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Mercedes Benz B-Klasse erkennt freie Parkplätze und twittert sie weiter

Mercedes Benz B-Klasse erkennt freie Parkplätze und twittert sie weiter

Ich muss gestehen, ich hab nicht schlecht gestaunt, als ich heute bei Nicole den Beitrag zum Parkplatz twitternden Benz gelesen habe.

Ein Mercedes Benz – genauer gesagt die neue B-Klasse fuhr heute durch Stuttgart und hat freie Parkplätze getwittert. Soso. Ein bisschen gewundert haben wir uns alle schon, warum das nur in der Stuttgarter Tageszeitung stand und sonst nirgends. Jetzt weiß ich auch warum – und das ist schon ein Hammer:

Die neue B-Klasse auf automatischer Parkplatzsuche

Das ganze war ein Prototyp-Projekt der Werbeagentur von Mercedes – Jung von Matt in Stuttgart! Ich hör die ersten schon wieder nörgeln “Ach, war also nur nen Werbegag…”

Nee, eben nicht. Grade habe ich mit Markus Schuhmacher von JvM telefoniert, der mir ein bisschen mehr über die Hintergründe erzählt hat: Die Agentur hat nicht nur die Idee zu der Aktion entwickelt, mit der v.a. ein praktischer Usecase für den automatischen Einparkassistenten geschaffen werden sollte – sondern auch gleich noch die technische Lösung mit geliefert:

Die technische Umsetzung der Parkplatz-Tweets

Mein erster Gedanke war natürlich: Ihr habt den CAN-Bus über die On-Board-Diagnose-Schnittstelle angezapft und die Daten darüber ausgewertet. Weit gefehlt. So einfach ist das gar nicht – auch wenn man sich ja leicht denken kann “Im Auto ist doch alles vorhanden: Der Parkassistent erkennt 30 bis 40 Meter vorher die Parklücke per Ultraschall, berechnet im GPS die genaue Position und über das Kommunikationscenter COMAND online schickt er die freie Lücke einfach per Twitter raus”. Ich hatte ja selber bei unserem Projekt ORI10K die Bekanntschaft mit den Schwierigkeiten bei der Nutzung von OBD-Daten für ein twitterndes Auto gemacht.

Jung von Matt Arduino Board

Die Erfahrung hat die Agentur auch gemacht. Also habe Sie sich einen Workaround überlegt: Statt die Daten des Parkassistenten aus dem kryptischen Datenstrom rauszulutschen sind sie einen viel einfacheren Weg gegangen. Per Kamera wurde das Armaturenbrett abgefilmt und immer dann, wenn das Auto per Leuchtsymbol dem Fahrer signalisiert hat, dass da eine Lücke am Straßenrand frei war, hat die Bilderkennung das System aktiviert, dass über ein extra GPS-Modul den Standort getwittert hat. Das ganze basiert auch auf einer technischen Eigenentwicklung von JvM namens Arduino-Board (das was da oben im Bild auf dem Armaturenbrett liegt).

Was hat die Parkplatz Twitter Aktion gebracht?

Auf dem Twitter-Account MBTweetFleet hat das Auto heute 176 freie Parkplätze getwittert, über 100 Retweets ausgelöst, 4 Blogs haben bisher berichtet und es gab über 60 Shares bisher.  Für eine Aktion, die bewusst nicht PR-mäßig kommuniziert wurde, eine ordentliche Reichweite.

Wie gesagt, das ganze war ja zunächst Mal ein Proof-of-Concept. Hat aber schon reichlich Fragen und Diskussionen in Kommentaren auf Zeitungsartikel, Blogpostings und Facebook-Einträgen aufgeworfen?

Der @MBTweetFleet Twitter Account

Wie soll ich denn die Tweets beim Fahren lesen?

Naja, im Mercedes mit COMAND Online ja kein Problem, da liest das Auto. Ansonsten gibt es ja noch Siri und diverse Apps für iPhone und Android.

Was soll die Spielerei? Das hat doch keinen Nutzen!

Oh doch! Hat es sehr wohl! Zum einen wird die Technologie in den Autos zum Wohl der Allgemeinheit genutzt. Wenn intelligent freie Parkplätze kommuniziert würden, hätte das durchaus Vorteile:

  • Ich spare Sprit und CO2 weil ich nicht unnötig oft um den Block fahren muss, um das Auto abzustellen
  • Das Fahren in der Stadt wird deutlich entspannter, wenn ich weiß, wo Parkplätze verfügbar sind
  • Autos, die untereinander kommunizieren, können noch ganz andere Dinge: Sich gegenseitig vor Gefahren warnen zum Beispiel. Glatteis, Stauende, Unfall…

Sowas wird’s doch frühestens in 10 Jahren geben!

Wenn Ihr Euch da mal nicht vertut! Das was Jung von Matt da mit der neuen B-Klasse gezeigt hat, ist ja quasi eine frühe Version von Car Communication. Je nach Empfänger eben Car2Driver, Car2Car oder Car2Infrastructure Communication. In diesem Falle eine sehr eng gefasste Car2Twitter Communication ohne festen Adressaten ;)

Aber denkt das ganze mal weiter:

Die Tweets, sind ja durchaus maschinenlesbar. Was hindert ein System wie COMAND Online in einer Weiterentwicklung daran, Tweets eines bestimmten Accounts, die immer nach dem gleichen Muster aufgebaut sind, auszuwerten und bsw. vorzulesen oder an das Navi als regelmäßig aktualisierte Daten weiter zu geben.

Du gibst dann nur noch: Parkplatzsuche ins Navi ein und den Rest macht das Auto. Ok – bis zum Parkplatz hin fahren musst Du schon selber, aber einparken macht dann tatsächlich das Auto mit dem Automatischen Einparkassistenten. So hat man auch beide Daumen zum hochhalten und liken frei! :-)

Zur weiteren Lektüre empfehle ich den Artikel hier bei CISCO und die zugehörige großartige Infographik zu Internet of Things.

 

podCARSt Folge 003. Probefahrt der neuen Mercedes-Benz B-Klasse, Besuch auf dem Bilster Berg und so

podCARSt Folge 003. Probefahrt der neuen Mercedes-Benz B-Klasse, Besuch auf dem Bilster Berg und so

Da isse endlich – die lange erwartete Folge 003 unseres podCARSt. Jens und Alex fahren zum Bilster Berg – eine Rennstrecke in aller exklusivster Lage – sozsagen beim Graf Oeynhausen im Vorgarten :) Die Strecke ist erst 2012 fertig, deswegen wurden wir auch im Landrover durch eine 5km lange Baustelle gefahren. Offroading der Extraklasse sag ich Euch.

Die Shownotes:

Bilster Berg

iOS5 update schrottete Shownotes

BMW 318i E30 Kombi

Neuer 3er BW auf Facebook

Mercedes-Benz B-Klasse

Beta Max

Blitzer in Bad Driburg

Shownotes bei Twitter twittern

Falls Ihr Euch beim hören wundert: Die Aufnahmen lagen ein paar Tage auf der Platte, bevor sie es ins Netz geschafft haben. Dafür legten wir gestern Abend auch gleich nach und produzierten die nächste Episode. Da achteten wir auch wieder drauf, dass die Handies aus sind tschuldi*hüstel*gung

Also macht schonmal wieder Platz auf dem Player, morgen kommt schon Folge 004!

Erst übers große Wasser, dann mit Wasserstoff Mercedes Benz F-Cell fahren

Erst übers große Wasser, dann mit Wasserstoff Mercedes Benz F-Cell fahren

Bald werde ich auch in einer der F-Cell B-Klassen sitzen und mit Wasserstoff passenderweise durchs Land der Ölbarone fahren:

Durch Texas!

Los geht es in New Orleans, von da aus lange durch Lousiana bis wir abends Houston erreichen. Am nächsten Tag geht es dann weiter bis San Antonio.

Mit im Auto werden Teymur und Gonzague sitzen. Wir übernehmen unser Auto von Nicole Männl und Thomas Endriß. Und wir haben uns schon etwas besonderes für diese Tour überlegt. Das wird rocken :)

Bevor ich selber etwas vom F-Cell World Drive (BlogFacebook-Page) berichten kann, lasse ich erstmal die Zahlen, Daten und Fakten von den bisherigen Europa-Durchquerern sprechen, die ich mir grad auf der Zugfahrt zum Flughafen nochmal durchgeschaut habe:

Fotoshooting auf 38°47’N, 9°30’W!
Cabo da Roca: der westlichste Punkt des europäischen Festlandes. Das ganze F-CELL World Drive Team ist da, trotz peitschendem Westwind und strömendem Regen. Das Ende der Europa – Etappe muss schließlich würdig dokumentiert werden!

Und hier sind sie, die wichtigsten Daten und Fakten der ersten 15 Reisetage bis an die Küste des Atlantiks:

19 Autos sind in 9 Fahrtagen durch 4 Länder gefahren. Dazu 5 Pressetage und 2 Tage für Pause, Logistik, Organisation.
12 Tage schönes Wetter, drei Tage schlechtes.
35 Männer waren unterwegs und sechs Frauen: Ulrike, Marie, Amélie, Madeleine, Melanie und Julia.
3240 Kilometer Reisestrecke haben unsere B-Klassen F-CELL zurückgelegt, mit den Extra-Fahrten für Journalisten an den Pressetagen rund 3700 Kilometer.
Durchschnittsverbrauch: 1,18 Kilogramm Wasserstoff auf 100 km. Das entspricht 4,01 Liter Diesel – bei ganz normalem Betrieb in Stadt, Landstraße, Autobahn!
Gesamtverbrauch: 114,96 Kilogramm Wasserstoff – und 5,0 Kilogramm Kaffee.
Längste zurück gelegte Strecke: Genau 320 Kilometer.
20 Fachjournalisten haben uns begleitet, ein Vorstand (Dr. Thomas Weber), ein Direktor (Prof. Herbert Kohler), und zwei chinesische Glücksbringer (Geschenk von Journalisten, im Jahr des Hasen).
2 Reparaturen wurden an den F-CELLs durchgeführt, eine vorsorglich, eine notwendig.
Blechschäden an den F-CELLs: 0.
Was sonst: 1 Strafzettel Team-Mitglied (Stopp-Schild missachtet!), 1 Strafzettel Journalist (logisch: zu schnell gefahren); 1 x Reifenwechsel (Technik-Anhänger), 1 neuer Blackberry für Arwed (Tour-Chef), 1 x Erkältung, 3 x Sonnenbrand (!), 3 x verlorene Zangen, 1x Beinahe – Überfall.

Und unzählbar: Heftige Diskussionen und entspannte Plaudereien, dumme Sprüche und kluge Ratschläge, Gänsehäute vor lauter Schönheit von Natur, Stadt und Reiseromantik. Freude. Fahrspaß. Freundschaft.

Ihr Lieben zu Hause: Wünscht uns viel Glück, dass es so bleibt!

Großartig! Und das coole – am Cabo da Roca standen Angie und ich grade erst vor wenigen Monaten selber noch. Wir hatten aber definitiv das bessere Wetter ;-))

Die F-Cells wurden am Ende der Westeuropäischen Welt verpackt, nach Amiland rübergeschickt und haben ihre ersten Etappen dort schon hinter sich gebracht.

Mal kucken, ob die bei uns auch noch abgehen wie Raketen :)

Ami auf Autobahn mit Brennstoffzellen B-Klasse = Fall für den ADAC :-D @amsonline

Ami auf Autobahn mit Brennstoffzellen B-Klasse = Fall für den ADAC :-D @amsonline

Am Wochenende startete ja die 125 Tage F-CELL World Tour. F-CELL ist die Brennstoffzelle von Mercedes Benz – verbaut in einer B-Klasse.

Gleich ein Update vorweg! Dass die F-CELL B-Klasse locker eine Reichweite von 350 und mehr Kilometern erzielen kann, haben bei der aktuellen Etappe von Paris nach Lyon Philipp Deppe und Melanie Cecotti im Passion Blog gezeigt!

Mit dem amerikanischen Fahrer sind auf der ersten Etappe erstmal schön die Wasserstoff-Pferde durch gegangen :-) wie Nicole auf auto motor und sport gelesen hat, die bei der Etappe auch dabei waren. Der Bericht der ams liest sich super witzig wie immer, aber liebe Kollegen: Online verlinkt man die jenigen, über die man schreibt auch.

Auf Mikes Bericht bin ich gespannt. Er schreibt bei autoblog.com und hat es geschafft, die Wasserstoff B-Klasse innerhalb 227km bei Vollgas leer zu heizen. Vielleicht hätte man ihm sagen sollen, dass auch bei nachhaltiger Fahrzeug-Technologie die gleichen Verbrauchs-Gesetze gelten, wie bei allen anderen Autos auch :-D

Immerhin haben sie es trotzdem bis nach Paris geschafft:

A pros pos “auch bei der Etappe dabei” – der probefahrer ist AUCH DABEI! YAY! Gemeinsam mit Teymur – icedsoul – Madjderej werde ich die Etappe von New Orleans über Houston nach San Antonio fahren! :-) Und dabei auch noch schwer arbeiten… Aber das werdet Ihr dann nach der Etappe sehen. Irgendwann im März.