Tag Archives: Bloglight

Das Bloglight im Juli 2012 strahlt auf den Stern von Mercedes-Benz

Das Bloglight im Juli 2012 strahlt auf den Stern von Mercedes-Benz

Der Grund warum ich diesen Monat meine Stimme für Mercedes-Benz als Hersteller abgegeben habe, hängt erst in zweiter Linie mit den Autos zusammen.

Viel wichtiger war mir dieses Mal die lange Pionierarbeit und Vorreiterrolle, die Daimler in Sachen Social Media seit Jahren inne hat. Einen Überblick über die Web-Aktivitäten beim Daimler hatte ich vor etwas mehr als einem Jahr schonmal gegeben.

Heute ein paar subjektive Meilensteine, die für mich das Bloglight ausmachen:

2005 kannte man Facebook nur, wenn man eine Ami-Highschool Abschlussklasse besucht hatte. MySpace war damals noch DAS Web-Portal wo es rund ging. Die tatsächlich produktiven Menschen auf Myspace waren Musiker. Und denen bot Mercedes-Benz damals schon eine edle Plattform mit den seitdem regelmäßig erscheinenden Mixed-Tapes.

2007 startete das Daimler-Blog, (im Oktober und fast zeitgleich mit dem SYNAXON Blog – meinem damaligen Arbeitgeber daher vergesse ich die Geburtstage nie *g*) bietet seitdem getreu seiner Tagline “Einblicke in einen Konzern” und ist zu einem Archetypen für Corpororate Blogs geworden.

2010 verannstalte Mercedes-Benz es den ersten Blogger Marken Workshop und machte alles richtg. Dem anwesenden Mix aus Lifestyle- und Auto-Bloggern wurde das Gedächtnis der Marke im Museum gezeigt, das Gehirn in Vorträgen z.B. von Zukunftsforscher Alex Mankowsky, die Kreativität im Designzentrum und die Muskeln in einer Fahrveranstaltung mit fast allen Autos vom smart über A, B, C, E- Klasse, SL und SLK bis zum Maybach. Die perfekte Vernetzung. Abgerundet mit einem Gastbeitrag über den Event im Daimler-Blog schreiben zu dürfen.

Alex Mankowsky erzählte mir damals spontan etwas zur Zukunft des Automobils

2011 erhielt ich die Möglichkeit, auf der Auto Shanghai das Konzept zur neuen A-Klasse als einer der ersten Medien-Vertreter vor die Linse zu kriegen. Und vor allem DRIN zu sitzen und von Johann Jungwirth das zukünftige iPhone-basierte Infotainment-System erklärt zu bekommen:

2012 auf dem Autosalon in Genf dann die Vorstellung der neuen A-Klasse und ein Chef-Entwickler Dr. Engels, der sich auf der Vor-Premierenfeier abends um halbzehn nochmal die Zeit genommen hat, mir die wichtigsten Designfeatures des Autos in die iPhone-Linse zu erklären:

Wie Ihr im Video seht, kommen wir nicht mehr zum Interieur, da uns die Band dazwischen funkt :) ABER: Lovely MB-Reporter Torie (die bei mir im Hintergrund rumturnt und für einige Komplimente in den YouTube-Kommentaren gesorgt hat *g*) hat auch das Interieur gecovert:

Und dann sind da noch die Blogger Relations
Die Leute bei Mercedes-Benz machen sich viele Gedanken darüber, wie sie uns Blogger (welches Thema auch immer wir uns auf die Packung geschrieben haben – Auto, Lifestyle, Reise, Sport, Mode…) dabei unterstützen können, interessanten Content und Stories zu produzieren.

Tobias Müller (Achtung, langer Job-Title: Head of Lifestyle, Brand & Social Media Communications, Global Communications Mercedes-Benz Cars) hat mir das in den wenigen ruhigen Minuten auf der IAA 2011 kurz erklärt:

Der aktuellste Meilenstein der Social-Media Aktivitäten von Mercedes-Benz ist die Content-Plattform

socialpublish.mercedes-benz.com

Socialpublish ist nicht nur ein Social Media Newsroom des Unternehmens und der Marke, mit Mediadatenbank sondern aggregiert auch unseren Content zusammen, um Verlinkungen und neue Denkanstöße zu ermöglichen.

Am besten kann das Wolfgang Wuerth (Achtung, nochmal langer Job-Title, aber so ist das in Konzernen mit knapp 270.000 Mitarbeitern halt *g* – Social Media Communications, Global Communication Mercedes-Benz Cars) selbst erklären, wie er das hier auf der Fahrveranstaltung zur neuen A-Klasse getan hat. (Danke an Auto-Diva fürs Filmen und aufschreiben.)

Bin gespannt, womit das Engagement ein weiteres Mal getoppt wird. Keep up the great work guys!

So und die anderen Bloglight-Laternen werden hier geschwungen ;)

Der Skoda CitiGo Bild: rad-ab.com

5 Social Media Fragen an ŠKODA nach dem Bloglight Mai

Wie letztens schon gesagt, war ich beim vorletzten Bloglight zu ŠKODA selber nicht beteiligt. Erst hat ne fiese Grippe, dann Erwerbstätitgkeit-Termine die entsprechenden Veranstaltungen verhindert.

Da ŠKODA aber in meiner Wahrnehmung der frischeste Player auf der Social Media Bühne ist, hat mich interessiert, wie die Aktion des Bloglight dort aufgenommen wurde. Immerhin haben die deutschsprachigen Autoblogger damit Aufmerksamkeit bis in die W&V erzeugt, wo Sebastian von Passion Driving interviewed wurde.

Der Skoda CitiGo Bild: rad-ab.com

Der Skoda CitiGo Bild: rad-ab.com

Elena, die bei ŠKODA im Bereich Unternehmenskommunikation und Social Media arbeitet, hat mir ein paar Fragen beantwortet:

Wie hoch ist die Wahrnehmung für eine Aktion wie das Bloglight bei ŠKODA?

An dieser Stelle nochmals ein großes Dankeschön an alle Blogger, die mitgemacht haben!
Da wir noch recht „frisch“ im Social Web sind, war die Freude über diese besondere Auszeichnung
entsprechend groß. Auch in Zukunft wird die „Automobil-Blogosphäre“ zu den wichtigsten
Bausteinen der neuen Kommunikationsstrategie zählen.

Wie würdest Du den Unterschied zwischen Blogs und den klassischen Medien beschreiben?

Unterschiede, soweit es sich um Printmedien handelt, liegen ganz klar in der Aktualität,
Authentizität und der Frequenz der Berichterstattung. Anders als bei den klassischen Medien, die
Redaktionsvorgaben unterworfen sind, können in Blogs Beiträge erstellt werden, die sehr zeitnah
vom jeweiligen Event berichten. Das Social Web ist dabei ein zentraler Baustein ihrer Kommunikationsaktivitäten. Diese Art des Publizierens ist bei Vertretern der klassischen Medien eher die Ausnahme und macht die Zusammenarbeit mit Bloggern für uns sehr spannend.

Was ist für Euch bei einer Aktion wie mit dem Citigo wichtiger: Die direkte Käufer-Zielgruppe zu
erreichen oder Aufmerksamkeit für die Marke zu erzielen?

Beides ist eng miteinander verknüpft. Deshalb ist es schwierig zu entscheiden, was wirklich
„wichtiger“ ist: Mit dem Citigo betritt ŠKODA den wachsenden Markt der Kleinstwagen und steigt
damit in ein Marktsegment ein, in dem neue Kunden gewonnen werden sollen – junge Menschen,
die in der digitalen Welt groß geworden sind, und bei denen die Marke ŠKODA in der Vergangenheit
nicht unbedingt im Mittelpunkt des Interesses stand. Demnach soll die Aufmerksamkeit für die
Marke und deren Modellpalette gleichermaßen geweckt werden.

Was können wir von ŠKODA in Zukunft in Sachen aktiver Social Media Aktionen erwarten?

Aufgrund unserer bislang sehr positiven Erfahrungen im Umgang mit Bloggern und des regen
Austauschs, den wir mittlerweile pflegen, haben wir uns vorgenommen, auch auf spezielle Wünsche
und Bedürfnisse dieser interessanten Szene einzugehen. So planen wir u.a. spezielle Blogger-Events,
in deren Rahmen unsere Fahrzeuge getestet werden können – mit dem Ziel, spannenden und
exklusiven Content zu bieten, damit Blogger Ihren Lesern und Followern interessante Berichte liefern
können.

Abschließend eine eher persönliche Frage:
Bloggst Du eigentlich selbst und wenn ja über was?

Leider nein ;-)

Och schade :)

Das Social Web ist dabei ein zentraler Baustein  ihrer Kommunikationsaktivitäten.  Diese Art des Publizierens ist bei Vertretern der klassischen Medien eher die Ausnahme und macht die Zusammenarbeit mit Bloggern für uns sehr spannend.

5 Gründe für das Bloglight auf Nissan

5 Gründe für das Bloglight auf Nissan

Das letzte Bloglight hatte ich ausgelassen, hier kann ich nun wieder aus dem Vollen schöpfen :) Warum der Strahler diesen Monat auf NISSAN gerichtet gehört? Hier meine persönlichen Gründe, die irgendwie alle mit Mut zu tun haben:

Mit den chicen LEAF Scheinwerfern kann Nissan das Blogloght auch selbst werfen :)

1. Nissan LEAF – das erste Elektroauto

Mutig, als erster Großserienhersteller ein so over-engineertes Auto wie den LEAF auf den Markt loszulassen! Der NISSAN Leaf ist das erste Elektroauto, dass ich jemals fuhr (2010 war das), dann das erste Elektroauto für den Massenmarkt, das sich wie ein richtiges Auto anfühlt und das erste Elektroauto, dass ich nun seit fast 100 Tagen im Alltag bewegen kann. Damit sind wir auch schon beim nächsten Punkt

2. Europaweite Blogger-Kampagne zum Nissan LEAF

39! Blogger in Europa haben für 100 Tage einen LEAF zum Fahren, Testen, Erleben und drüber Bloggen bekommen. Was wir so alles mit den Autos angestellt haben lässt sich unter The Big Turn On nachverfolgen. Mutig eine solche Kampagne zu starten – und dann noch mit dem Innovtaivsten was die Firma zu beiten hat. Chapeau.

3. Der Deltawing in Le Mans, GT-R auf der Nordschleife

Nochmal mutig! Mit einem Batmobil zu den 24 Stunden von Le Mans antreten. Das innovtaive Fahrzeugkonzept des Deltawings ging beim prestigeträchtigsten Langstreckenrennen der Welt an den Start. Mit der Startnummer #0 auf der Nase, weil das Auto ausser Konkurrenz lief. Racingblog.de war beim Testtag und beim Rennen dabei.

In der Konkurrenz liefen die beiden Werks-NISSAN GT-R beim 24 Stundenrennen auf der Nordschleife. Und waren dabei fast serienbelassen. Sebastian, Bjoern und Moritz haben da genaueres aufgeschrieben.

4. Blogger in Juke-R und Playstation Zocker in Rennautos setzen

Nissan tut irre viel um Menschen die Marke und ihre Autos näher zu bringen. So wurde einigen Bloggern die Ehre zuteil, das Einzelstück Juke-R (ein Nissan Juke mit GT-R Super-Sport-Technik) zu fahren. Der GT-R gilt ja als ein Auto, mit dem jedermann schnell fahren und Könner SEHR schnell fahren können. Nissan gab in den letzten Jahren im Rahmen der GT-Academy und der Race-Academy immer wieder “normalen” Leuten die Chance, in das Cockpit eines Rennwagens zu kommen. Nicht nur zum schnuppern, sondern letztendlich zum Racen!
Aus der GT-Academy haben es einige Playstation-Spieler geschafft. Nachdem Lucas Ordonez 2011 als erster Gran Turismo Zocker in der zweithöchsten LeMans Klasse mit fuhr, war es dieses Jahr schon ein komplettes Team aus Konsolen-Fahrern, die sich plötzlich recht ordentlich auf echtem Asphalt schlugen.

5. Elektro-Motorsport in Goodwood

Gleich zwei Rekorde will NISSAN beim Goodwoog Festival of Speed brechen: Erst mit dem normalen Leaf. IM RÜCKWÄRTSGANG! Und dann wird Michael Krumm, der in LeMans schon den Deltawing chefpilotiert hat, versuchen eine neue Bestmarke für Elektroautos in der NISMO Racing LEAF Version zu setzen.

Die anderen Auto-Blogs, die am Bloglight beteiligt waren, habe ich mir von Jens bei Rad-ab.com gemopst

Moritz Nolte, Kai Bösel, Stefan Sprick, Sebastian Bauer, Can Struck, Blogger Auto Award, Jan Gleitsmann, David Hoffmann, Jens Wilde, Mario Roman Lambrecht, Bjoern Habegger, Fabian Meßner, Marco Stoehr, Nicole Y. Männl Thomas Giegold

Bloglight: Interview mit Renaults Produktmanager Z.E. (E-Fahrzeuge) Reginar von Schoenau

Bloglight: Interview mit Renaults Produktmanager Z.E. (E-Fahrzeuge) Reginar von Schoenau

Passend zu unserem ersten Auto-Bloggerspotlight des Monats – das im April auf Renault fällt, ergab sich am Freitag kurzfristig noch ein Interview mit Renault Deutschlands Produktmanager für Zero Emission Autos Reginar von Schoenau.

Die anderen BlogLight Beiträge der Auto-Blogosphäre findet Ihr unten am Ende des Artikels. Unbedingt durchklicken – da sind interessante Geschichten dabei!

Ich gebe das ganze hier aus dem Gedächtnis wieder, da ich das Gespräch nicht aufnehmen konnte. Die Antworten sind also meine Interpretationen von Reginars Aussagen.

Renault ZE Modellpalette (c) Renault

Als erstes interessierte mich Warum sind die Elektroautos bei Renault so nah am ganz normalen Auto dran? Verglichen mit den eher spacigen Elektroautos wie Opel Ampera, Nissan LEAF oder Tesla Roadster sehen Renaults Z.E. Modelle Fluence und Kangoo ja sehr “normal”.

Reginar erklärte mir, Renault möchte nicht nur mit einem einzelnen auf E-Mobilität spezialisierten Auto an den Start gehen, sondern mit einer Flotte von Stromern. Wenn man als Hersteller dann nah an seinen Serienmodellen bleibt, bringt das einige Vorteile:

  1. Schnellere Umsetzbarkeit bis zur Produktionsreife
  2. Es müssen keine neuen Produktionsstraßen gebaut werden
  3. Die Produktion ist günstiger

Damit war in einem Zug auf meine Frage danach beantwortet Warum im Motorraum der Elektroautos auch alles so ähnlich wie im thermischen (Renaults Begriff für Verbrenner-Autos) Fahrzeug aussieht.

Macht man die Haube eines Renault ZE auf, sieht man als erstes einen silbernen Kasten, der entfernt an einen Zylinderkopf beim Spritter erinnert. Das ist allerdings weder der Elektromotor noch der Gleichrichter, wie ich immer vermutete, sondern die Ladeeinheit. Eine 12V Batterie für die Bord-Elektrik ist auch immer noch zu finden, genauso wie eine Bremsanlage, Untersetzungsgetribe, Antriebswellen usw.
Je näher man im moment an der klassischen Nutzung des Motorraums bleibt, desto einfacher kann Serien- oder seriennahe Technologie genutzt werden. Dann noch ein paar orange Stromkabel dazu und los gehts :)

Aus der (c) Renault Fluence ZE Broschüre

Twizy und Zoe als mehr oder weniger eigenständige Modelle (der Zoe teilt sich einiges an Technologie mit dem Clio) profitieren ebenfalls von dieser Strategie.

Damit hat Renault bis Ende des Jahres 4 Elektro-Modelle im Showroom stehen. Auf der IAA hatten wir zudem auch noch den Frenzy gesehen – ein rein-elektrischer Family-Van, der – wenn er denn kommt – vermutlich auch bereits eine größere Reichweite erhalten wird.

Renault und Nissan sind ja in einer Allianz kooperiert. Wie groß ist der Anteil an Technologie in den Elektroautos, die sich die Hersteller teilen?

Die Antwort hat mich echt überrascht. Sie lautete nämlich: Null.

Nissan war mit dem LEAF ja bereits gegen Ende 2010 am Start. Damit knapp ein Jahr eher. Renault hatte etwas mehr Zeit zum entwickeln. Auch auf Grund der Tatsache, dass die Technologie, die Nissan verwendet sowohl mit dem japanischen Gleichstromnetz wie auch mit dem europäischen Drehtstrom funktionieren muss, konnte sich Renault auf den europäischen Standard konzentrieren. Soweit ich weiss, werden die gleichen Batterien in der Allianz verwendet, allerdings hatten wir darüber nicht gesprochen.

Dazu gibt noch einige weitere Unterschiede in der Technologie: Nissan verwendet momentan noch permanent Magneten während Renault auf Wechselimpulsmagneten setzt. Das soll zum einen effizienter sein – zum anderen ist Renault so nicht auf die “seltenen Erden” angewiesen.

Aus meiner Erfahrung mit dem LEAF interessierte mich, wie die Renaul ZE Autos die Reichweite während der Fahrt berechnen

Da sind sich Renault und Nissan dann wieder sehr ähnlich. Die Reichweite wird zunächst mal nach dem Profil der zuletzt gefahren Strecke errechnet. Ist man also vorher geheizt, wie ein geisteskranker (was ich natürlich nie tue *hust*) dann ist bei der nächsten Fahrt die Reichweite niedrig. Während der Fahrt passt sich die Berechnung dann in Echtzeit an die Fahrweise und das Streckenprofil an und kann sich also mit der Zeit erhöhen.

Umgekehrt funktioniert das Prinzip natürlich auch. Bin ich vorher wie eine alte Oma gefahren und bin dann eher zügig unterwegs, sinkt die Reichweite ggf. schneller als erwartet.

Interessant zu erwähnen ist noch, dass das optimale Einsatzgebiet für  Elektrofahrzeuge genau entgegengesetzt zu dem von thermischen ist: Stadtfahrten, mit viel Stop-and-Go und langsamer Fahrweise sind das Element der Stromer. Lange Fahrten bei Geschwindigkeiten um 80 und höher sind weniger effizient. Bei Verbrennern ist es genau umgekehrt.

Flieger und Kofferleber Olli wollte wissen, ab wann denn mit komkurrenzfährigen Preisen für Elektroautos zu rechnen wäre. 

Renault bekommt jetzt schon Preise für Elektrofahrzeuge hin, die vergleichbar sind mit den entsprechenden Dieseln. Sobald Elektro-Modelle in höheren Volumina gekauft und damit auch produziert werden, gehen die auch die Produktionskosten und damit die Preise runter. Über die Zeit werden zusätzlich noch Investitions- und Entwicklungskosten abgeschrieben, was sich auch noch einmal positiv auf den Preis auswirkt.

Grundsätzlich sind wir zur Preisdebatte um Elektromobilität aber relativ schnell auf einen Nenner gekommen. Das sehe ich persönlich nämlich ganz genauso:

Ein 386 PC SX25 – also mit 25 Megahertz kostete Mitte der 80er 25.ooo D-Mark. Ich kann gerne die Happy Computer mit der Werbeanzeige drin raussuchen. Heute kostet ein Rechner der um gut das hundertfache schneller ist – fast das hundertfache weniger. Zumindest bei ebay ;) Aber Ihr versteht, was ich meine.

Das iPhone ist auch so ein Beispiel. Als das rauskam konnte es noch fast nix ohne Apps. Und war schweine teuer. Gut heute ist es immer noch schweine teuer – das liegt aber daran, dass Apple leider nich keine ernstzunehmende Konkurrenz und bereits eine große Verbreitung hat. Aber dafür ist die Leistungsfähigkeit und Funktionsvielfalt der iOS Geräte immer weiter gestiegen

Übertragen auf Elektroautos hieße das – fürs gleiche Geld gibts in 5 Jahren mehr Reichweite, (noch) mehr Leistung, die alten Modelle werden preiswerter und die Apps im App-Store möchte ich übertragen auf E-Mobilität mal mit der Ladestruktur vergleichen.

Das beste Beispiel ist der Zoe. Der stellt Ende 2012 schon eine Weiterentwicklung dar: Er kommt mit Schnell-Lade-Technologie. Also ein weiterer Technologieschritt. Ein Fluence oder Kangoo der nächsten Generation können das dann ebenfalls.

Statt mehr Apps gibt es in Deutschland dann (hoffentlich) bald viel mehr Schnell-Ladestationen. Damit wird die Technologie noch benutzbarer und bald ist es auch kein Thema mehr, mit einer Grundreichweite von 170 Kilometern eine Reise von 500 und mehr Kilometern zu machen, wenn man genug Schnell-Ladestationen auf der Strecke hat.

Wie wird dem Kunden Elektromobilität schmackhaft gemacht?

Renault arbeitet mit unterschiedlichen Partnern zusammen, um den Kunden die neue Technolgie so attraktiv wie möglich zu machen.

  • AVIS / Europcar bieten ZE Kunden vergünstigte Mietwagen-Konditionen an
  • RWE bietet die Wallbox zum Laden samt Installation und passenden Ökostrom Ladetarifen
  • Verwerterpartnerschaften um Akkus aus den Fahrzeugen neu aufgebaut oder recyclet werden

Wo steht Elektromobilität in 10 Jahren?

Reginar muss bei der Frage schmunzeln. Er hofft, dass wir bis dahin die von der Bundesregierung angepeilten 1 Million Elektroautos auf deutschen Straßen haben werden. (Ich hoffe ja auf deutlich mehr)

So unrealistisch ist das ganze aber auch nicht. Wir haben heute schon 2,3 Fahrzeuge pro Haushalt. Tägliche Pendlerfahrten können größtenteils elektrisch gemacht werden. Für die Stadt ist Elektro die perfekte Mobilitätslösung. Und mit der wachsenden Lade-Infrastruktur werden Elektroautos natürlich noch VIEL interessanter für kommerzielle Kunden. Vom Handwerker über den Taxifahrer oder den Lieferdienst.

Selbst eines der Hauptargumente der deutschen (so auch meiner Eltern) – die jährliche Fahrt in den Urlaub ist mit gut ausgebauter Lade-Infrastruktur kein Problem mehr. Ganz ehrlich haue ich mir bei diesem Argument auch immer wieder gerne beherzt vor die Stirn: Für EINE Fahrt im Jahr kann man sich ein Auto für 2 Wochen leihen, einen Autozug nehmen, oder zur Not auch das Auto zu Hause lassen und in den Flieger steigen.

Hinzu kommen Länder wie China, wo teilweise das thermische Auto komplett übersprungen und vom Fahrrad gleich auf E-Mobilität gesetzt wird.

Ich hoffe Ihr fandet meine Zusammenfassung unseres gut 1-stündigen Gesprächs genauso interessant wie ich. Vielen Dank nochmal an Reginar und natürlich auch ein fettes Danke an Renaults Mann für Social Media Fabian Rangol für die kurzfristige Organisation, so kurz vorm Wochenende :-)

Hier die BlogLight Beiträge der anderen Auto-Blogger zu Renault als “Hersteller des Monats”