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Kleine Design-Lehre bei der Auto-BILD -> große Aufregung bei Mercedes-Fans.de

Kleine Design-Lehre bei der Auto-BILD -> große Aufregung bei Mercedes-Fans.de

Die Jungs drüben bei den Mercedes-Benz Fans regen sich auf: Die Auto-BILD lässt 4 Design-Profs am Beispiel des Mercedes-Benz SLK erklären, was gutes Design ist und was nicht.

Dass die Gestaltung des SLK dabei nur auf Platz 11 von 11 kommt, interessiert Thomas als Mercedes-Fan dabei gar nicht so sehr.

Letztens noch mit nem SLK in der SChweiz unterwegs gewesen

Vielmehr geht es ihm darum, dass die Auto-BILD mit Ihrem Vote das genaue Gegenteil von dem erzählt, was Ihre Leser im Sommer 2011 bei der Leserwahl entschieden haben: Da wurde der SLK zum schönsten Auto gewählt. Schon ein krasser Widerspruch. Wobei ich grundsätzlich ja Bjoern recht gebe, wenn Fachleute und Kunden immer einer Meinung wären, würden alle nur noch die Zeit, FAZ und Süddeutsche lesen, aber keiner mehr die BILD. Oder lasst es mich mit einem Liedchen ausdrücken:

Ich kann Thomas Aufregung ein Stück weit verstehen. Weil es mal wieder die typische Hüh-Hott-Haltung der Medien wie der Auto-Bild unterstreicht. Vermutlich hieß es in der Redaktions-Sitzung:

“Wir brauchen mal wieder so einen richtigen Aufreger!”
“Genau! Kommt, wir verreißen mal jemanden ordentlich, dem es eh nicht wehtut, weil die Käuferschicht uns eh nicht ernst nimmt”
“Lass uns was über Design machen!”
“Gute Idee, das kann man nicht wissenschaftlich messen, geschweige denn beweisen”
“HA ICH HAB’S! Wir zeigen, dass man Design DOCH wissenschafltich beweisen kann!”

So, oder so ähnlich könnte es abgelaufen sein. Vielleicht aber auch ganz anders. Ich habe mir die Redaktionskonferenz ja gerade ausgedacht. Als Hobbyschreiber darf ich das. Dürfen sich “Leitmedien” auch einfach mal was aus den Fingern saugen, um Meinung zu machen?

Ich meine HAAALLOO? Wir sind hier in Deutschland! Wenn sich jemand hingestellt und an 10 Punkten erklärt hätte, warum der SLK wissenschaftlich erwiesenermaßen ganz vorherragend designt ist, hätte sich ja keiner drum gekümmert. Kaum wird kritisiert (wobei ich den Gradmesser auf der andenhaarenherbeiziehskala mal aussen vorlasse) – kritisieren wir brav zurück. So funktioneirt das nunmal im Land der Nörgler und Stänkerer.
Mir persönlich sind “10 Gründe warum dies&jenes super ist” deutlich lieber. Ich ärgere mich einfach nicht gerne :)

Vielleicht möchte Thomas allerdings auch gerne mal hier auftauchen ;)

Bei der Frage ist Design wissenschaftlich mess- und bewertbar kann ich nur mit gefährlichem Halbwissen glänzen. Der Grafik-Designer, den ich gerade gefragt habe zuckt mit den Schultern. Ich denke, das ist auch unerheblich in der Frage hier. Es geht nicht um Schönheit, Geschmack oder das reine Aussehen.
Warum muss ich gerade eigentlich an den Club der toten Designer Dichter denken?

Schönheit zu beurteilen ist müßig. (Produkt-)Design als Gebrauchskunst zu bewerten kann schon Sinn machen. Kommt auf die Fragestellung an:

  • Ist das Design umsetzbar?
  • Ist das Design umweltfreundlich?
  • Ist das Design sicher?
  • Ist das Design von Kunden akzeptiert?
  • Ist das Design bezahlbar?

Ich habe diese Fragen mal aus Erinnerungen an Gespräche mit einer Freundin von mir abgeleitet, die als Produktdesignerin für Babyspielzeug arbeitet. Und DIE kann in ihrem Metier beweisen, was gutes und was schlechtes Design ist.

Aber ob man diese Fragen auf 2 Seiten AutoBild, die zu 4/5 aus Bild bestehen klären kann… Ich weiß ja nich.

Eins weiß aber übrigens doch:
Mir persönlich gefällt der SLK sehr gut – ABER wisst Ihr was? Mir wäre es völlig wumpe, wie das Auto von außen aussieht. Letzte Woche durfte ich mit dem Wagen von Bern nach Genf fahren. Offen. Bei 4 Grad Außentemperatur und die Alpen im Blick.
Der Air-Scarf also die Nackenheizung im SLK ist die pure – sonderausstattunggewordene – Lebensqualität!
Wenn ich mir EIN Feature aus einem Auto zum überall mit hinnehmen wünschen könnte, dann ist es für mich als Bildschirmarbeiter mit verspanntem Nacken der AirScarf! Noch nie war mein Nacken so entspannt und der Kopf vom Fahrtwind trotzdem so frei gepustet. Herr-Lich! :)

Mich würde interessieren, was mein Mitfahrer aus dem SLK – Kim von Design-Lovr – dazu denkt. Er beschäftigt sich ja deutlich intensiver mit dem Thema. Also: Wonach bemisst man die Qualität eines Designs und wie bewertest Du das Design des SLK, Kim?
Oder besser noch: Lass doch mal Deine Leser auf dem Blog, die vom Fach sind etwas dazu sagen.

Immerhin hab ich jetzt mal eine Überschrift hinbekommen, die einem BILD-Titel würdig wäre :)

Range Rover Evoque Designer Jeremy Waterman im Interview @evoquenews

Range Rover Evoque Designer Jeremy Waterman im Interview @evoquenews

Letzte Woche konnte ich mal wieder das angenehme mit dem nützlichen verbinden. Wie angekündigt, hatte Land Rover mich zu einer Party eingeladen, auf der der neue Range Rover Evoque “Hallo” sagt. Zu dieser sehr stylishen Modelleinführung gibt es natürlich auch eine eigene Webseite – Hello Evoque

Der Evoque wird Range Rovers erstes Modell im Luxus Kompaktsegment werden. Und das Auto ist echt verdammt schick geworden kann ich Euch sagen.

Für den Offroad-Einsatz bei der Herkunft sicher tauglich, aber eigentlich viel zu schade zum einsauen auf dem Stoppelfeld :) Mich erinnert das Auto in weiß (so stand es auch auf der Party) übrigens DERBE an einen Stormtrooper :-)

Eine Probefahrt war leider noch nicht machbar. Es war nur ein Auto da und das war für die Party virtuos zwischen die Dinner-Tische im Pop-Restaurant “Alte Münze” gefahren. SEHR coole Location. Leider war das der letzte Abend des Restaurants in der alten Münzfabrik. Wie Land Rover an die Location gekommen ist hat Fashionpuppe Annafrost hier in dem Posting erklärt. Alleine die Tresortüren auf dem Weg durch das Gebäude waren beeindruckend. Und alles voller kleiner Kunst- und Design-Stücke.

Speaking of Design. Super Überleitung! :-)

Mit einem der Designer des Autos konnte ich nämlich sprechen den Abend. Jeremy Waterman – Manager Exterieur Design bei Land Rover hat mir einiges erzählt – zum Evoque, seiner Vergangenheit bei Lincoln in den Staaten und natürlich lass ich so einen hochkarätigen Interviewpartner nicht von der Angel, ohne seine Einschätzung zum Auto der Zukunft :)

Hier das Video mit einigen Bildern vom Auto natürlich:

Probemodel statt Probefahrer Teil 1 für @zylinderblog

Probemodel statt Probefahrer Teil 1 für @zylinderblog

Letztens sprach Fabian Ottman mich an, ob ich nichtmal eins seiner T-Shirts au der Benzin im Blut Collection probetragen möchte, ich dürfte es dann natürlich auch behalten. Da sag ich natürlich nicht nein.

Auf Twitter folgte ich ihm eh als @Zylinderblog schon ne Weile und hatte da bereits mitgekriegt, dass Fabian ziemlich umtriebig ist :)

Also habe ich mich mal durch den Benzin im Blut Shop geklickt und das “Late Apex” Shirt hat es mir angetan. Hübsches, oldschooliges Motiv im leicht used Look. Das T-Shirt in diesem coolen grau, das mein altes Ramones T-Shirt erst nach 10 Jahre und gefühlten 100 Wäschen hatte :)

Aber das ist noch nich alles: Als ich in das “Late Apex” Shirt reinschlüpfen wollte wunderte ich mich schon, warum das T-Shirt so schwer ist. Hat da einer ne Zündkerze dran gehängt oder was?
Jepp, einer hat :) Im Kragen vom Shirt war ncoh ein Schlüsselanhänger aus ner echten Zündkerze dran getackert :-D

La Kerze

Nach dem ich den Funkengeber abgetüdelt hatte, kam die nächste Überraschung. Da stand was innen im Shirt drin. Ja nee, nicht die Waschanleitung. Größer.

Also den Wams mal eben auf links gezogen und Zack, hab ich den perfekten Spickzettel für die Rennfahrer-Schule. Und die Erklärung wie ich den perfekten “Late Apex” erwische. Fabian hat seine eigene Rennsporterfahrung v.a. auf der Nordschleife nicht nur in die coolen Motive seiner Shirts einfließen lassen sondern sein Know How auch auf der Innenseite verewigt.

Da kriegt Ihr die Fahranleitung für die pefekte Kurve:

Sehr cool. Und dazu gab es noch das oben schon gezeigte Benzin im Blut Logo Shirt ebenfalls im used Look. Danke Fabian – ich muss im Sommer nicht frieren ;)

Flugzeugtrolleys als Designobjekte bei Skypak

bild-39 Eigentlich ist Olli ja in unserer kleinen digital-dictators Blogwelt ja für alles was mit Fliegen zu tun hat zuständig, aber heute liefer ich auch mal einen ;) Und den despektierlichen Ausdruck für Stewardessen, der mit impulsartiger Bewegung von Fruchtnektar zu tun hat spar ich mir besser ;)

Am Wochenende auf dem Buzzcamp von Rob habe ich Peter Fischer kennen gelernt. Der verkauft mit seiner Firma Skypak eben diese von Stewardessen durch die Mittelgänge der Lüfte geschobenen Erfrischungs- und Duty-Free Wägelchen.

Allerdings von Designern richtig hübsch gemacht. Schaut einfach selber mal vorbei. Für ne abgefahrene Küche mit fernbedienbarer Dunstabzugshaube oder Dauergriller draussen perfekte Dinger. Das coole ist – in die obere Schublade, kann man nen Trockeneisklotz reinknallen und dann sind die Kisten sogar ordentlich gekühlt.

Und Trockeneis kann man tatsächlich im Internet bestellen. Was es nich alle gibt…

Die Design Trolleys sind übrigens nagelneu. Skypak ist mit gebrauchten Trolleys gestartet. Diese können zwar günstiger angeboten werden, aber sind eben dann gebraucht, haben einige (vermutlich hunderte) Male die Erde umrundet und auch mal ne Turbulenz abgekriegt. Das hieß: Beulen. Und wenn man sich so ein schickes, außergewöhnliches Möbel für knappe einsfünf in die Küche stellt, will man ja schon was neues haben.