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Macht Facebook einsam und depressiv?

Oder ist es genau anders herum und Facebook ist ein Ventil, das einsame und möglicherweise depressive Menschen nutzen, um mit massig likes, shares und dem öffentlichen Mitteilen von Privatem eine virtuelle Empathie zu erzeugen und sich weniger allein zu fühlen?

Grad macht mal wieder eine Studie die Runde, in der die psychischen Auswirkungen bzw. Beweggründe für Facebook-Nutzung “untersucht wurden”. Grade mal 616 Facebook-Nutzerinnen wurden untersucht. Genau genommen nur die Aussagen und Statusmeldungen auf Facebook dieser Nutzerinnen. Soweit ich lesen konnte, wurde nicht mal durch persönliche Nachfrage verifiziert, was die “Forschungsergebnisse” da suggerieren. Neben der fehlenden Verifizierung durch Interviews mit den (unfreiwilligen?) Testpersonen stelle ich mir v.a. die Frage der Quantität: War da nicht mehr drin? Hier könnten die Forscher doch deutlich mehr Daten von Profilen einbeziehen. Warum nicht mal ein paar hunderttausend oder Millionen Profile unter die Lupe nehmen?

Aus dem Bauch heraus und ohne die Original-Studie der Charles Stewart University in New-Southwales gesehen zu haben, würde ich ja sagen, hier gibt es keine Kausalität. Genauso wenig wie Kopfschmerzen durch zu wenig Aspirin hervor gerufen werden, kommt es zu Depressionen, weil jemand zuviel Facebook nutzt.

Genauso wenig lässt sich pauschal vom over-sharing auf den Gemütszustand schließen, auch wenn es logisch erscheinen mag, dass Menschen, die sich einsam fühlen, ihren Beziehungsstatus auf Facebook mitteilen. Ob das eine aber tatsächlich durch das andere hervor gerufen wird, haben die Forscher scheinbar nicht heraus gefunden.

Macht Facebook neidisch?

Umgekehrt könnte ebenso (k)ein Schuh draus werden: Anfang 2013 gab es ja schon einmal eine Studie der HU Berlin und TU Darmstadt, die beweisen wollte, dass die massive Bombardierung mit Facebook-Meldungen, in denen Leute zeigen, wie gut es ihnen geht zu Neid, Missgunst und schlechter Laune führen.

Allerdings muss man sich die Studie auch ganz ganeu ansehen: Sie wurde ausschließlich unter mal grade 600 Studenten durchgeführt (Scheinbar ist ca. 600 die Menge, die für facebook-Studien als ausreichend angesehen wird). Dass ich als Student ohne Kohle neidisch bin, wenn andere dicke Karren und Strandphotos posten könnte weniger mit Facebook zusammen hängen, sondern damit, dass mir im Wohnheimzimmer gerade mal wieder der Pizzakartonturm zusammen gekracht ist.

Die Studie kann man nicht gerade als repräsentativ bezeichnen. UND: Das Ergebnis ist alles andere als signifikant: 44% gaben an neidisch zu werden. 37% berührt das geswagge der Facebook-Freunde nicht. Als die Forscher merkten, dass sie so keine vernünftig skandalisierbare Zahlen zusammen kriegen, fragten sie, was denn wohl ein Ärgernis für andere sein könnte. HIERBEI kam dann das Ergebnis von 30% für den Neid raus. Gefolgt von 19,5% von fehlender Aufmerksamkeit 13,7% nannten das Ärgernis Zeitverschwendung, 10,4% Einsamkeit und 10,1% schlechte Nachrichten (und die Studie erschien lange vor heftic&co).
Frage mich, warum Christoph Ebert vom webmagazin in seinem Interview mit den Wissenschaftlern hinter der Studie da nicht genauer nachgefragt hat.

Neid kann zweifellos durch Facebook-Postings erzeugt werden. Aber warum hat die Studie nicht auch ein paar positive Auswirkungen beleuchtet? Wenigstens als Konrollfrage?
So etwas wie: Sich mit und für andere freuen, interessante Informationen erhalten, inspirierende Bonmots und motivierende Fotos. Katzenvideos nicht zu vergessen! In Kontakt mit Freunden und Familie bleiben. Interessante Kontakte entdecken. Ach und was nicht noch alles. Mich nervt Facebook auch immer mal wieder. Ganz klar. Aber hätte man da nicht nach konstruktiverer Kritik suchen können?

Außerdem: “Mitleid bekommt man geschenkt. Neid muss man sich erarbeiten” Robert Lembke

Und dann die Look-Up Einsamkeits-Betroffenheit

Vor ein paar Wochen gab es dann ja noch dieses unsägliche Look Up Video in dem das lesen auf dem Smartphone als nächster Abendlanduntergangsgrund bedichtet wird. Markus hat einen schönen Text gefunden, in dem jetzt.de Autorin Nadja Schlueter den Schwachsinn auseinander nimmt.

Ein paar Auszüge aus “Der Unsinn des einsamen Gary“:

Nein, es ist nicht schrecklich, dass die Menschen in der S-Bahn auf ihre Telefone schauen. Ohne die Telefone würden sie eben in die Zeitung schauen. Oder aus dem Fenster. Oder ins Nichts. Als hätten die Menschen früher dauernd miteinander gesprochen, in Bahnen und auf Straßen!

Es ist dieser seltsame, nostalgische Entweder-Oder-Gedanke, dem Turk und so viele andere, die das Video teilen, anhängen. Die Vorstellung davon, dass man “reale Welt” und Technik nicht vereinbaren könne. Dabei ist doch genau diese Vereinbarung das schöne, große Wunder unserer Gegenwart. Der Welt wurde durch die Smartphones in den Hosentaschen nichts weggenommen, ihr wurde etwas hinzugefügt.

Aber Gespräche sind auch 1954 anders verlaufen als 1994 und 1994 anders als heute. Aber sie sind nie verebbt. Meine Eltern haben sich lange Zeit darüber beklagt, dass ihre Töchter immer wieder auf ihre Telefone schauten, wenn sie daheim zu Besuch waren – das störe die Kommunikation, sagten sie. Seit sie selbst Smartphones besitzen, sind sie ganz begeistert. Weil wir eine Familien-Messenger-Gruppe gegründet haben. So oft wie dort haben wir wegen verschiedenster Wohnorte in den vergangenen Jahren selten alle auf einmal miteinander gesprochen.   

Ich bin als Kind genauso gerne mit Kumpels mit dem Rad durch den Rally-Wald gecrosst, wie ich alleine und in Ruhe zu Hause in Lego-Steinen oder Comics versunken bin. Heute würde ich im Schulbus vermutlich auch Comics auf dem Telefon lesen oder eben elektronische Lego-Steine zusammen setzen. Vielleicht sogar im mobilen 3D-Editor eigene Steine designen und zu Hause mit Kumpels auf dem 3D-Drucker printen und dann gemeinsam bauen.

Ich will gar nicht immer reden!

Scheinbar ist es für manche Menschen nicht nachvollziehbar, dass man nicht kommunizieren möchte, nur weil man sich gerade in der Öffentlichkeit bewegt.
Ernsthaft:

  • Ich WILL mich nicht mit jeder Person an der Bushaltestelle unterhalten!
  • Ich brauche auch unter Freunden ab und an mal ne Pause von zwischenmenschlicher Interaktion.
  • Ich sehe keinen Sinn in stundenlangen Diskussionen über ein Thema, von dem am Tisch keiner Ahnung hat, wenn man die Antwort auf die Frage im Raum mal eben googlen kann.

Es gibt auch Menschen (so wie mich) die – besonders bei wichtigen und ernsten Themen – lieber eine Mail schreiben statt immer nur da überstrapazierte “von Angesicht zu Angesicht” in Anspruch zu nehmen. Manchmal ist das abwägen und über Worte nachdenken nämlich wichtiger, als persönlich oder am Telefon zu reden.

Nichtsdestotrotz hat das direkte Gespräch natürlich was für sich und führt in vielen Fällen zu schnelleren und/oder kreativeren Ergebnissen. Das will ich gar nicht in Abrede stellen.

Aber manchmal habe ich das Gefühl, diejenigen, die am lautesten krakeelen, diese ganzen Gesichter, die von Displays erleuchtet werden seien doch Teufelszeug, haben einfach ein Problem damit, Technik und Schrift unfallfrei zu bedienen ;)

Ach übrigens: Die Facebook-App habe ich trotzdem vom Telefon gekickt.

Weil ich in die oben genannten 13,7% falle und es mir zuviel Zeit gekostet hat ohne ordentliche Tastatur auf umfangreiche Postings, Fragen, Gruppenbeiträge und so Zeugs zu antworten. Besonders Chats fressen einfach ewig lang Zeit über die Smartphone-Tastatur. Also habe ich die App letzte Woche gelöscht.

Ich gehe aber auch nicht ans Telefon wenn ich gerade konzentriert an etwas arbeite und schaue auch nur maximal 2 Mal am Tag in meine Mails. Von daher erschien mir der Schritt, mich vom immer verfügbaren Facebook zu befreien und auch dort nur 2-3 Mal am Tag über den Rechner reinzuschauen, ganz sinnvoll.

Seit mittlerweile einer Woche vermisse ich es zumindest noch nicht.

Die Links aus dem Text:

http://atlanta.cbslocal.com/2014/05/13/study-people-ignored-on-facebook-feel-isolated-less-meaningful-existence/

http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/586546/Der-Unsinn-des-einsamen-Gary

http://www.markus-freise.de/2014/05/06/gary-heul-leise/

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/netzwirtschaft/der-facebook-boersengang/psychologie-facebook-macht-neidisch-12032576.html

http://www.hu-berlin.de/pr/pressemitteilungen/pm1301/pm_130121_00

http://webmagazin.de/social/facebook/Studie-ueber-Facebook-Neid-Interview-mit-Verfassern

http://www.chip.de/news/Facebook-Wer-mehr-teilt-ist-einsam_70022872.html

Facebook Likes sagen nur soviel über mich aus, wie ich MÖCHTE, dass sie über mich aussagen

Facebook Likes sagen nur soviel über mich aus, wie ich MÖCHTE, dass sie über mich aussagen

Letztens gingen ja diese Studien-Ergebnisse über den Fritzen aus Cambridge rum, der anhand von 58.000 Facebook Profilen analysiert hat dass Harley-Davidson Liker dumm wie Stulle und Freunde von Curry Fries die hellsten Kerzen auf dem Kuchen sind.

WAS? Facebook weiß wer wir sind??? Wer hätte das gedacht?

Ich bin ja ein großer Fan von Profilerserien – Criminal Minds, Lie to me oder hochaktuell: The Following (großartige Serie übrigens!). Dieser ganze Special-Agent-Psycho-Profiling-Kram funktioniert doch genau SO lange, wie jemand instinktiv bei Facebook rumklickt.

Wieso lese ich nirgends davon, wie man sein Profil am besten verschleiert, wenn man das gerne möchte? Anstatt von hysterischem “AAAAH Facebook klaut uns unsere Seele und Identität”-Geschrei würde ich mir doch eher mal Gedanken darüber machen, diese Informationen zu nutzen und mir mein Facebook-Profil nach Lust und Laune zusammen zu spammen.

Denkt mal an normale Anmelde-Formulare auf Webseiten: Was meint Ihr, wie viele Einwohner Afghanistan haben müsste, wenn man mal alle die Leute mit rein rechnet, die auf Webseiten-Anmeldungen genau das als Heimatland angeben. Aus Bequemlichkeit, weil es das erste Land in der Dropdown-Liste ist.

Ich will gar nicht verharmlosen, dass Datensammelbuden wie Facebook und Google mit Vorsicht zu genießen sind, aber hey: Denkt doch einfach mal nach und macht es denen halt wenigstens so schwer wie möglich, wenn Ihr etwas dagegen habt.

Links zum Thema:

Hier weitere Artikel zu den Geschichten bei The Verge und The Indepentent, meiner alten Heimat Basicthinking und Netzpolitik

Bei Yourarewhatyoulike.com kann man seine Likes auswerten lassen. Wie mir scheint kam bisher bei allen, die es ausprobiert haben das gleiche Ergebnis raus ;) Auf mich trifft das Ergebnis 60:40 zu.

Michal Bosinski ist der Wissenschaftler, der in Cambridge Like sammelt ;) Hier seine Studie und hier als PDF

(Ob der was mit Murray Bozinsky zu tun hat, der immer die Daumen in den Fäusten gelassen hat? *g*)

Wenn Ihr Euch tatsächlich mit Persönlichkeitstests beschäftigen wollt, fangt mit denen drüben bei Gunter Dueck an. Den MBTI mache ich immer mal wieder alle 1 bis 2 Jahre und es kommt immer wieder das gleiche Ergebnis raus.

Persönliche Premiere gestern auf dem OSO dank @kuechenguenstig

Nein, ich habe keinen neuen Kühlschrank gekauft (auch wenn ich gerade nach einem suche *g*):

Ich wurde doch tatsächlich auf dem Onlinestammtisch OWL 5.0 gestern angesprochen mit

“Was ist denn mit Dir los? Man liest ja kaum noch was auf Facebook von Dir?” :-D

Normalerweise höre ich immer: “In meiner Timeline lese ich immer nur Dich, schreib nicht so viel!”

Liegt wohl daran, dass ich mich neben dem Comspace Blog momentan wieder verstärkt auf den Blog hier konzentrieren will. Es hat etwas gedauert, bis Saschas Aufruf von der letzten RePublica zu mir durchgedrungen ist, dafür aber mit Nachdruck ;) Die meisten Sachen, die ich über twitter, instagram oder Facebook rausgehauen habe, finde ich selber mittlerweile gar nicht oder nur noch mit Mühe wieder und das ist mehr als schade. Von daher werde ich mich nun wieder darauf konzentrieren, hier alles das zu sammeln, was ich festhalten möchte, bevor Bilder, Gedanken und Erlebnisse im Social-Web-Orkus verschwinden.

Danke an Dirk für das versteckte Kompliment. Ich werde jetzt mal wieder mehr “befeuern” ;) Von hier aus.

Social Media Nutzung bei Autoherstellern, heute: BMW

Social Media Nutzung bei Autoherstellern, heute: BMW

Und wieder ein neues Interview mit 10 Fragen an einen Social Media Verantwortlichen bei einem Autohersteller. Diesmal hat mir Torsten Julich – bei der BMW Group zuständig für Konzernkommunikation und Politik die Nutzung des Web bei den Marken von BMW erklärt.

Einige Antworten von Herstellern warte ich noch ab und dann wird es Zeit für ein erstes Zwischenfazit.

1. Welche Social Media Aktivitäten hat BMW Deutschland in den letzten 18 Monaten durch geführt:

Es gibt eine Reihe von Aktivitäten in diesem Bereich. Schwerpunkt ist Facebook, wo sowohl das Unternehmen (BMW Group) als auch die Marken (BMW, MINI, BMW Motorrrad, etc.) aktiv, dialogisch kommunizieren:

  • Das Unternehmen: Facebook BMW Group View Kanal der Unternehmenskommunikation – Zweck PR, Zielgruppe Stakeholder des Unternehmens
  • Die Marke BMW: Facebook BMW Kanal der BMW Markenkommunikation – Zweck Marketing, Zielgruppe Kunden, Interessenten und Fans
  • Die Marke MINI: Facebook MINI Kanal der MINI Markenkommunikation – Zweck Marketing, Zielgruppe Kunden, Interessenten und Fans
  • Die Marke BMW Motorrad: Facebook BMW Motorrad Kanal der BMW Motorrad Markenkommunikation – Zweck Marketing, Zielgruppe Kunden, Interessenten und Fans
  • Project i: Project i auf Facebook Kanal für Zukunftsprojekte im Rahmen von „project i“ PR und Markenkommunikation – Zweck PR/Marketing, Zielgruppe Stakeholder, Kunden, Interessenten und Fans

Project i auf Twitter
BMW Group bei Twitter
BMW Group bei You Tube
BMW bei YouTube

Diese Aufstellung erhebt kein Anspruch an Vollständigkeit!

2. Wie ist die Aufteilung zwischen Themen mit direktem Produktbezug, eher Unternehmensmeldungen und Artikeln mit Servicecharakter?

Die BMW Group ist mit ihren drei Marken BMW, MINI und Rolls-Royce einer der weltweit erfolgreichsten Premium-Hersteller von Automobilen und Motorrädern. Vor diesem Hintergrund wurde für das Unternehmen und seine Marken eine Social-Media-Strategie formuliert, die dem Ansatz der integrierten Kommunikation folgt.
Es gibt sowohl ein Engagement der Unternehmenskommunikation als auch der Markenkommunikation in den Social Media. Durch eine enge Abstimmung der Themen zwischen der Unternehmens- und Markenkommunikation gelingt eine spezifische Zielgruppenansprache. Die klassischen Stakeholder der Unternehmenskommunikation wie Presse und Medien werden bei der Kommunikation in Social Media genauso berücksichtigt wie die Kunden und Produktenthusiasten der Markenkommunikation.

Facebook / BMW Group View = Unternehmensmeldungen
Facebook / BMW = Produktmeldungen (weitere Marken analog)

3. Entwickeln Sie die Inhalte für Social Media anders, als für Marketing und Öffentlichkeitsarbeit?

Nein, grundsätzlich gibt es keine neuen Themen nur auf Grund der Existenz von Social Media. Allerdings wird das Format bzw. die inhaltliche Gestaltung an die Social Media Ansprüche angepasst.

4. Verschiedene Kanäle zu überwachen und gezielt auf einzelne Kunden zu antworten kostet eine Menge Zeit und Arbeitskraft. Wie bedeutsam ist die direkte Kommunikation mit einzelnen Kunden für Sie?

Das Besondere an Social Media ist der Dialogansatz, was aber nicht zwingend bedeutet, dass das entsprechende Unternehmen immer in den Dialog eingebunden sein muss. Die Fans „unterhalten“ sich untereinander und tauschen Erfahrungen, Meinungen und auch Empfehlungen aus und lösen im Idealfall auch potentielle Falschmeldungen im Dialog auf. Wir als Unternehmen halten uns bewusst zurück und steigen erst in den Dialog ein, wenn die Fangemeinde nicht reagiert. Natürlich reagieren wir auch auf Fragen, die direkt an uns gerichtet sind.

5. Toyota USA hat im Dezember die Gutscheinaktion toyotashareathon.comangeboten: Für einen Twitter-Eintrag mit Link auf die Aktions-Webseite erhielt der Kunde einen Gutschein bei Autokauf über 500$. Pro Tag wurden 250 Gutscheine verteilt – insgesamt für 2 Millionen Dollar. Was denken Sie über diese (Online-)Aufsehen erregende Art der Verkaufsförderung?

Hier möchten wir keine Bewertung abgeben.

6. Aus welchem Grund werden die bereits betriebenen Social Media Kanäle, nicht prominent auf Ihrer Unternehmens-Webseite präsentiert?

Eine Integration bzw. Präsentation der BMW Group eigenen Social Media Kanäle auf der Unternehmens-Website ist in Planung.

7. Welchen Mehrwert bieten Sie Ihren Kunden und Interessenten durch Social Media?

In der Automobilindustrie findet der Kaufabschluss in der Regel „Offline“ statt, die Fahrzeugrecherche und die Kaufentscheidung sehr oft bereits Online. Wir wissen, dass sich annähernd 100% der Gebrauchtwagen – und bis zu 75% unserer Neuwagenkunden im Internet vorab informieren – daraus ist ein Mehrwert von Web 2.0 Aktivitäten, die Interaktion und Dialog ermöglichen abzuleiten.
Konsumenten sind heute deutlich interessierter und informierter, betreiben aktiv Produktrecherche und legen immer größeren Wert auf Informationen und Meinungen aus ihrem sozialen Umfeld. Häufig finden sie gerade diese vermehrt im Internet. Im Positiven wie im Negativen macht sich die Multiplikation von Botschaften im Social Media Umfeld deutlich bemerkbar.

8. Welche sind die drei wichtigsten Erfahrungen, die Sie bisher mit Ihrem Social Media Engagement sammeln konnten?

Durch Social Media erfahren wir in Echtzeit welche Wahrnehmung und Wertschätzung das Unternehmen und seine Marken in der Öffentlichkeit erfährt und wo wir Entscheidungen eventuell vertieft erklären müssen.
Für einen erfolgreichen Einsatz von Social Media in großen Unternehmen braucht es eine stärkere Vernetzung von Marketing und PR.
Auch Social Media muss sich am Erfolg (Engagement) messen lassen.

9. Wann werden die ersten Kunden ein Auto bsw. über Facebook konfigurieren, sich beraten lassen und auch den Kauf abschließen?

Wir können leider die Zukunft nicht voraussehen, daher lässt sich das heute noch nicht sagen. Weitere Kundenangebote in Facebook sind in Zukunft aber nicht ausgeschlossen.

10. Wie wird Ihr Unternehmen die Social Media Kommunikation in 2011 weiter entwickeln?

In Bezug auf das Reputation Management stehen wir noch ganz am Anfang. Eine der größten Herausforderungen ist ganz sicherlich die Wahrnehmung und Interpretation aller Inhalte, Statements und Kommentare im Web 2.0 und die daraus abgeleitete richtige Reaktion. Wir müssen lernen die vielen Meinungen im Social Web in eine für uns verständliche Form zu bringen. Das ist Voraussetzung dafür, die Bedürfnisse unserer Kunden und Interessenten noch besser zu verstehen um ihnen im Ergebnis maßgeschneiderte Lösungen anbieten zu können.

Alex beantwortet Alex Fragen zu Facebook #Blogparage

Alex beantwortet Alex Fragen zu Facebook #Blogparage

Die ersten Fragen dieser Blogparade hier unten klingen ja nach einem EMNID Interview oder einer Diplomarbeitsumfrage zum Thema Facebook :) Aber ab Frage 6 wird es interessant.

Flickr-User fbouly

Und da ich gerade selber noch an einer Blogparade arbeite, dachte ich mir, kann nicht schaden, die von Alex mitzumachen, nachdem ich sie bei Jens gefunden habe.

Also auf geht’s

1. Bist du bei Facebook angemeldet? Falls ja, verlinke doch mal deine/n Account/s.
Jupp. Unter Alex Kahl

2. Besitzt du eine Fanpage?
Auch das :) Zwei genau genommen. Eine zu ORI10K – einem Social Media Road Trip Projekt, das ich im Sommer unternommen habe mit 367 Fans und eine hier für den Probefahrer hier. Die Probefahrer Fanpage besteht aber erst seit diesem jahr und ich bin noch nicht dazu gekommen, sie hübsch zu machen. Zuerst braucht das Blog hier weitere Feinschliff. Aber imerhin hat die Seite auch schon 27 Kumpel und die Vanity-URL

3. Seit wann bist du in Facebook und wie viele Fans hast du inzwischen?
Fans stehen ja da oben. Bei den Freunden sind es 950 oder so. Mit 2/3 hatte ich schon einmal tatsächlich zu tun und gut 1/3 kenne ich persönlich.

4. Pi x Daumen abgeschätzt, wie oft/wie viele Stunden täglich/wöchentlich/monatlich facebookst du? Kann man dabei eine Regelmässigkeit feststellen?
Täglich zwischen ein paar Minuten und ein paar Stunden. Das hängt davon ab, wieviel man sich so zu erzählen hat :)

5. Für welche Zwecke setzt du Facebook ein(Freunde treffen, Blogartikel promoten, Kontakte knüpfen, einfach dabei sein oder eben deine Meinung)?
Ich nutze Social Networks schon sehr lange. Letztens habe ich mich dabei ertappt, wie ich zu Freund aus unserem alten Forum (http://boards.turtled.com – hieraus ist die ESL entstanden) sagte: “Irgendwie ist Facebook wie damals das Turtleboard – nur bunter und mit mehr normalen Menschen drin.
Von daher nutze ich Facebook wie jede andere Möglichkeit durch die ich mich mit Menschen unterhalten kann. Menschen kennen lernen, mit Freunden in Kontakt bleiben, Farmville ignorieren, unglaublich elaborierte Kalauerkommentare abgeben, neues lernen und und und)

6. Analysierst du deine Facebook-Aktivitäten bzw. deinen Facebook-Account? Dabei kann man dies entweder mit Facebook-Insights oder Google Analytics tracken.
Mit Analytics mittlerweile auch? Schau an. Für mich privat tracke ich nicht. Den ORI10K Account werte ich gerade aus, um unseren Sponsoren ein paar Zahlen aus den einzelnen Kanälen, die wir in den 50 Tagen Reise benutzt haben, zusammen zu stellen. Ansonsten sollte ich wirklich mehr Interesse an Statistiken entwickeln glaube ich :) Wobei nein das stimmt nicht. Der beste Zweck von Statistiken ist, dass Du drauf kuckst, sofort die signifikanten Informationen siehst, die enthalten sind und die dann so umsetzt, dass Du nach einer Woche zwischen niggemeier und nerdcore landest :)

7. Wie sieht deiner Meinung nach die Zukunft von Facebook aus?
In erster Linie mal blau.
Ich glaube Facebook wird sich weiter öffnen und mehr Vernetzungsmöglichkeiten bieten. Ich habe letztens bei Rob Basic schon etwas dazu geschrieben:
Google hat das Web 1.0 und die Milliarden Webseiten benutzbar gemacht. Facebook hat das Web 2.0 – die Beziehungen zwischen den Menschen benutzbar gemacht und wird hier noch einiges dran verbessern können. Das Web 3.0 wird dann das Internet of Things sein und vernetzte Maschinen in ein Beziehungsnetzwerk bringen. Ob das dann noch was mit Facebook zu tun haben wird, bezweifle ich. Der oder diejenige, die mit einer Software dafür zum Quadrillionär werden wird, läuft ja im Moment noch mit der Trommel um den Weihnachtsbaum.

8. Verwendest du externe Facebook-Apps(iPad, iPhone), Fanpage-Box auf der Webseite, einen externen Client zum Facebooken wie etwa TweetDeck etc. ?
Alles was Du genannt hast. Ja.

9. Drückst du auf “Gefällt mir”-Buttons in Facebook und/oder auf Blogs bzw. Webseiten? Welche Haltung hast du dazu?
Wenn mir etwas gefällt, dann klicke ich. Das ist so ein Reflex. Ich belohne gerne, wenn mir etwas gefällt :) Und freue mich auch, wenn bei mir Leute Liken oder kommentieren. Ausserdem bin ich da irgendwie ein Sammler. Wenn mir eine Seite gefällt, klicke ich auf “Gefällt mir” in der Hoffnung sie irgendwo wieder zu finden. Finde ich natürlich nicht :)
Das ist eine echt Schwäche von Facebook, dass man seine “gefällt mir”-Klicks nicht wie Favorites auf Twitter verwenden und in einer Liste alle Likes anzeigen kann.

Die Tatsache, dass Facebook sich den “gefällt mir nicht” Button spart halte ich für persönlich sehr angenehm und für das Netzwerk für sehr klug. Dislikes wären absolut kontraproduktiv und würden viele Anfänger, die noch nicht so ein dickes Internetfell haben viel zu schnell abschrecken. Die Hemmschwelle, einen negativen oder gar beleidigenden Kommentar zu schreiben ist um einiges höher als einfach “Find ich scheisse” zu klicken.
Eine Studie deren Link ich grad nicht finde sagte darüber hinaus aus, dass Sociale Netzwerke, die keine ausdrückliche Negativbewertung zu lassen um ein vielfaches erfolgreicher sind. Und aus Nutzererfahrung kann ich das auch vollkommen bestätigen.

10. Kannst du bzgl. Facebook traffic-bezogene Aussagen machen? Bringt dieses Netzwerk einem Webmaster überhaupt etwas?
Ja klar. Wenn man es richtig einsetzt. Allerdings muss man auch als “Webmaster” oder Blogger oder Inhalteschaffender von dem Gedanken wegkommen “ich MUSS Leute auf meine Seite bekommen”. Ich denke eher “wie kann ich interessierten Menschen meinen Content vor die Haustür bringen, wenn Sie es möchten?”.

Facebook wird weder einen “gefällt mir nicht”-Button einführen, noch einen “Fratzengeballer”-Link

Facebook wird weder einen “gefällt mir nicht”-Button einführen, noch einen “Fratzengeballer”-Link

Gerade kam eine Einladung für Facebookveranstaltung: “Für alle die den “gefällt mir nicht” Button wollen!!!” Da die Pinnwand der Veranstaltung den Text hier zu lang findet, mache ich einfach mal das, was ich weiter unten im Text vorschlage – ich blogge drüber.

Ein “gefällt mir nicht” Button ist vielleicht für den Nutzer eine interessante Sache. Aber aus Sicht von Facebook völlig unsinnig. Es hat sich gezeigt, dass Portale, die eine einfache Möglichkeit zur Negativäußerung bieten, erheblich weniger erfolgreich sind, als die Konkurrenz, die nur positive Mikro-Meinungsäußerungen zulässt.

Meiner Erfahrung nach aus folgenden Gründen:

Erstens hat der “Gefällt mir”-Button nichts mit freier Meinungsäußerung zu tun, sondern dient dazu, eine positive Verstärkung im Netzwerk hervorzurufen. Den Mitgleidern im Netzwerk soll es so einfach wie möglich gemacht werden, sich gegenseitig interessantes, witziges oder spannendes mitzuteilen, ohne erst tippen zu müssen.

Eine Mikro-Nörgelfunktion würde letztendlich nur dafür sorgen, dass einige Power-User wie wild den “Gefällt mir nicht” Button klicken würden. Auch bei Inhalten, die sie sonst gar nicht interessieren würden. Das und alleine das Vorhandensein eines Dislike-Knöppfchens würde unerfahrene Nutzer schon davon abhalten, etwas im Netzwerk zu posten.

Von Werbekunden natürlich mal ganz abgesehen. Meint Ihr Facebook wird sich das Geschäft mit den Marketingabteilungen dieser Welt damit versauen, dass man den Usern eine Möglichkeit gibt mehr oder weniger anonym ein paar faule Eier an die virtuelle Firmenzentrale zu schmeißen und dann wegzurennen? Nichts anderes ist es doch. Entweder artikuliere ich meinen Unmut und habe den Mumm zu erklären WARUM ich etwas nicht mag und gebe so dem Angesprochenen die Chance etwas zu ändern oder ich muss es eben lassen.

Gefällt mir = Motivation im Netzwerk Inhalte zu teilen
Gefällt mir nicht = Demotivierend und schafft Angst vor Nörglern

Was meint Ihr, warum bei ebay mittlerweile insb. die schlechten Bewertungen ab 2 Sternen und drunter schriftlich kommentiert werden müssen?

Und genau die Möglichkeit habt Ihr in weiten Teilen im Facebook doch auch. Wenn Euch etwas so _unglaublich_ stark missfällt, dann schreibt einen Kommentar, einen Pinnwnadeintrag oder ein Blogposting.

Oder macht das, was Euch das Fehlen eines Dislkie-Buttons ganz einfach ermöglicht: Lasst die Leute in Ruhe, regt Euch nicht auf und sucht Euch lieber etwas zum liken :) Das Leben ist zu kurz für schlechte Laune.

Und wenn Ihr schon für das “Gefällt mir nicht” ins Feld zieht, dann macht es doch bitte gleich komplett: Dann brauchen wir auch die Möglichkeit, jemandem nicht nur anzustupsen, sondern auch den Link für “eine schallende Ohrfeige verpassen”. Da ist mir manchmal nämlich auch nach. ;)

Wenn schon denn schon.

Birthday 2.0 – zählt der Glückwunsch an der Pinnwand?

Birthday 2.0 – zählt der Glückwunsch an der Pinnwand?

Über Facebook habe ich von Thorsten und Googlewatchblog erfahren, dass ich am gleichen Tag wie Pippi Langstrumpf Geburtstag habe! Wie Rock’n’Roll is DAS denn bitte? Dazu gabs dann noch diesen Google Doodle hier:

Da soll nochmal einer erzählen, durch Facebook, Twitter und die anderen Netzwerke würde man sozial vereinsamen oder nur der persönliche Kontakt zähle. Freitag hatte ich Geburtstag und zum ersten Mal habe ich dran gedacht konsequent alle Gratulationen zu zählen und den entsprechenden Kanälen zuzuordnen über die sie kamen.

Ja, ich bin ein kleiner Geek. In Hex bin ich 0x24 Jahre alt geworden ;) und ich habe noch 6 Jahre Zeit, bis ich “Life, the Universe and all the Rest”-alt werde.

Außerdem vertrete ich vehementestens den Standpunkt, dass der Weg über den eine Beziehung aufrecht erhalten wird, nicht für ihre Qualität relevant ist. Mitte der Neunziger habe ich bereits Freundschaften durch Foren oder Chats aufgebaut, die heute noch bestehen und natürlich früher oder später persönliche – also RealLife Kontakte – nach sich zogen. Umgekehrt genauso: Ich bin sehr froh, über alle erdenklichen Web-Wege Freundschaften mit den guten Freunden aufrecht zu erhalten, die über die ganze Welt verstreut sind und die man nicht mal eben besuchen kann.

Will sagen: Über Pinwanndeinträge auf Facebook freue ich mich zum Geburtstag genauso, wie über persönliche Gratulanten, Telefonanrufe oder Postkarten (das sind Pappzettel ungefähr in der Größe einer 2,5″ Festplatte – auf der einen Seite ein Bild, auf der anderen kann man handschriftlich einige Zeilen schreiben und dann mit der Post schicken. Die Hardwareversion von Web.de E-Cards sozusagen, die immer erst 2 Wochen später im Spam-Ordner gefunden werden).

Und ich habe mich am Freitag wirklich IRRE gefreut, wieviele Leute an mich gedacht und mir einen kleinen Gruß geschickt haben. Ich höre schon die technologiekritischen Zyniker, die jetzt sagen: “Ach, die hätten doch ohne die Facebook-Erinnerungsfunkiton NIE an Deinen Geburtstag gedacht”.
Meine Antwort: “Gratuliert Ihr NUR denjenigen, an deren Geburtstage IHR Euch aus dem KOPF erinnert? Oder habt Ihr einen Kalender mit Erinnerungsfunktion für so was? Wo ist der Unterschied? Ähnliches Beispiel: Fahrt Ihr mit Navi oder benutzt Ihr immer noch Stadtpläne? Es ist doch egal WODURCH der Impuls ausgelöst wurde. Was zählt ist, dass sich jemand einen Moment Zeit nimmt, an einen anderen Menschen denkt und ihm einen Gruß hinterlässt.”

Und dieses Jahr hat es mich nach Gutsherrenart aus den Socken gehauen, wer mir alles gratuliert hat. Ich habe mich jedenfalls RIESIG gefreut:

Persönlich 8 Telefon 12 SMS 6 Post 0 Facebook 108 Twitter 2  XING 12 E-Mail 3

Macht 151 Glückwünsche und es trudeln immer noch ein paar ein. Ich habe mich mich in einer ruhigeren Stunde an dem gleich noch hingesetzt und mich konsequent bei jedem Gratulanten bedankt. Auch eine Premiere für mich, aber es hat irre Spaß gemacht. Dadurch habe ich vor allem erfahren, wie es einigen Leuten geht, die ich schon lange nciht mehr gesehen habe.
Zum Beispiel werde mich nächste Woche mit einer Schulfreundin treffen, die ich seit 20 Jahren nicht gesehen habe.

Die früheste Gratulation kam sogar per Facebook ;) Danach erst die persönliche durch meine Süße, deren Uhr nachging ;) Dicht gefolgt von SMS und Telefon.

Die größte Gratulations-Entfernung waren 9600km von Jonathan aus Guadelajara, dicht gefolgt von Sacha_P aus Tai_P ;) mit 9300km, gefolgt von Daniel mit 7500km aus Florida und 6300 von Shelly, Tracey und Tim aus St. Catherine’s und Magnetawan in Kanada. Dann kommen schon die Europäer: 2200km von Antonia in Portugal, Juancar in Gijon mit 1800km und witzigerweise Andrea und Andrew mit jeweils 1300km. Allerdings aus genau entgegengesetzten Richtungen :-) Andrea aus Bordeaux und Andrew aus Temeschwar, Rumänien. Dann nähern wir uns schon der 1000km Marke mit Davide aus Imeria mit 1200km und am nächsten dran und nicht in .de war Tom aus der Schweiz mit 750km.

Facebook führt unübersehbar die Liste an. Letztes Jahr habe ich nicht gezählt, aber damals war Facebook zwar auch schon Primus, aber nicht so deutlich. XING war sehr viel stärker vertreten, E-Mail und MeinVZ auch. Letzteres ist von 10 Grüßen komplett rausgefallen dieses Jahr (was jetzt auch keinen großen Verlust darstelle *g*).

Was hatte ich jetzt davon (Ausser, dass ich mich irre gefreut habe?):

Viele nette kleine Gespräche

Zunächst mal hatte ich viele nette kleine Pinnwand-Gespräche haben, die sich durch die Glückwünsche ergaben. Und habe so erfahren, was die Menschen mit denen ich nicht so häufig in Kontakt bin gerade so machen. Wieder ein kleiner Tip an die oben schon erwähnten Zyniker: Nein, das war nicht nur oberflächliches Blabla. Oder führt Ihr mit jedem Telefongratulanten gleich anderthalb-stündige Gespräche?

Zeit gespart

Wie ich im letzten Absatz schon angerissen habe: Hätte ich 151 Mal nur für 5 Minuten mit jedem Menschen telefoniert, ich wäre 12 1/2 Stunden am Telefon und hinterher heiser gewesen :) Wären alle Gratulanten spontan vorbei gekommen, hätte das die Hütte gerockt. Ohne Frage :)

Irre gefreut

habe ich mich. Und das kann ich gar nicht oft genug erwähnen :)

Zwei Social Media Schlussfolgerungen:

Twitter ist NICHT mit Facebook zu vergleichen. Der Grund: Bei Twitter wird einem eben nicht auf dem Präsentierteller der nächste Anknüpfungspunkt für eine Konversation geliefert. Das eigene Erinnerungsvermögen oder die Geburtstagsliste auf Facebook hat Menschen animiert auf meine Pinnwand zu posten. Das bietet Twitter nicht. Diejenigen, die dann eh schon auf die Pinnwand posten, twittern nicht noch mal extra. Sonst wäre dort vermutlich auch nochmal eine Welle in Schwung gekommen. Durch die frühe Konzentration auf Facebook blieb es auf Twitter ruhig.

StudiVZ hat’s hinter sich

Und die andere Erkenntnis: Mein-Studi-Schüler-wasauchimmerVZ ist für mich so gut wie tot. Alles hat sich auf Facebook verlagert und man wartet noch auf ein paar letzte Nachzügler auch endlich umzuziehen.

Und was mach ich da jetzt mit?

Ich werde jetzt auch wieder regelmäßiger Geburtstagsgrüße verteilen, einfach um mit den Menschen in Kontakt zu bleiben und mal hallo zu sagen.

Und natürlich werde ich die Einladungen zur Party nachher auch mit Facebook verschicken ;)

Vielleicht werde ich nächstes Jahr mal im September meinen Geburtstag aus den Netzwerken löschen und schauen wie sich die Zahlen dann verändern :)

Definitiv werde ich wo immer es geht, den persönlichen Kontakt zu den Menschen suchen.

Christian Koch hat dieses Jahr auch mal gerechnet und hatte noch Zahlen vom letzten Jahr zum Vergleich. Was die Verlagerung zu Facebook angeht hat er ganz ähnliche Erfahrungen gemacht.

Kleiner Tip für einen musikalischen Gruss auf der Facebook Pinnwand des Geburtstagskindes – einfach den Link zum Geburtstagslied von RANDALE auf YouTube als Link anhängen :)

So sieht das aus:

Und SO hört sich das an!

Kurzreview Rockmelt thx @sascha_p

Heeeyyy Stimmung! Gleich noch nen Softwarereview! Und so richtig mit anfassen, rumfummeln und ausprobieren worüber ich schreibe, nicht wie bei Spiegel Online so tun, als könnte man aus dem Screenshotkaffeesatz lesen.

Und das, wo ich mich doch grade von diversen Browsern verabschiedet und mich wieder zu Firefox (Happy Birthday zum 6. Geburtstag heute!) commited habe.

Rockmelt setzt auf Google Chrome auf. Das ist unübersehbar. Der Start des Browsers dauert ein bißchen – v.a. bis links und rechts die kleinen Spalten mit Facebook-Kontakten links und den RSS- und News-Feeds rechts erscheinen.

ich hab den Browser grade erstmal versehentlich geschlossen. Oben Links ist nämlich mein Avatar aus Facebook. Mit rechtsklick da drauf kann ich nen Statusupdate schreiben. Nun isses bei mir so, dass ich sowas auf Twitter schreibe und das zu Facebook rüberschaufeln lasse. Da ich keine Twitteroption gefunden habe, dachte ich mir: “Naja, loggste ma aus und dann bei Twitter wieder ein, wa?” Pustekuchen. Logout heißt nicht nur aus Facebook raus und die Leiste dicht machen, das schliesst gleich den ganzen Surfomaten. Verwirrend, aber ein Fehler, den man nur einmal begeht :)

Danach habe ich erstmal meine wichtigsten RSS-Quellen in die rechte Seite gekloppt. Alles schick gemacht, praktisch und gut. Aus einem Dialog kann ich Feeds aus den zuletzt oder meist besuchten Seiten adden. Die Gefahr bei mir ist da v.a. dass ich es mal wieder übertreibe und der Browser bald mit angezogener Handbremse läuft :) Im Google Reader sind ja gut 700 RSS-Abos. Ich glaub wenn ich die da alle adde, verbrenn ich mir bald die Pfoten am MacBook.

A pros pos Finger verbrennen:
Ich habe mich letztens auch so gut es geht von Flash getrennt (Bericht dazu kommt noch) und das bringt wirklich einiges. Google Chrome soll Flash ja schon automatisch blocken. Bei Rockmelt habe ich noch keine Funktion dazu gefunden. Werde nachher mal schauen, ob die Google Chrome Extension zum Flsahblocken funktioniert. Blieb mein Macbook Pro naemlich den ganzen Tag bei rund 60 Grad einigermassen cool lääuft es jetzt grad schon wieder auf fast 80 Grad, seit Rockmelt mit einigen youtube Fenstern und Flash-Ads offen ist.

So. Ich muss erstmal los. Weitere Eindrücke von Rockmelt gibts später. Wenn Ihr Fragen habt oder ich was bestimmtes ausprobieren soll: Einfach in die Comments posten.

Sascha von netbooknews.de hat mir nicht nur die invite geschickt, sondern auch gleich einen Screencast gemacht, in dem er Rockmelt im bewegten Bild und Ton erklärt:

Hier könnt Ihr Euch anschauen, wie einer von den Rockmelt Jungs sein Baby erklärt – nicht so in-depth wie Sascha, dafür aber nooooch bunter mit fliegenden icons und PR-tauglichem Lächeln :)

Danke Sacha Pallenberg für den invite! Ich habe übrigens noch 3 Invites für Rockmelt zu vergeben – wer will noch mal, wer hat noch nicht? Den Grund, warum Du Rockmelt testen willst einfach als Kommentar oder in ein Posting mit Trackback hierher – ich willte schon IMMER mal sone Linkbait-Verlosung machen :-))))

Oder stell einfach SO eine schwierige Frage zu Rockmelt, die ich nicht beantworten kann und dann gibt’s die invite zum selber ausprobieren :)

XING Kontakte nach Facebook importieren

Da habe ich wirklich schon LANGE drauf gewartet. Klasse Screencast HowTo von Daniel Peters (mixxt.de) in dem er erklärt, wie die Kontakte aus XING als vCard Datei ex- und nach Facebook wieder importiert werden können:

Howto: XING Kontakte in facebook importieren from Daniel Peters on Vimeo.

Ich habe gleich 29 Kontakte wieder entdeckt und frage mich, wie lange ich XING wirklich noch brauche :)

Beim selber ausprobieren aber aufpassen, nicht ALLE XING Kontakte einzuladen. Das wird ärgerlich für die Kontakte, da Facebook v.a. nicht nur einmal sondern gleich mehrfach nachfragt. Also wählt Eure Kontakte, die Ihr hinzufügen wollt, mit bedacht aus und übererspringt alle die, die noch nicht bei Facebook gefunden wurden.

Warum so spät? StudiVZ baut Twitter ein

Ich frage mich ja eh, wieso das nicht schon LÄNGST passiert ist, einfacher konnten die VZs Ihre Reichweite nicht erhöhen.

Netzwertig schreibt heute, daß StudiVZ wohl demnächst ermöglichen wird, Tweets im “Buschfunk”-Feature zu verwenden. Danach soll das (mMn überflüssige) Feature kommen, von StudiVZ aus Tweets abzuschicken.

Problem ist nur, daß es mittlerweile dafür zu spät sein dürfte. Was kann Studi-(und jedes beliebig andere VZ) denn mehr als Facebook? Eben. Nix. Außer nach und nach Mitglieder an Facebook zu verlieren. Die Möglichkeiten von Facebook können die VZs (anscheinend) nicht mal eben nachbilden und auch die Twitter-Integration haben sie in meinen Augen seit mind. 6 Monaten verpennt. Von Apps ganz zu schweigen. Natürlich kann ich mich täuschen, aber mehr als 12 Monate gebe ich den VZ nicht mehr, wenn sie nicht ganz schnell einen echten Innovationsschub nachlegen.

Dabei ist es sehr einfach, rauszubekommen, was die User wollen, wie mehrblog zeigt. Da haben 500 VZ-Nutzer abgestimmt, welche Features sie sich wünschen.