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Volksabstimmung schön und gut aber

Wurde da in der Schweiz eigentlich sicher gestellt, dass die Abstimmenden sich auch entstprechend gut informiert haben?

Ich finde es ja schon fahrlässig genug, dass bei handelsüblichen Wahlen (egal ob kommunal,auf Landesebene oder bei Bundestagswahlen) ein Kreuzchen auf völlig uninformierter Basis gemacht werden darf.

Warum wird bei Volksabstimmungen der Stimmzettelausgabe nicht eine verpflichtende Information vorgeschaltet:

  1. über die Kernargumente pro und contra
  2. über die Entstehungsgeschichte der aktuellen Situation
  3. über zukünftige Auswirkungen von pro und contra

Nur so ist doch gewährleistet, dass die Bevölkerung nicht einfach nur aus Trotz, Pflichtgefühl oder Sympathie für ein Plakatgesicht ein Kreuz macht.

Erst nach der Informationsvermittlung die vorzugsweise direkt im Wahllokal statt findet (bei Briefwahl online) und die schriftlich, per Audio und Video durch geführt wird (damit es jedem Menschen möglich ist, die Informationen auch aufzunehmen) und der Prüfung von Verständnisfragen durch einige zufällige Kontrollfragen gibt es den Stimmtzettel. Klar kostet das Mehraufwand. Wenn man sich dafür dann auf die Qualität eines Wahlergebnisses halbwegs verlassen kann wäre es den Mehraufwand mMn wert.

Ich denke, Trotzreaktionen, Stimmungswahlen und Sympathiekreuzchen für Personen könnten auf ein Minimum reduziert werden, wenn die Wähler direkt vor der Wahlentscheidung mit den nackten Fakten und Informationen versorgt würden.

Mich würde wirklich mal interessieren, wie sich die “Stimme des Volkes” verändern würde, wenn sie verpflichtet wird, sich erst zu informieren, nachweislich über die Entscheidung nachzudenken und dann erst zu sprechen bzw. anzukreuzen.

Vermutlich würden eine Menge Stammtischkreuze und entsprechend gefärbte Entscheidungen vermieden werden.

Hinweis in eigener Sache:
Ich habe die Vorgehensweise bei der Volksabstimmung in der Schweiz nicht nachgeprüft. (Dank des Sturms ist nicht nur die DSL Leitung gekappt, sondern auch ein Vodafone-Mobilfunkmast ausgefallen. Webnutzung und Recherche ≤ind gerade unmöglich. Beiträge über GSM-Netz posten geht mit viel Glück gerade so) Sollte dort bereits so oder so ähnlich vorgegangen worden sein, nehme ich alles zurpck und behaupte das Gegenteil. Schließlich mache ich hier gerade fast das gleiche, wie ich dort oben anprangere ;) Meinung kundtun ohne mich vorher umfänglich informiert zu haben. Aber hey: Ich gebe auch keinen Wahlzettel ab, one vorher die Ausiwrkungen meiner Wahlentscheidung durchdacht zu haben.

Noch 45 Leute in 5 Tagen! Bitte unterstützt das Politik-Projekt @onlinebuerger auf @startnext

Noch 45 Leute in 5 Tagen! Bitte unterstützt das Politik-Projekt @onlinebuerger auf @startnext

Das sollte doch zu schaffen sein! Ihr braucht nix bezahlen und werdet auch nicht vollgespammt. Startnext ist eine seriöse Crowdfunding-Organisation und Onlinebuerger ist das Projekt meines Freundes und Weltreisebuddies Daniel Hopkins.

Bitte nehmt Euch 2 Minuten Zeit und werdet Fan von dem Projekt, damit es in die nächste Runde des Auswahlprozesses kommt. (Ihr müsst Euch nicht einmal einen Startnext Account-anlegen, sondern könnt mit Eurem Facebook-Account das Projekt unterstützen.)

Und darum geht’s bei onlinebuerger.de:

Ich kenn Daniel ja nun schon eine ganze Weile – um genau zu sein, seit seiner in 80 Tagen um die Welt Couchhopper-Reise. Bereits damals hatte er mir schon von seinem Traumprojekt Onlinebürger erzählt, mit dem wir alle mehr Mitsprache in allen Bereichen der Politik (von der lokalen Dorfpolitik bis hin zur Bundes- und später sogar europäischen Ebene) bekommen sollen.

In den letzten 5 Jahren hat er nun am Onlinebürger gefeilt, ist mit viel Arbeit und eigenem Kapital in Vorleistung getreten um ein einzigartiges Projekt auf die Beine zu stellen, das politische Beteiligung in Deutschland möglich machen soll.

Was Onlinebuerger genau leisten wird, könnt Ihr in der ausführlichen Projektbeschreibung selber nachlesen. Ich fasse hier nur mal eben zusammen, was ich besonders bemerkenswert finde:

1. Bürger können Petitionen erstellen – von der kommunalen bis zur höchsten politischen Ebene.

Klar, es gibt bereits die verschiedensten Portale für Petitionen. Entweder beziehen diese sich aber auf den Bundestag, oder haben mehr Aktions-Charakter.

Onlinebuerger wird sich auf politisch durchsetzbare Petitionen konzentrieren.

2. Onlinebuerger unterstützt auf Wunsch bei der Formulierung von Petitionen und zeigt, was aus ihnen geworden ist

Wirkungsvolle Petitionen müssen auch wirkungsvoll geschrieben sein. Zum Stab von Onlinebuerger gehören professionelle Journalisten und Redakteure, die bei den Petitionen selbst unterstützen und auch die Geschichte von Petitionen erzählen werden.

Das finde ich besonders bemerkenswert: Ich habe auf dem Bundestags-Portal schon so manche Petition mitgezeichnet. Was letztendlich dabei heraus gekommen ist, ob durch die Petition Entscheidungen beeinflusst wurden, habe ich aber leider nie mitbekommen. So wie ich Daniel verstanden habe, wird Onlinebuerger auch den Geschichten nachgehen, die durch Petitionen auf Onlinebuerger entstehen und diese nachvollziehbar machen.

3. Onlinebuerger wird Politikern auf die Füße treten – diese aber auch ins Boot holen

Daniel arbeitet schon seit Jahren an dem Projekt. Hat mit Vertretern in den Zentralen der Bundestagsparteien gesprochen und politische Stiftungen besucht.

Eine zentrale Aufgabe von Onlinebuerger sieht Daniel darin, Politiker über die Bürger-Petitionen zu informieren. Nutzer von Onlinebuerger können beim Zeichnen einer Petition automatisch ihren Bundestagsabgeordneten (der durch die Postleitzahl zugeordnet wird) informieren. Dadurch erhalten die Petitionen nicht nur die Aufmerksamkeit der Masse, sondern werden auch gezielt an diejenigen getragen, die sich dann denken: “Wenn sich Menschen aus meinem Wahlkreis mit dem Thema beschäftigen, dann sollte ich mich als deren Vertreter damit auch auseinandersetzen”

Politiker werden zu Wort kommen und mitdiskutieren können. Onlinebuerger wird den Petitionen nachgehen und erklären warum eine Forderung, für die eine Petition eingereicht wurde, abgelehnt wurde.

Ich persönlich sehe Onlinebuerger als eine Möglichkeit eine Bürger-Lobby aufzubauen.

Onlinebuerger wird vieles von dem im Netz abbilden was heute schon in der physikalischen Welt geht:

  • Unterschriften sammeln
  • Forderungen diskutieren
  • zum verantwortlichen Politiker gehen und eine Entscheidung fordern

Hoffe aber, dass das Projekt noch sehr viel weiter gehen wird, wenn es erstmal läuft. Stellt Euch mal vor, wenn sich über ein solches Projekt zum Beispiel Experten für ein bestimmtes Thema finden und man Geld sammeln könnte, um diese Experten als “Abgesandte” zum persönlichen Gespräch mit den verantwortlichen Politkern nach Berlin, Brüssel oder wo auch immer hin zu schicken UND das Gespräch aufzuzeichnen und auf Onlinebuerger.de zu veröffentlichen.

Damit hätte der einzelne Bürger mit der Zeit ein ähnlich mächtiges Instrument zur politischen Beteiligung, wie es jetzt nur die großen Konzerne und Organisationen haben, die es sich leisten können zig Lobbyisten mit Politikern zum Essen zu schicken.

Ich hoffe mal schwer, dass Onlinebuerger bald an den Start gehen kann.

Position auf dem Wahlzettel gut oder schlecht,was meint Ihr? @Piratennews @Piratenpartei

So kurz vor der Wahl kann’s ruhig mal 2 Piratenpostings nacheinander geben. Gerade habe ich auf Wahlumfrage.de einige Muster-PDFs der Wahlzettel am Sonntag durchgekuckt und die PIRATEN stehen immer sehr weit rechts unten.

Bei Anzeigen in Magazinen und Zeitungen durchaus eine Top-Position. Aber wie wird sich das am Sonntag wohl auswirken? Werden wir übersehen? Lassen sich unentschlossene Wähler durch eine vermeintlich “unwichtige” Postiion sehr weit unten auf dem Zettel noch einmal umstimmen, oder gewinnen wir vielleicht sogar einige Stimmen von Wählern, die den Zettel von oben nach unten durchgehen und dann bei uns Ihr Kreuz machen?

Was meint Ihr?

Als kleines Beispiel hab ich mal einen Screenshot vom Wahlzettel Berlin Mitte gemacht:

Bildschirmfoto 2009-09-25 um 18.24.30

@Piratenpartei Vertreter in der Bankenwelt

Letztens haben wir noch nen Weinchen in Bingen geschlürft, da hat Frank zwar schon davon gesprochen, auch der Piratenpartei beizutreten, aber von der Idee mit dem Video hatte er noch nichts gesagt.

Sehr cool, wie er hier die Gründe seines Beitritts erklärt und mit seinem Lebenslauf zeigt, daß die Piraten nicht nur eine Partei der Informatik-Studenten ist:

Dann mal AHOI 27.September und Klar machen zum ändern!

Witzigerweise über den Umweg bei Frank Roebers gefunden und nicht direkt auf INJELEA.

ich bin der 666. Piraten-Blogger ARRR ARRR ARRR :) @piratenpartei

Unter www.piratenblogger.de kann mein sich als Blogger und Piratenpartei-Unterstützer eintragen. Ich schwöre, daß ich NICHT extra gewartet habe, um die Nummer zu kriegen ;)

bildschirmfoto-2009-09-10-um-162112

Heute Abend im Forum Bielefeld ist übrigens die Piraten “Party Deiner Wahl” mit 4 Live-Bands, die Creative Commons Mucke spielen.

Endlich Online Pirat werden @Piratenpartei

Das wurde auch Zeit – endlich kann man seinen Mitgliedsantrag für die Piratenpartei auch online einreichen. So wird das abarbeiten sicher auch leichter. Ich habe meinen Antrag noch der Süßen mit in die Uni gegeben zum Einscannen. Wenn man den Mitgliedsbeitrag jetzt auch noch per PayPal bezahlen kann, wird alles gut.

olympia-piraten1

Privates Hilfsprojekt in Benin braucht Sach- und Geldspenden @ulrike_reinhard @mindlounge

Ich freue mich, daß ich ein ganz kleines bißchen der vielen Hilfe, die ich von Ulrike Reinhard für mein Zeitung 2.0 Projekt bekommen habe, zurück geben kann:

Bisher habe ich mir nur gewünscht, mal ein charitatives Projekt wirklich zu unterstützen. Aber die großen Organisationen sind mir v.a. eins: Zu groß. Zu anonym und vor allem zu verwaltungslastig. Das privat von Ulrike Reinhard ins Leben gerufene Projekt in Benin, Afrika finde ich da umso spannender. Da ich die handelnden Personen persönlich kenne, vertraue und ganz nah mitbekomme, was unternommen wird. Klasse!

Ulrike Reinhard und Alexander Rausch – beide habe ich durch DNA-Digital kennen gelernt und Ulrikes in Benin geborener Sohn Tim, haben eigenverantwortlich ein Hilfsprojekt in Benin, Afrika gestartet. Was bereits alles unternommen wurde und welche nächsten Schritte anstehen, könnt Ihr im Blog zum Projekt WEBenin nachlesen. Im WE-Magazin gibt es eine Zusammenfassung. Ganz oben auf der Liste stehen ADRIA in Aledjo und die Schule in Massi, wo sie die Microfinanzierung fuer die Eltern gemeinsam mit ADRIA starten wollen.

Ulrike wird – gemeinsam mit Benin Telekom – einen Vortrag im Parlament halten und etwas über Netzwerke und Kulturen erzählen und zwei Mädels in Benin in Empfang nehmen, die ein berufsvorbereitendes Jahr in Benin verbringen wollen. Die beiden werden im nächsten Jahr ein direkter Draht für die Projekte sein und ihren “Dienst” in Aledjo bei ADRIA starten.

Direkt zum Spenden für WE-Benin

Direkt zum Spenden für WE-Benin

Was könnt Ihr tun, um das Projekt zu unterstützen?
Zunächst mal Spenden natürlich. Das geht supereasy über Paypal oder natürlich per Banküberweisung. Meine Spende habe ich gerade per Paypal abgeschickt und ich versuche noch über ein befreundetes Telekommunikationsunternehmen Handies aufzutreiben. Denn Handies – besonders welche mit Sprachaufnahmefunktion werden dort unten gebraucht um das Lese- und Schreibproblem zu umgehen.

Ausgediente Desktop-PCs und Notebooks, die Ihr nicht mehr benötigt sind auch willkommene Sachspenden, die sowohl im Netzwerk- als auch im Schulprojekt dringend gebraucht werden.

Den aktuellen Stand der Spenden seht Ihr hier:

Ulrike selbst steckt neben ihrerr Zeit und den Reisekosten 3% ihres reinen Nettoumsatzes in die Beninprojekte. Das finde ich wirklich beachtlich, bewunderns- und v.a. unterstützenswert.

Würde mich freuen, wenn Ihr etwas beitragen könnt! Weist auf das Projekt hin, retweetet den Beitrag hier, was immer Euch einfällt.

Homepage des Projektes
Ulrike Reinhards XING Profil
Alexander Rauschs XING Profil

Klasse Piraten Wahlwerbespot von Christopher Grabinski

Piratenspot “Klarmachen zum Ändern” 2009 from Christopher Grabinski on Vimeo.

Der Spot “Klarmachen zum Ändern!” ist richtig schön geworden, muß ich sagen. Lehnt sich klasse an der CI der Creative Commons an, erklärt die Ziele der Piraten gut und für meiner Meinung nach für jeden verständlich.

Einzig die Gewichtung der Punkte ist für meinen Geschmack nicht nur im Spot sondern auch im Parteiprogramm etwas unglücklich. Aber da kann der Autor des Films Christopher Grabinski nichts für.

1. Transparenz in der Politik
2. Bürgerrechte und Überwachung
3. Urheberrecht

Wäre mein Vorschlag für eine Gewichtung, da das eine auf dem anderen aufbaut.

Durch mehr Transparenz und Bürgerexpertise und -Mitarbeit in der Politik ließe sich die Ausgangslage schaffen für mehr Bürgerrechte und die Vermeidung des Überwachungsstaats und natürlich auch eine Verbesserung des Urheberrechts.

Im Moment zäumen die Piraten das Pferd noch zu sehr von hinten auf. Und das kann ich aus eigener, praktischer Erfahrung sagen, macht nunmal keinen Sinn.

Gefunden bei Notizn