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Der Skoda CitiGo Bild: rad-ab.com

5 Social Media Fragen an ŠKODA nach dem Bloglight Mai

Wie letztens schon gesagt, war ich beim vorletzten Bloglight zu ŠKODA selber nicht beteiligt. Erst hat ne fiese Grippe, dann Erwerbstätitgkeit-Termine die entsprechenden Veranstaltungen verhindert.

Da ŠKODA aber in meiner Wahrnehmung der frischeste Player auf der Social Media Bühne ist, hat mich interessiert, wie die Aktion des Bloglight dort aufgenommen wurde. Immerhin haben die deutschsprachigen Autoblogger damit Aufmerksamkeit bis in die W&V erzeugt, wo Sebastian von Passion Driving interviewed wurde.

Der Skoda CitiGo Bild: rad-ab.com

Der Skoda CitiGo Bild: rad-ab.com

 

Elena, die bei ŠKODA im Bereich Unternehmenskommunikation und Social Media arbeitet, hat mir ein paar Fragen beantwortet:

Wie hoch ist die Wahrnehmung für eine Aktion wie das Bloglight bei ŠKODA?

An dieser Stelle nochmals ein großes Dankeschön an alle Blogger, die mitgemacht haben!
Da wir noch recht „frisch“ im Social Web sind, war die Freude über diese besondere Auszeichnung
entsprechend groß. Auch in Zukunft wird die „Automobil-Blogosphäre“ zu den wichtigsten
Bausteinen der neuen Kommunikationsstrategie zählen.

Wie würdest Du den Unterschied zwischen Blogs und den klassischen Medien beschreiben?

Unterschiede, soweit es sich um Printmedien handelt, liegen ganz klar in der Aktualität,
Authentizität und der Frequenz der Berichterstattung. Anders als bei den klassischen Medien, die
Redaktionsvorgaben unterworfen sind, können in Blogs Beiträge erstellt werden, die sehr zeitnah
vom jeweiligen Event berichten. Das Social Web ist dabei ein zentraler Baustein ihrer Kommunikationsaktivitäten. Diese Art des Publizierens ist bei Vertretern der klassischen Medien eher die Ausnahme und macht die Zusammenarbeit mit Bloggern für uns sehr spannend.

Was ist für Euch bei einer Aktion wie mit dem Citigo wichtiger: Die direkte Käufer-Zielgruppe zu
erreichen oder Aufmerksamkeit für die Marke zu erzielen?

Beides ist eng miteinander verknüpft. Deshalb ist es schwierig zu entscheiden, was wirklich
„wichtiger“ ist: Mit dem Citigo betritt ŠKODA den wachsenden Markt der Kleinstwagen und steigt
damit in ein Marktsegment ein, in dem neue Kunden gewonnen werden sollen – junge Menschen,
die in der digitalen Welt groß geworden sind, und bei denen die Marke ŠKODA in der Vergangenheit
nicht unbedingt im Mittelpunkt des Interesses stand. Demnach soll die Aufmerksamkeit für die
Marke und deren Modellpalette gleichermaßen geweckt werden.

Was können wir von ŠKODA in Zukunft in Sachen aktiver Social Media Aktionen erwarten?

Aufgrund unserer bislang sehr positiven Erfahrungen im Umgang mit Bloggern und des regen
Austauschs, den wir mittlerweile pflegen, haben wir uns vorgenommen, auch auf spezielle Wünsche
und Bedürfnisse dieser interessanten Szene einzugehen. So planen wir u.a. spezielle Blogger-Events,
in deren Rahmen unsere Fahrzeuge getestet werden können – mit dem Ziel, spannenden und
exklusiven Content zu bieten, damit Blogger Ihren Lesern und Followern interessante Berichte liefern
können.

Abschließend eine eher persönliche Frage:
Bloggst Du eigentlich selbst und wenn ja über was?

Leider nein ;-)

Och schade :)

Das Social Web ist dabei ein zentraler Baustein  ihrer Kommunikationsaktivitäten.  Diese Art des Publizierens ist bei Vertretern der klassischen Medien eher die Ausnahme und macht die Zusammenarbeit mit Bloggern für uns sehr spannend.

Ford sein Social Media Team erklärt… Smart Repair

Der Rad-Ab-Mann weiß ja nicht was er von dem Video halten soll, sachter. Ich brauchte einen Tag Bedenkzeit.

Fords Social Media Team hat losgelegt und erklärt in kurzen Videos so Sachen wie Smart Repair (in Ostwestfalen heißen die ja eher Beulendoktors).

Ich finde die Aktion ganz cool. Da ich Aaron und Janette schon persönlich kennen lernen durfte, weiß ich auch, dass das ganze echt ist.

Ein bisschen Feedback sei trotzdem erlaubt (das ich auch schon an anderer Stelle abgegeben habe):

Wie wärs, wenn Ihr Euch ein paar Blogger, YouTuber, Webfuzzis für die nächsten Folgen mit dazu holt? Ein bisschen frisches Blut schadet ja nie :)

Und statt den gescripteten Stories mit vielen Schnitten fände ich One-Take-Shots cooler. Dann auch ohne gesprochenen Text sondern frei weg quatschen.Pausen und Ähs und Öhms einfach rausschneiden. Hardcuts so wie es die YouTuber machen.

Die allergöttlichste aller YouTuber muss ich da mal als Benchmark auspacken :) Hannah von My Drank Kitchen. :)

Anna, Janette, Aaron und Claus – ich bin gespannt auf Folge 2″ :)

“Und schalten Sie wieder ein, wenn Aaron die Beule im Kotflügel entdeckt”

Social Media Nutzung bei Autoherstellern, heute: @Daimler

Social Media Nutzung bei Autoherstellern, heute: @Daimler

Weiter gehts! Diesmal haben die Kollegen von Daimler aus dem Social Media Nähkästchen geplaudert.

1. Zunächst einmal wie gehabt ein Überblick über die unterschiedlichen Aktivitäten:

Alle Aktivitäten unter der Dachmarke Daimler sind auf der Social Media Übersichtsseite auf der Daimler.com aggregiert.

Die Mercedes-Benz Social Media Aktivitäten – ob dauerhaft oder als temporäres Webspecial für ein bestimmtes Produkt – finden auf folgenden Plattformen statt:

Eigene Plattformen

General Interest Plattformen

  • Facebook
  • Flickr
  • Youtube
  • Twitter

Business Plattformen

  • Xing
  • Linked in

Lifestyle Plattformen

  • A small world

Automotive Plattformen

  • Motor Talk

Die smart Aktiväten finden auf folgenden Plattformen statt



Eigene Plattformen

General Interest Plattformen

  • Facebook
  • Flickr
  • Youtube
  • Twitter (nicht Zentralseitig, sondern über die smart Händler)

2. Wie ist die Aufteilung zwischen Themen mit direktem Produktbezug, eher Unternehmensmeldungen und Artikeln mit Servicecharakter?

Bezogen auf das Daimler-Blog überwiegen Themen aus den Kategorien Einstieg & Karriere oder Mitarbeiter & Gesellschaft, was aber in der Natur eines Corporate Blogs liegt. Wir wollen dort das Unternehmen als Ganzes mit all seinen Facetten zeigen. Meist stehen Menschen und ihre Erlebnisse im Vordergrund – bei denen aber immer wieder auch unsere Produkte und Dienstleistungen angesprochen werden.

Produktbezogene Themen finden in der Regel auf den Plattformen der Marken Mercedes-Benz, smart und Maybach statt.

3. Entwickeln Sie die Inhalte für Social Media anders als für Marketing und Öffentlichkeitsarbeit?

Beim Daimler-Blog ist ein Höchstmaß an Authentizität dann gegeben, wenn die Kollegen aus eigenem Antrieb das tun, was sie selbst für korrekt halten und ihr Handeln nicht durch äußere Einflüsse bestimmt wird. Authentizität gepaart mit Transparenz führt am Ende zu einer hohen Glaubwürdigkeit. Deshalb werden die Themen auf dem Daimler-Blog nicht „entwickelt“.

Anders sieht es beispielsweise zur Herstellung von Öffentlichkeiten hinsichtlich ausgewählter Themen aus. Hier arbeiten Marketing und Öffentlichkeitsarbeit Hand in Hand. Aktuelles Beispiel ist die Tour mit drei Brennstoffzellenfahrzeugen der B-Klasse rund um den Globus, die unter dem Titel „F-Cell World Drive“ läuft. Hier werden alle Aspekte rund um die Fahrt sowie die Brennstoffzellen-Technologie über zahlreiche Social Media Kanäle kommuniziert. Beispielsweise Posterous, YouTube, Facebook, Daimler-Blog, Mercedes-Benz Reporter Blog oder auch Twitter.

4. Verschiedene Kanäle zu überwachen und gezielt auf einzelne Kunden zu antworten, kostet eine Menge Zeit und Arbeitskraft. Wie bedeutsam ist die direkte Kommunikation mit einzelnen Kunden für Sie?

Mercedes-Benz nutzt Social Media Plattformen vorrangig für die Marketingkommunikation. Dabei sind wir auf dem Weg vom Monolog zum Dialog, d.h. von einer reinen Web-Präsenz hin zu offenen, dialogorientierten Angeboten.

Unser digitales Kommunikationsangebot umfasst drei Schwerpunkte:

Social Media Plattformen, Mobiles Marketing und klassische Online Aktivitäten. Dabei steht die gezielte dauerhafte Zielgruppenansprache mit unseren Produkten und unserer Marke immer an erster Stelle. Wir nutzen bestehende Plattformen wie Youtube oder Facebook, starten Kooperationen wie z.B. mit Motortalk und bauen eigene Onlineplattformen wie Mercedes-Benz TV oder dem Mercedes-Benz Reporter auf, um in direktem Kontakt zum Kunden und Interessenten zu stehen. Unser Anspruch: Auch hier „Das Beste oder nichts“ den Interessenten zu bieten. Wir setzen auf „Klasse statt Masse“. Die Qualität unserer Inhalte und Themen bescheinigen uns auch über 2 Millionen Facebook Fans (schnellstes Wachstum aller Automobilmarken auf Facebook).

5. Toyota USA hat im Dezember die Gutscheinaktion toyotashareathon.com angeboten: Für einen Twitter-Eintrag mit Link auf die Aktions-Webseite erhielt der Kunde einen Gutschein bei Autokauf über 500$. Pro Tag wurden 250 Gutscheine verteilt – insgesamt für 2 Millionen Dollar. Was denken Sie über diese (Online-)Aufsehen erregende Art der Verkaufsförderung?

Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Aktionen unserer Wettbewerber – gleich welcher Art – nicht kommentieren.

6. Aus welchem Grund werden die bereits betriebenen Social Media Kanäle nicht prominent auf Ihrer Unternehmens-Webseite präsentiert?

Auf der Daimler-Webseite sind alle aktiven Social Media Kanäle der Dachmarke Daimler prominent im Überblick unter www.daimler.com/socialmedia zu finden. Für die einzelnen Marken sind die Social Media-Känale und –Aktivitäten auf deren Websiten zu finden.

7. Welchen Mehrwert bieten Sie Ihren Kunden und Interessenten durch Social Media?

Der Einsatz von Social Media macht es möglich, einen Dialog mit Kunden oder auch potentiellen Bewerbern zu führen. Und Themen, die man im Dialog erarbeitet, bleiben nun mal wesentlich nachhaltiger im Gedächtnis – auf beiden Seiten.

8. Welche sind die drei wichtigsten Erfahrungen, die Sie bisher mit Ihrem Social Media Engagement sammeln konnten?

Seit dem Start des Daimler-Blogs im Oktober 2007 nimmt die Zahl der Unique Visitor ständig zu – anfangs stark; über die Jahre etwas langsamer. Aktuell interessieren sich ca. 40.000 Menschen pro Monat für unsere Themen und Geschichten. Überproportional stieg in den letzten dreieinhalb Jahren jedoch die Verweildauer an; sie liegt aktuell bei ungefähr 7 Minuten pro Besuch. Das zeigt uns, dass Nachfrage nach authentischen Geschichten vorhanden ist. Man muss sie nur erzählen.

Des Weiteren sind die Beiträge extrem suchmaschinenrelevant und damit sehr gut auffindbar. Und wenn man weiß, dass Google die erste Anlaufstelle im Netz ist, dann ist diese Art der Öffentlichkeitsarbeit auch sehr nachhaltig in ihrer Wirkung. Die Inhalte der Tagesschau oder der gedruckten Tageszeitung sind in der Regel nach kurzer Zeit vergessen, gut vernetzte Onlineangebote wirken jedoch noch lange. Das Internet vergisst bekanntlich nicht.

9. Wann werden die ersten Kunden ein Auto bsw. über Facebook konfigurieren, sich beraten lassen und auch den Kauf abschließen?


Das Internet gehört heute zu den wichtigsten Informationskanälen unserer Kunden und Interessenten. Daher fokussieren wir einen Teil unserer Kommunikationsaktivitäten natürlich auch auf dieses Medium. So haben wir bereits seit einigen Jahren einen Car Configurator auf unserer Internetseite www.mercedes-benz.com als auch in Webspecials und auf mobilen Portalen verfügbar, mit dem die Interessenten sich ihr Wunschmodell zusammenstellen können. Dank der intensiven Vernetzung mit unseren Social Media Aktivitäten gelingt es uns sehr erfolgreich, Interessenten, die sich im Internet über unsere Produkte informieren, gezielt auf unsere eigenen Plattformen zu holen.

10. Wie wird Ihr Unternehmen die Social Media Kommunikation in 2011 weiter entwickeln?

Wir werden weiterhin schauen, wie sich die verschiedenen Angebote im Social Web entwickeln und immer dann eine Plattform genauer anschauen, wenn wir der Meinung sind, sie könnte gesetzte Ziele effektiv unterstützen. Um effizient zu sein, haben wir natürlich immer das Kosten-Nutzen-Verhältnis im Auge. Der Aufwand und der Ertrag müssen in einem vernünftigen Verhältnis stehen. Nur weil ein bestimmter Dienst in aller Munde ist, heißt das noch lange nicht, dass diese Plattform auch geeignet ist, die kommunikativen Ziele eines Unternehmens oder einer Marke zu unterstützen.

Social Media Nutzung bei Autoherstellern, heute: BMW

Social Media Nutzung bei Autoherstellern, heute: BMW

Und wieder ein neues Interview mit 10 Fragen an einen Social Media Verantwortlichen bei einem Autohersteller. Diesmal hat mir Torsten Julich – bei der BMW Group zuständig für Konzernkommunikation und Politik die Nutzung des Web bei den Marken von BMW erklärt.

Einige Antworten von Herstellern warte ich noch ab und dann wird es Zeit für ein erstes Zwischenfazit.

1. Welche Social Media Aktivitäten hat BMW Deutschland in den letzten 18 Monaten durch geführt:

Es gibt eine Reihe von Aktivitäten in diesem Bereich. Schwerpunkt ist Facebook, wo sowohl das Unternehmen (BMW Group) als auch die Marken (BMW, MINI, BMW Motorrrad, etc.) aktiv, dialogisch kommunizieren:

  • Das Unternehmen: Facebook BMW Group View Kanal der Unternehmenskommunikation – Zweck PR, Zielgruppe Stakeholder des Unternehmens
  • Die Marke BMW: Facebook BMW Kanal der BMW Markenkommunikation – Zweck Marketing, Zielgruppe Kunden, Interessenten und Fans
  • Die Marke MINI: Facebook MINI Kanal der MINI Markenkommunikation – Zweck Marketing, Zielgruppe Kunden, Interessenten und Fans
  • Die Marke BMW Motorrad: Facebook BMW Motorrad Kanal der BMW Motorrad Markenkommunikation – Zweck Marketing, Zielgruppe Kunden, Interessenten und Fans
  • Project i: Project i auf Facebook Kanal für Zukunftsprojekte im Rahmen von „project i“ PR und Markenkommunikation – Zweck PR/Marketing, Zielgruppe Stakeholder, Kunden, Interessenten und Fans

Project i auf Twitter
BMW Group bei Twitter
BMW Group bei You Tube
BMW bei YouTube

Diese Aufstellung erhebt kein Anspruch an Vollständigkeit!

2. Wie ist die Aufteilung zwischen Themen mit direktem Produktbezug, eher Unternehmensmeldungen und Artikeln mit Servicecharakter?

Die BMW Group ist mit ihren drei Marken BMW, MINI und Rolls-Royce einer der weltweit erfolgreichsten Premium-Hersteller von Automobilen und Motorrädern. Vor diesem Hintergrund wurde für das Unternehmen und seine Marken eine Social-Media-Strategie formuliert, die dem Ansatz der integrierten Kommunikation folgt.
Es gibt sowohl ein Engagement der Unternehmenskommunikation als auch der Markenkommunikation in den Social Media. Durch eine enge Abstimmung der Themen zwischen der Unternehmens- und Markenkommunikation gelingt eine spezifische Zielgruppenansprache. Die klassischen Stakeholder der Unternehmenskommunikation wie Presse und Medien werden bei der Kommunikation in Social Media genauso berücksichtigt wie die Kunden und Produktenthusiasten der Markenkommunikation.

Facebook / BMW Group View = Unternehmensmeldungen
Facebook / BMW = Produktmeldungen (weitere Marken analog)

3. Entwickeln Sie die Inhalte für Social Media anders, als für Marketing und Öffentlichkeitsarbeit?

Nein, grundsätzlich gibt es keine neuen Themen nur auf Grund der Existenz von Social Media. Allerdings wird das Format bzw. die inhaltliche Gestaltung an die Social Media Ansprüche angepasst.

4. Verschiedene Kanäle zu überwachen und gezielt auf einzelne Kunden zu antworten kostet eine Menge Zeit und Arbeitskraft. Wie bedeutsam ist die direkte Kommunikation mit einzelnen Kunden für Sie?

Das Besondere an Social Media ist der Dialogansatz, was aber nicht zwingend bedeutet, dass das entsprechende Unternehmen immer in den Dialog eingebunden sein muss. Die Fans „unterhalten“ sich untereinander und tauschen Erfahrungen, Meinungen und auch Empfehlungen aus und lösen im Idealfall auch potentielle Falschmeldungen im Dialog auf. Wir als Unternehmen halten uns bewusst zurück und steigen erst in den Dialog ein, wenn die Fangemeinde nicht reagiert. Natürlich reagieren wir auch auf Fragen, die direkt an uns gerichtet sind.

5. Toyota USA hat im Dezember die Gutscheinaktion toyotashareathon.comangeboten: Für einen Twitter-Eintrag mit Link auf die Aktions-Webseite erhielt der Kunde einen Gutschein bei Autokauf über 500$. Pro Tag wurden 250 Gutscheine verteilt – insgesamt für 2 Millionen Dollar. Was denken Sie über diese (Online-)Aufsehen erregende Art der Verkaufsförderung?

Hier möchten wir keine Bewertung abgeben.

6. Aus welchem Grund werden die bereits betriebenen Social Media Kanäle, nicht prominent auf Ihrer Unternehmens-Webseite präsentiert?

Eine Integration bzw. Präsentation der BMW Group eigenen Social Media Kanäle auf der Unternehmens-Website ist in Planung.

7. Welchen Mehrwert bieten Sie Ihren Kunden und Interessenten durch Social Media?

In der Automobilindustrie findet der Kaufabschluss in der Regel „Offline“ statt, die Fahrzeugrecherche und die Kaufentscheidung sehr oft bereits Online. Wir wissen, dass sich annähernd 100% der Gebrauchtwagen – und bis zu 75% unserer Neuwagenkunden im Internet vorab informieren – daraus ist ein Mehrwert von Web 2.0 Aktivitäten, die Interaktion und Dialog ermöglichen abzuleiten.
Konsumenten sind heute deutlich interessierter und informierter, betreiben aktiv Produktrecherche und legen immer größeren Wert auf Informationen und Meinungen aus ihrem sozialen Umfeld. Häufig finden sie gerade diese vermehrt im Internet. Im Positiven wie im Negativen macht sich die Multiplikation von Botschaften im Social Media Umfeld deutlich bemerkbar.

8. Welche sind die drei wichtigsten Erfahrungen, die Sie bisher mit Ihrem Social Media Engagement sammeln konnten?

Durch Social Media erfahren wir in Echtzeit welche Wahrnehmung und Wertschätzung das Unternehmen und seine Marken in der Öffentlichkeit erfährt und wo wir Entscheidungen eventuell vertieft erklären müssen.
Für einen erfolgreichen Einsatz von Social Media in großen Unternehmen braucht es eine stärkere Vernetzung von Marketing und PR.
Auch Social Media muss sich am Erfolg (Engagement) messen lassen.

9. Wann werden die ersten Kunden ein Auto bsw. über Facebook konfigurieren, sich beraten lassen und auch den Kauf abschließen?

Wir können leider die Zukunft nicht voraussehen, daher lässt sich das heute noch nicht sagen. Weitere Kundenangebote in Facebook sind in Zukunft aber nicht ausgeschlossen.

10. Wie wird Ihr Unternehmen die Social Media Kommunikation in 2011 weiter entwickeln?

In Bezug auf das Reputation Management stehen wir noch ganz am Anfang. Eine der größten Herausforderungen ist ganz sicherlich die Wahrnehmung und Interpretation aller Inhalte, Statements und Kommentare im Web 2.0 und die daraus abgeleitete richtige Reaktion. Wir müssen lernen die vielen Meinungen im Social Web in eine für uns verständliche Form zu bringen. Das ist Voraussetzung dafür, die Bedürfnisse unserer Kunden und Interessenten noch besser zu verstehen um ihnen im Ergebnis maßgeschneiderte Lösungen anbieten zu können.

Social Media Nutzung bei Autoherstellern, heute: VOLVO Germany – updated

Social Media Nutzung bei Autoherstellern, heute: VOLVO Germany – updated

Volvo ist der nächste Hersteller, von dem iich Euch die Antworten auf meine Fragen zur Social Media Nutzung in der Automobilbranche nennen kann. Vielen Dank an Michael Schweitzer von der Volvo Car Germany GmbH!

1. Welche Social Media Aktivitäten hat Volvo Deutschland in den letzten 18 Monaten durch geführt:
Volvo Deutschland hat sich in den letzten 18 Monaten auf den Auf- und Ausbau des lokalen Facebook-Auftritts konzentriert

http://www.facebook.com/volvo.de. Weitere Aktivitäten von Volvo Deutschland im Bereich Social Media hat es nicht gegeben.

8749 Volvo Facebook Fans in Deutschland - Stand 10.2.2010

2. Toyota USA hat im Dezember die Gutscheinaktion toyotashareathon.com angeboten: Für einen Twitter-Eintrag mit Link auf die Aktions-Webseite erhielt der Kunde einen Gutschein bei Autokauf über 500$. Pro Tag wurden 250 Gutscheine verteilt – insgesamt für 2 Millionen Dollar.
Was denken Sie über diese (Online-)Aufsehen erregende Art der Verkaufsförderung?
Wenn man die Zahlen umrechnet, haben in den USA rund 4.000 Twitter-User das Angebot von Toyota angenommen und sich eingetragen. Ob die angesichts der Bevölkerungszahlen in den USA wirklich aufsehen erregend war, ist zu bezweifeln. Für Deutschland ergibt sich aus unserer Sicht das Bild, dass Twitter in Deutschland nicht die Bedeutung wie in den USA oder anderen Ländern hat, wie auch Studien von eCircle belegen. Wir werden die weitere Entwicklung aber sicher mit Interesse beobachten.

3. Warum werden die bereits professionell betriebenen Social Media Kanäle, nicht prominent auf Ihrer Unternehmens-Webseite präsentiert?
Auf unserer Website steht die Information über unsere Modelle im Vordergrund, nicht die weiteren Kanäle, über die wir kommunizieren wie Newsletter, TV-Spots, Banner oder Social Media. Daher werden Sie zwar Hinweise auf verschiedene Medien finden, auch vermarkten wir Social Media crossmedial, diese stehen aber nicht Vordergrund unserer Kommunikation.

4. Welchen Mehrwert bieten Sie Ihren Kunden und Interessenten über Social Media?
Der Mehrwert für Kunden bei einem Kontakt über die lokale Facebook-Fanpage ist eine schnelle Information über interessante News und z. T. exklusive Informationen. Darüber hinaus werden seine individuellen Fragen z. B. über den Start des C30 Elektro-Autos schnell und kompetent beantwortet.

5. Welche sind die drei wichtigsten Erfahrungen, die Sie bisher mit Ihrem Social Media Engagement sammeln konnten?
Das Resümee für unsere deutsche Facebook-Fanpage sieht wie folgt aus: Social Media wirkt und trägt zur Markenbildung bei. Aber die Voraussetzung ist eine offene und schnelle Kommunikation mit den Kunden.

6. Wie wird Ihr Unternehmen Social Media in 2011 nutzen (Marketing & PR, Kundenservice, HR, Innovationstreiber, Image)?
Volvo Deutschland wird die bekannten und bereits bestehenden Social Media Plattformen (Facebook) weiter nutzen und ausbauen.

// UPDATE – die folgenden 4 Fragen hat mir Herr Schweitzer noch zusätzlich beantwortet:

7. Wie ist die Aufteilung zwischen Themen mit direktem Produktbezug, eher Unternehmensmeldungen und Artikeln mit Servicecharakter?
Für uns ist wichtig, dass die News für unsere Leser/-innen von Interesse sind. So haben wir beispielsweise gerade aktuell den Hinweis auf ein Kunstevent mit dem Volvo S60 in der Schweiz, das per Webcam verfolgt werden kann, gepostet: Dieses Posting ließe sich sicherlich sowohl unter “Produkt: Volvo S60” als auch unter “Unternehmensmeldung: Kunst-Event” als auch “Artikel mit Servicecharakter: Live dabei sein, per Webcam” einordnen. Entscheidend ist, dass unsere Postings interessant sind, was sich für uns vor allem am Feedback der Fans zeigt.

8. Entwickeln Sie die Inhalte für Social Media anders, als für Marketing und Öffentlichkeitsarbeit?
Wir nutzen durchaus Themen aus dem Marketing und der Öffentlichkeitsarbeit. Für unsere Fanpage steht für uns allerdings immer im Vordergrund, was für die Fans von Interesse sein könnte. Insofern übertragen wie die Themen aus verschiedenen Bereich natürlich nicht eins zu eins in Social Media.

9. Verschiedene Kanäle zu überwachen und gezielt auf einzelne Kunden zu antworten kostet eine Menge Zeit und Arbeitskraft. Wie bedeutsam ist die direkte Kommunikation mit einzelnen Kunden für Sie?
Wir freuen uns, dass viele Fragen innerhalb der Community von den Fans selbst beantwortet werden. Auch wenn wir auf ein möglichst zeitnahes Feedback großen Wert legen, ist das natürlich nicht immer möglich, bespielsweise am Wochenende. Als Seitenadministrator können wir bislang leider auch keine persönlichen Nachrichten schreiben, so dass spezielle Probleme am besten auf dem bewährten Kommunikationsweg im direkten Kontakt von unserer Kundenbetreuung geklärt werden können.

10. Wann werden die ersten Kunden ein Auto bsw. über Facebook konfigurieren, sich beraten lassen und auch den Kauf abschließen?
Die Möglichkeit, den Neu- und Gebrauchtwagenkauf im Internet abzuwickeln, gibt es ja schon auf verschiedenen Portalen. Wie sich dies in den kommenden Jahren entwicklen wird und welchen Einfluss dies auf Social Media Kanäle haben wird, werden wir mit Spannung verfolgen.

Vielen Dank für Ihre Antworten, Herr Schweitzer.

Social Media Nutzung bei @Ford_de – updated

Social Media Nutzung bei @Ford_de – updated

Einige Fragen zum Thema Social Media an Auto-Hersteller. Heute an Ute Mundolf, Leiterin Lifestyle- und Markenkommunikation bei Ford Deutschland.

1. Zuerst stellt Frau Mundolf kurz die aktuellen Social Media Aktivitäten bei Ford vor:

Facebook

Seit dem 17. Januar 2011 ist Ford mit einer deutschsprachigen Präsenz bei facebook vertreten. Freunde und Fans der Marke finden dort aktuelle Nachrichten sowie Fotos und Videos aus der Welt von Ford. Mit dem deutschen facebook-Profil baut Ford die Kommunikation im Bereich Social Media weiter aus. Dabei dient das Thema Social Media nicht nur Marketingzwecken. Ziel ist es, in Zukunft alle Unternehmensbereiche an soziale Netzwerke heranzuführen, um größtmögliche Transparenz den Endverbrauchern gegenüber zu schaffen und auf diese Weise die Kontakte der Kunden zur Marke Ford zu stärken. Nach zwei Wochen können wir bereits über 6.600 Nutzer verzeichnen, die die Marke Ford Deutschland auf Facebook mögen.

Twitter

Der deutsche Ford Twitter Kanal versorgt Interessierte mit aktuellen, kurzen News und Informationen rund um Ford. Wir planen, twitter noch enger in die Social Media Maßnahmen einzubinden.

YouTube

Der Channel von Ford in Deutschland ist seit über einem Jahr live. Besucher können im Channel die Marke Ford und ihre Produkte erleben. Auch die jeweils aktuellen Kampagnen und TV Spots können die Nutzer hier finden. Seit Ende des Jahres z.B. steht der neue Ford Grand C-MAX im Mittelpunkt des Channels. Dazu wurde der Auftritt komplett überarbeitet und zusätzlich ein eigenes Gadget entwickelt – das eines der Key-Features des Ford Grand C-MAX, die seitliche Schiebetür, präsentiert.

Gadget im Ford YouTube Channel

    Der Ford in Deutschland Brand Channel in Zahlen (Stand 02.02.2011):

  • 443 Abonnenten
  • 388.000 Channel Aufrufe
  • 600.000 Videos abgerufen

2. Toyota USA hat im Dezember die Gutscheinaktion toyotashareathon.com angeboten:
Für einen Twitter-Eintrag mit Link auf die Aktions-Webseite erhielt der Kunde einen Gutschein bei Autokauf über 500$. Pro Tag wurden 250 Gutscheine verteilt – insgesamt für 2 Millionen Dollar.
Was denken Sie über diese (Online-)Aufsehen erregende Art der Verkaufsförderung?
Hierbei handelt es sich sicherlich um ein interessantes Beispiel, um in sozialen Netzwerken kurzfristige Aufmerksamkeit zu generieren. Wir als Ford Deutschland verfolgen einen anderen Ansatz und versuchen, Kunden und Interessenten über Dialog und relevanten Content langfristig an die Marke zu binden.

3. Warum werden die bereits professionell betriebenen Social Media Kanäle, nicht prominent auf Ihrer Unternehmens-Webseite präsentiert?
Im Zuge der Ausweitung der Social Media Maßnahmen wird es in Kürze eine Zielseite auf der deutschen Ford Unternehmens-Website geben. Auf dieser Seite werden die Nutzer die kurzen Informationen und Verlinkungen zu den oben genannten Social Media Kanälen finden. Unser Hauptaugenmerk lag darauf, Interessierte über die Karussell-Grafiken im Kopf der Ford.de auf das Facebook Profil von Ford Deutschland aufmerksam zu machen.

4. Welchen Mehrwert bieten Sie Ihren Kunden und Interessenten über Social Media?
Die Kunden haben durch die Nutzung der verschiedenen Kanäle die Möglichkeit, sich bedarfsgerecht zu informieren, d.h. auf YouTube finden sie die aktuellen Produktvideos und auch weiteres Filmmaterial; über Twitter können die Nutzer spannende Kurznachrichten zu Ford lesen; Facebook ist ein wichtiger Baustein der umfassenden Social Media Strategie und hat das Ziel, Kunden und Interessenten eine noch intensivere Kommunikation mit Ford zu ermöglichen und sie an spannenden Informationen rund um Ford Deutschland teilhaben zu lassen. Das Hauptziel ist, die Marke Ford durch das deutsche Facebook-Profil zugänglicher zu machen.

5. Welche sind die drei wichtigsten Erfahrungen, die Sie bisher mit Ihrem Social Media Engagement sammeln konnten?
Kunden/Interessenten suchen aktiv den Dialog mit Marken auf Facebook; Brandpages werden im privaten Umfeld auf Facebook nicht als störend wahrgenommen. Das Engagement der Facebook User geht über das „Liken“ von Beiträgen hinaus. User nutzen den Kanal, um konkrete Produktfragen an den Hersteller zu richten. Schnelle, offene Antworten, „ auf Augenhöhe“ entscheiden über den Erfolg.

6. Wie wird Ihr Unternehmen Social Media in 2011 nutzen (Marketing & PR, Kundenservice, HR, Innovationstreiber, Image)?
Ford verfolgt langfristig eine ganzheitliche Social Media Strategie, die alle Fachbereiche von Ford Deutschland einschließen kann. Im ersten Schritt fokussieren wir uns auf den direkten Austausch mit Kunden und Interessenten zu Themen, die wir aktiv platzieren oder die die Nutzer an uns herantragen.

// UPDATE – Diese Fragen habe ich Frau Mundolf im Nachgang noch gestellt:

7. Wie ist die Aufteilung zwischen Themen mit direktem Produktbezug, eher Unternehmensmeldungen und Artikeln mit Servicecharakter?
Zu Beginn unserer Social Media Aktivitäten sind unsere Postings bewusst relativ produktorientiert. In den kommenden Wochen planen wir das schrittweise zu erweitern, um über ein breites Themenspektrum (Produkt – (Motor-)Sport – Service) eine weitgefächerte Userschaft anzusprechen. Wichtig ist uns dabei in erster Linie die Interessen der User zu erfüllen. Das Social Web ist schließlich ein Dialog- und kein Push-Medium. Das nehmen wir sehr ernst.

8. Entwickeln Sie die Inhalte für Social Media anders, als für Marketing und Öffentlichkeitsarbeit?
Zunächst einmal betrifft Social Media unmittelbar viel mehr Bereiche im Unternehmen als Marketing und PR. Wir versuchen daher enge Schnittstellen zu allen Abteilungen des Unternehmens von PR über Produkt bis hin zu Entwicklung und Service zu etablieren. Die Inhalte für das Social Web müssen darüber hinaus in Form und Umfang an das jeweilige Medium angepasst werden. Auf Facebook und Twitter sind wir beispielsweise etwas informeller in der Ansprache, als in der klassischen Marketingkommunikation. Auch hier gilt, dass der User die Inhalte und auch die Form der Inhalte ein stückweit mitbestimmt. Außerdem wollen wir die User künftig gezielt in die Erstellung von weiteren Inhalten einbeziehen. Wir freuen uns beispielsweise sehr, dass User jetzt schon Fotos von ihren Autos posten, selber Rätsel an die anderen Fans stellen oder selbst von Events berichten.

9. Verschiedene Kanäle zu überwachen und gezielt auf einzelne Kunden zu antworten kostet eine Menge Zeit und Arbeitskraft. Wie bedeutsam ist die direkte Kommunikation mit einzelnen Kunden für Sie?
Bi-direktionale Kommunikation ist das A und O aller Social Media Aktivitäten. Wer sich dem direkten Feedback der User nicht stellen will, hat das Prinzip von Social Media unserer Ansicht nach nicht verstanden. Natürlich ist dieser Dialog zeitaufwändig und auch nicht immer bequem für das Unternehmen. Aber Unternehmen können auf diesem Weg sehr viel über ihre Produkte und ihre Kunden lernen. Um das Aufkommen an Anfragen beantworten zu können, haben wir bewusst ein eigenes Social Media Team gegründet, das sich derzeitauch noch teilweise im Aufbau befindet. Außerdem haben wir uns bewusst für einen schrittweisen Einstieg in das Social Web entschieden, um die Anfragen von Anfang an handhaben und aus den Reaktionen der User lernen zu können.

10. Wann werden die ersten Kunden ein Auto bsw. über Facebook konfigurieren, sich beraten lassen und auch den Kauf abschließen?
Wie oben beschrieben, sehen wir Facebook in erster Linie als Dialog- und Informationsmedium. Der Verkauf von Automobilen steht da nicht an erster Stelle. Wir sind zudem davon überzeugt, dass der Autokauf eine hochemotionale Entscheidung ist, die eng mit einem „physischen Erleben“ verbunden ist. Das kann Social Media so nicht leisten. Die Social Media Aktivitäten von Ford werden den Besuch des Händlers daher nicht ersetzen, sondern ergänzen. Ein Konfigurator innerhalb von Facebook kann durchaus eine interessante Ergänzung der Social Media Aktivitäten von Ford sein, ist aber momentan noch nicht geplant.

Vielen Dank für den Einblick Frau Mundolf!

Ich bin jetzt mal gespannt, wie die Einbindung der Social Media Kanäle in die Webseite realisiert wird. Die Kollegen in den USA haben Ihr vorbildliches Social Media Engagement auch noch nicht auf der Homepage eingebunden:

Alex beantwortet Alex Fragen zu Facebook #Blogparage

Alex beantwortet Alex Fragen zu Facebook #Blogparage

Die ersten Fragen dieser Blogparade hier unten klingen ja nach einem EMNID Interview oder einer Diplomarbeitsumfrage zum Thema Facebook :) Aber ab Frage 6 wird es interessant.

Flickr-User fbouly

Und da ich gerade selber noch an einer Blogparade arbeite, dachte ich mir, kann nicht schaden, die von Alex mitzumachen, nachdem ich sie bei Jens gefunden habe.

Also auf geht’s

1. Bist du bei Facebook angemeldet? Falls ja, verlinke doch mal deine/n Account/s.
Jupp. Unter Alex Kahl

2. Besitzt du eine Fanpage?
Auch das :) Zwei genau genommen. Eine zu ORI10K – einem Social Media Road Trip Projekt, das ich im Sommer unternommen habe mit 367 Fans und eine hier für den Probefahrer hier. Die Probefahrer Fanpage besteht aber erst seit diesem jahr und ich bin noch nicht dazu gekommen, sie hübsch zu machen. Zuerst braucht das Blog hier weitere Feinschliff. Aber imerhin hat die Seite auch schon 27 Kumpel und die Vanity-URL

3. Seit wann bist du in Facebook und wie viele Fans hast du inzwischen?
Fans stehen ja da oben. Bei den Freunden sind es 950 oder so. Mit 2/3 hatte ich schon einmal tatsächlich zu tun und gut 1/3 kenne ich persönlich.

4. Pi x Daumen abgeschätzt, wie oft/wie viele Stunden täglich/wöchentlich/monatlich facebookst du? Kann man dabei eine Regelmässigkeit feststellen?
Täglich zwischen ein paar Minuten und ein paar Stunden. Das hängt davon ab, wieviel man sich so zu erzählen hat :)

5. Für welche Zwecke setzt du Facebook ein(Freunde treffen, Blogartikel promoten, Kontakte knüpfen, einfach dabei sein oder eben deine Meinung)?
Ich nutze Social Networks schon sehr lange. Letztens habe ich mich dabei ertappt, wie ich zu Freund aus unserem alten Forum (http://boards.turtled.com – hieraus ist die ESL entstanden) sagte: “Irgendwie ist Facebook wie damals das Turtleboard – nur bunter und mit mehr normalen Menschen drin.
Von daher nutze ich Facebook wie jede andere Möglichkeit durch die ich mich mit Menschen unterhalten kann. Menschen kennen lernen, mit Freunden in Kontakt bleiben, Farmville ignorieren, unglaublich elaborierte Kalauerkommentare abgeben, neues lernen und und und)

6. Analysierst du deine Facebook-Aktivitäten bzw. deinen Facebook-Account? Dabei kann man dies entweder mit Facebook-Insights oder Google Analytics tracken.
Mit Analytics mittlerweile auch? Schau an. Für mich privat tracke ich nicht. Den ORI10K Account werte ich gerade aus, um unseren Sponsoren ein paar Zahlen aus den einzelnen Kanälen, die wir in den 50 Tagen Reise benutzt haben, zusammen zu stellen. Ansonsten sollte ich wirklich mehr Interesse an Statistiken entwickeln glaube ich :) Wobei nein das stimmt nicht. Der beste Zweck von Statistiken ist, dass Du drauf kuckst, sofort die signifikanten Informationen siehst, die enthalten sind und die dann so umsetzt, dass Du nach einer Woche zwischen niggemeier und nerdcore landest :)

7. Wie sieht deiner Meinung nach die Zukunft von Facebook aus?
In erster Linie mal blau.
Ich glaube Facebook wird sich weiter öffnen und mehr Vernetzungsmöglichkeiten bieten. Ich habe letztens bei Rob Basic schon etwas dazu geschrieben:
Google hat das Web 1.0 und die Milliarden Webseiten benutzbar gemacht. Facebook hat das Web 2.0 – die Beziehungen zwischen den Menschen benutzbar gemacht und wird hier noch einiges dran verbessern können. Das Web 3.0 wird dann das Internet of Things sein und vernetzte Maschinen in ein Beziehungsnetzwerk bringen. Ob das dann noch was mit Facebook zu tun haben wird, bezweifle ich. Der oder diejenige, die mit einer Software dafür zum Quadrillionär werden wird, läuft ja im Moment noch mit der Trommel um den Weihnachtsbaum.

8. Verwendest du externe Facebook-Apps(iPad, iPhone), Fanpage-Box auf der Webseite, einen externen Client zum Facebooken wie etwa TweetDeck etc. ?
Alles was Du genannt hast. Ja.

9. Drückst du auf “Gefällt mir”-Buttons in Facebook und/oder auf Blogs bzw. Webseiten? Welche Haltung hast du dazu?
Wenn mir etwas gefällt, dann klicke ich. Das ist so ein Reflex. Ich belohne gerne, wenn mir etwas gefällt :) Und freue mich auch, wenn bei mir Leute Liken oder kommentieren. Ausserdem bin ich da irgendwie ein Sammler. Wenn mir eine Seite gefällt, klicke ich auf “Gefällt mir” in der Hoffnung sie irgendwo wieder zu finden. Finde ich natürlich nicht :)
Das ist eine echt Schwäche von Facebook, dass man seine “gefällt mir”-Klicks nicht wie Favorites auf Twitter verwenden und in einer Liste alle Likes anzeigen kann.

Die Tatsache, dass Facebook sich den “gefällt mir nicht” Button spart halte ich für persönlich sehr angenehm und für das Netzwerk für sehr klug. Dislikes wären absolut kontraproduktiv und würden viele Anfänger, die noch nicht so ein dickes Internetfell haben viel zu schnell abschrecken. Die Hemmschwelle, einen negativen oder gar beleidigenden Kommentar zu schreiben ist um einiges höher als einfach “Find ich scheisse” zu klicken.
Eine Studie deren Link ich grad nicht finde sagte darüber hinaus aus, dass Sociale Netzwerke, die keine ausdrückliche Negativbewertung zu lassen um ein vielfaches erfolgreicher sind. Und aus Nutzererfahrung kann ich das auch vollkommen bestätigen.

10. Kannst du bzgl. Facebook traffic-bezogene Aussagen machen? Bringt dieses Netzwerk einem Webmaster überhaupt etwas?
Ja klar. Wenn man es richtig einsetzt. Allerdings muss man auch als “Webmaster” oder Blogger oder Inhalteschaffender von dem Gedanken wegkommen “ich MUSS Leute auf meine Seite bekommen”. Ich denke eher “wie kann ich interessierten Menschen meinen Content vor die Haustür bringen, wenn Sie es möchten?”.

Birthday 2.0 – zählt der Glückwunsch an der Pinnwand?

Birthday 2.0 – zählt der Glückwunsch an der Pinnwand?

Über Facebook habe ich von Thorsten und Googlewatchblog erfahren, dass ich am gleichen Tag wie Pippi Langstrumpf Geburtstag habe! Wie Rock’n’Roll is DAS denn bitte? Dazu gabs dann noch diesen Google Doodle hier:

Da soll nochmal einer erzählen, durch Facebook, Twitter und die anderen Netzwerke würde man sozial vereinsamen oder nur der persönliche Kontakt zähle. Freitag hatte ich Geburtstag und zum ersten Mal habe ich dran gedacht konsequent alle Gratulationen zu zählen und den entsprechenden Kanälen zuzuordnen über die sie kamen.

Ja, ich bin ein kleiner Geek. In Hex bin ich 0x24 Jahre alt geworden ;) und ich habe noch 6 Jahre Zeit, bis ich “Life, the Universe and all the Rest”-alt werde.

Außerdem vertrete ich vehementestens den Standpunkt, dass der Weg über den eine Beziehung aufrecht erhalten wird, nicht für ihre Qualität relevant ist. Mitte der Neunziger habe ich bereits Freundschaften durch Foren oder Chats aufgebaut, die heute noch bestehen und natürlich früher oder später persönliche – also RealLife Kontakte – nach sich zogen. Umgekehrt genauso: Ich bin sehr froh, über alle erdenklichen Web-Wege Freundschaften mit den guten Freunden aufrecht zu erhalten, die über die ganze Welt verstreut sind und die man nicht mal eben besuchen kann.

Will sagen: Über Pinwanndeinträge auf Facebook freue ich mich zum Geburtstag genauso, wie über persönliche Gratulanten, Telefonanrufe oder Postkarten (das sind Pappzettel ungefähr in der Größe einer 2,5″ Festplatte – auf der einen Seite ein Bild, auf der anderen kann man handschriftlich einige Zeilen schreiben und dann mit der Post schicken. Die Hardwareversion von Web.de E-Cards sozusagen, die immer erst 2 Wochen später im Spam-Ordner gefunden werden).

Und ich habe mich am Freitag wirklich IRRE gefreut, wieviele Leute an mich gedacht und mir einen kleinen Gruß geschickt haben. Ich höre schon die technologiekritischen Zyniker, die jetzt sagen: “Ach, die hätten doch ohne die Facebook-Erinnerungsfunkiton NIE an Deinen Geburtstag gedacht”.
Meine Antwort: “Gratuliert Ihr NUR denjenigen, an deren Geburtstage IHR Euch aus dem KOPF erinnert? Oder habt Ihr einen Kalender mit Erinnerungsfunktion für so was? Wo ist der Unterschied? Ähnliches Beispiel: Fahrt Ihr mit Navi oder benutzt Ihr immer noch Stadtpläne? Es ist doch egal WODURCH der Impuls ausgelöst wurde. Was zählt ist, dass sich jemand einen Moment Zeit nimmt, an einen anderen Menschen denkt und ihm einen Gruß hinterlässt.”

Und dieses Jahr hat es mich nach Gutsherrenart aus den Socken gehauen, wer mir alles gratuliert hat. Ich habe mich jedenfalls RIESIG gefreut:

Persönlich 8 Telefon 12 SMS 6 Post 0 Facebook 108 Twitter 2  XING 12 E-Mail 3

Macht 151 Glückwünsche und es trudeln immer noch ein paar ein. Ich habe mich mich in einer ruhigeren Stunde an dem gleich noch hingesetzt und mich konsequent bei jedem Gratulanten bedankt. Auch eine Premiere für mich, aber es hat irre Spaß gemacht. Dadurch habe ich vor allem erfahren, wie es einigen Leuten geht, die ich schon lange nciht mehr gesehen habe.
Zum Beispiel werde mich nächste Woche mit einer Schulfreundin treffen, die ich seit 20 Jahren nicht gesehen habe.

Die früheste Gratulation kam sogar per Facebook ;) Danach erst die persönliche durch meine Süße, deren Uhr nachging ;) Dicht gefolgt von SMS und Telefon.

Die größte Gratulations-Entfernung waren 9600km von Jonathan aus Guadelajara, dicht gefolgt von Sacha_P aus Tai_P ;) mit 9300km, gefolgt von Daniel mit 7500km aus Florida und 6300 von Shelly, Tracey und Tim aus St. Catherine’s und Magnetawan in Kanada. Dann kommen schon die Europäer: 2200km von Antonia in Portugal, Juancar in Gijon mit 1800km und witzigerweise Andrea und Andrew mit jeweils 1300km. Allerdings aus genau entgegengesetzten Richtungen :-) Andrea aus Bordeaux und Andrew aus Temeschwar, Rumänien. Dann nähern wir uns schon der 1000km Marke mit Davide aus Imeria mit 1200km und am nächsten dran und nicht in .de war Tom aus der Schweiz mit 750km.

Facebook führt unübersehbar die Liste an. Letztes Jahr habe ich nicht gezählt, aber damals war Facebook zwar auch schon Primus, aber nicht so deutlich. XING war sehr viel stärker vertreten, E-Mail und MeinVZ auch. Letzteres ist von 10 Grüßen komplett rausgefallen dieses Jahr (was jetzt auch keinen großen Verlust darstelle *g*).

Was hatte ich jetzt davon (Ausser, dass ich mich irre gefreut habe?):

Viele nette kleine Gespräche

Zunächst mal hatte ich viele nette kleine Pinnwand-Gespräche haben, die sich durch die Glückwünsche ergaben. Und habe so erfahren, was die Menschen mit denen ich nicht so häufig in Kontakt bin gerade so machen. Wieder ein kleiner Tip an die oben schon erwähnten Zyniker: Nein, das war nicht nur oberflächliches Blabla. Oder führt Ihr mit jedem Telefongratulanten gleich anderthalb-stündige Gespräche?

Zeit gespart

Wie ich im letzten Absatz schon angerissen habe: Hätte ich 151 Mal nur für 5 Minuten mit jedem Menschen telefoniert, ich wäre 12 1/2 Stunden am Telefon und hinterher heiser gewesen :) Wären alle Gratulanten spontan vorbei gekommen, hätte das die Hütte gerockt. Ohne Frage :)

Irre gefreut

habe ich mich. Und das kann ich gar nicht oft genug erwähnen :)

Zwei Social Media Schlussfolgerungen:

Twitter ist NICHT mit Facebook zu vergleichen. Der Grund: Bei Twitter wird einem eben nicht auf dem Präsentierteller der nächste Anknüpfungspunkt für eine Konversation geliefert. Das eigene Erinnerungsvermögen oder die Geburtstagsliste auf Facebook hat Menschen animiert auf meine Pinnwand zu posten. Das bietet Twitter nicht. Diejenigen, die dann eh schon auf die Pinnwand posten, twittern nicht noch mal extra. Sonst wäre dort vermutlich auch nochmal eine Welle in Schwung gekommen. Durch die frühe Konzentration auf Facebook blieb es auf Twitter ruhig.

StudiVZ hat’s hinter sich

Und die andere Erkenntnis: Mein-Studi-Schüler-wasauchimmerVZ ist für mich so gut wie tot. Alles hat sich auf Facebook verlagert und man wartet noch auf ein paar letzte Nachzügler auch endlich umzuziehen.

Und was mach ich da jetzt mit?

Ich werde jetzt auch wieder regelmäßiger Geburtstagsgrüße verteilen, einfach um mit den Menschen in Kontakt zu bleiben und mal hallo zu sagen.

Und natürlich werde ich die Einladungen zur Party nachher auch mit Facebook verschicken ;)

Vielleicht werde ich nächstes Jahr mal im September meinen Geburtstag aus den Netzwerken löschen und schauen wie sich die Zahlen dann verändern :)

Definitiv werde ich wo immer es geht, den persönlichen Kontakt zu den Menschen suchen.

Christian Koch hat dieses Jahr auch mal gerechnet und hatte noch Zahlen vom letzten Jahr zum Vergleich. Was die Verlagerung zu Facebook angeht hat er ganz ähnliche Erfahrungen gemacht.

Kleiner Tip für einen musikalischen Gruss auf der Facebook Pinnwand des Geburtstagskindes – einfach den Link zum Geburtstagslied von RANDALE auf YouTube als Link anhängen :)

So sieht das aus:

Und SO hört sich das an!

Kurzreview Rockmelt thx @sascha_p

Heeeyyy Stimmung! Gleich noch nen Softwarereview! Und so richtig mit anfassen, rumfummeln und ausprobieren worüber ich schreibe, nicht wie bei Spiegel Online so tun, als könnte man aus dem Screenshotkaffeesatz lesen.

Und das, wo ich mich doch grade von diversen Browsern verabschiedet und mich wieder zu Firefox (Happy Birthday zum 6. Geburtstag heute!) commited habe.

Rockmelt setzt auf Google Chrome auf. Das ist unübersehbar. Der Start des Browsers dauert ein bißchen – v.a. bis links und rechts die kleinen Spalten mit Facebook-Kontakten links und den RSS- und News-Feeds rechts erscheinen.

ich hab den Browser grade erstmal versehentlich geschlossen. Oben Links ist nämlich mein Avatar aus Facebook. Mit rechtsklick da drauf kann ich nen Statusupdate schreiben. Nun isses bei mir so, dass ich sowas auf Twitter schreibe und das zu Facebook rüberschaufeln lasse. Da ich keine Twitteroption gefunden habe, dachte ich mir: “Naja, loggste ma aus und dann bei Twitter wieder ein, wa?” Pustekuchen. Logout heißt nicht nur aus Facebook raus und die Leiste dicht machen, das schliesst gleich den ganzen Surfomaten. Verwirrend, aber ein Fehler, den man nur einmal begeht :)

Danach habe ich erstmal meine wichtigsten RSS-Quellen in die rechte Seite gekloppt. Alles schick gemacht, praktisch und gut. Aus einem Dialog kann ich Feeds aus den zuletzt oder meist besuchten Seiten adden. Die Gefahr bei mir ist da v.a. dass ich es mal wieder übertreibe und der Browser bald mit angezogener Handbremse läuft :) Im Google Reader sind ja gut 700 RSS-Abos. Ich glaub wenn ich die da alle adde, verbrenn ich mir bald die Pfoten am MacBook.

A pros pos Finger verbrennen:
Ich habe mich letztens auch so gut es geht von Flash getrennt (Bericht dazu kommt noch) und das bringt wirklich einiges. Google Chrome soll Flash ja schon automatisch blocken. Bei Rockmelt habe ich noch keine Funktion dazu gefunden. Werde nachher mal schauen, ob die Google Chrome Extension zum Flsahblocken funktioniert. Blieb mein Macbook Pro naemlich den ganzen Tag bei rund 60 Grad einigermassen cool lääuft es jetzt grad schon wieder auf fast 80 Grad, seit Rockmelt mit einigen youtube Fenstern und Flash-Ads offen ist.

So. Ich muss erstmal los. Weitere Eindrücke von Rockmelt gibts später. Wenn Ihr Fragen habt oder ich was bestimmtes ausprobieren soll: Einfach in die Comments posten.

Sascha von netbooknews.de hat mir nicht nur die invite geschickt, sondern auch gleich einen Screencast gemacht, in dem er Rockmelt im bewegten Bild und Ton erklärt:

Hier könnt Ihr Euch anschauen, wie einer von den Rockmelt Jungs sein Baby erklärt – nicht so in-depth wie Sascha, dafür aber nooooch bunter mit fliegenden icons und PR-tauglichem Lächeln :)

Danke Sacha Pallenberg für den invite! Ich habe übrigens noch 3 Invites für Rockmelt zu vergeben – wer will noch mal, wer hat noch nicht? Den Grund, warum Du Rockmelt testen willst einfach als Kommentar oder in ein Posting mit Trackback hierher – ich willte schon IMMER mal sone Linkbait-Verlosung machen :-))))

Oder stell einfach SO eine schwierige Frage zu Rockmelt, die ich nicht beantworten kann und dann gibt’s die invite zum selber ausprobieren :)

Viele Spieler dürfen bei der WM weder tweeten, noch anstupsen oder flickrn via @mashable @dfb_team

Viele Spieler dürfen bei der WM weder tweeten, noch anstupsen oder flickrn via @mashable @dfb_team

Ist nix mit mittendrin statt nur dabei. Mashable schreibt, dass viele Spieler bei der WM nichts Social Media mäßiges machen dürfen. Nein, nicht die chinesischen Spieler (ist China überhaupt dabei?), sondern Spanien, Brasilien, Mexiko, Holland, Argentinien, England und natürlich: Deutschland.

Mir wird aus dem Artikel nicht ganz klar, ob sich das auf das gesamte Turnier bezieht, oder ob die Spieler nur kurz vor den Spielen nicht tweeten oder bloggen dürfen. Das würde zumindest gerade noch so zu taktischen Überlegungen passen. Wenn ein Spieler wutentbrannt twittert, dass er dieses Mal auf der Bank sitzen muss, könnte diese Information dem Gegner natürlich sehr helfen.

Andererseits kann ich mir auch gut vorstellen, dass hier diverse Rechteinhaber und Medienvertreter Ihre Finger im Spiel haben. Ich meine – wie cool wäre das, die Tweets eines gelangweilten Torhüters zu lesen, der ein bißchen twittert, während seine Jungs auf der anderen Seite des Platzes grade eine Bude nach der anderen machen? Oder wenn Spieler nach dem Match den Spielverlauf aus ihrer Sicht bloggen würden. Ich fänd das mindestens so super, wie damals Levi Leipheimer, der während der Tour de France stürzte, sich das Handgelenk brach und dann aus der Notaufnahme Pics twitterte, wie die Meds an seinem Arm rumschnippelten.

Im Hotel schickte er dann noch ein paar Röntgenaufnahmen hinterher und Lance Armstrong und Leipheimer schickten ein selbst gedrehtes Videoupdate aus dem Hotelzimmer. DAS ist Social Media im Sport, wie ich mir das vorstelle. So nah dran, wie möglich. Wenn der Sportler das zulassen möchte.


Tour de France: Levi Breaks His Wrist — powered by http://www.livestrong.com

Das die FIFA, TV-Sender und Zeitungen da möglicherweise keine große Lust zu haben, weil die Gefahr besteht, dass Leser und Zuschauer wegbleiben, um lieber aus erster Hand erfahren, was gerade los ist, ist verständlich. Andererseits könnte das doch auch eine ganz neue Erfahrung und Perspektive bedeuten, solch einen Riesenevent mitzuerleben. Und die Journalisten müssen nicht zu jeder Pressekonferenz rennen (und sich halt mal selber was zu essen kaufen *g*)

Wenigstens hat der DFB ja jemanden zum Twittern mitgenommen.

Lieber DFB_Team Twitterer – kannst Du mehr zu den Hintergründen sagen? Und vielleicht in Deinem Twitter-Profil statt auf die Seite der Nationalmannschaft zunächst mal auf eine Seite verlinken, die erklärt, wer da eigentlich twittert. Oder reicht Ihr da wirklich ein iPhone quer durch den Mannschaftsbus? selbst das wäre erklärungswürdig :-)

Immerhin habe ich durch den DFB-Twitter-Account erfahren, dass nicht nur Armin Hollensteinermit seinem Landrover von Bielefeld aus nach Südafrika gefahren ist, sondern zwei weiterere Bielefelder (Ronnie Poerschke und Manuel Eisbrenner) mit nem FEUERWEHRAUTO da runter getuckert sind! Respekt! Hier gibt es nen Vorbericht aus dem Februar und 2 TV-Berichte des WDR dazu und hier das Blog der beiden Feuerwehrfahrer – mit Arminia-Mützen über den Blaulichter :-D.

Eben bei mashable gelesen und kommentiert