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iCar ick hör Dir trapsen – bin gespannt, was Apple mit Tesla macht

Jetzt mal ernsthaft: Gegenüber Gesprächen zwischen Tesla und Apple ist der WhatsApp Deal doch Kindergeburtstag.

Ich bin (seit 2009) gespannt was Apple da vor hat und ob sie sich wirklich vorgenommen haben, den Automobilmarkt ähnlich umzukrempeln wie die Musik-Industrie, den Handy- und Software-Markt. Außerdem ist es für Tim Cook mal an der Zeit einen ordentlichen Treffer zu landen, statt nur Testamentsverwalter von Steve Jobs zu spielen, wie Volker Liedtke bei blogomotive feststellt. Oder Cook tritt die repräsentative Funktion direkt an Elon Musk ab, wie the next web vermutet.

Die Zielgruppe für die ein iCar in Frage kommt, zählen Aussehen, Leistung und Fahrverhalten nur noch bedingt bis gar nicht. Selbst ich bin mit meinem smart super zufrieden. Ausschlaggebend waren eine super iPhone-Integration, Stadt-Tauglichkeit  und Spouse-Approval-Faktor

Meine Vermutung wie ein iCar von Applesla aussehen könnte

Ein cleveres, kompaktes Elektroauto für den Massenmarkt. Ein Elektroauto als Statussymbol. Mit seiner Marketingmacht wird Apple eine Fahrzeugklasse etablieren, die sich mehr Menschen leisten können werden als einen Tesla. Aber lange nicht jeder wird sich ein iCar leisten können.

Teslas sind ganz hübsch. Aber Bisher hat es kein Autobauer geschafft, etwas zu bauen, was nur annähernd an die Designsprache, Funktionalität, Minimalismus und intuitive Bedienbarkeit von Apple Produkten heranreicht. 

Apples User Experience Mädels und Jungs werden der Technik die Tesla liefert eine Benutzbarkeit verpassen, die sich gewaschen hat. Zwei Riesendisplays in ein Armaturenbrett knallen ist sicherlich nicht die Krone der Fahrzeugbedienung.

Ich frage mich, ob Apple eher das Nutzerlebnis der Peripherie-Bedienung einen draufsetzt oder dem tatsächlichen Fahrerlebnis. Ich vermute beides. Mit Revolutionierung der Bedienung und Informationsvermittlung von allem, was nicht direkt mit dem Fahrerlebnis zusammenhängt werden sie den ersten Wurf landen.

Matthaeus hat hier ein schickes Proof-of-Concept für eine Auto UI gebaut (entdeckt hats bettertastethansorry)

Wenn Sie dann Erfahrung gesammelt haben, wird das iMove 3G autonom, per Gestensteuerung oder einfach mit “SIRI JETZT RECHTS ABBIEGEN DU PFOSTEN!” zu steuern sein. Besonders die letzte Vision finde ich reizvoll. Nicht das Navi quatscht mir rein, wie ich fahren soll – sondern umgekehrt.

Und wenn das Autonome Fahren erstmal läuft (wie Apple das in Deutschland duchsetzen wird, findet Ihr in meinen Bedenken weiter unten) holen sie zum richtigen Schlag aus und sorgen dafür, dass sich die Zeit, während das Auto einen rumchauffiert, sinnvoll nutzen kann.

Und diese Dienste wird sich Apple wieder fürstlich bezahlen lassen. Möglicherweise kostet jeder autonom zurückgelegte Kilometer erstmal Geld. Auch dazu unten mehr.

Es wird nicht iCar heißen. Es wird auch nicht iAuto Air heißen.

Ich bin seit 2007 iPhone und seit 2008 Apple Notebook-User. Eine Zeit lang war ih auch sowas, was man landläufig als Fanboy bezeichnen könnte. Was das angeht, bin ich mittlerweile desillusioniert und auf den Boden der Tatsachen zurück geholt. Die Service-Politik von Apple bei Hardwarefehlern hat bereits 2 Mal mich bitterst enttäuscht Gäbe es derzeit etwas, das meine Ansprüche genauso gut oder besser erfüllen könnte als Apple – ich würde switchen.

Trotzdem bin ich auf ein iAuto gespannt.

Ein paar Dinge müssen uns bei einem Apple Auto klar sein:

Apple schert sich einen feuchten Kehricht um Kundenzufriedenheit. Außer Kunde bezahlt seine Zufriedenheit per Apple-(Car)-Care im Voraus.

Apple wird die Technik voll und ganz beherrschen wollen. Ich frage mich, wie ein Händler- und Werkstätten Netzwerk outgesourced wird. Möglicherweise sucht sich Apple einen Autohersteller aus dem Premium-Segment als Kooperationspartner statt ein eigenes Netzwerk aufzubauen. Möglicherweise wird das Auto auch künstlich verknappt nur über Online-Vertrieb zu bekommen sein, um nur ausgewählte Kunden zu Beginn zu beliefern, deren Begeisterung für das Produkt so hoch ist, dass sie nicht über ihre “inoffiziell” Funktion als Beta-Tester klagen werden.

Apple wird versuchen, in der Laufzeit des Autos mitzuverdienen:

  • Carsharing mit dem iCar? Apple kriegt Provision
  • Tanken nur an Apple zertifizierten Säulen – Apple verdient mit
  • Premium-Parkplätze – Appel verdient mit
  • Funktionen werden im Auto-App-Store zu kaufbar sein
  • Reifen werden nur von autorisierten Händlern gewechselt
  • Waschen ist nur in autorisierten Anlagen möglich
  • Musik hören nur über iTunes möglich
  • TÜV gibt’s nur noch im Apple Store – Dekra fusioniert mit GRAVIS
  • Dienste während des Autonom Chauffiert werdens, kosten
  • Denkbar wäre sogar, dass das Autonome Fahren pro Kilometer oder Minute abgerechnet wird.

Apple könnte versuchen ständig neue Modell-Iterationen in vergleichbar kurzen Cycles rauszuhauen, wie sie es mit ihren IT-Produkten machen. Ich stelle in Frage, ob das nachhaltig ist.

Apple wird vermutlich ein SO attraktives Produkt auf den Markt bringen, mit dem es Märkte und Politik zu Entscheidungen zwingt. Ich kann mir bsw. vorstellen, dass sie ein iCar zunächst nur auf dem US-Markt herausbringt, wo das Unternehmen sehr gezielt Regulierungen und Gesetze beeinflussen kann. Mit der Absicht, dass die Konsumenten in anderen Wirtschaftsräumen mit Druck auf ihre Regierungen dafür sorgen werden, z.B. in der EU den Weg für Apple regulierungs-frei zu machen. Als konkrete Beispiele fallen mir da autonome Fahrzeuge oder Bedienelemente im Auto ein.

Die erste Version des Applesla Autos wird extrem kratzempfindlich sein ;)

und wie ftwl von asphaltfrage frage auch ich mich, wie groß wohl die Aufkleber sein werden, die in der Verpackung vom Apple Auto liegen werden ;)

Wenn man man einen Unfall baut, wird ein Steve jobs Hologramm sagen:

You were driving it wrong.

;)

Don’t mess with Tesla ;) oder: Wenn Journalisten sich Ihre “Testberichte” ausdenken

Und dann auch noch die von der New York Times. War da nichtmal was mit Qualitätsjournalismus? Ach nee, die Jungs von der Auto-Unterhaltung bei Top Gear haben ja auch schonmal einen Tesla-Test gefaked, nur um ihre vorher gescriptete Story des liegenbleibenden Elektroautos raus zu hauen.

Jetzt hat Tesla CEO Elon Musk gleich mal persönlich zur Tastatur gegriffen und einige Dinge gerade gerückt, nachdem ein Journalist ein Auto scheinbar absichtlich leer gefahren und dann schlecht und v.a. falsch darüber berichtet hat. Dabei finde ich es durchaus beachtlich, wie Tesla sich berechtigterweise wehrt und die Datenaufzeichnungen des Tesla Model S vom Fahrtest der NYT vom 23. und 24. Januar nutzt, um dem Journalisten John Broder seine ausgedachten “Testergebnisse” zu widerlegen. Bei soviel Corporate Communication macht mein Herz als Web-Evangelist doch gleich einige fröhliche Sätze :)

Nach der Darstellung von Tesla frage ich mich, ob der Herr auch mit einem Sprit-Fahrzeug alle Tankstellen ignorierend, weiter fahren würde, um sich hinter her zu beschweren, dass die Karre mit leerem Tank liegen bleibt.

Nebenbei: Beeindruckend, wie hoch die E-Tankstellen-Dichte im Nordosten der USA zu sein scheint.

 

Feierabend Links heute fast schon #Cars Science-Fiction

Rrrrummmms in den USA hat es einen amtlichen Elektro Auffahrunfall gegeben. Nissan LEAF vs. gelbes Schulbusheck. Die 5 Crashtest Sterne hat der Stromer zu Recht. Alles gut gegangen

 

Großer Tag des Roboterfahrens bei Golem:

Verkehrsregelungssoftwareschupo für Roboterautos

 

ach und dann können wir auch gleich mal Züge fernsteuern. Wundert mich eh, warum das nicht längst passiert. Die Bahn muss doch spaaahn

 

Google hat in Nevada für einen Führerschein für Roboter gesorgt – ausführlicher Covers das NPR

Porsche bleibt in SanFran im frischen Beton des Marina Boulevard stecken :) thx Jan

 

Notiz an mich: Hackintosh für 370,-€ bauen

 

Gibt’s bald auch Auto-Industrie 4.0? Ich würde mir ja schon gerne ein Auto aus dem CNC Makerbot nach opensourcerezepten zusammen dengeln

 

Neuerdings hat mit Autoladegeräten rumgetestet

 

Chip hat eine ziemlich billige Klickstrecke mit iphone apps für autofahrer zusammen gejaucht. Ich stelle die Tage mal was ordentliches zusammen

 

Was zu Giftstoffen im Neuwagen hat Jan rausgefischt. Muss ich mir noch mal in Ruhe reinziehen.

 

The Economist nimmt die sinkenden Absatzzahlen – insbesondere in Europa unter die Lupe. Geht dabei mMn aber zu wenig auf politische und Auto-Industrie unabhängige Gründe ein? Thomas von greenmororsblog hat’s gefunden

 

Tolles Statement zum Tesla X bei Stromjuwelen :)

 

Marcus auf dem Daimler Blog zur Zukunft der Mobilität und mein Interview mit Daimlers Zukunftsforscher Alex Mankowsky is auch mit drin :)

 

Exzellenter Ergänzungsartikel dazu bei Zukunft Mobilität, der das Taxigewerbe, ÖPNV und peer2peer Systeme wie Flinc beleuchtet

 

Tesla verklagt Top Gear wegen Autoschieberei (kein #Aprilscherz)

Tesla verklagt Top Gear wegen Autoschieberei (kein #Aprilscherz)

Tesla verklagt die BBC weil Top Gear 2008 im Testbericht angeblich einige Unwahrheiten gesagt hat (WIRED Autopia berichtet ausführlich):

Erst ist nach 55 Meilen der Akku alle gewesen (angeblich)

Dann ist ein Auto kaputt gegangen (angeblich)

Tesla Motors stört sich an der Einstellung in der die Top Gear Jungs den silbernen Wagen in den Hangar schieben. Dadurch wird der Eindruck, das Auto sei kaputt gegangen noch verstärkt. Ein Top Gear Sprecher sagte laut reghardware.com 2008, die Szene sollte zeigen, was wäre WENN dem Auto der Saft ausgehen würde.

Positiv wurde gezeigt, dass der Tesla schneller beschleunigt, als sein Benzin-Vorfahre die Lotus Elise.

Auch wird berechtiger Weise gezeigt, dass die Benzin-Elise auf einem Bierdeckel um den ersten Tesla herum fahren kann, weil sie einfach leichter ist. (Meine Theorie wäre ja gewesen, es liegt daran, dass die Elise ein englisches Auto ist und das amerikanische eben nur beschleunigen kann *g*)

Was meint Ihr? Ist Tesla einfach nur humorlos? Hat Top Gear sich damit komplett unglaubwürdig gemacht? Würdet Ihr wegen des Berichts das Auto nicht oder grade deswegen kaufen?

Hier das komplette Top Gear Tesla Video (so lange es noch online ist:

Tesla Roadster Fahrer haben 1,9 Millionen Liter Sprit gespart

Tesla Roadster Fahrer haben 1,9 Millionen Liter Sprit gespart

Beeindruckende Zahlen, die Tesla da veröffentlicht hat: Über 16 Millionen Kilometer haben die Tesla Fahrer auf der Welt bisher er-fahren. Die größte zusammen gerechnete Distanz die ein Elektro-Auto Hersteller bisher zusammen gebracht hat.

Flickr User jurvetson

Dabei wurden über 2,4 Millionen Kilogramm CO2 vermieden.

Bisher kann ich zwar mit insgesamt 5 Elektro-Autos aufwarten, die ich gefahren bin (Berichte sind in der Mache), aber der Tesla war leider noch nicht dabei. Wird mal Zeit :-) Auf Facebook habe ich mich bereits mit einem zukünftigen Käufer verabredet, ihn zur Probefahrt zu begleiten.

Flickr User mhuang

Elektroautos machen definitiv Spaß und werden hoffentlich bald eine massentaugliche Ergänzung zu Verbrennungsmotoren darstellen. Bis hier eine komplette Elektrifizierung des Verkehrs statt findet, wird es aber noch 30 bis 40 Jahre dauern, schätze ich mal.

via oekonews.at