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Bloggerboliden – Jens Stratmann über Blog und Auto

Bloggerboliden – Jens Stratmann über Blog und Auto

Letztens hat Jens Stratmann den Probefahrer auf seinem Blog vorgestellt. Da kam mir eine Idee: Ich möchte auch Blogger und Ihre Seiten vorstellen, aber aus der automobilen Perspektive. Deswegen stelle ich bekannten und weniger bekannten Bloggerkollegen ab jetzt ein paar Fragen zu Ihrer automobilen Vergangenheit.

Da Jens mich auf die Idee brachte, geht es mit ihm auch gleich los:

Was war Dein erstes Auto – kannst Du Dich noch an ein besonderes Erlebnis erinnern?

Ich war jung und hatte etwas zu viel Geld, bei meiner Autobestellung musste mich wohl der Teufel geritten haben, denn ich kreuzte auf dem Bestellschein viel zu viel an. Dadurch durfte ich für den Opel Corsa B mehr bezahlen als ich in den 3 1/2 Jahren Ausbildung verdienen würde ;) – Schiebedach, elektrische Fensterheber, Zentralverriegelung, Klimaanlage und und und… Weil ich 18 Jahre jung war und ganz viele Flausen im Kopf hatte wurde der Wagen auch recht schnell umgebaut: Gewindefahrwerk, Chrom-Stahlfelgen (ich fand die damals toll), Gruppe-A Auspuffanlage, Schalensitze und Schroth-Gurte…

…und die sollten mir scheinbar, knapp 1 1/2 Jahre, 65.000 km und einige leichte Modifikationen (Heckspoiler, andere Stoßstange vorne, Scheinwerferblenden, Kühlergrill, Soundausbau usw.) später, mein Leben retten! Kurze Story: Autobahn, Regen, Aquaplaning, LKW – Leitplanke – 2000 DM Restwert. Die Vollkasko Versicherung hatte ich 2 Monate zuvor gekündigt… Ein Foto von der Schüssel habe ich nicht, aber er war schwarz, breit und mit knapp 100 PS auch recht “stark”.

Was fährst Du aktuell?

Noch fahre ich ein Opel Astra G Cabrio, das habe ich nun schon seit 8 Jahren und ich denke dieses Jahr werden sich unsere Wege trennen, da ich einfach mehr Platz benötige. Ich bin der Marke mit dem Blitz zwar ein paar mal fremdgegangen aber doch irgendwie immer beim Opel gelandet, vermutlich liegt es daran, dass ich in einem Opel Autohaus meine Ausbildung gemacht habe und schon damals die alten Opel Modelle toll fand.

Ein Testbericht zu Deinem Auto in 140 Zeichen:

Wenn das AGR-Ventil / der Zündverteiler mitspielt ist der Astra G ein zuverlässiges Auto welches nur durch einen leeren Tank zu stoppen ist.

Was wäre Dein absolutes Traumauto?

Da muss ich 2 nennen, zum einen mein amerikanischer Traum: Ein Dodge Charger aus dem Baujahr 1969. Viele werden den Wagen aus der Sendung “Ein Duke kommt selten allein” kennen, einige auch aus “Fast n Furious” und auch in weiteren Kino-Blockbustern spielte er mit (kommt auch demnächst wieder ins Kino). Der Wagen ist für mich “das Muscle-Car” schlechthin und wäre sicherlich mal für ein Wochenende ein “Traum” aber für immer möchte ich so ein Auto dann auch nicht haben. Ich bin schon relativ viele Autos gefahren. Das schönste Fahrerlebnis war in einem Porsche 911 – der muss dann auch nicht einmal neu sein. Ich mag die Silhouette vom 92er 911er sehr gerne. Wenn wir jetzt natürlich von einem “unerreichbaren” Traumwagen sprechen, dann ist es der 911 Carrera GTS.

Und ein Blick in die Kristallkugel:

Was glaubst Du, wie wir in 2030 Auto fahren bzw individuell mobil sein werden?

2030? Das ist ja “schon” in 19 Jahren. Schauen wir doch mal was vor 19 Jahren so auf unserer Straße unterwegs war: Ich glaube 1992 kam der Golf 3 raus, Alfa brachte den 155er auf den Markt und ich fand den Honda CRX del Sol ganz toll und nun mal unter uns: Was hat sich denn in den letzten 19 Jahren verändert? Die Autos sind sparsamer geworden, haben mehr Technik an Board, aber wir stehen immer noch im Stau und erzeugen immer noch viel zu viel Schadstoff. Was bringt es, wenn in Deutschland 30.000 Hybrid bzw. Elektroautos angemeldet sind? Ein Tropfen auf den heißen Stein? Aber wage ich dann doch mal den Blick in die Kristallkugel: Ich sehe ein Hoverboard welches mich zu meinem Fahrzeug bringt ;) – wir fahren immer noch auf der Straße, haben aber vermutlich kleinere Fahrzeuge, mit weniger Leistung, event. mit Elektroantrieb, vermutlich mit Hybrid Technik und sehr wahrscheinlich haben wir im Jahr 2030 noch mehr Stau auf der Straße.

Stell doch kurz noch Dich und Dein Blog vor:

Es war 1979 als ich das Licht der Welt erblickte, ich spielte damals schon mit den Autos die ich später mal fahren wolle und irgendwann zog es mich dann über diverse Umwege nach Münster. Aktuell plane ich tatsächlich komplett nach Bielefeld zu ziehen, quasi ein Wahl-Münsteraner im Exil und darum wird es zukünftig natürlich auch mehr Bielefeld Beiträge in meinem Blog, den ich unter www.jens-stratmann.de schreibe, geben. Ansonsten schreibe ich dort über meine Hobbies (Fotografie, Mountainbiken, Konzerte…) und hin und wieder verschaffe ich mir dort auch mal Luft. Der Blog ist quasi mein Ausgleichventil.

Wollt Ihr auch mitmachen bei Bloggerboliden?

Dann schreibt mir einfach die Antworten auf die Fragen in diesem Beitrag an probefahrer.alex [ätt] gmail.com

Welt Kompakt Scrolling Edition – Mitmach Erfahrungsbericht @weltkompakt #wk107

Welt Kompakt Scrolling Edition – Mitmach Erfahrungsbericht @weltkompakt #wk107

Mir war ja schon klar, dass es von einigen auf die Nase geben würde für die Scrolling Edition, aber wie unreflektiert manche Meinungen sind, die ich bis jetzt gelesen habe, sind doch schon bedenklich.

Ich war gestern mit dabei, habe einen der Texte beigesteuert und einige der Teile des Blatts mitgestaltet, über die heiß diskutiert wird. Von daher will ich hier mal meine Eindrücke loswerden. Schnell runtergetippert.

Zunächst mal ein paar Reaktionen aufgreifen:

Am Bahnhof in Berlin habe ich eben vor der Rückfahrt 4 “normale Leute” angesprochen, die allesamt nichts mit Bloggen, Twitter etc am Hut hatten. Leider war mein Videocam-Akku alle, sonst hätte ich es aufgenommen:
Alle 4 fanden die Idee gut (bevor ich Ihnen sagte, dass ich da was mit zu tun hatte, selbstverständlich), das Format auf den ersten Eindruck praktisch und die ersten Texte ungewöhnlich über ganz gut bis mal was anderes. Grundsätzlich schlecht fand die Ausgabe keiner. Völlig begeistert und hin und her gerissen war auch niemand.

Das Format in dem man eher scrollt als blättert

Ja es ist erstmal verwirrend. Aber ECHT praktisch. Im Zug saß neben mit jemand, der irgendwann interessiert fragte, was das für ein praktisches Format wäre. Der gute musste seine BILD immer wieder zuklappen, wenn jemand durch den Gang kam. Vom Umblättern ganz zu schweigen, dann hatte ich nämlich immer die halbe Zeitung im Gesicht:

Ordnung muss nicht immer sein

Kress.de bemängelt

“eine vage Einordnung von Politik, Kultur oder Wirtschaft, aber wir nummerieren die Texte einfach durch. Dieser Ansatz erweist sich als schlecht, da Leser einer Zeitung nach Ordnung suchen.”

Tschuldigung, aber das ist verallgemeinerter Quatsch. Besonders so lange es noch nichts vergleichbares gegeben hat. Sicher  schätzen eine Menge Menschen die gewohnte Ordnung ihrer Tageszeitung um schnell zu erfassen, was für sie persönlich wichtig ist oder sich vorgeben zu lassen was für sie wichtig zu sein hat. Das ist schließlich eine wichtige Aufgabe von Journalisten. Aber man darf nicht immer von sich seiner Zielgruppe auf andere schließen. Ich für meinen Teil habe bei den anderen Texten sehr schnell heraus gefunden, in welches Ressort er gehört und welche Relevanz er für mich hat. Ich bin aber der Meinung, in einem solchen Experiment (das ich erst als gescheitert oder gelungen deklarieren kann, wenn ich entsprechende Daten habe) muss man gewohnte Strukturen auf- und alte Regeln sowieso brechen. Ausbaufähig und überarbeitungswürdig ist der Ansatz der WELT kompakt sicherlich. Aber nicht schlecht.

Wir wollten einen blogartigen Stil haben. Keine Tageszeitung, wie sie regelmäßig am Kiosk liegt. Das gibt es doch täglich 100-fach. Ich verstehe nicht, warum es einem EXPERIMENT angekreidet wird, dass es nicht das althergebrachte kopiert. Wir WOLLTEN doch was anderes machen. Ein Blog ist chronologisch sortiert. Nicht nach Ressorts. Also hatten wir bei der Scrolling Edition diesen Anspruch  nicht. In einem Blog stehen viele verschiedene Themen mit unterschiedlicher Recherche- und KnowHow-Tiefe, aber die wenigsten Blogs verstehen sich als Nachrichtenmagazin. Also haben wir uns entschieden, auf aktuelle Stories weitestgehend zu verzichten. Dafür hätten auch die mit viel Arbeit und Liebe erstellten Texte rausfliegen müssen.

Nachrichten als Shorties im Twitter-Stil

Der Vorschlag kam von mir, um zu verhindern, dass die vorgeschrieben Texte rausfliegen und weil ich für meinen Teil vermeiden wollte, dass wir einfach nur eine Zeitung wie alle anderen da draussen auch machen, die sich kein Stück abhebt und Blogger einfach nur mal versuchen, wie Schülerpraktikanten für einen Tag versuchen Journalisten zu sein. Wäre bestimmt auch eine lustige Erfahrung geworden. Hätte ich in dem Zusammenhang aber doch sehr unspannend gefunden.

Im Blatt stehen nur Belanglosigkeiten

Zugegeben, diese spezielle Ausgabe ist jetzt eher etwas zum Muße-Lesen. ABER: Daran zu messen, ob das Experiment gescheitert ist? Dafür muss man erstens wissen, wie die Erstellung der Scrolling Edition von Statten ging (dazu später mehr). Zweitens sollte man eher die Meinungen und Beurteilungen von Lesern abwarten, die nicht aus dem Web-Umfeld stammen. Ich hatte von ganz normalen Menschen auf der Straße überwiegend positives Feedback bekommen.

Jetzt mal zur Kritik von einem der dabei war

Klar, hätte einiges besser laufen können. Zum Beispiel (und hier spricht jetzt nicht ausschließlich gekränkte Eitelkeit aus mir *g*) hieß es ja, die Redaktion wird in die Hände der Blogger gegeben. Wenn ich dann aber für ein Bild, das keinen Bezug zu meinem Text hat und diesen auch nicht unterstützt 30 Zeilen rausfliegen müssen, verstehe ich das nicht. Versuch bleibt versuch. Und dann muss man auch mal was versuchen und riskieren.

Die Technik in der Redaktion war beeindruckend. Wir hatten wirklich alles, was man braucht. Wenn wir es drauf angelegt hätten 3 Rechner pro Nase. Aber die WLAN Zugänge hätten schneller verteilt sein können, damit wir schneller produktiv geworden wären. Es hätte genauere Infos zum Ablauf und wie wir uns noch besser vorbereiten können geben müssen, damit wir schneller UND produktiver hätten sein können. Zugänge zu den Agenturmeldungen warem zum Beispiel dann doch nicht so recht möglich. Wahrscheinlich hätten wir damit auch relevantere, bessere, interessantere Short-News hin bekommen.

An simple Tools wie Google-Docs oder ein Wiki, in denen wir zusammen arbeiten können, um schnell und effektiv Texte zu erstellen und Recherche-Ergebnisse abzulegen hatte irgendwie niemand gedacht. Auch hier wäre vor allem im Vorfeld noch einiges drin gewesen.

An die Redaktionswand wurden in regelmäßigen Abständen Ausdrucke der aktuellen Zeitung gepinnt. Nett, sowas in Reallife zu sehen aber: Eine regelmäßig aktualisierte PDF-Datei auf einem Server oder meinetwegen rumgemailt hätte wieder einen gehörigen Geschwindkeitsschub gebracht, wir hätten effektiver arbeiten können und Fehler werden eher aufgefallen. So habe ich bei Flyer-Freigaben vor drei Jahren schon gearbeitet und konnte nicht glauben, dass eine Zeitungsredaktion von Weltklasse da ausschließclih auf Papier setzt.

Dann wären sicherlich auch noch einige Layoutfehler, Abstände und Absätze korrigert worden.

Vielleicht wäre es das nächste Mal gut, wenn wir auch mit ans Layout dürfen ;) Die Sache mit den youtube Videos in der Mitte ist in der Tat etwas uninteressant. Da sollte eigentlich ein Video, bzw mehrere mit Tagesbezug hin. Aber wir haben die Seite irgendwie aus den Augen verloren.

Wenn “alte Hasen” mit gut gemeintem bremsen

Ein kleines Problem, was sich gleich zu Beginn der Redaktionssitzung einstellte war, dass einige Blogger, die alle bereits über reichlich Erfahrung als Journalisten verfügten rissen unbewusst das Heft an sich und nahmen den anderen für meinen Eindruck sehr schnell die Lust und den Mut mal etwas kreatives einzuwerfen. Da hätten die Leute aus der Redaktion reingrätschen und sagen müssen: “Ja, so arbeiten wir normalerweise, aber wir wollen heute ja mal etwas komplett anders machen.” und sich Vorschläge holen sollen.

Der Respekt eines Bloggers vor den “echten” Journalisten

Eine Sache habe ich für meinen Teil in dem Experiment mal GANZ deutlich gelernt. Eine gehörige Portion Respekt und Demut vor dem Job des Journalisten insbesondere was die nachrichten angeht. Denn ich habe mich freiwillig für das News-Team gemeldet. Leider konnte ich in dem Zeitdruck einen alternativen Vorschlag zum Umgang mit den Twitterartigen News nicht mehr anbringen, also wurde mir ein Ressort zugeteilt und es mussten Meldungen recherchiert werden.

Hölle, war das ein Stress! Und es ist nicht mal viel bei rumgekommen, weil wir a) wie gesagt nicht an die Agenturmeldungen rankamen und ich b) so doof war und mri Meldungen von anderen Newsseiten gezogen habe. Wie man das als Blogger so macht. Ohne dran zu denken, dass eine Zeitung natürlich schlecht als Quellenangabe Yahoo Buzz oder MSNBC angeben kann. Mein Fehler.

Die andere Sache war, dass ich am eigenen Leib mal gespürt habe, was ich ja schon immer behauptet habe: Blogger können sich Zeit nehmen wie sie wollen. Blogger können sich Themen aussuchen wie sie wollen. Sie können so viel schreiben wie sie wollen. Und haben Spaß dabei. Der Nachrichten-Journalist muss seinen Job machen. Pünktlich abliefern und kann sich nich eben mal was aussuchen. Das is schon nen ganz anderer Schnack. Hut ab! Und ich habe gelernt, dass es körperlich weh tut, wenn Dein Text immer weiter und weiter beschnitten wird :)

Fazit

Für mich persönlich ist das Experiment ein voller Erfolg. Ausbaufähig und man kann mit mehr Vorbereitung und noch mehr Mut beim nächsten Mal etwas noch besseres abliefern. Gar keine Frage. Und auch dann werden die meisten nörgeln. Und dann nochmal. Und dann nochmal. Und irgendwann haben wir dann vielleicht mal ein neues, tägliches Format auf Papier geschaffen, von dem vorher jeder gesagt hätte: “Pff, so einen Belanglosen Kram braucht doch kein Mensch”.

Ich würde mich über eine Fortsetzung des Experiments freuen, in das die Erkenntnisse des 30.Juni mit einfließen, aus dem sich etwas regelmäßiges entwickeln kann.

Im Meinungsblog gibt es übrigens auch einen “Live-Bericht” von gestern.

Auto der Zukunft – Was wäre Euer Traumfeature?

Wie eben schon erwähnt, bin ich am Mittwoch bei der WELT kompakt Blogger-Edition mit dabei. Ich habe mich natürlich für das Thema Auto entschieden und möchte von Euch auch noch Input bekommen:

Was würdet Ihr Euch – wenn Ihr mal rumspinnen könnt – als Funktion in einem Auto wünschen? Etwas, das Euch das Leben echt leichter machen würde? Ich meine damit jetzt keine innebeleuchtete Nockenwelle oder adaptiv-dynamisch-gesteuerte Auspufftopf-Federung.

Ich meine spannende Innovationen, die über das reine Autofahren, Sicherheit und Fahrkomfort und -Dynamik hinausgehen.

Das können technische Spielereien sein wie bloggende und twitternde Autos, oder ganz neue Steuerungskonzepte: Gesten statt Lenkrad. Ein Auto, das uns tägliche Statistiken über unsere Fahrweise per E-Mail schickt. Die uns einerseits sicherer oder spritsparender Fahren lassen, andererseits aber auch neuen Content zum Bloggen bieten ;) Statt Laufstatistiken eben auch mal Fahrstatistiken.

Wäre ein Gadget wie die iPhone App für den smart electric drive hier etwas für Euch, die genau aufs Auto abgestimmte Funktionen bietet (Fahrwerkseinstellungen übers iPhone machen z.B.):

Könnt Ihr Euch einen App-Store fürs Auto vorstellen, in dem Ihr Euch neue Funktionen nachkaufen könnt (wie ihn AUDI angeblich ja für den A2 vor hat)?

Was sollte das Auto der nahen Zukunft neben dem Fahren an sich noch können, wenn es nach Euch ginge?
Die Möglichkeiten sind schließlich grenzenlos. Wer hätte mal gedacht, dass man ein Telefon als Wasserwaage, Spielkonsole, Fernseher, Naviagtionssystem, Einkaufszettel oder MusikausRadioErkennungsmaschine würde nutzen können.

Bin gespannt auf Eure Ideen. Die Zeit ist etwas knapp bemessen – um garantiert noch mit in den Artikel zu kommen, brauche ich die Antworten als Kommentar hier oder per Mail noch heute. Ich habe mich gerade erst dazu entschieden, dass ein Zeitungs-Artikel eines Bloggers doch ruhig auch eine Co-Produktion sein kann. Ich werde zusehen, dass der Artikel hier auch als Quelle mit in den Artikel reinkommt.

Eine kleine Anregung zur Zukunft der Mobilität (wobei es mir eigentlich mehr um die kleinen, feinen Details geht, als um das von Daimler Zukunftsforscher Alexander Mankowsky beschriebene Big-Picture)

Die Welt kompakt gebloggt zum Scrollen

Donnerstag wird es eine Sonderausgabe der WELT Kompakt geben. Von Bloggern gemacht, statt der Stammredaktion. Das ganze ist ein Experiment der WELT-Redaktion und ich freue mich drauf, dran teilzunehmen.

Nachdem ich durch Carstens Guten Morgen drauf aufmerksam wurde, hab ich bei Rob meinen Senf zur Diskussion in den Kommentaren abgegeben.

War ja klar, dass das gleich das Genörgel losgeht: “Gibt es Honorar oder nicht” und “Sind Journalisten alle arrogante Säcke oder nicht” “ist das überhaupt relevant?”, “was erlauben die sich?”, “die wollen doch nur kostenlosen Content produziert kriegen” und so weiter. Wenigstens gibt es auch witzige Kritik bei FIXMBR und eine umfassende Analyse von Sven Wiesner mit Vorschlägen, was man hätte besser machen können.

Ich freue mich drauf und auf die Kollegen Amy&Pink, Rob, Caschy, PickiHH, Michael von Czylansky, Matthias vom Meinungs-Blog (das mir bisher v.a. bei iPhone Fragen immer weiter geholfen hat *g*), Sachar vom massenpublikum, Jeff Jarvis und wer sonst noch alles mit dabei sein wird. Jetzt werde ich mich erstmal wieder daran machen, meinen Artikel weiter vorzubereiten :) Dazu gleich nochmal mehr.

Die andere Oscar Perspektive von @madleeeen für @ifranz

Ich muss ja gestehen: Ein kleines bißchen neidisch bin ich schon – natürlich nur wegen dem Wetter. Ich will auch endlich mal wieder im T-Shirt rumlaufen :-)

Madlen hat Sonntag für ihren Arbeitgeber Kodak am roten Oscar Teppich gestanden und zusammen mit den geladenen Blogger-Gästen die Stars gefilmt und fotografiert und reichlich getwittert. Und sie hat bevor die Stars in den Limos angeliefert wurden, noch Zeit gefunden, einen kleinen Gruß an ifranznation zu schicken.

FAZ Herausgeber D’Inka Verwechselt da massiv etwas via @Markus_Fuchs @turi2

D’inka begeht den Irrtum und setzt Blogger, die auf IHREN Webseiten IHRE Meinung, Wissenstand und Einschätzung zu Themen publizieren mit “Leichtlohngruppen” und Heimwerker-Beschäftigung gleich, die nur Seiten füllen.

Viele Blogger haben eine ganz andere Intention beim Publizieren, als ein Journalist. Ihre Meinung im großen oder kleinen Rahen zu sagen ist genau das, worum es ihnen geht. Oder eben Ihre Expertise mitzuteilen. Hier wird Bloggern mal wieder ein journalistischer Anspruch unterstellt, den sich viele Blogger gar nicht auferlegen wollen. UNd auch nicht müssen. Eine freie Meinungsäußerung scheint einigen Herrschaften aus der Journalismusbranche nur recht zu sein, so lange sie die einzigen sind, die sie im großen Stil in Anspruch nehmen dürfen. Mit den bröckelnden techinschen Hürden, schnellerer Verbreitungszeit und großer Reichweite von Blogs, Twitter und Co. ist die Meinungsäußerung und -Bildung nicht mehr nur der schreibenden Zunft überlassen. Klar, daß das nicht gerne gesehen wird.

Das Internet ermöglicht einfach, schnell und kostengünstig zu publizieren. Relevantes und Irrelevantes. Mainstream und Nische, qualitativ höchstwertiges und katzencontent. Alles davon hat seine Berechtigung. Da ändert auch das Gewetter und Gezetere der Herrschaften Verleger und Offline-Journalisten nichts dran, die nun noch härter arbeiten, noch besser recherchieren noch intelligenter schreiben und mehr Leser erreichen müssen. Dass der eine oder andere da seine Felle davon schwimmen sieht, ist ja nicht wirklich verwunderlich. Nichts desto trotz räumt D’Inka auch ein, daß “Qualitätsjournalismus” sich weiter durchsetzen wird.

Was Herr D’Inka mit Leichtlohngruppen vermutlich meint und fälschlicherweise mit Bloggern in einen Topf wirft, sind die Teilzeit- und Bürgerjournalisten über deren Notwendigkeit Thomas Knüwer vom Handelsblatt vor einigen Wochen einen sehr interessantes Posting geschrieben hat (Link funktioniert aktuell nicht, steht der handelsblatt Server?).

Immerhin einer Aussage kann ich aber zustimmen:

“Wir müssen nur endlich damit aufhören, uns einzureden oder einreden zu lassen, wir seien irgendwie von gestern und das Geschäftsmodell des seriösen Zeitungsjournalismus sei am Ende.”

D’Inka meint damit, die Aufgabe des nachrichtentransports hätten Zeitungen und Nachrichtenagenturen zwar eingebüßt. Dafür müssen sie sich jetzt stärker auf das Erklären von Nachrichten und Liefern von Hintergrundinformationen stützen. Da ist er seinen Kollegen schon einen wesentlichen Schritt voraus. Die neue Aufgabe ist verstanden und muß nur entsprechend umgesetzt werden. Die Journalisten, die Blogger und das Netz als Quellen, Experten, Storylieferanten verstehen und entsprechend nutzen um die spezialisierte Aufgabenstellung zu erfüllen werden auch morgen noch etwas zu tun haben und Blätter verkaufen.

Da bin ich mir sicher. Für alle anderen wird es sicherlich eng.

via standard und turi2

Ford läßt 100 Leute über den Fiesta in US bloggen und twittern

pete Cashmore schreibt bei mashable so, als wäre es was ganz was Neues, daß ein Autohersteller Blogger ein Auto fahren läßt. Zugegeben – die Dauer des Projekts von 6 Monaten beim Ford Fiesta Movement ist schon sehr beachtlich. Auch die ausgefeilte Nutzung der passenden Medien mit Twitter, Facebook, Flickr und YouTube. Aber neu ist eine Aktion der Art nun wirklich nicht.

Letztes Jahr durfte ich bei einer vergleichbaren Aktion von Alfa Romeo dabei sein.

Daihatsu stellte mit letztes Jahr auf Anfrage einen Materia für 2 Wochen zur Verfügung.

Martin Oetting hat mit trnd bereits für smart und Opel vergleichbare Aktionen hingelegt.

Trotzdem ist so ein “Auto-Beta-Test” lange vor dem offiziellen Start eines Autos eine gute Sache. Ist die Frage, ob Ford das Projekt nur als Marketing-Maßnahme nutzt, oder ob die auf 4.000 Bewerbern ausgewählten 100 Blogger und Twitterer, die ein halbes Jahr mit dem neuen Fiesta durch Amiland fahren dürfen auch noch ein gewisses Mitspracherecht haben. Die Produktmanager für das Auto sollten jedenfalls verdammt gut zuhören und zusehen, was sie noch umgesetzt bekommen vom Feedback.

Ein bißchen heikel ist die Sache natürlich schon. Gar nicht mal wegen der Gefahr, die Blogger könnten das Auto zerreissen und schlechte Publicity verbreiten. Ehrlichkeit muss natürlich erlaubt sein, aber ein komplett Verriss wird nicht zu befürchten sein. Eund selbst dann wir Scott Monty da schon gegen steuern. Er hat ja letztens in dem kleinen Twitter-Skandälchen schon super professionell reagiert, als Ford ein Forum dicht gemacht hat, weil dort gefälschte Ersatzteile verbimmelt wurden. AUf WIRED.com sagt er jedenfalls:

“We’ve done a lot of war gaming and we’re prepared for a number of scenarios,” Monty told Wired.com. “Again, we’re looking for their feedback and input on the vehicle — they’re testing the vehicle as much as they’re building buzz about it, and we want to know how to make it the best possible car.”

Nene ich glaube da haben sie nix zu befürchten Das Auto hat sich in Europa ja schon bewährt und ist das zweithäufigst verkaufte Auto in seiner Klasse. Das schlimmste, was passieren kann ist, dass die Amis nix mit nem Kleinwagen anfangen können.

Die Angst sitzt IMO bei den Auto-Herstellern immer noch woanders. Zumindest beschrieb mir Sergio Crevore – damals noch Marketing Direktor und heute CEO von Alfa Romeo – das Worst Case Scenario so, daß die Web 2.0 Szene vollständig eingeladen und noch vor den Journalisten auf ein AUto angesetzt wird. Sollte das zur Folge haben, daß die klassischen Medien sich geschlossen sagen: Dann lasst die Blogger mal schön bloggen, wir halten uns raus und werden keine redaktionellen Berichte schreiben, könnte das zu einem echten Desaster für einen Autohersteller werden.

Klar, die Medien brauchen Anzeigenkunden genauso. Aber damals war es so, daß die Industrie durchaus noch Respekt vor einen so starken Einbindung der Blogosphäre hatte. Offensichtlich konsolidiert sich das jetzt ein bißchen. Wenn ich mir überlege, daß wir für den Alfa MiTo damals europaweit mit 15 Bloggern vertreten waren und in Amiland jetzt immerhin schonmal 100 am Start sind, ist das eine schöne Weiterentwicklung.

But nothing new, Mr. Cashmore ;)

Ah – Mr. Monty and FORD: If you like me to test how an FORD Explorer or Expedition fits on German Streets for some months – let me know ;) It would be the right environment here on the Ponyfarm ;)

Mehr Blogger als Barkeeper in US twittert @WIRED

Geschrieben hats Wall Street Journal Online – in den USA gibt es schon mehr Blogger, die damit ihren Lebensunterhalt verdienen als Barkeeper. Und fast soviele wie Rechtsanwälte :)

20 Millionen Blogger und 1,7 Mio die Geld verdienen.

Holladiewaldfee. Und es hat mich auf eine neue Idee für einen Blog gebracht :-)