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Gemüsegarten gerodet und ein weiteres Bokashi-Grab gegraben

Gemüsegarten gerodet und ein weiteres Bokashi-Grab gegraben

Das wurde Zeit. Und bei der ganzen Leserei musste auch mal wieder ein bisschen körperliche Arbeit sein. Wir haben den Gemüsegarten ordentlich ausgemistet und nen ordentlichen Komposthaufen aus einem alten Kartoffelkorb gebastelt.

Kompost im Gemuesegarten auf dem Ponyhof

Kompost im Gemuesegarten auf dem Ponyhof

Unser 2. Flachbeet für nächstes wird mit unseren 3-4 Wochen lang gereiften Bokashi-Kompost-Eimern von Wurmwelten gefüttert. Den ersten Eimer habe ich vor 2 Wochen schon zum vererden reingekippt und verbuddelt. Und JAPP, es roch so wie es aussieht ;) So wie 4 Wochen fermentierte Bio-Reste halt so riechen:

Bokashi Inhalt vererden

Bokashi Inhalt vererden

Eben habe ich für den nächsten schonmal Platz gebuddelt (unten rechts). Kann ja gut sein, dass es jetzt demnächst ordentlich Frost gibt, dann brauche ich demnächst nicht im gefrorenen Boden rumstochern:

Gemuesegarten-Bokashi-Grab

Im Frühjahr bauen wir uns für die beiden Flachbeete Rahmen und bespannen die mit Gewächshausfolie. Dann haben wir gleich mal zwei 5×1,5m Frühbeete. Dann gibt’s nächstes Jahr hoffentlich noch ergiebigere Hobby-Ernte ;)

Unser erster Bokashi Eimer ist voll mit Bio-Müll

Unser erster Bokashi Eimer ist voll mit Bio-Müll

Seit über 2 Jahren fällt bei uns so gut wie kein Restmüll mehr an. Meine Süße hat schon immer stark auf Müllvermeidung und Recycling geachtet, seit wir auf Paleo-Ernährung umgestellt haben und nur noch echte Lebensmittel ohne Verpackung verarbeiten und essen ist der anfallende Müll noch weiter zurück gegangen. Bei einem Essen mit Freunden vor einiger Zeit war das einzige, was 8 Leute für den Mülleimer produziert haben die Zigarettenkippen.

Dadurch, dass wir nur noch Gemüse, Eier, Fleisch und Obst essen, fallen auch die Verpackungen größtenteils weg. Das was bleibt sind:

  • Essensreste (sehr wenig, da wir immer brav aufessen, was wir kochen)
  • Schalen und nicht verwertbares
  • Knochen
  • Eierschalen
  • Spülausguss-Mumpe
  • Boden-Funde
  • Staubsuager-Inhalt

Da wir auf einem Bauernhof wohnen, haben wir das bisher immer auf den Misthaufen unseres Vermieters geworfen. Doch dieses Jahr sind wir mit unserem Permakultur-Gemüse-Garten gestartet und wir fanden die wertvollen Reste zu schade für den Misthaufen, auf dem alles landet.

Zum einen wollen wir zukünftig TerraPreta herstellen, zum anderen wollen wir uns den Weg zum Misthaufen sparen und die Küchenabfälle direkt in der Küche wegwerfen, statt täglich mit einer Schüssel quer über den Hof zu laufen.

Dann stieß die Süße auf Wurmfarmen und Bokashis.

Wurmfarmen sind genau das, was der Name andeutet ;) Ein Behälter mit Würmern drin, die entweder gezüchtet werden oder einfach nur die Abfälle auffressen und verdauen.
Allerdings sollte man in Wurmfarmen weder Fleischreste noch Knochen werfen. Da wir davon durchaus einiges haben – alleine vom regelmäßigen Knochenbrühe kochen – fielen die Wurmfarmen also raus.

Blieb der Bokashi – Japanisches Allerlei

Der Begriff klingt nicht nur japanisch, er ist es auch. Das Prinzip, Bio-Abfall in der Küche zu sammeln, zu komprimieren und in wertvollen Dünger umzuwandeln haben sich die Japaner ausgedacht.

Der Bokashi-Eimer ist so aufgebaut, dass die Feuchtigkeit – der Bokashi-Saft – nach unten durchsickern und durch einen Wasserhahn abgelassen werden kann. So fängt das Zeug im Eimer nicht an zu gammeln. Regelmäßig werden EM-Flocken (Effektive Mikroorganismen) über die Überreste gestreut. Die darin enthaltenen Milchsäure-Bakterien, Hefen und Organismen zersetzen und fermentieren den Bokashi Schicht für Schicht und machen Bokashi-Erde draus, die dann direkt aufs Beet kann.

Bokashi-Saft

Die Flüssigkeit, die wir regelmäßig aus dem Eimer ablassen heiß Bokashi-Saft und taugt nicht nur als klasse Dünger (im Verhältnis 1:30!! mit Wasser gemischt, reicht der ewig) sondern auch als Abflussreiniger.

Das stinkt doch wie Hölle, oder?

Nö. Gar nicht. So lange der Eimer zu ist riecht man gar nix. Wenn man den Saft ablässt oder den Deckel öffnet um neuen Abfall loszuwerden, riecht es für ein paar Minuten ein wenig nach herzhaftem Rülps in der Küche. Das sollte man auch so wenig wie möglich tun, da die Fermentierung durch die Mikroorganismen in anaeroben Umgebung – also ohne Sauerstoff statt finden muss. Ansonsten ist das Teil erstaunlich geruchsneutral :)

Und dann gehts voll ab im Garten?

So hoffen wir jedenfalls. Wir haben nun 1 1/2 Eimer voll und werden über den Winter unsere Beete mit Bokashi “füttern”. Dann wird die Bokashi-Masse bis zum Frühling wohl verredet sein. Die Zucchini-Ernte war dieses Jahr schon exorbitant ergiebig. Die Biester wachsen wie der Teufel.
Wie gesagt – der erste Eimer ist voll und muss noch ein paar Tage stehen. Bis halt der 2. Eimer voll ist ;) Dann wird der erste geleert und der 2. wartet und ruht. So ist immer ein Bokashi im Einsatz und der andere fermentiert so vor sich hin.
Mal sehen, was wir dann in der nächsten Garten-Saison so rocken können ;)

Wo kriegt man die Bokashis?

Wir haben unseren Bokashi von wurmwelten.de – dort gibt es eben auch besagte Wurmfarmen für Kompostwürmer (an die wir erst gedacht hatten) und auch extra Würmer für Pferdemist mit denen reine Pferdemisthaufen rasend schnell in wertvolle Humus-Erde verwandelt werden. In dem Bokashi-Set von Wurmwelten.de sind direkt 2 Eimer enthalten, damit wie oben beschrieben ein Eimer voll 3-4 Wochen ruhen kann und der andere gefüllt wird, dann wird gewechselt.

Es gibt auch diverse Selbstbauanleitungen im Web aus Farbeimern und so Zeugs. Damit habe ich keine Erfahrung. Wenn man sich die Dinger nicht direkt in die Bude stellt, kann man das sicher auch ausprobieren. Wir wollten dann doch lieber etwas ohne Experimente, das etwas repräsentativer aussieht ;)

Für jeden, der nen eigenen Garten hat und ordentlich Dünger produzieren will, ist nen Bokashi ne feine Sache. Geht schneller als kompostieren und sowohl Erde als auch Flüssigkeit lasen sich sehr gezielt einsetzen.

Als nächstes steht auf unserer Liste nun nen Pyrolyse-Kocher, mit dem wir nicht kompostierte Pflanzenreste aus dem Beet in Pflanzenkohle verwandeln können.

Terra Preta olé!

:)

Ach ja: Wieviel Restmüll haben wir denn noch?

Danke Philipp fürs fragen! Das hatte ich ganz vergessen:

Kennt Ihr diese kleinen Apothekentüten? Davon haben wir eine halbvoll mit Restmüll pro Monat. Und 0,5 bis 1 gelben Recycling-Sack pro Monat.