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Googles Cat – ähm Car ist aus dem Sack

Ich hab’s ja immer gesagt. Die Autoindustrie wird sich MÄCHTIG umkucken, wenn ein Tech-Konzern erstmal loslegt. Das es jetzt das Gcar und nicht das iCar ist, mit dem es losgeht: Geschenkt. Aber die Richtung ist genau die richtige.

Google hat in seinem Blog einen sehr frühen Prototypen des Selbstfahrenden Autos vorgestellt.

Neuigkeiten gibt es dazu ab sofort auf der Google+ Seite zum Self Driving Car

Brechen mit Konventionen, autonomes Fahren und individuelle Mobilität zu einem (vermutlich) schmalen Preis.

Die Karre fährt nur 40? Egal. Wenn ich währenddessen arbeiten kann fahr ich halt 1,5 Mal so lange wie sonst. So what? – Wobei ich schwer vermute dass ein tatsächliches Google Auto eher 80-100 km/h schnell sein wird. Das reicht auch völlig.

Ich vermute ja mal es wird auf ein und derselben Basis einen Zwei- und einen Vier-Sitzer geben und ebenso vermute ich, dass die Kiste sehr preiswert sein wird. Entweder weil Google gut kalkuliert oder sie subventionieren. Ooooooder es kommt ganz anders und sie spinnen ein Car-Sharing-Netzwerk. Herrlich – ein Auto, das mich abholt, wo hinfährt, vor der Tür rauslässt und sich dann nen Parkplatz sucht oder einfach den nächsten Fahrgast abholt.

Und bevor jemand Schutz von Bewegungsdaten krakeelt: Schützt Ihr die Bewegungsdaten von Eurem Handy, die sowohl durchs GPS-Modul und zusätzlich nochmal durch die Mastenanmeldungen beim Mobilfunkanbieter anfallen? Das Auto hört wenigstens ab dem Parkplatz auf zu loggen ;)

Von der zweiten Versuchsgeneration des Google Autos, dem Lexus gab es gestern auch zwei neue Videos:

Wie funktioniert die Navigation in der Stadt?

Wie spielen die einzelnen Technologien zusammen?


via Stadt-Bremerhaven und t3n

iCar ick hör Dir trapsen – bin gespannt, was Apple mit Tesla macht

Jetzt mal ernsthaft: Gegenüber Gesprächen zwischen Tesla und Apple ist der WhatsApp Deal doch Kindergeburtstag.

Ich bin (seit 2009) gespannt was Apple da vor hat und ob sie sich wirklich vorgenommen haben, den Automobilmarkt ähnlich umzukrempeln wie die Musik-Industrie, den Handy- und Software-Markt. Außerdem ist es für Tim Cook mal an der Zeit einen ordentlichen Treffer zu landen, statt nur Testamentsverwalter von Steve Jobs zu spielen, wie Volker Liedtke bei blogomotive feststellt. Oder Cook tritt die repräsentative Funktion direkt an Elon Musk ab, wie the next web vermutet.

Die Zielgruppe für die ein iCar in Frage kommt, zählen Aussehen, Leistung und Fahrverhalten nur noch bedingt bis gar nicht. Selbst ich bin mit meinem smart super zufrieden. Ausschlaggebend waren eine super iPhone-Integration, Stadt-Tauglichkeit  und Spouse-Approval-Faktor

Meine Vermutung wie ein iCar von Applesla aussehen könnte

Ein cleveres, kompaktes Elektroauto für den Massenmarkt. Ein Elektroauto als Statussymbol. Mit seiner Marketingmacht wird Apple eine Fahrzeugklasse etablieren, die sich mehr Menschen leisten können werden als einen Tesla. Aber lange nicht jeder wird sich ein iCar leisten können.

Teslas sind ganz hübsch. Aber Bisher hat es kein Autobauer geschafft, etwas zu bauen, was nur annähernd an die Designsprache, Funktionalität, Minimalismus und intuitive Bedienbarkeit von Apple Produkten heranreicht. 

Apples User Experience Mädels und Jungs werden der Technik die Tesla liefert eine Benutzbarkeit verpassen, die sich gewaschen hat. Zwei Riesendisplays in ein Armaturenbrett knallen ist sicherlich nicht die Krone der Fahrzeugbedienung.

Ich frage mich, ob Apple eher das Nutzerlebnis der Peripherie-Bedienung einen draufsetzt oder dem tatsächlichen Fahrerlebnis. Ich vermute beides. Mit Revolutionierung der Bedienung und Informationsvermittlung von allem, was nicht direkt mit dem Fahrerlebnis zusammenhängt werden sie den ersten Wurf landen.

Matthaeus hat hier ein schickes Proof-of-Concept für eine Auto UI gebaut (entdeckt hats bettertastethansorry)

Wenn Sie dann Erfahrung gesammelt haben, wird das iMove 3G autonom, per Gestensteuerung oder einfach mit “SIRI JETZT RECHTS ABBIEGEN DU PFOSTEN!” zu steuern sein. Besonders die letzte Vision finde ich reizvoll. Nicht das Navi quatscht mir rein, wie ich fahren soll – sondern umgekehrt.

Und wenn das Autonome Fahren erstmal läuft (wie Apple das in Deutschland duchsetzen wird, findet Ihr in meinen Bedenken weiter unten) holen sie zum richtigen Schlag aus und sorgen dafür, dass sich die Zeit, während das Auto einen rumchauffiert, sinnvoll nutzen kann.

Und diese Dienste wird sich Apple wieder fürstlich bezahlen lassen. Möglicherweise kostet jeder autonom zurückgelegte Kilometer erstmal Geld. Auch dazu unten mehr.

Es wird nicht iCar heißen. Es wird auch nicht iAuto Air heißen.

Ich bin seit 2007 iPhone und seit 2008 Apple Notebook-User. Eine Zeit lang war ih auch sowas, was man landläufig als Fanboy bezeichnen könnte. Was das angeht, bin ich mittlerweile desillusioniert und auf den Boden der Tatsachen zurück geholt. Die Service-Politik von Apple bei Hardwarefehlern hat bereits 2 Mal mich bitterst enttäuscht Gäbe es derzeit etwas, das meine Ansprüche genauso gut oder besser erfüllen könnte als Apple – ich würde switchen.

Trotzdem bin ich auf ein iAuto gespannt.

Ein paar Dinge müssen uns bei einem Apple Auto klar sein:

Apple schert sich einen feuchten Kehricht um Kundenzufriedenheit. Außer Kunde bezahlt seine Zufriedenheit per Apple-(Car)-Care im Voraus.

Apple wird die Technik voll und ganz beherrschen wollen. Ich frage mich, wie ein Händler- und Werkstätten Netzwerk outgesourced wird. Möglicherweise sucht sich Apple einen Autohersteller aus dem Premium-Segment als Kooperationspartner statt ein eigenes Netzwerk aufzubauen. Möglicherweise wird das Auto auch künstlich verknappt nur über Online-Vertrieb zu bekommen sein, um nur ausgewählte Kunden zu Beginn zu beliefern, deren Begeisterung für das Produkt so hoch ist, dass sie nicht über ihre “inoffiziell” Funktion als Beta-Tester klagen werden.

Apple wird versuchen, in der Laufzeit des Autos mitzuverdienen:

  • Carsharing mit dem iCar? Apple kriegt Provision
  • Tanken nur an Apple zertifizierten Säulen – Apple verdient mit
  • Premium-Parkplätze – Appel verdient mit
  • Funktionen werden im Auto-App-Store zu kaufbar sein
  • Reifen werden nur von autorisierten Händlern gewechselt
  • Waschen ist nur in autorisierten Anlagen möglich
  • Musik hören nur über iTunes möglich
  • TÜV gibt’s nur noch im Apple Store – Dekra fusioniert mit GRAVIS
  • Dienste während des Autonom Chauffiert werdens, kosten
  • Denkbar wäre sogar, dass das Autonome Fahren pro Kilometer oder Minute abgerechnet wird.

Apple könnte versuchen ständig neue Modell-Iterationen in vergleichbar kurzen Cycles rauszuhauen, wie sie es mit ihren IT-Produkten machen. Ich stelle in Frage, ob das nachhaltig ist.

Apple wird vermutlich ein SO attraktives Produkt auf den Markt bringen, mit dem es Märkte und Politik zu Entscheidungen zwingt. Ich kann mir bsw. vorstellen, dass sie ein iCar zunächst nur auf dem US-Markt herausbringt, wo das Unternehmen sehr gezielt Regulierungen und Gesetze beeinflussen kann. Mit der Absicht, dass die Konsumenten in anderen Wirtschaftsräumen mit Druck auf ihre Regierungen dafür sorgen werden, z.B. in der EU den Weg für Apple regulierungs-frei zu machen. Als konkrete Beispiele fallen mir da autonome Fahrzeuge oder Bedienelemente im Auto ein.

Die erste Version des Applesla Autos wird extrem kratzempfindlich sein ;)

und wie ftwl von asphaltfrage frage auch ich mich, wie groß wohl die Aufkleber sein werden, die in der Verpackung vom Apple Auto liegen werden ;)

Wenn man man einen Unfall baut, wird ein Steve jobs Hologramm sagen:

You were driving it wrong.

;)

Ye Zi Concept Car: CO2 rein – Sauerstoff raus

Ye Zi Concept Car: CO2 rein – Sauerstoff raus

(Bildrechte: Shanghai Automotive Industry Corporation)

Also ehrlich – aerodynmisch ist was anderes. Mal abgesehen davon, dass das Feigenblättchen als Dach für mich als Laien nicht grade nach der Krone des cw-Werts aussieht: Schneller als 40 sollte man damit nicht fahren, sonst macht das hübsche Auto eine Rolle rückwärts. Sollte einem mal das Dach abfliegen, gibt es bei IKEA auf jeden Fall Ersatz-Teile :)

(Bildrechte: IKEA)

Spaß bei Seite – Der Ye Zi – was wörtlich übersetzt erstaunlicherweise Weise – Blatt bedeutet, folgt schon einem tollen Konzept: Er wandelt während der Fahrt CO2 in Energie und Sauerstoff um. Wenn die Pläne der Shanghai Automotive Industry Corp. aufgehen, dann hätten wir nicht nur Energie mäßig ein perpetuum Mobile, sondern auch ein umweltetuum Mobile. Letztendlich passt seine Energie-Erzeugung zum Look: Es klingt nach künstlicher Photosynthese.

Das Dach soll aus Solarzellen bestehen. Die kleinen Propeller auf den Felgen sollen wie Turbinen funktionieren und Strom erzeugen. Das Fahrwerk besteht aus Metal Organic Framework, das der Umgebung CO2 entzieht, und einer Bio-Brennstoffzelle zuführt. In der Mikrobiellen-Brennstoffzelle wird aus Wasser der Wasserstoff abgespalten und so bauen die Mikroben Methan (CH4) zusammen und spucken Sauerstoff O2 aus. So erklärt es Martin hier) Das Dach nimmer  die ebenfalls Strom erzeugt und Wasserdampf ausspuckt (hätte man da nicht auch noch eine Turbine anbauen können um Strom zu erzeugen? Oder wenigstens Espresso?)

(Bildrechte SAIC)

Die Frage ist nur: Wenn irgendwann nur noch YeZis auf unseren Straßen rumfahren – haben wir dann eine Sauerstoff Überproduktion? Möglicherweise sogar SO viel Sauerstoff in der Atmosphäre, dass sich keiner mehr eine Zigarette anzünden kann, weil jedes bißchen Abgas gleich Brandbeschleuniger ist?

Gibt es nachts dann Ye Zi Fahrverbote, weil die Bäume sonst ersticken? ;)

Ok, ich übertreibe. Das Konzept ist eine tolle Idee. Die Jungs haben da alle Technologien, die es aktuell gibt (wie künstliche Photosynthese und künstliche Blätter) sinnvoll kombiniert. Leider eben nur theoretisch. Hoffen wir, dass es bald funktioniert! 20 Jahre sind ja ncoh Zeit – das Auto wurde als Concept-Car auf der EXPO im Pavillon Drive to 2030 vorgestellt. Ich habe nur den Urban Planet und den Deutschen Pavillion als ich dort war gesehen. Sonst hätte ich mir im Hotel vorher auf einen Zettel schreiben lassen, was “Lass mal Fahrn – Gib Schlüssel” auf chinesisch heißt und hätte dem Standchef mein schriftliches Begehr höchst feierlich überreicht.

Obwohl – vielleicht hätte auch englisch oder sogar deutsch gereicht, denn laut CNET sind auch General Motors und Volkswagen am YeZi beteiligt.

Weitere Bilder bei autohome.com.cn

Auf das Thema aufmerksam geworden durch Boonsris Artikel auf smartplanet

Geht es vom großen Autohersteller in Zukunft zu DIY Autos?

Geht es vom großen Autohersteller in Zukunft zu DIY Autos?

Für den Toyota Prius gibt es selbstgehackte Chiptunings und Bausätze, dass er nur auf Strom läuft und gar kein Benzin verbraucht. Es gibt immer mehr Beispiele für Autos, die in Heimarbeit auf Elektroantrieb oder Hybrid umgebaut werden und es gibt sogar schon Mini Firmen, die Autos komplett selber zusammen bauen.

Rally Fighter (c) www.local-motors.com

Am Anfang ist das selbst gebaute Ersatzteil

Ein Bekannter von mir restauriert alte, englische Motorräder. Und dazu ist er auch noch Engländer :) Da drübern auf der Insel ist das mit dem TÜV ja eine ganz andere Sache und darum hat er ziemlich früh Erfahrungen damit gesammelt, Teile für seine Motorräder selbst zu bauen. Das macht er mittlerweile auch recht erfolgreich in Deutschland. Allerdings schon auf einem ganz anderen Niveau.

Mit modernen Konstruktionsprogrammen, die jeder auf dem Rechner zu hause nutzen kann, erstellt man mal eben 3D Modelle seiner Teile. Vom Kupplungsdeckel bis hin zum Zylinderkopf – je nach persönlichem Talent. Ein altes Originalteil dient als Vorlage und kann sogar in einem 3D Scanner virtualisiert werden. Falls es kein Originalteil ehr gibt, versucht man an alte Zeichnungen ranzukommen. Wenn das auch nicht mehr hilft, muss man eben sein eigenes Ingenierustalent auspacken.

Ist das virtuelle Modell fertig kann es in einem Metallbetrieb oft schon hergestellt werden. Bei allem was nicht in die Drehbank kann, kommt eine Technik zum Einsatz, die sich in den letzten Jahren Entwickelt hat und durch die eine Garage zur kleinen Produktionsstätte werden kann: Rapid Prototyping mit dem 3d-Drucker RepRap

Somit lassen sich theoretisch eigene Ersatzeile bauen. Das ist alles noch mit sehr viel basteln verbunden, klar. Aber das war Webseiten-Erstellen auch mal. Was passiert, wenn Programmierern das Programmieren zu langweilig wird und sie selber Dinge bauen wollen, könnt Ihr Euch in dieser Chaosradio Express Folge “Basteln im 21 Jahrhundert” von Tim Pritlove anhören.

Dann kommt das customizen der Autos. Wir haben früher unsere Computer-Gehäuse gepimpt – auch Casemodden genannt. Wasserkühlungen wurden eingebaut und Mini-ITX Rechner in Autohandschuhfacher geschraubt.

Casemod von Flickr-Usern hofnik

Autotuning von und für Geeks

Wenn man sich an seinen Rechnern genug ausgelassen hat, kommt dann wohl irgendwann das Auto dran. Jetzt nicht irgendein Rumgeprolle mit Musikanlagen, die mit ihren KW die Leistung des Kleinwagens überschreiten, der die Endstufen rumächzen muss. Auch keine Spoiler in Größe einer Pommestheken am Heck.

Neben Spritspartips für spezielle Automodelle gibt es mittlerweile auch reichlich  Firmware-Tunings beim Auto. Automobiles Jailbreaking quasi :) Sehr gerne zum Beispiel beim Toyota Prius gemacht, den ich ja auch schon mal gefahren bin. Das Auto kann wie jedes andere auch Chipgetunt werden – nicht nur zum schneller fahren, sondern auch zum Energie sparen.

Es gibt sogar Bauanleitungen um NUR den Elektroantrieb des Hybrid-Autos zu nutzen:

Nächster Level: Umbau auf Hybrid oder reinen Elektro-Antrieb

Das finde ich noch mit Abstand am spektakulärsten: Ben hat sich sein eigenes Elektroauto mit RangeExtender gebaut und fährt es mittlerweile seit 2 jahren! Also ein Elektroantrieb mit kleinem Verbrennungsmotor, der die Batterien auflädt, falls die Ladnung für die gewünschte Strecke nicht reicht. Der Benzinmotor läuft dabei dauerhaft im optimal effizienten Drehzahlbereich, weil ja immer die gleiche Leistung bringen muss. Vergleichbar mit dem Antrieb im Opel Ampera.

Ben hat mit dem Projekt hat den instructables Craftsmen Tool Contest gewonnen und auf  seinem Blog 300mpg.org nicht nur ausgiebig darüber gebloggt (300mpg bedeutet soviel wie “1 Liter auf hundert Kilometer” sondern auch gleich noch ne DVD rausgebracht :)

Wenn mir jetzt noch einer sagt, wie ich den Volvo auf Elektro-Antrieb umbauen kann UND ihn durch den deutschen TÜV kriege, bin ich dabei! :-D

Crowd-Source Autos in Mikrofabriken bauen

Einen großen Teil der Arbeitsleistung und Milliarden-Investition, die für Entwicklung, Produktion und den Vertrieb von Autos aufgebracht werden muss lässt, sich mittlerweile mit Crowd-Sourcing Methoden aufs Web auslagern. Designs einreichen, bewerten, Baupläne erstellen, Marketingleistungen, Marktforschung, CRM, Beschaffung und Einkauf, Mundpropaganda sind alles Bestandteile, die das Geschäftsmodell von Jay Rogers erst möglich gemacht haben:

Local Motors.

Alles, was aufs Web und die Menschen dort ausgelagert werden kann, wird ausgelagert. Die Teile für die Autos kommen aus den Regalen unterschiedlichster Zuliefer. Da mittlerweile ja meistens mehrere Autohersteller bei der Entwicklung miteinander kooperieren, entstehen so unbegrenzte Kombinationsmöglichkeiten um ein individuelles Autodesign ohne 3 Milliarden teure Werke zu realisieren.

Hier gibt es das erste Auto von Local Motors zu sehen. Der letzte Teil einer zehnteiligen Serie auf youtube über den Rally Fighter. Sieht schweinegeil aus – irgendwo zwischen Rally-Auto, Batmobil und RC-Buggy :-) So etwas würde sich ein Autokonzern nie trauen auf die Straße zu bringen. Und mit ca. 59.000$ sogar durchaus interessant:

Die Krönung: Das Open Source Auto

Ich glaube schon,d ass sich in den nächsten Jahren bis Jahrzehnten was das Micro-Manufacturing angeht noch irre viel tun wird. Die Werkzeuge werden immer besser und präziser. Das Web transportiert nicht nur die Anleitungen sondern bietet auch die Möglichkeiten zum weltweit zusammen basteln. Und die Menschen haben immer mehr Zeit.

Und mit Open Source Auto-Projekten  wie The OS Car Project, cmmn oder dem fast fertigen Riversimple (via t3n)in denen Baupläne für das ganze Auto, für einzelne Bauteile und Anleitungen zum Zusammenbau alles enthalten ist, gehen Vater und Sohn bald vielleicht nicht in die Wekrstatt zum Drachen bauen, sondern werkeln am selbst desigten Auto rum.

Das wäre schon was, oder?

Hier fährt der wasserstoffgetriebene Riversimple rum:

Macht Social Network Nutzung im Auto Sinn?

Macht Social Network Nutzung im Auto Sinn?

Gestern kam über Facebook die Frage: Was sollte im Auto an Social Networks Nutzung möglich sein, was würde Sinn und/oder Spaß machen, ohne verkehrsgefährdend zu sein von Dr. Uli Lessmann (bei T-Systems verantwortlich für Marketing im Bereich Automotive und Vernetztes Fahrzeug und bloggt dort auch dazu – zuletzt einen interessanten Artikel zu Taxi – das vernetzte Auto).

Genau mein Thema deswegen erlaube ich mir mal, das ganze hier auch nochmal zur Diskussion zu stellen.

Meine Antwort zum Carcial Networking soweit:

Ich könnte mir sorgar vorstellen, dass mit dem Einzug von Social Networking ins Auto (eins meiner Hauptinteressengebiete der letzten 12 Monate) die gesamten Bedien- und Interaktionskonzepte überarbeitet werden.

Wir haben ja hier schon Videopostings auf die Pinnwand. Nutzt nur keiner.

Wenn ich über eine Webcam im Auto, deren Referenzbild ich über den Navimonitor kontrollieren kann Posten könnte. Ich würde es tun.

Wenn ich mir statt Autoradio Blogpostings oder meinen Twitter-Stream und Facebook-Timeline vorlesen lassen UND damit interagieren könnte. Ich würde es tun.

Die Interaktion ist ja die Krux. So lange ich nicht interagieren kann, macht Social Networking im Auto keinen Spass. Ich kann mir ja die Einträge, die ich später noch kommentieren will aufschreiben.

Wenn nun also Leute aus dem Auto per Video/Audio posten, könnte das zu einer völlig neuen Kommuniktaionskultur führen.

Und zur Weiterentwicklung von Spracherkennungstechnologie zum Beispiel, denn die Beiträge müssten als Transskript auch im Text erscheinen für die, die keine Zeit haben alle Videokommentare zu kucken ;)

Damit würden dann auch die Smileys aussterben, denn wenn ich im Videobeitrag über Tonality und Mimik nacherleben kann, wie der Autor seinen Beitrag gemeint hat, sind sie überflüssig.

Was die Ablenkung beim Fahren angeht:
SMS oder Tweets während der Fahrt tippen lenkt sehr viel mehr ab und das tun genug Menschen. Und werden in Zukunft mit steigender Nutzungsintensität und Abhängigkeit von Social Networks eine Menge mehr Menschen tun.

Insofern wäre eine Entwicklung zur Social Network Nutzung im Auto irgendwann wohl aus Sicherheitsgründung schon notwendig.

Geschäftsidee: DER Zubehör-Verkaufsschlager für Elektroautos

Das Posting wollte ich seit zwei Wochen schon schreiben, seit ich von David Coulthard im AMG SLS E-Cell im Passion Blog gelesen hatte.

Nach einigen Erfahrungen in Hybrid-Autos im Gleitzustand – also ohne Benzinmotor (Honda Insight und Toyota Prius) und Elektroautos (B-Klasse Brennstoffzele und Elektro Smart) kann ich jetzt schon sagen, was bei Elektro-Autos in Zukunft DER Zubehörverkaufsschlager sein wird:

Auswechselbare Motorsounds, die über die Boxen eingespielt werden. Das leise Dahinrauschen ist zwar angenehm, aber irgendwie hatte ich immer das Gefühl, dass etwas fehlt. Das Motorengeräusch ist ja auch ein Indikator für die Fahrweise, für das Geschwindigkeitsgefühl usw. usw. Ich glaube mit einem AMG SLS E-Cell könnte ich meine Süße nicht so erschrecken, wie mit dem Type R :))

Also:
iPhone App, die an den Drehzahlmesser angeschlossen wird und schönen V8 Sound in den Innenraum brabbelt.

David Coulthard ist letztens den quietschegelben SLS mit einem rund 550 PS leistenden und 880 Nm starken Mixermotor drin gefahren. Ein Mercedes Mitarbeiter, den ich auf seine Fahrt in dem Auto schon im April drauf ansprach konnte mir ziemlich glaubhaft machen, dass sie ihm das Grinsen operativ aus dem Gesicht entfernen mussten nach dem er das Auto gefahren war :)

Coulthard scheint jedenfalls schwer beeindruckt von den Fahrleistungen.

Noch ein bißchen mehr iCar von der Telekom und Continental

Ker ker ker. Dass ich mich DARAN nicht erinnern konnte… Als ich auf der CeBit war, bin ich zu auf dem Weg zu nem Termin an dem Stand vorbei gekommen, auf dem AutoLinQ vorgestellt wurde. Eine Technologiepartnerschaft der Telekom mit Continental. Die beiden entwickeln auf Android-Basis ein InCar Entertainment und Information System. Hätte ich auch gerne noch mit in den WELT Artikel eingebaut.

Ich versuche mal mehr rauszukriegen. Sieht auf jeden Fall spannend aus und hier wird’s erklärt:

Auto der Zukunft – Was wäre Euer Traumfeature?

Wie eben schon erwähnt, bin ich am Mittwoch bei der WELT kompakt Blogger-Edition mit dabei. Ich habe mich natürlich für das Thema Auto entschieden und möchte von Euch auch noch Input bekommen:

Was würdet Ihr Euch – wenn Ihr mal rumspinnen könnt – als Funktion in einem Auto wünschen? Etwas, das Euch das Leben echt leichter machen würde? Ich meine damit jetzt keine innebeleuchtete Nockenwelle oder adaptiv-dynamisch-gesteuerte Auspufftopf-Federung.

Ich meine spannende Innovationen, die über das reine Autofahren, Sicherheit und Fahrkomfort und -Dynamik hinausgehen.

Das können technische Spielereien sein wie bloggende und twitternde Autos, oder ganz neue Steuerungskonzepte: Gesten statt Lenkrad. Ein Auto, das uns tägliche Statistiken über unsere Fahrweise per E-Mail schickt. Die uns einerseits sicherer oder spritsparender Fahren lassen, andererseits aber auch neuen Content zum Bloggen bieten ;) Statt Laufstatistiken eben auch mal Fahrstatistiken.

Wäre ein Gadget wie die iPhone App für den smart electric drive hier etwas für Euch, die genau aufs Auto abgestimmte Funktionen bietet (Fahrwerkseinstellungen übers iPhone machen z.B.):

Könnt Ihr Euch einen App-Store fürs Auto vorstellen, in dem Ihr Euch neue Funktionen nachkaufen könnt (wie ihn AUDI angeblich ja für den A2 vor hat)?

Was sollte das Auto der nahen Zukunft neben dem Fahren an sich noch können, wenn es nach Euch ginge?
Die Möglichkeiten sind schließlich grenzenlos. Wer hätte mal gedacht, dass man ein Telefon als Wasserwaage, Spielkonsole, Fernseher, Naviagtionssystem, Einkaufszettel oder MusikausRadioErkennungsmaschine würde nutzen können.

Bin gespannt auf Eure Ideen. Die Zeit ist etwas knapp bemessen – um garantiert noch mit in den Artikel zu kommen, brauche ich die Antworten als Kommentar hier oder per Mail noch heute. Ich habe mich gerade erst dazu entschieden, dass ein Zeitungs-Artikel eines Bloggers doch ruhig auch eine Co-Produktion sein kann. Ich werde zusehen, dass der Artikel hier auch als Quelle mit in den Artikel reinkommt.

Eine kleine Anregung zur Zukunft der Mobilität (wobei es mir eigentlich mehr um die kleinen, feinen Details geht, als um das von Daimler Zukunftsforscher Alexander Mankowsky beschriebene Big-Picture)

smart mit iPhone App hat schon was von iCar

smart mit iPhone App hat schon was von iCar

Ich suche es ja immer noch – das iCar. Oder den Autohersteller, der es irgendwann mal auf die Räder stellen wird. Wie immer es dann auch aussehen mag. Bis es soweit ist, habe ich mir fest vorgenommen, mehr selbst in die Richtung zu suchen.

Auf meinem kleinen Ausflug letzte Woche habe ich mir von Chris einem Softwareentwickler von Mercedes Benz USA, die iPhone App und Integration in den smart erklären lassen:

Die Kombi aus iPhone-App und Einbaukit für den smart kostet zusammen knapp 250,- Euro. Dafür hat man dann eine Freisprecheinrichtung, einen Auto-MP3-Player, ein Auto-Web-Radio, eine Wiederfindefunktion fürs Auto (das iPhone merkt sich per GPS den Standort des Autos, sobald die Zündung ausgemacht wird), eine Umgebungssuche und Standortanzeige.

Für den smart electric drive gibt es noch einige Features mehr: In der App war es nur eine Demo, aber zum Marktstart des Autos in den USA wird es eine Ladestandsanzeige des Fahrakkus geben. Dazu kann man mit dem iPhone die benötigte Ladezeit für eine bestimmte Strecke errechnen.

Auf meine Nachfrage hin meinte Chris auch, dass es nicht unwahrscheinlich ist, dass später die Preconditioning Funktion über das Telefon gesteuert werden kann. Im Moment geht das schon über den Autoschlüssel: Ich kann damit dem Wagen sagen, dass er sich – so lange er am Stromnetz hängt – auf eine bestimmte Temperatur aufheizen oder abkühlen soll. Stand-Klima sozusagen :)

Ach ja – kleines, nettes Feature am Rande noch:
Songs im Radio können mit einer Shazaam ähnlichen App erkannt und gleich gekauft werden.

Hier die offizielle Seite von MB-USA und die deutsche Ankündgung

Project Natal: Microsofts Konsolenkonzept der Zukunft

Eben beim Chef in den youtube Favoriten gefunden:

Eine Mischung aus Eyetoy und Wii. Wenn das funktioniert, wäre das auch gleich meins. Was ich mich allerdings bei dem Rennspiel (als alter Liveforspeed-Veteran frage ist, wie realisieren die Gas und Bremse? Füße abfilmen? Sensoren an die Socken? Das wird nie und nimmer genau genug um ein entsprechendes Fahrerlebnis zu bekommen.

Das gleiche ist mit Forcefeedback.
Mein Momo Racing Wheel vermittelt ein suepr Gefühl darüber, was das virtuelle Auto grade macht. Schiebt es über die Vorderräder oder kommt das Heck rum. Krieg ich die nächste Kurve auf der letzten Rille noch oder muss ich grade aus über die Grasnarbe? Alles das wird Project Natal wohl nicht vermitteln können.

Die Bedenken, die Dina vom mediengeflüster bei dem interaktiven Avatar Milo hat, der in der “Natal” lebt, kann ich nicht nachvollziehen. Ich stehe solchen Entwicklungen und Errungenschaften aber zugegebenermassen immer sehr fasziniert, begeistert und daher kritiklos gegenüber. Den Job müssen dan eben andere machen ;)

Vor allem frage ich mich, ob das Prinzip nicht ein interessantes Thema für meine Süße und ihre Masterarbeit über “Body Concepts” sein könnte .Schließlich wird hiermit ein gutes Stück des eigenen Körpers virtualisiert und in die Maschine geholt. Dafür müsste es aber lange vor dem Release im Herbst 2010 Infos von Microsoft geben,

via Frank-roebers.de, engadget, techfieber und mediengeflüster