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Dank Doepfner steht Deutschland mal wieder als Online-Spielverderber da

Es ist schon ziemlich dreist, wie sich Doepfner da in die David-/ Opfer-Rolle manövriert und mit der FAZ über Bande eine konservative Kampagne gegen Google startet und die FDP mischt natürlich gleich mal ne Runde mit und fordert die Zerschlagung Googles :-D. Wäre alles witzig, wenn es nicht so ein beschämendes Bild aus internationaler Sicht auf uns werfen würde. Wo das Leistungsschutzrecht nun nicht so aussieht, wie man sich das bei Springer gewünscht hat (und statt Google Blogger und Autoren drunter leiden müssen, aber wenigstens Verlagshäusern keine Konkurrenz mehr machen), wird eben auf Heulsusentaktik gesetzt.

Das Problem ist nicht Google, sondern Verlage, die sich von Google (oder auch Facebook, Apple wasauchimmer da noch kommt) abhängig gemacht haben.

Klassischer Fall von “Zeichen der Zeit oder nur zu spät nicht erkannt”.

Und natürlich sollten Verlage und insbesondere Springer besser Angst vor Google haben. Nicht nur finanziell sondern auch inhaltlich, da brauchen wir uns nur das Bildblog.de anschauen. Statt rumzuheulen, sollte das eine Motivation für besseren Journlismus, bessere Produkte und besseren Kundenservice sein.

Wenn Verlage Ihr Geschäftsmodell nicht schnell genug angepasst bekommen:
Pech gehabt. Da könnte man jetzt auch Kutscher, Dampfmaschinenbediener, Setzer, Telefonist, Kohlenhändler, Videothekare, Schweißer, Jutesackhersteller und was nicht alles für Berufe nennen, die durch Technologie ersetzt wurden. Das ist fürs Einzelschicksal tragisch, aber wir werden es überleben.

Die Frage wem die Daten gehören, die Webseiten erheben ist relativ einfach zu klären:
Die Daten sind Eigentum desjenigen, den sie betreffen.
Aber:
Wenn die Daten freiwillig in den Besitz eines Unternehmens gelangen, das dafür eine Gegenleistung liefert (Google die Suche, Facebook die Kommunikation, amazon die Produktempfehlungen, ebay die Schnäppchen usw.) kann dieses Unternehmen die Daten eben auch nutzen.
Hier müssen wir uns allenfalls fragen: Wie kann ich meine Daten zurück bekommen, Einsicht in die Daten erlangen, eine Weiterverwendung untersagen?
Dann stellt sich aber auch die Frage was mit der Gegenleistung geschieht: Darf ich die Leistung dann sofort nicht mehr nutzen? Muss ich für vorherige Nutzung ggf. Zahlungen leisten?
“Wasch mich, aber mach mich nicht nass” kommt mir da in den Sinn.
Don geht etwas kritischer ran und gibt den einzig richtigen Tip: Jeder – von Privatperson bis zum Medienkonzern – muss sich ernsthaft überlegen, wie er mit Google umgeht, wie er Google füttert oder ob er Google überhaupt nutzt.

Thomas Knuewer hat in seinem Artikel schon die wichtigsten Punkte genannt, die gegen Doepfners “offenen Brief” sprechen. Der bemerkenswerteste ist meiner Meinung nach der Punkt, den Jeff Jarvis im von Knüwer zitierten Artikel macht:

Doepfner malt mit der Aktion nicht nur ein Bild vom Springer-Verlag, sondern auch von den rückständigen, stockkonservativen und technikfeindlichen Muffeldeutschen (das dazu noch auf seinen wirtschaftlichen Interessen und nicht auf Fakten oder einem gesellschaftlichen Konsens beruht).

Ich denke eine repräsentative Umfrage “Was wollt Ihr lieber: Springer oder Google” würde nicht gerade zu Doepfners Gunsten ausfallen.

Warum macht Dopefner nicht das, was der Auftrag seines Unternehmens ist? Aufklären, berichten, analysieren, bewerten. Vielleicht sogar Alternativen schaffen, wenn die Silicon-Valley-Volontäre entsprechende Ideen mitgebracht haben?

Und dank Gunnar Sohn habe ich den Lesetip Per Johansson “Der Sturm” in diesem Zusammenhang entdeckt :)

10 Tips die Zeit sparen und das Technikleben leichter machen

Habe einen witzigen TED Talk entdeckt, in dem ein New York Times Journalist ein paar kleine Tricks verrät, wie man mit Computern, Smartphones, Google und anderen Gadgets einige Wochen Lebenszeit sparen kann:
David Pogue stellt zu Anfang seines Talks erstmal eine ECHT wichtige Sache fest: Für alles, was gefährlich sein kann, benötigt man eine Erlaubnis oder Lizenz. Aber nicht für die Verwendung von Computern Smartphone, Internet und Zeugs.

Also zählt er 10 wichtige Dinge auf, von denen man denkt, dass sie jeder wissen müsste, aber keiner weiß:

  • Runter scrollen tut man z.B. in Browsern mit der SPACE-TASTE – RAUF scrollen mit SHIFT Space.
    Das mit SHIFT-SPACE wusste ich tatsächlich noch nicht :-D
  • Formulare ausfüllen: Bsp. Wenn das Land gefragt ist: Nicht durch das Dropdown Menu scrollen sondern mehrmals D für Deutschland tippen, bis es kommt. Wenn D nicht gefunden wird, G für Germany benutzen.
  • Text zu klein um etwas zu lesen? STRG drücken und mehrmals + drücken. Minus-Taste zum verkleinern
  • Sätze beenden auf dem iPhone: 2 Mal die Space-Taste antippen. Das iPhone macht dann einen Punkt ne neue zeile und fngt wieder mit Großbuchstaben an.
  • Wahlwiederholung bei Smartphones? Einfach den meist grünen ANRUFEN-Button in der Telefon-App drücken
  • Der nächste Punkt geht um Mailbox-Ansagen und die Anleitungen wie der Anrufer die richtig bedient. ich glaube das ist nur für Amis relevant :)
  • Google Wörterbuch: einfach define ins Googlesuchfeld eingeben und dann das Wort zu dem man eine Definition haben will
  • Für Flüge geht das auch: define eingeben und google gibt Ablfugzeit, Gate und so weiter aus. (z.B. LH3569
  • Maßeinheiten oder Währungen umrechen geht auch direkt Google-Suchfeld: CM in 32inches
  • Textarbeit: Wort auswählen: DOPPELKLICKEN. Du musst nicht löschen sondern einfach DRÜBER KLICKEN.
  • Fotokameras: Auslöser halb drücken zum vor-fokussieren. Bei schnellen Shots kann die Kamera dann sofort auslösen.
  • Präsentation: mit der Taste B kriegt man einen schwarzen Bildschirm – mit W einen weißen. Und das Publikum schaut nicht mehr auf die Folien sondern auf Dich als Vortragenden. DAS wusste ich auch noch nicht :)

Hier das vollständige Video:

nach 2 Wochen duckduckgo und bing wieder bei Google

Ich hab es versucht. Ich habe es echt ernsthaft versucht und statt Google zunächst konsequent Duckduckgo benutzt. Die Suchergebnisse sind für mich aber mehr oder weniger unbrauchbar gewesen. bei 8 von 10 Suchen habe ich doch nochmal Google bemüht, da ich wusste dort konkretere Links zu finden.

Nach der Frustration mit der Ent bin ich dann mal auf Microsofts bing umgestiegen. Hier habe ich gefühlt nur noch bei jeder 2. Suche Google genommen. Bei 50% also. Immer noch nicht wirklich taugend.

Nun habe ich Google wieder als Standard-Suchmaschine eingestellt. PRISM wird ja eh bald abgestellt und die NSA aufgelöst. :)

Dazu muss man aber auch wissen, dass ich eine recht umfangreiche Liste mit Ausschluss-Filtern bei Google habe, so dass mit bsw. Preissuchmaschinen, Plattformen wie gutefrage oder ciao und son Zeuchs erst gar nicht angezeigt werden.

Bing zeigte mir wieder einiges an Werbeschrott an, den ich bei Google schon über die Blacklist gefiltert habe.

Die Ergebnisse von Duckduckgo erinnerten mich an Google-Suchen von 1999.

Google Living Stories rockt!

Immer wieder zaubert Google plötzlich ein Goodie aus dem Hut, wo man echt nur Staunen kann.

Das journalistische Format “Living Stories” dass Google grad als Open Source rausgehauen hat ist auch so ein Ding.

Googlewatchblog und das DW-lab hatten schon im Dezember drüber berichtet:

Living Stories fasst mehrere Artikel und Nachrichten zu einer großen Hintergrundgeschichte zusammen. Ich kann mir dann erstmal auf mehrere Arten einen Überblick über die Geschichte verschaffen:
* nach dem zeitlichen Ablauf
* die wichtigsten Ereignisse zuerst
* die neuesten Ereignisse zuerst
* nach bestimmten Themenbereichen
* Meinungen und Kommentare
usw.

Bei langfristigen Themen, die sich über Monate oder sogar Jahre hinziehen – Afghanistankrieg bsw. – hab ich als Leser einfach gewisse Dinge immer und immer wieder gelesen. Google Living Stories graut diese Bereiche, die ich schon kenne einfach aus und ich muss mir in neuen Artikeln die Wiederholungen und Einführungen ins Thema für neue Leser nicht nochmal reinziehen.

Über die einzelnen Summaries kommt man in Teilbereiche der Themen immer tiefer rein, kriegt dann weitere Inhalte usw. Dann lassen sich bestimmte Parts filtern um einen besseren Überblick zu bekommen und via RSS und E-Mail kriegt man die neueste Infos geliefert.

Super praktisch. Am besten kann Google sich ja immer selbst erklären und ich überlege, wo und wie ich das Tool mal zum Testen instaliert kriege…

Hat der Google Strich-Doodle zum 57.Geburtstag des Barcodes eine Bedeutung?

Heute vor 57 Jahren wurde von Joseph Woodland und Bernard Silver in den USA das Patent für den Strichcode eingereicht.

Google hat sich deswegen heute ein Strich-Doodle gebastelt:
Bildschirmfoto 2009-10-07 um 11.24.07

Zur Feier des Tages könnte man sich genau DEN ja mal in den Nacken pricken lassen :)

Weiß jemand, ob der Code den sie sich da überlegt haben etwas bedeutet? Google überläßt doch eigentlich nix dem Zufall.

via googlewatchblog