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Abenteuer Spülmaschinen Suche Pt. 2

Es wird immer geiler. Eben habe ich bei so einem Gebrauchtgerätebörsendings angebimmelt.

“Schönen guten Tag – haben Sie auch Spülmaschinen da?”

“Ja reichlich. Da muss ich mal eben kucken lassen. ERNAAAA kuck mal ob da noch die Spülmaschinen sind!” -PAUSE- “Ja, sind noch welche da.

“Oh klasse! Was sind das für welche?”

“WIE? Was das für welche sind? Spülmaschinen eben.”

“Welche Hersteller denn?”

ERRRNAAAA – DER WILL WISSEN VON WEM DIE SIND! -PAUSE- -Gemurmel im Hintergrund- “NEIN, NICH WER DIE GEBRACHT HAT. WELCHE MARKÄÄÄÄÄ”

“privileg”

“Ah, gut. Alle von privileg? Wieviele sind denn das?”

“KUMMA NOCHMA NACH WIE VIELE DAS SIND!”
“ACH SO. DANKÄÄÄ”
“Das is eine.”

“Eine. Sagten Sie nicht eben was von reichlich Auswahl? Naja egal. Was soll die denn kosten?”

“Das darf ich Ihnen am Telefon nicht sagen.”

“Wie bitte? Ich soll 25km für die Auswahl EINER Spülmaschine fahren, von der ich vorher nichtmal weiß, wie teuer sie ist?”

“Da kann ich leider nichts machen. Tut mir leid.

“Eher 100 oder eher 120 EUR?”

“Nee so teuer nicht. Eher weniger als 100.”

“Danke, das hilft mir doch schonmal weiter ;) Tschüss”

Au MAAAANN wo bin ich denn da gelandet. Ich will doch nur ne SpüMa für Anfänger haben. Gleich fahr ich doch zum Mediamarkt. Manno.

Abenteuer Spülmaschinen Suche

Tja – um mehr Qualitytime zu haben und weniger Zeit mit den Händen im fettigen, lauwarmen und mit ranzigen Essensresten angereicherten Wasser zu verbringen haben wir uns überlegt, mal ne Spülmaschine auf den Ponyhof zu holen.

So weit so gut.

Das Ding soll natürlich nicht grade die Haare vom Kopf fressen – Strom und Wasser mäßig und auch keinen Mordskrater in die Haushaltsplanung schmettern.

Da ruf ich doch mal den guten, alten, steinhäger Elektrofachhandel an, dachte ich mir. Immer erst den Fachhandel unterstützen, bevor es zu Mediasaturn und Konsorten geht. Und so ein alteingesessener Elektroladen kann bestimmt super beraten.

Also mal kurz zum Telefon gegriffen und hatte prompt den rentenverweigernden Seniorchef am Rohr, der die 70 (zumindest akkustisch) schon weit überschritten haben dürfte.

“Guten Tag, Fahrer mein Name. Probe Fahrer. Ich suche eine Spülmaschine”

“WAS FÜR EINNE WOLLNSE DENN??”

“Hm, am besten eine, die Geschirr sauber macht.”

“JAAA SO EINFACH IS DAS NICH. UNTERBAU ODER FREISTEHEND, MIT FRONT ODER OHNE” und dann folgten noch einige Begriffe aus der Küchengerätefachsprache, die ich weder verstanden habe noch mir merken konnte.

“Ähm ja. Ich dachte genau bei diesen Fragen könnten Sie mir eventuell weiterhelfen.”

“NÄÄNÄÄ, ICH KANN JA NICH WISSEN WASSE BRAUCHEN. DA MÜSSENSE SICH SCHON ÜBERLEGEN, WASSE HABN WOLLN”

“Aha. Und wenn ich mir alle Fragen zur Auswahl des Gerätes schon selber beantwortet habe – wofür brauche ich Sie dann noch?”

“BEI MIR KÖNNSE DAS JERÄT DANN KAUFN. WENNSE WISSEN, WASSE BRAUCHN”

“Ja gut, dann geh ich jetzt mal Ihre Arbeit machen und rufe nochmal durch, wenn ich dann auch gleich woanders gekauft habe.”

“JA GENAU SO MACHEN WIR DAS!”

Ich glaube ich habe schon lange nicht mehr so ratlos und mit so vielen Fragezeichen um den Kopf rumschwirrend aus der Wäsche gekuckt, wie nach dem Telefonat eben.

Ach ja – wenn noch jemand ne Spülmaschine abzugeben hat in der Nähe von Bielefeld – bitte melden!