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Ersteindruck zum Slowcooker von Netherton Foundry

Ersteindruck zum Slowcooker von Netherton Foundry

Kochen ist ein wichtiger Teil meines Lebens geworden in den letzten Jahren. Dazu gehören natürlich viele verschiedene Zubereitungsarten und wenn Du Dich im Paleo Lifestyle bewegt, stößt Du irgendwann unweigerlich auf Slowcooker (Erklärung im Paleowiki). Bis wir auf unseren wunderschönen Netherton Foundry Iron Cast Slow Cooker gestoßen sind, dauerte es eine ganze Weile.

Slowcooker sind genau das was der Name sagt: Das Gegenteil von Schnellkochtöpfen. Bei niedriger Temperatur under dem Siedepunkt (70-90 Grad) gart das Essen im Slowcooker 6-12 Stunden vor sich hin. Die Inhaltsstoffe und der Geschmack im Essen bleiben erhalten. Im deutschen Haushaltswarenhandel sind Slowcooker noch nicht so richtig angekommen. Hier und da findet man mal einen Schongarer oder einen Warmhalte-Gerät, das sich umfunktionieren lässt, aber auf unserer Suche nach einem passenden Gerät für Angie und mich wurden wir lange nicht fündig. In Deutschland scheinen sich langsam aber sicher Multicooker zu etablieren. Das sind Geräte, die langsam und schnell kochen können, Reiskocher und allerlei andere Geräte sind und dabei aussehen wie ein Shuttle der Enterprise. Wäre im Notfall gegangen, aber sieht halt nich so doll aus in der Küche :)

Vorteil beim Slowcooker:

  • Du schmeißt einfach alle Zutaten morgens rein, stellst das Gerät auf LOW und lässt es den Tag über Dein Essen garen.
  • Abends hast Du dann ein leckeres und schonend zubereitetes Essen.
  • Nährstoffe bleiben durch die niedrigen Temperaturen erhalten
  • Ich vergleiche das immer ein bisschen mit einem Smoker beim Grillen. Aber mit weniger Arbeit und weniger offenem Feuer ;)
  • Der Geschmack ist einfach göttlich!
Demnächst gibts auch das Rezept zum Braten ;)

Demnächst gibts auch das Rezept zum Braten ;)

Das Slowcooker-Angebot in Deutschland ist echt überschaubar

Wenn man sich bei Amazon durch die Slowcooker Angebote klickt, findet man sehr viele amerikanische Geräte. Dort wurde in den 70ern das Prinzip des Slowcooker von der Rival Company erfunden und auf Grund des Materials als CrockPot auf den Markt gebracht.

CrockPots fanden wir grundsätzlich erstmal gut, da der Innen-Topf (wie der Name Crock schon sagt) aus Keramik hergestellt ist. Also kein Aluminium oder giftiges Teflon-Beschichtungs-Zeugs aus der Weltraumforschung. Dann fanden wir heraus: Keramik ist auch nicht einfach nur Stein. Letzten Endes weißt Du bei Keramtik auch nicht genau, was da verarbeitet wurde und wie groß die Gefahr ist, dass etwas von den Stoffen im Topf in Dein Essen übergeht. Dazu kam, dass die Kundenmeinungen zu den bei Amazon Deutschland erhältlichen Geräten sehr, sehr durchwachsen waren. Zwar ist es bei Amazon ja kein Problem zu bestellen, zu testen und zurück zu schicken, aber wenn sich zusätzliche Arbeit und hin- und her-schickerei vermeiden lässt, dann vermeide ich die möglichst auch.

Slowcooker-Netherton-Foundry-Deckel

Angie entdeckte unseren Netherton Foundry

Nach tagelanger Recherche stieß Angie dann auf gefühlter Seite 33 der Slowcooker Angebote bei Amazon dann auf einen Gusseisentopf, der in etwa so hübsch war wie unsere Le Creuset Töpfe, aber doch ein bisschen anders gestyled. Noch einen Ticken rustikaler mit Eichengriff oben auf dem Deckel. Erst als wir beide die Beschreibung aufmerksam gelesen hatten, stellten wir fest:

Das ist tatsächlich ein Slowcooker! Aus Gusseisen. Mit eigener Kochplatte unten drunter.

Der Service beim englischen Familienunternehmen Netherton Foundry ist spitze! Über Twitter habe ich superfix meine Fragen beantwortet bekommen – z.B.

  • Ja, der Netherton Slowcooker funktioniert am deutschen Stromnetz
  • Ja, das Gerät hat ein CE Siegel
  • Je nach Einstellung (Warmhalten, LOW, HIGH) liegt die Temperatur bei ca. 70, 80-85 oder 85-90 Grad
  • Ja, der Topf ist auch Induktions-tauglich
  • Ja, Du kannst mit Paypal zahlen
  • Ja, das Paket ist auf dem Weg ;)

Versand aus England geht ja schnell heutzutage

Das hatte mich dann doch überrascht. Schon 3 Tage nach Bestellung stand ein ungefähr 10 Kilo schwerer Karton vor der Tür.

Und hey:
Wer auf Unboxing steht, kommt hier voll auf seine Kosten! Nicht nur weil die schweren Teile so clever verpackt sind – weil sie SCHWER sind! Selten war Unboxing so schwere Arbeit ;)

Den Pott aus der Kartonage zu holen, war schon ein kleiner Workout ;)

Den Pott aus der Kartonage zu holen, war schon ein kleiner Workout ;)

 

Das Logo von Netherton Foundry auf dem Karton zeigt übrigens die Ironbridge:

Slowcooker-Netherton-Foundry-Karton

Die Ironbridge in der Nähe von Colbrookdale. Diese Gegend in Shropshire war im 18. Jahrhundert das Silicon Valley der Welt: Denn hier begann die industrielle Revolution! Die 1781 eröffnete Ironbridge ist heute noch ein Denkmal für eine der größten Wendepunkte der Menschheitsgeschichte.

Slowcooker-Ironbridge-Wikipedia

Also:
In Shropshire versteht man was von der Eisenbearbeitung :) So auch bei Netherton Foundry. Aber nicht nur die Eisenverarbeitung ist Handarbeit.

Auch die Holz- und Keramikteile werden von Hand und zu über 3/4 gemeinsam mit regionalen Unternehmen hergestellt.

 

Wo bekommt man den Slowcooker?

 

Am besten direkt bei Netherton Foundry bestellen. Je nach aktuellem Kurs des Pfund kostet der Slowcooker mit Kochplatte zwischen 160 und 170 Euro plus Versand, der wegen des hohen Gewichts um die 20 Euro auf die Rechnung bringt. Per Mail oder Telefon einfach nachfragen, welche Versandoptionen bestehen.

Alternativ werdet Ihr auch bei Amazon UK fündig.

Rezepte, Tips und unsere ersten Kocherfahrungen mit dem Netherton Foundry dann beim nächsten Mal

Soweit erstmal zu unserem Ersteindruck mit unserem Netherton Foundry Slowcooker.

Hier gibt es einen der besten Testberichte zu Slowcookern bei The Sweethome

Und das Blog USA kulinarisch hat nochmal tolle Einführungen ins Thema Slowcooker und einen Koch-Einstieg (wenn auch nicht gerade Paleo-tauglich ;) )

Übrigens:

Jedesmal wenn wir jetzt mit dem Netherton kochen, will ich Restaurationman oder Amazing Spaces gucken :) Und das beste – die erste Folge der 4. Staffel fängt mit der Restaurierung eines Farmhauses in:

Shropshire an! Wie geil ist DAS denn bitte? :-D

 

Probegetippt: Microsoft Sculpt Ergonomic Desktop

Probegetippt: Microsoft Sculpt Ergonomic Desktop

Dies ist seit URLANGER Zeit Mal wieder ein Produkttest von Computerkrams. Der zudem noch auf höchstwitzige Weise zu Stande kam. Nämlich dank dem Brockhaus Projekt:

Microsoft sprach mich doch tatsächlich auf meinen Eintrag zu Arbeitsplatzergonomie an und fragte, ob ich nicht bei der ganzen BROCKHAUS-Tipperei nicht mal Lust hätte, den Microsoft Sculpt Ergonomic Desktop zu testen.

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Probetippen statt Probefahren? Aber klar doch! :-)

Dazu muss ich vorab sagen, dass ich ein RIESEN-Tastatur-Geek bin. Bis zu meinem quasi 90%igen Umstieg auf Notebooks vor gut 7 Jahren habe ich mehrere Tastaturen und/oder Mäuse pro Jahr gekauft. Quartalsweise sozusagen. Warum? Ich singe das mal kurz:

Eine neue Taste ist wie ein neuer Rechner schananananaaaaa :)

Das was ich am Rechner am deutlichsten wahnehme und tatsächlich be*nutze* sind eben die Teile auf die ich ständig gucke oder die ich ständig in der Hand habe. So ein Monitor birgt außer der schieren Größe nicht sooo viel Erneuerungspotenzial. Bei den Bedien-Werkzeugen sieht das deutlich anders aus.

Den Microsoft Natural Desktop habe ich vor gefühlten 10 Jahren benutzt. Und so begeistert wie ich auch davon war, musste er irgendwann zu Gunsten einer sehr flachen Tastatur weichen. Die platten Notebook-artigen Keyboards erzeuchen subjektiv das Gefühl, ich würde 3 Mal schneller tippen ;)

Und jetzt hat Microsoft mit dem Sculpt Ergonomic Desktop ein Set auf den Markt gebracht, das nicht nur Handgelenke, Schultern und Rücken schont, sondern verdammt nochmal schick aussieht!

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Auspacken

Erste Überraschung war der Karton: Da haben die Packungsdesigner von Microsoft mal ganze Arbeit geleistet! Nachhaltig und fast ausschließlich mit Pappe verpackt, sinnvoll aufgeteilt und richtig schick.

Begeistert hat mich dann aber vor allem die Verarbeitungsqualität der Geräte selber. Richtig schwere, wertige Materialien. Kein Knirschen, kein Knarzen. Das coolste dann gleich beim Batteriencheck (die sogar schon fertig eingelegt mitgeliefert werden):

Batteriefächer an Mäusen und Tastaturen sind normalerweise die Pest. Was hab ich da schon rumgeflucht, wenn ich mir den halben Fingernagel umgebogen habe. Wisst Ihr, wie Microsoft das hier gelöst hat?

Mit Magnetischen Abdeckungen! Völligst geil. Die Deckel halten im Betrieb bombenfest. Öffnen lassen sie sich aber super leicht. Und zum wieder verschließen lässt man den Deckel einfach ungefähr passend auf die Öffnung fallen. Den rest erledigt die Physik :-D

Magnetischer Batteriefachdeckel an der Sculpt Maus

Magnetischer Batteriefachdeckel an der Sculpt Maus

Auch die Stütze, mit der die vordere Kante der Tastatur ergonomisch angehoben wird rastet mit Magneten in den entsprechen Einsparungen ein. Hammer. Das ist Produktdesign wie es sein soll.

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Eingeschaltet bekomme ich die Geräte ganz easy. Dann versuche ich sie mit dem Macbook Air zu verbinden. Bluetooth ist an. Nix passiert. Geräte werden nicht gefunden. Dabei las ich doch vorher in mehreren Mac-Blogs, dass der Sculpt mit MacOS funktioniert.

Ich gebe zu: Ich bin KEIN Bedienungsanleitungsleser. Manchmal ist das durchaus von Vorteil. In diesem Fall musste ich dann doch mal nachlesen / googlen, wie ich den Sculpt mit meinem Mac zum Laufen bekomme.

MacOS kompatibler Funk-USB-Dongle wird in der Maus mitgeliefert!

DA muss man ja auch erstmal drauf kommen ;) Also den Mikro-USB Dongle aus der Maus gekratzt, an den Mac gesteckt und ich hab die Magnet-Klappe noch nicht ganz geschlossen, da hat das Macbook die Desktop Geräte erkannt und ich kann lostippen.

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DAS war einfach.

Der Funkdongle soll übrigens deutlich stromsparender sein, als Bluetooth. Wäre sowohl auf Tataturseite natürlich nicht verkehrt wie auch auf dem Notebook selber, wenn es im Akkubetrieb läuft. Kann ich aber natürlich noch nichts zu sagen.

Die Sculpt Ergonomic Maus

Der kleine Klavierlack-Knubbel könnte auch ein sauteurer Onyx-Briefbeschwerer sein, wäre nicht die kleine Windows-Taste obendrauf.

Der linke Mausklick fühlt sich durch die leicht gedrehte Handhaltung immer ein wenig an als wäre es die rechte Maustaste. Zu Anfang etwas strange ;) Habe ich mich aber innerhalb von einer halben Stunde dran gewöhnt.

Auch hier wieder tolles Produktdesign: Die Daumenablage ist nicht nur vertieft, sondern auch angerauht, damit sich die Maus gut hochheben lässt.

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Tippgefühl auf dem Sculpt Ergonomic Desktop

Die Tastatur hat einen wunderbaren Druckpunkt, der den Tastaturen von Apple in nichts nachsteht. Gerade beim Tippgefühl bin ich normalerweise mehr als picky ;)

Das einzige, was ich vermisse ist die Hintergrundbeleuchtung. Besonders auf einer schwarzen Tastatur mit weißen Buchstaben ist so schwer in dunkler Umgebung zu tippen.

Zumal:

Die richtigen tasten zu finden ist noch nucht ganz einfah ;)

Der gesonderte Nummerntastenblock

Da war ja noch was. Um möglichst viel Platz auf dem Schreibtisch zu sparen hat Microsoft sich überlegt, den Nummernblock als zusätzliches Gerät von der eigentlichen Tastatur abzukapseln. Gute Idee finde ich. Außer Bankangestellten und Buchhaltern benutzt den Nummernblock doch eh niemand oder? Ich vermisse ihn dank meiner langen Zeit auf Notebooks jedenfalls nicht.

Was ich mir mit den Nummerntasten aber interessant vorstellen könnte ist zocken. Links den Nummernblock und rechts die Maus statt einer vollständigen Tastatur. Hmm. Werde ich mal ausprobieren.

Cool hätte ich ja gefunden, wenn Microsoft mit einem Display gleich einen Taschenrechner aus dem Tastenfeld gemacht hätte ;)

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Erste Tipp Erfahrungen mit dem Sculpt Desktop

Beim normalen Schreiben eines langen Textes habe ich mich nun schon recht gut an das in der MItte geteilte Tastaturlayout gewöhnt.

Aaaaaber die kleine Schwierigkeit mit der ich klar kommen muss sind die Funktionstasten, die bei einer Microsoft Tastatur natürlich auf Windows abgestimmt sind und nicht auf MacOS: Die Windows-Taste ist bsw. die CMD-Taste auf dem Mac und an einer anderen Position als gewöhnlich. Aber das bekomme ich schon noch hin ;).

Ich werde mich jetzt erstmal an ein paar lange Texte setzen, stellen und legen und die Sofa-Tauglichkeit des Sculpt Ergonomic Desktop testen und dann in ein paar Wochen mal berichten, was Schultern, Handgelenke und Nacken so zur neuen Tipphaltung sagen.

Auf jeden Fall ein schönes Weihnachtsgeschenk für den Geek, der sonst schon alles hat (inkl. schmerzenden Handgelenken).

Vivobarefoot Barfuß Wanderschuhe Erfahrungsbericht

Vivobarefoot Barfuß Wanderschuhe Erfahrungsbericht

Probefahren ist das eine. Schuhe probelaufen das andere. Seit Anfang des Jahres laufe ich fast ausschließlich barfuß. Zu Hause in Socken. Unterwegs in Vivobarefoot Neo Sneakern. Ich hatte hier ja schon meinen Erfahrungsbericht von 2 Tagen CeBIT in Barfußschuhen gepostet.

Für die Land Rover Experience Tour entlang der Seidenstraße wollte ich allerdings nicht nur dünne Sneakers mitnehmen. Ich hatte ja keine Ahnung, was so Klima- und Terrain-mäßig dort abgehen würde. Normalerweise habe ich auf Tour nur meine Hanwag Stiefel dabei. Die habe ich damals auf ORI10K über 50 Tage am Stück angehabt. Auch bei 45 Grad im Schatten an der Algarve. Mittlerweile merke ich aber, dass mich das stark ausgeprägte Fußbett und die Matrazenmäßig gepolsterte Sohle eher stören und ich schnell Rückenschmerzen bekomme, wenn ich zu lange in den Wanderschuhen unterwegs bin.

Vivobarefoot-Seidenstrasse-2

 

Das schwarz glänzende Leder hätte ich lieber in matter Wildleder-Optik, aber gut – ein bisschen Staub tut’s auch ;)

Also mussten Barfußwanderschuhe her

Das erste was ich gemerkt hab, als ich in die OffRoad Hi Men von Vivobarefoot reingerutscht bin war: Puh, die muss ich ECHT feste zuschnüren. Ernsthaft: Die ersten Minuten hatte ich das Gefühl die Schuhe wären eine Nummer zu groß. Dann fiel mir wieder die alte Wanderschuheinkaufsweisheit ein: Wanderschuhe muss man abends anprobieren, wenn die Füße anschwellen. Nicht morgens, wenn sie noch rank und schlank sind.

Die Schnürsenkel also ordentlich zusammen gerissen und ein paar mal durch die Bude gelaufen. Fühlte sich echt ungewohnt an. Zumal das Profil unter den OffRoad ungewöhnlich geformt ist. Es ist etwas flexibler als unter den Hanwag und “wobbelt” etwas mehr – krallt sich dafür besser in den Untergrund.

Vor dem ersten Probelauf durch den Wald, musste ich das Laufgefühl noch etwas barfußiger machen:

Die Einlagen müssen raus für echtes Barfußlaufen

Ergebnis war natürlich erstmal noch mehr Platz, Fersenschlupf und rumgerutsche im Schuh. Aber nachdem ich schon gut ein halbes Jahr an barfußlaufen gewöhnt bin, wollte ich das Ge(h)fühl auch direkt in den Wanderschuhen. Jeden Stein, jede Wurzel, jede Bordsteinkante fühlen.

Also raus in den Wald rund um den Ponyhof und einen kleinen 4 Kilometer Spaziergang gemacht. Schon nach wenigen Minuten fühlten sich die Schuhe genau richtig an. Ich trete weniger mit der Hacke auf, die extra aus dem Grund abgerundet sind und die Füße werden heißer als in den Hanwag.

Das reichte zum Einlaufen für die Seidenstraße.

Stadtrundgänge, 2500km Autofahren, Steppe und ausgetrocknete Seen

Für einen ordentlichen Outdoor-Schutest war von allem etwas dabei. Klar, die meiste Zeit saß ich mit den Stiefeln im Auto. Aber gerade bei solchen Outdoor-Touren versuche ich immer gute Fotos zu machen, das bedeutet: Viel Kletterei um schöne Perskeitiven hinzubekommen.

Und genau dieses Klettern geht mit den Vivobarefoot super. Zum einen krallt sich die Sohle richtig gut in den Boden. Zum anderen habe ich mit den dünnen Sohlen ein unglaublich gutes Gefühl dafür, wie der Untergrund beschaffen ist. Ich kann mich ausbalancieren und die Füße suchen sich auf unebenen Flächen wie Felsen oder Abhängen richtig gut Halt.

Vivobarefoot-Sohle-russische-Grenze

 

Beim 2-stündigen Warten an der russischen Grenze hat man prima Zeit, um Schuhsohlen zu photographieren.

Und zum Gangnamstyle-Tanzen in der Wüste taugen die Vivos ebenfalls :)

Gangnam-Style

 

 

Bewährungsprobe Lost Race Tracks

In Steppensand und sommerlichen Krim-Städten ist das eine: Auf verregneten Rennstrecken-Ruinen bei der Motorsport-Archäologie das andere.

Fast direkt im Anschluss an die Seidenstraßentour nahm ich die Vivobarefoot OffRoad mit auf die Suche nach den verlorenen Rennstrecken. Hier waren ganz andere Fähigkeiten gefordert und die Treter haben 1A abgeliefert:

  • wasserdicht – auch im verregneten Wald
  • rutschfest auf 80 Jahre unbenutztem Asphalt der Opelrennbahn
  • 26% Steigung in der Mausefalle-Kurve des Bilster Berg erklimmen: Kein Problem :)

Bildschirmfoto 2013-10-11 um 12.07.38

 

Mein Fazit

Ich muss auch on Tour, wo ich festes, sicheres Schuhwerk brauche nicht auf das Barfuß-Gefühl verzichten. Die Schuhe sind super verarbeitet, die Füße schwitzen nicht und auch nach 14 Tagen Dauertragen bei 2 Reiseprojekten haben die Schuhe nichtmal ansatzweise doof gerochen.

Die Schuhe sind umweltfreundlich: Obermaterial ist pflanzlich gegerbtes Leder und Eco-Nylon aus 100 % recycelten PET- Flaschen. Die feuchtigkeitsregulierende Innensohle ist schnell trocknend (danke Bambus-Kohle-Fußbett) und herausnehmbar.

Die Vivobarefoot OffRoad Barfuß Wanderschuhe machen genau das was sie sollen und das auch noch verdammt gut.

Wichtig für Vielreisende:
Die Schnürsenkel-Ösen sind praktischerweise aus Kunststoff. Das erspart einem bei der Sicherheitskontrolle am Flughafen das lästige Ausziehen der Stiefel!

Interessanterweise geht mein rechter Schnürsenkel auch bei den Vivos immer auf. So wie er es auch bei anderen Stiefeln regelmäßig tut. Ich scheine zu doof zu sein, mir rechts die Schuhe zuzubinden ;)

Einzig um das Profil mache ich mir etwas Sorge. Es ist deutlich feiner und damit griffiger als das meiner anderen Wanderschuhe, die nun 3 Jahre und mehrere tausend Kilometer auf dem Buckel haben. Vor allem aber auf Asphalt. Ich bin mir nicht sicher, wie lange die OffRoad – wie der Name ja schon sagt – ihre Krallen behalten, wenn sie auf hartem Straßenbelag getragen werden. Dazu dann in einigen Monaten mehr.

Wenn Ihr wandern UND barfuß gehen wollt, probiert die Vivobarefoot aus!

In Berlin kann man Vivobarefoot jetzt auch probelaufen im Flagstore

Bei mir schwanken manchmal die Größen der Barfußschuhe. Deswegen wünsche ich mir eigentlich immer einen Laden um die Ecke zum anprobieren. Zwar kann man bei Vivobarefoot problemlos umtauschen, aber es dauert halt. Entweder dauert es 3-4 Tage bis man die andere Größe hat, die man braucht oder man bestellt einfach beide Größen, die in Frage kommen und schickt dann die nicht passende zurück. Allerdings bezahlt man dann auch erstmal beide. Die Rückerstattung kommt zuverlässig an, kann aber ein paar Tage dauern. Dazu mehr im nächsten Punkt.

In Berlin hat ganz frisch ein Vivobarefoot Barfußschuhladen aufgemacht

Ein Hinweis zum Service von Vivobarefoot

Meine Süße hat auch die Neo Sneakers, wollte aber für den Winter ein paar Stiefel haben. Leider ist bei der Bestellung was schief gelaufen. Ich befürchte, das iPad hat die Adresse falsch übermittelt. Jedenfalls konnte das Paket nicht zugestellt werden und ging zurück an Vivobarefoot. Momentan haben die dort aber SO viel zu tun, dass es einige Tage dauern kann, bis Rücksendungen und Rückläufer bearbeitet werden. Ich hatte angerufen um zu fragen, wo das Paket denn bleibt und relativ schnell war das Problem mit der falschen Adresse rausgefunden. Auf liebes Bitten hin hat die Servicemitarbeiterin sich dann sogar ins Lager aufgemacht um meine Sendung zu suchen und wieder auf den Weg zu bringen.

Das tragische dabei: Die schwarzen Vienna Stiefel, die meine Freundin haben wollte sind nun in 39 genauso ausverkauft wie die hohen Boxerstiefel *schnüff*

Wichtigster Tip: Wenn Ihr Vivobarfoots seht, die Euch gefallen – SCHLAGT ZU! Die Modelle wechseln recht häufig und dann nochmal an Euren Traumschuh ranzukommen ist echt schwierig.

 

Vivobarefoot Neo Men

Barfuß laufen in Vivobarefoot auf der CeBit – 2 Tage lang Erfahrungsbericht

Ok, ich bin nicht mit nackten Füßen auf der CeBIT rumgerannt, sondern in Barfußschuhen von Vivobarefoot. Diese Treter haben eine sehr dünne Sohle und sind besonders breit und flexibel, damit sich der Fuß möglichst frei und natürlich bewegen kann. Hier mal ein kleiner Testbericht vom probelaufen.

Nicht alle Barfußschuhe sind übrigens diese lustigen 5-Finger Schuhe, mit denen man aussieht wie ein Hobbit beim Fitness-Training zum Mount-Doom-Marathon ;)

Die ersten 3 Tage in den Schuhen waren ziemlich witzig. Besonders wenn ich über unseren Kies-Hof oder durch den Wald gelaufen bin. Durch die dünne Sohle merkt man jede Wurzel und jedes Steinchen. Allerdings nicht so unangenehm, wie wenn man mit ganz nackten Fußsohlen drauf treten würde.

Die Sohlen federn eben nicht, sondern schützen nur gegen spitze Steine, Scherben usw.

Geht man in Barfuß-Schuhen anders? OH JA!

Durch immer bequemere Fußbetten und gefederte Hacken in modernen Schuhen haben unsere Füße das richtige arbeiten verlernt. Wir laufen mit der Hacke voraus – das heißt wir treten mit der Hacke zuerst – weit vor dem Körper auf. Das verursacht schon beim normalen gehen ziemliche Erschütterungen im Rücken. Beim Joggen ist das umso schlimmer.

In Barfuß-Schuhen läuft man automatisch mit etwas kleineren Schritten und mehr auf dem Fußballen. Sieht zu Anfang nicht nur komisch aus, das macht auch ordentlich Muskelkater in den Füßen und Waden, da man Muskeln verwendet, von denen man gar nicht mehr wusste, dass man sie hat.

Barfuß laufen lernen

Wie man richtig barfuß läuft lernt man ziemlich gut in der Training Clinic von vivobarefoot. Dort lernt man zum Beispiel die richtige Laufhaltung:

VIVOBAREFOOT – Training – Barefoot Walking with correct posture from VIVOBAREFOOT on Vimeo.

Dementsprechend war mir auch etwas mulmig bei dem Gedanken, in den Schuhen auf der CeBIT auf dem harten Hallenboden rumzulaufen. Egal welche Messe ich in den letzten Jahren besucht hatte: CeBIT, IAA, Auto Shanghai, GamesCon, Essen MotorShow, Auto Salon Genf… Es gab immer Fuß- und Rückenschmerzen. Und zwar nicht zu knapp.

Ich dachte mir “ach komm – memm nich rum. Schlimmer kanns nich werden.”

Tja, was soll ich sagen? Obwohl ich mit schwerer Kamera und Tasche 2 Tage lang unterwegs war, Interviews zum FirstSpirit CMS für comspace gedreht habe und das heimliche TopThema der CeBIT entdeckt habe, hatte ich überhaupt keine Probleme. Weder taten die Füße weh, noch der Rücken.

Kann ich nur jedem empfehlen. Zumal es mittlerweile Modelle gibt, die zu allen Dresscodes passen (von Lackschuhen zum Smoking mal abgesehen *g*). Nicht nur bei Vivobarefoot – Constantin hat auf Paleosophie auch gerade wieder 2 neue Barfußschuh Modelle in seinem Podcast vorgestellt.

UPDATE:
Eine Sache ist mir gerade noch eingefallen. Ich hatte die Neo und die Gobi (Lederstiefel) bestellt. Beide in Größe 44.
Die Neos passen wie angegossen. Die Gobis waren ne Nummer zu groß undGröße 43 leider zu dem Zeitpunkt nicht lieferbar.