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Drei Probefahrten mit dem Honda CR-Z

Drei Probefahrten mit dem Honda CR-Z

Ist mir heute erst so wirklich bewusst geworden – so langsam habe ich es als Auto Probefahrt Blogger ja schon zu etwas gebracht:
Ich habe an einem Tag drei Probefahrten mit einem Auto gemacht, das nicht gar nicht auf dem Markt ist :) Der offizielle Start des Hybrid Sportcoupè Honda CR-Z ist am 5. Juni 2010.

Letzte Woche am 12.5. war #Honda2010tt. Hinter dem Hashtag verbirgt sich der Honda Testtag. Aufhänger war natürlich der CR-Z, aber wir (Blogger, Twitterer, Hondaclubs, Journalisten) hatten die Möglichkeit fast die komplette Honda-Produktpalette aus zu probieren. Einzig der HondaJet und die Marine-Produkte fehlten.

Anyway. Dazu später mehr.

Erstmal geht’s um den Hybrid Sportler. Warum bin ich den Honda CR-Z gleich dreimal gefahren? Also das war so:

Anfang des Jahres habe ich für Honda im Zuge des Projekts Live Every Litre den Application-Blogger gemacht. Bei LEL konnten Menschen aus ganz Europa Ihre Ideen zu ihrem ganz persönlichen Roadmovie einreichen. Aus den deutschen Vorschlägen habe ich wöchentlich die schönsten und interessantesten zusammen gestellt und für Honda gebloggt. Kai von stylespion, Alexx von ifranznation und Rob Basic waren in unterschiedlichen Rollen ebenfalls bloggender Weise mit dabei.

Nun war es letzte Woche soweit. Endlich waren erste Exemplare des Autos hier angekommen und wir konnten die Autos über deren Geschichten wir schon seit Monate brüteten endlich mal fahren:

Wie Ihr im Video seht, bin ich erstmal den blauen CR-Z gefahren. Ich konnte mich nicht zurück halten :) Obwohl ich nur die kleine Runde auf dem im Auto bereit liegenden Googlemaps-Ausdruck abgefahren bin und mich echt beeilt habe, verpasste ich die ersten 10 Minuten der Einführungsveranstaltung durch Hondas PR-Leiter Doc Alexander Heintzel. *hüstel*

Und das, wo gerade Hondas Umwelt Engagement in deutschen Mooren ziemlich spannend ist. Sobald ich die Infos noch einmal zusammen recherchiert habe, werde ich die nachliefern. Steckten ein paar sehr spektakuläre Zahlen drin.

Danach ging es zusammen mit ifranz im schwarzen CR-Z weiter. Eindeutig die schickste Farbe für mich. Ich mag zwar mittlerweile strahlend weiße Autos auch sehr gerne, aber black ist und bleibt beautiful. Unsere kleine Duo-Probefahrt seht Ihr nochmal hier:

Und obwohl ich dachte, dass mich nach ifranz nichts mehr schocken könnte, hab ich mich dann noch in den weißen CR-Z im Slalom-Parcour geschwungen. Jepp. Macht Spass :) Und als Beifahrer von Honda Pressemann David Plättner im Parcours war es anstrengender die Balance mit Kamera in der Hand zu halten, als beim selber fahren. Das wiederum seht ihr im Video da ganz oben :)

Während Robert und Nicole sich die Führung durch die Honda Academy in Erlensee angeschaut haben, bin ich noch ein paar Autos gefahren. Ich wusste ja, dass Nicole Ihre Cam dabei hat und ich mir die Führung hinterher nochmal anschauen kann :)= Dankeee!

Einzig den roten CR-Z habe ich nicht ausprobieren können. Der fährt ja gerade für das Liveeverylitre.com Projekt als heimlicher Star des gleichnamigen Roadmovies quer durch Europa und ermöglicht 15 Leuten, die im wahrsten Sinne des Wortes abgefahrensten Geschichten zu erleben:

Ein Hund, der eine neue Liebe fand, Sebastian, der eine Liste mit 100 Dingen abarbeitet, die man im Leben gemacht haben muss, Philipp aus Deutschland, der einmal von oben nach unten durch Europa gefahren ist und dabei immer andere Menschen ein Stück mitgenommen hat und sich ihre Geschichte erzählen ließ, die School Boys, die mit einer aufgeblasenen Hüpfburg über den Gardasee gesegelt sind! und heute aktuell ist gerade Thomas unterwegs:

Let's be appalling on Twitpic

Er will mit dem CR-Z zum Metallica Konzert in Lissabon. Die Haube ist mittlerweile schon passend geairbrusht. :-) Bin gespannt, ob Mr. Hetfield und Bandkollegen alle ne Runde mitfahren und ein paar Autogramme hinterlassen.

Hier wählt Seb Tattoos aus:

Und hier ist die Hüpfburg auf dem Gardasee unterwegs:

Behaltet das Projekt im Auge! Da kommen noch einige spannende Stories in den nächsten Tagen. Über die Webseite von Live Every Litre könnt Ihr den Protagonisten Vorschläge machen, was Sie sich anschauen oder wo sie vorbeifahren sollten.

So. Ich gehe jetzt mal noch ein paar Runden mit dem Honda Type R filmen, den ich für ein paar Tage zum probefahren mitbekommen habe. Dazu dann später auch mehr…

Ford läßt 100 Leute über den Fiesta in US bloggen und twittern

pete Cashmore schreibt bei mashable so, als wäre es was ganz was Neues, daß ein Autohersteller Blogger ein Auto fahren läßt. Zugegeben – die Dauer des Projekts von 6 Monaten beim Ford Fiesta Movement ist schon sehr beachtlich. Auch die ausgefeilte Nutzung der passenden Medien mit Twitter, Facebook, Flickr und YouTube. Aber neu ist eine Aktion der Art nun wirklich nicht.

Letztes Jahr durfte ich bei einer vergleichbaren Aktion von Alfa Romeo dabei sein.

Daihatsu stellte mit letztes Jahr auf Anfrage einen Materia für 2 Wochen zur Verfügung.

Martin Oetting hat mit trnd bereits für smart und Opel vergleichbare Aktionen hingelegt.

Trotzdem ist so ein “Auto-Beta-Test” lange vor dem offiziellen Start eines Autos eine gute Sache. Ist die Frage, ob Ford das Projekt nur als Marketing-Maßnahme nutzt, oder ob die auf 4.000 Bewerbern ausgewählten 100 Blogger und Twitterer, die ein halbes Jahr mit dem neuen Fiesta durch Amiland fahren dürfen auch noch ein gewisses Mitspracherecht haben. Die Produktmanager für das Auto sollten jedenfalls verdammt gut zuhören und zusehen, was sie noch umgesetzt bekommen vom Feedback.

Ein bißchen heikel ist die Sache natürlich schon. Gar nicht mal wegen der Gefahr, die Blogger könnten das Auto zerreissen und schlechte Publicity verbreiten. Ehrlichkeit muss natürlich erlaubt sein, aber ein komplett Verriss wird nicht zu befürchten sein. Eund selbst dann wir Scott Monty da schon gegen steuern. Er hat ja letztens in dem kleinen Twitter-Skandälchen schon super professionell reagiert, als Ford ein Forum dicht gemacht hat, weil dort gefälschte Ersatzteile verbimmelt wurden. AUf WIRED.com sagt er jedenfalls:

“We’ve done a lot of war gaming and we’re prepared for a number of scenarios,” Monty told Wired.com. “Again, we’re looking for their feedback and input on the vehicle — they’re testing the vehicle as much as they’re building buzz about it, and we want to know how to make it the best possible car.”

Nene ich glaube da haben sie nix zu befürchten Das Auto hat sich in Europa ja schon bewährt und ist das zweithäufigst verkaufte Auto in seiner Klasse. Das schlimmste, was passieren kann ist, dass die Amis nix mit nem Kleinwagen anfangen können.

Die Angst sitzt IMO bei den Auto-Herstellern immer noch woanders. Zumindest beschrieb mir Sergio Crevore – damals noch Marketing Direktor und heute CEO von Alfa Romeo – das Worst Case Scenario so, daß die Web 2.0 Szene vollständig eingeladen und noch vor den Journalisten auf ein AUto angesetzt wird. Sollte das zur Folge haben, daß die klassischen Medien sich geschlossen sagen: Dann lasst die Blogger mal schön bloggen, wir halten uns raus und werden keine redaktionellen Berichte schreiben, könnte das zu einem echten Desaster für einen Autohersteller werden.

Klar, die Medien brauchen Anzeigenkunden genauso. Aber damals war es so, daß die Industrie durchaus noch Respekt vor einen so starken Einbindung der Blogosphäre hatte. Offensichtlich konsolidiert sich das jetzt ein bißchen. Wenn ich mir überlege, daß wir für den Alfa MiTo damals europaweit mit 15 Bloggern vertreten waren und in Amiland jetzt immerhin schonmal 100 am Start sind, ist das eine schöne Weiterentwicklung.

But nothing new, Mr. Cashmore ;)

Ah – Mr. Monty and FORD: If you like me to test how an FORD Explorer or Expedition fits on German Streets for some months – let me know ;) It would be the right environment here on the Ponyfarm ;)