Tag Archives: nissan Leaf

Google Maps mit Höhenmetern auch was für Elektroautos

Google Maps mit Höhenmetern auch was für Elektroautos

Wenn man schonmal eine längere Strecke mit einem Elektroauto gefahren ist, weiß, wie einem die Düse geht, wenn plötzlich unerwartet Berge kommen. Die Strecke im Bild hatte ich 2012 vor mir und bin die 70 Kilometer von Innsbruck nach Niederthai im Ötztal SEHR vorsichtig gefahren UND hatte zwischendrin noch einmal für ne Stunde aufgeladen. Trotzdem sind wir oben mit knapp 20 Kilometer Restreichweite angekommen :)

Klar, ein Elektroauto wie der Nissan LEAF bsw. rekuperiert Energie beim Bergabfahren – es gewinnt also Strom zurück indem es aus dem Elektromotor einen Generator – ähnlich einem Fahrraddynamo macht.

Aber was tun, wenn es NUR bergauf geht? Caschy schrob hier letztens über die Google Maps Funktion für Fahrradfahrer, die nun auch Höhenmeter anzeigt.  Das ist ein immens wertvolles Feature für alle, die eine Fahrt mit Elektroauto ins Ungewisse planen müssen.

Hoffen wir mal, dass die Höhenmeterdaten möglichst bald auch in die Navis der Elektroautos aufgenommen und in die Reichweitenberechnung einbezogen wertden.

So lange kann man auch als Elektroautofahrer erstmal auf die Radlerfunktion bei Google Maps zurück greifen. Hilfreich zur Einschätzung ist es allemal.

Whisky Herstellung in 3D-Video erklärt

Whisky Herstellung in 3D-Video erklärt

Wie Whisky-Brennen funktioniert habe ich seinerzeit bei Bruichladdich auf der Insel Islay schonmal vom Nissan LEAF fahrenden Chef Mark Reynier (der mittlerweile die Geschäfte an Simon Coughlin übergeben hat) erklärt bekommen. Inklusive den den frisch gebrannten Alkohol direkt aus dem Spirit-Safe vom Finger lecken ;)

Damals habe ich auch zum ersten Mal gelernt, das der Torfgeschmack eines Whiskys daher rührt, wie viel Torf in das Feuer kommt, mit dem das Getreide (meistens Gerste – Englisch: Barley) getrocknet wird und konnte die meisten Destillerien auf des Isle of Islay zumindest von außen kurz kennen lernen. So zum Beispiel Bowmore oben im Artikelbild oder mal an den Fässern von Ardbeg schnüffeln:

Mit NISSAN LEAF an den Ardbeg Barrels

Mit NISSAN LEAF an den Ardbeg Barrels

Vor den riesigen und über 100 Jahre alten Brennkesseln zu stehen war schon sehr beeindruckend. Der 3D-Designer Oliver Ende hat jetzt ein Video gebastelt, in dem er uns mit in die Brennkessel hinein nimmt. Näher kommt man an die Whisky-Herstellung wohl kaum ran :)

/via Tasteup – auf deren republica-Aktion ich jetzt schon gespannt bin ;)

Und weil Islay einfach so schön ist, hier nochmal ein anderes Video vom Insel LEAF ;) (frage mich, ob Mark das Auto mitgenommen hat oder ob der LEAF immer noch dort rumstromert.)

Nissan Leaf/Bruichladdich Video shoot Islay, Scotland May 2012 from Nigel Swan on Vimeo.

Nissan LEAF auf der Nordschleife (c) www.rad-ab.com

Nissan LEAF auf der Nordschleife! Schätz mal die Zeit!

Gestern hat der Nissan LEAF eine weitere Stufe des Auto-Adels erklommen: Er durfte eine Elektro-Auto Zeit auf die Nordschleife brutzeln und rad-ab Jens war dabei!

Meine Runde im Rahmen des RWE Auto-Corso letztes Jahr war ja eher gemütliches rumjuckeln und den Besuchern des 24-Stunden Rennens morgens um 9 zeigen, dass es auch leise geht :)

Ich finde nicht mehr genau den Verbrauch der Runde, meine mich aber zu erinnern, dass es irgendwo in dem Bereich lag, in dem Jens auch lag bei seiner Runde: Auf 21km Nordschleife rund 30km Reichweite verbraucht.

Die gezeitete Runde ist Peter Pyzera gefahren – der aktuelle Sieger der Nissan GT Academy. Ich habe auch schon eine Tendenz gehört, werde sie aber noch nicht verraten :) Zum (etwas unfairen) Vergleich: Der Nissan GT-R macht die Runde in 7:18 Minuten.

Was schätzt Ihr ist der LEAF für ne Zeit gefahren?

Hach.
Schön.
Ich freu mich für LEAFy. Ich denke ja auch, dass Motorsport mit Elektro-Autos nochmal ne echte Breitensport-Geschichte werden. Bergrennen, Gleichmäßigkeitsfahrrten, Rallys und alle sowas machen einfach nur Spaß mit den Stromern.

 

Urlaub mit Elektroauto geht auch: Mit dem Autozug der Deutschen Bahn und NISSAN LEAF nach Innsbruck

Urlaub mit Elektroauto geht auch: Mit dem Autozug der Deutschen Bahn und NISSAN LEAF nach Innsbruck

Eines der Argumente gegen Elektroautos, die ich immer wieder zu hören kriege lautet “Die Reichweite ist zu gering”, “Damit bin ich zu unflexibel” oder eben auch “Was, wenn ich mit dem Elektroauto in den Urlaub fahren will?”

Ich weiß ja nicht, wie das bei Euch so in Kinderzeiten war, aber der Urlaub in den großen Ferien wurde immer minutiös weit im Voraus von meinen Eltern geplant. Manche Äpfel fallen auch mal gerne etwas weiter vom Stamm und rollen dann auch noch den Hügel runter – will sagen: Ich bin in der Regel eher der kurzfristige Planer und Packer was Reisen angeht :)

Das Highlight und gleichzeitig Hauptgrund für die lange Vorlaufzeit für die Ferien meiner Kindheit war ein zwingender: Wir waren zehn oder elf Jahre lang jeden Sommer auf Föhr und haben dort Urlaub auf dem Bauernhof gemacht. Also meine Eltern am Strand – ich auf dem Bauernhof :) Da es sich bei Föhr um eine Insel handelt, braucht man eine Fähre um rüber zu kommen und wenn man diese Fähre – zumindest den Autostellplatz dort nicht weit im Voraus bucht, kommt man allenfalls als fußgehender Passagier über die Nordsee.

Tja und genau eine solche Reise hatte ich mir mit LEAFy auch vorgenommen. Während des TBTO Projekts bekamen wir Teilnehmer das Angebot der Deutschen Bahn, einmal denAutozug zu testen.

Wie früher: Quasi eine Fähre nur ohne Wasser. Das Auto kommt auf einen Transportwagen am Zug – so wie man sie auch hin und wieder voll mit Neuwagen beladen sieht – und wird mit den Fahrern im Schlafabteil an den Urlaubsort gebracht.

Von welchem Bahnhof aus wohin überhaupt fahren?


Meine Anfangseuphorie “Cool, mal schauen, wo wir so alles vom Bahnhof aus hinfahren können.” wurde zunächst etwas gebremst, denn der Autozug fährt nur aus ganz bestimmten deutschen Bahnhöfen ab, die mit den entsprechenden Verladestationen ausgestattet sind. Welche das genau sind, lässt sich hier auf der Autozug Webseite der Bahn nachlesen. Berlin und Hamburg waren uns wegen der noch etwas ünnen Lade-Infrastruktur zu unbequem, aber Düsseldorf passte perfekt! Durch die Schnell-Lade-Station an der Autobahnraststätte in Schwerte können wir Düsseldorf in knapp 2 Stunden erreichen.

NISSAN Leaf an 30-Minuten Schnellader in Schwerte

Fehlte nur noch die Auswahl eines passenden Ziels. Erste Idee war natürlich ans Meer zu fahren. Italien! So wie unsere früher mit Ihren Käfern an die Adria geboxert sind. Problem dabei: In Italien sind E-Tankstellen Mangelware und irgendwie ist es auch keine Herausforderung, mit einem Elektroauto in topfebender Meeresumgebung herum zu fahren.

Eines der angebotenen Ziele allerdings war Innsbruck und mir fiel wieder ein, dass die “Hauptstadt der Alpen” auch gleichzeitig die von Tirol ist. Und das ist wiederum trotz der Berge eine ausgesprochene Elektomobilitäts-Gegend.

Erstmal hin zum Autozug nach Düsseldorf

Die Wahl war getroffen und nach ein paar Tagen lagen schon die Tickets auf dem Tisch. Und damit auch die Anweisungen, wann wir wo und wie für die Verladung am Bahnhof zu sein hätten. Außerdem musste die Alarmanlage ausgeschaltet sein (30 Minuten Handbuchwälzen später wusste ich dann auch, dass ich die Alarmanlage des LEAF nicht ausschalten musste *g*), Spiegel angeklappt, Handbremse angezogen usw.

Das Gepäck kann während der Zugfahrt im abgeschlossenen Auto bleiben. In den (Nacht)-Zug nimmt man nur mit, was man so an Verpflegung, Wasch- und Übernachtungszeugs so braucht.

Viel zu planen hatten wir dank der Abreise in Dü-Dorf nicht. Zur Sicherheit, falls der Schnellader ausgefallen sein sollte, sind wir nur sehr zeitig morgens um 10 losgefahren. Am Zug mussten wir ersten gegen 16.30 sein. Aber sicher ist ja sicher ;) Sollte der Qucikcharger nicht funktionieren, könnten wir immer noch auf die normalen RWE-Ladesäule mit 16 Ampere ausweichen und hätten mit ca. 3 Stunden Ladezeit ausreichend Puffer nach hinten.

“Es ging sich aber auch so aus” wie der Österreicher sagt. Nach einer kleinen Bummelei durch Düsseldorf standen wir pünktlich um 16.30 am Checkin des Deutsche Bahn Autozugs:

Mit LEAFy am Autozug Checkin

Ein bisschen mulmig ist die Fahrt auf den DB Autozug schon erst ;)

So standen wir also da recht weit vorn in der Schlange und warteten, dass man uns auf den Zug lässt. Also zuerst mich mit dem LEAF – Angie und ich als Passagiere kamen erst danach in den Personenzug. 5 Minuten nachdem wir angekommen waren, wurde es laut hinter uns: 10 holländische Fans italienischer Motorkultur reihten sich hinter uns mit ihren Ferraris und Lamborghinis auf. Der Witz war: Kurz schauten die anderen Wartenden rüber und interessierten sich dann doch wieder mehr für unser Elektroauto. Das hatten die Oranje-Jungs so auch noch nicht erlebt. Aber immerhin hatte der Gallardo Spyder die korrekte Farbe: National-Metallic ;)

Ferraris und Lamborghinis am Autozug Chek-In

Dann ging es drauf. Dem Bahnmitarbeiter habe ich die Fahrkarte fürs Auto in die Hand gedrückt. Dafür bekam ich den Zielortzettel für INNSBRUCK aufs Armaturenbrett und er wies mir Bahn 4 zu, die ich entlang fahren sollte “bis es nicht mehr weiter geht, sehen Sie dann schon”. Ähm ja. Ok. Also einmal um die Hütte rum gefahren und dahinter verbarg sich dann eine Auffahr-Rampe, die ich allenfalls noch aus Colt Seavers Folgen kannte. LEAFy sollte auf das “Oberdeck” des 2-stöckigen Zugs. Prinzipiell sind das die gleichen Transport-Waggons, die man ab und an mal randvoll mit Neuwagen durch die Weltgeschichte schippern sieht.

Als ich aber erstmal drauf war, stellte ich zwei Dinge fest: So ein Waggon ist hoch und die eine Spur die ich entlang fahren musste eher schmal. Immer wenn ich links oder rechts an die Fußgängerkante gestoßen bin quietschten die Reifenflanken lustig vor sich hin. Bin schon lange nicht mehr so ausgiebig nach Gehör gefahren :)

Mit LEAFy auf dem Transportwaggon in luftiger Höhe

Das krasse waren die Übergänge zwischen den Waggons. Auf dem Bild da oben kann man es nur erahnen, aber das sind kleine Schanzen. Wenn ich mich nicht auf mein eigenes Fahren hätte konzentrieren müssen, hätte ich mir an diesem Punkt doch tatsächlich Gedanken darüber gemacht, ob sich die Holländer darüber Gedanken gemacht haben, wie sie ihre Flundern hier drüber kriegen ohne auf der Mitte des Unterbodens hängen zu bleiben.

Nach einer gefühlten Ewigkeit des Geschicklichkeitsfahrens, die eigentlich keine 2 minuten dauerte, stellte ich das Auto ab und tat, wie in den vorab geschickten Unterlagen geheißen war: Spiegel anklappen, Antenne abschrauben, letztes Gepäck mitnehmen, Lüftungsschlitze schließen, Auto ausmachen und abschließen.

LEAFy auf Deutsche Bahn Autozug

Dann lief ich den Weg, den ich gefahren war wieder zurück. Genau. Auch auf der Transportfläche. Die schmalen, dunkelgrauen Streifen, die Ihr oben links und rechts seht, sind der Fußweg auf dem man an den Autos vorbei muss. Jeder Centimeter Platz wird natürlich ausgenutzt. Die gelben Stahlseite dienen als Geländer und dass man nicht vom Waggon stolpert. Ich glaube, das ist nix für Leute mit Höhenangst. Zu denen ich mich eigentlich nie zählte – später in Innsbruck auf dem Berggipfel sollte ich eines besseren belehrt werden :)

Das hier war auf jeden Fall easypeasy und über eine Treppe kam ich runter auf den Personenbahnsteig, auf dem Angie schon mit dem Nacht-Gepäck auf mich wartete. Auf dem Weg kamen mir noch einige Moppedfahrer entgegen, die ihre Karren auf dem Unterdeck abstellen udn vor allem ihre Köppe einziehen mussten:

Motorradfahrer auf Autozug

Auf dem Bahnsteig unterhielten wir uns mit einem Ehepaar, das seit über 20 Jahren mit dem Autozug in den Urlaub fährt. Ich dachte bis dahin, die Autozug-Geschichte gibt es erst seit kurzem. Die beiden Profis, die mit Ihrem BMW 3er Cabrio unterwegs waren klärten mich auf, dass es den Zug schon seit den 30ern gäbe. Genau genommen seit 82 Jhren. Auf meine Frage warum sie so auf die Bahnfahrt schwörten meinte die Dame des Hause:

Naja, es ist schon etwas teurer und dauert etwas länger als selber fahren. Aber wissense was? Für mich fängt der Urlaub jetzt hier auf dem Bahnsteig schon schon an und nicht erst, wenn wir in Österreich vno der Autobahn fahren. Das ist Entspannung pur – werden Sie ja heute selbst erleben!

Sie sollte Recht behalten. Allerdings hieß es erst einmal warten, warten poparten. Mindestens 1 1/2 Stunden bis der Passagierteil des Zuges angekommen bzw. begehbar war. Also schlürften wir einen Kaffee bei Starbucks, da man als Autozug-Passagier keinen Zutritt zur DB-Lounge hat.

 

Ein Hotel auf Schienen

Normalerweise fährt man auf dem Autozug immer gemeinsam mit seinen Autos. Also beide Waggonarten hängen zusammen. Unsere Mitfahrer erklärten uns dass es ganz selten vorkommt, dass die Züge getrennt fahren. Nach der Wartezeit waren wir nun gespannt, unser Domizil für die nächsten 12 Stunden zu sehen. Wer sich jetzt wundert: Die Fahrtstrecke von knapp 750km müsste eigentlich schneller überwunden werden können – klar, aber nicht mit 50 Autos im HuckegePäck ;) Der Autozug fährt keine ICE Geschwindigkeit und weicht als Nachtzug ab und an auch schnelleren Zügen aus und wartet. Dafür hält er auch nur noch einmal auf der Fahrt in München an und fährt sonst durch.

Schlafwagen-Abteil im Autozug

Auf der Hinfahrt hatten wir ein Schlafwagenabteil und das war im wahrsten Sinne des Wortes erste Klasse! Selbst an 2 Flaschen Wasser und 2 Käfer Merlot hatte man gedacht :) Geschlafen wurde auf zwei ausklappbaren Betten. Eines seht Ihr da oben im Bild als beige Fläche über den Kopfstützen. Das ist das obere Bett. Die Sitzlehnen wurden umgeklappt und das ergab dann das zweite Bett. Allerdings war dann an fotografieren ohne 9mm Weitwinkel nicht mehr zu denken ;) Die Betten mussten wir auch nicht selber herrichten, das übernahm die Schaffnerin für uns – die uns auch mit den aktuellen EM-Vorgruppenspiel-Ergebnissen versorgte. Zudem hatte das Abteil noch eine eigene kleine Wascchgelegenheit mit Trinkwasser in versiegelten Joghurtbechern. Wie gesagt – an alles gedacht :)

Waschgelegenheit im Autozug

Bevor wir uns ans Schlafen machten, packten wir erstmal unser Essen aus. Auf einen Tisch, der ein bisschen an eine Mischung aus Bügelbrett, Surfboard und Heckspoiler erinnerte. So schmal wie er auf dem Foto aussieht, so schmal war der Tisch auch. Passte aber alles prima drauf.

Spaghetti alla Arrabiatta im Autozug

“Hast Du eigentlich die Handbremse angezogen?”

Mir blieben die Spaghetti fast im Hals stecken. Kennt Ihr das? Ihr seid Euch eigentlich TOTAL sicher, alles richtig gemacht zu haben und dann fragt jemand eine banale Frage, die Euch das Herz in die Hose katapultiert. Verdammt, war ich verunsichert und ging im Geiste nochmal alle Schritte durch, die ich gemacht hatte, als ich das Auto verließ. Eigentlich ziehe ich immer die Handbremse, egal bei welchem Auto und egal wo es steht. Besser haben als brauchen lautet die Devise. Aber jetzt war ich mir nicht mehr sicher. Hatte ich? Oder hatte ich es im Stress verpeilt. Die nächste Stunde zuckte ich bei jedem Rumpeln zusammen und bei kurzen Stops auf Nebengleisen versuchte ich aus dem Fenster zu schauen, ob LEAFy noch an seinem Platz stand oder schon die Autos vor und hinter ihm mit seinen 1,5 Tonnen Akku-Power zusammen geschoben hatte.

Irgendwann fiel mir ein, dass der bahnmitarbeiter ja noch Krallen an die Räder gemacht hatte und beruhigte mich mit der Vorstellung, dass die Dinger wohl reichen werden MÜSSEN.

Trotzdem wunderbar geschlafen

Auch wenn ich von herumrollenden Autos geträumt habe, war die Nacht von ca. 0:00 bis 5:30 zwar kurz aber erholsam. ich wachte auf, als der Zug in Kufstein hielt, um _frische Brötchen_ fürs Frühstück einzusammeln! Vielleicht war es sogar der Duft der Semmeln, der mich geweckt hat. Der Blick aus dem Fenster war jedenfalls phänomenal:

Berge zum Frühstück im Autozug nach Innsbruck

Kennst Du die Beeeerge, die Bergeeee Tirooools

…das Dörfchen Kuuuufstein, ja das kennst Du wooohl. Meine Freude aufs Frühstück und aufs bald da sein brach sich im vormichhinsingen des Kufstein-Lieds Bahn und konnte von Angie auch erst mit einem Brötchenknebel unterbunden werden :) Der Service an Bord war wirklich toll. Das habe ich auf Business-Flügen schon deutlich weniger ambitioniert erlebt. Das Frühstück war prima und kurz nach dem wir aufgegessen hatten, bereiteten wir uns schon auf die Ankunft in Innsbruck vor.

Frühstück im Autozug kurz vor Innsbruck

Schon interessant, wie sehr man sich in knapp 12 Stunden häuslich einrichten kann :) Nichtsdestotrotz hatten wir unsere Plüdden passend zur Einfahrt in den Bahnhof Innsbruck beisammen. Nachdem wir uns von unseren Mitreisenden und unserer reizenden Zugbegleiterin verabchiedet hatten, machten wir uns auf den Weg zum Verlade-Terminal um LEAFy von seinem Thron runte rzu holen. Innerlich ging mir ja die Handbremse nicht aus dem Kopf. Als ich die fliegenübersähte aber ansonsten WasNase unsereres Stromers sah, fiel mir dann doch ein Stein vom Herzen :) Natürlich hatte ich die Handbremse angezogen. Puha.

Autozug Verlade-Terminal Innsbruck

Was war eigentlich mit den Lambos und Ferraris?

Ach ja, das war durchaus ein Schauspiel. Is halt breit :-)

Lamborghini Gallardo Spyder verlaesst Autozug in Innsbruck

Um mal die Zeit zu verdeutlichen, die der Kollege bis dahin gebraucht hat (manche bevölkern in derselben Zeit ganze Landstriche *g*) hier ein Video:

Damit ging es für uns dann auch in eine einmalige Elektro-Mobilitäts-Woche in Tirol. Dazu dann später mehr.

Und der Rückweg?

Ach ja. Da war ja noch was. Eigentlich war der Rückweg genauso easy und entspannt. Mit dem Unterschied, dass wir da nur noch einen Liegewagen hatten. Der hat eben keine Betten, sondern man legt sich in eine Mischung aus Bettlagen und Schlafsack auf die Sitzreihen. Ging auch, aber nach dem Luxus der Hinfahrt war ich verwöhnt ;) Außerdem waren die Holländer im Abteil vor und hinter uns. Und wie das immer so is, wenn Jungs auf Ausflug sind:
Sie haben halt gefeiert. Wir hatten Ohropax. Alles gut also.

Was mich allerdings mehr als gewundert hat war, wie geizig man in den Niederlanden anscheinend ist:

Sportwagen für mehrere hundertausend Euronen auf dem Zug, aber mit 10 Mann zwei Abteile buchen und zusammen gekauert im Sitz pennen. Da passt doch was nicht, oder? :-D

Mein Fazit Autoreisezug

Immer wieder! War super entspannend und spaßig. Ich weiß nicht genau, wie sich die Strecke Bielefeld – Innsbruck so mit dem Auto fährt, mag sein, dass das auch Laune macht, aber das Gefahrenwerden im Zug hat mir mehr als gefallen.

Was wir dann alles in Innsbruck und Tirol erlebt haben, erfahrt Ihr die Tage…

So lange findet Ihr hier alle bisherigen Postings zu LEAFy

Flüsterasphalt + Elektroauto = himmliches Gleiten – mit Videobeweis

Der Ostwestfalendamm ist die Hauptverkehrsader für Bielefeld. Die letzten drei Wochen wurden mit Ausbesserungen verbracht und damit, einen großen Teil der Straßenoberfläche, die an Wohngebiete grenzt, mit Flüsterasphalt zu erneuern.

Den Unterschied fand ich im Nissan LEAF so krass, dass ich mir das iPhone um den Hals gehängt und das Mikro in die Hand genommen habe, um Euch mal den direkten Unterschied zu zeigen, wenn ich vom alten Asphalt auf den neuen fahre.

Überall Flüsterasphalt und Elektroautos, das wär was :) Wenn die Klangquellen Motorsound und Abrollgeräusch erstmal eliminiert sind, kommen die Windgeräusche erst richtig zur Geltung um als nächstes minimiert zu werden.

Update: Gerade habe ich noch dieses Video entdeckt, in dem Rangar Yogeshwar erklärt, wie Flüsterasphalt funktioniert:

Der Nissan Leaf ist das perfekte Stau-Auto für den gesperrten Ostwestfalen-Damm

Sowas fällt wohl nur Bielefelder Verkehrsbetrieben ein. wir sperren nicht nur die Stadtautobahn in den Sommerferien um den Autobahnanschluss zu bauen, sondern auch gleich zwei andere Einfallstraßen.
Chaos vorprogrammiert.
Doch damit nicht genug: Warum packen wir auf die Bergstraße, die eine von zwei Ausweichrouten darstellt nicht gleich auch noch ne Baustelle?
Gesagt getan.

Ergo:
Um von Süden aus in die Stadt zu kommen, muss man mal 3-4 mal so viel Zeit einplanen.

Ich mache ja jeden Scheiß mit also dachte ich mir: “Ach komm, was soll der Geiz – Fahr die Strecke doch gleich zweimal. Einmal die Süße zur Arbeit bringen und dann 2 Stunden später zum Zug gen Schottland.

Beim 2. Versuch habe ich dann wenigstens einen Schleichweg gefunden, um besagte Bergstraße benutzen zu können, stand aber trotzdem die Hälfte der Strecke im Stau.

Der LEAF? Perfekt. ich kam mit genau der Reichweite an, mit der ich losgefahren war. ;)
Das Auto berechnet die Reichweite ja immer in Relation zur vorher gefahrenen Strecke. Also dem zügig zurückgefahrenen Rückweg meiner ersten Stauodyssee.

Da wo Benziner und Diesel richtig fies viel verbrauchen, nimmt ein Elektroauto eben so gut wie nix.

Dabei ist der LEAF auch noch verdammt bequem und mit ordentlichem Sound ausgestattet.

Dadurch nervt das im Stau stehen nicht weniger, aber man ist wenigstens relaxed dabei und ballert keinen Sprit raus :)

Whisky-Geeks anwesend? Was würdet Ihr so Brennmeister und Destillerie-Chef bei @Bruichladdich fragen?

Auch wenn ich gerne mal einen Whisky trinke, so bin ich (noch) weeeeiiiit davon entfernt, sowas wie ein Whisky-Kenner zu sein. Darum brauche ich Eure Hilfe.

Morgen werde ich die Bruichladdich Destillerie auf der Isle auf Islay besuchen und die Möglichkeit zu einem Schnack mit Mark Reynier – dem Betreiber und Master Destiller Jim McEwan haben.

Der Grund warum ich dort vor Ort bin ist, weil Mark Reynier seit kurzem einen Nissan LEAF auf der Insel fährt. Die Bruichladdich Whiskybrennerei gilt als eine der öklogischsten Brennereien und dazu passt eben auch die Nutzung eines Elektroautos. Nach über 5000 Elektrokilometern, die ich bisher gefahren bin, kann ich bei dem Thema durchaus mitreden :)

Aber zum Thema Whisky: Was würde Euch interessieren? Was soll ich fragen?

Hier die Webseite der Brennerei, der Wikieintrag und der Twitter!!-Account und der Brennerei-Blog von Mark

Die Frage nach dem Wetter hat dieser Bruichladdich Tweet von eben schon mal beantwortet ;)

Komm ich mit Elektroauto #nissanleafcar33 in die Berge von @tirol? Jap. Mit dem Autozug von @DB_Bahn

Komm ich mit Elektroauto #nissanleafcar33 in die Berge von @tirol? Jap. Mit dem Autozug von @DB_Bahn

Tirol, Tirol – Wir fahren nach TIROL!

Morgen geht es wirklich los! Wir werden mit dem LEAF Richtung Düsseldorf stromern. 185km – ich hoffe, das die Quickcharge Elektrotankstelle in Schwerte funktioniert. Dann dürften wir in ca. 2 1/2 Stunden in Düsseldorf sein.

Dort wird der LEAF dann auf den Autozug der Bahn verladen. Ich hoffe, wir schaffen vorher noch, die Akkus des Autos noch etwas nachzuladen. Die Funktion, Elektroautos auf dem Autozug zu laden, gibt es derzeit leider noch nicht.

Dann wird uns die Bahn sänftengleich im Schlafabteil nach Innsbruck runter bringen. Wollten wir die 750km auf eigener Achse zurücklegen, bräuchten wir schätzungsweise 6-7 Zwischenladestops. Je nach Terrain und Fahrweise. So können wir uns gepflegt zurücklehnen und nach gut 12 1/2 Stunden Fahrtzeit durch die Nacht (ich vermute, der Zug hält noch an einigen Stationen und nimmt andere Autos auf und braucht deswegen so lange) kommen wir dann morgens um 6:30 in Innsbruck an.

Von da aus werden wir die nächsten 5 1/2 Tage die Stadt und das um- und in Akku-Reichweite -liegende Tirol unsicher machen.

Ein bisschen schweißnasse Hände bekomme ich jetzt schon, wenn ich dran denke, dass wir auf den Berg wollen. insgesamt werden das nur 70km Strecke sein, aber die letzten 20km davon machen einen Höhenanstieg von 450 auf 1600m – bin gespannt, ob ich da normal hochfahren kann, oder doch eher mit 40km/h den Berg hoch schleichen muss :)

So oder so freue ich mich drauf auszutesten, wie es sich mit Elektromobilität ausser Landes kommen lässt ;)

Wenn noch jemand Tips für Innsbruck und Umgebung hat: Immer her damit!

Routenplanung @RWEmobility #eKorso klar. Jemand an der A61 morgen Zeit für Kaffee? @schwan #nissanLEAFcar33

Routenplanung @RWEmobility #eKorso klar. Jemand an der A61 morgen Zeit für Kaffee? @schwan #nissanLEAFcar33

So langsam werde ich ja doch etwas nervös :) Das wird ein ganz schöner Ritt morgen. Gerade bin ich die Route nochmal durchgegangen und habe mir mit dem RWE Ladesäulenfinder noch einige Sicherheits-Stops rausgesucht. Drückt mir die Daumen. Werde auf dem Weg beim Tanken wohl mindestens Zeit zum ausführlichen Twittern haben. Freue mich über Unterhaltung beim Laden ;)

Wenn Ihr auf der Strecke Köln – Rheinbach an der A61 wohnt oder jemanden kennt, eine Steckdose und Zeit für nen Kaffee habt, freue ich mich ne Mail (alex @ der-probefahrer . de) – evtl. schaue ich zum notleiden – äh -laden – vorbei ;)

Mehr Elektrotankstellen als man denkt :)

Im Screenshot vom RWE Ladesäulenfinder seht Ihr, dass es schon einen ganzen Batzen RWE Ladesäulen auf der Strecke gibt. Leider kommen für mich aber nur zwei der 30 Minuten Schnellader in Frage. Für den Rest muss ich irgendwie mit den Wechselstrom-Ladern auskommen, die das Auto in ca. 8 Stunden wieder vollmachen

Der Plan sieht so aus:

  1. Bielefeld
  2. 30 Minuten Schnellader Schwerte
  3. Optionaler Stop Gevelsberg
  4. 30 Minuten Schnellader Köln
  5. optional Weilerswist
  6. Rheinbach
  7.  Adenau
  8. Nürburg
Klingt nach ner entspannten Fahrt, oder? Ehrlich gesagt bin ich mir aber v.a. auf den ersten beiden Etappen Bielefeld – Schwerte (107 Kilometer) und dann v.a. Schwerte – Köln (109 Kilometer) noch unsicher. Denn da muss ich die Schnellader nehmen. 80% in 30 Minuten. Die sollten auch genau ausreichen, aber bei welcher Fahrweise? Und wie ist das Höhenprofil der Strecke? Viele Steigungen ziehen mir den Saft aus den Akkus wie nix.
Wenigstens ist es morgen nicht allzu kalt. Das ist immerhin was.
Trotzdem stelle ich mich auf eine Fahrt- und Ladezeit von min. 11 Stunden ein. Schon nicht schlecht für 300km ;) Mal sehen, ob ich da drunter komme. Nunja und dann ist da ja auch noch die Rückfahrt. Von Schwerte nach Bielefeld gibt es in Oelde und Rheda wohl noch Tankstellen. Also sollte ich zumindest halbwegs sicher nach Hause kommen am Sonntag.
Ich befürchte nur, dass ich vom 24 Stunden Rennen am Sonntag nicht ganz soviel mitbekommen werde. Werde mich wohl vormittags auf den Rückweg machen, damit ich noch im Hellen zurückkomme. Licht kostet ja auch recht viel Strom. Auch wenn der Nissan LEAF natürlich schon sehr Strom sparende Leuchterchen hat.
Das wird schon ein Abenteuer morgen – Abenteuerwochenende sogar. Hin- und Rückfahrt in vollelektrisch und dazwischen der eKorso mit 150 Elektroautos auf der Nordschleife. Kein Tag Zeit zum Verschnaufen. Mal sehen, ob ICH Sonntag noch Saft hab ;)
Wir lesen uns von unterwegens.
ADAC RWE eCorso & der Traum eines jeden Autofahrers: Die Nordschleife elektrisch mit #Nissanleafcar33

ADAC RWE eCorso & der Traum eines jeden Autofahrers: Die Nordschleife elektrisch mit #Nissanleafcar33

Letztes Jahr habe ich meine ersten Runden auf der Nordschleife mit einem Mietwagen von Rent4Ring gedreht. Einige 100 virtuelle Computerspiel-Runden hatte ich vorher schon auf dem Buckel, aber die sind in keinem Fall mit dem echten Erlebnis zu vergleichen.

(c) RWE Elektrische Boxengasse 2011 mit 44 Autos

(c) RWE Elektrische Boxengasse 2011 mit 44 Autos

So oder so wird das Erlebnis, dass ich am Samstag vor mir habe, auch mit nichts zu vergleichen sein, denke ich. Es geht auch um die Nordschleife. Direkt im Vorprogramm zum 24 Stunden Rennen! Ich! Der kleine Probefahrer möchte im Karussel abgeholt werden. Ganz ehrlich habe ich jetzt schon SOWAS von nasse Hände, wenn ich dran denke. Auch wenn ich nur eine Runde durch die grüne Hölle drehen werde, bevor die Jungs und Mädels sich aufmachen in eines der spannendsten Rennen der Welt.

Die Runde werde ich auch nicht alleine fahren und sicher auch nicht im Renntempo, denn der ADAC und RWE haben zum eCorso geladen. Zusammen mit knapp 150 Elektroautos werden LEAFY und ich vor gut 200.000 Zuschauern eine Runde auf dem legendärsten Asphalt westlich des Urals drehen.

Warum mit RWE?

Soweit ich weiss, betreiben die am Ring ein Holzhackschnitzelwerk (ich hätte ja gerne ein Hackschnitzel mit Pommes *gg*) und versorgen den Ring seit Jahrzehnten mit Energie. Zudem hat RWE auch einen Beitrag zum Ring-Museum geleistet und haben einen Store auf dem Ring-Boulevard. Also durchaus omnipräsent. Und natürlich werden wir wie im Bild oben zu sehen ist eine elektrische Boxengasse haben :)
Und mehr als passend: Die Zukunft der Auomobilität tankt im historischen Fahrerlager. Krass oder?

Wenn tatsächlich soviele Autos wie geplant kommen – 150 oder mehr – haben wir sogar einen Guiness-Buch Weltrekord am Start. Da werde ich dann tatsächlich nochmal nachhaken müssen, ob das hinhaut. Dann kann ich von meiner Lebensliste nämlich das “An einem Guiness-Weltrekord teilnehmen” endlich abhaken :-D

Aber vor den Erfolg haben die Naturgesetze den Schweiß gesetzt. Un dich werde schwitzen, das kann ich Euch sagen. Vielleicht auch frieren. Denn ich werde versuchen mit dem Nissan LEAF auf eigener Achse anzureisen. 300 Kilometer Anfahrt, bei einer maximalen Elektro-Reichweite von ca. 170km. *japs* Marco hat in seinem Nissan LEAF letztens die Reichweite ja schon ausgereizt – bis die Striche kamen! :-D

Das längste Stück Autobahn waren letztens ja gut 50km und die hat der kleine schon ganz gut gemeistert. Aber ich muss von Schnelladestation zu Schnelladestation hoppen.

So wie es aussieht stehen die 30 Minuten Schnellader von RWE im günstigen Abstand. Hoffen wir das es reicht. Morgen Abend mache ich mich an die Routenplanung…