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Filmreview – Little Miss Sunshine

Gerade habe ich den Review zu “No Country for old Men” fertig, da läuft schon der nächste Film mit fiesen 80er Frisuren, Klamotten und Autos.

Das ist wohl auch der Grund, warum mir die Leute in dem Film so unendlich leid tun ;) Die schlimmen Klamotten und Frisuren.

Ich seh den Film zum zweiten Mal und eigentlich finde ich ihn sogar ganz süß – aber mir taten die Leute immer so leid. Und ich dachte, weil sie alle so deprimiert sind. Oder deprimierend? Aber das sind sie gar nicht. Alle haben in der Geschichte ihren Platz und Ihre Aufgabe und alle sind sie eine Familie. So durchgeknallt und unterschiedlich sie sind.

Schoreschniefender Opa, der in bester Lustgreismanier das halbe Sunset Manor Altersheim flachgelegt hat und seine Enkelin für diverse Schönheitswettbewerbe trainiert(das Fauchtraining und die folgende Ansage über Verlieren ist eine der größten Szenen des Films)

Suizidaler Onkel, der der größte Proust-Kenner Amerikas ist und die ganze Zeit mit merkwürdigem Talar und Bandagen um die Pulsadern rumrennt

Bankrotter Motivationstrainer der nur motivationstrainer zu sein scheint, weil er nichts auf die Kette gekriegt hat

Pubertierender Nietzsche-Fan mit Schweigegelübde und Berufswunsch:Kampfpilot

Die Mutter scheint die normalste von allen zu sein

und die siebenjährige Olive, die zum Little Miss Sunshine Peagant in Kalifornien gefahren wird um dort zu tanzen, wie Miss Kalifornien Eis zum Frühstück liebt und ihre Familie zusammen bringt (hält)

“Verlierer sind nur die Leute, die es aus Angst nicht zu schaffen erst gar nicht versuchen”

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