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OMBEE oder: Wenn ich noch keinen Steharbeitsplatz hätte

OMBEE oder: Wenn ich noch keinen Steharbeitsplatz hätte

dann wäre OMBEE vermutlich das Tool meiner Wahl. Zusammenfaltbar in einen Koffer, höhen- und funktionsverstellbar, leicht, chic und nen Eyecatcher. Die Crowdfunding-Finanzierung ist 23 Tage vor Ablauf bereits durch. Der OMBEE wird also auf jeden Fall produziert und im Juli 2016 ausgeliefert.

Dazu gibt es eine Standfläche, die Ermüdung in den Beinen entgegen wirkt. GEgen Ende von diesem Video erklärt das nen Med noch einmal genauer:

Dazu sollte ich mir tatsächlich auch mal Gedanken für meinen Standy zu Hause machen. Nur ein Schaf-Fell am Boden ist vermutlich nicht gerade die Krönung der Ergonomie ;)

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Aber was soll’s – im Moment arbeite ich eh 80-90% in Baby-Näne und nicht im Arbeitszimmer.

Vielleicht sollte ich bei OMBEE mal die 3D-Druckdaten anfragen und das ganze dann bei Vividesign direkt ausdrucken. DAS fände ich mal innovativ. Statt langer Distributionswege, Frachtkosten und Zeugs optional die Daten zum selber ausdrucken verkaufen.

Gladiatorenkampf - Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Gladiators_from_the_Zliten_mosaic_3.JPG

Alle Gladiatoren waren Vegetarier. ALLE Gladiatoren?

Ach es ist schon lustig, wie wissenschaftliche Studien in beliebige Zusammenhänge gebracht und Interpretationen gefärbt werden.

Auf dradiowissen lief eben eine kurze Meldung darüber, dass die Unis Wien und Bern Knochen von einem Gladiatorenfriedhof bei Ephesos untersucht haben. Dabei kam man zu der Erkenntnis, dass Gladiatoren sich hauptsächlich vegetarisch ernährt haben, laut Literatur “Gerstefresser” genannt wurden und einen “Zaubertrank” aus Pflanzenasche getrunken haben um Strontium- und Calcium in den Knochen zu erhöhen.

Mal abgesehen davon, dass wohl damals kaum jemand wusste, was Calcium und Strontium im Körper funktionieren, wurde in dem Beitrag zwischen den Zeilen reininterpretiert, dass sich die heldenhaften Belustigungskrieger Roms vegetarisch ernährten und daher so stark waren. Äääähm, darf ich da mal folgednes zu bedenken geben:

Die untersuchten Knochen stammen von einem Gladiatoren-Friedhof. Es ist also viel eher davon auszugehen, dass da  hauptsächlich die _VERLIERER_ von Gladiatorenkämpfen lagen.

Wikipedia sagt zum Thema Gladiatoren:

Gladiatoren genossen in der römischen Gesellschaft einen ähnlichen Ruf wie heutige Popstars

Wie wahrscheinlich ist es, dass die erfolgreichen Gladiatoren, auf diesem Friedhof liegen? Ist es nicht viel wahrscheinlicher, dass dort hunderte Gladiatoren liegen, die von deutlich besser genährten und daher stärkeren Kämpfern besiegt wurden? Die siegreichen Gladiatoren, die in Freiheit entlassen wurden wird man vermutlich nicht auf speziellen Friedhöfen finden. Ihre Knochen würden uns aber vermutlich deutlich besser Auskunft darüber geben, welche Ernährung empfehlenswerter ist.

Gemüse, Fleisch, Eier, Obst, Fisch, Nüsse, Wasser, Fermentiertes. Abwechslungsreich zubereitet. Mal roh, mal gebraten, gegrillt oder gekocht. So schwer ist es nicht, sich ausgewogen zu ernähren. Den Unterschied in der Leistungsfähigkeit merke ich persönlich deutlich. Sei es Müdigkeit, Konzentrationsfähigkeit oder auch einfach nur das Gewicht auf Hantelstange.

Nichts gegen vegetarische Ernährung – soll jeder machen wie er meint – aber über solch missverständliche Schönfärberei von medizinischen und historischen Erkenntnissen kann ich nur den Kopf schütteln.

Hier geht es zur Studie.

 

ebay Collection Paleo

Einstieg in Paleo und Crossfit mit #ebayinspiriert

Letztens habe ich Euch die ebay Collections ganz allgemein vorgestellt. Ebay hatte mich zunächst angesprochen, ob ich Lust habe als einer der ersten mit den neuen Collections rumzuspielen und zunächst mal was zum Schwerpunkt-Thema Autos zu machen.

Jetzt, wo ich so langsam etwas vertrauter mit dem System bin habe ich angefangen, bei der ganz normalen Nutzung von ebay einige Artikel für mich zusammen zu stellen.

Und dann kam mir die Idee: Seit ich zunächst mit Paleo-Ernährung gut 20 Kilo losgeworden bin und in den letzten Monaten mit den unterschiedlichsten Trainings-Methoden einiges an Muskel-Kilos wieder drauf packe, fragen mich immer wieder Leute, wie ich das genau gemacht habe.

Beziehungsweise welche Tips und Ratschläge ich geben kann, wie man am besten anfängt sein Leben deutlich gesünder zu gestalten.

Das gute an natürlicher Ernährung und artgerechter Bewegung in der Paleo-Lebensweise is ja, dass man eben KEIN bestimtes Zeug braucht. Ganz im Gegenteil: Eigentlich braucht man sogar viel viel weniger:

  • weniger – genauergenommen KEIN – Zucker
  • kein Weizen
  • keine Milchprodukte
  • keine industriellen Nahrungsmittel
  • keine gesüßten Getränke

Beim Sport ist es genauso – Du brauchst viel weniger:

  • kein Fitness-Abo
  • keine komplizierten Maschinen
  • keine Eiweißshakes
  • keine Nahrungsergänzungsmittel
  • keine besondere Ausrüstung

Bei mir hat sich das ganze nach und nach von selbst ergeben. Ein Puzzlestein passte im laufe der Jahre zum anderen und ich bin noch lange nicht beim Optimalzustand angekommen.

Da ich auch ein sehr ungeduldiger Mensch bin, der gerne einen groben Plan oder eine Checkliste hat, damit er nichts vergisst, kann ich verstehen wenn jemand Anregungen möchte. Und auch wenn ich immer weniger Dinge (und dafür hochwertigere) kaufe kann ich verstehen, das Menschen ihre Lebens-Änderung mit der Anschaffung von guten, hilfreichen Dingen untermauern wollen.

Es ist halt doch immer noch einfacher etwas Neues hinzuzufügen, als etwas altes zu entfernen oder sich abzugewöhnen.

ebay Collection Paleo

Deswegen habe ich in der Paleo-ebay-Collection mal alles das zusammen gestellt, was ich für einen Start für sinnvoll erachte:

Über Kokosöl zum Kochen, ein ordentliches Kochmesser, Barfuß-Schuhe zum natürlichen Gehen wie auch Fleisch vom Weiderind, Beefjerky Portionen und Lebensmittelbehälter aus Edelstahl, damit Ihr das Drecksplastik aus der Küche raus bekommt.

Natürlich sind auch die Bücher von den Paleo-Blogs Paleo360 und Urgeschmack und ein paar Überraschungen dabei.

Neues vom Spocht

Bildschirmfoto 2014-06-25 um 19.17.13In der Crossfit Paleo Training Collection habe ich so einiges zusammen gesucht, was ich mir in der letzten Zeit angeschafft habe oder noch anschaffen werde.
So steht bei mir unten in der Deele seit ein paar Monaten eine Hantelbank zum Bankdrücken mit gut 140 Kilo Gewichten. (Von denen ich bisher leider nur knapp die Hälfte brauche *hust :))Klimmzüge mache ich entweder draußen am Baum oder im Balken im Wohnzimmer. Die Türrahmen bzw. Wände sind leider nicht für die Klimmzugstangen die ich rausgesucht habe gemacht. Deswegen wäre meine Traumanschaffung auch so ein feiner Käfig, der eine Kombination aus Klimmzugstange, Reck, Dip-Barren und Hantelablage für Kniebeuge mit Langhantel hergibt.

Schaut einfach mal rein.

Und baut Euch Eure eigenen Collections zusammen! ;)

 

Pfannkuchen ohne Zucker Paleo Style

Pfannkuchen ohne Zucker Paleo Style

Gestern berichtete ich ja bereits von meinem Marzipan-Experiment.

Heute geht es weiter mit einem Pfannkuchen-Rezept ohne Zucker (außer etwas Honig).

50g Kokosraspel
50g Mandelmehl
4 Eier
3 Bananen
2 TL Mandelmus
2 TL Honig (unsrer stammt vom Nachbar-Imker)
Prise Salz
Stück Butter für die Geschmeidigkeit

Alles verrühren und zermatschen.

Pro Pfannkuchen eine Suppekelle Teil auf niedrigster Hitze ca 3-4 Minuten pro Seite ausbacken.

Paleo-Pfannkuchen-Rezept

Die Dauer variiert von Mal zu Mal. Je nach Teig. Gröberer Teig braucht etwas länger, weil der Pfannkuchen damit kleiner und höher bleibt. Flüssiger Teig fließt auseinander, wird dadurch dünner und schneller gar.

Pfannkuchen sind fertig zum wenden, wenn die Kante ringsum die Farbe verändert und blubbert.

Das tolle ist: Während des Backens ist genug Zeit, sich das eigene Rezept im
Blog aufzuschreiben :)

Danke für die Ausgangsinspiration bei Urgeschmack und Paleosophie, der Pfannkuchen wissenschaftlich betrachtet :)

Noch ein bisschen wissenschaftlicher geht WIRED hier an Pancakes ran. Allerdings rate ich vom Weizen, Zucker, Buttermilch Rezept ab ;)

Chili Marzipan ganz unfreiwillig selbst gemacht

Chili Marzipan ganz unfreiwillig selbst gemacht

Ist schon erstaunlich wie lange sich Capsaicin auch nach dem Spülen in den Poren des Mörsers hält *Feuer_spuck*

Wollte eigentlich nur Marzipan ohne Zucker machen. Jetzt hab ich Marziparrabiatta :)

Schmeckt trotzdem:

35g Kokosraspel
65g Mandeln gemahlen
1-2 TL Honig
1-2 Tl Mandelmus zum binden
1 Stückchen (ca 1/8) Vanille-Schotenmark

erst die Kokosraspeln zermörsern
dann das Mandelnehl und Vanille dazu
zum Schluss den Rest mit vermörsern und schön fest drücken

*yummy*

Der entmarkte Rest der Vanilleschote kommt jetzt mal testweise in die Kaffeemühle für die nächste Frenchpress.
Alles verwerten! ;)

Wie die Top 10 guten Vorsätze zusammenhängen

Wie die Top 10 guten Vorsätze zusammenhängen

Gute Vorsätze fürs neue Jahr sind so eine Sache. Eigentlich brauchen wir sie nicht. Macht es nicht viel mehr Sinn, das was uns stört sofort zu ändern und das, was uns gut tut jetzt direkt umzusetzen anstatt auf das nächste Jahr zu verschieben?

Seit ein paar Tagen sind wieder überall die guten Vorsätze zu lesen. Und unzählige Tips, wie man sie umsetzen kann.

Ich möchte zeigen, wie die Top 10 Vorsätze zusammen hängen.

Dafür schnappe ich mir mal die Liste von Karrierebibel hier (Die Zahlen hinter den Prozent geben die Veränderung zum Vorjahr an):

  1. Stress vermeiden oder abbauen (57 Prozent |-2)
  2. Mehr Zeit für Familie und Freunde nehmen (54 Prozent |+2)
  3. Mehr bewegen und Sport treiben (52 Prozent |+1)
  4. Mehr Zeit für mich selbst haben (47 Prozent |-1)
  5. Gesünder ernähren (47 Prozent |+3)
  6. Abnehmen (31 Prozent |-3)
  7. Sparsamer sein (26 Prozent |-4)
  8. Weniger fernsehen (16 Prozent |+2)
  9. Weniger Alkohol trinken (12 Prozent |+1)
  10. Das Rauchen aufgeben (11 Prozent |-1)

Soweit, so gut. Jeder Punkt für sich genommen macht total Sinn und wird jedem gut tun. Leichter fällt es einem aber, wenn man erkennt, das die Punkte alle irgendwie zusammen hängen und es mehr Sinn macht alle Schritt für Schritt ein bisschen anzupacken, als nur einen einzelnen Punkt mit Gewalt umzusetzen.

Als erstes musste ich mir Jochens Liste mal aufmalen:

Zusammenhänge der guten Vorsätze

Dröseln wir doch mal auf, wie all die Punkte miteinander verwoben sind. Ich habe versucht, mich so allgemein und knapp wie möglich zu fassen aber letztendlich gebe ich hier nur meine Erfahrunge wieder, die bei mir gut funktioniert haben.

Probiert selbst aus, was für Euch gut funktioniert. Experimentiert rum. Lest Euch schlau. Natürlich gibt es zu jedem einzelnen Punkt noch viel, viel mehr zu sagen:

Stress vermeiden

Stress erzeugt diverse Hormone – unter anderem Cortisol, die verhindern, dass wir abnehmen. Stress sorgt dafür, das wir schlechter schlafen, schlechter essen, uns mit Frustkäufen Belohnungen anschaffen, die wir später bereuen, macht uns krank und unzufrieden.

Qualitytime mit der Familie

Zeit mit Freunden und Familie hilft uns zu entspannen. Normalerweise zumindest. Vielleicht hat Euch in der Weihnachtszeit die ungewohnt hohe Familytime sogar gestresst? Findet das richtige Maß.

Sport treiben

Sport und Bewegung sorgen dafür, dass Cortisol und damit Stress abgebaut wird und hilft uns abzunehmen. Sport können wir prima mit Freunden und Familie betreiben und so gemeinsame Zeit verbringen. Sport muss nicht teuer sein.

Wenn wir Sport treiben, fordert unser Körper von selbst ein, dass wir uns gut ernähren und ausreichend schlafen.

Ja, es IST so offensichtlich ;)

Zeit für sich nehmen

Wichtiger als Zeit für Familie und Freunde ist meiner Meinung nach die Zeit mit Euch selbst. Sei es für aktive Unternehmungen oder einfach mal abschalten und sich Ruhe und Muße gönnen. Wer sich Zeit für sich selbst und seine Bedürfnisse nimmt (das kann sogar sein, die eigenen Bedürfnisse überhaupt erstmal kennen zu lernen) ist weniger gestresst, leistungsfähiger und kann Zeit mit der Familie erst richtig genießen.

Gutes essen Essen

Gesünder ernähren ist eigentlich der wichtigste Punkt. Ohne gesunde Ernährung wird es schwerer Sport zu treiben. Schlechtes Essen macht uns träge, depressiv und auf Dauer krank. Es geht nicht nur ums abnehmen: Versteht, wie Nahrungsmittel in Eurem Körper wirken! Fangt mit den großen Nahrungsbausteinen (Protein, Fett, Kohlenhydrate, Fasern) an zu verstehen wie Euer Körper funktioniert. Dann geht es weiter mit Hormonen wie Insulin, Cortisol, Leptin und Ghrelin usw.

Abnehmen

Das Gewicht geht mit gutem Essen dann von ganz alleine. “20 Kilo ohne Sport” sagt meine Freundin jedem ins Gesicht, der sie prüfend ansieht :) Tatsächlich hat sie mit gutem Essen ihr Gewicht bereits um 20 Kilo reduziert. Ohne Verzicht und hungern, sondern mit genießen und guten Lebensmitteln. Ich habe ebenfalls etwas über 20 Kilo abgenommen. Allerdings habe ich etwas sportliche Unterstützung von meiner Kettlebell gehabt ;)

Sparsamer sein

Wollen wir wirklich Sparsamer sein? Oder wollen wir unser hart verdientes Geld lieber bewusst und nachhaltig dafür ausgeben, was uns glücklich macht und ein gutes Leben ermöglicht? Es geht nicht darum, geizig zu sein und Geld zu horten. Sondern darum, es in unser “Gutgehen” zu investieren. Das fängt wieder beim guten Essen an. Da ist unser Geld definitiv gut ausgegeben. Sparen können wir an schlechtem Essen wie FastFood, Snacks und Zucker-Getränken, an Klamottenn und Konsumkram, am Autofahren und Sprit, an Punkt 10 – den Zigaretten ;)

Sport muss nicht teuer sein: Ihr braucht keine 23 Laufschuhe und extrastretchige Runningtights. Zieht Euch leichte Schuhe an und lauft 20 Minuten locker ums Haus, statt aus dem Kaffeerösterregal im Supermarkt Sportzubehör zu kaufen, das dann 2 Jahre ungenutzt im Schrank liegt.

Weniger Geld ausgeben heißt aber auch, mehr Geld haben. Weniger Geldsorgen und damit weniger Stress.

Weniger Geld brauchen bedeutet, weniger Arbeiten müssen = mehr Zeit für sich selbst und die Familie.

Unüberlegt Frust- und Impulskäufe kannst Du vermeiden, indem Du Dir einen 30-Tage-Wunschzettel anlegst. Schreib hier alle Anschaffungen auf, statt sie sofort zu kaufen und schau nach 30 Tagen, ob Du sie dann immer noch kaufen möchtest.

Investiert euer Geld in Erlebnisse, in Aktivitäten, die Euch glücklich machen oder in Dinge, die Ihr lernen wollt.

Weniger Fernsehen

Das war für mich die zentrale Veränderung ich bloggte ja letztens schon einmal über meinen Verzicht auf den Fernseher.

Weniger vorm TV sitzen bedeutet SOFORT mehr Zeit.

  • Mehr Zeit zum Einkaufen von guten Lebensmitteln
  • Mehr Zeit, die mit Familie und Freunden verbracht werden kann z.B. zum Kochen
  • Weniger TV heißt weniger Werbung sehen.
  • Weniger Werbung heißt weniger schlechtes Essen kaufen (Habt Ihr schonmal richtig gute Lebensmittel in TV-Werbung gesehen?)
  • Weniger TV heißt auch weniger Bedürfnis nach Dingen zu haben, die wir nicht brauchen – also Macht uns das sparsamer
  • Weniger Zeit vor dem Fernseher auf dem Sofa = Mehr zeit für Bewegung und Sport (mit Freunden und Familie)
  • Weniger Schönheitsideale aus Topmodel-Sendungen reduziert unseren Stress und erleichtert uns realistisches Abnehmen

Das Problem ist auch, dass der TV unseren Zeitplan bestimmt. Wir essen nur schnell irgendwas statt zu kochen, weil wir um 20:15 eine gewohnte Sendung schauen wollen. Wir gehen zu spät ins Bett, weil wir noch ziellos rumzappen und können nicht einschlafen, weil unser Gehirn durch das Starren ins helle TV-Licht denkt, es wäre noch Tag. Unser Schlaf ist weniger erholsam und Stress wird nicht hinreichend abgebaut.

Ach, lassen wir den Fernseher doch einfach selber für sich sprechen:

Weniger Alkohol trinken

Wo trinken wir wohl den meisten Alkohol? Aufs Jahr gerechnet vermutlich vorm Fernseher. Ok, auf Parties mit Freunden werden wir auch das eine oder andere Glas trinken. Hier kollidieren die Vorschläge evtl. ein wenig ;)

Ohne zu apostelig wirken zu wollen (Dafür trinke ich selber viel zu gerne auch mal ein Gläschen):

Wenn Ihr Alkohol trinken wollt, dann genießt qualitativ guten Alkohol. Kein Bier, keine Alkopops, keinen billigen Schnaps mit Energyzuckerplörre (und hier rede ich nicht vom überteuerten 3-Euro-Kaufpreis sondern von den 20 Cent Herstellungskosten)

Also sparsam sein auch beim Alkohol. Weniger, dafür hochwertiger. Mein persönlicher Gradmesser ist, dass ich für eine Flasche Wein nicht weniger als 5 EUR ausgebe und möglichst nur beim Weinhändler kaufe, der mir etwas zum Wein und Winzer erzählen kann. Und ein schöner Bordeaux, Chianti oder Barolo hält sich nach dem Öffnen auch 2-3 Tage. Der muss nicht sofort ausgetrunken werden ;)

Das Abnehmen kommt nun auch wieder ins Spiel. Alkohol verhindert, dass nachts im Schlaf Fett abgebaut wird. Klar, die Leber kann auch kein Fett abbauen, wenn sie Sprit und Zucker abbauen muss.

Sport treiben, wenn man morgens verkatert und völlig fertig aufwacht? Wird schwierig.

Alkohol macht – v.a. wenn zuckerhaltige Mischgetränke im Spiel sind – Heißhunger. Also würfelt der Alkohol unsere Ernährung durcheinander.

Das Rauchen aufgeben

Mit gut 30 Jahren habe ich aufgehört zu rauchen. Zu dem Zeitpunkt habe ich ca. 50-60 Kippen am Tag geraucht. Eine Packung Tabak. Ich habe mir das Rauchen Schritt für Schritt immer schwerer gemacht.

Erstmal habe ich den Tabak ganz oben in den hintersten Schrank versteckt, damit ich ihn nicht immer vor der Nase hatte und das Bedürfnis geweckt wurde. Dann habe ich nur noch am Fenster geraucht. Dann nur noch draußen und nicht mehr im Auto. Ich habe ein Spiel gegen mich selber gespielt: Wie lange hälst Du es ohne Kippe aus? Willst Du die JETZT rauchen oder schaffst Du es noch 15 Minuten? Hast Du wirklich Schmacht oder ist Dir nur langweilig? Vor und nach jeder Kippe habe ich 10-20 Liegestütze oder Kniebeugen gemacht.

WENN ich geraucht habe, dann ganz bewusst und als Pause. Ich habe mich dann nur aufs Rauchen konzentriert. Ohne Ablenkung habe ich dabei immer mehr gemerkt, dass es mir nicht gut tut.

Genau genommen habe ich nie 100%ig aufgehört, sondern alle 4-6 Wochen rauche ich mal wieder bei entsprechender Gelegenheit eine Zigarette. Nur um mich daran zu erinnern, was es mit mir macht:

Der Tabak schmeckt mir durchaus noch. Aber: Ich traue mich gar nicht mehr Lungenzüge zu machen, da sie mir körperliche Schmerzen bereiten. Und auch nach einigen Paff-Zügen merke ich, wie mir schlecht wird. Das reicht als Erinnerung ;)

Rauchen im Zusammenhang mit den anderen Vorsätzen?

  • Sport mit rauchen zu vereinbaren ist auf Dauer schwierig.
  • Weniger rauchen ist ein guter Ansatz zum sparen.
  • Essen, Wein, Kaffee schmecken ohne betäubte Geschmacksnerven viel besser
  • Stress lässt Raucher eher zur nächsten Kippe greifen
  • Rauchen bedeutet Stress für den Körper.

Trotzdem: Wenn Ihr etwas ändern wollt, dann fangt mit den 9 anderen Punkten dort oben an.

“Willst Du uns damit sagen, wir sollen weiter rauchen?”

Nein. Damit will ich sagen, fangt mit den Dingen an, die Ihr in Eurem Leben am einfachsten und mit dem meisten Spaß umsetzen könnt. Wenn Ihr 5 von den 10 Punkten umsetzt, kommt Ihr den anderen mit der Zeit von ganz alleine auf die Schliche.

Wie fange ich denn nun an?

Jetzt sofort.

Nicht heute Abend um 0:00 Uhr. Nicht morgen früh. Oder doch erst am 2. Januar weil man an Neujahr noch verkatert ist.

Fang jetzt sofort an! Hier ein paar Anregungen:

  1. Nimm Dir Zettel und Stift und geh 15 Minuten draußen an der frischen Luft spazieren.
  2. Schreib Dir auf, was Dir am leichtesten fallen würde umzusetzen und Dein Leben am stärksten verbessern würde. Bevor Du etwas kaufst: Schreib es Dir auf einen Wunschzettel und kauf es nicht sofort. Schaue nach 14 – 30 Tagen auf Deinen Wunschzettel, was Du davon wirklich immer noch haben willst. Viele Impulskäufe die Du hinterher bereust, kannst Du so vermeiden.
  3. Zieh das Antennenkabel Deines Fernsehers ab, wenn Du wieder nach Hause kommst und steck es (frühestens) erst am 31. Januar wieder an. DVDs oder Streams sind erlaubt.
  4. Kaufe den Januar über ausschließlich gutes Essen (also nichts verpacktes) in Bioläden oder Hofläden ein. Meide Supermärkte. Die Verlockung Fertigfutter und Süßkrams zu kaufen ist zu groß.
  5. Trinke WKTW – Wasser (aus dem Hahn), Kaffee, Tee, Wein. Du wirst Dich wundern, wieviel Du alleine an Flaschenwasser, Limonaden und Bier sparst.
  6. Vermeide Zucker. Iss oder trink den ganzen Januar nichts, das Zucker enthält (Obst, Gemüse, Wein sind die einzigen Ausnahmen). Wenn Du den Abnehm- und Gesundheitseffekt verstärken willst, lass auch Getreide (Brot, Müsli, Nudeln, Reis, Kuchen etc.) und Milchprodukte weg. Das geht wirklich ;) Tue ich seit über einem Jahr und es geht mir besser als je zuvor. Ist ja auch erstmal nur für einen Monat Wenn Du möchtest, kannst Du im Februar wieder zufüttern und sehen, wie es Dir mit Zucker (und Getreide & Milch) geht.
  7. Fang mit kleinem Sportprogramm an. Du musst nicht gleich ins Fitness-Studio rennen! 3 Minuten Kniebeugen beim Zähneputzen bringen schon verdammt viel! Die Oberschenkelmuskeln wachsen am schnellsten und unterstützen dann nachund nach die Fettverbrenunng. Hier eine kleine Anregung für ein “Trainingsprogramm”:

Instant-Sportprogramm

Lunges und Planks erklärt Steve hier im Nerdfitness Video prima:

Nicht zu viel Sport treiben! Die meisten Leute machen den Fehler, es dank ihrer “guten Vorsätze” so zu übertreiben, dass der Körper nicht mehr mitmacht. Übertraining und Erschöpfung sind die Folge.

Muskeln bauen sich durch Ruhezeiten auf. Nicht durch ständiges Training! Mach das Programm auf dem Zettel nur alle 3 Tage. Höchstens alle 2!

Fürs Joggen gilt das gleiche! Menschen können einen Marathon überleben. Genauso wie wir 2-3 Wochen ohne fest Nahrung auskommen können. Das heißt aber nicht, dass es eine gute – geschweige denn gesunde – Idee ist.

Was Ihr Euch ab sofort vornehmen könnt:

  • Lebt gut und gesund
  • Lebt mit Genuss
  • Nutzt was Euch zur Verfügung steht sinnvoll
  • Fangt sofort damit an
  • Für den Rest Eures Lebens

Und für den Rest des Jahres: Wenn Euch was einfällt, das als guter Vorsatz taugt: Macht es sofort! Schaut was es Euch bringt. Experimentiert mit Veränderungen und achtet darauf, was sie mit Euch machen. Wenn es ich nicht gut (damit meine ich nicht unbequem) anfühlt: Verändert die Veränderungen, bis es passt.

In diesem Sinne:

Guten Rutsch in ein tolles 2014!

in 30 Minuten kochen lernen

In 30 Minuten Kochen lernen (und: Müll vermeiden)

Jepp. Ihr könnt in 30 Minuten richtig gut kochen lernen. Habe ich auch hingekriegt. Und das geht so:

Gestern habe ich beschrieben, wie ich den Fernseher aus meinem Leben losgeworden bin. Einige von Euch wiesen mich danach darauf hin, dass der Zusammenhang zum Müll vermeiden nicht ganz klar geworden ist. Und das stimmt. Die Sache sieht so aus: Die Erfahrungen, die ich in den letzten 2 Jahren gemacht habe, bauen nicht unbedingt aufeinander auf, sondern greifen viel mehr ineinander und ergänzen sich gegenseitig. Ich hoffe daher, dass nach diesem Artikeln und denen, die in den nächsten Tagen noch folgen werden, einiges klarer wird. Die Müllvermeidung war für meine Freundin und mich damals zufällig der Ausgangspunkt. Vielleicht ist es für Dich ja Kochen lernen ;)

Kochen ist ganz einfach zu lernen

Nämlich in dem man es einfach immer wieder macht. Jeden Tag Spaß dabei hat. Fehler begeht und die Fehler beim nächsten Mal anders, besser oder am allerbesten: Gar nicht mehr macht.

Mit Kochen meine ich hier in diesem Artikel:
Ich will Euch eine Strategie zeigen, mit der Ihr Nahrung zubereiten könnt, die schmeckt, gesund ist und die Ihr genießen könnt. Ohne dabei ständig in Rezeptbücher zu gucken und komplizierte Techniken zu lernen.
Kein Brimborium aus dem Fernsehen.
Kein Fertigfraß aus der Tüte.
Kein teures Zubehör.
Kein Risko.

Dabei gibt es erstaunlich wenig Regeln zu befolgen.

Die erste lautet:

1. Befolge keine Regeln beim Kochen.

Es gibt Dinge, die Du aus Eigennutz befolgen solltest ja. Sowas wie Lass nix anbrennen (denn das schmeckt meistens scheiße) oder Gemüsedünger hat nichts im Salat zu suchen (denn das isst man meistens nur einmal. So gesehen kann die zweite Regel lauten:

Benutze Deinen gesunden Menschenverstand beim Kochen

Und das geht los beim:

Einkaufen: Koche nur mit Produkten, die nicht verpackt sind

Eine Gewürzmischung in heißes Wasser kippen und dreimal umrühren ist kein kochen. Genauso wenig eine Pizza in den Backofen zu schieben. Das was dabei rauskommt ist auch kein Essen, sondern nur eine Magenbefüllungsmaßnahme.

Am Besten kaufst Du im Bioladen oder Hofladen ein. Meistens siehst Du dort sofort plakativ an der Ware woher Obst und Gemüse kommen und Du kannst das Personal zu Zubereitung und Rezepttips fragen. Versuch DAS mal bei der Regaleinräumaushilfe-im-letzten-Abiturjahr im Supermarkt.
Außerdem sind die Bio-Sachen im Hofladen nicht nochmal extra in Plastik eingeschweißt wie im Supermarkt, da ja ALLES Bio ist und niemand Angst hat Du würdest an der Kasse betrügen wollen.

Nichts kaufen das verpackt ist, funktioniert deswegen so gut, weil Du automatisch nichts kaufst, das Zusatzstoffe, Geschmacksverstärker, Konservierungsmittel, Emulgatoren oder was nicht alles enthält. Wo keine Verpackung ist, kann auch kein “Beipackzettel” mit unverständlichen Inhaltsstoffen aufgedruckt werden. Einfach zu merken oder?

Und hey, Du willst ja selber kochen. Nicht etwas industriell vorgekochtes aufwärmen, womit Du grade mal für 2 Stunden satt wirst.

Vermeide erstmal Rezepte, nimm stattdessen eine Anleitung

Ich habe letztens mein universelles „Gelingt-immer“ Rezept für 2 Personen gepostet. Damit kannst Du erstmal anfangen. Betrachte es als täglich variablen Versuchsaufbau ;):

 

Dazu lernst Du erstmal grundlegende Dinge:

Du brauchst keine Profi-Küchen-Ausstattung

Du musst auch kein Samurai am Chefmesser sein oder irgendein abgefahrenes Zubehör kaufen.

Neben den weiter unten aufgeführten Koch-Zutaten brauchst Du zum Anfang nur folgende 3 Werkzeuge:

  1. Einen mittelgroßen Topf (Nudeltopf) oder eine halbwegs große Pfanne (min 28cm). Solltest Du etwas neues kaufen: Nimm Edelstahl oder Gusseisen – NICHTS mit Beschichtung.
  2. Ein halbwegs scharfes Messer. Wenn Du nur ein kleines Schälmesser hast – auch gut. Für den Anfang reicht das. Willst Du Dir ein Messer kaufen: Nimm etwas mit ungefähr 20cm Klingenlänge das maximal 20 Euro kostet.
  3. Eine feste Schneidunterlage. Ich empfehle Holz statt Glas oder Plastik. etwa 1,5 mal so lang wie die Klinge Deines Messers und 1 mal so breit.

Ja. Das war’s. Mehr brauchst Du nicht. Keine Waage, keine Schürze, keine Mütze. -PUNKT- ;)
Einen Herd, Feuerstelle, Induktionsplatte setze ich mal voraus.

Welche Zutaten passen für ein leckeres Essen zusammen?

Ein leckeres, gesundes und nahrhaftes Essen braucht VIEL weniger Zutaten als Du vielleicht denkst.

Gutes Fett zum anbraten Butterschmalz, Ghee, Kokosfett. Olivenöl ist NICHT zum Braten gedacht, nur bei sehr geringer Hitze oder hinterher zum würzen. Normale Butter verbrennt sehr schnell, hat also auch nur in Ausnahmefällen wie bsw. Rührei was in der Pfanne zu suchen.
Vergiss alle anderen Öle und Fette! Sonnenblumenöl, Rapsöl, Sojaöl und was nicht alles: Finger weg. Brauchst Du nicht. Warum hat Felix hier und hier sehr ausführlich aufgeschrieben.

Zwiebeln sind immer gut für einen Grundgeschmack und Röstaromen, wenn man Du sie in Fett anschwitzt.
Knoblauch (2-3 Zehen finde ich optimal) ist ein Geschmacksverstärker und gehört in so ziemlich jedes Essen für mich. Das Essen schmeckt insgesamt intensiver. Der Knoblauchgeschmack kommt für mich erst mit deutlich mehr Zehen richtig zum Vorschein. Also keine Angst! Mit Knoblauch schmeckt’s nach was.
400g Fleisch der Einfachheit halber nehmen wir hier jetzt mal Rinderhack. Kann aber Putengeschnetzeltes, Gulasch oder oder oder sein. Wenn es geht nimm Bio-Fleisch oder zumindest Weide-Rind. Kühe sind von Natur aus nicht dazu gemacht, Mais oder Getreide zu fressen, sondern sie sollen Gras in Fleisch umwandeln ;) und:

Sorry an alle Vegetarier. Mit vegetarischen Rezepten kann ich hier leider nicht dienen. Habe ein halbes Jahr lang versucht vegetarisch zu leben. Funktioniert gesundheitlich nicht für mich.

250-300g Gemüse 1 Zum Beispiel 1 große Paprika
250-300g Gemüse 2 Zum Beispiel 3-4 frische Tomaten
Dort könnte auch stehen: 2 Fenchel oder 1 große Sükartoffel und 1 kleiner Kohlrabi oder 2 rote Beete und 1/2 Steckrübe…

Achtung:
Tomaten und Paprika (und auch Kartoffeln) sind Nachtschattengewächse. Manche Menschen haben damit große Probleme. Beobachtet Euren Körpern, wie er auf verschiedene Nahrungsmittel reagiert. Und reduziert diese ggf.

1 Glas Wein eher Rotwein. Weißwein ist aber auch OK. Der Zucker verstärkt den Geschmack und die Säure rundet ab.
Ein 50-100g Stück Butter bindet die Sauce, verstärkt und rundet den Geschmack ab und ganz wichtig: Fett sättigt! Keine Angst vor Fett im Essen!

Wie bekomme ich die Zutaten geschält und klein geschnitten?

Klar, das ist erst mal eine elende Fummelei zu Anfang. Finde selber raus, was Dir am besten liegt. Es gibt eine Menge YouTube Videos, die ordentliches Schneiden zeigen. Ich schneide Zwiebeln ganz anders als meine Freundin, oder meine Ma oder ein befreundeter Koch. Mach den Kram einfach klein ;)
Merk Dir der Grund fürs zerkleinern:
Je kleiner die Zutaten geschnitten werden, desto mehr Oberfläche ergibt sich und desto mehr Geschmack kann sich entfalten. Demgegenüber steht: Je kleiner die Schnipsel, desto eher werden sie uU matschig. Probier es aus. Du hast noch Jahrzehnte lang Zeit zum experimentieren ;)

Ach ja: Manchmal brennen Zwiebeln in den Augen. Das gehrt dazu. Du brauchst keine Taucherbrille und keinen Löffel zum draufbeißen. Heul einfach, nach 10 Minuten geht es wieder.

Elegant und gekonnt schneiden. Wollte ich immer schon können. Jetzt, nach 5 Jahren Übung kann ich es auch halbwegs. Für mich reicht es. Aber denkt dran:
Es soll gutes Essen bei rauskommen. KEINER kuckt Euch beim Schneiden zu. Und was ist Euch lieber: Dass man Euch sagt: “OH! Du kannst aber schnell schneiden?” oder lieber: ”ALTER VATTER ist das lecker, wie hast Du DAS denn hingekriegt?”.

Alles zerkleinert? Dann ab in Topf oder Pfanne damit!

Einzige Regel: Wirf nicht mehr in die Pfanne als Du unfallfrei umrühren kannst!

Die Reihenfolge ist noch recht wichtig:

  1. Bratfett in die Pfanne. 1 vollen Esslöffel wenn es festes Fett ist. Pfannenboden leicht bedecken wenn flüssig
  2. Temperatur für Hackfleisch erstmal kurz vor volle Pulle. Wenn das Fett anfängt zu dampfen: Fleisch rein
  3. Fleisch zerteilen bzw. rühren und in der Pfanne bewegen. Wenn es noch gefroren ist, wenden und das angebratene vom noch gefrorenen abkratzen
  4. Wenn das Fleisch von allen Seiten anfängt grau bzw schon braun zu werden: Hitze auf 1/3 runter.
  5. gehackte Zwiebeln dazu, weiter rühren, nichts anbrennen lassen
  6. gehackten Knoblauch dazu
  7. rühren. Zwiebeln und Knoblauch nehmen etwas Temperatur raus. Schaut wann Ihr einen Punkt erreicht, an dem die beiden leicht gelblich angeröstet werden
  8. Das trockenere Gemüse dazu. In diesem Fall die Paprika. Trockener heißt weniger Saft, der den Röst-/Bratvorgang stoppt und ins Kochen übergeht
  9. Wenn Paprika leicht angebraten sind (2-3 Minuten) das saftige Gemüse dazu. Also die Tomaten.
  10. Wenn der Saft der Tomaten reduziert -also verkocht ist: Wein dazu kippen
  11. 1 Glas Wein trinken während der Wein verkocht. Dabei rühren.
  12. Stück Butter dazu. Rühren bis es zerlaufen ist und dann ab auf die Teller!

FERTIG! Du hast gekocht!

Ach ja: Salzen und Pfeffern. An die Menge da oben würde ich ca. 3/4 Teelöffel Salz dran geben und ein paar mal die Pfeffermühle drehen. Wer mag kann Paprikagewürz, Curry, Muskatnuss oderoderoder dazu geben.

Wenn Ihr jetzt einen Liter Wasser und 3-4 Teelöffel Brühe (wie Ihr Brühe selber vorkochen könnt erzähle ich später mal) dazu gebt, habt Ihr ne Suppe ;) (Danke Jörg für den Hinweis letztens)

Und was wenn was schief geht?

Es wird nichts schief gehen. Das einzige, was passieren kann, ist dass MAL etwas nicht schmeckt oder schlimmstenfalls anbrennt. Ja und? Mit etwas Wasser, Brühe oder Wein verdünnen geht fast immer. Im Zweifel sogar mit Wein oder Wasser runterspülen ;) Und dann am nächsten Tag neu versuchen.

Beim Super-Geschmacks-GAU kannst Du immer noch auf das Gyrostaxi zurück greifen (lass nur Brot und Pommes weg) ;)

Oder hungrig ins Bett gehen. (Davon stirbt übrigens auch keiner.)

In über 5 Jahren kochen ist es bisher noch NIE passiert, dass etwas ungenießbar gewesen wäre.

Frage Dich, warum Du kochst

Das werden dann später etwas fortgeschrittenere Geschichten. Und darauf basierend solltes Du Deine individuellen Kochfähigkeiten ausfeilen:

  • Weil ich Hunger habe und essen will
  • Weil ich abnehmen / zunehmen möchte
  • Weil ich Sport treibe und meinen Energiebedarf decken muss
  • Weil ich eine Krankheit / Unverträglichkeit / Allergie habe und nur bestimmte Dinge essen darf
  • Weil ich gutes Essen genießen möchte

HEY! Du hast in der Überschrift gesagt, in 30 Minuten lerne ich hier kochen!

Ja. In 30 Minuten pro Taaahaaag! ;)
Jeden Tag.
Wie zu Anfang schon gesagt:

Kochen lernt man nur durchs Kochen.

Da wir jeden Tag essen müssen ist auch jeder Tag ein guter Tag zum Kochenlernen. Und heute ist ein guter Tag um damit anzufangen!

Auslernen werdet Ihr NIE. Euer Leben lang.

Wie mache ich nun weiter?

Erstmal einkaufen gehen und ausprobieren. Keine Kochbücher oder Rezepte lesen. Ein Gefühl fürs Kochen bekommen und experimentieren was Dir wie am Besten schmeckt.

Wenn Du Dich an ein bestimmtes Rezept ranmachen willst:
Google.
Mitterweile Google ich immer mit diesen Suchbegriffen. hier am Beispiel “Coq au vin”

“coq au vin” rezept blog paleo -chefkoch

Denn die erste Seite der Suchergebnisse wird erfahrungsgemäß von chefkoch dominiert. Mich interessieren aber v.a. andere Blogger, die experimentiert haben.

Kochblogs versuche ich bewusst zu umgehen – auch wenn es dort was die Zubereitungsgrundlagen angeht viel zu lernen gibt. Die Blogs, die ich nutze und zum weiter lesen empfehle, beschäftigen sich eher mit dem Paleo (also der sog. Steinzeit-Lebensweise – erkläre ich auch später. Hat nix damit zu tun in Höhlen leben zu wollen) und somit automatisch mit gesunden Zutaten.

Eine gute Anlaufstelle, die eine Riesenmenge an guten selbstausprobierten Rezepten sammelt ist Paleo-Planet.de.

Und jetzt: AB AN DEN HERD MIT EUCH! ;)

Für das alles habe ich aber keine Zeit!

Ach Du schon wieder. Du hast also KEINE 30 Minuten am Tag Zeit, um eine essenzielle Fähigkeit zu lernen, die Spaß macht, Dich gesund hält und einen Riesenbatzen Lebensqualität auf den Tisch des Hauses bringt?

Dann bist Du hier falsch. Lies noch mal das mit dem Fernseher abschaffen ;)