Ye Zi Concept Car: CO2 rein – Sauerstoff raus

(Bildrechte: Shanghai Automotive Industry Corporation)

(Bildrechte: Shanghai Automotive Industry Corporation)

Also ehrlich – aerodynmisch ist was anderes. Mal abgesehen davon, dass das Feigenblättchen als Dach für mich als Laien nicht grade nach der Krone des cw-Werts aussieht: Schneller als 40 sollte man damit nicht fahren, sonst macht das hübsche Auto eine Rolle rückwärts. Sollte einem mal das Dach abfliegen, gibt es bei IKEA auf jeden Fall Ersatz-Teile :)

(Bildrechte: IKEA)

Spaß bei Seite – Der Ye Zi – was wörtlich übersetzt erstaunlicherweise Weise – Blatt bedeutet, folgt schon einem tollen Konzept: Er wandelt während der Fahrt CO2 in Energie und Sauerstoff um. Wenn die Pläne der Shanghai Automotive Industry Corp. aufgehen, dann hätten wir nicht nur Energie mäßig ein perpetuum Mobile, sondern auch ein umweltetuum Mobile. Letztendlich passt seine Energie-Erzeugung zum Look: Es klingt nach künstlicher Photosynthese.

Das Dach soll aus Solarzellen bestehen. Die kleinen Propeller auf den Felgen sollen wie Turbinen funktionieren und Strom erzeugen. Das Fahrwerk besteht aus Metal Organic Framework, das der Umgebung CO2 entzieht, und einer Bio-Brennstoffzelle zuführt. In der Mikrobiellen-Brennstoffzelle wird aus Wasser der Wasserstoff abgespalten und so bauen die Mikroben Methan (CH4) zusammen und spucken Sauerstoff O2 aus. So erklärt es Martin hier) Das Dach nimmer  die ebenfalls Strom erzeugt und Wasserdampf ausspuckt (hätte man da nicht auch noch eine Turbine anbauen können um Strom zu erzeugen? Oder wenigstens Espresso?)

(Bildrechte SAIC)

Die Frage ist nur: Wenn irgendwann nur noch YeZis auf unseren Straßen rumfahren – haben wir dann eine Sauerstoff Überproduktion? Möglicherweise sogar SO viel Sauerstoff in der Atmosphäre, dass sich keiner mehr eine Zigarette anzünden kann, weil jedes bißchen Abgas gleich Brandbeschleuniger ist?

Gibt es nachts dann Ye Zi Fahrverbote, weil die Bäume sonst ersticken? ;)

Ok, ich übertreibe. Das Konzept ist eine tolle Idee. Die Jungs haben da alle Technologien, die es aktuell gibt (wie künstliche Photosynthese und künstliche Blätter) sinnvoll kombiniert. Leider eben nur theoretisch. Hoffen wir, dass es bald funktioniert! 20 Jahre sind ja ncoh Zeit – das Auto wurde als Concept-Car auf der EXPO im Pavillon Drive to 2030 vorgestellt. Ich habe nur den Urban Planet und den Deutschen Pavillion als ich dort war gesehen. Sonst hätte ich mir im Hotel vorher auf einen Zettel schreiben lassen, was “Lass mal Fahrn – Gib Schlüssel” auf chinesisch heißt und hätte dem Standchef mein schriftliches Begehr höchst feierlich überreicht.

Obwohl – vielleicht hätte auch englisch oder sogar deutsch gereicht, denn laut CNET sind auch General Motors und Volkswagen am YeZi beteiligt.

Weitere Bilder bei autohome.com.cn

Auf das Thema aufmerksam geworden durch Boonsris Artikel auf smartplanet

Geht es vom großen Autohersteller in Zukunft zu DIY Autos?

Rally Fighter (c) www.local-motors.com

Für den Toyota Prius gibt es selbstgehackte Chiptunings und Bausätze, dass er nur auf Strom läuft und gar kein Benzin verbraucht. Es gibt immer mehr Beispiele für Autos, die in Heimarbeit auf Elektroantrieb oder Hybrid umgebaut werden und es gibt sogar schon Mini Firmen, die Autos komplett selber zusammen bauen.

Rally Fighter (c) www.local-motors.com

Am Anfang ist das selbst gebaute Ersatzteil

Ein Bekannter von mir restauriert alte, englische Motorräder. Und dazu ist er auch noch Engländer :) Da drübern auf der Insel ist das mit dem TÜV ja eine ganz andere Sache und darum hat er ziemlich früh Erfahrungen damit gesammelt, Teile für seine Motorräder selbst zu bauen. Das macht er mittlerweile auch recht erfolgreich in Deutschland. Allerdings schon auf einem ganz anderen Niveau.

Mit modernen Konstruktionsprogrammen, die jeder auf dem Rechner zu hause nutzen kann, erstellt man mal eben 3D Modelle seiner Teile. Vom Kupplungsdeckel bis hin zum Zylinderkopf – je nach persönlichem Talent. Ein altes Originalteil dient als Vorlage und kann sogar in einem 3D Scanner virtualisiert werden. Falls es kein Originalteil ehr gibt, versucht man an alte Zeichnungen ranzukommen. Wenn das auch nicht mehr hilft, muss man eben sein eigenes Ingenierustalent auspacken.

Ist das virtuelle Modell fertig kann es in einem Metallbetrieb oft schon hergestellt werden. Bei allem was nicht in die Drehbank kann, kommt eine Technik zum Einsatz, die sich in den letzten Jahren Entwickelt hat und durch die eine Garage zur kleinen Produktionsstätte werden kann: Rapid Prototyping mit dem 3d-Drucker RepRap

Somit lassen sich theoretisch eigene Ersatzeile bauen. Das ist alles noch mit sehr viel basteln verbunden, klar. Aber das war Webseiten-Erstellen auch mal. Was passiert, wenn Programmierern das Programmieren zu langweilig wird und sie selber Dinge bauen wollen, könnt Ihr Euch in dieser Chaosradio Express Folge “Basteln im 21 Jahrhundert” von Tim Pritlove anhören.

Dann kommt das customizen der Autos. Wir haben früher unsere Computer-Gehäuse gepimpt – auch Casemodden genannt. Wasserkühlungen wurden eingebaut und Mini-ITX Rechner in Autohandschuhfacher geschraubt.

Casemod von Flickr-Usern hofnik

Autotuning von und für Geeks

Wenn man sich an seinen Rechnern genug ausgelassen hat, kommt dann wohl irgendwann das Auto dran. Jetzt nicht irgendein Rumgeprolle mit Musikanlagen, die mit ihren KW die Leistung des Kleinwagens überschreiten, der die Endstufen rumächzen muss. Auch keine Spoiler in Größe einer Pommestheken am Heck.

Neben Spritspartips für spezielle Automodelle gibt es mittlerweile auch reichlich  Firmware-Tunings beim Auto. Automobiles Jailbreaking quasi :) Sehr gerne zum Beispiel beim Toyota Prius gemacht, den ich ja auch schon mal gefahren bin. Das Auto kann wie jedes andere auch Chipgetunt werden – nicht nur zum schneller fahren, sondern auch zum Energie sparen.

Es gibt sogar Bauanleitungen um NUR den Elektroantrieb des Hybrid-Autos zu nutzen:

Nächster Level: Umbau auf Hybrid oder reinen Elektro-Antrieb

Das finde ich noch mit Abstand am spektakulärsten: Ben hat sich sein eigenes Elektroauto mit RangeExtender gebaut und fährt es mittlerweile seit 2 jahren! Also ein Elektroantrieb mit kleinem Verbrennungsmotor, der die Batterien auflädt, falls die Ladnung für die gewünschte Strecke nicht reicht. Der Benzinmotor läuft dabei dauerhaft im optimal effizienten Drehzahlbereich, weil ja immer die gleiche Leistung bringen muss. Vergleichbar mit dem Antrieb im Opel Ampera.

Ben hat mit dem Projekt hat den instructables Craftsmen Tool Contest gewonnen und auf  seinem Blog 300mpg.org nicht nur ausgiebig darüber gebloggt (300mpg bedeutet soviel wie “1 Liter auf hundert Kilometer” sondern auch gleich noch ne DVD rausgebracht :)

Wenn mir jetzt noch einer sagt, wie ich den Volvo auf Elektro-Antrieb umbauen kann UND ihn durch den deutschen TÜV kriege, bin ich dabei! :-D

Crowd-Source Autos in Mikrofabriken bauen

Einen großen Teil der Arbeitsleistung und Milliarden-Investition, die für Entwicklung, Produktion und den Vertrieb von Autos aufgebracht werden muss lässt, sich mittlerweile mit Crowd-Sourcing Methoden aufs Web auslagern. Designs einreichen, bewerten, Baupläne erstellen, Marketingleistungen, Marktforschung, CRM, Beschaffung und Einkauf, Mundpropaganda sind alles Bestandteile, die das Geschäftsmodell von Jay Rogers erst möglich gemacht haben:

Local Motors.

Alles, was aufs Web und die Menschen dort ausgelagert werden kann, wird ausgelagert. Die Teile für die Autos kommen aus den Regalen unterschiedlichster Zuliefer. Da mittlerweile ja meistens mehrere Autohersteller bei der Entwicklung miteinander kooperieren, entstehen so unbegrenzte Kombinationsmöglichkeiten um ein individuelles Autodesign ohne 3 Milliarden teure Werke zu realisieren.

Hier gibt es das erste Auto von Local Motors zu sehen. Der letzte Teil einer zehnteiligen Serie auf youtube über den Rally Fighter. Sieht schweinegeil aus – irgendwo zwischen Rally-Auto, Batmobil und RC-Buggy :-) So etwas würde sich ein Autokonzern nie trauen auf die Straße zu bringen. Und mit ca. 59.000$ sogar durchaus interessant:

Die Krönung: Das Open Source Auto

Ich glaube schon,d ass sich in den nächsten Jahren bis Jahrzehnten was das Micro-Manufacturing angeht noch irre viel tun wird. Die Werkzeuge werden immer besser und präziser. Das Web transportiert nicht nur die Anleitungen sondern bietet auch die Möglichkeiten zum weltweit zusammen basteln. Und die Menschen haben immer mehr Zeit.

Und mit Open Source Auto-Projekten  wie The OS Car Project, cmmn oder dem fast fertigen Riversimple (via t3n)in denen Baupläne für das ganze Auto, für einzelne Bauteile und Anleitungen zum Zusammenbau alles enthalten ist, gehen Vater und Sohn bald vielleicht nicht in die Wekrstatt zum Drachen bauen, sondern werkeln am selbst desigten Auto rum.

Das wäre schon was, oder?

Hier fährt der wasserstoffgetriebene Riversimple rum:

Macht Social Network Nutzung im Auto Sinn?

Bildschirmfoto 2011-01-07 um 02.43.50

Gestern kam über Facebook die Frage: Was sollte im Auto an Social Networks Nutzung möglich sein, was würde Sinn und/oder Spaß machen, ohne verkehrsgefährdend zu sein von Dr. Uli Lessmann (bei T-Systems verantwortlich für Marketing im Bereich Automotive und Vernetztes Fahrzeug und bloggt dort auch dazu – zuletzt einen interessanten Artikel zu Taxi – das vernetzte Auto).

Genau mein Thema deswegen erlaube ich mir mal, das ganze hier auch nochmal zur Diskussion zu stellen.

Meine Antwort zum Carcial Networking soweit:

Ich könnte mir sorgar vorstellen, dass mit dem Einzug von Social Networking ins Auto (eins meiner Hauptinteressengebiete der letzten 12 Monate) die gesamten Bedien- und Interaktionskonzepte überarbeitet werden.

Wir haben ja hier schon Videopostings auf die Pinnwand. Nutzt nur keiner.

Wenn ich über eine Webcam im Auto, deren Referenzbild ich über den Navimonitor kontrollieren kann Posten könnte. Ich würde es tun.

Wenn ich mir statt Autoradio Blogpostings oder meinen Twitter-Stream und Facebook-Timeline vorlesen lassen UND damit interagieren könnte. Ich würde es tun.

Die Interaktion ist ja die Krux. So lange ich nicht interagieren kann, macht Social Networking im Auto keinen Spass. Ich kann mir ja die Einträge, die ich später noch kommentieren will aufschreiben.

Wenn nun also Leute aus dem Auto per Video/Audio posten, könnte das zu einer völlig neuen Kommuniktaionskultur führen.

Und zur Weiterentwicklung von Spracherkennungstechnologie zum Beispiel, denn die Beiträge müssten als Transskript auch im Text erscheinen für die, die keine Zeit haben alle Videokommentare zu kucken ;)

Damit würden dann auch die Smileys aussterben, denn wenn ich im Videobeitrag über Tonality und Mimik nacherleben kann, wie der Autor seinen Beitrag gemeint hat, sind sie überflüssig.

Was die Ablenkung beim Fahren angeht:
SMS oder Tweets während der Fahrt tippen lenkt sehr viel mehr ab und das tun genug Menschen. Und werden in Zukunft mit steigender Nutzungsintensität und Abhängigkeit von Social Networks eine Menge mehr Menschen tun.

Insofern wäre eine Entwicklung zur Social Network Nutzung im Auto irgendwann wohl aus Sicherheitsgründung schon notwendig.

Geschäftsidee: DER Zubehör-Verkaufsschlager für Elektroautos

Das Posting wollte ich seit zwei Wochen schon schreiben, seit ich von David Coulthard im AMG SLS E-Cell im Passion Blog gelesen hatte.

Nach einigen Erfahrungen in Hybrid-Autos im Gleitzustand – also ohne Benzinmotor (Honda Insight und Toyota Prius) und Elektroautos (B-Klasse Brennstoffzele und Elektro Smart) kann ich jetzt schon sagen, was bei Elektro-Autos in Zukunft DER Zubehörverkaufsschlager sein wird:

Auswechselbare Motorsounds, die über die Boxen eingespielt werden. Das leise Dahinrauschen ist zwar angenehm, aber irgendwie hatte ich immer das Gefühl, dass etwas fehlt. Das Motorengeräusch ist ja auch ein Indikator für die Fahrweise, für das Geschwindigkeitsgefühl usw. usw. Ich glaube mit einem AMG SLS E-Cell könnte ich meine Süße nicht so erschrecken, wie mit dem Type R :))

Also:
iPhone App, die an den Drehzahlmesser angeschlossen wird und schönen V8 Sound in den Innenraum brabbelt.

David Coulthard ist letztens den quietschegelben SLS mit einem rund 550 PS leistenden und 880 Nm starken Mixermotor drin gefahren. Ein Mercedes Mitarbeiter, den ich auf seine Fahrt in dem Auto schon im April drauf ansprach konnte mir ziemlich glaubhaft machen, dass sie ihm das Grinsen operativ aus dem Gesicht entfernen mussten nach dem er das Auto gefahren war :)

Coulthard scheint jedenfalls schwer beeindruckt von den Fahrleistungen.

Noch ein bißchen mehr iCar von der Telekom und Continental

Ker ker ker. Dass ich mich DARAN nicht erinnern konnte… Als ich auf der CeBit war, bin ich zu auf dem Weg zu nem Termin an dem Stand vorbei gekommen, auf dem AutoLinQ vorgestellt wurde. Eine Technologiepartnerschaft der Telekom mit Continental. Die beiden entwickeln auf Android-Basis ein InCar Entertainment und Information System. Hätte ich auch gerne noch mit in den WELT Artikel eingebaut.

Ich versuche mal mehr rauszukriegen. Sieht auf jeden Fall spannend aus und hier wird’s erklärt:

Auto der Zukunft – Was wäre Euer Traumfeature?

Wie eben schon erwähnt, bin ich am Mittwoch bei der WELT kompakt Blogger-Edition mit dabei. Ich habe mich natürlich für das Thema Auto entschieden und möchte von Euch auch noch Input bekommen:

Was würdet Ihr Euch – wenn Ihr mal rumspinnen könnt – als Funktion in einem Auto wünschen? Etwas, das Euch das Leben echt leichter machen würde? Ich meine damit jetzt keine innebeleuchtete Nockenwelle oder adaptiv-dynamisch-gesteuerte Auspufftopf-Federung.

Ich meine spannende Innovationen, die über das reine Autofahren, Sicherheit und Fahrkomfort und -Dynamik hinausgehen.

Das können technische Spielereien sein wie bloggende und twitternde Autos, oder ganz neue Steuerungskonzepte: Gesten statt Lenkrad. Ein Auto, das uns tägliche Statistiken über unsere Fahrweise per E-Mail schickt. Die uns einerseits sicherer oder spritsparender Fahren lassen, andererseits aber auch neuen Content zum Bloggen bieten ;) Statt Laufstatistiken eben auch mal Fahrstatistiken.

Wäre ein Gadget wie die iPhone App für den smart electric drive hier etwas für Euch, die genau aufs Auto abgestimmte Funktionen bietet (Fahrwerkseinstellungen übers iPhone machen z.B.):

Könnt Ihr Euch einen App-Store fürs Auto vorstellen, in dem Ihr Euch neue Funktionen nachkaufen könnt (wie ihn AUDI angeblich ja für den A2 vor hat)?

Was sollte das Auto der nahen Zukunft neben dem Fahren an sich noch können, wenn es nach Euch ginge?
Die Möglichkeiten sind schließlich grenzenlos. Wer hätte mal gedacht, dass man ein Telefon als Wasserwaage, Spielkonsole, Fernseher, Naviagtionssystem, Einkaufszettel oder MusikausRadioErkennungsmaschine würde nutzen können.

Bin gespannt auf Eure Ideen. Die Zeit ist etwas knapp bemessen – um garantiert noch mit in den Artikel zu kommen, brauche ich die Antworten als Kommentar hier oder per Mail noch heute. Ich habe mich gerade erst dazu entschieden, dass ein Zeitungs-Artikel eines Bloggers doch ruhig auch eine Co-Produktion sein kann. Ich werde zusehen, dass der Artikel hier auch als Quelle mit in den Artikel reinkommt.

Eine kleine Anregung zur Zukunft der Mobilität (wobei es mir eigentlich mehr um die kleinen, feinen Details geht, als um das von Daimler Zukunftsforscher Alexander Mankowsky beschriebene Big-Picture)

smart mit iPhone App hat schon was von iCar

smart-slider-pic

Ich suche es ja immer noch – das iCar. Oder den Autohersteller, der es irgendwann mal auf die Räder stellen wird. Wie immer es dann auch aussehen mag. Bis es soweit ist, habe ich mir fest vorgenommen, mehr selbst in die Richtung zu suchen.

Auf meinem kleinen Ausflug letzte Woche habe ich mir von Chris einem Softwareentwickler von Mercedes Benz USA, die iPhone App und Integration in den smart erklären lassen:

Die Kombi aus iPhone-App und Einbaukit für den smart kostet zusammen knapp 250,- Euro. Dafür hat man dann eine Freisprecheinrichtung, einen Auto-MP3-Player, ein Auto-Web-Radio, eine Wiederfindefunktion fürs Auto (das iPhone merkt sich per GPS den Standort des Autos, sobald die Zündung ausgemacht wird), eine Umgebungssuche und Standortanzeige.

Für den smart electric drive gibt es noch einige Features mehr: In der App war es nur eine Demo, aber zum Marktstart des Autos in den USA wird es eine Ladestandsanzeige des Fahrakkus geben. Dazu kann man mit dem iPhone die benötigte Ladezeit für eine bestimmte Strecke errechnen.

Auf meine Nachfrage hin meinte Chris auch, dass es nicht unwahrscheinlich ist, dass später die Preconditioning Funktion über das Telefon gesteuert werden kann. Im Moment geht das schon über den Autoschlüssel: Ich kann damit dem Wagen sagen, dass er sich – so lange er am Stromnetz hängt – auf eine bestimmte Temperatur aufheizen oder abkühlen soll. Stand-Klima sozusagen :)

Ach ja – kleines, nettes Feature am Rande noch:
Songs im Radio können mit einer Shazaam ähnlichen App erkannt und gleich gekauft werden.

Hier die offizielle Seite von MB-USA und die deutsche Ankündgung

Project Natal: Microsofts Konsolenkonzept der Zukunft

Eben beim Chef in den youtube Favoriten gefunden:

Eine Mischung aus Eyetoy und Wii. Wenn das funktioniert, wäre das auch gleich meins. Was ich mich allerdings bei dem Rennspiel (als alter Liveforspeed-Veteran frage ist, wie realisieren die Gas und Bremse? Füße abfilmen? Sensoren an die Socken? Das wird nie und nimmer genau genug um ein entsprechendes Fahrerlebnis zu bekommen.

Das gleiche ist mit Forcefeedback.
Mein Momo Racing Wheel vermittelt ein suepr Gefühl darüber, was das virtuelle Auto grade macht. Schiebt es über die Vorderräder oder kommt das Heck rum. Krieg ich die nächste Kurve auf der letzten Rille noch oder muss ich grade aus über die Grasnarbe? Alles das wird Project Natal wohl nicht vermitteln können.

Die Bedenken, die Dina vom mediengeflüster bei dem interaktiven Avatar Milo hat, der in der “Natal” lebt, kann ich nicht nachvollziehen. Ich stehe solchen Entwicklungen und Errungenschaften aber zugegebenermassen immer sehr fasziniert, begeistert und daher kritiklos gegenüber. Den Job müssen dan eben andere machen ;)

Vor allem frage ich mich, ob das Prinzip nicht ein interessantes Thema für meine Süße und ihre Masterarbeit über “Body Concepts” sein könnte .Schließlich wird hiermit ein gutes Stück des eigenen Körpers virtualisiert und in die Maschine geholt. Dafür müsste es aber lange vor dem Release im Herbst 2010 Infos von Microsoft geben,

via Frank-roebers.de, engadget, techfieber und mediengeflüster

Echte Auto-Innovationen – braucht’s Apples iCar?

Dieser Artikel ist aus meinem “Archiv” – sprich aus dem probefahrer.basicthinking.de von damals. Da mir das Thema heute mal wieder in den Kopf kam, wollte ich ihn hier auch mal wieder drin haben.

Wo bleibt mal ein großer Wurf der Autoindustrie? Im IT und Web-Bereich gibt es eine Revolution, Blase und Innovation nach der anderen. Dagegen fehlt grade in einer der wichtigsten Industrien weltweit eines aktuell GANZ massiv: Echte “Killercarpplications”. Hat sich deshalb im August 2007 his Steveness mit VW-Konzernchef Martin Winterkorn getroffen und ein bißchen unter kalifornischer Sonne geplaudert? Eins ist sicher – er hat ihm garantiert kein Privattutorial für’s wolfsburgische iPhone gegeben. Damit könnte Apple aber auch wirklich helfen.Richtig gute Ideen gab es im Automobilbau doch schon lange nicht mehr. Der Prius war mal was, ok. Aber sonst? Kochen doch alle seit Jahrzehnten im eigenen Saft.Das Rad muß ja nicht kompeltt neu erfunden werden – hübscher und NOCH besser benutzbar zu machen würde ja schon reichen.

Wie wäre es zum Beispiel mit innovativen Bedienelementen in Autos:
Als allererstes fallen mir da natürlich Joysticks und Gamepads statt Lenkrad ein: Jeder 12-jährige ist diesen Bedienelemten dank Konsole mächtig. Warum sollte nicht endlich mal über das grundsätzliche Bedienkonzept eines Autos nachgedacht werden? Ob ich nun eine vollelektronische Servolenkung bediene, oder nen Thumbstick mit ForceFeedback ist odch nur eine Sache der Umgewöhnung.

Touchscreens sind ein ähnliches Thema – in vielen Autos schon da (siehe den Prius Bericht) – aber warum immer so verschämt und zurckhaltend umgesetzt? Als halbwegs Internetbegabter Geek wünsche ich mir eine iGoogle-mäßige Personalisierbarkeit der Instrumente. Ist doch im Grunde kein Problem – ich möchte gerne nen mittigen Drehzahlmesser mit Schaltblitz und eine Streckenkarte per GPS à la NfS – meine Freundin lieber nur nen Tacho und im Rest des Armaturenbretts das Bild aus einer Webcam (untergebracht im Rückspiegel) eingeblendet sodaß sie sehen kann, ob der Lippenstift noch paßt (nein, eigentlich möchte meine Freundin sowas nicht. Genaugenommen werde ich mir für dieses Beispiel ECHTEN Ärger einhandeln, aber was tut man nicht alles für den Hobbyjournalismus. War echt nur nen Beispiel Schatz *g*)

Ach und mir fallen noch SO viele weitere nette Features ein:
EIN großer An-/Aus-Knopf für alles (auch vgl. Prius nur noch umfassende) – wozu noch irgendwas schlüsselartiges irgendwo reinstecken? Es gibt doch Bluetooth, RFID und WLAN. Das ganze ist natürlich eine Kombination aus iphone inkl. ipod, Navi PDA und Autoschlüssel. Das Gerät funktioniert als Fernbedienung via Mobilfunkverbindung und den oben genannten Verbindungsarten. Wenn einer mein Auto klaut, kann ich ihn aus o.g. Lippenstiftnachziehcam beobachten und ggf. durch den Autoschlüssel PDA iPhone Ersatz ordentlich durchbeleidigen. Mit dem Gerät kann ich natürlich auch bequem eine Routenplanung am Rechner zu Hause machen, den PDA-key mit ins Auto nehmen, die Route wird artig ins Navi übernommen und los geht’s! Auf der Route zeigt mir das Gerät im Umkreis liegende interessante POIs, die es vorher aktuell aus dem Netz gezogen hat und am Zielort schnappe ch mir wieder meinen “Schlüssel” und er navigiert mich als Fußßgänger weiter, erzählt mir was über die Sehenswürdigkeiten und führt mich in fremden Städten per Sprachbefehl wieder zum Auto zurück.

Und es gibt noch SO viele nette Anwendungsgebiete:
Streaming von Musik, Podcasts usw. vom passenden Mediaserver ins Auto oder vorheriges Befüllen des Autoschlüssel-pods. Sodass ich morgens meine personalisierten Nachrichten (inkl dem liebevollen Guten Morgen Gruß der Freundin mit angehöngtem Einkaufszettel) aufs Display und auf die Ohren kriege.

Webcams nicht nur im, sondern auch ums Auto, sodaß ich nachvollziehen kann, wer mir ne beule reingefahren hat. Ernsthaft, die Dinger müssten nichmal dauerhaft aufzeichnen aber selbst wenn – nen 4GB USB-Speicher würde für 48h locker reichen. Wenn die Cams per Erschütterung anspringen und alles aufzeichnen, was sich um die Kiste drum rum bewegt: Reicht doch völlig aus, um Unfallflucht Geschichte werden zu lassen.

Ist mit aktuell verfügbarer Technik alles kein Hexenwerk. ABER für so was ist Apple echt gut – sie können bestehende Technologien sinnvoll und im stylishen und zeitlosen Design zusammen führen. UND schaffen es dabei noch ein nettes Usability-Erlebnis zu schaffen.
Wenn dann letzten Endes nen VW als Verpackung daherkommt – so what?

Die Frage der Zielgruppe:
Naja, das sind meine Wünsche und Vorstellungen. Die Spekulationen der einschlägigen Presse gingen im Sommer ’07 ganz klar in eine Richtung:
Es wurde schwer um einen Kleinwagen spekuliert, der noch unterhalb des Fox positioniert werden solle. Kann ich mir ehrlich gesagt aus den bereits genannten Gründen und Apples Produktpolitik kaum vorstellen. Stellt man mal die Rechner und Notebooks in ein Verhältnis mit dem Automarkt, dann geht das schon ganz klar in eine bestimmte Richtung: Nämlich weit über die der vollausgestatteten Golfklasse hinaus. Ein vollausgebautes Mac Book Pro oder ein imac liegt preislich im Verleich zu entsprechenden PC-Rechnern und Notebooks in der Phaeton / Touareg Liga.

In den Medien-Beiträgen zum Thema aus dem letzten Sommer als das Thema zum ersten Mal hochkochte, wurde hauptsächlich vermutet, es werde sich um einen Kleinwagen handeln, der noch unterhalb des Fox positioniert werden solle. Kann ich mir ehrlich gesagt aus den bereits genannten Gründen und Apples Produktpolitik kaum vorstellen

So wie ich das sehe, spielt für die meisten Apple-Jünger Geld kaum eine Rolle – das neueste Gadget, das von his Steveness präsentiert wird, muß her. Dafüer spricht allerdings auch die hohe Wertstabilität der Produkte. Für ein Powerbook kriegt man bsw. immer noch erstaunlich viel mehr als für ein vergleichbar altes PC-Notebook. Inklusive dem Kultstatus, den Mac-Produkte nunmal geniessen, könnte in Kombination mit künstlicher Verknappung (die Apple auch par excellence beherrscht) ein richtig wertstabiles Kaufobjekt rauskommen. Jedenfalls würde ein iCar kein billiges, kleines “Knuffelauto”. Ich kann mich weder vor nach nach den ersten iMacs und iBooks in tangerine und anderen komischen Farben an kein Appleprodukt erinnern (und ich bin ECHT kein fanboy) das klein oder knuffig geschweige denn BILLIG gewesen wäre.

Chajaja, also nochmal die Frage der Zielgruppe…
Die Leute, die sowieo Apples Stammkunden darstellen liegen irgendwo zwischen 16 und 60 mit dem entsprechenden Girokonto. Dabei rangieren Sie was techinsche Verständnis angeht zwischen Komplett-DAU der die einfache Bedienbarkeit eines Macs mag, über Kreative bis hin zum Vollblutentwickler. Zuzüglich denjenigen, die durch ein neues, cooles, stylisches und v.a. innovatives Autokonzept hinzu gewonnen werden könnten steht hier eine recht große Käuferschicht Portemonnaie bei Fuß. Und da geht einiges! Mit neim Fox mit integriertem iPhone gewinnt man da keinen Blumentopf. Allerdings sollte Apple vorher seine Umweltpolicy nochmal überdenken – beim iphone sind sie noch grade so mit einem blauen Auge davon gekommen, bei Autos könnte das aber richtg nach hinten losgehen ;)

SO, wie man Apple kennt, gibt es aber auch einige Nachteile, da sollte vorher auf folgende Punkte geachtet werden, damit man sich nicht hinterher ärgert:

* es gibt nur noch EIN Pedal, das Gas. Zum Bremsen muß am Lenk(Click)Wheel die Apfeltaste gedrückt und gleichzeitig das Gas getreten werden
* das iCar paßt nur in vorher gemietete Parklücken
* alle 6 Monate gibt es ein kostenpflichtiges Update – dafür kriegt man dann einen 7. Gang dazu, oder kann die Fenster und das Schiebedach frei positionieren
* nur ausgesuchte Tankstellen, die prozentual Provision auf vertankten Sprit an Apple abführen, bekommen iCar-kompatible Zapfhähne
* per Bootcamp kann man vorm Start auswählen, ob man mit Diesel, Benzin, Elektro oder Apfelsaft fahren möchte
* erstmal gibt es das Auto nur in weiß, dann kommen schwarz und alu hinzu. Version 1.2 dann auch in pink, mint, himmelblau und candyred. nicht zu vergessen das U2-Sondermodell
* Abgefahrene Reifen können nur von appleauthorisierten Reifenhändlern ausgetauscht werden
* Wenn die Batterie den Geist aufgibt, kann Sie nicht ausgetauscht werden – man kauft sich einfach das iCar 2.0
* die erste Revision wird extrem kratzempfindlich
* Die Wegfahrsperre verwehrt die Einfahrt in jede nichtlizensierte Waschanlage – dafür riecht das Auto nach der Wäsche in entsprechenden Anlagen immer wieder nach dem typischen Apple-Neu-Duft

Es braucht nicht zwingend ein iCar – aber Innovationen in modernen Autos. Ein Ottomotor, bleibt ein Ottomotor, bleibt ein Ottomotor. Aber ein Haufen Gadgets auf vier Rädern würd ich nehmen.
Zumindest zum Probefahren :)

Aktuellste Infos, die ich zu dem Projekt finden konnte:
Macwelt aus dem Dezember – “Das iCar steht auf der Kippe”. Dort heißt es auch noch: “Rivale Microsoft arbeitet schon seit längerem mit Autoherstellern zusammen. Mit Fiat hat der Software-Konzern ein Abkommen für den Bereich Telematik geschlossen.”
Ach Du Scheiße – M$ und FIAT – da bekommt Fehler In Allen Teilen ja ne ganz neue Bedeutung *duck*

Notiz am Rande:
Dieser Artikel ist der erste, der innerhalb mehrerer Tage im Google Notizbuch mit Hilfe der entsprechenden Firefox Extension entstanden ist. SEHR nützliches Recherche-Tool! Leider fehlen in der Extension die Formatierungsfunktionen.