilterte Empfangen von Informationen und das selbst denken dürfen noch immer die größte Freiheit, die wir haben. Wirklich, wirklich sicher ist diese Freiheit nur wenn man Bücher benutzt.

Ist mir nur gerade aufgefallen. Von wegen Print ist tot und so. Wir sollten verdammt nochmal sicher stellen, dass Print niemals stirbt. So bequem, schnell und praktisch der ganze online Kram auch sein mag.

 

* Artikelbild  – Der alte Lesesaal des British Museum in London. Diliff

 

11 Tage BROCKHAUS gelesen. Buch 1 von 30 fast durch. Immer noch A-

Heute ist mein 11. Tag von meinem Projekt in 365 Tagen den BROCKHAUS zu lesen – drüben bei der Huffington Post. Heute werde ich auch den 1. Band beenden und zum 2. Buch übergehen! So langsam habe ich mich zwar eingegrooovt, aber die letzten 3 Tage war wirklich immer was. Daher habe ich es erst jetzt geschafft mal ein kleines BROCK-Log zusammen zu schreiben.

Und ja, ich habe versucht, am Wochenende im Auto zu lesen (was auch immer gleich schreiben bedeutet – daher die Bluetoothtastatur und das iPhone an der Scheibe). Leider war mir SO übel, dass ich mir ernsthafte Sorgung um die Inversehrtheit von Auto und Buch machen musste.

Was bisher so geschah bei 365xBROCKHAUS:

Ich werde termingerechter, weil ich weniger Zeit habe. Damit meine ich v.a. Termine, die ich mir selber setze. Externe Termintreue bekomme ich sowieso ganz gut hin.

Möglicherweise bilde ich mir die schnellen Verbesserungen nur ein, aber das Projekt ist ein prima Hirn- und Konzentrations-Training. Ich habe jetzt schon das Gefühl, meine Aufmerksamkeitsspanne würde sich verbessern. (Von besagten letzten 3 Tagen mal abgesehen, die v.a. von Übermüdung und unvorhergesehenem Stress dominiert wurden).

Ich kämpfe mich manchmal (v.a. spätabends) durch die Beiträge, wie ich mich früher durch die Level eines Computerspiels zockte. DEN einen Level noch. DIE paar Monster noch. DIE eine Map noch ;) Und irgendwie macht es dann doch Spaß und es kommt wieder was interessantes. Und wieder was interessantes.

Ich übernehme die Stichwortartikel aus dem BROCKHAUS, in meine HuffPost-Artikel, die ich unterhaltsam, nützlich oder bemerkenswert finde. Ohne irgendeine andere Gewichtung.
Außer, wenn ich spontan eine persönliche Beziehung herstellen kann.
Beispiel: Allergien sind nur in hoch entwickelten Ländern ein Thema

Ich werde immer mehr in meinem Atheist-Sein bestätigt. Was für ABSTRUSES Zeug in all den religiös geprägten Stichworten abgeht ist unglaublich.

Jagd nach Geschichten:
Ich lese schnell und lasse die Informationen nicht allzu lang auf mich wirken sondern eher an mir vorbeiziehen, bis ich etwas spannendes entdecke und zuschlage.
So zum Beispiel die Geschichte von Alfons VI. von Portugal. BROCKHAUS und Nervennahrung

BROCKHAUS und Nervennahrung

Brauche Konzentrationstips für #365xBROCKHAUS

Könnt Ich mir mal eben helfen bitte?

Ich brauche mal ein paar Tips um mich besser konzentrieren und 3 bis 4 Stunden durchgängig lesen zu können. Ich habe das Projekt 365xBROCKHAUS unter erschwerten Bedingungen gestartet heute. 2 Pflegehunde fürs Wochenende, eine Abendveranstaltung und diverse Störungen im Laufe des Tages, die ich nicht vermeiden konnte. Morgen sollte es schon ruhiger werden.

Der – haha – BROCKHAUS definiert Konzentration als “die Zentrierung seelischen Geschehens; speziell die bewußte Steigerung der Aufmerksamkeit und ihre Bindung an ein vorgegebenes Ziel.”

Was ich bisher unternahm:

  • Telefon aus
  • Klingel kann ich leider nicht abstellen
  • Kaffee / Tee / Wasser griffbereit haben
  • Zucker, Schokolade und andere “Nervennahrung” esse ich nicht – ausser Nüsse
  • Auf dem Sofa / Boden liegend lesen
  • Dabei ab und an Liegestütze / Kniebeugen machen
  • Im Sitzen am Tisch lesen
  • Stehend an der Küchentheke lesen
  • MacBook Air griffbereit für Notizen, die ich direkt in Blogbeiträge verarbeiten kann
  • den Hunden erklären, wie Haustürschlüssel funktionieren ;)

Ich denke, ich kann noch einiges rausholen, wenn ich die neue Diktierfunktion im MacOS Mavericks nutze. Morgen früh müsste die 1GB große Datei runter geladen sein.

Fallen Euch noch Tricks ein, um sich besser konzentrieren zu können? Das Studium ist schon so lange her bei mir ;)

Fällt Euch Musik ein, die besonders Konzentrations-förderlich ist? (Auch wenn ich ja am liebsten völlige Stille habe – vielleicht gibt es da ja etwas, was extrem gut funktioniert)

Wie erfasst Ihr komplexe, komprimierte Themen möglichst schnell? Ich habe heute festgestellt, dass besonders naturwissenschaftliche, mathematische Themen mir Schwierigkeiten beim Verständnis machen.

Ich suche momentan bei allen Brockhaus-Artikeln nach Anknüpfungspunkten, die sich in ein großes Bild oder Muster einfügen.

(cc) Artikelbild Silence Concentration Flickruser: Thomas Leuthard

Tag 1 des Projekts 365xBROCKHAUS beendet. 67,5 Seiten, 1 Radiointerview und Ironie des Schicksals

Mein Beitrag bei der HuffPost liegt noch in der Redaktion zur Freigabe. Aber hier werde ich ein bisschen Behind-the-Scenes raushauen :)

  • 67,5 Seiten waren heute dran.
  • In ca. 3 1/2 Stunden
  • Mit 20 Artikeln zu A gings los
  • Abgreifen war der Schluss-Artikel
  • Radio Bremen / Funkhaus Europa haben ein Radiointerview mit mir gemacht :)
  • Die Dame, die mich auf der Seite von Bertelsmann aus dem BROCKHAUS Team unterstützt hat, hatte heute ihren letzten Tag in dem Team
  • Ortsbescheibungen und Regionen sowie einige Politiker überlese ich schnell nach interessanten Kerninfos und Stories
  • Zeitangaben Daten und so fesseln mich nicht – kann ich mir eh schlecht merken
  • Das Projekt ist gleichzeitig körperliches Training, da ich 2,1 Kilo Buch den ganzen Tag mit mir rumtrage :)

 

Mein Jahresprojekt: 365xBROCKHAUS – ab heute hier in diesem Theater und auf der Huffingpost Deutschland

Seit Jahren wollte ich mal ein Einjahresprojekt machen wie es mir Teymur mit seinen Troopies 365 und ifranz mit IFRANZSHOOTS und viele andere Mal vorgemacht haben. Dann stellte ich fest, dass ich zu unkreativ bin, um täglich ein Foto mit Geschichte zu schießen.

Außerdem wollte ich was mit Text machen. Und etwas, das mich wieder mehr zum Bloggen bewegt. Und womit ich was lernen kann.

Dann fiel mir ein, wie gerne ich früher als Kind im Bertelsmann Lexikon meines Dads gelesen habe. Wie gerne hätte ich alles gewusst, was da drin steht :) Dann stieß ich darauf, dass die Verwaltung vom Brockhaus mittlerweile in Gütersloh – auch bei Bertelsmann sitzt. Und las in einem anderen Zusammenhang von AJ Jacobs, der 2003 die Encyclopaedia Britannica durch gelesen hat. Dann ging alles ganz schnell. Die Leute bei Wissen Media besorgten mir eine Leihgabe der aktuellen BROCKHAUS Ausgabe und die werde ich ab heute lesen.

Alle 24.500 Seiten, die auf 70 Kilo und 30 Bände verteilt im Büro liegen :)

Und darüber schreiben. Denn ich habe noch gar keine Vorstellung davon, was mich erwartet. Werde ich jeden Tag wissbegierig und freudig aus dem Bett springen um meine tägliche Dosis Information von 67,5 Seiten Tagesration aufzusaugen?

  • Werde ich mich schon nach wenigen Wochen Tagen für meine bescheuerte Idee verfluchen?
  • Gibt es über die ganzen Artikel von A-Z überhaupt etwas zu schreiben?
  • Und was macht diese Druckbetankung mit mir, meinem Kopf und Umfeld?

WIr werden es sehen. Die letzten Tage bevor es losgeht, habe ich erstmal mit einigen Tests verbracht:

  • IQ-Test – ganz ordentlich
  • Gedächtnistest – miserabel
  • Allgemeinwissen – OK
  • 10 Zufallsrunden “Wer wird Millionär” bei RTL im Trainingslager – DEUTLICH schlechter als ich erwartet hätte
  • Lesegeschwindigkeit für 67,5 Seiten hochgerechnet derzeit ca. 3 Stunden und 17 Minuten
  • bricht der smart unter all dem Wissen im Kofferraum zusammen?

Mal sehen, wie sich das in einem Jahr verändern wird. Denke ja v.a. meine Lesegeschwindgkeit dürfte durch das Training zunehmen (oder meine Augen werden immer schlechter *g*). Wenigstens die Frage nach dem smart konnte ich positiverweise verneinen:

70 Kilo BROCKHAUS machen den smart W451 auch noch schlau :-D

70 Kilo BROCKHAUS machen den smart W451 auch noch schlau :-D

Falls jemand nen Draht zu RTL hat: Ich würde gerne ne Runde mit Herrn Jauch zocken, wenn ich mir der Nummer fertig bin ;)

Soviel erstmal zum Projekt an sich. Hier bei der Huffington Post habe ich noch etwas genauer erzählt warum ich das mache. 

Warum blogge ich täglich über 365xBROCKHAUS bei der Huffington Post Deutschland?

Weil sie mich es machen lassen :) Ernsthaft: Das ist es, was ich an der HuffPost schon immer großartig fand: Die Freiheit dort machen und schreiben zu können, was man will. Soviel Freiheit, wie ich sie erst einmal gar nicht erwartet habe. Wann, wieviel (und es wird wohl nicht grade wenig), worüber, mit welcher Tonalität – alles frei.

Das Projekt 365xBROCKHAUS ist letztendlich ein intrinsisch motiviertes Spaßprojekt mit dem ich möcglichst viele Leute anstecken möchte, sich für Bildung, Wissen, Information zu interessieren und mit mir zu interagieren. Und natürlich auch ein bisschen auf den alten Herrn Brockhaus aufmerksam zu machen, der heute vor 205 Jahren auf der Leipziger Buchmesse die Rechte am Conversationslexkon erwarb. Ich hatte die HuffPost zu Anfang nicht auf dem Schirm und hatte das Projekt 2 anderen großen Zeitungen angeboten, wo es nicht ins Programm passte. Dann erfuhr ich, dass die Huffington Post Deutschland startet und mir war klar: DAS ist der richtige Medienpartner für 365xBROCKHAUS.

Ich hatte vorher schon Kommentare zur Aktion gehört wie “Ich hoffe Du verdienst damit wenigstens Geld”:
Nein. Manchmal reichen Spaß, Austausch und Lernen schon als Motivation aus.

Das betrifft aber nur das Projekt an sich.

Was die HuffPost angeht, verstehe ich nicht, warum da draußen so viele nach Bezahlung krakeelen:

  • Instagram macht mit meinen Bildern Geld (oder auch nicht).
  • Twitter macht mit meinen Tweets Geld (oder auch nicht).
  • Facebook macht mit was weiß ich was Geld (oder auch nicht).
  • Google macht mit meinen Suchen, meinem Surfverhalten, meinen E-Mails und was auch immer Geld (oder auch nicht).
  • Tumblr, Flickr, YouTube… You name it.

Hmmmmm. Ob da ein System hinter steckt? Alle diese Dienste machen mit irgendwas, was ich in sie reingebe mehr oder weniger Geld. Da schreit doch auch keiner Zeter und Mordio, weil die ihren Usern nicht direkt was von den Erlösen überweisen.

Ich sehe die HuffPost als Medienpartner, als Werkzeug und Plattform um mit einer bestimmten Art von Content eine breite Masse zu erreichen. Das spart mir eine Menge Arbeit, ermöglicht mir deutlich größere Reichweite und wird sich auf die Zukunft meines Projekts ziemlich sicher positiv auswirken:

Heute kam schon die erste Anfrage vom Radio: Radio Bremen / WDR fragten ein Interview für Funkhaus Europa an. Das wäre ohne die Huffpost nicht zu Stande gekommen.

Und ein wunderbares Argument hat Oliver Gassner heute noch geliefert – immerhin kann man als HuffPost-Blogger jetzt auch sagen:

“Ich arbeite mit Boris Becker und Uschi Glas zusammen an einem Projekt” :-D

Ich persönlich bin gespannt, ob ich in einem Jahr sagen kann: Ich bin der einzige, der 365 Tage lang, jeden Tag ein Posting auf der Huffington Post geschrieben hat :)