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Ersteindruck zum Slowcooker von Netherton Foundry

Ersteindruck zum Slowcooker von Netherton Foundry

Kochen ist ein wichtiger Teil meines Lebens geworden in den letzten Jahren. Dazu gehören natürlich viele verschiedene Zubereitungsarten und wenn Du Dich im Paleo Lifestyle bewegt, stößt Du irgendwann unweigerlich auf Slowcooker (Erklärung im Paleowiki). Bis wir auf unseren wunderschönen Netherton Foundry Iron Cast Slow Cooker gestoßen sind, dauerte es eine ganze Weile.

Slowcooker sind genau das was der Name sagt: Das Gegenteil von Schnellkochtöpfen. Bei niedriger Temperatur under dem Siedepunkt (70-90 Grad) gart das Essen im Slowcooker 6-12 Stunden vor sich hin. Die Inhaltsstoffe und der Geschmack im Essen bleiben erhalten. Im deutschen Haushaltswarenhandel sind Slowcooker noch nicht so richtig angekommen. Hier und da findet man mal einen Schongarer oder einen Warmhalte-Gerät, das sich umfunktionieren lässt, aber auf unserer Suche nach einem passenden Gerät für Angie und mich wurden wir lange nicht fündig. In Deutschland scheinen sich langsam aber sicher Multicooker zu etablieren. Das sind Geräte, die langsam und schnell kochen können, Reiskocher und allerlei andere Geräte sind und dabei aussehen wie ein Shuttle der Enterprise. Wäre im Notfall gegangen, aber sieht halt nich so doll aus in der Küche :)

Vorteil beim Slowcooker:

  • Du schmeißt einfach alle Zutaten morgens rein, stellst das Gerät auf LOW und lässt es den Tag über Dein Essen garen.
  • Abends hast Du dann ein leckeres und schonend zubereitetes Essen.
  • Nährstoffe bleiben durch die niedrigen Temperaturen erhalten
  • Ich vergleiche das immer ein bisschen mit einem Smoker beim Grillen. Aber mit weniger Arbeit und weniger offenem Feuer ;)
  • Der Geschmack ist einfach göttlich!
Demnächst gibts auch das Rezept zum Braten ;)

Demnächst gibts auch das Rezept zum Braten ;)

Das Slowcooker-Angebot in Deutschland ist echt überschaubar

Wenn man sich bei Amazon durch die Slowcooker Angebote klickt, findet man sehr viele amerikanische Geräte. Dort wurde in den 70ern das Prinzip des Slowcooker von der Rival Company erfunden und auf Grund des Materials als CrockPot auf den Markt gebracht.

CrockPots fanden wir grundsätzlich erstmal gut, da der Innen-Topf (wie der Name Crock schon sagt) aus Keramik hergestellt ist. Also kein Aluminium oder giftiges Teflon-Beschichtungs-Zeugs aus der Weltraumforschung. Dann fanden wir heraus: Keramik ist auch nicht einfach nur Stein. Letzten Endes weißt Du bei Keramtik auch nicht genau, was da verarbeitet wurde und wie groß die Gefahr ist, dass etwas von den Stoffen im Topf in Dein Essen übergeht. Dazu kam, dass die Kundenmeinungen zu den bei Amazon Deutschland erhältlichen Geräten sehr, sehr durchwachsen waren. Zwar ist es bei Amazon ja kein Problem zu bestellen, zu testen und zurück zu schicken, aber wenn sich zusätzliche Arbeit und hin- und her-schickerei vermeiden lässt, dann vermeide ich die möglichst auch.

Slowcooker-Netherton-Foundry-Deckel

Angie entdeckte unseren Netherton Foundry

Nach tagelanger Recherche stieß Angie dann auf gefühlter Seite 33 der Slowcooker Angebote bei Amazon dann auf einen Gusseisentopf, der in etwa so hübsch war wie unsere Le Creuset Töpfe, aber doch ein bisschen anders gestyled. Noch einen Ticken rustikaler mit Eichengriff oben auf dem Deckel. Erst als wir beide die Beschreibung aufmerksam gelesen hatten, stellten wir fest:

Das ist tatsächlich ein Slowcooker! Aus Gusseisen. Mit eigener Kochplatte unten drunter.

Der Service beim englischen Familienunternehmen Netherton Foundry ist spitze! Über Twitter habe ich superfix meine Fragen beantwortet bekommen – z.B.

  • Ja, der Netherton Slowcooker funktioniert am deutschen Stromnetz
  • Ja, das Gerät hat ein CE Siegel
  • Je nach Einstellung (Warmhalten, LOW, HIGH) liegt die Temperatur bei ca. 70, 80-85 oder 85-90 Grad
  • Ja, der Topf ist auch Induktions-tauglich
  • Ja, Du kannst mit Paypal zahlen
  • Ja, das Paket ist auf dem Weg ;)

Versand aus England geht ja schnell heutzutage

Das hatte mich dann doch überrascht. Schon 3 Tage nach Bestellung stand ein ungefähr 10 Kilo schwerer Karton vor der Tür.

Und hey:
Wer auf Unboxing steht, kommt hier voll auf seine Kosten! Nicht nur weil die schweren Teile so clever verpackt sind – weil sie SCHWER sind! Selten war Unboxing so schwere Arbeit ;)

Den Pott aus der Kartonage zu holen, war schon ein kleiner Workout ;)

Den Pott aus der Kartonage zu holen, war schon ein kleiner Workout ;)

 

Das Logo von Netherton Foundry auf dem Karton zeigt übrigens die Ironbridge:

Slowcooker-Netherton-Foundry-Karton

Die Ironbridge in der Nähe von Colbrookdale. Diese Gegend in Shropshire war im 18. Jahrhundert das Silicon Valley der Welt: Denn hier begann die industrielle Revolution! Die 1781 eröffnete Ironbridge ist heute noch ein Denkmal für eine der größten Wendepunkte der Menschheitsgeschichte.

Slowcooker-Ironbridge-Wikipedia

Also:
In Shropshire versteht man was von der Eisenbearbeitung :) So auch bei Netherton Foundry. Aber nicht nur die Eisenverarbeitung ist Handarbeit.

Auch die Holz- und Keramikteile werden von Hand und zu über 3/4 gemeinsam mit regionalen Unternehmen hergestellt.

 

Wo bekommt man den Slowcooker?

 

Am besten direkt bei Netherton Foundry bestellen. Je nach aktuellem Kurs des Pfund kostet der Slowcooker mit Kochplatte zwischen 160 und 170 Euro plus Versand, der wegen des hohen Gewichts um die 20 Euro auf die Rechnung bringt. Per Mail oder Telefon einfach nachfragen, welche Versandoptionen bestehen.

Alternativ werdet Ihr auch bei Amazon UK fündig.

Rezepte, Tips und unsere ersten Kocherfahrungen mit dem Netherton Foundry dann beim nächsten Mal

Soweit erstmal zu unserem Ersteindruck mit unserem Netherton Foundry Slowcooker.

Hier gibt es einen der besten Testberichte zu Slowcookern bei The Sweethome

Und das Blog USA kulinarisch hat nochmal tolle Einführungen ins Thema Slowcooker und einen Koch-Einstieg (wenn auch nicht gerade Paleo-tauglich ;) )

Übrigens:

Jedesmal wenn wir jetzt mit dem Netherton kochen, will ich Restaurationman oder Amazing Spaces gucken :) Und das beste – die erste Folge der 4. Staffel fängt mit der Restaurierung eines Farmhauses in:

Shropshire an! Wie geil ist DAS denn bitte? :-D

 

Probegetippt: Microsoft Sculpt Ergonomic Desktop

Probegetippt: Microsoft Sculpt Ergonomic Desktop

Dies ist seit URLANGER Zeit Mal wieder ein Produkttest von Computerkrams. Der zudem noch auf höchstwitzige Weise zu Stande kam. Nämlich dank dem Brockhaus Projekt:

Microsoft sprach mich doch tatsächlich auf meinen Eintrag zu Arbeitsplatzergonomie an und fragte, ob ich nicht bei der ganzen BROCKHAUS-Tipperei nicht mal Lust hätte, den Microsoft Sculpt Ergonomic Desktop zu testen.

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Probetippen statt Probefahren? Aber klar doch! :-)

Dazu muss ich vorab sagen, dass ich ein RIESEN-Tastatur-Geek bin. Bis zu meinem quasi 90%igen Umstieg auf Notebooks vor gut 7 Jahren habe ich mehrere Tastaturen und/oder Mäuse pro Jahr gekauft. Quartalsweise sozusagen. Warum? Ich singe das mal kurz:

Eine neue Taste ist wie ein neuer Rechner schananananaaaaa :)

Das was ich am Rechner am deutlichsten wahnehme und tatsächlich be*nutze* sind eben die Teile auf die ich ständig gucke oder die ich ständig in der Hand habe. So ein Monitor birgt außer der schieren Größe nicht sooo viel Erneuerungspotenzial. Bei den Bedien-Werkzeugen sieht das deutlich anders aus.

Den Microsoft Natural Desktop habe ich vor gefühlten 10 Jahren benutzt. Und so begeistert wie ich auch davon war, musste er irgendwann zu Gunsten einer sehr flachen Tastatur weichen. Die platten Notebook-artigen Keyboards erzeuchen subjektiv das Gefühl, ich würde 3 Mal schneller tippen ;)

Und jetzt hat Microsoft mit dem Sculpt Ergonomic Desktop ein Set auf den Markt gebracht, das nicht nur Handgelenke, Schultern und Rücken schont, sondern verdammt nochmal schick aussieht!

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Auspacken

Erste Überraschung war der Karton: Da haben die Packungsdesigner von Microsoft mal ganze Arbeit geleistet! Nachhaltig und fast ausschließlich mit Pappe verpackt, sinnvoll aufgeteilt und richtig schick.

Begeistert hat mich dann aber vor allem die Verarbeitungsqualität der Geräte selber. Richtig schwere, wertige Materialien. Kein Knirschen, kein Knarzen. Das coolste dann gleich beim Batteriencheck (die sogar schon fertig eingelegt mitgeliefert werden):

Batteriefächer an Mäusen und Tastaturen sind normalerweise die Pest. Was hab ich da schon rumgeflucht, wenn ich mir den halben Fingernagel umgebogen habe. Wisst Ihr, wie Microsoft das hier gelöst hat?

Mit Magnetischen Abdeckungen! Völligst geil. Die Deckel halten im Betrieb bombenfest. Öffnen lassen sie sich aber super leicht. Und zum wieder verschließen lässt man den Deckel einfach ungefähr passend auf die Öffnung fallen. Den rest erledigt die Physik :-D

Magnetischer Batteriefachdeckel an der Sculpt Maus

Magnetischer Batteriefachdeckel an der Sculpt Maus

Auch die Stütze, mit der die vordere Kante der Tastatur ergonomisch angehoben wird rastet mit Magneten in den entsprechen Einsparungen ein. Hammer. Das ist Produktdesign wie es sein soll.

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Eingeschaltet bekomme ich die Geräte ganz easy. Dann versuche ich sie mit dem Macbook Air zu verbinden. Bluetooth ist an. Nix passiert. Geräte werden nicht gefunden. Dabei las ich doch vorher in mehreren Mac-Blogs, dass der Sculpt mit MacOS funktioniert.

Ich gebe zu: Ich bin KEIN Bedienungsanleitungsleser. Manchmal ist das durchaus von Vorteil. In diesem Fall musste ich dann doch mal nachlesen / googlen, wie ich den Sculpt mit meinem Mac zum Laufen bekomme.

MacOS kompatibler Funk-USB-Dongle wird in der Maus mitgeliefert!

DA muss man ja auch erstmal drauf kommen ;) Also den Mikro-USB Dongle aus der Maus gekratzt, an den Mac gesteckt und ich hab die Magnet-Klappe noch nicht ganz geschlossen, da hat das Macbook die Desktop Geräte erkannt und ich kann lostippen.

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DAS war einfach.

Der Funkdongle soll übrigens deutlich stromsparender sein, als Bluetooth. Wäre sowohl auf Tataturseite natürlich nicht verkehrt wie auch auf dem Notebook selber, wenn es im Akkubetrieb läuft. Kann ich aber natürlich noch nichts zu sagen.

Die Sculpt Ergonomic Maus

Der kleine Klavierlack-Knubbel könnte auch ein sauteurer Onyx-Briefbeschwerer sein, wäre nicht die kleine Windows-Taste obendrauf.

Der linke Mausklick fühlt sich durch die leicht gedrehte Handhaltung immer ein wenig an als wäre es die rechte Maustaste. Zu Anfang etwas strange ;) Habe ich mich aber innerhalb von einer halben Stunde dran gewöhnt.

Auch hier wieder tolles Produktdesign: Die Daumenablage ist nicht nur vertieft, sondern auch angerauht, damit sich die Maus gut hochheben lässt.

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Tippgefühl auf dem Sculpt Ergonomic Desktop

Die Tastatur hat einen wunderbaren Druckpunkt, der den Tastaturen von Apple in nichts nachsteht. Gerade beim Tippgefühl bin ich normalerweise mehr als picky ;)

Das einzige, was ich vermisse ist die Hintergrundbeleuchtung. Besonders auf einer schwarzen Tastatur mit weißen Buchstaben ist so schwer in dunkler Umgebung zu tippen.

Zumal:

Die richtigen tasten zu finden ist noch nucht ganz einfah ;)

Der gesonderte Nummerntastenblock

Da war ja noch was. Um möglichst viel Platz auf dem Schreibtisch zu sparen hat Microsoft sich überlegt, den Nummernblock als zusätzliches Gerät von der eigentlichen Tastatur abzukapseln. Gute Idee finde ich. Außer Bankangestellten und Buchhaltern benutzt den Nummernblock doch eh niemand oder? Ich vermisse ihn dank meiner langen Zeit auf Notebooks jedenfalls nicht.

Was ich mir mit den Nummerntasten aber interessant vorstellen könnte ist zocken. Links den Nummernblock und rechts die Maus statt einer vollständigen Tastatur. Hmm. Werde ich mal ausprobieren.

Cool hätte ich ja gefunden, wenn Microsoft mit einem Display gleich einen Taschenrechner aus dem Tastenfeld gemacht hätte ;)

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Erste Tipp Erfahrungen mit dem Sculpt Desktop

Beim normalen Schreiben eines langen Textes habe ich mich nun schon recht gut an das in der MItte geteilte Tastaturlayout gewöhnt.

Aaaaaber die kleine Schwierigkeit mit der ich klar kommen muss sind die Funktionstasten, die bei einer Microsoft Tastatur natürlich auf Windows abgestimmt sind und nicht auf MacOS: Die Windows-Taste ist bsw. die CMD-Taste auf dem Mac und an einer anderen Position als gewöhnlich. Aber das bekomme ich schon noch hin ;).

Ich werde mich jetzt erstmal an ein paar lange Texte setzen, stellen und legen und die Sofa-Tauglichkeit des Sculpt Ergonomic Desktop testen und dann in ein paar Wochen mal berichten, was Schultern, Handgelenke und Nacken so zur neuen Tipphaltung sagen.

Auf jeden Fall ein schönes Weihnachtsgeschenk für den Geek, der sonst schon alles hat (inkl. schmerzenden Handgelenken).

Vivobarefoot Barfuß Wanderschuhe Erfahrungsbericht

Vivobarefoot Barfuß Wanderschuhe Erfahrungsbericht

Probefahren ist das eine. Schuhe probelaufen das andere. Seit Anfang des Jahres laufe ich fast ausschließlich barfuß. Zu Hause in Socken. Unterwegs in Vivobarefoot Neo Sneakern. Ich hatte hier ja schon meinen Erfahrungsbericht von 2 Tagen CeBIT in Barfußschuhen gepostet.

Für die Land Rover Experience Tour entlang der Seidenstraße wollte ich allerdings nicht nur dünne Sneakers mitnehmen. Ich hatte ja keine Ahnung, was so Klima- und Terrain-mäßig dort abgehen würde. Normalerweise habe ich auf Tour nur meine Hanwag Stiefel dabei. Die habe ich damals auf ORI10K über 50 Tage am Stück angehabt. Auch bei 45 Grad im Schatten an der Algarve. Mittlerweile merke ich aber, dass mich das stark ausgeprägte Fußbett und die Matrazenmäßig gepolsterte Sohle eher stören und ich schnell Rückenschmerzen bekomme, wenn ich zu lange in den Wanderschuhen unterwegs bin.

Vivobarefoot-Seidenstrasse-2

 

Das schwarz glänzende Leder hätte ich lieber in matter Wildleder-Optik, aber gut – ein bisschen Staub tut’s auch ;)

Also mussten Barfußwanderschuhe her

Das erste was ich gemerkt hab, als ich in die OffRoad Hi Men von Vivobarefoot reingerutscht bin war: Puh, die muss ich ECHT feste zuschnüren. Ernsthaft: Die ersten Minuten hatte ich das Gefühl die Schuhe wären eine Nummer zu groß. Dann fiel mir wieder die alte Wanderschuheinkaufsweisheit ein: Wanderschuhe muss man abends anprobieren, wenn die Füße anschwellen. Nicht morgens, wenn sie noch rank und schlank sind.

Die Schnürsenkel also ordentlich zusammen gerissen und ein paar mal durch die Bude gelaufen. Fühlte sich echt ungewohnt an. Zumal das Profil unter den OffRoad ungewöhnlich geformt ist. Es ist etwas flexibler als unter den Hanwag und “wobbelt” etwas mehr – krallt sich dafür besser in den Untergrund.

Vor dem ersten Probelauf durch den Wald, musste ich das Laufgefühl noch etwas barfußiger machen:

Die Einlagen müssen raus für echtes Barfußlaufen

Ergebnis war natürlich erstmal noch mehr Platz, Fersenschlupf und rumgerutsche im Schuh. Aber nachdem ich schon gut ein halbes Jahr an barfußlaufen gewöhnt bin, wollte ich das Ge(h)fühl auch direkt in den Wanderschuhen. Jeden Stein, jede Wurzel, jede Bordsteinkante fühlen.

Also raus in den Wald rund um den Ponyhof und einen kleinen 4 Kilometer Spaziergang gemacht. Schon nach wenigen Minuten fühlten sich die Schuhe genau richtig an. Ich trete weniger mit der Hacke auf, die extra aus dem Grund abgerundet sind und die Füße werden heißer als in den Hanwag.

Das reichte zum Einlaufen für die Seidenstraße.

Stadtrundgänge, 2500km Autofahren, Steppe und ausgetrocknete Seen

Für einen ordentlichen Outdoor-Schutest war von allem etwas dabei. Klar, die meiste Zeit saß ich mit den Stiefeln im Auto. Aber gerade bei solchen Outdoor-Touren versuche ich immer gute Fotos zu machen, das bedeutet: Viel Kletterei um schöne Perskeitiven hinzubekommen.

Und genau dieses Klettern geht mit den Vivobarefoot super. Zum einen krallt sich die Sohle richtig gut in den Boden. Zum anderen habe ich mit den dünnen Sohlen ein unglaublich gutes Gefühl dafür, wie der Untergrund beschaffen ist. Ich kann mich ausbalancieren und die Füße suchen sich auf unebenen Flächen wie Felsen oder Abhängen richtig gut Halt.

Vivobarefoot-Sohle-russische-Grenze

 

Beim 2-stündigen Warten an der russischen Grenze hat man prima Zeit, um Schuhsohlen zu photographieren.

Und zum Gangnamstyle-Tanzen in der Wüste taugen die Vivos ebenfalls :)

Gangnam-Style

 

 

Bewährungsprobe Lost Race Tracks

In Steppensand und sommerlichen Krim-Städten ist das eine: Auf verregneten Rennstrecken-Ruinen bei der Motorsport-Archäologie das andere.

Fast direkt im Anschluss an die Seidenstraßentour nahm ich die Vivobarefoot OffRoad mit auf die Suche nach den verlorenen Rennstrecken. Hier waren ganz andere Fähigkeiten gefordert und die Treter haben 1A abgeliefert:

  • wasserdicht – auch im verregneten Wald
  • rutschfest auf 80 Jahre unbenutztem Asphalt der Opelrennbahn
  • 26% Steigung in der Mausefalle-Kurve des Bilster Berg erklimmen: Kein Problem :)

Bildschirmfoto 2013-10-11 um 12.07.38

 

Mein Fazit

Ich muss auch on Tour, wo ich festes, sicheres Schuhwerk brauche nicht auf das Barfuß-Gefühl verzichten. Die Schuhe sind super verarbeitet, die Füße schwitzen nicht und auch nach 14 Tagen Dauertragen bei 2 Reiseprojekten haben die Schuhe nichtmal ansatzweise doof gerochen.

Die Schuhe sind umweltfreundlich: Obermaterial ist pflanzlich gegerbtes Leder und Eco-Nylon aus 100 % recycelten PET- Flaschen. Die feuchtigkeitsregulierende Innensohle ist schnell trocknend (danke Bambus-Kohle-Fußbett) und herausnehmbar.

Die Vivobarefoot OffRoad Barfuß Wanderschuhe machen genau das was sie sollen und das auch noch verdammt gut.

Wichtig für Vielreisende:
Die Schnürsenkel-Ösen sind praktischerweise aus Kunststoff. Das erspart einem bei der Sicherheitskontrolle am Flughafen das lästige Ausziehen der Stiefel!

Interessanterweise geht mein rechter Schnürsenkel auch bei den Vivos immer auf. So wie er es auch bei anderen Stiefeln regelmäßig tut. Ich scheine zu doof zu sein, mir rechts die Schuhe zuzubinden ;)

Einzig um das Profil mache ich mir etwas Sorge. Es ist deutlich feiner und damit griffiger als das meiner anderen Wanderschuhe, die nun 3 Jahre und mehrere tausend Kilometer auf dem Buckel haben. Vor allem aber auf Asphalt. Ich bin mir nicht sicher, wie lange die OffRoad – wie der Name ja schon sagt – ihre Krallen behalten, wenn sie auf hartem Straßenbelag getragen werden. Dazu dann in einigen Monaten mehr.

Wenn Ihr wandern UND barfuß gehen wollt, probiert die Vivobarefoot aus!

In Berlin kann man Vivobarefoot jetzt auch probelaufen im Flagstore

Bei mir schwanken manchmal die Größen der Barfußschuhe. Deswegen wünsche ich mir eigentlich immer einen Laden um die Ecke zum anprobieren. Zwar kann man bei Vivobarefoot problemlos umtauschen, aber es dauert halt. Entweder dauert es 3-4 Tage bis man die andere Größe hat, die man braucht oder man bestellt einfach beide Größen, die in Frage kommen und schickt dann die nicht passende zurück. Allerdings bezahlt man dann auch erstmal beide. Die Rückerstattung kommt zuverlässig an, kann aber ein paar Tage dauern. Dazu mehr im nächsten Punkt.

In Berlin hat ganz frisch ein Vivobarefoot Barfußschuhladen aufgemacht

Ein Hinweis zum Service von Vivobarefoot

Meine Süße hat auch die Neo Sneakers, wollte aber für den Winter ein paar Stiefel haben. Leider ist bei der Bestellung was schief gelaufen. Ich befürchte, das iPad hat die Adresse falsch übermittelt. Jedenfalls konnte das Paket nicht zugestellt werden und ging zurück an Vivobarefoot. Momentan haben die dort aber SO viel zu tun, dass es einige Tage dauern kann, bis Rücksendungen und Rückläufer bearbeitet werden. Ich hatte angerufen um zu fragen, wo das Paket denn bleibt und relativ schnell war das Problem mit der falschen Adresse rausgefunden. Auf liebes Bitten hin hat die Servicemitarbeiterin sich dann sogar ins Lager aufgemacht um meine Sendung zu suchen und wieder auf den Weg zu bringen.

Das tragische dabei: Die schwarzen Vienna Stiefel, die meine Freundin haben wollte sind nun in 39 genauso ausverkauft wie die hohen Boxerstiefel *schnüff*

Wichtigster Tip: Wenn Ihr Vivobarfoots seht, die Euch gefallen – SCHLAGT ZU! Die Modelle wechseln recht häufig und dann nochmal an Euren Traumschuh ranzukommen ist echt schwierig.

 

Vivobarefoot Neo Men

Barfuß laufen in Vivobarefoot auf der CeBit – 2 Tage lang Erfahrungsbericht

Ok, ich bin nicht mit nackten Füßen auf der CeBIT rumgerannt, sondern in Barfußschuhen von Vivobarefoot. Diese Treter haben eine sehr dünne Sohle und sind besonders breit und flexibel, damit sich der Fuß möglichst frei und natürlich bewegen kann. Hier mal ein kleiner Testbericht vom probelaufen.

Nicht alle Barfußschuhe sind übrigens diese lustigen 5-Finger Schuhe, mit denen man aussieht wie ein Hobbit beim Fitness-Training zum Mount-Doom-Marathon ;)

Die ersten 3 Tage in den Schuhen waren ziemlich witzig. Besonders wenn ich über unseren Kies-Hof oder durch den Wald gelaufen bin. Durch die dünne Sohle merkt man jede Wurzel und jedes Steinchen. Allerdings nicht so unangenehm, wie wenn man mit ganz nackten Fußsohlen drauf treten würde.

Die Sohlen federn eben nicht, sondern schützen nur gegen spitze Steine, Scherben usw.

Geht man in Barfuß-Schuhen anders? OH JA!

Durch immer bequemere Fußbetten und gefederte Hacken in modernen Schuhen haben unsere Füße das richtige arbeiten verlernt. Wir laufen mit der Hacke voraus – das heißt wir treten mit der Hacke zuerst – weit vor dem Körper auf. Das verursacht schon beim normalen gehen ziemliche Erschütterungen im Rücken. Beim Joggen ist das umso schlimmer.

In Barfuß-Schuhen läuft man automatisch mit etwas kleineren Schritten und mehr auf dem Fußballen. Sieht zu Anfang nicht nur komisch aus, das macht auch ordentlich Muskelkater in den Füßen und Waden, da man Muskeln verwendet, von denen man gar nicht mehr wusste, dass man sie hat.

Barfuß laufen lernen

Wie man richtig barfuß läuft lernt man ziemlich gut in der Training Clinic von vivobarefoot. Dort lernt man zum Beispiel die richtige Laufhaltung:

VIVOBAREFOOT – Training – Barefoot Walking with correct posture from VIVOBAREFOOT on Vimeo.

Dementsprechend war mir auch etwas mulmig bei dem Gedanken, in den Schuhen auf der CeBIT auf dem harten Hallenboden rumzulaufen. Egal welche Messe ich in den letzten Jahren besucht hatte: CeBIT, IAA, Auto Shanghai, GamesCon, Essen MotorShow, Auto Salon Genf… Es gab immer Fuß- und Rückenschmerzen. Und zwar nicht zu knapp.

Ich dachte mir “ach komm – memm nich rum. Schlimmer kanns nich werden.”

Tja, was soll ich sagen? Obwohl ich mit schwerer Kamera und Tasche 2 Tage lang unterwegs war, Interviews zum FirstSpirit CMS für comspace gedreht habe und das heimliche TopThema der CeBIT entdeckt habe, hatte ich überhaupt keine Probleme. Weder taten die Füße weh, noch der Rücken.

Kann ich nur jedem empfehlen. Zumal es mittlerweile Modelle gibt, die zu allen Dresscodes passen (von Lackschuhen zum Smoking mal abgesehen *g*). Nicht nur bei Vivobarefoot – Constantin hat auf Paleosophie auch gerade wieder 2 neue Barfußschuh Modelle in seinem Podcast vorgestellt.

UPDATE:
Eine Sache ist mir gerade noch eingefallen. Ich hatte die Neo und die Gobi (Lederstiefel) bestellt. Beide in Größe 44.
Die Neos passen wie angegossen. Die Gobis waren ne Nummer zu groß undGröße 43 leider zu dem Zeitpunkt nicht lieferbar.

BMW 750iL Probefahrt von Sandmann

BMW 750iL Probefahrt von Sandmann

Wird mal wieder zeit für eine echte Probefahrt eines grade erst letztens kennen gelernten und gleich hoch geschätzten Blogger Kollegen:

Die Probefahrt mit dem BMW 750iL vom Sandmann mit dem Titel “Hochglanz Bilanz” ist großartiger online-Lesestoff. Die Hälfte der Zeit hat er probe-poliert, einige Male probegetankt, ist dann aber auch probegefahren. Und hat ein paar interessante technische Details herausgefragt. Sehr gewitzt auch mal nachzuhaken, was denn so nach den 3 Jahren passiert, wenn der Erstkäufer längst das neue Leasingauto fährt.

Sandmann – seines Zeichens auch Autobildblogger – schreibt ganz wunderbare und lesenswerte Er-Fahr-ungsberichte. Ich werde hier definitiv noch das eine oder andere Posting von ihm bringen.

Honda CR-Z – 13.500km und 50 Tage europäische Probefahrt

Honda CR-Z – 13.500km und 50 Tage europäische Probefahrt

Im Sommer 2010 bin ich den Honda CR-Z gemeinsam mit meiner Freundin Angie “probegefahren”. Unsere Testfahrt führte uns von Hamburg westwärts immer an der europäischen Küste entlang: Dabei kamen wir durch holländischen Sturm, holperten über belgisches Kopfsteinpflaster und arbeiteten uns durch nordfranzösischen Dauerregen in der Normandie. Ab der Bretagne wurden wir mit wunderbaren Küstenabschnitten entlang des Atlantiks belohnt.

Wir schlängelten uns über Pyrenäenstraßen und verirrten uns fast im portugiesischen Bergnebel, glitten entlang der schroffen Atlantikklippen und dabei hat der Honda CR-Z alle westeuropäischen Enden der Welt gesehen, bis wir schließlich in die verwinkelten Straßen von Tarifa kamen – der windigsten Stadt Europas an der Straße von Gibraltar. Ab hier änderte sich die harte aber wundervoll spektakuläre Gegend in mediterranes Flair und traumhafte Mittelmeerrouten direkt am Strand entlang.

Wir hatten den Ozean die meiste Zeit über als Beifahrer in Sichtweite, bis wir über durch Italien kamen und über die Alpen, Österreich, Tschechien und Polen wieder eine Küste erreichten. Diesmal die der Ostsee. Ihr folgten wir wieder Richtung Westen, bis wir 50 Tage später in Hamburg ankamen.

Auf dieser Tour haben wir “unseren” Honda CR-Z, den wir wegen seiner Haifischflossen-Antenne gleich auf Sharky tauften, natürlich ganz genau im Detail kennen gelernt. Das Auto brachte übrigens zwei Besonderheiten mit sich:

Erstens kam es aus dem Pressefahrzeugpool der Honda Motor Europe in England. hatte also dementsprechend britische Kennzeichen – war aber ein Linkslenker, was dazu führte, dass wir die englische Südküste auslassen mussten. Aus Versicherungstechnischen Gründen durften wir mit einem Linkslenker britischer Zulassung dort nicht fahren. Und auch nicht in Gibraltar, was britisches Hoheitsgebiet ist :)

Die zweite und viel interessantere Sache war: Sharky hat selbstständig getwittert (Danke an www.additive-net.de) und war damit immerhin das erste Auto in Europa (Ford kam uns weltweit mit AJ dem twitternden Fiesta um 2 Wochen zuvor). Alle 5 km hat unser Sharky einen Tweet abgesetzt, seine Geopositionsfähnchen in eine Google Map gepiekst und der Welt seine aktuellen Fahrdaten mitgeteilt. Also: Kilometerstand, Geschwindigkeit, Durchschnittsgeschwindigkeit und Fahrmodus.

Sport, ECON und Normal sind die Fahrmodi des Honda CR-Z. Das an sich ist jetzt noch nichts bahnbrechend neues, eine Weltneuheit ist dagegen, dass es sich bei dem Auto um das erste sportliche Hybrid Coupè mit einem knackig kurz ausgelegten 6-Gang Schaltgetriebe handelt. Der 14 PS Elektromotor liefert beim Anfahren und bei Überholvorgängen ordentlich Dampf von unten und unterstützt den 1,5 Liter, 114 PS Benzinmotor beim Anfahren, Überholvorgängen und v.a. auf südfranzösischen Serpentinenstraßen :). Das Hybridsystem ist also nicht ausschließlich auf geringen Spritverbrauch ausgelegt, sondern sorgt für Fahrspaß und -Dynamik.

Das zieht natürlich die Frage nach sich:

Was hat der CR-Z denn für’n Verbrauch?

(Die Frage wurde mir in der Tat am häufigsten gestellt.) Kommt wie immer ganz auf den Fahrer an. Ich habe mir im Laufe der Jahre eine Mischung aus sportlicher und sagen wir mal nachhaltiger Fahrweise angewöhnt. Damit habe ich den Honda CR-Z auf einer 218 km langen Strecke über polnische Landstraße (70%), polnische Autobahn (20%) und Stadt (19%) bei 4,8 Litern gefahren. Das war mein persönlicher Spar-Rekord auf flacher Strecke. Selbstverständlich im ECON Fahrmodus und mit bedachtem Einsatz des Gasfußes.

Nach oben raus habe ich den Verbrauch nicht über die 8 Liter Grenze Durchschnitt treiben können – Auch nicht mit bösesten Heizereien im SPORT Modus. Ob durch Pyrenäen-Ausläufer, entlang monegassischer Mittelmeer-Serpentinen oder über italienische Dolomitenpässe. Auch in der schärferen Gangart konnte ich Sharky’s Durst immer im Zaum halten.

Spannend ist die direkte Reaktion beim Umschalten der Fahrmodi. Besonders von ECON in SPORT. Nach dem Druck auf den Knopf geht direkt die Drehzahl hoch, das Gas wird spontaner angenommen und vor allem wird die Lenkung straffer und direkter. Das war sehr hilfreich auf den Bergstraßen rund um Europa. Selbst wenn ich eher sparsam unterwegs sein wollte (und selbst das geht mit behutsamen Gasfuß im SPORT Modus) habe ich diese Einstellung gewählt um in den engen Serpentinen das bessere Ansprechverhalten nutzen zu können.

Aktiv Sprit sparend Fahren macht Spaß

Überhaupt macht das bewusste Fahren mit diesen drei Modi sehr viel Spaß. Ich habe mich öfters dabei ertappt, wirklich mit Köpfchen zu fahren und bsw. so zu überholen: Runter schalten, den SPORT Modus aktivieren, Gas geben, raus ziehen und die bessere Leistungsentfaltung nutzen, einscheren und wieder entspannt in den ECON Modus zurück wechseln. Erinnerte mich hier und da immer wieder an Knight Rider und seinen Lethal Pursuit Mode :)

Aber auch beim durch die Stadt cruisen macht sich der ECON Modus im Hybrid bemerkbar: An der Ampel los fahren geht sehr viel zügiger als in Autos ohne Elektrounterstützung. Allerdings hier auch ein Tip: Ruhig einen beherzten Vollgasstoß beim losfahren geben – damit steigt der Elektromotor erst richtig ein und schiebt schön von unten raus das Auto an. ZACK ist man in Schwung und kann rollen lassen.

Die Schaltwege sind genauso kurz und knackig wie der angenehm in der Hand liegende Schaltknauf. Das Getriebe saugt die Gänge auch bei ambitionierter Gangart förmlich ein.

Ach ja – die Klimaanlage macht ungefähr einen Mehrverbrauch von 0,8 bis 1 Liter Sprit aus. Sobald die 25 Grad unterschritten wurden, haben wir den Kühlschrank also schön zu gelassen. War auch recht angenehm. Bei nem weißen Auto kein Problem.

Hier mein Tagesrekord – zum ersten  Mal lange unter 5 Liter. Am Ende dieses Tages in Polen (da war dann auch die Klimaanlage den ganzen Tag aus) hatten wir die 4,8 Liter auf einer Strecke von 218 km.

Ziemlich revolutionär im CR-Z ist ja die Start-Stop Automatik, die nicht erst kurz vorm stehen bleiben einsetzt. Direkt bei weniger als 30!! km/h schaltet sie den Motor ab und lässt das Auto rollen. Im Stadtverkehr oder im stockenden Verkehr auf der Autobahn ein nicht zu unterschätzender Spritsparvorteil! Und es macht mächtig Spaß, mit ganz leicht angetippten Bremspedal bergab zu rollen um möglichst lange ohne eingeschalteten Verbrenner vorwärts zu kommen. Geht man im Rollen von der Bremse oder tritt an der Ampel die Kupplung ist der Motor des Honda SOFORT wieder da. Das hat mich jedes Mal wieder erstaunt, wie schnell die Karre wieder anspringt.

Das Raumschiff Instrumentarium im Blicken

Ich gehöre ja bekanntermassen zu den Leuten, denen das Interieur eines Autos nach den Fahrleistungen am wichtigsten ist. Hier verbringe ich schließlich am meisten Zeit. Im CR-Z habe ich mich auf Anhieb wohl gefühlt. Und ein bißchen wie Captain Picard auf der Brücke vom Raumschiff Enterprise.

Die Innenausstattung ist für ein Auto der Kompaktklasse topverarbeitet und fasst sich unglaublich wertig an. Noch besser ist aber die aufwendige Instrumentierung, die nicht nur je nach Fahrmodi in unterschiedlichen Farben leuchtet (grün für ECON, blau für NORMAL und rot für SPORT). Im Instrumentenfeld sind um den optisch etwas herausstehenden Digitaltacho, der vom sehr geschmeidig anzusehenden Drehzahlmesser eingefasst wird noch viele Zusatzinformationen enthalten:

Zum einen natürlich, in welchem Fahrmodus ich mich befinde, ob der Akku des Hybridsysstems gerade aufgeladen wird oder ob der Elektromotor mich beim Fahren unterstützt. Und – ganz wichtig: Es gibt mehrere Anzeigen, die mich an eine sprit sparende Fahrweise erinnern ohne dabei zu nerven. Der im Bild blaue Ring verfärbt sich je nach Energieverbrauch tvon grün zu blau. Die SChaltanzeige gib tan, ob ich besser rauf oder runter schalten sollte um im optimalen Drehzahlbereich unterwegs zu sein. in der rechten Ecke (im Bild nicht zu sehen) sammel ich Blätter an kleinen Pflanzen während der (umweltfreundlichen) Fahrt. Und ebenfalls nicht ganz zu sehen: Ein nach rechts ausschlagender Balken gibt mir den aktuellen Spritverbrauch an.

Spielerisch und unaufdringlich zu weniger Spritverbrauch. So soll das sein. Übrigens funktionieren die Fahrweisen, die ich mir im CR-Z angewöhnt habe auch in allen anderen Autos.

Innen viel Platz

Der Fahrgastraum ist wie in einem Coupè üblich für 2 Personen ausgelegt. Durch die nach vorne hin lang gezogene Form hat man auf Fahrer- und Beifahrerseite reichlich Platz. Davon konnte insbesondere Angie ein Lied singen, die auf der Beifahrerseite alle täglich benötigten Dinge im Fußraum komprimiert hatte :) Verpflegung, Kartenmaterial, Schuhe, Getränke, und vor allem: Laptop mit 220V Konverter am Zigarettenanzünder, Kameras mit Ladegeräten und Handylader immer in Griffweite.

Ich habe täglich zwischen 4 und 8 Stunden in diesem – zugegeben nicht grade typischen (Reise-) Auto zugebracht und mein Rücken ist noch top in Form. Die Sitze sind wirklich eine exzellente Mischung aus sportlichem Halt und ergonomischem Komfort. Insbesondere da wir lange Zeit bei über 40 Grad Außentemperatur unterwegs waren, ist eine entsprechend angenehme Sitzoberfläche nötig, damit man sich nicht den Allerwertesten abschwitzt. Auch hier sind wir bestens klar gekommen.

Für einen Sitzriesen wie mich ist bequem Platz im CR-Z. Ich habe kurze Beine – muss also sehr nah ans Lenkrad ran rutschen. Habe aber einen langen Oberkörper, von daher stoße ich auch gerne mal unter die Decke von manchen Autos. Bei Sharky blieb ich beulenfrei an der Birne :) da die Sitzposition an sich schon sehr tief ist und sich sowohl Sitzhöhe und Lenkradposition optimal einstellen lassen.

Was mir besonders gut gefallen hat war das tiefe Fach hinter den Becherhaltern hinter der Mittelkonsole. Wir haben hier die Telefone und alle anderen USB-Geräte untergebracht (da hinter einer Klappe unter der Navi-Einheit die Kabel verstaut werden können. Das Fach ist zwar offen, aber schön ief und fast zur Not ne ganze Packung Kekse, wenn man mal schnell was verstauen muss :)

Ansonsten hat der Honda CR-Z aber auch noch eine kombinierte iPhone-Halterung und Kühlungslösung zu bieten:

Eine Sache, die etwas gewöhnungsbedürftig ist:
Die Sicht aus der Heckscheibe ist eingeschränkt. Erstens durch die schwarze Färbung, zweitens durch die steile Linie des Hecks und drittens weil die Heckscheibe in zwei Teile gesplittet ist: Den schägen oberen und einen kleinen graden Teil unten. In dem unteren klebte bei uns einer der ORI10K Aufkleber so dass ich mir ziemlich schnell angewöhnt habe nach Seitenspiegeln zu fahren und mich beim Rückwärtseinparken tatsächlich mal auf das Piepsen der Parkhilfe zu verlassen.
Keine Angst, es gab keine Macken ;) Nicht mal fremd verschuldete. Und im restlichen Teil Europas ist es nun mal durchaus üblich, sich einfach aus der Parklücke raus zu schubsen. Da ist die Meinung der Menschen sehr einhellig “Wieso? Die Autos haben doch Stoßstangen dafür!”

Zwei Kleinigkeiten, die mich genervt haben gab es natürlich auch:

1. wenn ich mal kurz das Lenkrad mit dem linken Knie unterstützt habe um bsw. eine Flasche Wasser aufzudrehen, habe ich damit über einen der Knöpfe links am Lenkrad das Navi in den “neues Ziel eingeben”-Modus geschaltet.

2. Den mittleren Lüftungsaugang kann man nicht schließen. Keine Ahnung, wo hier der Sinn steckt und die Interieur-Designer einen Verschluss weggelassen haben.

Mit beiden Dingen lässt es sich aber sehr gut leben ;)

Klimaanlage und Start-/Stop Automatik

Die gute Nachricht zuerst: Beides funktioniert astrein :) Woran ich mcih nur gewöhnen musste war, dass die Start-/Stop-Automatik an der Ampel auch die Klimaanlage ausschaltet. Bei längeren Stops führt das dazu – besonders, wenn es draußen grad einen schönen Sommerregen gibt – das RuckZuck die Scheibe beschlägt. Die stark angeschrägte Frontscheibe begünstigt ein schnelles Beschlagen noch, sodass nach 20-30 Sekunden schon alles vernebelt sein kann. Glücklicherweise hat die Klimaanlage sobald sie wieder anspringt soviel Leistung, dass sie die Scheiben unter 10 Sekunden wieder frei gepustet hat.
Die Lösung zur Vermeidung: Einfach an der Ampel auf Außenluft, statt Umluft stellen, solange wie nur das Gebläse pustet. Dann beschlägt nix.

Das Design des Autos fällt auf

Darauf muss man sich wirklich einstellen: Das aggressive, gedrungene Design von Sharky ist sehr, sehr auffällig. Egal wo wir standen, die Leute haben dem Auto hinterher geschaut oder kamen direkt auf uns zu um zu fragen, um welches Auto es sich da handelt. Ob auf der portugiesischen Rennstrecke, im spanischen Touriort oder auf dem großen Marktplatz über den Dächern von Florenz. Der CR-Z ist ein auffälliger Hinkucker, auf den uns sogar ein paar Amis und Kanadier angesprochen haben.

Hier mal eine schöne Zeitlupe wie Sharky vich von seiner besten Seite zeigend, durch die Weinberge vom Chateau de Giscours im Margaux (nahe Bordeaux) rollt.

Bei Regen hat die hübsche Form einen Nachteil: Es regnet sofort rein. Dach und Türlinie sind vom Schwung her so angelegt, dass Regen bei offenem Fenster nicht einfach nur auf der Türkante landet, sondern gleich auf dem Arm des Fahrers.

Technische Probleme?

Kein einziges. Insgesamt mit Vorbereitung und einigen Tagen nach der Reise bin ich gut 15.000km mit dem Honda CR-Z gefahren und er hat uns nicht einmal im Stich gelassen oder Probleme bereitet. Einen kurzen Moment dachte ich mal die Lenkung hätte einen Schlag weg bekommen, nach dem ich einen der französischen 30-Zonen Drempel etwas zu zackig genommen hatte (also mit 35 – die Franzosen bauen da echt ganz gerne Treppen in die Straßen). Letztendlich habe ich dann nur die leicht unterschiedlichen Luftdrucke wieder ausgeglichen und Sharky schnurrte wieder gerade aus.

Einzig auf die tiefgezogene Schürze vorne am Auto sollte man sich einstellen. Bei Schlaglöchern, Zone-30 Drempeln (in Holland heißen die wirklich so) und sehr steilen Parkhaus Auf- und Abfahrten kann es sonst schon mal ein bißchen kratzen an der Nase.

Honda Navi und Entertainment HiFi System

Das Navi ist etwas gewöhnungsbedürftig von der Bedienung her. Hat uns für unser Vorhaben aber letztlich sehr gut in die Karten gespielt. Da wir möglichst immer in Sichtweite zum Meer gefahren sind, das Navi uns aber zuverlässig immer wieder auf die nächst größere Straße zurück holen wollte, haben wir kurzerhand folgendes gemacht:

Das nächste Ziel haben wir eingegeben. Angie hat aber mit dem kleinen Joystick recht oben am Navi die Karte immer passend bewegt und mir angesagt, wann wir wo abbiegen müssen um möglichst lange Strecken über kleine Küstenstraßen zu fahren. Auch die Programmierung von einzelnen Wegpunkten war kein Problem. Was einem nur klar sein sollte, dass Polen und Tschechien nicht mehr zu Westeuropa gehören und daher bei der Standardnavi Variante nicht mit dabei sind. Dafür hatten wir noch das Navigon auf dem Iphone. Ach ja und in Portugal wird so schnell und so viel gebaut, dass die Naviangaben – genauso wie portugiesische Verkehrsregeln – eher so Richtwerte sind :) Es soll einen Hondahändler geben, der auf einer Landgewinnungsmaßnahme gebaut hat. Dieses künstliche Land ist noch so jung, dass man laut Navi im Atlantik steht, wenn man da hin fährt ;)

Die Alltagstauglichkeit des Honda CR-Z

Sharky ist nicht nur ein tolles 2-Personen Reiseauto, sondern natürlich auch voll alltagstauglich. Als unabhängigen Tester hatte ich meinen Dad reingesetzt, der sich durch aus so einen Hybridkeil als Rentenspaßmobil vorstellen kann (und das nachdem er den Civi Type-R schon über ostwestfälische Landstraßen geprügelt hat *g*)

Der Kofferraum ist für den Wocheneinkauf genau richtig dimensioniert. Vor allem kann man ihn so packen, dass einem nicht alle Tüten umfallen. Bei meinem Alltagsauto Volvo-Kombi keine Selbstverständlichkeit, da fällt gerne mal ne Tüte um und ich kann die Tomaten auf der 2,50m Ladefläche suchen gehen ;) Auch die Ladekante stellt jetzt kein unüberwindbares Hindernis dar. Da kriegt sogar Angie mit ihren 1,58m Größe eine Kiste Bier reingestellt. Ohne die Rückbank umzuklappen kommt das Gepäckabteil auf 225 Liter. Klingt wenig. Mir hat es aber immer gereicht. Wenn man die Sitze noch umlegt, steigt das Volumen auf 595 Liter. Klar ne Schrankwand transportiert man damit nicht, aber dafür ist das Auto auch nicht gedacht.

Um das Kofferraumvolumen einmal zu demonstrieren haben wir hier eine Zeitrafferanimation gemacht, in der Ihr seht wie wir Sharky nach über 50 Tagen Reise wieder auspacken. Und da hätte noch mehr reingepasst!

Sicherheit

5 Sicherheitssterne im Euro NCAP Crash Test sprechen eine deutliche Sprache. Im CR-Z sitzt man verdammt sicher. Wie sicher genau mussten wir glücklicherweise nicht testen ;)

Und selbst auf der Rennstrecke taugt er :) Hier sind wir mit Supersport Honda-Rennfahrer Miguel Praia auf der portugiesischen Rennstrecke Autodromo do Algarve unterwegs:

Fazit – Honda CR-Z einfach mal probefahren

Wer ein cooles, individuelles Auto sucht, das technisch top, aussen und innen cool und sowohl auf langen wie kurzen Strecken spitze zu fahren ist, sollte sich definitv den CR-Z mal für eine Testfahrt beim Händler abholen!

Alle weiteren Geschichten zu unserem Sharky, dem twitternden Honda CR-Z lest Ihr in den kommen Wochen und Monaten auf www.ori10k.de und auf unserer Facebook-Page.

An dieser Stelle auch noch mal ganz herzlichen Dank an Honda und besonders an David, für die Unterstützung und dass wir das Projekt ORI10K auf die Beine gestellt bekommen haben!

Und hier sind nochmal meine aller ersten Eindrücke zum Honda CR-Z aus dem April, als ich das Auto auf der Honda Presseveranstaltung zum ersten Mal fuhr:

all rights und so: Nicole Maennl und Robert Basic

Mal andere Probefahrer zu Wort kommen lassen: Honda Accord mit @enypsilon und @RobGreen

Nicht nur ich bin wieder fleissiger was das Autos probefahren angeht, einige andere Bloggerkollegen schwingen sich auch immer mal wieder hinter das eine oder andere Steuer. Da ich die ganzen schönen Testberichte meiner lieben Bloggerkollegen in den letzten Monaten aus gutem Grund nicht alle mitkriegen konnte, habe ich mir überlegt, regelmäßig die Probefahrten, die mir auf anderen Blogs gefallen hier zu verlinken.

all rights und so: Nicole Maennl und Robert Basic

all rights und so: Nicole Maennl und Robert Basic

Nicole und Rob zum Beispiel, die zuerst mal den Honda Accord auf seine Spaß- und Alltagstauglichkeit getestet und in 3.000km all die elektroinschen Helferlein ausprobiert und erklärt haben. Auf den versprochenen Lovetest warten wir allerdings immer noch :)

Sehr lesenswert und ein schöner Erfahrungsbericht aus anderem Blickwinkel. Mehr davon!

Honda Civic Type R – Probefahrt und 3 Wochen Testbericht

Honda Civic Type R – Probefahrt und 3 Wochen Testbericht

Den Honda Civic Type R habe ich knapp drei Wochen hier auf dem Ponyhof gehabt. Ausreichend Zeit, um ihn sehr genau unter die Lupe zu nehmen und einigen Spaß mit dem Auto zu haben.

Die Erfahrungen teile ich in kleinere Postings auf. Zum ersten Mal auch einige Video-Postings mit anderen Leutchens. Diese hier sind schon online:

Hier geht’s los – ich nehm das Auto aus Offenbach von Honda mit. Blogpapa Robert Basic is auch mit dabei.

Gleich den nächsten Tag Freundin mit dem Type R erschreckt.

Vatertag. Also durfte Paps mal ne Runde mit der Drehorgel drehen. Immer nur Bollerwagen is ja auch nix.

Kurzes Video-Posting über den ersten Besuch an der Zapfsäule.

Weitere Clips und ein ausführlicher Testbericht folgen.

VW Golf Coupè – ähm Scirocco Fahrbericht

VW Golf Coupè – ähm Scirocco Fahrbericht

Gestern noch geschrieben, ich würde hier kürzer treten und dann heute das:

Endlich bin ich mal in den Genuss gekommen, den neuen VW Scirocco zu fahren. Und da muss ich natürlich auch gleich nen Posting raushauen. Der Fahrer, dem ich den Schlüssel entreißen konnte, ist vorher Fiesta Coupè – also Ford Puma gefahren und jetzt sozusagen eine Klasse höher gegangen :)

Von außen muss ich schon sagen wow. SEHR schickes Auto. Vor allem in schwarz. Wirklich aufgefallen sind mir neue Sciroccos eigentlich nur in weiß bisher. In schwarz bringt er also etwas mehr Understatement mit, ist aggressiv zurückhaltend :) Genauer hingesehen, gefällt er mir in schwarz tatsächlich besser. Böse, gedrungen, dynamisch, Raubkatze auf dem Sprung – you name it. So ziemlich alle Sport-Coupè Attribute können hier vergeben werden.

Dann Reinsetzen. Zu Hause fühlen.

Innen drin ist VW ja seit zwei bis drei Jahren über jeden Zweifel erhaben. So ziemlich jeder deutsche Autohersteller liefert mittlerweile im Interieur ne ordentliche Leistung ab. Gar keine Frage.
Die gräßte Weiterentwicklung habe ich für meinen Geschmack aber bei VW festgestellt. Egal ob im Passat, Golf VI (der im Vergleich zum Golf V ein RIESENSCHRITT war) oder eben nun im Scirocco. Ich muß mir schnellstmöglich mal einen Seat EXEO und einen neuen A4 ider besser noch A6 innerhalb eines Tages anschauen um zu sehen, wie es beim nächstkleineren Hersteller (oder wäre das Skoda?) und beim nächst höheren so aussieht. Bin gespannt, ob Audi da noch ne Schippe drauf legen kann und wie.

Bei der Unterhaltungsabteilung hat sich auch einiges getan die Touchscreen-Steuerung ist intuitiv – sogar mit Scrollbalken. Fehlt eigentlich nur noch, dass man da ordentlich drüber surfen und die Beifahrerin nebenbei Farmville zocken kann. Mit Musik versorgt man sich ganz oldschool per CD oder mit einer SD-Karte, die elegant unterm Radio versenkt wird. Da sitzt doch ein Geek Scirocco Product Management – recht so! ;). Über ein AUX Kabel in der Mittelkonsole könnt Ihr natürlich auch noch iPhone, MP3Player und Krams anschließen.

Mir persönlich hätten die Instrumente etwas verspielter und weniger nüchtern sein können. Überhaupt macht das Auto für ein Spaßmobil auf mich einen zu ernsten Eindruck. Dafür machen sich laut Besitzer die Leute in Scirocco Foren einen Spaß:
Das besondere an der Sportausführung “sind eigentlich nur die schwarzen Lüftungseinfassungen :)” Die sind sonst wohl silber. Beim VW Passat genau umgekehrt. Da sind die Sport-Heizungsrahmen im Armaturenbrett silber und die normalen schwarz. Also was macht man, wenn man nicht zum VW-Händler rennen und nen Batzen Geld ausgeben will? Genau. Tauschen :) “Habe silber – suche schwarz” ist wohl ein sehr gängiger Topictitel in VW-Foren zur Zeit.

Den Rückspiegel bewegen erfordert übrigens Mut. Keine Ahnung, ob das Usus ist, oder nur in diesem speziellen Auto so schwer ging, aber ich hatte echt Angst, was kaputt zu machen. Erst beim dritten Anlauf hab ich dolle genug dran rum gewerkelt, um den Spiegel passend zu bewegen.

Schlüssel rum. Stutzen. Diesel? So hört er sich im ersten Moment jedenfalls an. “DU hast nen Diesel gekauft?” Zwei Leute lachen sich neben und hinter kaputt. “Das sagt bis jetzt jeder, dass er sich wie ein Diesel anhört. Warte, bis Du über 2000 Umdrehungen kommst. Dann geht das weg.”

Tja, bis ich hier vom Ponyhof runter bin – inklusive des holprigen Weges – muß ich meinem Gehirn noch sagen, dass das, was es da wahrnimmt kein Nageln ist :) Auf den ersten glatten paar Metern sind die 3500 U/Min aber fix erreicht und die Geräuschkulisse wird deutlich interessanter. Irgendwas zwischen hohem Brummeln und dezentem Fauchen. Nennen wir’s Faummeln. Oder meinetwegen auch Brummcheln. Klingt jedenfalls SEHR cool. (Ok. Einen Tag vorher bin ich noch 500SL in offen gefahren. DAS war Brummeln und fauchen, aber auch ein Preisunterschied von Faktor 4 bis 5)

Der Kompressor schiebt von unten raus ordentlich an, dann zieht der Turbo. Die 160 Ponies (danke an die Kommentatoren, die mich auf den Fehler hingewiesen haben – ich hatte zuerst 140 PS geschrieben) aus dem 1.4 Liter Motor sich an wie 2 Liter. Keine Schwächen.

Von der vielfach in Webberichten monierten “hakeligen” Schaltung konnte ich nichts feststellen. Für meinen Geschmack kam die Kupplung etwas spät. Aber daran würde ich mich in 2-3 Tagen gewöhnt haben. Wobei das Doppelschaltgetriebe (DSG) noch einen Tacken besser zu fahren sein soll, sagte der Besitzer. War aber noch nicht zu kriegen, als er das Auto gekauft hat.
Und ein Ratschlag des Scirocco-Fahrers:
“Der zweite Gang reicht locker um innerorts den Lappen abzugeben. Bis 100 kannst Du den hochziehen”
Bemerkung des Probefahrers: Auch im 6. Gang des Schaltgetriebes konnte ich noch entspannt mit 50 rumcruisen.

Was an der ersten Ampel und einem Blick nach hinten auffällt ist die bescheidene Übersicht. A-Säule vorne geht noch. Da war der GL450 den ich letztens hatte unübersichtlicher, obwohl das Mercedes SUV gefühlt doppelt so breit war. Beim Scirocco nach rechts hinten zu kucken ist schon abenteuerlich. Durch die getönten Scheiben und in der Dämmerung kann man anthrazit und ähnlich gefärbte Autos hinter und neben sich wirklich nur erahnen. Nach hinten raus beim Rückwärtsfahren ist das das erste Auto aus der nicht-SUV-Klasse, bei dem ich froh bin, dass eine Abstands-Piepsomatik verbaut ist. Ich glaub sonst haste Dir da ganz fix ein hübsches neues Muster in die Stoßstange gefahren. Entweder man sieht Mitfahrer oder Kopfstützen.

Auf der Landstraße läßt sich der Scirocco mit 4 Leuten im Auto auch bei – ääähm – “optimistischen 110” unglaublich gut kontrollieren. Fast ein bißchen zu perfekt. Ich frage mich, wie sich der Grenzbereich anfühlt und wie abrupt er einsetzt. Ein Auto, daß sich so leicht und kontrolliert bewegen läßt kann einen dann plötzlich mit schlechten Manieren überraschen, wenn man es mal zu weit treibt.

Der Besitzer schielt aber auch schon auf das kleine “Firmware-Update” dass nochmal knapp 100 Nm, 40 PS und 15 km/h rausholt. Dann läuft er was bei 230.

Falls Ihr noch Fragen zum Auto habt einfach hier stellen. Der Scirocco-Treiber liest hier regelmäßig vorbei und wird gerne Auskunft geben.

Ansonsten gibt es noch einen schönen Vergleich von Grip – Alt Scirocco gegen Neu: