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Hydraulischer Hybrid Antrieb statt Batterien und Elektromotor

Gerade bin ich über eine spannende Technologie gestolpert: Wir kennen das Prinzip alle: Bremsenergie wird umgewandelt in elektrische Energie und diese in Batterien gespeichert. Rekupertation.

Das geht aber auch anders – nämlich hydraulisch. Durch die Energie, die beim Bremsen entsteht, wird eine Flüssigkeit komprimiert und unter Hochdruck gesetzt. Dieser Druck-Energie kann dann wieder genutzt werden, um das Auto anzutreiben. UPS testet das bereits in einigen Auslieferungs-Trucks und hat eine Spritersparnis zwischen 50 und 70% erreicht!

Chrylser arbeitet jetzt an einem System, das auch in Autos zum Einsatz kommen könnte und momentan deutlich billiger als elektrische Hybridantriebe sein dürfte. Jedenfalls bis die Preise für Akkus fallen und Akkus leichter werden.

Hier nochmal ordentlich erklärt:

via smartplanet und technology review

Honda CR-Z: 50 Tage, 10.000km – Ich bin dann mal probefahren!

Honda CR-Z: 50 Tage, 10.000km – Ich bin dann mal probefahren!

Ker,ker,ker – da hat mich die Vorbereitung für unseren Road Trip so in Beschlag genommen, dass ich gar nicht bemerkt habe wie hier noch das Posting fehlt! Eben mit Erschrecken drauf hingewiesen worden. Man sollte sich halt nicht immer auf die Terminierfunktion verlassen :)

Der Grund, warum hier schon seit gut 3 Wochen nichts neues mehr steht ist mein aktuelles Projekt ORI10K.de

Wir (meine Freundin Angie und ich) fahren mit einem Honda CR-Z die Küste Europas entlang. Die Küstenlinie gibt uns die Route vor und wir suchen nach spannenden Geschichten und interessanten Leuten auf der Strecke. Vor allem alles was mit Umwelt und Sport zu tun hat interessiert uns. Der CR-Z ist ja ein Hybrid Sportcoupè und vereint somit beide Welten.

Wie gut genau er das tut werdet Ihr hier lesen, wenn wir von unserem Trip wieder da sind.

Und ein Thema kommt immer stärker in unserem Trip vor: Wein.
Zum einen haben wir schon viele Kontakte in diesem Bereich bekommen können durch unseren “Auftritt” in der Web-Wein-TV-Show TVino bei Hendrik Thoma, zum anderen machen wir ja einen Social Media Road Trip und  Wein ist nun wirklich eines der ältesten Sozialen Medien, das Menschen zusammen bringt, über das sie sich unterhalten und fachsimpeln können.

So lange schreibe ich auf dem Blog, das ich extra für das Projekt eingerichtet habe: http://www.ori10k.de und natürlich auf der Facebook Fanpage: http://facebook.com/ori10k

Wir freuen uns über jeden “Gefällt mir”-Klick! Wenn Ihr uns ganz besonders unterstützen möchtet, dann schickt uns Vorschläge für Besuche, die wir auf der Reise unternehmen können. Vor allen Dingen Kontakte vor Ort sind besonders interessant für uns. Sportler, die uns Ihre Sportart zeigen, Umweltaktivisten, die uns über Ihr Projekt erzählen, Autoverrückte mit denen wir ein bisschen fachsimpeln können.

Join Our Journey! Wir freuen uns über jeden Kontakt – jetzt erstmal an der Südküste Europas (Spanien, Frankreich, Italien) und ab Ende September suchen wir noch Leute in Österreich, Tschechien und Polen wo wir einmal vorbeischauen können.

Bis denne! Liebe Grüße,

Probe-weg-Fahrer Alex :)

Drei Probefahrten mit dem Honda CR-Z

Drei Probefahrten mit dem Honda CR-Z

Ist mir heute erst so wirklich bewusst geworden – so langsam habe ich es als Auto Probefahrt Blogger ja schon zu etwas gebracht:
Ich habe an einem Tag drei Probefahrten mit einem Auto gemacht, das nicht gar nicht auf dem Markt ist :) Der offizielle Start des Hybrid Sportcoupè Honda CR-Z ist am 5. Juni 2010.

Letzte Woche am 12.5. war #Honda2010tt. Hinter dem Hashtag verbirgt sich der Honda Testtag. Aufhänger war natürlich der CR-Z, aber wir (Blogger, Twitterer, Hondaclubs, Journalisten) hatten die Möglichkeit fast die komplette Honda-Produktpalette aus zu probieren. Einzig der HondaJet und die Marine-Produkte fehlten.

Anyway. Dazu später mehr.

Erstmal geht’s um den Hybrid Sportler. Warum bin ich den Honda CR-Z gleich dreimal gefahren? Also das war so:

Anfang des Jahres habe ich für Honda im Zuge des Projekts Live Every Litre den Application-Blogger gemacht. Bei LEL konnten Menschen aus ganz Europa Ihre Ideen zu ihrem ganz persönlichen Roadmovie einreichen. Aus den deutschen Vorschlägen habe ich wöchentlich die schönsten und interessantesten zusammen gestellt und für Honda gebloggt. Kai von stylespion, Alexx von ifranznation und Rob Basic waren in unterschiedlichen Rollen ebenfalls bloggender Weise mit dabei.

Nun war es letzte Woche soweit. Endlich waren erste Exemplare des Autos hier angekommen und wir konnten die Autos über deren Geschichten wir schon seit Monate brüteten endlich mal fahren:

Wie Ihr im Video seht, bin ich erstmal den blauen CR-Z gefahren. Ich konnte mich nicht zurück halten :) Obwohl ich nur die kleine Runde auf dem im Auto bereit liegenden Googlemaps-Ausdruck abgefahren bin und mich echt beeilt habe, verpasste ich die ersten 10 Minuten der Einführungsveranstaltung durch Hondas PR-Leiter Doc Alexander Heintzel. *hüstel*

Und das, wo gerade Hondas Umwelt Engagement in deutschen Mooren ziemlich spannend ist. Sobald ich die Infos noch einmal zusammen recherchiert habe, werde ich die nachliefern. Steckten ein paar sehr spektakuläre Zahlen drin.

Danach ging es zusammen mit ifranz im schwarzen CR-Z weiter. Eindeutig die schickste Farbe für mich. Ich mag zwar mittlerweile strahlend weiße Autos auch sehr gerne, aber black ist und bleibt beautiful. Unsere kleine Duo-Probefahrt seht Ihr nochmal hier:

Und obwohl ich dachte, dass mich nach ifranz nichts mehr schocken könnte, hab ich mich dann noch in den weißen CR-Z im Slalom-Parcour geschwungen. Jepp. Macht Spass :) Und als Beifahrer von Honda Pressemann David Plättner im Parcours war es anstrengender die Balance mit Kamera in der Hand zu halten, als beim selber fahren. Das wiederum seht ihr im Video da ganz oben :)

Während Robert und Nicole sich die Führung durch die Honda Academy in Erlensee angeschaut haben, bin ich noch ein paar Autos gefahren. Ich wusste ja, dass Nicole Ihre Cam dabei hat und ich mir die Führung hinterher nochmal anschauen kann :)= Dankeee!

Einzig den roten CR-Z habe ich nicht ausprobieren können. Der fährt ja gerade für das Liveeverylitre.com Projekt als heimlicher Star des gleichnamigen Roadmovies quer durch Europa und ermöglicht 15 Leuten, die im wahrsten Sinne des Wortes abgefahrensten Geschichten zu erleben:

Ein Hund, der eine neue Liebe fand, Sebastian, der eine Liste mit 100 Dingen abarbeitet, die man im Leben gemacht haben muss, Philipp aus Deutschland, der einmal von oben nach unten durch Europa gefahren ist und dabei immer andere Menschen ein Stück mitgenommen hat und sich ihre Geschichte erzählen ließ, die School Boys, die mit einer aufgeblasenen Hüpfburg über den Gardasee gesegelt sind! und heute aktuell ist gerade Thomas unterwegs:

Let's be appalling on Twitpic

Er will mit dem CR-Z zum Metallica Konzert in Lissabon. Die Haube ist mittlerweile schon passend geairbrusht. :-) Bin gespannt, ob Mr. Hetfield und Bandkollegen alle ne Runde mitfahren und ein paar Autogramme hinterlassen.

Hier wählt Seb Tattoos aus:

Und hier ist die Hüpfburg auf dem Gardasee unterwegs:

Behaltet das Projekt im Auge! Da kommen noch einige spannende Stories in den nächsten Tagen. Über die Webseite von Live Every Litre könnt Ihr den Protagonisten Vorschläge machen, was Sie sich anschauen oder wo sie vorbeifahren sollten.

So. Ich gehe jetzt mal noch ein paar Runden mit dem Honda Type R filmen, den ich für ein paar Tage zum probefahren mitbekommen habe. Dazu dann später auch mehr…

Honda läßt uns ne Reise tun – “Live every litre”

Unverhofft kommt oft. Vor allem nette Jobs kommen oft unverhofft. So wie dieser bei Honda. Also eins vorweg: Dies hier ist kein Werbepost für das ich bezahlt werde. Bezahlt werde ich dafür, daß ich den “harten Job” des Vorauswahljurors mache und einige der interessanten, witzigen oder ausgefallenen Ideen in dem Projekt recherchiere und auf dem Kampagneportal vorstelle.

Aber worum geht’s überhaupt?

Honda baut ja Hybrid-Fahrzeuge. Also Autos, die sowohl einen Elektromotor haben, als auch nen Benzinmotor. Das macht die Kisten sehr sparsam. Zum Beispiel, weil die Akkus, die die Elektromotoren betreiben während der Fahrt und v.a. während des Bremsens aufgeladen werden. Energie die entsteht, wird wieder zum antreiben des Autos benutzt. Soviel zur Technik.

Honda_CR-Z

Mit dem Honda CR-Z gibt es jetzt auch nen amtliches Sport-Coupè mit Hybrid-Motor. Und zum Launch des Autos hat sich Honda die Aktion “Live every Litre” überlegt. Jeden Liter Sprit voll auskosten.

Bildschirmfoto 2010-02-18 um 18.21.38

Auf der Seite dazu kann man seine Traum-Reise auf einer Google-Map zusammen klicken und beschreiben, warum man ausgerechnet DIESE Tour machen möchte. Was man mit den Orten verbindet, die man durchfahren wird, wen man besuchen oder was man sehen will. Die interessantesten dieser Road-Trips werden dann ausgewählt und von den Leuten gefahren! Mit dem Honda CR-Z versteht sich.

Das is schonmal ne coole Aktion. Nur einfach ein bisschen durch die Weltgeschichte cruisen ist zwar nett, aber wenn keiner was davon mitkriegt, hat ja niemand was davon.

Also werden die “Auserwählten”, die Ihre Traumtour umsetzen dürfen von einem erfahrenen Dokumentar- und Reisefilmer aufgenommen und aus dem Material wird ein schickes Road-Movie geschnitten.

So. Und gestern hab ich dann auch mal erfahren, wer den ganzen Spaß filmen wird: Gerade berichtete ich ja schon von Long Way Round und Long Way Down. Die beiden Serien von 2004 und 2007 in denen Ewan McGregor und sein Kumpel Charley Boorman Weltreisen auf dem Mopped machen. Tja und der gute Claudio von Planta, der schon Obi Wan und Kumpel auf der BMW begleitet (und diverse andere spektakuläre Dokumentationen gedreht) hat, wird auch die Honda-Filme drehen.

Also:
Wenn Ihr eine Autotraumstrecke mit Geschichte habt und diese Geschichte in einem Honda CR-Z gefilmt haben wollt, dann meldet Euch bei Live every Litre an und beschreibt, was Ihr vor habt. Vielleicht sitzt Ihr im Mai 2010 dann schon im Auto und werdet Filmstars :-)

Neben der Kampagnen-Seite gibt es da natürlich auch noch ne Facebook-Fanpage und nen Twitter-Account, der Euch auf dem Laufenden hält.

.oO(Ich beneide diejenigen, die sich auf den Weg machen dürfen jedenfalls jetzt schon. Freue mich aber auf eine Probefahrt mit dem CR-Z *g*)Oo.

Probefahrt mit TOYOTA Prius – Testbericht

Wieder eins der älteren Probefahrer Postings, die ich hier rüber hole. Eins nach dem anderen – oder wie mein Mitbewohner zu sagen pflegt: Poco a poco :)

1_weller.JPGLetztens in der Mittagspause – da wir gegenüber von der Firma einen recht großen TOYOTA Händler (Auto Weller) als Nachbarn haben und ich schon immer mal nen Prius fahren wollte, habe ich spontan angerufen und sofort hieß es:
“Klar! Kommse rüber – das kriegen wir doch hin!”

Alles klar. Also haben mein Kollege Frederic und ich uns schnell für die Mittagspause ausgetragen und die Straßenseite gewechselt.

Drüben hat uns dann Herr Maletzki, der bisher schwungvollste Autoverkäufer (so richtig vom alten Schlag, ganz herrlich!) empfangen, kurz meine Daten aufgenommen und ich habe die Probefahrtvereinbarung unterschrieben und direkt konnte es losgehen :)

auto1.JPGOk, erst mußte Herr Maletzki uns kurz in das Auto einweisen, mit der Erklärung: “Sonst kommse in 20 Minuten wieder rein und meinen, das Auto wäre kaputt weil sie es nicht hören. Ist alles schon vorgekommen” :))) Außerdem haben wir ein Vorführmodell mit einer ganz besonderen Sonderausstattng bekommen, nämlich das Taxi! Nicht nur von außen in Beige und mit Schild auf dem Dach, sondern auch innen mit Taxameter (ne Funke war glaube ich nicht eingebaut – oder ich hab sie nicht gesehen). Also reingeworfen in die Droschke und gleich ist man in einer anderen Welt gelandet, die sich am Besten mit spacig-schlicht beschreiben läßt.

innenraum.JPGEin sehr aufgeräumtes Cockpit hat man da vor Augen – auf den ersten Blick sieht man nämlich nix. Ausser eine Ausbuchtung hinter dem Lenkrad, die sich fast über die gesamte Breite des Armaturenbretts zieht und ein Button.
Ein Startbutton.
sany1957.JPG Die Usabilitypäpste im Web würden die Hände über dem Kopf zusammenschlagen: Da ist man bemüht jeden unnötigen Klick zu eliminieren und wegzudesignen und hier bauen Sie nen An-/Aus-Knopp ein: Eigentlich überflüssig aber VERDAMMT cool :D

Das Material des Armaturenbretts ist ein rauher Kunststoff, der auf den ersten Blick wie Stoff wirkt. Ich vermute mal, dadurch werden vor allem Reflektionen bei direkter Sonneneinstrahlnug verhindert.
Ach und da ich mir von meinem Chef für den Impreza Test ja gleich nen Rüffel eingefangen habe, weil ich das Wichtigste bei einem Auto gar nicht genannt hätte: Ja am Prius läßt sich nen iPod anschließen ;) Ob Du ihn so verdrahten kannst, daß der iPod über die Steuerbuttons am Lenkrad fernbedient werden kann muß ch noch nachrecherchieren.

zundschlussel.JPGDer “Zündschlüssel” dient also nur noch zum Türen öffnen und um die Diebstahlsicherung zu deaktivieren – auf Knopfdruck schaltet man das Auto erstmal EIN. Ist ja auch zur Hälfte ein Elektroauto – warum sollte es dann nicht auch so angemacht werden, wie ein Elektrogerät. Da ist schon Sinn und Verstand bei. Nach Druck aufs Knöppken geht die Sonne auf – LC-Display im Armaturenbrett geht an, dazu noch das TFT darunter.

tft-display.JPGIn dem Touchscreen-TFT wird wie von anderen Autos gewohnt, alles Wesentliche eingeblendet und angeziegt, was man so zum Autoahren oder zur Bespaßung während des Fahrens braucht. Navi, Radio, Rückfahrkamera, Bordcomputerinfos usw. Besonders sticht natürlich die Anzeige heraus, welcher Motor gerade aktiv ist und von wo die Energie wohin fließt.
Faszinierend.
display.JPGFrederic fühlte sich durch das digitale “Mäusekino” im Armaturenbrett nachhaltig an seinen Twingo erinnert :) Ich für meinen Teil liebe ja (als alter Nerd) solche Displays als Instrumentenergänzung. Am besten aber noch in Kombination mit einem Rundinstrunent – die Information eines Zeigerstands kann ich intuitiver aus dem Augenwinkel verarbeiten – bei einer Zahl (und mag sie noch so groß und klar dargestellt sein) muß ich genau hinkucken.

fuss.JPGSo, Herr Maletzki erklärt noch kurz, wie die High-Tech funktioniert und ich binde meinen Linken Fuß an der Türverkleidung fest. Ist nämlich nen Automatik und die fahre ich nicht so oft. Das letzte Mal hatte die gesamte Autobesatzung Spaß, als ich in den gewohnten Schaltwagentrott zurückfiel und erstmal beherzt mit dem linken Fuß auf das einzige freie Pedal gelatscht war ;)

Eingeschaltet ist der Wagen und nach kurzem Antippen des Gaspedals springt der 1,5l Benziner an. “Die ersten paar Minuten” wird der laufen”, sagt unser Einweiser “bis der Wagen erstmal Temperatur erreicht hat, die Heizung läuft usw. Dann geht irgenwann nur noch der Elektromotor an”. Alle klar. Eine Runde ums Haus gedreht. So einfach kann’s sein. Der kleine Automatikhebel wird kurz nach links rüber geschoben und einmal die D-Funktion angeschaltet (dabei wirft sich mir grad die Frage auf, warum eigentlich R für Rückwärts nach vorne drücken und D für Vorwärts nach hinten ziehen ist – hat da jemand ne Erklärung für?), Fuß von der Bremse und der Prius rollt los.

motor.JPGSehr angenehm. Allerdings hört sich der Motor für mich ernsthaft in den ersten kalten Minuten wie ein kleier, sehr leiser Diesel an wird später etwas ruhiger und weniger nagelig, hört sich beim Kickdown, wenn er richtig zu tun bekommt, aber etwas nervig und sägend an. (TOYOTA entwickelt wohl auch schon an einem Hybriddiesel, der noch effizienter werden soll. Allerdings ist die Herausforderung bei Dieseln – so sagte mir Herr Maletzki – um einiges größer.) Wir fahren einmal auf den Ostwestfalendamm um etwas Geschwindigkeit aufzunehmen und den Wagen warm zu kriegen. Die Automatik ist gewöhnungsbedürftig und ich muß den Dreh mit sanft Gasgeben, Kickdown und dem beim Gaswegnehmen einsetzenden Dynamoeffekt des Elektromtors erst noch rauskriegen. Besonders als wir wieder in die Stadt kommen und ich häufig an Ampeln bremsen muß merkt man das “Brake by Wire” sehr direkt und gut dosierbar läßt sich der Prius mit seinen elektronischen Bremsen stoppen dazu bremst der Elektromotor mit (das Prinzip wird in der Wikipedia ganz gut erklärt) und transformiert so die Bremsenergie wieder in elektrische um, die dann in den Batterien gespeichert wird. Den reinen Elektrobetrieb kriegen wir nur sehr kurz mit. Ich glaube daran muß man seinen Fahrstil erst anpassen was ich in der kurzen Zeit intuitiv nicht hinbekommen habe. Ich frage mich dann allerdings auch immer, wie sich das wohl von außen anhört? Kriegt man als Fußgänger so ein Elektroauto überhaupt mit? Trotzdem ein sehr coles Fahrgefühl so fast lautlos dahinzugleiten. Möglich, daß es mir auf Dauer zu langweilig würde, daß kann ich so jetzt nicht beurteilen. Zum rumcruisen ohne schlechtes Gewissen taugt es allemal.

Das Fahrverhalten an sich ist recht neutral und unspektakulär – nur in engen Kurven merkt man das recht hohe Gewicht sehr deutlich, aber gutmütig. Die Lenkung ist präzise und das Fahrverhalten sehr angenehm. Der Prius ist eben nicht als Sprinter gedacht, sondern eher als kräftesparender Marathonläufer. Ein ideales Pendlerfahrzeug um entspannt zur Arbeit zu kommen.

Ansonsten ist das Auto mit netten Gadgets vollgepackt. Die Sprachsteuerung ist zum Beispiel – wenn man sich an die verfügbareren Befehle und die Position der Aktivierungstaste auf dem Lenkrad gewöhnt hat – sicherlich sehr nützlich. Wir hatten mit Ihr v.a. Spaß und können berichten, daß weder “Ziel erfassen”, “Räder abwerfen” noch “Warp 9 – Energie” verfügbare Befehle sind ;) Auch auf “Kumpel, ich brauch Dich” kam keine Reaktion.

einparkassistent.JPGIch war leider zu feige, den Einparkassistenten auf dem Burger-King Parkplatz auszuprobieren :) Man aktiviert ihn, fährt an der Parklücke vorbei, die der Assistent dabei scannt. Danach kann man auf dem Touchscreendisplay in der Mitte noch einige Feinjustierungen vornehmen und dann sollte das Auto selbstständig in die Parklücke fahren. Schon oft im Fernsehen gesehen. Wenn hier Interesse besteht, gehen wir nochmal rüber und machen nen Videospecial davon ;)

Hinten sitzt man wie in einer Sänfte mit ordentlich Platz – wobei ich sagen muß, daß ich mächtig kurze Beine habe und die Beinfreiheit deswegen auf dem Photo auch die eines Maybach sein könnte ;) ie jemand mit 1,95m dahinten sitzt kann ich nicht beurteilen – ich hatte gerade keinen Zugriff auf jemanden dieser Grüßenordnung.

auto2.JPGAlles in allem ein cooleres Auto, als ich gedacht hätte mit witzigen und sinnvollen Funktionen. Und ein Spritverbrauch von um die 5 Liter bei einem Auto der Größe hat natürlich absolut seinen Reiz. Da sind rund 25.000 EUR Startpreis ok. Die Diskussion, daß andere Autos ebenfalls im Bereich von 5-6 Litern gefahren werden können und dabei preiswerter und größer sind, ist durchaus berechtigt, aber ich lasse sie hier außen vor – das würde den Rahmen sprengen. Google hilft da gerne weiter ;)

Mich würde ja mal brennend interessieren, wie weit man mit dem Prius mit einer Tankfüllung tatsächlich so kommt. Hallo TOYOTA Deutschland – ich würde es gerne mal ausprobieren und ein Wochenende so lange unter Alltagsbedingungen fahren, bis der Sprit ausgeht (alleine schon um zu sehen, ob der Akku dann noch bis zur nächsten Tanke reichen würde).

// UPDATE: Den Link zum Hersteller mit den genauen technischen Daten, gewonnenen Awards usw. hatte ich ganz vergessen. Hier geht es zu den Zahlen.

Alle Fotos zum Prius (insgesamt 73) gibt es diesmal als Picasa-Album zu sehen, die Videos reiche ich noch nach.

prius

Weitere Erfahrungs- und Testberichte zum Toyota Prius gigbt’s auch bei autoplenum.de