Probefahrt der Anderen: Ford Focus Electric bei @engadget

Das dürfte wohl die kürzeste Probefahrt der Welt sein :) Und dazu noch in geschlossenen (Messe-)Räumen. Sowas geht auch nur mit Elektro-Autos.

Credit: Engadget - Ford Focus Electric Probefahrt in Detroit

Ok, eigentlich ist es mehr ein probe-gefahren werden, was Engadget Reporter Tim Stevens da erlebt. Das Video könnt Ihr Euch leider nur auf der Seite anschauen. Entweder brauchen die den Traffic sehr dringend, oder jemand hat einfach vergessen, die Embed-Funktion frei z geben.

Ob es auf der nächsten IAA eine Indoor-Probefahrt-Strecke für alle EVs (Electric Vehicles) gibt? Das würde ja mal ordentlich Mitmach-Charakter auf die Messe bringen. Und die Probefahrt-Ticket werden vorher verlost – oder verkauft wie bei Renault *gg*

/via Engadget.com/de

Ye Zi Concept Car: CO2 rein – Sauerstoff raus

(Bildrechte: Shanghai Automotive Industry Corporation)

Also ehrlich – aerodynmisch ist was anderes. Mal abgesehen davon, dass das Feigenblättchen als Dach für mich als Laien nicht grade nach der Krone des cw-Werts aussieht: Schneller als 40 sollte man damit nicht fahren, sonst macht das hübsche Auto eine Rolle rückwärts. Sollte einem mal das Dach abfliegen, gibt es bei IKEA auf jeden Fall Ersatz-Teile :)

(Bildrechte: IKEA)

Spaß bei Seite – Der Ye Zi – was wörtlich übersetzt erstaunlicherweise Weise – Blatt bedeutet, folgt schon einem tollen Konzept: Er wandelt während der Fahrt CO2 in Energie und Sauerstoff um. Wenn die Pläne der Shanghai Automotive Industry Corp. aufgehen, dann hätten wir nicht nur Energie mäßig ein perpetuum Mobile, sondern auch ein umweltetuum Mobile. Letztendlich passt seine Energie-Erzeugung zum Look: Es klingt nach künstlicher Photosynthese.

Das Dach soll aus Solarzellen bestehen. Die kleinen Propeller auf den Felgen sollen wie Turbinen funktionieren und Strom erzeugen. Das Fahrwerk besteht aus Metal Organic Framework, das der Umgebung CO2 entzieht, und einer Bio-Brennstoffzelle zuführt. In der Mikrobiellen-Brennstoffzelle wird aus Wasser der Wasserstoff abgespalten und so bauen die Mikroben Methan (CH4) zusammen und spucken Sauerstoff O2 aus. So erklärt es Martin hier) Das Dach nimmer  die ebenfalls Strom erzeugt und Wasserdampf ausspuckt (hätte man da nicht auch noch eine Turbine anbauen können um Strom zu erzeugen? Oder wenigstens Espresso?)

(Bildrechte SAIC)

Die Frage ist nur: Wenn irgendwann nur noch YeZis auf unseren Straßen rumfahren – haben wir dann eine Sauerstoff Überproduktion? Möglicherweise sogar SO viel Sauerstoff in der Atmosphäre, dass sich keiner mehr eine Zigarette anzünden kann, weil jedes bißchen Abgas gleich Brandbeschleuniger ist?

Gibt es nachts dann Ye Zi Fahrverbote, weil die Bäume sonst ersticken? ;)

Ok, ich übertreibe. Das Konzept ist eine tolle Idee. Die Jungs haben da alle Technologien, die es aktuell gibt (wie künstliche Photosynthese und künstliche Blätter) sinnvoll kombiniert. Leider eben nur theoretisch. Hoffen wir, dass es bald funktioniert! 20 Jahre sind ja ncoh Zeit – das Auto wurde als Concept-Car auf der EXPO im Pavillon Drive to 2030 vorgestellt. Ich habe nur den Urban Planet und den Deutschen Pavillion als ich dort war gesehen. Sonst hätte ich mir im Hotel vorher auf einen Zettel schreiben lassen, was “Lass mal Fahrn – Gib Schlüssel” auf chinesisch heißt und hätte dem Standchef mein schriftliches Begehr höchst feierlich überreicht.

Obwohl – vielleicht hätte auch englisch oder sogar deutsch gereicht, denn laut CNET sind auch General Motors und Volkswagen am YeZi beteiligt.

Weitere Bilder bei autohome.com.cn

Auf das Thema aufmerksam geworden durch Boonsris Artikel auf smartplanet

Peel P50 – das kleinste Auto der Welt zum Preis eines ganz Großen!

Der Peel P50 sieht ein bisschen aus, wie frisch aus nem Überraschungs-Ei zusammen gebaut. Das PeelPort ist wohl auch eine große, gelbe Eierschale, die ich mir locker in den Vorgarten kegeln kann.

Wikipedia

Der Peel ist grade mal 60 Kilo schwer, 1,34m lang und 1,27m breit. Der alte hatte nen Benziner mit 4,5 Ponies und rannte mit viel Mut 70 Sachen. Der neue ist ein Elektroauto und geht mal grade 16km/h. Dafür kann man mit dem Dingelchen auch auf dem Bürgersteig fahren: Ich seh schon: Ommas, die Peelbaseball mit Ihrem Regenschirm spielen und Jugendliche, die das Auto auf die Straße treten.

Das Auto is ja süß. Und bestimmt irgendwie sinnvoll mit seinem Elektromotor für 16 km/h. Ich hätte lieber den Benziner mit einem Handgriff am Heck als Rückwärtsgang. Es reichte damals nur für 3 Vorwärtsgänge.

Aber vergleichen wir doch mal die Version von 1962: Der kostete damals 198 Pfund. 1960 betrug der Wechselkurs Pfund zu D-Mark ungefähr 1:11,70. Macht also einen Preis von:

*KAAAAAATSCHING* 2.316,6 Mark

Bis 2005 hatten wir eine Inflationsrate von 411%. Mal 2316 sind 9 518,76 Mark – geteilt durch zwei ergibt so grob 4.759,38 EUR. (Jaaaa, mein VWL Wissen ist etwas angestaubt, aber selbst mein BWL-Dozent hat immer gesagt: “bei uns ist es Pi mal Daumen. Bei den VWLern muss man nur auf die richtige Seite zeigen” :))

Ok. Also wären wir heute bei nem Preis von 5.000 EUR mit Überführung und Sechsfachbereifung (Ist ja nen Dreihrad auf Kinderwagenrädern). Und was nehmen die Herrschaften von Peel für die Karre?

17.500 EURO sagt heute.at. Nee, für die Kohle fällt mir durchaus was sinnigeres ein. Nen 68er Mustang Fastback zum Beispiel.

Jeremy Clarkson hat den alten Peel (Datenblatt bei Carsablanca) natürlich gefahren – alle 193cm von ihm :) Und AutoBILD sagt für 13.000EUR kriegt man schon Nachbauten mit Sprit.