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Sind Flashmobs bald eine neue Performance Art Form?

Improv Everywhere haben wieder zugeschlagen. Den meisten dürften die Profi-Flashmobber Event-Artists von der grandiosen Aktion Frozen Grand Central Station im Gedächtnis sein, als sich plötzlich keiner mehr bewegt hat und die Welt still zu stehen schien.

Gestern bin ich auf Facebook erst auf die Star Wars in der U-Bahn Aktion aufmerksam geworden – völligste geil spielen die mit ein paar Leuten vor den Subway-Fahrenden mal eben die Anfangs-Szene von “A new Hope”:

Noch einen Tacken geiler finde ich ja die Ghostbusters Nummer in der New York Public Library. Da, wo eben auch die Original-Szene des Films spielte :) Der Chef der Bibliothek dachte sich, es wäre mal an der Zeit, mit einer beispiellosen Aktion auf die Bibliothek aufmerksam zu machen. Mit ein bißchen rumspuken :) Klasse Idee. Ein paar Hintergründe gibt es hier übrigens in einem interessanten Blog eines deutschen Bibliothekars im New Yorker Goetheinstituts

Mit ganz einfachen Mitteln eine Menge Spaß verbreiten. Schon cool. Kommen wir Deutschen eigentlich nicht auf solche Ideen? Sind wir zu feige? Ist uns da “zu wenig Sinn hinter”?

Kennt jemand Beispiele aus .de wo abgefahrene, witzige Aktionen einfach nur so zum Spaß gemacht werden? Ich frage mich vor allem, ob man Flashmobs als eine neue Form der Performance Art bezeichnen kann, wo der Betrachter mit in die Performance einbezogenen und zum Dokumentar wird. Grade bei der Star Wars Nummer finde ich schon krass, wie aus fragenden Blicken erst abschätziges “Was sind denn hier für Geeks los” und dann plötzlich totale Begeisterung wird, die sich vor allem in gezückten Handies und Digicams äußert :) Im Behind the Scenes erklären die Leutchens von Improv Everywhere auch warum das so ist.

Und weil es so schön ist hier noch die frozen grand central station:

Und mein persönlicher Favorit von irren Aktionen mit Kamera dabei: Die Hüpfburg auf dem Gardasee aus Live Every Litre: