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Fußgänger-Airbag am Volvo V40 im Selbstversuch

Mein Kumpel Onlinebuerger Daniel Hopkins hat mir grad das Video getwittert mit der Frage ob ich den Pedestrian-Airbag vom neuen Volvo V40 nicht mal probeairbaggen will.

Ganz ehrlich?

KLAR! Meine Kindheit ist dermaßen Colt Seavers geprägt, dass ich – evtl. mit entsprechenden Pads und Helm, man wird ja nicht jünger :) – durchaus gerne mal ne Judo-Rolle in bester Stuntman-anier über so eine Volvo V40 Haube machen würde um dann auf der kuscheligen Windschutzscheibe mit Airbag zu landen.

In der Tat würde ich das Sicherheits-Feature gerne mal am eigenen Leib ausprobieren.

Social Media Nutzung bei Autoherstellern, heute: VOLVO Germany – updated

Social Media Nutzung bei Autoherstellern, heute: VOLVO Germany – updated

Volvo ist der nächste Hersteller, von dem iich Euch die Antworten auf meine Fragen zur Social Media Nutzung in der Automobilbranche nennen kann. Vielen Dank an Michael Schweitzer von der Volvo Car Germany GmbH!

1. Welche Social Media Aktivitäten hat Volvo Deutschland in den letzten 18 Monaten durch geführt:
Volvo Deutschland hat sich in den letzten 18 Monaten auf den Auf- und Ausbau des lokalen Facebook-Auftritts konzentriert

http://www.facebook.com/volvo.de. Weitere Aktivitäten von Volvo Deutschland im Bereich Social Media hat es nicht gegeben.

8749 Volvo Facebook Fans in Deutschland - Stand 10.2.2010

2. Toyota USA hat im Dezember die Gutscheinaktion toyotashareathon.com angeboten: Für einen Twitter-Eintrag mit Link auf die Aktions-Webseite erhielt der Kunde einen Gutschein bei Autokauf über 500$. Pro Tag wurden 250 Gutscheine verteilt – insgesamt für 2 Millionen Dollar.
Was denken Sie über diese (Online-)Aufsehen erregende Art der Verkaufsförderung?
Wenn man die Zahlen umrechnet, haben in den USA rund 4.000 Twitter-User das Angebot von Toyota angenommen und sich eingetragen. Ob die angesichts der Bevölkerungszahlen in den USA wirklich aufsehen erregend war, ist zu bezweifeln. Für Deutschland ergibt sich aus unserer Sicht das Bild, dass Twitter in Deutschland nicht die Bedeutung wie in den USA oder anderen Ländern hat, wie auch Studien von eCircle belegen. Wir werden die weitere Entwicklung aber sicher mit Interesse beobachten.

3. Warum werden die bereits professionell betriebenen Social Media Kanäle, nicht prominent auf Ihrer Unternehmens-Webseite präsentiert?
Auf unserer Website steht die Information über unsere Modelle im Vordergrund, nicht die weiteren Kanäle, über die wir kommunizieren wie Newsletter, TV-Spots, Banner oder Social Media. Daher werden Sie zwar Hinweise auf verschiedene Medien finden, auch vermarkten wir Social Media crossmedial, diese stehen aber nicht Vordergrund unserer Kommunikation.

4. Welchen Mehrwert bieten Sie Ihren Kunden und Interessenten über Social Media?
Der Mehrwert für Kunden bei einem Kontakt über die lokale Facebook-Fanpage ist eine schnelle Information über interessante News und z. T. exklusive Informationen. Darüber hinaus werden seine individuellen Fragen z. B. über den Start des C30 Elektro-Autos schnell und kompetent beantwortet.

5. Welche sind die drei wichtigsten Erfahrungen, die Sie bisher mit Ihrem Social Media Engagement sammeln konnten?
Das Resümee für unsere deutsche Facebook-Fanpage sieht wie folgt aus: Social Media wirkt und trägt zur Markenbildung bei. Aber die Voraussetzung ist eine offene und schnelle Kommunikation mit den Kunden.

6. Wie wird Ihr Unternehmen Social Media in 2011 nutzen (Marketing & PR, Kundenservice, HR, Innovationstreiber, Image)?
Volvo Deutschland wird die bekannten und bereits bestehenden Social Media Plattformen (Facebook) weiter nutzen und ausbauen.

// UPDATE – die folgenden 4 Fragen hat mir Herr Schweitzer noch zusätzlich beantwortet:

7. Wie ist die Aufteilung zwischen Themen mit direktem Produktbezug, eher Unternehmensmeldungen und Artikeln mit Servicecharakter?
Für uns ist wichtig, dass die News für unsere Leser/-innen von Interesse sind. So haben wir beispielsweise gerade aktuell den Hinweis auf ein Kunstevent mit dem Volvo S60 in der Schweiz, das per Webcam verfolgt werden kann, gepostet: Dieses Posting ließe sich sicherlich sowohl unter “Produkt: Volvo S60” als auch unter “Unternehmensmeldung: Kunst-Event” als auch “Artikel mit Servicecharakter: Live dabei sein, per Webcam” einordnen. Entscheidend ist, dass unsere Postings interessant sind, was sich für uns vor allem am Feedback der Fans zeigt.

8. Entwickeln Sie die Inhalte für Social Media anders, als für Marketing und Öffentlichkeitsarbeit?
Wir nutzen durchaus Themen aus dem Marketing und der Öffentlichkeitsarbeit. Für unsere Fanpage steht für uns allerdings immer im Vordergrund, was für die Fans von Interesse sein könnte. Insofern übertragen wie die Themen aus verschiedenen Bereich natürlich nicht eins zu eins in Social Media.

9. Verschiedene Kanäle zu überwachen und gezielt auf einzelne Kunden zu antworten kostet eine Menge Zeit und Arbeitskraft. Wie bedeutsam ist die direkte Kommunikation mit einzelnen Kunden für Sie?
Wir freuen uns, dass viele Fragen innerhalb der Community von den Fans selbst beantwortet werden. Auch wenn wir auf ein möglichst zeitnahes Feedback großen Wert legen, ist das natürlich nicht immer möglich, bespielsweise am Wochenende. Als Seitenadministrator können wir bislang leider auch keine persönlichen Nachrichten schreiben, so dass spezielle Probleme am besten auf dem bewährten Kommunikationsweg im direkten Kontakt von unserer Kundenbetreuung geklärt werden können.

10. Wann werden die ersten Kunden ein Auto bsw. über Facebook konfigurieren, sich beraten lassen und auch den Kauf abschließen?
Die Möglichkeit, den Neu- und Gebrauchtwagenkauf im Internet abzuwickeln, gibt es ja schon auf verschiedenen Portalen. Wie sich dies in den kommenden Jahren entwicklen wird und welchen Einfluss dies auf Social Media Kanäle haben wird, werden wir mit Spannung verfolgen.

Vielen Dank für Ihre Antworten, Herr Schweitzer.

Bloggerboliden Folge 2! Diesmal mit @hendrikthoma von @tvino

Bloggerboliden Folge 2! Diesmal mit @hendrikthoma von @tvino

Und der nächste Blogger (OK, Videoblogger), der uns seine Autovergangenheit vorstellt:
Hendrik Thoma, VMaster Sommelier, Social Media Enthusiast und Videoblogger aus Hamburg der auf der Videoplattform www.tvino.de das Thema Wein auf ganz neue Weise anpackt, ohne ihm seinen Zauber zu nehmen.

Hendrik Thoma

Und mein lieber Herr Gesangsverein – ich bin echt neidisch :) Sowohl auf die erlesene Volvo Auswahl, aber noch mehr auf die coolen Touren auf denen Hendrik unterwegs war:

Wie ist Dein allgemeines Verhältnis zu Autos? Begeisterter Fahrer oder notwendiges Übel?

Ich fahre schon ganz gerne Auto, allerdings relativ wenig: unter 10.000 km im Jahr. Bin viel im Flieger, Bahn und auch S-Bahn unterwegs. Am liebsten ist mir in der Stadt das Fahrrad. Finde statusversessenheit beim Auto genauso peinlich, wie beim Weintrinken. Dennoch finde ich einige Luxusautos (wie auch berühmte Weine) wie z.B. Aston Martin, Porsche oder Ferrari großartig und schaue sie mir gerne neidlos an.

Was war Dein erstes Auto – kannst Du Dich noch an ein besonderes Erlebnis erinnern?

Ein weißer Golf L mit 50 PS den ich mit 18 Jahren von meiner Mutter übernommen habe. Richtig spannend wurde es dann mit einem weißen Buckelvolvo PV 544 P18, dann besaß ich einen rot lackierten Opel Diplomat 2,8 E, danach einen Alfa GT Bertone 1800 der dauernd kaputt war und in den USA einen 66er Oldsmobile Delta 88 mit 400 PS mit dem wir durch die Wüste ins tiefste Mexiko gefahren sind. Ein aus heutiger Sicht nicht ungefährlicher Trip. Gekostet hat der Wagen aus erster Hand 1800,– US, verkaufen mußte ich ihn dann für 500,– US.

Volvo PV 544 P18 - der graue Buckelvolvo

1966er Oldsmobile Delta 88

Was fährst Du aktuell?

Einen Volvo Cabrio C70 T5

Volvo C70 von Flickr user jaaku

Ein Testbericht zu Deinem Auto in 140 Zeichen:

Ein bequemes flottes, sehr zuverlässiges Auto. Er ist unauffällig und fällt aufgrund seiner Seltenheit doch auf. Er bietet eine tolle Fahrkultur, ist extrem vielseitig durch das stabile einfahrbare Verdeck und hat viel Platz.

Was wäre Dein absolutes Traumauto?

Zurzeit träume ich von einem aufgepimpten alten Vesparoller für den Sommer. Finde aber einen alten James Dean Porsche 356 in grün meinen absoluten Traumwagen.

Such Dir eine aus! :-) Flicker-User Voltage Accident

Und ein Blick in die Kristallkugel:
Was glaubst Du, wie wir in 2030 Auto fahren bzw individuell mobil sein werden?

Ich würde mir wünschen, daß wir dann bessere effizientere Fortbewegungsmittel im Sinne von Nachhaltigkeit haben werden als Autos, wie wir sie zur Zeit fahren. ich bin aber nicht positiv gestimmt

Der weiße Buckelvolvo war mein erster, den grauen Buckelvolvo den ich in den USA gefahren habe ich mir mittlerweile zurück gekauft und er muß restauriert werden. Den Delta 88 habe ich geliebt, war mit ihm sogar ganz tief in Südamerika…

That's what I call oldschool style, Mr. Thoma! Cool :)

Vielen Dank Hendrik! Passend zum Thema Autos eine TVino Folge mit Autobezug um die Ecke gedacht: Stargast Smudo der ja bekanntlich gerne Rennen fährt :) Ich bin mit ihm in Grand Prix ein paar virtuelle Runden gefahren – anno dunnemals :)

In der nächsten Folge ist dann übrigens Johnny –Spreeblick und Re:Publica– Häusler dran!

Auto-matisches Kolonnen fahren mit SARTRE Volvo dank EU

Auto-matisches Kolonnen fahren mit SARTRE Volvo dank EU

Ich bin ja ein großer Freund des Prinzips “Double your Time”. So gerne wie ich selber Auto fahre, hätte ich auch manchmal gerne die Möglichkeit einfach den Autopiloten einzuschalten und noch ein bißchen zu arbeiten, zu lesen oder die Augen zu zu machen. Und auch, wenn ich im letzten Jahr öfter in einem Zug gesessen habe, als alle 35 Jahre vorher, sind Schienen für mich eigentlich nur ein Grund zum anhalten und nach links und rechts kucken.

Am letzten Wochenende habe ich schon eine Fahrerfahrung gemacht, die in Ansätzen in die beschriebene Richtung ging – dazu später aber mehr. Erstmal muss ich Euch kurz von einem Projekt erzählen, auf das ich grade im VOLVO Newsroom gestoßen bin:

Sicheres kolonnenfahren für die Umwelt

Das EU Projekt SARTRE (Safe Road Trains for the Environment) entwickelt ein System, das es dem Fahrer ermöglichen wird, sich in eine Kolonne einzuklinken und dem Führungs-Fahrzeug das von einem speziell ausgebildeten Fahrer gesteuert wird, die Kontrolle über das eigene Auto zu übergeben. Kurz bevor ich dann von der Autobahn runter und aus der Kolonne raus will, stelle ich meinen Kaffeebecher weg, falte die Zeitung zusammen und übernehme einfach wieder selber das Steuer. Grade wurden erste Probefahrten auf dem VOLVO Testgelände nahe Göteborg durchgeführt.

Die in der Kolonne folgenden Fahrzeuge sind per Funk mit dem Führungs-Fahrzeug verbunden und erhalten so exakte Steuerinformationen. Alle Fahrzeuge sind darüber hinaus mit Fahrassistenten und Messgeräten ausgestattet, damit sie die individuellen Umwelteinflüsse analysieren und darauf reagieren können.

Was bringt das ganze?

SARTRE wurde im September 2010 natürlich nicht nur aus Gründen der Bequemlichkeit ins Leben gerufen: Die Fahrzeuge rücken in der Kolonne so dicht zusammen, dass sie sich gegenseitig Windschatten geben und an die Fahrweise an das umliegende Terrain anpassen. Damit wird erheblich Sprit eingespart, weniger CO2 ausgestoßen (beides biz zu 20%) und so offensichtlich es klingen mag: Platz auf den Straßen eingespart.

Außerdem hat die Bezeichnung in einem Platoon zu fahren natürlich auch irgendwie etwas cooles :-D

Nach den technischen Fragen kommen natürlich die rechtlichen: Was, wenn der Vordermann einen Unfall für die gesamte Kolonne verursacht? Oder ein System ausfällt während der Fahrer schläft? Bluescreens im Auto sind ja nicht grad die wünschenswerteste Sache.

Ich glaube allerdings, diese Fragen werden sich in den Jahren, die es noch dauern wird, bis eine funktionierende Lösung fertig ist, von ganz alleine klären. Erst einmal muss eine Lösung gefunden werden, Autos mit elektronischer Steuerung zu ermöglichen. Bisher ist in Deutschland noch gesetzlich vorgeschrieben, eine starre, mechanische Lenkvorrichtung zu benutzen. Aber die Skepsis, die ja auch der Fahrer im Video äußert, werden auch Menschen bei Tempomat und Servolenkung gehabt haben. Der gemeine Autokunde ist nunmal etwas technologiekritischer.

Ist es gefährlich die Kontrolle abzugeben?

Ehrlich gesagt, bin ich da zwiegespalten. Zum einen habe ich mich grade letztens mit einem Kollegen unterhalten, der bei Walter Röhrl auf einer Fahrveranstaltung im Porsche sass. Röhrl hatte das Auto vorher genau abgestimmt. Dann bewegte er das Auto ans Beifahrer tauglicher Limit und mehr oder weniger im Drift alle elektronischen Hilfen aus und konnte das Auto immer noch auf der Straße halten. Sein einziger Kommentar: “Probier das mal mit einem elektronisch gesteuerten Auto!”

Auf der anderen Seite werden Airbus Flugzeuge bereits seit einigen Jahren vollständig elektronisch geflogen. Das heißt, da gehen keine Seile oder Gestänge mehr zu Höhen- und Querruder, sondern über elektronische Impulse. Allerdings sind diese redundant – also mehrfach abgesichert – falls ein System ausfällt, übernimmt ein identisches. Und natürlich ist die wartungsintensität und damit die Ausfallsicherheit VIELFACH höher als bei einem Auto.

Aber gut, die Amis sind was das angeht ja noch um einiges schmerzfreier und die autonom über Kaliforniens Highways cruisende Google-Car-Flotte hat mittlerweile wahrscheinlich schon mehr als 200.000 Meilen auf dem Tacho.

Das Video ist sehr sehenswert :-) “The DMV doesn’t care as long as someone’s sitting in the driver’s seat” *g* Bin gespannt, wann Google das erste Mal wegen dem Laserscanner verklagt wird.

Ray Wert von Jalopnik stellt die richtige Frage nach: “Was kommt wohl zuerst – das fliegende Auto oder das fahrerlose Auto?”

Nichtsdestotrotz endlich mal ein Projekt, wo EU-Kohle mit Sinn und Verstand ausgegeben wird.

Liebe Volvo-Kollegen, wenn ich mal probe-nicht-fahren soll, lasst es mich wissen, ich bin dabei! ;)

Fotos: Volvo Newsroom

Fahren im Schnee is schee…

Fahren im Schnee is schee…

Find ich jedenfalls. Meine Freundin fragte mich eben, warum unser guter alter Volvo eigentlich soviel besser durch den Schnee kommt. Nur zum Vergleich: Gestern haben sich drei Autos auf dem Hof fest gefahren, heute eines.

Bild von Flickr User jensm

Ich hab es mal auf Gewicht, die weiche Federung, die guten Winterreifen, das 2,4l Vierzylinder mit halbwegs Drehmoment und darauf geschoben, dass das Auto eben noch ein echter schwedischer Volvo ist. Und in Schweden is Winter. Lange und viel. Damals haben die eben noch Elchkühe mit Antirutschhufen gebaut :) Gut, mein Vadder hat in den Kofferraum unseres damaligen BMW 32ß E21 noch Bordsteinplatten geschmissen, damit der Bayer vom Hof kommt. Da könnte man jetzt sagen, die in Bayern haben auch lange Winter. Ja, aber zwischen dem ersten Baujahr des Dreiers und dem Volvo liegen auch elf Jahre Weiterentwicklung – also bleiben wir erstmal fair :) Die nagelneue C-Klasse ist heute morgen erst vom Hof gekommen, als das ESP ausgeschaltet wurde. DA liegen eigentlich auch nochmal 20 Jahre Entwicklung zum Volvo zwischen :) Aber manchmal hilft halt das Gefühl im Gasfuß mehr als jede Elektronik.

Auch wenn wir schon das schlimmste vom Winter hinter uns haben, seh ich jeden Tag wieder Leute auf der Straße, denen ich das was ich hier grad tippe am liebsten ausdrucken und unter den Wischer klemmen würde.

Das wichtigste im Winter : Die Vorbereitung

Ich habe letztens die Erfahrung machen dürfen, wie mir auf dem Weg nach Frankfurt wo ich gemeinsam mit David von Honda unser ORI10K Projekt auf der European Social Media Conference vorstellte, nach 20km die Wischwasserdüsen eingefriert sind. GANZ blöde Erfahrung morgens um halbacht im Blindflug hinter einem LKW hängend die Kasseler Berge raufzuöckeln. Die roten Lichter waren wenigstens klar zu erkennen.

Und dabei dachte ich vorgesorgt zu haben – mit einem zweieinhalb Litern Scheibenenteiser. Mit dem Zeug ist es ungefähr so wie mit Sonnenmilch. Nicht die Brühe aus dem Vorjahr nehmen! Das is dann nämlich kaum noch Alkohol drin. Ich hab nen Schluck probiert! Also im Hotelarkhaus war Volvo dann wieder aufgetaut – nen Liter von der Tanke nachgekippt und wieder los. Diesmal hat es immerhin 60km gehalten, aber dann haben die -15° Außentemperatur wieder gereicht. Is auch klar, durch den Windchill werden aus -15° -29,5° Bei einer Fahr-Geschwindigkeiten um die 120km/h also nochmal ein Vielfaches. Die Frostschutzkonzentration war einfach noch nicht hoch genug.

Erst zu Hause in einem Parkhaus nochmal auftauen, 5 Liter pures Frostschutzreinigerkonzentrat bis -60 Grad für 50 €-Cent pro Grad hat dann zum Erfolg und wieder freie Sicht geführt.

Wenigstens musste ich mein Auto noch nicht aus dem Schnee raus ziehen. So wie hier in meinem Lieblingswintervideo seit gefühlten 10 Jahren. So fiese Geräusche gibt es eben, wenn man zu faul zum schippen ist:

Meine Winterroutine:

  • Scheibenwischer hochklappen! Sonst frieren die fest und das Gummi an den Wischerblättern wird beschädigt. Ergebnis: Schmiererei auf der Scheibe!
  • Windschutzscheibe abdecken – wir haben da so ein lustiges Abdeckdinges mit einer Robbe vorne drauf. Sehr süß und vor allem hochwirksam! Hätte ich nie erwartet, dass uns das Ding die Scheibe auch bei unter 20° noch frei hält. Positiver Nebeneffekt, die Frontscheibe beschlägt auch nicht von innen
  • Scheiben innen mit einem Microfasertuch schön sauber wischen. Dann haftet die Feuchtigkeit nicht so gut und die Scheibe beschlägt / gefriert nicht so schnell von innen.
  • KEIN HEISSES WASSER auf Windschutzscheiben kippen! Weder bei dünnen, noch bei dicken Eisschichten. So eine Windschutzscheibe besteht aus Spezialglas, dass durch den Produktionsprozess unter Vorspannung steht. Damit es im Falle eines Unfalls in kleine Krümel zerbröselt statt in große Scherben. Die Scherben könnte der Verbundklebstoff nicht zusammenhalten. Diese Vorspannung macht das Glas extrem empfindlich gegen starke Temperaturschwanken und genau die ruft man hervor, wenn man einen Eimer heisses Wasser auf’s Auto kippt. Also entweder abdekcen, oder so:
  • Sprühflasche mit Scheibenenteiser dabei haben. Nach Glühwein die geilste Erfindung, seit es Winter gibt! Einmal kurz übersprühen, warten. Sauber. Selbst bei dicken Eisregenkrusten frisst sich das Zeug irgendwann durch und man kriegt eine Angriffsfläche um den Mist von der Scheibe zu öckeln.
    Freundin hat Ihre eigene Methode: Sie hält einfach beide Hände so lange an die Scheibe, bis sie durch 4mm Eisregenkruste durch getaut ist. Tut eigentlich schweine weh, führt aber auch zum Erfolg und gesunder Hautfarbe :)
  • Kühlerfrostschutz muss ich ja nicht extra sagen. Merkt man als Fahrer sonst erst, wenn es zu spät ist. Dann friert die Wasserpumpe ein, Schläuche platzen oder sogar der Motorblock bekommt Risse. Eis entwickelt ziemliche Kräfte, wenn es sich ausdehnt
  • Batterie aufladen, die macht bei den Temperaturen ja am liebsten schlapp. Und das Auto nicht tagelang stehen lassen. Auch wenn es eingeschneit ist – schaufelt die Karre frei und bewegt Sie eine halbe Stunde alle 2-3 Tage. Wenn Ihr das Auto dann wirklich mal braucht und es eiligt habt, fangt Ihr das buddeln an. Erst das Auto aus dem Schnee, dann nach der Nummer vom ADAC (ich reime aus Erfahrung *G*)
  • Reifendruck checken sollte man ja eh regelmäßig machen. Aber grade wenn es kalt wird. Sachen die kalt werden ziehen sich ja nunmal zusammen. So auch Luft in Reifen und damit sinkt der Reifendruck. Bei Parties draussen sinkt auch gerne mal das Niveau ;)
  • Voll- und Nachtanken ist im Winter ne gute Idee. Erstens können 30-50 Kilo Sprit hinten ein bisschen mehr Haftung geben und zweitens kann es ja auchmal passieren, dass man in einen Stau kommt und das Auto laufen lassen muss, damits einem nicht den Hintern wegfriert.
  • Parken ohne Handbremse – so lange ich nicht am Berg stehe, lass ich sie weg, denn sie kann fest frieren. Ersten oder Rückwärtsgang reicht.

Stecken geblieben? Räder drehen durch?

So wie das Handtuch das wichtigste Utensil eines Anhalters in der Galaxis ist, gehört eine Schaufel in Griffnähe jedes Autofahrers. Grund 1 ist offensichtlich: Schneeberge wegschippen, damit einem nicht das passiert wie den Honks da oben in dem Video.

Manchmal gibt’s aber auch Eisregen und den am besten noch auf Schnee drauf. Das ist dann nicht mehr die Schneekönigin in Winterwonderland, das ist die Ice-Bitch aus Rutschhausen.

Schnappt Euch die Schaufel und stecht vor den Antriegsrädern etwa 50cm die Schnee/Eisfläche auf. Einfach ein bisschen aufrauen das ganze, damit die Räder packen und das Auto in Schwung bringen können. Meistens ist das Problem nur eine von durchdrehenden Reifen glatt polierte Fläche. Da könnt Ihr 20 Minuten Vollgas geben und kommt nicht vom Fleck. Die Fläche aufrauen und schon gehts. Ein bisschen Sand oder Kiesel vor die Reifen streuen geht auch, wenn dich nicht grade unter 50cm Schnee begraben sind. Ach ja und noch was: NUR die Schaufel wird unter Auto gesteckt! Keine Hand, kein Bein oder gar der Kopf, ob der Schnee noch da ist.

Wenn Ihr hilfsbereite Menschen seid und jemanden aus dem Schnee schiebt. Entweder seitlich neben das Auto oder mittig stellen. Nie direkt hinter die Räder. Gerade bei Hecktrieblern könnt Ihr Euch sonst hinterher neu einkleiden. Schiebt immer nur an Stellen des Autos die aus Blech sind und sich WIRKLICH stabil anfühlen. Am Besten an Knten. Nie an Spoilern oder an großen Blechflächen. Die geben nach, machen Beulen und Ihr macht mehr kaputt als Ihr helfen könnt.

Losfahren und auf Schnee unterwegs sein

Ich gebe es zu: Ich wäre gerne Walter Röhrls unehelicher Enkel. Bin ich aber nicht. Ich behaupte auch nicht ein besonders guter Fahrer auf Schnee zu sein. Was ich mir zugestehe ist, halbwegs erfahren zu sein, zu wissen wie mein Auto reagiert und keine übermäßige Angst zu haben.

Das sehe ich nämlich als das Hauptproblem an. All die Leute, die in den letzten Jahren, als es maximal zwei Tage ein bißchen Schnee gab, haben sich entweder gar nicht auf die Straße getraut oder sind mit Bus, Bahn oder Taxi gefahren. Dann kommt ein Winter wie dieses, oder letztes Jahr wo sie irgendwann gezwungen sind zu fahren und dann können sie es natürlich nicht.

Seit ich ein Auto habe war der erste Weg beim ersten Schnee immer der zu einem möglichst großen, möglichst unberührten Parkplatz und dann wird erstmal rumgerutscht. Vollbremsungen geübt. Bei Hecktrieblern mit dem dem Gaspedal gelenkt, bei Fronttrieblern mit der Handbremse. So wie Kollege Royalsolo mit seinem Twingo im Video unten. Nur so lernt man, was sein Auto macht, wenn es rutscht. Nur so bekommt man ein Gefühl für sein Auto und die “Elemente” Schnee und Eis. Aber bitte nicht übertreiben und immer schön LEERE Parkplätze suchen.

Ok. Bevor losgefahren wir – Schnee und Eis vom Auto schmeissen, der runterfallen und auf anderen Autos landen könnte. Ist nicht nur doof für die anderen. Kostet auch 80 Euro und drei Punkte. Einfach nen weichen Besen nehmen und fix von einem selbst weg das Auto freifegen. Das geht schnell und man saut sich nicht ein.

Auf Schnee fahren ist eigentlich total entspannend. Wenn man entspannt fährt und mögliche Fehler von Fahrern um einen herum beachtet. Schön easy rollen lassen, keine Hektischen Lenkbewegungen machen, oder ruckartig aufs Gas latschen und die Trägheit der Masse ihren Job machen lassen. Immer schön im höchstmöglichen Gang fahren und dann geht das schon.

Spruwechsel früh genug einplanen und dann langsam und geschmeidig rüber ziehen. Beim ranfahren an Ampeln genauso. Ampel im Auge gehalten und einschätzen, ob man noch rüber kommt. Im Zweifel langsamer werden ranrollen, so dass rüber huschen noch geht, rechtzeitig stehen bleiben aber auch eine Option bleibt. Statt zu bremsen besser die Geschwindigkeit durch runterschalten reduzieren. Aber vorsichtig. Bei zu hoher Geschwindigkeit in einen zu kleinen Gang geschaltet lässt die Räder genausp abrupt blockieren wie bei ner Vollbremsung.

Wenn aber auf gerader Strecke ALLES frei ist, alle um einen rum problemlos die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit fahren, dann kann man das auch beruhigt selber tun und mit ausreichendem Abstand im Verkehr mitschwimmen. Mit 30 über Bundesstraßen zu zuckeln kann ebenso zu Unfällen führen, wie wenn einer meint mit 130 in eine weiße Kurve zu heizen.

Allzu starke Steigungen sollte man schon meiden, wenn es geht sonst passiert gerne mal so was hier:

Das soll jetzt auch erstmal reichen. Wenn wirklich GAR nichts mehr geht: Ruft Euch nen Taxi. Aber auch hier ein letzter Tip: Taxen haben keine Schnee-Durch-Komm-Garantie. Ruft früh genug an, wenn Ihr einen Termin habt. Keine Taxizentrale der Welt hat bei diesem Wetter Lust, geschweige denn die Pflicht, innerhalb von 10 Minuten bei Euch zu sein.

So. Und nun kommt gut durch den Restwinter, ich warte auf Neuschnee und such mir dann wieder einen Parkplatz :)

Volvo Guru Vortrag zum nachhaltigen Auto thx @lokalreporter

Seine Bühne ist die Hebebühne – Rober Richter der VOLVO Papst aus Berlin Wilmersdorf bei der Pecha Kucha Night hält einen Vortrag über die Autos, deren Name auf Lateinisch soviel bedeutet wie “Es rollt”.

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Robert verdeutlicht u.a., was ein VOLVO mit Nachhaltigkeit zu tun hat, das 30% des CO2 Ausstoßes, den ein VW Lupo in seiner erwartenden 150.000km Lebensdauer verursacht, auf die Produktion in der Energiebilanz entfallen. Von daher ist ein lange gefahrener und immer wieder instandgesetzter Volvo durchaus ein LOHAS Auto. Auch, wenn er ein paar Liter mehr Spritverbrauch verursacht.

So hab ich das noch gar nicht gesehen.

Der Player von dem Vortrag ist ein bißchen gewöhnungsbedürftig. Der lädt erst die Präsentationsfolien, dann die Audiospur und spielt das dann in eins durch ab. Vor- oder Zurückspulen is leider nicht. Aber der Vortrag ist sehens- und hörenswert und dauert in etwa 4-5 Minuten.

bild-53. Beide Bilder sind aus Roberts Vortragsfolien entnommen. Danke an Gerald Angerer für den Tip

Ikea Leko – Die Auflösung: Carsharing

Es war ja letztens die Frage, was sich hinter dem IKEA Leko verbirgt.

Blogging Tom hat heute die Auflösung gebloggt – es ist ein Carsharing Konzept (wie ich ja schon vermutete), von wegen Umweltschutz und so.

Naja ne Kooperation mit Volvo wäre ja auch zu schön gewesen :-) Aber so kann ich wenigstens mal wieder eins der Probefahrer Fotos auspacken :-)

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