Tag Archives: Namibia

Giraffen für ben_

Giraffen für ben_

Eines meiner absoluten Lieblingsblogs ist ja anmutunddemut. ben_ hat sein 2014 letztens zum Jahr der Giraffe erklärt. Warum lest Ihr am besten selber drüben.

Deswegen dachte ich mir, ich krame mal ein paar der Bilder vom Namibia-Trip mit Skoda raus. Da gab es nämlich Giraffen satt.

Wer sich über die interessante Phototechnik wundert: In Ermangelung einer teleobjektivierten Kamera habe ich einfach nen Feldstecher vors iPhone gehalten.

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Skoda Yeti auf 3 Beinen, bei der nabischen Tante Emma im Laden und Panoramas GALORE! #SkodaYeti Namibia 3

Skoda Yeti auf 3 Beinen, bei der nabischen Tante Emma im Laden und Panoramas GALORE! #SkodaYeti Namibia 3

Heute war ein Hardcore-Fahr-Tag. Von Sossuvlei aus ging es Richtung Meer. Allerdings hatten wir wie gestern schon angedeutet gute 350km zu wuppen. Hin und wieder hat man ja schonmal davon gehört, dass es in der Wüste kalt wird. Es wir VERDAMMT kalt und das bleibt es auch morgens noch, wenn man um 7 Uhr losfährt.

Also haben wir unseren Krempel aus der Lodge in die Auto gepackt und haben uns auf den Weg gemacht. *bibber* Und ich glaube der Herr Habegger geht demnächst als Auto-Diva II durch. Der Herr reist mit SCHRANKWAND!

Mein-Schrankwand-Blog.de :-D

Klick auf die Panoramas lohnt sich :)

Der Ausblick war für die Kälte dann eine prima Entschädigung:

Tourguide Jürgen Kampf hat uns Standesgemäß mit *hüstel* Bloggis und Bloggiletten begrüßt :)

Ach ja – auf Afrikaans heißt Auto auch Karre. Oder eben AfriCar:

In Solitaire haben wir kurz an einer Lodge mit Kolonialwaren- oder eben Tante Emma Laden Halt gemacht. Wie eine Zeitreise in die 50er oder 60er.

Was mir vorher auch gar nicht mehr bewusst war – die letzte Geschichtsstunde ist ja schon ein bisschen was her: Namibia war mal eine Deutsche Kolonie: Südwest-Afrika. Damals (also von 1884 bis 1915) gab es hier neben deutschen Siedlern und Diamantensuchern auch Militärposten. Interessanterweise sind diese beiden Kollegen, die hier mitten in der Wüste begraben liegen an genau den Tagen gefallen, an denen die beiden Skoda Gründer sich kennen gelernt haben sollen. (Grgründet wurde das Unternehmen dann erst im Dezember).
Aber:
WIR sind auch noch genau an dem Tag – dem 26.7. dort vorbei gekommen mit unseren Skodas. :) Keine Kausalität aber ein netter Zufall :)

Diese Wüstenpflanze – die Welwitscha Mirabilis –  ist vermutlich mehrere tausend Jahre alt – und am LEBEN!

Diese Eichhörnchen werden nicht ganz so alt. Vermutlich aber auch nur weil sie überfahren werden:

An der gleichen Stelle haben wir auch die Yetis mal schön im Halbkreis versammelt gekriegt

Auf der anderen Seite sah es so aus – hübsche alte Tankstelle halt

Kurz danach kam dann dieser wunderbare Pass:

Vor dem wir uns wieder schön aufreihten :)

und nach spassiger Fahrt auf dieser Strecke hier

Dann nach 6 Stunden hier in Swakobmung angekommen sind.

 

Naja gut, es gab einen kleinen Zwischenfall *hüstel* – Bemerkenswert fand ich, dass ich über einige Kilometer gar nicht gemerkt habe, dass Reifen und Felge es vorgezogen hatten, sich zu trennen. Der Boden war SO holprig, dass ich es nicht wahrgenommen habe und der Yeti munter auf drei Beinen durch die Steppe gehopst ist.

Völlig fertig, aber glücklich :)

Und da ich mir irgendwie ein bisschen viel Sonne auf dem Kopp eingefangen habe, habe ich mir einen Hut gekauft. Die Skoda Cap dort auf dem Foto reicht leider nicht.
Aber mein Probelindenberg-Schlappen zeig ich Euch vielleicht nachher – jetzt muss ich zum Frühstück und dann auch los :)

Hier alle Bilder nochmal als Galerie

 

 

Skoda Yeti im Tiefsand – Zu Fuss durch Hochsand auf die Düne der Demut in der Wüste Namib #SkodaYeti

Skoda Yeti im Tiefsand – Zu Fuss durch Hochsand auf die Düne der Demut in der Wüste Namib #SkodaYeti

Wenn ich die Strecke, die wir heute gefahren sind, vorher gesehen hätte – ich hätte geschworen, da kommen wir mit dem Yeti nicht durch. Tiefsand wie am Strand, mit Senken, kleinen Sprüngen und Felspassagen drin. Vorher nochmal aufs Wüstenklo:

Wüstenklo im Sossusvlei

Gut, dass uns unsere Tourguides Jürgen und Zelda  die Strecke vorher nicht gezeigt haben :) Umso beeindruckender waren dafür die Fahrten. Bjoern hat die erste Tour gefahren und hatte deutlich mehr Glück was Verkehr vor der Nase und damit dauehaften Speed anging. Teilweise konnte er mit 50 durch den Sand gleiten.
Donnerlittchen was sind wir gehüpft! Ein Mordsspaß und eine beeindruckende Vorstellung vom Skoda Yeti!

Mein Daumen und Milos von Trendlupe beim Luftablassen am Skoda Yeti für die Tiefsand Fahrt

Auf dem Rückweg durfte ich dann fahren. YAY! Leider wurde vor uns fotografiert, daher musste ich die meiste Zeit etwas langsamer machen. Zelda hatte mir vorher erklärt, dass das Auto sich im Sand eher verhält wie ein Boot als wie ein Auto. Lenkbefehle werden seeeeehr langsam umgesetzt. Dementsprechend vorausschauend musst Du fahren und jeder Baum oder Felsen muss früh genug eingeplant werden. Bei allem Spaß, kostet das Fahren in Tiefsand eine Heidenkonzentration und dürfte auf wirklich langen Strecken echt anstrengend werden.

Skoda Yeti im Tiefsand von Namibia

Wir sind nur ein paar Kilometer gefahren. Beeindruckend dabei war der Verbrauch :-D Auf der Hinfahrt waren wir auf Asphalt unterwegs. Schön mit 60-70 so dahin rollen: 4,5 Liter Diesel im TDi Yeti.
Dann:
Luft aus den Reifen lassen. Runter auf 1,5 Bar. Das heißt ungefähr 30 Sekunden lang den Daumennagel auf das Ventil drücken. Pro Reifen.
Tjo und dann ab in die Sandkiste. Im zweiten Gang. IMMER Gas geben und AUF KEINEN FALL auf die Kupplung, die ist sonst ganz schnell Fritten. Also immer mindestens 2500 Umdrehungen.
Spritverbrauch wenn man den Yeti so durch den Sand prügelt: Knapp 18 Liter :) Aber gut: Wenn wir Schwerstarbeit leisten müssen, dann brauchen wir ja auch nen paar Steaks und keinen kleinen Kopf-Salat.

Skoda Yeti im Tiefsand Trail

Faszinierend war für mich, dass das Auto  sich im tiefen Sand seinen Weg fast ganz alleine Sucht. Nicht nur in Spurrilen auch auf größeren Sandflächen bleibt der Skoda Yeti stoisch auf Kurs. Schwankt etwas nach links oder rechts aber so lange der Speed um die 35-40 bleibt, schnurrt er sich entspannt geradeaus.
Von der Aktion gibt es später noch ein ordentliches Video. Fotos sind da nur so halb aussagekräftig.
Nicht ganz so entspannt war es für mich zu Fuss auf dem Hochsand – auch als Düne bekannt. Bei Bjoern und mir nun auch als Düne der Demut. Für die Nummer hätte ich v.a. mehr Kohlenhydrate für schnelle Power essen sollen statt Rührei und Würstchen, dann wäre es vielleicht nicht ganz so zur Schwerstarbeit geworden.

Auf der namibischen Düne im Sossusvlei

Die Dünen hier im Sossusvlei sind teilweise bis zu 400m hoch. Glücklicherweise hat Jürgen für uns eine der kleineren ausgesucht, die um die 300m Höhe hatte. Der Aufstieg über den Kamm der Düne dauerte trotzdem gut eine halbe bis dreiviertel Stunde.
Was hab ich gejapst dabei! Zum Schluss bin ich alle 20 Schritte stehen geblieben und musste durch schnaufen. 2 Flaschen Wasser habe ich mir rein gehauen auf dem Weg. Ein falscher Schritt hat immens viel Kraft gekostet. Und wenn vor Dir andere laufen machst Du verdammt viele falsche Schritte, weil Du instinktiv versuchst, in die Fußstapfen des Vordermanns zu treten. Jeder Schritt und jeder Atemzug wurde zur ungeheuren Anstrengung. Wenn Du nicht in Deinem Rhythmus laufen kannst: Katastrophe. Entweder Du trittst auf den schon festgetretenen Sand Deines Vorgängers und machst einen Schritt der mehr Kraft benötigt, oder Du machst kleinere Schritte und latscht voll in den lockeren, wegrutschenden Sand.
Jürgen hat vor mir immer häufiger Pausen eingelegt. Ich glaube nicht, weil er knapp 20 Jahre älter ist als ich und nicht mehr konnte, sondern weil er nicht nur ein guter Tourguide sondern auch ein feiner Kerl ist und mich röcheln gehört hat. Der komische Eisengeschmack im Mund kam sicher nicht vom eisenhaltigen Sand in der Namib :) Auf den letzten 200m hat Jürgen so immer wieder für kurze Pausen gesorgt. Ohne die wäre ich wohl nicht oben angekommen. Außerdem wollte ich meiner Süßen unbedingt das Panorama von dort oben mitbringen, das hat mir dann doch den letzten Pieks Motivation verpasst.

Klickt das Panorama von der Düne im Sossusvlei in Namibia an für die Großansicht!

Der Abstieg war erstaunlich einfach. Wir hätten einfach auf dem Hintern die paar hundert Meter runter rutschen können. Oder eben laufen. Ich habe mich fürs Laufen entschieden. Fühlte sich an wie durch Pulverschnee laufen. Nur wärmer und trockener :)
Ich weiß jetzt jedenfalls, dass ich jede verdammte Film-Szene verdurstender in der Wüste mit anderen Augen sehen werde :) So eine kleine Wüstentour in der Mittagssonne kann ich nur jedem empfehlen. Ein amtlicher Grenzgang.
Und ich habe meine Lektion gelernt:
Bei hohen Zielen muss man sich Zeit lassen und Pausen gönnen.

fertig aber glücklich. Nicht, dass einer denkt, ich war nicht da oben :)

Morgen geht es weiter. Durch den Nationalpark. Angeblich mit Giraffen-Garantie :) Springbok und Straußen hatten wir heute entlang der Straße schon.
A pros pos Straße:
Die haben die Straße von den Lodges zur Wüste aus einem einzigen Grund gebaut: Damit die Pflanzen nicht absterben. Vorher wurde auf der Schotterpiste soviel Staub aufgewirbelt, der sich auf die Blätter der Pflanzen legte, dass mit Photosynthese nicht mehr viel war.
Ergebnis: Kilometerweit sind die Bäume abgestorben. Seit dem die Straße da ist, erholt sich die Vegetation wieder.
Ach und noch ne witzige Anekdote am Rande:
Bei einer der ersten Veranstaltungen haben es einige Journalisten geschafft die Autos fest zu fahren, weil sie zu langsam gefahren sind. Passiert einfach bei solch einer Strecke. Kein Problem.
Dann kam ein und derselbe Touristen-Landrover immer und immer wieder vorbei. Die Touris haben gewinkt und fotografiert. Irgendwann hat sie mal einer gefragt, ob sie sich nicht genug lustig gemacht hätten.
Dabei stellte sich raus – es waren Tschechen, die sich einfach gefreut haben IHRE Skodas in Namibia wieder zu finden :-D
Fliegende Yetis in Namibia – zumindest wenn Skoda auf dem Pelz steht :)

Fliegende Yetis in Namibia – zumindest wenn Skoda auf dem Pelz steht :)

Puha nur mal eine kurze Statusmeldung, wo das Internet in der Wüsten-Unterkunft gerade funktioniert:

Nach 10 1/2 Stunden Flug nach Johannesburg und weiteren 2 Stunden nach Windhoek saßen wir heute um 13 Uhr in den Skoda Yetis. Von dort aus ging es dann knapp 350 Kilometer durch die Wüste. Genau 3,5km davon waren auf Teer. Der Rest spielte sich auf Schotter- und Sand-Pisten ab.

Wüstenpanorama mit Tourguide

Spielen ist genau der richtige Ausdruck. Das ist hier das, wovon jeder Autofahrer von träumt. Un-Un-UNendliche Weiten mit Springböcken, Gnus und Gazellen rechts und links der Straße. Bjoern und ich waren uns nach 2 Stunden einig, dass dieses Erlebnis eindeutig Franz Meersdonk und Günther Willers gewidmet gehört :) Von SOWAS haben kleine Jungs beim “Auf Achse” kucken geträumt.

Dabei hätte ich erstens nie gedacht, was in dem kleinen Yeti steckt und zweitens und erst Recht nicht, wie spielend einfach sich das auf unsere 10m breiten Feldwege hier umsetzen lässt.

Ich weiß jetzt zumidnest schonmal soviel:

  • Afrika ist beeindruckender als ich es mir vorgestellt habe.
  • Yetis können fliegen
  • Schotterpisten taugen für weit mehr als Autobahnrichtgeschwindigkeit *hüstel*

Das musste ich grade fix loswerden, bevor ich jetzt mal fix was zu essen brauche und Milos von Trendlupe ausquetsche, wie die Fahrt für ihn heute war. Morgen geht’s weiter durch das Land, das 2 mal so groß wie Deutschland ist. Bei 2,2 Millionen Einwohner :)

VIIIIEEEEEL Platz zum weiter spielen also ;)