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Das Mini SUV Countryman würd ich wohl mal probefahren

Da warte ich ja nu schon lange drauf, daß der Mini Geländewagen rauskommt. Und nun isses soweit. Sogar wirklich mit 4×4 Allrad. Nicht so eine Stadtschaukel, die nur nach Gelände aussieht:

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Klar, die Paris-Dakar würde ich mit dem Countryman wahrscheinlich nicht grade mitfahren wollen, aber für den holprigen Weg zum Ponyhof hin und zurück dürfte es reichen. Mit dem CooperS Motor vorne und nem Agrarhaken hinten ließe sich bestimmt auch nen Pony damit ziehen. Im Anhänger natürlich :)

Gut, daß die das Auto Countryman (wohl angelehnt an die altehrwürdige Mini-Bezeichnung und modernen Kombinamen Clubman) genannt haben. Laut dem Blog unautodox (das alleine schon wegen des coolen Titels in die Blogroll wandert *g*)  waren vorher wohl Crossman und Colorado im Gespräch. Vor allem letzteres geht GAR nicht. Abgesehen davon, daß das ja nunmal ein europäisches Auto ist, hätte ich immer Angst, daß meine Freundin die Karre mit Haribo beschmeissen würde (mit Lachgummis werden ja nur rote Porsche Caymans beschmissen, aber das ist eine andere Geschichte, die ich gerade versucht habe zu googlen, aber nicht mehr wieder finde. Schade).

Von den Bildern her find ich ihn jedenfalls schonmal derbst schick. Nun heisst es warten bis September, dann kommt er raus. Preise gibts noch keine. Vermutlich wird die ganz ordentlich ausgestattete (aber mit 98PS gnadenlos untermotirisierte) Basisversion schon ordentlich jenseits der 20.000 kosten.

So lange heißt es dann abwarten, Tee Weißbier trinken (der Mini is ja nu Bayer und kein Engländer mehr) und viele Blogs im Auge behalten, die berichten. Bei Bimmertoday.de gibt es die meisten Fotos bisher.

Da habe ich auch die Centerrail zum ersten Mal gesehen. Die gab es wohl in der Studie Crossover schon. Eine Schiene, die die Mittelkonsole ersetzt und in der Standardversion von vorne bis hinten durchs ganze Auto geht. Also auch hinten gibt es dann 2 getrennte Sitze und in der Mitte verläuft die Rail. Der Vorteil: Ablagen, Handyhalter, Becherhalter, Aschenbecher, Apple iTablet-Aufnahmen ;) alle sowas kann dann individuell nachgekauft und in die Centerrail eingeclippt werden.

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Einfacher kann man sein Auto usabilitymäßig schon nicht mehr individuell konfen, oder? Allerdings wäre mit ja sogar Hornhaut-Umbra als Farbe lieber, als dieses fiese Schlüpfertürkis ;)

Ich würde ihn mir ja gerne auf dem Genfer Auto Salon im März ankucken fahren. Fährt da jemand aus der Gegend runter? Oder kommt auf dem Weg nach Genf an Bielefeld vorbei und mag mich einsammeln?

Ach ja und natürlich Facebook Fan werden :-)

Mini Countryman Facebook Fanpage

Damit habe ich CSchröder dann hoffentlich auch die Arbeit etwas erleichtert, der offensichtlich besonders unter den Postings, die sich mit dem Thema: “War es nun ein Mißgeschick, dass die Fotos verfrüht und vermeintlich unbeabsichtigt veröffentlicht wurden, oder ist das eine PR-Aktion?” beschäftigen fleissig auf die Facebook-Setie verweist ;)

Jeep Patriot 2.0 CRD Limited – Testbericht – Probefahrt

Jeep Patriot 2.0 CRD Limited – Testbericht – Probefahrt

dsc00456 Gestern war Urlaub. Langes Wochenende und bereits gefühlter Samstag. Von daher war ich auch ein bisschen verwundert, dass der Jeep, Chrylser, Dodge Händler, an dem ich oft nach der Arbeit vorbeikomme noch offen hatte: Samstags um halbfünf. Ach, war ja erst Freitag. Passt.

Das letzte Mal bin ich vor Jahren einen alten Wrangler gefahren und davor mal einen Grand Cherokee. Der Wrangler war zwar ein Spaßmobil sondergleichen, mit dem man über Felsen Klettern konnte, die sonst nur irgendwo vor besonders erfolgreichen Versicherungsmaklerbüros rumliegen. Irgendwer erzählte mir mal, den Reichtum einer Stadt erkennt man daran, wieviele Findlinge sie sich in die Fußgängerzone schmeissen kann. Mit dem Wrangler wäre es jedenfalls kein Problem gewesen, durch die reichste Fußgängerzone westlich des Urals zu fahren.

Aber das wars dann auch erstmal. Bewegt man das Auto nicht durch reiche Fußgängerzonen oder die Sierra Irgendwas-Vada ist es jetzt nicht unbedingt ein guter Erstwagen. Der Grand Cherokee war das genaue Gegenteil:
Mit dem fuhr man bequem und den rückwärtigen Teil in feinstes Leder gehüllt – den vorderen Körperbereich von nicht so feinem amerikanischen Kunststoff umgeben bis an den Rand der Fußgängerzone und hoffte, einen entsprechend großen Parkplatz zu finden, in den man das Dickschiff versenken kann.
Sobald es wieder auf Straßen ging, die v.a. geradeaus gingen, war es aber einfach ein großer Kickdown-Spaß, wenn einen 4 Liter ordentlich nach vorne schoben und die Tanknadel rasend schnell nach links zuckte.

Naja, das war eben damals.

Gestern sah ich erstmal die Schnauze eines Dodge Ram 2500. Ok, Du kommst Dir nicht so klein vor, wie wenn ein Hummer H1 neben Deinem Auto steht. Aber klein bleibt trotzdem klein. Die Aufmerksamkeit war geweckt. Mal schauen, wie lange die heute machen und was passendes da haben. Meine Lust auf SUVs ist ja so langsam geweckt.

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Glücklicherweise kam grade ein Jeep Patriot von einer Werkstattfahrt zurück. Der paßt ungefähr in meinen Preisrahmen und macht erstmal den Eindruck einer guten Mischung aus Jeep im Sinne des Verwendungszwecks und Alltagsauto. Rund 32.000 EUR würde der Vorführwagen inkl. Agrarhaken (zieht knapp 1,6t) kosten. Viel mehr sei da nicht mehr drin beim 2009er Modell sagte der Händler. Aber den 09er sollte man wegen des überarbeiteten Interieurs auch nehmen.

Patriot. JEEP Patriot. Amerikanischer kann ein Auto doch schon fast nicht mehr heissen, oder? Ich erwarte fast, dass mit Einschalten der Zündung das Star-Sprankled Banner gespielt wird. Stattdessen sehe ich meine Süße an der Beifahrertür rumziehen. Der Verkäufer klärt später auf: Das Auto hat eine leicht paranoides Sicherheitsfeature: Bei einem Druck auf die Fernbedienung wird nur die Fahrertür aufgeschlossen. Erst zweimal drücken schließt alle Türen auf. In Alaska verhindert man wohl damit, daß einem der Grizzly auf die Rückbank hüpft. In South Central, dass man unfreiwillig zum Großraumtaxi für ein paar Gangmitglieder wird. In der ostwestfälischen Provinz ist soviel Homecar Security erstmal befremdlich ;)

Amerikanische Auto rufen in mir ja eigentlich immer eine Assoziation hervor:
Billiges, klappriges Plastik. Davon ist im Patriot keine Spur. haben die nicht nur den Motor von VW eingekauft, sondern auch den Kunststoff aus dem neuen Golf 6 rausgeschmolzen? Die Verarbeitung ist etwas gröber als im Golf 6 aber ist ja auch ein Auto fürs gröbere. Trotzdem besser als alles, was ich bisher von übern Teich gesehen habe.

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Haben die eigentlich in USA einen Überschuss an diesen kleinen blauen Displays, die in den 90ern schon furchtbar aussahen und müssen den loswerden? Die Armaturen sind wunderhübsch und stylish. Das ganze Interieur macht einen super Eindruck und dann diese türkisen Leuchten unten drin. Wie gesagt, der Rest gefiel mir richtig gut. Mit das ansprechendste Interieur in einem SUV dieser Preisklasse bisher (auch wenn ich erst 5 oder 6 gefahren bin, habe ich sicher schon in 15 gesessen). Vor allem der Kunststoff ist wie schon gesagt extrem hochwertig. Da bin ich sehr viel weichere und klapprigere Plastikbauten gewöhnt.

Die Sitze sind amerikanisch bequem – darauf kann man auch von Coast-to-Coast fahren. In der Ledervariante vielleicht ein bißchen rutschig. Kann auch an der Kombination mit meiner Jacke gelegen haben. Einzig die Sitzbank hinten ist – ich nenne es mal glatt. Wirklich glatt. Die Sitzbank ist sehr eckig und plan und das Leder: HUIIII! Kinder werden bestimmt ihren Spass haben, wenn sie auf entsprechend kurvigen Straßen und ordentlicher Gangart von einer Seitenscheibe an die andere Klatschen. Viel Rutschfestigkeit bieten die Lederbank hinten nicht.

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Mir isses egal. In meinem Auto sitze ich nicht hinten.

Sondern vorn. Und meine bevorzugte Sitzposition habe ich auch sehr schnell gefunden. Tief! So TIEF wie es geht :) Jaja ich weiß, die “erhabene Sitzposition” in einem Geländewagen ist doch grade eine Sache, die die Autos ausmachen. Die Sitzposition, die mein Vorfahrer hatte (und der war sogar ncoh nen Kppp größer als ich) war mir aber dann doch zu truckmäßig. Ich hatte schon Angst gekriegt, vorne über die Nase auf die Straße zu kippen.
Und selbst mit tiefer gelegter Sitzposition ist mir eine Sache im Weg: Der Rückspiegel! Obwohl er mir viel kleiner erscheint, als in allen anderen Autos, die ich bisher so gefahren bin, ist er irgendwie immer im Weg, egal wie ich mich verbiege. Wird wohl nur eine Gewöhnungssache sein, die mir in ein paar Wochen nicht mehr auffallen würde. Bei der Probefahrt, war das Dingen aber ECHT im Weg :)

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Mitten in dem schön geschwungenen Cockpit mit runden Lüftungsauslässen trohnt eines der geilsten Navis, die ich bisher gesehen habe. Das übertrifft auch noch das Gadgetometer im Ford Mondeo oder Audi A5.

Mit sofort funktionierender Sprachsteuerung. Nix mit trainieren oder lange beibringen wie in nem Benz (obwohl ich mir gut vorstellen kann, daß es da noch Überschneidungen zwischen Daimler und Chrysler gibt). Sowohl meine Süße als auch ich konnten es auf Anhieb mit Sprachbefehlen bedienen. Faszinierend. Vor allem, wenn man am Vorabend grade erst Star Trek gesehen hat ;) Computer: Bring uns nach Hause!

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Sind die Kinder auf der Rückbank am bölken wie am Spieß oder der Hund bellt hinten im Kofferraum, bedient Ihr das Navi ganz einfach über Touchscreen. Und der Touchscreen ist wirklich vom Feinsten!
Sehr gute Reaktion – nicht zu sensibel und nicht zu träge. Vor allem aber super stabil! Da hat jemand mitgedacht, dass man durchaus mal wegen eines Hubbels etwas stärker zutouchen könnte als geplant. Entsprechend robust ist die Oberfläche gemacht, damit der Finger nicht einmal komplett durch die Mittelkonsole piekst.

Das Multimediasystem uconnect kommt noch mit einigen anderen coolen Features: MP3s lassen sich ganz easy per USB auf die 30 GB Platte schieben. Ok. Ausser mit meinem U3 Stick, der in zwei Partitionen aufgeteilt ist. Der brachte das Gerät dann gleich an seine Grenzen:

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Fotos vom Trip durch Alaska kann man sich auch in das Teil reinpacken. Meine erste Idee für einen echt praktischen Verwendungszweck ist ja, Trailmaps und Geländekarten, die noch um eingies genauer sind als das Navi auf die Festplatte kopieren und zur Zusatzorientierung nutzen.

Und DVDs spielt das Gerät natürlich auch ab. Wenn man irgendwo im Nordamerikanischen Winter übernachtet, kann man sich da wenigstens ein hübsches Campfire draufpacken, dann wird es nicht ganz so frostig ;) Warme Gedanken helfen ja immer… Das ist wohl die einzige Anwendungsart für DVD im Stand. Ok, oder im Stau. Das es auch anders geht, zeigt das Video hier ;) Es gibt auch einen schönen Blick auf die Armaturen:

Falls jemand weiß, ob ein über USB angestöpselter iPhone/iPod steuerbar ist: Bitte kommentieren!
Im Handschuhfach war da ja noch ein Anschluss. Aber ich habe vergessen den Verkäufer zu fragen.

So. genug an der Multimedialenanfasszentrale rumgespielt. Runter vom Händlerhof und bewegt, den kleinen Büffel. “Beim Anlassen auch im Leerlauf Kupplung treten, sonst springt er nciht an!”, hat mir der Jeep-Mann mit auf den Weg gegeben. Das ist wohl ein amerikanisches Sicherheitsvermächtnis. Wieviele Amis oder europäische Schaltwagen hat es wohl schon dahingerafft, weil jemand mit eingelegtem Gang stumpf den Zündschlüssel umgedreht hat?

HEIDEWITZKA! Der 2 Liter Diesel von VW nagelt ganz ordentlich und macht keinen Hehl draus, dass er nen Selbstzünder ist. Pumpe-Düse. Dafür zieht er aber auch ordentlich was weg. Richtig aufs Gas gelatscht und die 140 Ponies gehen alle auf einmal durch und schieben die 1,6t richtig ordentlich vorwärts. Kurzfristig glaube ich, dass das Auto eher nach der MIM-104 Patriot Flugabwehrrakete benannt ist. Der Jeep Patriot hat permanenten Allrad Antrieb. Standardmäßig geht die meiste Leistung auf die Vorderräder und wenn die durchdrehen, kommen die Hinterräder entsprechend zu Hilfe. Zuschalten läßt sich mit einem Hebel hinter der Handbremse noch das Differntial, falls es auf richtig losen Untergrund geht.

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Der Frontantrieb und das hohe Drehmoment führen zu einem Effekt, den ich bei bulligen Geländewagen ja wirklich liebe:
Wenn mir beim Gasgeben die Schnauze kurz entgegen kommt und der Wagen sich auf die Hinterbeine stellen will, wie mein seliger Willies Jeep von TAMIYA seinerzeit :) Und der Patriot schiebt wirklich RICHTIG ordentlich nach vorne. Da geht was. Der Durchschnittsverbrauch steht noch auf 8,4l vom Vorfahrer. “Puha”, denk ich mir “naja, ist ja Diesel.” Aber immer hin schaffe ich es auf nicht ganz 20km Fahrt den Verbraucht auf 8,3 zu drücken, ohne es wirklich versucht zu haben. Was hat der vor mir gemacht??? Bäume aus dem Wald gezogen? Der Verkäufer sagt hinter her auch, er bekäme diesen Motor sowohl im Patriot als auch im Chrysler Sebring Cabrio kaum über 7,5l. Das ist echt in Ordnung bei der Leistung und dem Fahrspaß.

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Im Prospekt stehen noch John und Helen Taylor erwähnt, die den Jeep Patriot mit einer Tankfüllung – 51,1 Liter Diesel 1124,1 Kilometer weit gefahren haben. DAS würde ich ja auch gerne mal eruieren. Das hiesse 4,18 Liter auf hundert Kilometer! Ich meine ok – mit einem Sechsgang-Getriebe kann man nochmal ne ganze spur sparsamer fahren, aber einen Jeep unter 5 Liter zu fahren ist wirklich beachtlich. Für dauerhaft sparsames Fahren sollte man sich dann auf jeden Fall die Reifenprüffunktion einbauen lassen (Serienausstattung im Limited Modell). Damit hält man den Rollwiderstand der Reifen durch ordentlich hohen Luftdruck dauerhaft niedrig.

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Die 189km/h Topspeed konnte ich nicht testen, die mir zur Verfügung stehenden Strecken liessen max. 140 zu ;) Die erreicht der Patriot trotz der Schrankwandähnlichen Aerodynamik aber spielend. Schien mir auch eine angenehme Reisegeschwindigkeit zu sein. Sowohl vom Fahrgefühl – kein Schwimmen, super Spurwechselverhalten – als auch von der Lautstärke her.

Wie mir hinterher erklärt wurde, ist das 2009er Modell um einiges besser gegen Lärm isoliert als die 2007 und 08er Vorgänger. In meinem Vorführmodell ist die Akkustik wirklich angenehm.

Bevor ich losgefahren bin, kontrollierte der Herr vom Autohaus die Motorhaube argwöhnisch. “Schnellspanner?” dachte ich mir da ja noch. Aber als ich das Wolfsburg Aggregat vorne knispen wollte gab es gleich zwei Probleme:
Erst kriegte ich die Haube nicht auf. Ok. Normal. Den Entriegelungshebel zu finden ist bei fast allen Autos nicht ganz easy. Vor allem, wenn sie schön warm gefahren sind und man sich prima die Flossen verbrühen kann. Aber gut. Dass der Hebel in die untere Auflagenkante eingelassen ist – das ist neu. Ok. Hebel gefunden, die gefühlte anderthalb Zentner schwere Haube hochgewuchtet (das ist wirklich massive Bauweise) und kleine Motorfotoshow.
Dann kam aber das Problem. Die Luke ging nich mehr zu. Hmpf. Immer ich. Und das ne halbe Stunde vor Feierabend beim Autohaus. Aber ich habe j auch meinen Stolz. Und der sagt – Du rufst eher einen FREMDEN Autohändler an und fragst um Rat, als den, wo Du den Testwagen her hast. War aber glücklicherweise nicht nötig. Nach zweimlaigen Ziehen des Hebels für die Haubenverriegelung im Fußraum schnappte der Verschluß wieder zu. Puh. Peinlichkeit erspart geblieben.

Bild von www.jeep.de

Ein weiteres Gadget hab ich dann in der Heckklappe entdeckt. Bei offener Heckklappe lassen sich zwei Boxen runterklappen! Damit kann man dann also das halbe Yuon Tal beschallen und Bären und Wölfe vertreiben. SEHR praktisch. Ich glaube, wenn ich das Auto irgendwann mal in eine beliebige Wildnis entführen darf, nehme ich mir vorher MP3s des Brunftgeschreis der ortsansässigen Fauna mit und bringe einige Viehcher in akkustischen Liebesrausch.
Die ordentlich grossen Boxen im Innenraum reichen auf jeden Fall aus, um für ordentlichem Sound zu sorgen.

Was ich ja vermissen werde, wenn der Volvo mal weggeht ist, dass ich ein Auto, wo ich mal eben 2 PAX Kleiderschränke von IKEA reinschmeissen kann so schnell nicht wieder finde. Beim Blick in den Kofferraum des Jeep Patriot dachte ich mir schon “Hmmm, das wird wohl knapp” auch wenn die Ladefläche bei umgelegten Rücksitzen recht üppig ist. Dann habe ich aber im Prospekt sogar noch gelesen, daß man den Beifahrersitz umklappen kann! DANN passt natürlich richtig was rein!

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UND!! Der Beifahrersitz läßt sich als Tisch benutzen! Für jemanden, wie mich, der gerne unabhängig arbeitet klingt das perfekt! Apple MacBook Pro schnappen, UMTS Stick und ab ins Grüne, den Wald oder den Truppenübungsplatz und in Ruhe arbeiten. Herrlich! Ich werde wohl nochmal zum Jeep-Händler fahren und mir die ganzen Features, die mir später erst aufgefallen sind ansehen müssen.

Bild von www.jeep.de

Der Verkäufer erzählte, dass normalerweise jedes JEEP Modell den Yukon Trail durchfahren können muss. Alles was nach spätestens 3 Tagen nicht wieder rauskommt, wird nochmal überarbeitet. Der Patriot und sein noch strassentauglicherer Kollege Compass sind die ersten Modelle, die diese Anforderungen nicht erfüllen mussten. Ob sie es schaffen würden oder nciht, weiss ich nicht. So ganz untauglich sind sie jedenfalls nicht, wie dieses Video von Autonetwork.com zeigt:

Und wenn man doch mal stecken bleibt, kann man ja getrost seinen Jeep Händler anrufen. Der versprach mir schon, dass er dann mit seinem Wrangler vorbei kommt und mich wieder rauszieht. :)

Der Patriot hat mich auf jedensten schonmal als Fan gewonnen. So eine Kombination aus Spaßmobil, Gadgets, Alltagstauglichkeit und Fahrleistungen und -Komfort bei ordentlichem Preis habe ich schon lang nicht mehr gesehen. Ob ich auch noch ein kaufender Kunde und Evangelist werde – mal sehen. Dafür werde ich mir einige Marktbegleiter noch anschauen müssen :-) Dann aber auch nicht in schwarz sondern in dem Orange-Metallic oder Schneeweiss. Eine neue Vorstellung von meinem Traumurlaub habe ich jetzt jedenfalls schonmal: Einmal mit dem Patriot quer durch Kanada… Für den Yukon-Trail muss ich noch ein bißchen üben.

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Einen tollen Begriff aus der Offroadwelt habe ich jedenfalls schonmal gelernt, den ich den anderen Offroad-Rookies hier nicht vorenthalten will:

BÖSCHUNGSWINKEL

Also der maximale Steigungswinkel, den man hochfahren kann, ohne mit dem Auto gleich den halben Hügel abzutragen. Der liegt beim Patriot bei 28° Grad. Habe ich nicht ausgereizt. Fand den Begriff einfach nur klasse :)

Alle anderen technischen Daten kriegt Ihr beim Hersteller.

Probefahrt Porsche Cayenne 3.2 V6 Testbericht

Probefahrt Porsche Cayenne 3.2 V6 Testbericht

Schon strange: Das erste Mal, daß ich nen Porsche weiter als 50m fahre und dann ist es ein SUV. Eine schwäbische Sportwagen Entjungferung hätte ich mir grundsätzlich ja flacher und boxeriger vorgestellt. Egal. Endlich fange ich wieder richtig mit dem Probefahren an und da ist auch ein Cayenne ein gediegener und standesgemäßer Wiedereinstieg, wie ich finde :-)

Aber gut, was nicht ist, kann ja noch werden. Und ein 3.2l V6 für den Wald tut’s ja auch.

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Wenigstens das Zündschloß ist links :)

Eins mal vorweg – ich bin ja echt kein Anleitungsleser. Mal so gar nicht. Aber bei diesem Auto konnte ich in der halben Stunde, in der ich gefahren bin gleich zweimal ins Handbuch kucken :)

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1. Handbremse.

IMG_3880.JPGFußfeststellbremsen sind mir ja druchaus ein Begriff. Hab ja schonmal im Mercer gesessen. Aber im Cayenne ist die tricky:
Erstmal habe ich bei einem Auto, daß enger mit Q7 und Touareg verwandt ist, in der Schaltungsgegend nach nem Knopf gesucht. Ok. Da war nix. ALso links unten gekuckt, ob neben dem Fußabstellteil noch ein Pedal ist – auch nix. Wer kann denn ahnen, daß man das Pedal kaum sieht, wenn es getreten ist und man auch noch einen Griff rausziehen muss.

2. Motorhaube.

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Besagtem Feststellbremsengriff hatte ich eigentlich die Funktion zugeschrieben, die Haube zu öffnen. War ja nix. Wo ist dann der Griff für die Motorhaube wohl? Wieder ins Handbuch gelinst, nur um rauszukriegen, dass der Hebel schon in der Ecke untergebracht ist, wo ich ihn erwartet hatte nur eben hochkant und gut getarnt.

Damit ist der Porsche Cayenne mindestens schonmal geeignet, die M-Klassen von Benz in der Bundeswehr zu ersetzen:
Nach der Einweisung auf den Autos einfach die Anleitung wegschmeissen und sollte der Feind das Auto in die Finger kriegen, kann er damit nix anfangen, ausser er foltert den Fahrer oder hat einen guten Draht nach Zuffenhausen. Äh – Leipzig meine ich. Da wird der in Stuttgart verwurzelte Stoppelhopser nämlich gebaut.

Nach der kleinen Lesestunde konnte ich das fast 2m breite Schiff dann auch endlich mal vom Hof bewegen. Unseren holprigen Zufahrtsweg hat er recht gut gemeistert. Die Federung stand auf normal. Für einen Test auf Sport und Komfort hatte ich leider keine Zeit. Kommentare von Cayenne Fahrern bezüglich des Fahrwerkskomfors sind höchstwillkommen.

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Beim Rumspielen an den Bedienelementen wurde mir aber eins recht deutlich: An manchen Stellen hat Porsche da in meinen Augen etwas die Haptik vernachlässigt. Einige der Kippschalter und Hebel wackeln doch bedenklich in ihren Halterungen. Und wenn ich in der Schaltkulisse auf kühles, gebürstetes Alu fasse und in der Mittelkonsole dann Plastikschalter im Alu-Look zwischen den Fingern habe, ist das schon ein klein bißchen ernüchternd.

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Ähnliches hinterm Lenkrad:
Armaturen und vor ganz besonders Blinker- und Scheibenwischerhebel vermitteln ein bißchen das Gefühl, die Porsche-Techniker hätten eher in das VW-Golf Regal gegriffen. Das ist zwar kein Showstopper, aber ich hatte doch etwas mehr erwartet. Ebenso vom Kunststoffmaterial. Vermutlich ist die Basisversion wirklich für Edelförster gedacht, die mal mit schmodderigen Gummistiefeln einsteigen. Robust und pflegeleicht ist die Oberfläche. Aber eben nicht grade edel. Da muß schon höher ins Regal gepackt und ein lederbezogenes Armaturenbrett bestellt werden.

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Der Rest des Interieurs ist aber vom Feinsten. Die Ledersitze sind super verarbeitet und bequem wie sonst was. Da kann man’s schon drin aushalten.

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IMG_3863.JPG Als ich das erste mal direkt vor dem Auto stand, hat mich die Form – v.a. die Schnauze ja ein bißchen an den Golf Country erinnert. Also vom Prinzip her. Elfer nehmen, hochlegen, bißchen bulliger – fertig. Also von vorne ist der Cayenne nicht so meins. Zu glatt und zu stromlinienförmig für einen Geländewagen (auf der Autobahn interessiert das dann übrigens nicht mehr wie es aussieht, denn fahren läßt er sich super. Und das geht eben nicht mit der Aerodynamik eines IKEA PAX Kleiderschranks.). Da fehlt mir das martialische. Aber das problem habe ich mit vielen anderen Genrevertretern auch.

Aber die hintere Seitenlinie.
Mein lieber Herr Gesangsverein. Das ist eine der schönsten Perspektiven, die ich seit langem an einem Auto gesehen habe. Das letzte Mal hab ich sowas glaube ich an einem Maserati bewundern dürfen.

Wie fährt er sich denn nu? V.a. im Gelände.? Ich muss gestehen, ich war zu feige ;) Wir haben hier ja eine schöne Offroadtaugliche Baustelle hinterm Haus und ich habe mich auch gerade noch getraut reinzufahren, aber dann schön durch den Schlamm durchwühlen wollte ich dann doch nicht. Ich glaub der Händler hätte es nicht so ganz witzig gefunden, das Auto am Samstag Mittag nochmal durch die Waschhalle zu schicken ;)

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Aber auch auf der Straße macht auch der kleine Cayenne schon mächtig Spaß. UND Sound. Wenn der V6 mal richtig ans Rotieren kommt, faucht er schon sehr ordentlich :-) Für einen kurzen Moment meint man auch einen Turbo gehört zu haben, aber dafür fehlt dann doch etwas der Dampf :) Ich glaube der Spaß hält auch nicht so wahnsinnig lange an. Wenn ich den 3.2 etwas länger fahren würde – v.a. wenn ich ihn gekauft hätte – käme bei mir recht schnell der Gedanke auf:

Ach Mist, hättest Du mal doch den Achtzylinder oder gleich den Turbo S genommen

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Zumal er auf der Autobahn jetzt auch nicht gerade sooo heldenmäßig unterwegs ist. Mit 4 Leuten drin 210km/h, dann is Feierabend. Und 20 EUR sind in 100km auch schnell durchgepustet. Wenn man vorsichtig fährt. Also auch das kleine Modell ist nix für den schmalen Geldbeutel ;) Geht auch erst bei gut 51.000 Krachern los.

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Für genauere Aussagen hätte ich mehr Zeit gebraucht, um auf meinen Hausstrecken mal alle Fahrwerkseinstellungen durchzuprobieren. Aber das werde ich bei Zeiten nochmmal mit dem Cayenne Turbo S nachholen. Dann hoffentlich mit mehr Zeit und vollem Tank. Für mehr hat es leider nicht gereicht dieses Wochenende, da wir direkt auf eine Hochzeit gefahren sind und den Cayenne für die Strecke zu nehmen, wäre mir dann doch nen bißken teuer gewesen bei dem Durst ;)

Spaß macht er definitv. Wer einen Cayenne gebrauchen kann, sollte aber definitiv mind. mit dem Achtzylinder anfangen. Ob der Diesel einen Blick wert ist, kann ich nicht beurteilen. Ich würde keinen Zuffenhausener mit Dieselmaschine haben wollen :-)

Genaue Daten zum Porsche Cayenne in der Wikipedia oder bei Porsche selber. Wie der Cayenne übrigens in 2011 vermutlich aussehen wird, gibt es hier zu sehen.

Probefahrt: Nissan X-Trail – Testbericht

Probefahrt: Nissan X-Trail – Testbericht

Und Teil zwei vom Geländewagen Doublefeature aus dem letzten Jahr – der X-Trail. Wie schon im Pajero Artikel vorweg gesagt:
Als ich die Autos gefahren bin, wohnte ich noch mitten Im Bielefelder Westen am Siegfriedplatz – da war nix mit Jeep-fahren. Jetzt hier auf dem Ponyhof sieht das mal GANZ anders aus.

2325683424_5e080ea962.jpgDer zweite im Double-Featurebunde – ich sprach davon ;) Deswegen fasse ich mich hier auch etwas kürzer da sich einige Sachen einfach mit dem anderen SUV überschneiden. Falls jemand en Detail was wissen will: Einfach in den Kommentaren nachfragen.

nissan_x-trail_mattern.jpgVielen Dank nochmal an Autohaus Mattern – auch wenn das Rauskriegen der Telefonnummer ECHT ne schwierige Angelegnheit war ;) Beschrob ich hier ja schon letzte Woche…

Eins vorneweg – ein ganz objektiv kann ich beim X-Trail eigentlch gar nicht sein – immerhin waren die Herrschaften Nissan so nett und haben immer brav auf unsere Libelingserie auf RTL 2: HEROES präsentiert und gesponsort und jeden Werbeblock mit kleinen Androidenviehchern eingeläutet. Da kann einem so’n Auto schonmal über Gebühr sympatisch werden ;)

2325669106_b8ab8eeabb.jpgNach eben diesen Werbespots zu urteilen, hätte ich das Auto echt für einen kleineren Stadt- und Funjeep gehalten, aber der X-Trail macht mehr den Eindruck eines richtigen Arbeitsgeräts. Das liegt bestimmt auch zu einem guten Teil an der sehr unterschiedlichen Ausstattung im Vergleich zum Pajero, ganz klar. Den Nissan gibt es schliesslich auch in edel, luxuriös und lederig innendrin ;) aber in dieser Konfiguration macht er eben genau den Eindruck, den ich von einem Jeep erwarte – funktional und sinnvoll eingerichtet. Dabei aber keineswegs billig oder klapprig. Die Materialien sind absolut hochwertig und wirken sehr widerstandsfähig und die Verarbeitung ist so weit ich das sehn konnte top.

2324768187_2a50ddf7f8.jpgJedenfalls macht das Interieur den Eindruck, als wenn es sich weder von rumspringenden und -kletternden Kindern abschrecken ließe noch von zwei ausgewachsenen Doggen, die gern mal am Sitz nagen oder auf die Polster sabbern ;) Das Auto hier ist ein Gebrauchsgegenstand, mit dem man etwas anfangen kann.

Als erstes fällt mal auf, dass ich hier drin nicht das Gefühl habe in einen Hochsitz geklettert zu sein. Eher normale Autositzposition – ganz leicht erhöht. Demetsprechend fährt sich der X-Trail auch wie eher wie ein normaler, etwas größer geratener Kombi.

2325597406_0d888523db.jpgEndlich mal wieder ein Auto mit einem ordentlichen GSD, wie der Kleinanzeigenfachmann sagt. Der komplette Himmel bis weit hinter den Fahrer ist tatsächlich aus Glas und man kriegt damit schon fast Cabriofeeling für die vorderen beiden Plätze, wenn man die Luke komplett aufmacht. Ach ja und bei den derzeitigen Temperaturen übrigens auch ne prima Erkältung *schnief*.

2324772415_e256d99b0a.jpgEins ist aber mal klar – bei Nissan arbeitet jemand in der Designabteilung, der mindestens genauso viel Geraffel mit sich rumschleppt und im Auto untergebracht wissen will, wie ich :) Hier ist wirklich an jeder Ecke eine Ablage oder ein Fach. Besonders cool finde ich vor allem die Becherhalter links und rechts vorne im Armaturenbrett – DA hat echt mal einer mitgedacht. Selbstredend eignen die sich auch ganz hervorragend als Handyhalter – und zwar der erste, bei dem man sein Telefon dauert im Block haben kann. Topgeschichte!

2325788758_4523d89c11.jpgGenauso wie das RIESIGE Fach mitten im Armaturenbrett das sich unter einer ebenso riesigen Klappe verbirgt. Schätze das ist für wichtige Wüstenkarten und Wasserflaschen gedacht ;) Jedenfalls passen locker 2 Digicams und sonstiger Kleinkrams rein.

Das Cockpit wirkt recht modern wobei sich das Style zu Funktionalität Verhältnis irgendwo bei 20:80 bewegt würde ich sagen.

2325665266_a0978f4ba1.jpgDer Kofferraum ist mal ordentlich dimensioniert und hat auch wieder einige intelligente Fächer für allerlei krams, der nich rumfliegen soll – ich hätte ja gerne ne Schrotflinte gehabt um zu kucken, ob die in das Fach unter der Ladefläche passt :) Aber nen Kofferraum mit Schubladen hat mal Klasse und Stil muss ich sagen!

Toni ist jedenfalls total begeistert von all den Klappen und Knöppen und Hebeln ;) Da hat er einiges zu entdecken.

Bis jetzt bin ich immer noch nicht losgefahren, oder? Dann wird’s nun aber echt mal Zeit!

2325576658_9a33f9de6f.jpgJippiiieeh! Dieser hier hat wieder ne ordentliche Schaltung! Damt kann ich die Kraft auch so dosieren wie ich gerne möchte. Ok, das hat auch Schattenseiten, denn ich habe seit Jahren mal wieder ein Auto absaufen lassen. Und das ZWEIMAL HINTEREINANDER! Peinlich, peinlich, aber die Kupplung kam derbe spät und durch den kurz übersetzten ersten Gang schießt der X-Trail dann doch ganz gerne mit einem kraftvollen Satz los und den Dampf muß ich erstmal gebändigt bekommen ;)

Nachdem ich das dann aber erstmal im Griff habe, sind die Fahrleistungen über jeden Zweifel erhaben! Ich bin echt überrascht, wie gut der Nissan geht. 2325752464_3a5aafa1ff.jpgIm Vergleich zum Pajero erscheint er mir straffer und mehr mehr für auf Alltagstauglichkeit abgestimmt zu sein. Jedenfalls landet die Kraft viel direkter auf der Strasse, trotzdem das Fahrwerk auch hier recht tief in die Knie geht unter dem Dampf und die Haube einem noch ein bißchen markanter entgegen kommt beim Hochbeschleunigen als beim Pajero. Ehrlich gesagt habe ich fast schon nicht mehr das Gefühl in einem Geländewagen zu sitzen – das erinnert viel mehr an eine sportliche Mittelklasse Limousine.
Könnte aber auch einfach nur daran liegen, dass das Getriebe nun das tut was ICH will und nicht das, was es sich selber überlegt ;)

Notiz an mich:
Endlich mal ein Auto mit Halbautomatik und Schaltschlappen am Lenkrad organisieren. Bin gespannt, ob ich damit dann klar komme.

FAZIT:
Nach den beiden Geländewagen muss ich sagen – im Moment wären Sie beide nicht unbedingt was für mich. Der Nissan obwohl (oder vielleicht genau WEIL) er erstaunlicherweise nicht den Eindruck eines typischen SUVs macht schon eher, der Mitsubishi Pajero war mir halt ein bißchen zu unhandlich.
2325652370_40e1066564.jpgIch würde beide gerne mal im Modder ausprobieren, bei einer Offroad-Aktion um mal die wirklichen Stärken kennen zu lernen. Crossen macht mr ja schon Spass ;) Durfte ich bisher aber nur mit nem ganz alten Pajero, nem Samurai und nem Nissan Navarra erleben (der dafür auch fast in nem Ententeich abgesoffen ist).
In dem Moment, wo man wirklich so ein Auto gebrauchen kann, weil die Zufahrt zum Haus aus einem alten Feldweg besteht oder man ein kleines Stückchen eigenen Wald zum rumkutschieren hat käme so einer wirklich in Frage.

2324784997_6c3f95238d.jpgWieder zurück im Volvo und das schwedische Kreuzfahrtschiff fühlt sich an wie ein GoKart ;)

Besonders toll an der Fahrt war, dass wir einen neuen Platz ntdeckt haben mit schönem Hintergrund an dem wir in aller Ruhe knipsen und filmen können.

Und ich habe noch eine Erfahrung gemacht: Keine zwei Autos an einem Tag mehr. Das verwässert nur und ich kann mich auf keines richtig einlassen und konzentrieren. Zumal eine Woche für EINEN Bericht schon echt wenig Zeit für mich ist, da wirds mit zwei Autos eng.
An sofort wieder Klasse statt Masse, auch wenn es verlockend ist, den direkten Vergleich zu haben.

Technische Daten wie gehabt bei den Herrschaften Hersteller

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Mitsubishi Pajero 3.2 Diesel Intense – Testbericht – Probefahrt

Mitsubishi Pajero 3.2 Diesel Intense – Testbericht – Probefahrt

Das hier ist wieder ein Archivartikel aus dem letzten Jahr. Mittlerweile hat sich die Bedarfslage geändert und entgegen zu meiner Aussage unten, könnte ich jetzt was geländegängiges gut brauchen ;)

mitsubishi_lenz.jpgHA! Mein erstes Double Feature! Ok – nicht ganz. Ich bin zwar zwei Autos direkt nach einander gefahren, aber den Doppelposting two-in-one Artikel krieg ich dank meiner letztwöchigen Rüsselpestaktion zwitlich nicht hin, also doch schön der Reihe nach:

Weil ich ein bisschen zu doof war, mein Portemonnaie einzustecken, stand ich pünktlich wie ein Maurer bei Mitsubishi vor der Tür als ich merkte: “Toll! Papiere nich dabei.” Also kurz bescheid gesagt, dass es später wird und wieder auf den Weg nach Hause gemacht.

mitsubishi_lenz2.jpgDabei sah ich dann den netten Nachbarn von Mitsubishi Lenz – Nissan Mattern. Zumindest stand Mattern an der Scheibe gross und breit. 11833 angerufen “Nen Mattern gibt’s in Belefeld nicht…” Hm. Den nächstbesten von den 3 gefundenen Nissanhändler geben und durchstellen lassen. Der war am andern Ende der Stadt und kannte Mattern nicht. Ok. Also mal bei der Konkurrenz versuchen: 11880 fand nur noch 2 Nissanpartner in Bielefeld. Davon passte aber auch keiner. Toll. Ich bin doch nicht blind oder blöd. Vergesslich ja. Aber nicht blind. 15 Minuten später hatte ich dann einen Mattern in Herford. Könnte ja sein, dass da schon Herford losgeht.
Ne, war ne Filiale, die mir glücklicherweise die passende Nummer gegeben hat und siehe da: Der Laden hat noch ne Stunde länger auf UND einen X-Trail da. Sauber. Also gleich als Anschlussfahrt georgt und zwei SUVs mit einer Klappe geschlagen.

In der Zwischenzeit war ich dann auch endlich wieder bei Mitsubishi Lenz angekommen und Frau Busch hatte netterweise schon alles vorbereitet und es konnte direkt mit dem Mitsubishi Pajero losgehen.

mitsubishi_pajero_front.jpgDie Erscheinung des Pajeros ist mächtig, aber durch das Durchgestylte und die abgerundeten Ecken lange nicht so massiv wie der ganz alte Pajero, ein Range Rover oder gar Defender. Leider sehen mittlerweile beinahe alle Geländewagen aus, wie ein abgelutschter Drops und nicht mehr nach martialischem Arbeits-, Expeditions- und Kriegsgerät wie noch vor ein paar Jahren. Schade eigentlich – gerade bei so einem Urgestein der Schlammwühler, da würde ich mir eine deutlchere Abgrenzung zu den Life-Style SUVs wünschen. Erinnert mich ein bißchen an das Gefühl, das einen beschleicht, wenn man in einer Talkshow Götz George im Anzug intellektuell und arriviert reden hört, wo man doch eigentlich nur einen polternden Schimmi in seinem M65-Parka sehen möchte: Irgendwie faszinierend und bewundernswert, aber eigentlich nicht das, was man will.

mitsubishi_pajero_rad.jpgIn dem Moment wo der Pajero seinen eigenen Khaki-Parka überwirft und durch die Wüste gehetzt werden (RiP Paris-Dakar :( ) besinnt sich er sich auch äußerlich wieder auf seine rauhbeinigen Qualitäten zurück (warum werden eigentlch generell keine limited Dakar Edition im Sport-Trim von den Rally Teilnehmer-Herstellern angeboten?) aber hier steht er erstmal ein bißchen so vor mir als wolle er jemandem aus dem mittleren Management becircen. Irgendwie zu hübsch.

Innenleben und Gadgetkrams
mitsubishi_pajero_innen.jpg Als ich drin sitze ist die Außenhaut erstmal wieder vergessen. Alles superedel iher drin und saubequem. Eins der schönsten Cockpits die ich bisher gesehen habe und feinstes Leder. Ist natürlich auch eine Frage des Anwendungszweckes, welche Ausstattung man wählt. Auch wenn er von aussen nicht mehr nach dem Dienstgefährt vom Forsthaus Falkenau aussieht (oder war das nen Mercedes G?) – das Zeug dazu hat er natürlich noch. Aber will man diese edle Inneneinrichtung vollschmoddern, wenn man grade über durch den Wald gestiefelt ist und die Stiefel voll Schlamm hat? Eigentlich nicht.
Egal.
Ich geniesse die Aussicht und die hohe Sitzposition. Herrlich, diese Aussicht. Dabei lasse ich mich auch zu dem Gedanken verleiten, dass möglicherweise genau deswegen soviele SUVs verkauft werden: Weil die Menschen gerne auf die Anderen herunterkucken. Hier oben fühlt man sich schon wie King Louis ;)

mitsubishi_pajero_lenkrad.jpgToni hat derweil extrem viel Spass mit den vielfältig elektrisch verstellbaren Sitzen gehabt. Hoch, runter, vor, zurück. kippen, Aufpusten und was es da nicht alles gibt. Nur die Massagefunktion aus dem A5 hat er vermisst. Verwöhnte Jugend! Gibt man ihnen den kleinen Finger und so – Ihr wisst schon – wollen Sie gleich ne persönliche Masseuse im Auto ;)

Die Hupe bittet aber echt mehr um Verzeihung, als dass sie ordentlich Krach machen würde ;) Damit verscheuchste kein Wildschwein vom Feldweg.

mitsubishi_pajero_bordcomputerr.jpgHA! Der Bordomputer vermittelt wenigstens ein bißchen Offroad Feeling. Erstens zeigt er lustige Sachen an wie zurückgelegte Höhenunterschiede, Kompass und all so ein wichtiges Zeug (siehe Gallerie) und zweitens passen die rustikalen Plastikknöpfe dann doch eher zum Einsatzzweck ;) Nach dem Mondeo und seinem Touchscreen und dem A5 MMI bin ich aber auch ein bisschen verwöhnt.

Motor, Leistung, Fahrgefühl
mitsubishi_pajero_motor.jpg In diesem Auto macht mir auch der Diesel nix aus. Hier gehört ja schliesslich einer rein. Und Durchzug hat er mal! An der Ampel auf den Pinn getreten und er geht schööön hinten in die Knie, man sieht wie einem die Haube entgegen kommt und ehe man sich’s versieht sind die hinter einem fix ganz klein im Spiegel ohne dass man das Gefühl hätte, wie wild zu heizen.
Fahrgefühl ist durch die Stollenreifen etwas “rumpelig” – will man in den Wald oder übern Acker crossen muss das auch sein. Fährt man größtenteils Straße wird das irgendwann nerven.

mitsubishi_pajero_hinten.jpgGeil ist aber anfahren am Berg und v.a. der Durchzug am selbigen. Ich war langsam an unsere heftigste Steigung hier in der Gegnd rangerollt und wollte eigentlich dran halten. Dann kam im Spiegel nen Golf recht fix näher – also rankommen lassen und dann mal nen Kickdown gemacht :D So ein beeindruckender Bergaudsprint ist schon was Feines – und Toni wurd zum ersten Mal ordentlich in die Sitze gedrückt – fand er mal ordentlich cool ;)

Meine Freundin, die Automatik
mitsubishi_pajero_automatik.jpgDamit werde ich wohl nie warm. Sogar diese hier ist mir zu nervös. Tritt man zu einem Drittel passiert wenig, bei 3/5 geht ein bißchen und bei mehr als 2/3 geht meist zuviel. Und wenn er erstmal in Schwung ist, dann marschiert er ordentlich los, der Silberrücken. So easy dahinrollen geht auch nicht, da man immer mal wieder das Gas antippen muss, um Schwung zu bekommen. Echt schwer zu dosieren kann ich Euch sagen. Da hab ich doch lieber ne Schaltung, mit der ich immer die Drehzahl bekomme, die ich möchte und auchmal schön untertourig dahin tuckern kann.
Und bei einem KickDown ist mal wieder eine gewisses Delay da, bis etwas passiert anstatt direkt auf meinen Gasfuss zu reagieren.

Wendekreis und sowas
mitsubishi_pajero_rechts.jpg Ein Schiff ist ein Schiff ist ein Schiff ist ein Schiif. Wenn wir irgendwann mal auf nem Bauernhof wohnen und auf alten Fuhrwegen und Waldschneisen zum Zaun auf der Südweide fahren müssen, dann ist mir das egal. Aber für mitten in der Stadt mit Strassen die Platz für grade mal 1 1/2 Volvos bieten ist das wohl nix hier :) Zumindest so lange ich die Abmasse vom Auto nicht kenne. Das braucht schon einiges an Eingewöhnungszeit.
Einen Vorteil hat aber das schiffige wieder: Wenn einem in nem kleinen Sträßchen entgegen kommt, braucht man nur stehen bleiben und warten *g* Dann wird die Straße von ganz alleine wieder frei – auch wenn das alles andere als die nette Tour ist keine Frage, aber anders wußte ich mir erstmal nicht zu helfen. Schließlich wollte ich ihn ungern mit nem Spiegelkratzer auf der rechten Seite zurückbringen.

Einmal am Kiosk Kippen holen und danach wieder zurück nach Hause führt zu einem “Wenden in 23 Zügen”-Manöver. Liegt sicherlich auch ein bißchen dran, dass ich bei nem geliehenen Auto ein bisschen feige bin, aber dennoch bleibt das Auto GROß!

mitsubishi_pajero_hinten_innen.jpgUnd sonst so…
Der Platz hinten ist natürlich mehr als ordentlich. Dazu hat die Ladefläche hinten noch eine kleine zusätzliche Sitzbank für 2 Personen, allerdings war die Bedienung nicht so 100% intuitiv – ich hab jedenfalls recht fix wieder aufgegeben.
Cool finde ich ja die vielen Fächer und Ablageflächen – SO muss das sein.

Haben wollen?
mitsubishi_pajero_kofferraum.jpgAch ja – wie gesagt. Wenn ich mal Oberförster werdenoder ein grosses Anwesen mit viel Platz, Feldwegen drumrum und ner steilen Zufahrt haben sollte: Definitiv.
Solange ich in der Stadt oder stadtnah wohne und nicht wirklich Verwendung für die außergwöhnlichen Leistungseigenschaften so eines Gerätes habe – eher nicht. Dafür war es mir dann doch zu umständlich zu parken, zu wenden und so. Außerdem fühlt man sich nicht ausgelastet, wenn man nicht mal eben auf nen Acker fahren oder Colt Seavers mäßig über irgendwelche Huckel springen darf ;) So ein leistungsfähiges Auto nicht in den Dreck zu lassen, ist wie nen Hütehund, der nichts zu hüten kriegt. Und ich will ja kein Jeepquaeler sein. Schon ein tolles Auto, wenn man es wirklich einsetzen kann.
Könnte für meinen Geschmack nur etwas mehr so martialisch wie früher sein.

mitsubishi_pajero_daten.jpgKennt eigentlich jemand den Kletterpark im Hintergrund? Ist in Bielefeld oben auf dem Johannisberg – taugt der wohl was?

Ach dammit – hab vergessen für Cheffe nach iPod-Konnektivität zu kucken. Aber der hat eh schon sowas SUViges glaube ich aus Deutschland – und kann es auch gebrauchen ;)

Daten und das ganze Zeug wie immer bei den Herrschaften Hersteller.

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